04:15
Wo Moustique und Stéphane sich niemals einig werden, ist das Sofa. Moustique liebt es, Stéphanes Sofa zu zerkratzen und zu zerfetzen, während Stéphane vergeblich sein Sofa zu retten versucht. Bis er sich ein Relaxsessel zulegt, den er nicht gerne mit Moustique teilen will. Ein Wohnzimmer, zwei Sofas. Ob sich die beiden nun einig werden können?
04:20
Ein künstlerisches und humorvolles Spiel mit Klischees bietet dieses Magazin. In jeder Folge werden dabei bestimmte Eigenheiten der Franzosen und Deutschen unter die Lupe und auch aufs Korn genommen.
05:00
Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.
05:45
Felix Klieser spielt Horn seit seinem achten Lebensjahr - und das ohne Arme. Ein Kindheitstraum sei es für ihn gewesen, die Hornkonzerte von Wolfang Amadeus Mozart zu spielen. Als Neunjähriger hörte er sie erstmals. Und nun führt er sie in kleinen und großen südenglischen Konzertsälen mit dem Bournemouth Symphony Orchestra auf. Das Orchester hat ihn als ersten deutschen Hornisten zum Artist-in-Residence berufen. Die vier Mozart'schen Hornkonzerte gehören zum Stammrepertoire der Hornisten - Klieser hat trotzdem lange gezögert, die Werke auch in einer Aufnahme einzuspielen. Erst nach drei erfolgreichen Alben inklusive Echo Klassik und dem Leonard Bernstein Award begab er sich im September 2018 nach Salzburg, um zusammen mit der berühmten Camerata alle vier Hornkonzerte von Mozart aufzunehmen. 2022 probt Klieser im südenglischen Poole das 4. Hornkonzert in Es-Dur KV 495. Die Stadt ist Hauptsitz des Bournemouth Symphony Orchestra, einem sogenannten Reiseorchester, das Konzertsäle im Süden und Südwesten Englands bespielt - und mit dem auch Felix Klieser auf Tour geht. Die Tage in Großbritannien sind für das Orchester und vor allem seine Solisten zeitlich eng getaktet. Neben Proben und Konzerten steht ein Interview bei der BBC in London und ein Schulbesuch in Plymouth an. Dazwischen lange Autofahrten, die Momente der Erholung schaffen. Schließlich ein Kurzbesuch der Formel-1-Strecke in Silverstone - Klieser ist ein Fan schneller Autos. Geschwindigkeit, Rhythmus, Präzision: Das sind Fähigkeiten, die sowohl Musiker als auch Rennfahrer benötigen, um Erfolg zu haben.
06:30
(1): Baklava: Die süße Leidenschaft der Türken (2): Nostalgiegeschmack: Yusuf, ein Türke in Österreich (3): Ran an die Töpfe!
07:05
(1): Das symphonische New York von George Gershwin (2): Vi?t Võ Ð?o, die Philosophie der vietnamesischen Kampfkunst (3): Brasilien: Gebratener Kokos-Fisch von Procopio (4): Thessaloniki: Gärtnernde Frontkämpfer
07:50
(1): Morvan: François Mitterrands geheime Zuflucht (2): Schottland: Der schönste Golfplatz der Welt (3): USA: Michaels Kaninchenragout (4): Papua-Neuguinea: Die Königin unter den Schmetterlingen
08:35
Die Sonne ist das Wunder, das alles begründet - aber auch die größte Gefahr. Der sprichwörtliche Fixstern des Sonnensystems. Der Dokumentarfilm widmet sich der Suche nach der Bedeutung des Heimatsterns für Mensch, Wissenschaft und Natur. Die Suche nach der Sonne ist zugleich die Suche nach der größten aller Fragen: Was ist Leben? Wer wüsste das besser als der Brite Andy Keen, der einem besonderen Phänomen der Sonne sein Leben verschrieben hat. Den "Indiana Jones der Nordlichter" verschlägt es in die Finnmarksvidda, das Gebiet mit den tiefsten Temperaturen im norwegischen Winter. Dort begegnen die indigenen Einwohner des Nordens, die Samen, ihrem Heimatstern mit dem Respekt eines naturverbundenen Volks. Sie haben mehr als 600 Wörter für Schnee. Aber nur ein Wort für die Sonne. Ein unsichtbares Band verbindet die Sonne mit der Erde. Die Natur richtet sich danach aus, die Tierwelt und die Menschen. Doch wenn die Erde brennt, ist kein Leben möglich. Je weiter die Wissenschaft der Spur der Sonne folgt, desto näher kommt sie dem Ende. Davon berichten Forscherinnen und Forscher der Nasa, an den kanarischen Observatorien Teide und Roque de los Muchachos und am heißesten Ort des Planeten, dem Tal des Todes, wo die Temperaturen im Juli regelmäßig über 50 Grad Celsius steigen. Noch nie in der Geschichte der Menschheit war es wichtiger, den Geheimnissen der Sonne auf die Spur zu kommen. Denn für die Erde ist die Sonne nicht irgendein Stern. Sie ist der Stern schlechthin.
10:10
Albert Einstein fand heraus, dass sich das Universum als Raum-Zeit-Kontinuum verstehen lässt und Anziehungskraft durch eine von Sternen und Planeten hervorgerufene Verzerrung der Raumzeit entsteht. Die Sendung lässt Astrophysiker zu Wort kommen, die heute versuchen, ein neues Verständnis von Einsteins Vorhersagen zu gewinnen. Im Fokus steht dabei das Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatorium, kurz LIGO genannt, in dem 900 Forschende aus aller Welt arbeiten. Ihr Auftrag ist es, kosmische Gravitationswellen zu untersuchen. Erstmals vorausgesagt wurden diese Wellen 1916 durch die allgemeine Relativitätstheorie Einsteins - die Technik zu ihrer Erfassung gab es damals noch nicht. Wie sehen die Wissenschaftler Einsteins Ideen heute? Und warum lassen sich diese großen Theorien zur Funktionsweise des Universums - Einsteins Relativitätstheorie für das unendlich Große, Hawkings Quantenmechanik für das unendlich Kleine - immer noch nicht in Einklang bringen?
11:00
Stephen Hawking verbrachte den größten Teil seiner Forscherkarriere damit herauszufinden, wo Einstein sich geirrt haben könnte. In den 1960er Jahren empfingen Radioteleskope auf der ganzen Welt seltsame Signale aus dem All, die von winzigen Objekten mit enormer Dichte auszugehen schienen - von Neutronensternen. Diese mysteriösen Sterne hatte Einstein in seiner Relativitätstheorie vorausgesagt. Das bedeutete, dass auch andere Phänomene, die er beschrieb, sich bewahrheiten könnten: Schwarze Löcher beschrieb er etwa als Körper im Weltall, deren Dichte so hoch ist, dass ihr Gravitationsfeld das Entweichen jeglicher Materie oder Strahlung verhindert. Sie besser zu verstehen, war der Forschungsauftrag einer jungen Gruppe von Physikern, zu denen auch Stephen Hawking zählte. Mitte der 1970er Jahre stellte Hawking an der Universität von Cambridge die Hypothese auf, dass Schwarze Löcher nicht vollständig schwarz sind: Sie lösen sich langsam auf und verschwinden irgendwann, wobei sie eine Strahlung abgeben, die zu einer Verringerung ihrer Masse führt. Mit dieser These näherte sich Hawking als Erster dem Heiligen Gral der Physik: dem Schnittpunkt der beiden großen Theorien zur Funktionsweise des Universums, die lange als unvereinbar galten: die Relativitätstheorie Einsteins für das unendlich Große und die Quantenmechanik für das unendlich Kleine. 2016 simulierte der Experimentalphysiker Jeff Steinhauer vom Israel Institute of Technology in Haifa ein Schwarzes Loch, bei dem tatsächlich die sogenannte Hawking-Strahlung gemessen werden konnte. Die Dokumentation befasst sich außerdem mit der Frage, inwiefern Einstein während des Zweiten Weltkriegs an der Entwicklung der Atombombe in den USA mitwirkte.
11:55
Die Roma sind ein Volk ohne Staat, das einst aus Asien nach Europa zuwanderte und heute eine der größten ethnischen Minderheiten des Kontinents ist. In der Küche spiegelt sich die nomadische Geschichte wider - viele Gerichte entspringen der Esskultur des Osmanischen Reiches. Aber sie ist ebenso Ausdruck jahrhundertelanger Diskriminierung, die viele Roma verarmen ließ. Bei Enise und Omer Demirova wird oft scharf gekocht: Der Pindjur besteht aus Tomaten, Auberginen und entsprechend viel Chili. Die Bohnensuppe Gravce gibt es jede Woche, mit Paprikapulver. Aber auch Süßes hat seinen festen Platz: Baklava aus Filoteig oder der Milchreis Sütljas gehören zu jedem Kaffeekränzchen. Und wenn es die Krautwickel Sarma gibt, kommt die Familie zusammen und feiert sich selbst.
12:25
(1): Französische Pyrenäen: Clara Arnaud stürmt literarische Gipfel (2): Der Sampot: Kambodschanische Eleganz (3): Papua-Neuguinea: Kokos-Krokodil von Georgina (4): Griechenland: Ein jüdischer Schneider im Räderwerk der Nazis
13:10
(1): Frankreich: Die Seine - Maupassants Obsession (2): Türkei: Ausflug in den Hammam (3): Schweiz: Laras Gemüsekuchen (4): Massachusetts: eine Schriftstellerin sorgt für Aufsehen
14:00
Familienvater Thomas Wellmann ist kein Gegner von KI und Digitalisierung, doch im Moment braucht man ihm mit dem Thema nicht zu kommen: Seinen Arbeitsplatz als technischer Leiter beim örtlichen Stromversorger hat er gerade durch den Einsatz einer KI verloren und wurde großzügig abgefunden. Als seine Frau Eva und die beiden Töchter Paula und Jenny auf seine neu gewonnene Freiheit anstoßen wollen, fällt im gesamten Gebiet der Strom aus. Blackout! Die aufgescheuchten Nachbarn drängen Thomas, etwas zu unternehmen. Letztlich schafft er es, die jungen, unerfahrenen IT-Spezialisten im Kontrollraum dazu zu bewegen, seinen Anweisungen zu folgen, und bringt so den Strom wieder zum Laufen. Dieses Ereignis ist der Auslöser für Thomas, sich und seine Familie besser auf den Ernstfall eines langanhaltenden Blackouts vorzubereiten, und er investiert einen erheblichen Teil seiner Abfindung in Vorräte und Werkzeuge. Ein Vorbild findet er in Peter Leschke, einem Afghanistan-Veteranen, der als überzeugter Prepper sogar über einen eigenen Bunker verfügt. Beeinflusst von Leschke schlägt Thomas ein Familien-Survival-Wochenende im Wald vor, um den Ernstfall zu proben. Ehefrau Eva und Influencer-Tochter Paula teilen seine Angst nicht und sind gar nicht begeistert von der Idee. Als Tochter Jenny, die sich Klimaschutz-Aktivisten angeschlossen hat, mit einer Sabotageaktion einen weiteren großflächigen Stromausfall auslöst, stimmen alle dem Survival-Wochenende zu - das jedoch ganz anders verläuft als geplant ...
15:45
Die Rinder der Maremma leben das ganze Jahr über auf der Weide. Die großen Tiere mit dem weiß-grauen Fell und riesigen Hörnern haben wenig Kontakt zum Menschen und bringen sogar ihre Kälber draußen zur Welt. Schon zu Cäsars Zeiten - lange vor den nordamerikanischen Cowboys - kümmerten sich sogenannte Butteri - berittene Kuhhirten - um große Rinderherden, die damals hungrige Legionäre ernährten. Marco Mariotti möchte die Rasse erhalten und hat mittlerweile eine Herde von rund 150 Rindern, die weitgehend wild lebt. Diese Art der Haltung trägt zur Qualität des Fleisches bei, das besonders mager ist. Auf den Tisch der Butteri kommen nicht nur Rindfleischgerichte wie Kutteln oder Kalbsmedaillons nach Pizzabäcker-Art, sondern auch Panzanella-Salat, Spaghetti Carbonara und als Dessert Ricotta-Mousse.
16:15
Die Route 66 ist die Traumstraße schlechthin. In den USA ist sie das Symbol für den freien Westen, wo alles möglich ist, und für die Eroberung des Kontinents. Für einen Neuanfang irgendwo im viel beschworenen Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Route 66 führt über die sanften Hügel von Illinois und Missouri, durch die weiten Graslandschaften in Oklahoma und Texas, die Wüsten New Mexicos und Arizonas. Sie endet in Kalifornien, dem gelobten Land, das The Mamas and the Papas Mitte der 1960er Jahre im Hit "California Dreaming" besangen: "I'd be safe and warm if I was in L.A." - In Los Angeles würde ich mich jetzt warm und geborgen fühlen. Für viele Europäer war die Route 66 lange das Symbol für die USA schlechthin. Für den Ausbruch aus einem vom Zweiten Weltkrieg verwüsteten Kontinent. Für den Beginn der Popkultur. Für Träume, die mit dem Rock'n'Roll über den Atlantik geschwappt sind. Und damit für die kulturelle Anziehungskraft der USA. Was ist nach 100 Jahren davon übriggeblieben? Was vom Versprechen des freien Westens? Wo ließe sich das besser ergründen als auf der Route 66, auf einer Reise von Chicago nach Santa Monica im Großraum Los Angeles? Auf einer Zeitreise begegnet der Film schrägen Typen, die seit jeher von der Route 66 angezogen wurden. Menschen, die ihrem persönlichen Traum irgendwo mitten im Nichts leben. Aber auch Rednecks und Hillbillys, Landarbeiter und Hinterwäldler. Und Menschen, deren Geschichten selten erzählt werden: Native Americans und Hispanic Americans. Und jede Menge Reisende, die sich ihre Kicks auf der Route 66 holen.
17:50
Im Süden Kanadas ist das Karibu vom Aussterben bedroht. In den Ebenen im hohen Nordens Kanadas durchqueren die Rentiere ungehindert Tausende Kilometer. Doch etwas weiter südlich, dort, wo die Landschaft bergiger wird, müssen die Herden der Rocky Mountains mit weit weniger Platz zurechtkommen. Ein Grund hierfür ist die intensive Forstwirtschaft des Menschen. Auf den Straßen, die die einst undurchdringlichen Wälder durchziehen, kommt der Wolf schneller voran und zieht immer häufiger die leichter zu jagenden Karibus seiner einstmals bevorzugten Beute, den Elchen vor. Daher sind hier einige Karibu-Herden bereits ausgestorben. In British Columbia haben sich die First Nations der West Moberly und der Saulteau zusammengeschlossen, um die Lage einer Karibu-Herde mit einem beispielhaften Rettungsplan zu verbessern. Das Karibu ist für die Kultur der beiden Völker von zentraler Bedeutung. Gemeinsam mit Forschenden fingen sie zunächst trächtige Weibchen aus der gefährdeten Herde ein. Um einen möglichst zügigen Transfer zu gewährleisten, organisierten sie einen Sondereinsatz mit Helikopter und Motorschlitten. Die Tiere wurden auf eine große, gesicherte Lichtung gebracht. Auf dieser "Karibu-Geburtsstation" konnten die Weibchen in aller Ruhe ihre Kälber zur Welt bringen. Als die Jungen nach einigen Wochen eigenständig waren, wurden sie gemeinsam mit ihren Müttern wieder in die Freiheit entlassen. Parallel zu diesem Programm haben beide First Nations lange mit den Regierungen ihrer Provinz und des kanadischen Staates verhandelt, um die von der Herde bevorzugten Wälder zu schützen. Neun Jahre nach dem Beginn dieses Programms hat sich die Anzahl der Karibus aus der gefährdeten Herde verdreifacht. Dieser Ansatz ist auch deshalb beispielhaft, weil die indigenen Gemeinschaften maßgeblich zu seinem Erfolg beitrugen.
18:35
Im Yukon und den daran angrenzenden Territorien leben an die 15.000 Wölfe - etwa ein Drittel aller Wölfe Kanadas. Allerdings sind die Tiere nicht nur zahlreich, sondern auch so gut wie unsichtbar. Und doch sind sie bedeutende Akteure einer lebendigen Biodiversität: Ein funktionierendes Ökosystem benötigt Beutegreifer am oberen Ende der Nahrungskette. Am Anfang der Initiative "Yellowstone to Yukon" stand ein Wolf. GPS-Daten belegen, dass Wölfe mehrere tausend Kilometer zurücklegen können. Damit verschieben die Tiere die Grenzen einer Naturschutzpolitik, die sich auf Nationalparks beschränkt. Außerhalb der Nationalparkgrenzen erlernen Mensch und Wolf in den Weiten des Yukon eine friedliche Koexistenz. Im Yukon-Territorium werden Wölfe mit GPS-Sendern ausgestattet. Trapper, die früher Handel mit Pelzen trieben, erweisen sich heute als ortskundige Helfer für die Forschenden. Nördlich des Polarkreises leben im Dorf Old Crow die Vuntut Gwitchin. Sie gehören zu den 13 First Nations des Yukon und bewohnen die äußerste Grenze der Region. Bis vor kurzem zog an Old Crow eine große Herde Karibus vorbei. Die Rentiere waren einst der wichtigste Nahrungslieferant für die Vuntut Gwitchin. Seit einigen Jahren gibt es in der Gegend allerdings immer weniger Karibus, dafür aber immer mehr Wölfe. Die Vuntut Gwitchin gaben den Wölfen die Schuld am Verschwinden der Karibus. Wissenschaftliche Untersuchungen vor Ort haben jedoch gezeigt, dass der Klimawandel für diese Veränderung verantwortlich ist. Um ihre vom Klimawandel betroffenen Jagdgebiete zu erhalten, haben sie mit drei weiteren First Nations einen Schutzstatus für das benachbarte Einzugsgebiet des Peel River erwirkt. Mit ihren diversen Höhenlagen bietet diese Gegend auch in Zeiten des Klimawandels einen Schutz für Rentiere und Wölfe.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Claudia Peppmüller arbeitet seit Jahrzehnten für "Friedensdorf International" und sorgt gemeinsam mit einem Team von Festangestellten dafür, dass die Kinder sich dort wohlfühlen und gesund werden. Insgesamt leben rund 300 Kinder im Dorf, das vollständig durch Spenden finanziert wird. Es sind mutige Kinder, die ihre Eltern für Monate, manchmal auch Jahre nicht sehen. Der elfjährige Rosario aus Angola hat eine angeborene Enzephalozele. Sein Stirnknochen ist nicht geschlossen, Gehirnmasse ist ausgetreten. Schon eine kleine Verletzung könnte für ihn lebensgefährlich sein. Die Kinderklinik Gelsenkirchen wird ihn kostenlos behandeln und ihm so die Chance auf ein normales Leben geben. Der zehnjährige Omar hat als Kleinkind Verbrennungen im Gesicht und der rechten Hand erlitten. In der ambulanten Klinik des Dorfes ist er operiert worden, so dass er seine verbrannte Hand wieder benutzen kann. Er kehrt zu seiner Familie in Afghanistan zurück. Die 56-jährige Claudia Peppmüller ist die Verbindungsperson zwischen dem Friedensdorf und den Eltern der Kinder sowie den Partnerorganisationen vor Ort. Sie reist mit den Kindern mit und unterhält die Kontakte. Im Dorf, in Oberhausen, ist Lisa Jung eine der festen Betreuerinnen. Sie kümmert sich um eine Gruppe von Jungen, die zwischen ihren Krankenhausaufenthalten im Dorf ein Zuhause auf Zeit finden.
20:15
Endlich sind Staatsanwältin Nora Linde und Kommissar Alexander Forsman ein Paar. Doch nach einem gemeinsamen Abend mit Alexander lässt Nora ein mulmiges Gefühl nicht los. Sie hat den Eindruck, jemand würde ihr nach Hause folgen. Als sie sich umschaut, kann sie im Dunkeln aber nichts erkennen. Bei Alexander hingegen springt der Wagen am nächsten Tag nicht an. Dabei hat er es eilig: Er ist auf dem Weg zur Schule, um seinen Sohn Tor vor dem Klassenausflug zu verabschieden. Tor wartet schon auf seinen Vater. Wer aber ist der fremde Mann, der ihm an den Schließfächern auflauert? Parallel zu diesen seltsamen Vorgängen übernimmt Noras Assistent Pär seinen ersten eigenen Fall. Er möchte endlich aus dem Schatten seiner Chefin treten und klemmt sich hinter einen Diebstahl in einer Gärtnerei. Was zunächst wie eine Kleinigkeit wirkt, entpuppt sich bald als mysteriöse Geschichte. Eines der geklauten Pflanzenschutzmittel beinhaltet Chloroform, das früher als Narkosemittel diente. "Klingt fast nach Terroristen", kommentiert das der junge Kommissar Valpen, als Pär ihm von dem Diebstahl erzählt. Auch Valpen hat beruflich mit der Gärtnerei zu tun: Erst am Morgen wurde deren Inhaber tot in seiner Wohnung aufgefunden. Ist er tatsächlich betrunken gestürzt, oder steckt mehr dahinter? Als Alexander nicht zum Mittagessen mit Nora auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse - es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, der tödlich zu enden droht.
21:40
Nach dem Bombenanschlag kämpft Kommissar Alexander Forsman im Krankenhaus um sein Leben. Seine Freundin, die Staatsanwältin Nora Linde, weicht nicht von seiner Seite. Sie will ihn nicht verlieren, jetzt wo sie gerade erst ein Paar geworden sind. Doch selbst als Alexander schließlich in eine Rehaklinik verlegt wird, findet er dort keine Ruhe, sondern wird mit dem Mord an einer Patientin konfrontiert. Die Malerin Madeleine ist in der Nacht in ihrem Bett getötet worden. Obwohl Alexander am Trauma des erlittenen Anschlags leidet, ermittelt er inoffiziell in der Rehaklinik. Offiziell übernimmt sein junger Kollege Valpen den Fall. Die Ermittlungen nehmen eine Wendung, als die Fingerabdrücke des berüchtigten Diebs Sylvester Markell gefunden werden - ein Mann, der für tot erklärt wurde. Der charmante Betrüger ist nun der Hauptverdächtige. Bei einem Überraschungsbesuch erklärt Sylvester Nora, dass er und Madeleine eine enge, fast familiäre Beziehung hatten. Doch trotz Noras Bedenken bleibt Polizeichef Stenmark überzeugt, dass Sylvester der Mörder ist. Als die Ermittlungen voranschreiten, bringen neue Hinweise auch eine Mitarbeiterin der Rehaklinik und Madeleines Ehemann Hector ins Visier. Zwischen verborgenen Affären und ungelösten Geheimnissen müssen die Ermittler das Puzzle des Falls Stück für Stück zusammensetzen. Doch je näher sie der Wahrheit kommen, desto schwieriger wird es für Alexander. Er muss sich nicht nur mit dem Mord, sondern auch mit seinen eigenen Dämonen auseinandersetzen ...
23:10
Angefangen hat alles mit dem Schlagzeuger Mick Fleetwood und dem Bassisten John McVie. Die beiden englischen Bluesfans stießen im London der 1960er Jahre zur Band von Peter Green, einem damals sehr gefragten Gitarristen. Fleetwood Mac war geboren. Christine McVie stieß als Sängerin und Pianistin hinzu, doch gleichzeitig verließen nach und nach einige Musiker die Band wegen spiritueller Krisen, Drogen- und Alkoholexzessen sowie psychischer Probleme. So beschloss Mick Fleetwood Mitte der 1970er Jahre, mit seinen verbliebenen Mitstreitern in Los Angeles einen Neuanfang zu wagen. Dazu rekrutierte er ein Paar, das sich als unerwarteter Segen, aber auch als ständiger Unruhestifter erwies: Stevie Nicks und Lindsey Buckingham. Sie, die moderne Magierin am Mikrophon, und er, der glamouröse Guitar-Hero, besaßen Songwriting-Talent und Sex-Appeal und stellten beides in den Dienst der Band. Ein Hit jagte den nächsten: "Dreams", "Go Your Own Way", "Don't Stop" oder "The Chain". Das Album "Rumours" (1977) wurde zu einer der meistverkauften Platten der 1970er Jahre und machte Fleetwood Mac zu Superstars. In der Dokumentation kommen Musiker zu Wort, die von der Band geprägt wurden: Alex Kapranos, Kopf der Rockband Franz Ferdinand, Indie-Pop-Priesterin Weyes Blood, die groovige Sasha Spielberg alias Buzzy Lee, die Singer-Songwriterin Nicole Atkins und Allround-Talent Valli sowie Musiker Shawn Lee. Die Dokumentation zeigt, wie künstlerische Beständigkeit Brüche überwinden kann und welche Rolle dabei zwei Musikerinnen spielen, denen die Band ihre größten Hits verdankt: Christine McVie und Stevie Nicks, die heute als Ikonen des Feminismus gelten.