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TV Programm für ARTE am 24.10.2026

Stille Wasser 05:35

Stille Wasser: Ungarn - Der Balaton

Landschaftsbild

Der größte See Mitteleuropas liegt in Ungarn: der Balaton. Ein Urlaubsparadies mit im Sommer karibisch warmem Wasser, umgeben von malerischen Schilfgürteln. Eine romantische, unberührte Naturlandschaft im Herbst und Winter, mit pittoresken Weinbergen und altehrwürdigen Heilbädern. Ein Ökosystem mit seltenen Wasserschlangen, Hunderten Vogelarten - daneben Tausende von Badegästen und eine florierende Tourismusindustrie: Wie geht das zusammen? Illegale und massive Bebauung der Ufer stellen den wegen seines flachen Wassers auch "Steppensee" genannten Plattensee vor Probleme: Algenblüte, zerstörte Schilfgürtel und Verlust der Wasserqualität sind die Folge. Umweltaktivisten, Weinbauern, Wasserbüffelzüchter und Hydrologen schlagen nicht nur Alarm, sondern verweisen auf umweltfreundliche Alternativen, die den fragilen Balaton retten sollen. Vor allem die Wiederherstellung des Kis-Balatons, des "kleinen Balatons", eines Sumpfgebiets am Westende des Sees, spielt dabei eine bedeutende Rolle. Dieser natürliche Wasserfilter des Balatons wurde zu neuem Leben erweckt. Ein Naturpark, den man nur mit Genehmigung betreten darf, sorgt dafür, dass der See nicht ständig zu hohen Nährstoffbelastungen ausgesetzt ist. Rund um den Balaton untersuchen Umweltexpertinnen und Experten, warum das Schilf so bedeutend ist, vor allem wenn das Wasser durch Tourismus und Bebauung unter Druck gerät. An Land versucht ein Weinbauer, eine Tradition am Balaton zu schützen - durch die Entwicklung einer nachhaltigen Anbaumethode, die Trockenperioden trotzt und ohne Herbizide auskommt. Die Reihe "Stille Wasser" erkundet große europäische Seen - den Saimaa in Finnland, den Van-See in der Türkei, den Alqueva-Stausee in Portugal und den Balaton in Ungarn. Die vier Folgen zeigen die Bedeutung dieser einzigartigen Ökosysteme und Möglichkeiten, diese zu schützen.

Bulgarien - Das Dorf der magischen Tiere 06:20

Bulgarien - Das Dorf der magischen Tiere

Dokumentation

Das kleine Bergdorf Pirin ist ein aussterbender Ort. Die Jungen sind gegangen, suchten ihr Glück in den Städten oder im Ausland. Die Alten blieben zurück, vor allem die Frauen, deren Männer gestorben sind. Ihr Tag ist lang und hart, die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Das Leben folgt seinem eigenen Rhythmus und erfindet Geschichten, in denen sich Tiere in magische Wesen verwandeln. An der Katze Matsa, der Hündin Mila, dem Esel Kirka und dem Hengst Gosho wollen die Dorfbewohner etwas Geheimnisvolles bemerkt haben. Ist Matsa einfach nur tollpatschig oder verfügt sie über Zauberkräfte? Was hat die Hündin Mila mit dem Verschwinden der Hühner im Dorf zu tun? Ist Kirka gar der verzauberte Sohn seiner Besitzerin? Und was ist mit dem Drachen Gincho? Der Legende nach lebt er in einer Höhle hinter dem Berg und entführt schöne junge Frauen. Doch in Pirin lohnt ein Raubzug schon lange nicht mehr, die Beute ist auf und davon. Der Dokumentarfilm erzählt aus der Perspektive der Tiere von einer Welt, die verschwindet und in der Magie Hoffnung stiftet.

Revolution auf dem Acker 07:00

Revolution auf dem Acker: Wo die Zukunft wächst

Dokumentation

Europa blickt in eine ungewisse Zukunft, wenn es um die Frage der Ernährungssicherheit geht. Extremwetter führen immer häufiger zu Ernteverlusten. Neue Krankheiten und Insekten, die Pflanzen schädigen, stellen die Landwirtschaft vor große Herausforderungen. Innovative Lösungen sind gefragt. Klaus Fleissner von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft forscht mit seinem Projekt "FutureCrop" daran, exotische Kulturen in Deutschland heimisch werden zu lassen. Am vielversprechendsten ist für ihn die Erdnuss. Noch sucht Fleissner allerdings nach den idealen Sorten, die im deutschen Klima ertragreich wachsen. Frankreich ist Europas größter Weizenexporteur, doch die Erträge sind rückläufig. Jacques Le Gouis vom Nationalen Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt hat sich auf die Erforschung und Züchtung resistenterer Weizensorten spezialisiert. Ein Prozess, der etwa zehn bis zwölf Jahre dauert. Gentechnik könnte einen zeitlichen Vorsprung verschaffen. Eingriffe in das Genmaterial sind aber in der EU bislang nicht zugelassen. Dr. Friedrich Kragler vom Max-Planck-Institut hat 2023 einen Durchbruch erzielt. Er hat herausgefunden, dass Pflanzen DNA-Informationen von der Wurzel in die Blüten weitergeben können. Eine revolutionäre Entdeckung, die gentechnische Veränderungen beschleunigt. Die Landwirtschaft ist Leidtragender des Klimawandels - aber auch Verursacher zugleich. Schneller als je zuvor braucht es Lösungsansätze, die den Klimawandel bremsen. Die Zukunft der Ernährung hängt von Innovation und Mut ab.

Impulse 07:55

Impulse: Elektromagnetische Wellen: Unsichtbar und omnipräsent

Kindersendung

Heute ist die ganze Welt vernetzt. Die Kommunikation über große Entfernungen, die Fortbewegung im Dunkeln oder auch das Beobachten aus der Ferne sind alltäglich geworden, die Ortung der eigenen geografischen Position jederzeit möglich. Diese Folge der Serie "Impulse" blickt auf die großen Etappen der Erforschung der elektromagnetischen Wellen und geht auf Wissenschaftler ein, die zu ihrer Entdeckung beigetragen haben: Pythagoras, Galilei, Newton, Huygens, Young, Maxwell, Hertz, Branly, Popow, Lamarr. Die komplexe Welt der Funkwellen, Lochstreifen, der Telefonie, der GPS-Systeme und des WLANs wird anschaulich erklärt. "Impulse" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wissenschaftsbegeisterung jener zu wecken, die sich stets für naturwissenschaftlich unbegabt gehalten haben. Die Serie will an komplexe Themenbereiche wie Genetik, Strömungsmechanik, elektromagnetische Wellen, Mikrobiologie oder Quantenphysik heranführen und für sie begeistern. Und dann sage nochmal einer, Wissenschaft mache keinen Spaß!

Impulse 08:20

Impulse: Plastik: Vom Superstoff zum Ökoproblem

Kindersendung

Der Mensch ist stets auf der Suche nach neuen Materialien, um daraus Dinge herzustellen. Schon vor 200.000 Jahren entdeckte er einen formbaren Klebstoff auf Pflanzenbasis, mit dem sich solidere Werkzeuge fertigen ließen. Heutzutage sind Kunststoffe aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, ob in Verpackungen, Spielzeug oder in der Kleidung. Unsere Konsumgesellschaft erzeugt und verbraucht Tag für Tag Unmengen davon. Doch wie gut kennen wir sie wirklich? Diese Folge unternimmt eine Reise zu den Meilensteinen, die der Menschheit die Entdeckung eines besonderen Werkstoffs ermöglichten: Plastik. Im Fokus stehen Wissenschaftler wie Goodyear und Baekeland. "Impulse" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wissenschaftsbegeisterung jener zu wecken, die sich stets für naturwissenschaftlich unbegabt gehalten haben. Die Serie will an komplexe Themenbereiche wie Genetik, Strömungsmechanik, elektromagnetische Wellen, Mikrobiologie oder Quantenphysik heranführen und für sie begeistern. Und dann sage nochmal einer, Wissenschaft mache keinen Spaß!

42 - Die Antwort auf fast alles 08:50

42 - Die Antwort auf fast alles: Werden wir immun gegen alles?

Infomagazin

Unser Immunsystem ist das komplexeste Verteidigungssystem der Evolution. Es besteht aus unzähligen autonomen Zellen - Undercover-Agenten, Spähern, Killerzellen - die uns rund um die Uhr vor Krankheitserregern schützen. Doch nicht immer gelingt ihnen das. Bei Autoimmunerkrankungen hält das Immunsystem den eigenen Körper für den Feind und rüstet gegen ihn auf. Bei Krebs reagiert es dagegen oft zu schwach. Eigentlich sollte es mutierte Zellen aussortieren, bevor sie sich zu einem Tumor entwickeln. Doch Krebszellen schaffen es, sich für das Immunsystem unsichtbar zu machen. Hier setzt Immune Engineering an: Forschende greifen in das Immunsystem ein - nicht mit Pillen, sondern indem sie die Agenten der Immunabwehr so anpassen, dass sie ihren Job besser erledigen als je zuvor. Mit sogenannten CAR-T-Zellen, einer Art umprogrammierter Immunzellen, wurden bereits erste Krebsformen bekämpft. Doch der Weg ist noch weit: Das Immunsystem ist so vernetzt, dass jeder Eingriff unbeabsichtigte Folgen haben kann. Gelingt es, das Immunsystem vollständig zu entschlüsseln, würde das nicht nur die Therapie von Krebs oder Autoimmunerkrankungen revolutionieren, sondern eine Präzisionsmedizin ermöglichen, wie es sie noch nie gab.

360° Reportage 09:15

360° Reportage: Uganda: Hunde der Hoffnung

Reportage

Stella Amony wurde als junges Mädchen aus ihrem Dorf verschleppt und dem Kommandanten einer berüchtigten Rebellenarmee als schutzlos ausgelieferte Kinderbraut zugeführt. Robert Onen war Kindersoldat, der zum Töten missbraucht wurde. Das sind nur zwei Schicksale aus Uganda. Die Menschen in dem zentralafrikanischen Land haben in den vergangenen 50 Jahren schwere Zeiten durchlebt: In den 1970er Jahren regierte der skrupellose Despot Idi Amin mit brutaler Gewalt. Mitte der 1980er Jahre wurde Uganda zum Brennpunkt eines der längsten und brutalsten Konflikte Afrikas. 20 Jahre lang kämpfte die Rebellenmiliz Lord's Resistance Army, um den Sturz der Regierung herbeizuführen. Laut Schätzungen von UNICEF entführten die Rebellen in jener Zeit zwischen 35.000 und 66.000 Kinder. Sie wurden als Soldaten zwangsrekrutiert und sexuell versklavt. Zehntausende Zivilisten wurden ermordet, verstümmelt und gefoltert. Über 90 Prozent der Bevölkerung Nordugandas lebte in Flüchtlingslagern. Diese Zeiten sind zwar vorbei, doch viele Menschen leiden noch immer unter post-traumatischen Folgeschäden. Um ihnen zu helfen, greift die Tierschutzorganisation Big Fix auf ein ungewöhnliches Mittel zurück: Straßenhunde. Zu Tausenden streunen sie durch Ugandas Orte, herrenlos und nicht selten verwahrlost. Dabei können diese Tiere vor allem einsamen und seelisch schwer belasteten Menschen Trost spenden. Dies ist auch deshalb neuartig, weil Hunden in afrikanischen Gesellschaften noch selten die Rolle eines Gefährten zukommt. Doch die ersten Teilnehmenden an dem Projekt profitieren bereits von ihren neuen Begleitern. So sieht man in Uganda immer öfter Menschen mit ihrem Hund an der Leine im Straßenbild. Zu ihnen gehört nun auch Stella Amony. Ihr Hund Kicaber hat der leidgeprüften und alleinstehenden Mutter von fünf Kindern geholfen, zurück ins Leben zu finden. Ein großer Erfolg. Und der ehemalige Kindersoldat Robert Onen ist sogar schon im Auftrag von Big Fix als Tierschutzbeauftragter unterwegs. Vorsichtige Hoffnungsschimmer in einem Land, in dem die Menschen so viel durchgemacht haben.

360° Reportage 10:05

360° Reportage: La Réunion: Die Wiederbelebung der kreolischen Gärten

Reportage

Die Selbstversorger-Gärten zeichnen sich durch eine "organisierte Unordnung" aus, die traditionell in mehreren Schichten um das Haus herum angelegt wird und Blumen, tropische Früchte, Gemüse und Heilpflanzen - sowohl einheimische als auch eingeführte Arten - harmonisch kombiniert. Diese Gärten, die einst für den Lebensunterhalt der Sklaven und Siedler unentbehrlich waren, spiegeln die Geschichte der Insel La Réunion wider. Paulo Brigy, pensionierter Lehrer, hat einen artenreichen kreolischen Garten rekonstruiert. Seit 14 Jahren bemüht er sich, diese Vielfalt trotz anhaltender Dürreperioden und heftiger Wirbelstürme zu erhalten. Auch Pascale Boyer-Vidal liegt das Gärtnern im Blut. Sie pflegt einen jahrhundertealten Garten mit endemischen Pflanzen, der durch die Invasion einzelner eingeschleppter Arten bedroht ist. Auf La Réunion, einer ehemaligen französischen Kolonie und einst strategisch wichtigen Zwischenstation für Seefahrer auf dem Weg nach Indien, wird auch heute noch Zuckerrohr angebaut. Kako und Stéphane Kenkle verwandeln das von der Zuckerrohr-Monokultur ausgelaugte Land in eine Oase der Biodiversität im Sinne des kreolischen Gartens. Angesichts der klimatischen und ökologischen Herausforderungen ist die Vielfalt der kreolischen Gärten der Schlüssel zu ihrer Widerstandsfähigkeit. Inspiriert durch das Wissen und die Praktiken ihrer Vorfahren sorgen die Gärtner für die Weitergabe eines wertvollen kulturellen und botanischen Erbes. Wird die Ernte ihren Mühen gerecht?

Köstliches Ligurien 11:00

Köstliches Ligurien: Genua - Vom Handel zum Hochgenuss

Land und Leute

Über Jahrhunderte war Genua Seerepublik und Handelsmacht. Zwischen Meer und Bergen eingeklemmt, brachten ihre Schiffe Waren und Lebensmittel aus aller Welt in die Stadt. Das karge, schwer zugängliche Hinterland konnte den Nahrungsbedarf der Genueser kaum decken. So entstand eine Vielfalt von Einflüssen und Aromen, die die Küche der Stadt bis heute prägen. Im Val di Vesima arbeitet Dario Barone, einer der wenigen verbliebenen Landwirte der Gegend. Seine Landwirtschaft ist regenerativ: Der Boden erhält seine Fruchtbarkeit aus sich selbst, ohne externe Düngung. Frisch geernteter Mangold wird bei ihm zur Torta Pasqualina verarbeitet - einer herzhaften Spezialität, die längst nicht mehr nur zu Ostern auf den Tisch kommt. Im Stadtteil Pra', der Hauptstadt des ligurischen Basilikums, baut Chiara Ratto Basilikum an - sehr aromatisch, empfindlich und nur mit Erfahrung zu kultivieren. Im Mörser entsteht daraus Pesto nach traditioneller Art, serviert mit einer ebenso ligurischen Pasta: Trofie. In einer historischen Sciamadda backt Umberto Prestigiacomo Farinata, einen Fladen aus Kichererbsenmehl, im Holzofen. Ein Gericht aus einer Zeit, in der nahrhafte Speisen günstig sein mussten - bis heute ein Markenzeichen der ligurischen Küche. Vor der Küste Genuas ist Ivan Marelli als leidenschaftlicher Hobbyangler unterwegs. Die passenden Gewürze für seine Fischküche findet er in einer alten Drogerie der Altstadt, die noch immer Sorten aus aller Welt führt. Zu Hause verwandelt er seinen Fang in schlichte, geschmackvolle Fischgerichte: Aus Bonito entsteht ein mediterranes Sashimi. Die Thunmakrele veredelt Ivan mit einer aromatischen Panade, die die Aromen und Geschmäcker Liguriens bündelt.

Stadt Land Kunst Spezial 11:30

Stadt Land Kunst Spezial: Marokko

Magazin

Spezial Marokko mit folgenden Themen: Fès und Colettes orientalische Ader / Stolze Akrobaten / Die Berber-Tajine von Hamid / Der Teufel geht als Rockstar

Stadt Land Kunst Spezial 12:20

Stadt Land Kunst Spezial: Mexiko

Magazin

Stadt Land Kunst Spezial in Mexiko mit folgenden Themen: Tina Modotti, Fotografin der mexikanischen Revolution / Mexiko: Wo Rodeo Charrería heißt / Ezequiels zerrupfter Fisch / Geburtstagsbrauch in Acolman

Stille Wasser 13:05

Stille Wasser: Türkei - Der Vansee

Landschaftsbild

Im Osten der Türkei, auf über 1.600 Metern Höhe und nahe der Grenze zum Iran, liegt der Vansee, der größte Sodasee der Welt. Trotz eisiger Winter friert der See nicht zu. Dazu trägt auch seine Tiefe bei: An manchen Stellen ist er bis zu 450 Meter tief. Sein hochalkalisches Wasser erstreckt sich über mehr als 100 Kilometer. Doch die Region, in der der See liegt, vertrocknet zunehmend. Der Wasserspiegel sinkt, an manchen Stellen bereits um mehrere Hundert Meter. Ufer ziehen sich zurück. Bedroht sind dadurch nicht nur die Perlbarbe, eine einheimische Fischart, die im Salzwasser überleben kann, sondern auch die monumentalen, bis zu 50 Meter hohen Mikrobialiten unter Wasser - uralte, korallenähnliche Gesteinsformationen aus der Vorzeit. Klimaexperten, Umweltingenieure, Tierärzte und Imkerinnen zeigen die faszinierende Welt des Vansees. Die Osttürkei sieht sich seit Jahren großen Dürreperioden ausgesetzt. Eine Agraringenieurin führt Tests zur Tröpfchenbewässerung durch, denn Wasser ist die wichtigste Ressource in Anatolien und sie wird knapp. Am Rande der örtlichen Universität trägt die "Katzenvilla" dazu bei, das vielleicht geheimnisvollste Tier der Region zu bewahren: die Van-Katze mit ihren verschiedenfarbigen Augen. Die Reihe "Stille Wasser" erkundet große europäische Seen - den Saimaa in Finnland, den Van-See in der Türkei, den Alqueva-Stausee in Portugal und den Balaton in Ungarn. Die vier Folgen zeigen die Bedeutung dieser einzigartigen Ökosysteme und Möglichkeiten, diese zu schützen.

Stille Wasser 13:50

Stille Wasser: Finnland - Der Saimaa

Landschaftsbild

Der Saimaa, Europas viertgrößter Süßwassersee, liegt im Südosten Finnlands an der Grenze zu Russland. Er gehört zur Region Karelien und ist Finnlands bedeutendstes Süßwassersystem - eine verwinkelte, malerische Seenlandschaft mit Tausenden Inseln. Hier ist ein sehr seltenes Tier zu Hause: die Süßwasser-Ringelrobbe. Doch immer wärmere Winter machen ihre Fortpflanzung schwierig, denn sie benötigt genügend Schnee und Eis für die Höhlen, in denen sie ihre Jungen großzieht. Tierschützer haben sich etwas einfallen lassen und helfen kurzerhand nach. Das Gleichgewicht der Sumpf- und Moorlandschaften rund um den Saimaa ist vom Torfabbau bedroht. Die Folge: zerstörte Natur, sterbende Fische und verschmutztes Wasser. Ökologen versuchen, diesen großen Problemen mit einfachen Maßnahmen zu begegnen. Sie nehmen sich der Renaturierung von Sümpfen und Mooren an, wodurch seltene Säugetiere wie zum Beispiel der Vielfraß an den Saimaa zurückkehren. Aber auch die Holzwirtschaft setzt den See durch ihre Entwässerungsgräben einer zu hohen Nährstoffbelastung aus. Um Abhilfe zu schaffen, verblüfft ein umtriebiger Umweltwissenschaftler mit einer simplen Methode - ausgerechnet mit Hilfe von Holz. Zusammen mit örtlichen Enthusiasten werden alte Weihnachtsbäume im See versenkt, mit erstaunlichen Ergebnissen. Die Reihe "Stille Wasser" erkundet große europäische Seen - den Saimaa in Finnland, den Van-See in der Türkei, den Alqueva-Stausee in Portugal und den Balaton in Ungarn. Die vier Folgen zeigen die Bedeutung dieser einzigartigen Ökosysteme und Möglichkeiten, diese zu schützen.

Der Sternwanderer 14:35

Der Sternwanderer

Fantasyfilm

Wall ist ein verschlafenes englisches Dorf, benannt nach der Steinmauer, welche die Bewohner seit Äonen vor dem übernatürlichen Paralleluniversum sichert, das direkt auf der anderen Seite liegt. In Wall verspricht der junge Tristan Thorn dem hübschesten Mädchen, dass er ihr einen herabgefallenen Stern bringen wird. Dazu muss er jedoch die Mauer überwinden und taucht auf der anderen Seite in eine geheimnisvolle Welt voller Magie und sich entfaltender Legenden ein. In diesem fantastischen Reich, bekannt als Stormhold, entdeckt Tristan, dass der herabgefallene Stern gar nicht das ist, was er erwartet hat - es handelt sich um eine temperamentvolle junge Frau, die bei ihrem kosmischen Sturz verletzt wurde. Jetzt ist sie in großer Gefahr, denn sie wird von kolossalen Mächten gesucht. Darunter die intriganten Söhne des verstorbenen Königs, die nur durch sie den Thron erlangen können, und eine bösartige Hexe, die verzweifelt versucht, den Stern zu nutzen, um ewige Jugend und Schönheit zu erlangen. Tristan wird schnell klar: Alle, denen der Stern begegnet, haben eigene Absichten, manche sind gut, manche böse, aber alle wollen nur eines - ihr Herz. "Der Sternwanderer" ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Neil Gaiman. Laut Gaiman handelt es sich bei der Verfilmung um eine getreue Adaption in komprimierter Form, mit nur wenigen Unterschieden zu seinem Buch. Der Film wurde in England, Schottland, Wales und Island gedreht.

43. Weltfestival des Zirkus von Morgen 16:35

43. Weltfestival des Zirkus von Morgen

Zirkus

Das "Weltfestival des Zirkus von Morgen" wurde 1977 von Isabelle und Dominique Mauclair gegründet. Unter der Leitung von Alain M. Pacherie, dem Direktor des Cirque Phénix, bringt es jedes Jahr Dutzende von jungen Akrobaten, Seiltänzern, Clowns, Jongleuren und Trapezkünstlern aus der ganzen Welt zu einem internationalen Wettbewerb in Paris zusammen. Aus Äthiopien, China, Dänemark, Indien, Kanada, Tadschikistan, der Ukraine, den USA, aber natürlich auch aus Deutschland, Frankreich und Italien reisen die jungen Frauen und Männer in die französische Hauptstadt, um vor einer hochkarätigen internationalen Jury ihr Können zu zeigen und um Gold-, Silber- und Bronzemedaillen zu kämpfen. Selten war Zirkuskunst so lebendig und kreativ. In diesem Jahr wird das "Weltfestival des Zirkus von Morgen" zum 43. Mal veranstaltet. Die Teilnahme an dieser atemberaubenden Show kann für die jungen Talente zum Wendepunkt ihrer Karriere werden. Das Best-of zeigt die sieben Medaillengewinner und eine Auswahl von sechs weiteren Nummern. Medaillengewinner des "Weltfestivals des Zirkus von Morgen" 2024: - Zwei Bronzemedaillen: Anton Manaharov (Handstand, Ukraine) The Ginger Rope (Vertikalseil, USA) - Zwei Silbermedaillen: Pal's Compagnie (Schleuderbrett, Ungarn) Mukhamadi Sharifzoda (Handstand, Tadschikistan) - Zwei Goldmedaillen: Nationale Akrobatentruppe von China (Jonglage, China) "Eisenbahntruppe" - Xiangiu Yan (Diabolo, China) Großer Preis: Marica Marinoni (Cyr Wheel, Italien) Die sechs anderen Nummern von diesem Best-of im Überblick: - Trio Inshi, Sonderpreis (Jonglage, Ukraine) - The Revel Pucks, Sonderpreis (Riesen Rola-Rola, UK) - Matéo & Aélia, Sonderpreis (Diabolo, Frankreich) - Cie Les Objets Volants - Just Passing, Preis des Zirkusklubs (Jonglage, Frankreich) - Trickatrap (Trapez, Kanada-Quebec) - Und: die Ehrengäste der 43. Ausgabe: Les Expirés (Antonin Wicky und Jérémy Vitupier, Clownerie, Kanada-Quebec), Bronzemedaille des 37. Festivals

Mit offenen Karten 18:10

Mit offenen Karten: Von Bolsonaro zu Lula: Wohin steuert Brasilien?

Infomagazin

Das einzigartige Magazin kombiniert wirtschaftliche, politische und historische Gesichtspunkte mit Geografie: Geschichtliche und aktuelle Entwicklungen werden dabei anhand von geographischen Karten erläutert.

ARTE Reportage 18:25

ARTE Reportage

Dokumentation

Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen. "ARTE Reportage" berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Tracks East 19:40

Tracks East: Nordkorea - Kims Comeback?

Reportagereihe

Nordkorea ist längst nicht mehr so isoliert, wie es auf den ersten Blick scheint. Im Gegenteil: Kim Jong Un hat in den vergangenen Jahren neue Partner gefunden - und damit mehr Spielraum gewonnen. Vor allem die Beziehungen zu Russland sind deutlich enger geworden. Auch mit China sucht Pjöngjang wieder stärker die Nähe. Gleichzeitig treibt Kim sein Atom- und Raketenprogramm weiter voran. Das ist für ihn ein wichtiges Machtinstrument: Je stärker Nordkorea militärisch aufgestellt ist, desto schwieriger wird es für andere Staaten, Pjöngjang unter Druck zu setzen. "Tracks East" fragt: Welche Bedeutung haben die neuen Bündnisse und wie groß ist die Gefahr einer Eskalation auf der koreanischen Halbinsel? Für Moskau ist Nordkorea vor allem wegen des Krieges gegen die Ukraine ein wichtiger Partner geworden. Die neue Nähe zwischen Russland und Nordkorea wird auch in Moskau sichtbar. Mehrere nordkoreanische Restaurants wurden eröffnet, immer wieder wird in Ausstellungen die enge Bindung glorifiziert. Ein anonymer Reporter folgt den Spuren der Annäherung durch die russische Hauptstadt. Eine Flucht aus Nordkorea ist extrem gefährlich. Der Künstlerin Jeon Ju-ok gelang sie mit 17 Jahren. Ihre Erfahrungen hielt sie in einem Tagebuch fest, dessen Aufzeichnungen sie nun in einem Online-Comic verarbeitet. Für Menschen in Südkorea ist die wachsende Rolle des Nordens beunruhigend. Sogenannte Prepper bereiten sich aus Angst vor einem nuklearen Angriff auf den möglichen Ernstfall vor.

Auf den Spuren der ersten Amerikaner 20:15

Auf den Spuren der ersten Amerikaner

Dokumentation

Im kanadischen Norden und im Süden der Vereinigten Staaten, in Zentralmexiko, im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso und an der Südspitze von Chile - an verschiedenen Orten wurden archäologische Funde gemacht, die ein neues Licht auf die Urgeschichte des amerikanischen Kontinents werfen: Menschen könnten Amerika bereits vor 30.000 Jahren besiedelt haben, also 15.000 Jahre früher als bislang angenommen. Zwar wurde das Szenario, nach dem die ersten amerikanischen Ureinwohnerinnen und Ureinwohner am Ende der letzten Eiszeit auf dem Landweg über die damalige Beringlandbrücke gekommen sein sollen, auch in der Vergangenheit schon mehrfach angezweifelt. Doch die Wissenschaftsgemeinde distanzierte sich lange von diesen alternativen Thesen. Jüngste Radiokarbondatierungen geben ihnen nun recht, denn sie zeigen nicht nur, dass die Besiedlung Amerikas bereits auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit einsetzte, sondern zeichnen auch überall auf dem Kontinent ein ganz neues Bild der Migrationsbewegungen: Die ersten Zuwanderer könnten sowohl auf dem Land- als auch auf dem Seeweg gekommen sein und sich von Süden bis Norden an mehreren Orten gleichzeitig niedergelassen haben. Bei Ausgrabungen im White-Sands-Nationalpark im US-Bundesstaat New Mexico wurden Hunderte Fußabdrücke von Kindern und Jugendlichen freigelegt und datiert. Die älteste dieser aus verschiedenen Perioden stammenden Spuren wurde vor 23.000 Jahren hinterlassen. Der Dokumentarfilm lässt die in der Nähe dieser Forschungsstätten lebenden Nachfahren dezimierter indigener Völker zu Wort kommen. Dass sich die offizielle Forschung so lange und so hartnäckig der Hypothese einer früheren Besiedlung des Kontinents verweigert hat, halten die Befragten für eine unbewusste ideologische Verzerrung, die in der kolonialistisch motivierten Annahme gründet, Amerika sei unberührtes und damit zu eroberndes Terrain gewesen.

Amerigo Vespucci - Der Mann, der Amerika seinen Namen gab 21:45

Amerigo Vespucci - Der Mann, der Amerika seinen Namen gab

Geschichte

Der Patriziersohn Amerigo Vespucci aus einer Florentiner Familie ist Mitarbeiter einer Bank in Florenz, als er im Dienst der reichen und mächtigen Medici nach Sevilla geschickt wird. Er soll dort nach dem Rechten sehen. In Spanien lernt der Vierzigjährige seinen Landsmann Kolumbus kennen. Über die Westroute will der Genuese im Auftrag der spanischen Krone 1492 zu den sagenhaft reichen Gewürzländern Asiens gelangen. Was Europa später als größte Entdeckung der Menschheitsgeschichte feiern sollte, wird jedoch unternehmerisch ein Desaster. Kolumbus bringt keine Schätze mit. Stattdessen häuft er Schulden bei seinen Kapitalgebern an. Und bis zu seinem Tod wird der Seefahrer überzeugt bleiben, er habe Indien auf der Westroute gefunden. Erst nach diesen Entdeckungsreisen sollte Vespuccis Stunde schlagen: Mit mehreren Expeditionen, die endlich Reichtümer finden sollen, macht er sich auf den Weg gen Westen. Vespucci erreicht die Küstengebiete von Guayana und das riesige Delta des Amazonas. Der Florentiner erkundet auch die brasilianische Küste bis weit nach Süden. Sein Reisebericht "Mundus Novus" ("Neue Welt") wird zum immer wieder nachgedruckten Bestseller. Denn Vespucci präsentiert eine Sensation: Dort im Westen liegt nicht Indien, sondern ein riesiger, bisher unbekannter Kontinent, dicht besiedelt mit Menschen, voller exotischer Tiere und Pflanzen. Es ist dieser Reisebericht, der den deutschen Kartographen Martin Waldseemüller dazu veranlasst, auf seiner Weltkarte den bisher in Europa unbekannten Kontinent "Amerika" zu nennen.

Die Mütter von Cherson 22:35

Die Mütter von Cherson

Oper

Viele der rund 20.000 nach Russland verschleppten ukrainischen Kinder sind bis heute nicht zu ihren Familien zurückgekehrt. Der Film "Die Mütter von Cherson - Dokumentation über die Entstehung einer einzigartigen Oper" erzählt von den Schicksalen dieser Kinder und ihrer Familien. Und von einer außergewöhnlichen künstlerischen Auseinandersetzung mit ihrem Leid in Form einer Oper, die in Zusammenarbeit mit der Metropolitan Opera in New York und der Polnischen Nationaloper entstanden ist. Dabei begleitet die Dokumentation Menschen, deren Leben vom Krieg geprägt wurde und die mit der Entstehung der Oper verbunden sind: die ukrainische Dokumentaristin Sasha Andrusyk, den in Leipzig im Exil lebenden Komponisten Maxim Kolomiiets und die Sängerin Mariia Udovenko, die Teile ihrer Familie nach Polen in Sicherheit bringen musste. Und die Dokumentation zeigt die wahren Geschichten, auf denen das Libretto der Oper basiert. Zum Beispiel die von Yulia Radzevilova: Als beinahe täglich ihre Heimatstadt Cherson von russischen Angriffen getroffen wurde, wollte sie ihren Sohn Maxim schützen. Man versprach ihr, der damals Zwölfjährige könne sich in einem Feriencamp auf der nahegelegenen Krim erholen und sie stimmte zu. Doch nach wenigen Wochen wurde klar: Die Russen ließen ihn nicht zurückkehren. Nach einer abenteuerlichen Reise gelang es ihr, Maxim zurückzuholen. Bei einer Voraufführung in Kiew erleben die beiden ihre eigene Geschichte auf der großen Bühne.

Die Mütter von Cherson 23:10

Die Mütter von Cherson

Oper

Die Oper "Die Mütter von Cherson" basiert auf einer wahren Geschichte - die der Mütter und Großmütter, die sich aus dem Süden der Ukraine auf den Weg machten, um ihre verschleppten Kinder nach Hause zu holen. Fast 5.000 Kilometer legten sie zurück, um über Polen, Weißrussland und Russland das Lager auf der Krim zu erreichen, in dem ihre Kinder in so genannten "Summercamps" festgehalten wurden. Nicht für alle ging diese Reise glücklich aus. Der amerikanische Librettist George Brand hat den Operntext auf Grundlage von etlichen Interviews mit betroffenen Müttern, Großmüttern und zurückgekehrten Jugendlichen geschrieben. Die Musik zu der Oper, die von der New Yorker Metropolitan Opera und dem Teatr Wielki in Warschau in Auftrag gegeben wurde, komponierte der Ukrainer Maxim Kolomiiets, einer der erfolgreichsten jungen Komponisten des Landes. In "Die Mütter von Cherson" verzichtet er auf übermäßig komplexe Musik, um den Hauptfiguren der Geschichte, die keine mythologischen Helden, sondern gewöhnliche Frauen aus Cherson sind, gerecht zu werden. Die Musik ist zeitgemäß, aber nicht avantgardistisch und verwendet musikalische Themen aus der Ukraine. Seit Beginn der russischen Invasion wurden laut offiziellen ukrainischen Angaben und internationalen Berichten mehr als 20.000 ukrainische Kinder systematisch nach Russland sowie in russisch besetzte Gebiete verschleppt. Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag hat wegen dieser rechtswidrigen Deportationen offizielle Haftbefehle gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie seine Kinderrechtsbeauftragte Marija Lwowa-Belowa erlassen.