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TV Programm für ARTE am 21.10.2026

Im Königreich der Pilze 05:00

Im Königreich der Pilze

Pflanzen

Pilze existieren seit Anbeginn des irdischen Lebens. Sie sind weder Pflanze noch Tier und nicht von Sonnenlicht und Luft abhängig. Pilze "fressen" Steine, so bildet sich Boden, auf dem Pflanzen wachsen können - eine Voraussetzung für die Veränderung der Atmosphäre und für die Evolution der Tiere. Auch nach dem letzten Massenaussterben überlebten Pilze. Die unentdeckten Kräfte der Pilze könnten den Menschen helfen, auf dem zunehmend vergifteten, erschöpften und sich erwärmenden Planeten zu überleben. Pilze sind die Überlebenskünstler der Natur, äußerst anpassungsfähig und damit sehr erfolgreich. Sie wachsen in den eisigen Temperaturen der Antarktis und gedeihen an den Wänden des Reaktors von Tschernobyl. Sie sind auf Nahrungsmitteln, in den Lungen von Menschen und Tieren, und auch die Haut ist mit ihnen bedeckt. Einige Pilzsporen können Millionen von Jahren inaktiv bleiben, ohne zu sterben. Die Sporen von Pilzen sind quasi überall. Viele davon sind für Säugetiere sehr nützlich. So hat die Hefe den Menschen mit Brot und Bier das Überleben erleichtert. Andere Pilze können allerdings zur ernsten Bedrohung werden, denn es werden immer wieder mysteriöse Krankheiten bekannt, die von Pilzsporen verursacht werden. Die Dokumentation beschreibt, wie Pilze entstehen, sich gegen Naturgewalten behaupten und die Welt sogar gestaltet haben. Ein besseres Verständnis für das Überleben von Pilzen könnte es der modernen Medizin ermöglichen, neue Medikamente zu entwickeln. So, wie Penizillin auf einen Schimmelpilz zurückgeht, könnte auch die nächste Generation von Antibiotika aus Pilzen hervorgehen.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Leben mit dem Tod: Ahnenkult auf Sulawesi

Reportage

Im Norden der Insel Sulawesi leitet Isac die Arbeiter an, die seit Wochen damit beschäftigt sind, ein provisorisches Dorf für die Bestattungsfeierlichkeiten seiner Mutter zu bauen. Isac legt großen Wert darauf, die Bestattungsrituale seiner Kaste zu wahren. Doch die immensen Kosten, die er und seine Geschwister dafür auf sich nehmen müssen, kann er erst jetzt, 21 Jahre nach ihrem Tod, aufbringen. Tausend Gäste sollen auf der siebentägigen Feier bewirtet werden, dafür werden nur zu diesem Anlass die typischen Häuser mit Dachvorsprüngen gebaut, die an riesige Schiffe erinnern. Eine genaue Abfolge opulenter Abschiedsrituale nimmt seinen Lauf, auch eine Tau-Tau-Figur, nach dem getreuen Abbild der Mutter, wird von einem erfahrenen Bildhauer aus speziellem Holz gefertigt. Und nicht zuletzt sollen viele Büffel aus Anlass der Zeremonie geopfert werden, zur Verpflegung der Arbeiter und Gäste, aber auch, weil der Büffel das zentrale Symbol in der Kultur der Toraja darstellt. Der Büffel gilt als Bindeglied zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Je mehr Büffelopfer, desto mehr Wohlstand, und der wird gerne zur Schau gestellt. Doch es läuft nicht so, wie Isac sich das vorgestellt hatte. Seine verstorbene Mutter wird wohl noch etwas warten müssen, bis sie ins Reich der Toten darf. 40 Kilometer weiter von Isacs Dorf jedoch hat eine andere Familie alle Hürden genommen und geleitet ihre Tote in einer aufwendigen Zeremonie ins Jenseits.

Küchen der Welt 06:45

Küchen der Welt: Indien: Samosa

Essen und Trinken

Einer der berühmtesten Snacks Indiens: Samosa / Kulinarische Mitbringsel / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Juliette Drouets Pyrenäen / Sevilla / Tunesien

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Juliette Drouet, die von den Pyrenäen inspirierte Geliebte / Sevilla: In den Falten eines Flamencokleids / Schottland: Morvens Cheesecake mit geräucherter Forelle / Tunesien: Ein Pirat setzt die Segel

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Kongo / Frankreich / Japan

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: 51° Kongo: Paul Lomami-Tshibamba und der Bann des Krokodils / Frankreich: Unbeugbare Xaintrie / Finnland: Lauris und Jussis geräucherter Barsch / Japan: Bühne frei für die Geisha!

Auf den Spuren prähistorischer Künstler - Die Chauvet-Höhle 08:50

Auf den Spuren prähistorischer Künstler - Die Chauvet-Höhle

Dokumentation

Dank des Photogrammetrie-Verfahrens, das die Erstellung von 3D-Modellen ermöglicht, kann die Chauvet-Höhle bis ins Detail erkundet werden. Spezialisten untersuchen die Wandmalereien und versuchen, ihre Bedeutung zu ergründen. Sie interessieren sich aber auch für die Überreste von Feuerstellen. Diese deuten auf große Feuer hin, die Muster aus Licht und Schatten auf die Höhlenwände warfen und vielleicht rituelle Bedeutung hatten. Damit könnte die Chauvet-Höhle eines der ersten "Theater" der Menschheit gewesen sein. Auch Klänge mögen dabei eine Rolle gespielt haben: Die junge Disziplin der Archäoakustik erforscht, wie prähistorische Stätten bewusst so gestaltet wurden, dass sie Stimmen und Geräusche zur Geltung brachten. Parallel dazu liefern die Arbeiten über das Zusammenleben von Menschen und Tieren erstaunliche Ergebnisse: Knochen und Kratzspuren von Höhlenbären sowie Fuß- und Pfotenabdrücke von Menschen und Wölfen lassen vermuten, dass diese Arten sich die Höhle teilten. Mit Hilfe all dieser wissenschaftlichen Ansätze zeigt die Dokumentation die Chauvet-Höhle nicht nur als Stätte künstlerischen Schaffens, sondern auch als Ort des Zusammenlebens, an dem Mythen und Rituale gepflegt wurden.

Thorin - Der letzte Neandertaler 10:25

Thorin - Der letzte Neandertaler

Dokumentation

Bevor die Neandertaler vom Erdboden verschwanden, lebten sie für eine Dauer von rund 300.000 Jahren auf dem eurasischen Kontinent. Warum starben sie aus? Wie trat der Homo sapiens an ihre Stelle? Die Forschungen des Teams um Ludovic Slimak deuten darauf hin, dass Homo sapiens bereits vor rund 54.000 Jahren im Rhônetal präsent war - deutlich früher als bisher angenommen. Zugleich zeigen die außergewöhnlich gut erhaltenen Ablagerungen, dass Homo sapiens und Neandertaler die Höhle in sehr kurzer zeitlicher Folge nutzten und sich möglicherweise in der Region begegneten. In der Grotte Mandrin sind archäologische Fundstücke außergewöhnlich gut erhalten. Dies liegt an ihrer Öffnung gen Norden, durch die der Mistral Sand in sie hineinträgt. Ausgrabungen beweisen, dass Menschen die Höhle über einen Zeitraum von rund 80.000 Jahre lang immer wieder nutzten. Die Analyse von Rußablagerungen erlaubt es, Dauer und Abfolge einzelner Besiedlungsphasen erstaunlich genau zu rekonstruieren. In einer rund 54.000 Jahre alten Schicht fanden Forscher zudem winzige Feuersteinspitzen. Sie zeigen, dass die ersten des Homo sapiens, die sich in der Höhle niederließen, mit Pfeil und Bogen jagten - und das 40.000 Jahre vor der bisher angenommenen Erfindung dieser Jagdmethode. Haben diese Homo sapiens - die ersten, deren Überreste im heutigen Westeuropa gefunden wurden - die Neandertaler aus der Grotte Mandrin vertrieben? 2015 wurde eine neue Entdeckung gemacht: In einer Schicht, die auf etwa 10.000 Jahre nach der Ankunft des anatomisch modernen Menschen zurückgeht, wurden die fossilen Überreste eines Neandertalers gefunden. Sie zeigen, dass der Neandertaler in die Grotte Mandrin zurückgekehrt sein muss. Zunächst wurde seine DNA einer alten Neandertaler-Linie zugewiesen. Über einen Verwandten wurde dann aber eine neuere Abstammungslinie der Art in Südeuropa gefunden. Seither kann bei den späten Neandertalern von einem mediterranen Zweig gesprochen werden. Die Geschichte des Aufeinandertreffens zweier Arten der Gattung Mensch im Rhône-Tal ist ein archäologischer Thriller.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Oman: Halva

Essen und Trinken

Das beliebte Gebäck aus Oman: Halva / Ein bisschen Heimat: Mohammed, ein Omaner in Nizza / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Großbritannien / Griechenland / Dänemark

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Großbritannien: Die Eisenbahnkinder / Die Herrscher der Karpaten / Griechenland: Aris Kabeljau mit Zitrone / Dänemark: aufständische Jugend

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Schottland / Türkei / Frankreich

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Schottland: Andy Goldsworthys Manifest der Vergänglichkeit / Türkei: Was ein Schnurrbart alles verrät / Puerto Rico: Loraines Fischeintopf / Frankreich: Jura - Wenn Eis zu Gold wird

Interstellar 14:00

Interstellar

Science-Fiction-Film

In einer nahen Zukunft drohen Dürren und Ernteausfälle die Menschheit auszulöschen. Der ehemalige NASA-Pilot Cooper lässt seine Kinder zurück, um mit einem Forschungsteam durch ein Wurmloch nach einer neuen Heimat zu suchen. - Christopher Nolans Science-Fiction-Epos (2014) verbindet ein kosmisches Abenteuer mit einer emotionalen Geschichte über Zeit, Familie und Verlust. Die Erde wird von Ernteausfällen und einer Nahrungskrise heimgesucht. Der ehemalige NASA-Pilot Cooper lebt mit seinen Kindern Murph und Tom auf einer Farm, bis ihn rätselhafte Hinweise zu einer Forschungsstation führen. Dort erfährt er, dass die Menschheit womöglich nur noch eine Chance hat: Durch ein Wurmloch nahe dem Saturn wurden mehrere potenziell bewohnbare Planeten entdeckt. Cooper schließt sich einer Expedition unter der Leitung der Wissenschaftlerin Amelia Brand an und verlässt dafür seine Familie - ohne zu wissen, ob er jemals zurückkehren wird. Auf ihrer Reise geraten die Astronauten in Welten, in denen Gravitation und Zeit völlig anderen Gesetzen folgen ... Christopher Nolan verbindet in "Interstellar" spektakuläre Science-Fiction mit einem Familiendrama über Verantwortung, Verlust und die Grenzen menschlicher Erkenntnis. Matthew McConaughey, Anne Hathaway und Jessica Chastain führen durch eine Geschichte, in der die Rettung der Menschheit untrennbar mit der Bindung zwischen Vater und Tochter zusammenhängt. Für die wissenschaftlichen Grundlagen von "Interstellar" arbeitete Christopher Nolan eng mit dem theoretischen Physiker und späteren Nobelpreisträger Kip Thorne zusammen. Besonders die Darstellung des schwarzen Lochs Gargantua entstand auf Grundlage physikalischer Berechnungen und lieferte sogar Material für wissenschaftliche Veröffentlichungen. Hans Zimmers markante Orgelmusik prägt den Film ebenso wie seine visuellen Effekte, für die "Interstellar" 2015 den Oscar erhielt.

Quallen 16:55

Quallen: Hirnlos, aber oho

Tiere

Quallen gibt es seit mehr als 500 Millionen Jahren. Dank dieser langen Evolutionsgeschichte sind sie heute in allen Meeren der Welt zu Hause. Sie besitzen weder Herz, noch Hirn oder Skelett und bestehen zu 90 Prozent aus Wasser. Und doch machen die Schäden, die sie anrichten, regelmäßig Schlagzeilen: gestochene Badeurlauber, stillstehende Elektrizitätswerke, bedrohte Fischerei und Aquakulturen. Im Mittelmeer, in den Fjorden Norwegens oder auch vor der Küste Namibias kommt es in den letzten Jahrzehnten immer häufiger zu Quallenplagen, welche die Fische zunehmend verdrängen. Trotz ihres einfachen Baus besitzen die Quallen regelrechte Superkräfte. Sie sind zum Teil hochgiftig und so gut wie unsterblich. Sind Quallen also die zukünftigen Herrscherinnen der Meere? Die Dinosaurier haben sie schon überlebt - und so könnte man sich fragen: Who's next?

Ecuador, Hotspot der Artenvielfalt 17:50

Ecuador, Hotspot der Artenvielfalt: Vom Regenwald zu den Vulkanen der Anden

Tiere

Ecuador kennt man vor allem für die außergewöhnliche Tierwelt des Galapagosarchipels - aber auch das Festland bietet eine bemerkenswerte Fauna und Flora, weshalb Ecuador zu den sogenannten megadiversen Ländern der Erde gezählt wird. Die zweiteilige Dokumentation zeigt natürliche Lebensräume, die von fünf Meter unter der Meeresoberfläche bis auf über 5.000 Meter Höhe gelegen sind. Im ersten Teil erkundet Regisseur Ronan Fournier-Christol den schier unendlichen Amazonas-Regenwald im Osten des Landes und erklimmt dann die östlichen Nebelwälder bis zum höchsten Gipfel der ecuadorianischen Anden. Im zweiten Teil geht es durch die westlichen Nebelwälder hinab an die Pazifikküste und zum Galapagosarchipel. Der Zweiteiler bietet einzigartige Einblicke in das Leben der einheimischen Tierarten, zu denen Aras, Tukane, Kolibris, Bären, Kondore, Vikunjas, Affen, Seeleguane, Schildkröten, Seelöwen und Fregattvögel zählen. Jede Spezies besetzt eine eigene Nische in diesem Ökosystem, mit einer Anpassungsfähigkeit, die den Tieren in einem Habitat, das starken Veränderungen unterworfen war, das Überleben sicherte. Mit dem Auffalten der Andenkette und dem Entstehen der Galapagosinseln vor 4,5 Millionen Jahren wurden ganz neue Landschaften und Lebensbedingungen geschaffen.

Ecuador, Hotspot der Artenvielfalt 18:35

Ecuador, Hotspot der Artenvielfalt: Von den Hochanden zu den Galapagosinseln

Tiere

Ecuador kennt man vor allem für die außergewöhnliche Tierwelt des Galapagosarchipels - aber auch das Festland bietet eine bemerkenswerte Fauna und Flora, weshalb Ecuador zu den sogenannten megadiversen Ländern der Erde gezählt wird. Die zweiteilige Dokumentation zeigt natürliche Lebensräume, die von fünf Meter unter der Meeresoberfläche bis auf über 5.000 Meter Höhe gelegen sind. Im ersten Teil erkundet Regisseur Ronan Fournier-Christol den schier unendlichen Amazonas-Regenwald im Osten des Landes und erklimmt dann die östlichen Nebelwälder bis zum höchsten Gipfel der ecuadorianischen Anden. Im zweiten Teil geht es durch die westlichen Nebelwälder hinab an die Pazifikküste und zum Galapagosarchipel. Der Zweiteiler bietet einzigartige Einblicke in das Leben der einheimischen Tierarten, zu denen Aras, Tukane, Kolibris, Bären, Kondore, Vikunjas, Affen, Seeleguane, Schildkröten, Seelöwen und Fregattvögel zählen. Jede Spezies besetzt eine eigene Nische in diesem Ökosystem, mit einer Anpassungsfähigkeit, die den Tieren in einem Habitat, das starken Veränderungen unterworfen war, das Überleben sicherte. Mit dem Auffalten der Andenkette und dem Entstehen der Galapagosinseln vor 4,5 Millionen Jahren wurden ganz neue Landschaften und Lebensbedingungen geschaffen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

"Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen

Re: 19:40

Re:

Reportage

Was Europa bewegt Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.

Das Schmuckstück 20:15

Das Schmuckstück

Komödie

Die fiktive Kleinstadt Sainte-Gudule, 1977: Das Eheleben von Robert und Suzanne Pujol verläuft seit über 30 Jahren in seinen gewohnten Bahnen. Robert ist Geschäftsführer einer Regenschirmfabrik, hat eine Affäre mit seiner Sekretärin und besucht abends die örtlichen Nachtclubs. Suzanne ist Hausfrau und vergleicht ihr Dasein zunehmend mit dem eines dekorativen Schmuckstücks. Das ändert sich schlagartig, als die Arbeiter der Regenschirmfabrik plötzlich streiken. Der cholerische Robert erleidet einen Herzinfarkt und macht zur Erholung eine Kreuzfahrt. Auf Drängen des Bürgermeisters Maurice Babin erklärt Suzanne sich dazu bereit, die Führung der Fabrik zu übernehmen. Sie findet Gefallen an der neuen Arbeit und ihre Emanzipation bringt einiges ins Rollen: Kompromisse mit den unzufriedenen Gewerkschaftern, die Freundschaft zur Sekretärin Nadège, die Zusammenarbeit mit ihren beiden Kindern und schließlich die erneute Annäherung mit dem Bürgermeister. Dann taucht Robert plötzlich wieder auf; nichtsahnend, dass er in der Zwischenzeit selbst zum Schmuckstück geworden ist. "Das Schmuckstück" erlebte 2010 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig seine Uraufführung. Der Film erhielt darüber hinaus diverse Nominierungen, unter anderem für den César 2011 in den Kategorien Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Kostümbild, Beste Nebendarstellerin (Karin Viard) sowie Beste Hauptdarstellerin (Catherine Deneuve). Die ikonische französische Schauspielerin Catherine Deneuve wurde 2022 mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt.

Catherine Deneuve - Ein Leben auf der Leinwand 21:55

Catherine Deneuve - Ein Leben auf der Leinwand

Künstlerinnenporträt

Catherine Deneuve arbeitete mit den größten Filmemachern und Filmemacherinnen des 20. Jahrhunderts zusammen, darunter Luis Buñuel, Jacques Demy, François Truffaut, André Téchiné, Manoel de Oliveira, Raoul Ruiz, Benoît Jacquot, Hirokazu Koreeda, Arnaud Desplechin, Emmanuelle Bercot, François Ozon und Nicole Garcia. Catherine Deneuve verstand es, jede noch so subtile Regieanweisung umzusetzen und in jedem Film genau die jeweils gewünschte Facette zu zeigen. Wegen ihrer starken Präsenz am Set bezeichnete Arnaud Desplechin sie einmal als Koautorin. Zu ihren größten Erfolgen zählt ihre Rolle als Heiratsschwindlerin in "Das Geheimnis der falschen Braut" an der Seite von Jean-Paul Belmondo. "Die letzte Metro" über eine Theaterleiterin, die während der deutschen Besetzung von Paris ihren jüdischen Mann versteckt, war ihr folgender erfolgreicher Truffaut-Film. Die gebürtige Pariserin hat in mehr als 100 Filmen mitgewirkt. Dabei hat sie es geschafft, sich auf kein Genre festzulegen. Ihre Filmographie umfasst eine ungeheure Bandbreite; gleich einem Chamäleon schlüpft Deneuve mit spielerischer Leichtigkeit in die Haut jeder Filmfigur. In dem Psychothriller "Ekel" von Roman Polanski spielte sie eine Schizophrene, für Luis Buñuel eine Hobbyprostituierte in "Belle de Jour - Schöne des Tages" und in "Begierde" eine Vampirin. In "Das Schmuckstück" stellt sie eine Hausfrau dar, die die Unternehmerin in sich entdeckt, in "La tête haute" ("Standing Tall") eine geradlinige Jugendrichterin, in "Place Vendôme" die Frau eines Diamantenhändlers und in "Lass es mich sehen" von Joana Hadjithomas und Khalil Joreige verkörpert sie sich selbst. Catherine Deneuve führt mit ihrer Stimme selbst durch das Porträt: In exklusiven Radio- und Fernsehinterviews, im Dialog mit Regisseurinnen und Regisseuren von gestern und heute, aber auch mit befreundeten Filmleuten wie dem Kameramann Julien Hirsch, der Toningenieurin Brigitte Taillandier oder der Kostümbildnerin Catherine Leterrier. Catherine Deneuve - die Geschichte eines Lebens für den Film.

Peter von Kant 22:50

Peter von Kant

Drama

Köln, Anfang der 1970er Jahre: Der erfolgreiche Regisseur Peter von Kant lebt mit seinem schweigsamen Assistenten Karl zusammen, den er herablassend behandelt und dennoch vollkommen für sich beansprucht. Durch die Schauspielerin Sidonie (Isabelle Adjani), die einst seine Muse war, lernt Peter den jungen Amir kennen. Fasziniert von dessen Schönheit und Selbstbewusstsein, verliebt er sich augenblicklich und verspricht, ihm den Einstieg ins Filmgeschäft zu ermöglichen. Amir zieht bei ihm ein, erhält eine Hauptrolle - und wird schon bald selbst zum Star. Doch je unabhängiger Amir wird, desto stärker wächst Peters Angst, ihn zu verlieren. Zuneigung schlägt in Besitzdenken, Eifersucht und emotionale Abhängigkeit um. Während Peter verzweifelt versucht, die Kontrolle über die Beziehung zu behalten, wird er zunehmend mit seiner eigenen Einsamkeit konfrontiert. François Ozon interpretiert Rainer Werner Fassbinders Filmdrama "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" neu und macht aus dem Beziehungsdrama zugleich eine spielerische Hommage an Fassbinder selbst. Denis Ménochet spielt gekonnt sein fiktives Alter Ego des späteren Fassbinders mit Körperfülle und aufgedunsenem Gesicht. Eine besondere Verbindung zur Lebens- und Wirkgeschichte des Originals schafft Fassbinders einstige Muse und häufige Hauptdarstellerin Hanna Schygulla: Sie verkörpert Peters Mutter Rosemarie. Das Drama feierte als Eröffnungsfilm der 72. Internationalen Filmfestspiele Berlin seine Weltpremiere im Februar 2022 im Berlinale Palast.