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TV Programm für ARTE am 26.08.2026

Athleticus 04:35

Athleticus: Kung Fu

Zeichentrickserie

Ein Giraffenkind und ein Elefantenbaby gehen bei einer Schildkröte in die Lehre, um die Kampfkunst Kung-Fu zu erlernen. Doch der gepanzerte Zen-Meister ist ein harter Lehrer und verlangt seinen beiden Schülern jede Menge Kraft, Konzentration und Körperbeherrschung ab. Wird sich das intensive Training auszahlen?

Adolf Kanter - Der Spion, der zu viel wusste 05:05

Adolf Kanter - Der Spion, der zu viel wusste

Zeitgeschichte

1995, etwas über fünf Jahre nach der Wiedervereinigung wird in Koblenz ein Mann wegen fortgesetzter schwerer geheimdienstlicher Tätigkeit zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Die Gründe für die milde Strafe liegen im Bonner Regierungsviertel verborgen: Der DDR-Spion Adolf Kanter unterhielt seit den 1950ern beste Beziehungen in die westdeutsche Wirtschafts- und Politikelite. Gemeinsam mit seinem Jugendfreund Eberhard von Brauchitsch erfindet er ein Zuwendungssystem für Politiker, das sich in den 1980er Jahren zum größten Korruptionsskandal der BRD ausweitet: Rund 25 Millionen D-Mark flossen aus den schwarzen Kassen des Flick-Konzerns, dessen Bonner Stabsstelle Kanter mitleitete, an Politiker - auch an Helmut Kohl. Doch niemand ahnt zu diesem Zeitpunkt, welch doppeltes Spiel Kanter betreibt: dass der unscheinbare Lobbyist brisante Interna über die Geldempfänger an die DDR-HVA ("Hauptverwaltung Aufklärung") von Markus Wolf liefert. Als durch einen Zufall Kanters Agententätigkeit bekannt wird, bleibt dieses brisante Wissen jedoch geheim. Denn zeitgleich versucht ein Untersuchungsausschuss, das ganze Ausmaß der Flick-Parteispendenaffäre zu ergründen. Wäre da Kohls langjährige Verbindung zum DDR-Agenten Kanter herausgekommen, hätte es möglicherweise Kohls Kanzlerschaft beendet, so der damalige Vertreter der Grünen im Bundestagsuntersuchungsausschuss, Otto Schily. Der Grimme-Preisträger Claus Räfle enthüllt mit Hilfe von Zeitzeugen und Insidern nun, dass die Spionageaffäre Kanter offenbar aus Gründen des Machterhalts der Regierung Kohl vertuscht wurde.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Yabusame: Japans Samurai-Ladys

Reportage

Ayuko Kamimura gehört zu den besten Yabusame-Schützen der Welt. Seit ihr Vater vor 22 Jahren Yabusame als Sport neu erfunden hat, ist die 51-Jährige dabei. Ayuko, von allen Amy genannt, ist die erste und bislang einzige Frau, die selbst von den erzkonservativen männlichen Bewahrern der religiösen Yabusame-Zeremonien als Lehrmeisterin anerkannt wird. Ihr Bogen ist knapp zwei Meter lang. Nirgendwo sonst auf der Welt nutzen berittene Schützen so lange Bögen. Einmal im Jahr organisiert sie das Sakura-Turnier, das einzige reine Frauen-Event im Yabusame-Sport. In diesem Jahr will sie dort zum letzten Mal vor großem Publikum auftreten, bevor sie den Platz für talentierte Amazonen der jungen Generation räumt. Die Regeln für den Wettkampf sind genau vorgeschrieben: Für eine 100 Meter lange Strecke darf Amy maximal zwölf Sekunden brauchen. Drei Mal muss sie dabei auf eine Scheibe schießen. Treffer, Zeit und Eleganz entscheiden über den Sieg. Die Trainingsstunden vor dem Wettkampf sind auch ein Testlauf für Amys beste Schülerinnen. Die Suche nach einer Nachfolgerin liegt ihr besonders am Herzen. Die 20-jährige Aoi Fuse hätte das Zeug zu einer Samurai-Meisterin der nächsten Generation. Fünf Mal hat sie bereits den Titel in der höchsten Klasse, der Profiliga, gewonnen. Aber behält sie auch in diesem Jahr die Nerven, wenn es um alles geht? Ausnahmetalent Eri Sakuraba dagegen wird im Frühling zum ersten Mal in der Profiliga antreten. In den unteren Klassen hat die 14-Jährige schon als Grundschülerin alle Pokale abgeräumt. Wie aber wird sie bei ihrem ersten großen Wettkampf abschneiden ..?

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Chicago: Deep Dish Pizza

Essen und Trinken

Die Küche Chicagos: Der XXL-Genuss: Deep Dish Pizza / Nostalgiegeschmack: Zandra, von Chicago in die Niederlande / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Spanien / Deutschland / Japan

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Spanien: Guillermo del Toro im Labyrinth der Franco-Diktatur / Deutschland: Nackt in Berlin / Japan: Eine Katze mit Geschichte

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Berlin / Ärmelkanal / Papua-Neuguinea

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Kästners Detektive auf den Straßen von Berlin/ Ärmelkanal geht der Hering ins Netz/ Gran Canaria: Montserrats Kartoffelsuppe/ Papua-Neuguinea: Betrug mit der Kolonie.

Superbeben 08:55

Superbeben

Dokumentation

Wenn die Erde ihre Spannung entlädt, brechen Städte auseinander, Küsten verschwinden im Meer, Feuer, Tsunamis und Erdrutsche verwandeln ganze Regionen in Trümmerlandschaften. Zurück bleiben Verletzte, Tote, Millionen Obdachlose - und das Gefühl absoluter Ohnmacht. Erdbeben erinnern uns an die Ungezähmtheit dieses Planeten. Ein Grollen aus der Tiefe, das sagt: Ihr seid Gäste, nicht Erbauer. Seit Jahrzehnten versuchen Forschende, diese Extrembeben zu verstehen. Mit Hightech, Simulationen und Frühwarnsystemen. Doch trotz aller Fortschritte bleibt eine bittere Gewissheit: Erdbeben lassen sich nicht vorhersagen - und womöglich nie beherrschen. Der Moment, in dem der Boden reißt, kommt ohne Warnung. Dann zählt jede Sekunde. Menschen gehen unterschiedlich mit dieser Bedrohung um. In Japan setzt man auf kollektive Disziplin: Katastrophenschutzübungen von Kindesbeinen an, erdbebensichere Architektur, Warnsysteme, die wertvolle Sekunden Vorsprung verschaffen. In den USA vertrauen viele auf individuelle Vorsorge und Rückzugsorte. In Neapel, wo die Erde täglich bebt, bleibt im Zweifel oft nur der Glaube. Doch so verschieden die Strategien sind - sie alle stoßen an ihre Grenzen. Denn ein einziges Superbeben genügt, um Fortschritt, Sicherheit und Gewissheiten in Staub zu verwandeln. Der Dokumentarfilm nähert sich dem Phänomen der Superbeben aus menschlicher Perspektive - und verbindet persönliche Schicksale mit den wissenschaftlichen Hintergründen eines der gefährlichsten Naturereignisse unserer Welt.

Kolumbien 10:25

Kolumbien: Der geheimnisvolle Südwesten

Land und Leute

Im Delta des Río Guajuí, im Südwesten Kolumbiens, fahren afrokolumbianische Muschelsammlerinnen bei Ebbe hinaus in die Mangroven. Dort suchen sie nach Piangua-Muscheln - eine nicht ganz ungefährliche Tätigkeit, denn ihren Lebensraum teilen die begehrten Pianguas mit giftigen Schlangen, Skorpionen, Kaimanen, Spinnen und stachelbewehrten Krötenfischen. Für Frauen wie Esneda Montaño bedeutet diese Arbeit Freiheit, Selbstbestimmung und die Hoffnung auf ein anderes Leben. Deshalb sammeln sie nicht nur Muscheln, sondern pflanzen auch junge Mangroven nach - Baum für Baum, gegen die Zerstörung ihrer Welt. In Guapi erklingt die Marimba, eine Art Xylophon. Ihr warmer, vibrierender Klang ist tief verwurzelt in der Geschichte der afrokolumbianischen Gemeinden. Die legendäre Familie Torres bewahrt die Musik der Vorfahren - und mit ihr Geschichten über Waldgeister, geheimes Wissen und die Klänge des Regenwaldes. Weiter oben, im kühlen Hochland der Anden, lebt das Volk der Misak. Für Menschen wie Yuli Yalanda ist die Erde kein Besitz, sondern ein lebendiges Wesen. Heilpflanzen, Tauschhandel und die Sprache der Ahnen prägen ihren Alltag. An der unwegsamen Pazifikküste wacht Hebamme Tomasa Rodríguez über werdende Mütter und Neugeborene. Hunderte Kinder hat Tomasa bereits auf die Welt gebracht, denn ein Krankenhaus gibt es nicht in den Dörfern im Dschungel. Hebammen sind hier Heilerinnen, Seherinnen, Psychologinnen - alles gleichzeitig. Wenn ein Baby geboren wird, sagt Tomasa, bekommt es seinen ersten Kuss von der Hebamme - und manchmal sogar seinen Namen.

Kolumbien 11:10

Kolumbien: Magisches Cauca

Land und Leute

"Kolumbien - Magisches Cauca" erzählt von Menschen, die zwischen der Pazifikküste und den Höhen der Anden leben. Kaum ein Land Lateinamerikas bietet eine derartige landschaftliche und kulturelle Vielfalt wie Kolumbien. In der weißen Kolonialstadt Popayán verwandeln Laura Urreste und Eduardo Semanate öffentliche Plätze in Tanzflächen. Mit ihrer Bewegung "Pachakuti" wollen sie Menschen zusammenbringen: Junge und Alte, Militärs und ehemalige Guerilla-Kämpfer, Indigene und Städter. Vor der Pazifikküste liegt Gorgona, eine ehemalige Gefängnisinsel und einer der artenreichsten Orte Kolumbiens. Biologinnen wie Laura Benítez und Gina Jiménez kämpfen dafür, dieses empfindliche Ökosystem zu schützen. Umso mehr, weil jedes Jahr Buckelwale an die Küste von Gorgona kommen, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Für die Biologinnen sind die Wale lebendige Erinnerung. Im Nationalpark Puracé, hoch oben in den Anden, wacht Doris Quira über die letzten Kondore des Vulkans. Für das Volk der Coconuco sind die mächtigen Vögel Boten zwischen den Welten. Gemeinsam mit dem Heiler Julio Caldón versucht sie, die Verbindung zwischen Menschen, Tieren und den Wesen an den Hängen des Vulkans zu bewahren. In Tierradentro begibt sich Marcos Rivera gemeinsam mit seinen Töchtern auf die Suche nach den verlorenen Wurzeln seiner Familie. Die Kultur der Nasa wurde über Jahrhunderte unterdrückt, viele Namen und Traditionen gingen verloren. Mit Hilfe des spirituellen Führers Larry Jeromito steigen sie hinab in mehr als tausend Jahre alte Grabkammern und suchen nach Antworten auf ihre Fragen.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Provence: Soupe au pistou

Essen und Trinken

Die Küche der Provence, mit folgenden Themen: Soupe au pistou, ein Hauch Italien in der Provence / Nostalgiegeschmack: Chann, von der Provence nach England / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Mexiko / Benin / Slowenien

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Mexiko: Die sozialkritische Fotokunst von Manuel Álvarez Bravo / Benin, Ganvié: Stadt des Wasservolkes / Madeira: Lidias Honigkrapfen / Slowenien: Eine Entdeckung mit der Laterne.

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Montreuil / Portugal / USA

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Montreuil: Der Zufluchtsort von Sólveig Anspach/ Die Hexen von Nordportugal/ Québec: Catherines Ahornsirup-Kuchen/ USA: Streit um den Bart.

Perfect World 14:00

Perfect World

Drama

Texas, 1963. Nach dem Attentat auf Präsident Kennedy nimmt Butch, ein Verbrecher auf der Flucht, den kleinen Phillip als Geisel. Sheriff Red Garnett heftet sich an seine Spur, begleitet von einem Scharfschützen und der Kriminologin Sally Gerber. Doch die Verfolger beginnen allmählich, zu verzweifeln ... - Spannendes, melodramatisches Psycho-Drama (1993) mit Kevin Costner. Texas, 1963: Den Gangstern Robert "Butch" Haynes und Terry Pugh gelingt es, aus dem Gefängnis von Huntsville zu flüchten. Bei einem Einbruch nehmen sie einen achtjährigen Jungen als Geisel. Als der aggressive Terry sich fast an dem kleinen Phillip vergeht, erschießt Butch ihn in einem Kornfeld. Von nun an fahren Butch und seine junge Geisel allein durch Texas. Butch hat ein klares Ziel: Alaska. Dort wohnt sein Vater, den er nie kennengelernt hat. Auch der kleine Phillip ist ohne Vater aufgewachsen, und so entwickelt sich zwischen dem ungleichen Paar eine Vertrautheit wie zwischen Vater und Sohn. Indessen macht sich Sheriff Red Garnett, der einst Butch ins Gefängnis gebracht hat, auf die Suche nach den Flüchtigen. Ihn begleiten die Kriminologin Sally Gerber, die sich klug gegen ihre männlichen Kollegen zu behaupten weiß, und der FBI-Scharfschütze Bobby Lee, der sich mehr für seine selbstbewusste Kollegin als für die Ergreifung des Gangsters zu interessieren scheint. Während das ungleiche Duo den verzweifelnden Polizisten ständig entwischt, lernt der aus einer strenggläubigen Familie kommende Phillip die Vorzüge des ungezähmten Lebens kennen, das Butch führt. Für den Jungen ist die Reise durch Texas auch ein Schritt in Richtung Erwachsenwerden: Er lernt, dass Gut und Böse nicht immer leicht zu trennen sind und dass auch im Herzen gute Menschen zum Opfer ihrer Umstände werden können.

100 Jahre Route 66 16:15

100 Jahre Route 66: Highway der Träume?

Dokumentation

Die Route 66 ist die Traumstraße schlechthin. In den USA ist sie das Symbol für den freien Westen, wo alles möglich ist, und für die Eroberung des Kontinents. Für einen Neuanfang irgendwo im viel beschworenen Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Route 66 führt über die sanften Hügel von Illinois und Missouri, durch die weiten Graslandschaften in Oklahoma und Texas, die Wüsten New Mexicos und Arizonas. Sie endet in Kalifornien, dem gelobten Land, das The Mamas and the Papas Mitte der 1960er Jahre im Hit "California Dreaming" besangen: "I'd be safe and warm if I was in L.A." - In Los Angeles würde ich mich jetzt warm und geborgen fühlen. Für viele Europäer war die Route 66 lange das Symbol für die USA schlechthin. Für den Ausbruch aus einem vom Zweiten Weltkrieg verwüsteten Kontinent. Für den Beginn der Popkultur. Für Träume, die mit dem Rock'n'Roll über den Atlantik geschwappt sind. Und damit für die kulturelle Anziehungskraft der USA. Was ist nach 100 Jahren davon übriggeblieben? Was vom Versprechen des freien Westens? Wo ließe sich das besser ergründen als auf der Route 66, auf einer Reise von Chicago nach Santa Monica im Großraum Los Angeles? Auf einer Zeitreise begegnet der Film schrägen Typen, die seit jeher von der Route 66 angezogen wurden. Menschen, die ihrem persönlichen Traum irgendwo mitten im Nichts leben. Aber auch Rednecks und Hillbillys, Landarbeiter und Hinterwäldler. Und Menschen, deren Geschichten selten erzählt werden: Native Americans und Hispanic Americans. Und jede Menge Reisende, die sich ihre Kicks auf der Route 66 holen.

Kanadas Nationalparks 17:50

Kanadas Nationalparks: Pacific Rim

Natur und Umwelt

In der Region Long Beach arbeiten die Parks-Canada-Biologen Todd Windle und Mike Collyer an zwei Projekten, die den Küstenwolf schützen und die fragile Dünenlandschaft von invasiven Gräsern befreien sollen. Unterstützt werden sie dabei von Freiwilligen sowie von der indigenen Toquaht First Nation. In der Region Broken Group Islands ist der Vogelkundler Yuri Zharikov auf der Suche nach Schwarzen Austernfischern, während Sam Starko und Clay Steell vom Bamfield Marine Science Center den Einfluss des Klimawandels auf die Seetangwälder vor der Küste des Nationalparks erforschen. Die Region West Coast Trail im Süden des Pacific Rim befindet sich auf dem traditionellen Gebiet der Huu-ay-aht First Nation. Hier arbeiten Kevin Peters und Joseph Jules als Trail Guardians, während Stella Peters und Wish Key den Parkbesuchern in Kiixin - dem einzigen noch erhaltenen traditionellen Dorf an der Westküste - ihre Kulturgeschichte nahebringen.

Kanadas Nationalparks 18:35

Kanadas Nationalparks: Ivvavik

Natur und Umwelt

Der Ivvavik-Nationalpark liegt hoch über dem Polarkreis, im äußersten Nordwesten des Territoriums Yukon und fernab jeder modernen Zivilisation. Er umfasst eine Fläche von fast 10.000 Quadratkilometern, ist mehr als die Hälfte des Jahres von Schnee und Eis bedeckt, und gilt als das Kronjuwel unter den kanadischen Nationalparks. Seine Gründung als Nationalpark verdankt er der größten Karibuherde der Erde, die hier seit Jahrhunderten ihre Jungen zur Welt bringt. Aber der Ivvavik repräsentiert auch den kulturellen Geburtsort der indigenen Bevölkerung der Arktis, die hier bereits vor mehr als 10.000 Jahren als Jäger und Sammler lebten. So ist er der einzige Nationalpark Kanadas, in dem Naturschutz und der Schutz des kulturellen indigenen Erbes gleichgestellt sind. Jerry und Verna Arey, Renie Arey und Mervyn Joe erzählen im Ivvavik von ihrer tiefen emotionalen und kulturellen Verbindung zum Park und davon, wie viel er den Inuvialuit bedeutet. Die Ökologin Colleen Anderson untersucht die Vegetation im Park, die Rückschlüsse auf das Migrationsverhalten der Karibus ermöglicht. Nirgendwo auf der Welt sind die Auswirkungen des Klimawandels so sicht- und erlebbar wie in der Arktis in und um den Ivvavik-Nationalpark. Klimaforscher Dustin Whalen und die Geologinnen Alice Wilson und Celtie Ferguson untersuchen deshalb schon seit Jahren das Abschmelzen des Permafrosts, der für das Leben im hohen Norden lebenswichtig ist.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Re: 19:40

Re:: Invasion der Waschbären

Reportage

Waschbärjäger Alexander Knauf weiß nur zu gut, welche Schäden Waschbären an Häusern und vor allem auf Dachböden anrichten können. Sein Einsatzgebiet ist Kassel, die inoffizielle Waschbär-Hauptstadt Europas. Nirgendwo sonst leben so viele dieser intelligenten Raubtiere. Wenn sie sich durch Dämmwolle und Fassaden fressen, kann der ungebetene Besuch schnell Schäden von mehreren Zehntausend Euro verursachen. Für Knauf steht fest: Gegen die aus Nordamerika eingeschleppte Art hilft nur konsequente Bejagung. Denn natürliche Feinde hat sie in Europa kaum. Dass der Mensch darüber entscheidet, welches Tier ein Recht auf Leben hat und welches nicht, kann Tanja Schäfer nicht akzeptieren. In ihrer Wildtierhilfe zieht sie Waschbärjunge mit der Flasche auf. Und gemeinsam mit anderen Waschbär-Fans setzt sie sich für ein Umdenken ein. Jagen allein erscheint ihr wenig aussichtsreich. Stattdessen will sie einen unkonventionellen Weg erproben: Kann die Waschbär-Population durch Sterilisationen eingedämmt werden? Während in Deutschland über den richtigen Umgang mit den Waschbären gestritten wird, haben sie sich längst in die Nachbarländer ausgebreitet. In der belgischen Wallonie haben die Behörden ein Modellprojekt gestartet. Förster stellen Lebendfallen mit Überwachungskameras auf, um die Tiere zu fangen. Anschließend müssen sie das Gewehr in die Hand nehmen - "um einen Fehler des Menschen auszugleichen" wie sie sagen. Begeistert sind sie davon nicht. Würde Deutschland sein Waschbär-Problem endlich in den Griff bekommen, wäre das für sie eine große Erleichterung.

Phoenix 20:15

Phoenix

Drama

Juni 1945: Schwer verletzt und mit entstelltem Gesicht wird die Auschwitz-Überlebende Nelly von Lene, einer Freundin aus Vorkriegstagen und Mitarbeiterin der Jewish Agency, in ihre alte Heimat Berlin gebracht. Kaum genesen von einer Gesichtsoperation macht sich Nelly - den Warnungen Lenes zum Trotz, dass er es war, der sie gegen Kriegsende verraten habe - auf die Suche nach ihrem Mann Johnny. Als Nelly ihn endlich aufspürt, erkennt er in ihr nicht mehr als eine beunruhigende Ähnlichkeit. Johnny schlägt Nelly vor, in die Rolle seiner totgeglaubten Frau zu schlüpfen, um sich das Erbe ihrer im Holocaust ermordeten Familie zu sichern. Nelly lässt sich darauf ein und wird ihre eigene Doppelgängerin. Sie möchte wissen, ob Johnny sie je geliebt hat oder vielleicht sogar ihr Verräter war. Die junge Frau hält krampfhaft an ihrer verlorenen Identität und dem Glauben fest, dass sie durch Johnny ihr altes Leben wiedererlangen kann. Je ähnlicher sie der vermeintlich Toten wird, umso verzweifelter und irritierender wird Nellys Verhältnis zu Johnny. Wird er die Wahrheit gestehen?

Die innere Sicherheit 21:45

Die innere Sicherheit

Drama

Auf den ersten Blick eine ganz gewöhnliche Kleinfamilie: Clara, Hans und ihre 15-jährige Tochter Jeanne. In einem portugiesischen Badeort bewohnen sie ein kleines Appartement am Meer. Doch die Familie meidet jeden Kontakt zu anderen Menschen. Der Grund: Hans und Clara befinden sich als ehemalige Terroristen auf der Flucht. Seit 15 Jahren leben sie im Untergrund, wechseln ständig Identität und Wohnort. Ihr Leben erlaubt es nicht, dass sie Freundschaften schließen, denn die Polizei hat die Fahndung nach ihnen nie eingestellt. Auch Jeanne unterwirft sich mit eiserner Disziplin diesem Leben aus Lügen und Geheimniskrämerei. Während andere Mädchen ihres Alters Partys feiern, mit Jungen knutschen oder mit der Clique shoppen gehen, verbringt sie ihre Pubertät in sozialer Isolation. Bis sie sich in Portugal in den jungen Surftouristen Heinrich verliebt. Auf einmal spürt sie, wie sehr sie ihre eigenen Bedürfnisse den Zwängen der Eltern unterworfen hat. Sie beginnt, gegen die strikten Regeln aufzubegehren, trifft sich heimlich mit Heinrich und spielt mit dem Gedanken, ihre Eltern zu verlassen. Der Gedanke an diese Möglichkeit bringt das heranwachsende Mädchen in einen schweren Gewissens- und Loyalitätskonflikt, waren ihre Eltern doch 15 Jahre lang ihre einzigen Bezugspersonen. Für Hans und Clara wird der Boden in Europa derweil immer heißer, die Polizei hat ihre Spur aufgenommen. Fieberhaft bereiten sie ihre Flucht nach Südamerika vor. Ein letzter Banküberfall soll die Reise finanzieren. Doch die Situation gerät außer Kontrolle.

Fotoshooting DDR - Bilder zwischen Propaganda und Alltag 23:30

Fotoshooting DDR - Bilder zwischen Propaganda und Alltag

Dokumentation

Fotografinnen und Fotografen in der DDR hatten einen überraschend großen Freiheitsspielraum, eine ausdrückliche Bildzensur gab es nicht. So konnten sie auch sichtbar machen, was von der Staatsmacht ausgeblendet werden sollte. Die Dokumentation stellt zwei Fotografinnen und zwei Fotografen vor, die das Leben in der DDR beobachteten und deren Werke in den vergangenen Jahren neu entdeckt wurden: Eberhard Klöppel ist im Mansfelder Land aufgewachsen und hat als Pressefotograf für die "Neue Berliner Illustrierte" viele Bildreportagen realisiert, die nun vielfältige Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen in der DDR bieten. Dietmar Riemann aus Hartha in Sachsen sah den Staat, in dem er lebte, zunehmend kritisch. 1986 stellte er einen Ausreiseantrag, der erst 1989 bewilligt wurde. In der Zeit des Wartens und der Ungewissheit schrieb er ein über 1.000-seitiges Tagebuch und fotografierte heimlich die Berliner Mauer und Grenzanlagen. Die gebürtige Brandenburgerin Barbara Wolff dokumentierte in den 1970er und 1980er Jahren das Leben auf dem Land. Ihre Bilder zeigen einen Dorfalltag, der in vielen Aspekten trotz der sozialistischen Umgestaltung der Landwirtschaftsproduktion archaisch erschien. Die in Berlin geborene Fotografin Christiane Eisler kam Anfang der 1980er Jahre mit der Punk-Bewegung in Berührung und porträtierte eine der ersten Punkbands in der DDR: Wutanfall. Außerdem zeigen ihre Bilder die Lebensbedingungen in den Erziehungsanstalten, in die junge Punkerinnen und Punker in den 1980er Jahren zwangseingewiesen wurden.