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TV Programm für ARTE am 25.08.2026

Athleticus 04:35

Athleticus: Capoeira

Zeichentrickserie

Ein Giraffenjunges überwindet seine Ängste durch einen Capoeira-Kurs. Seine Freunde stehen ihm unterstützend zur Seite.

Das unbekannte Leben der Haie 05:10

Das unbekannte Leben der Haie: Unterwegs im Meeresschutzgebiet Galápagos

Tiere

Haie gelten als gefährlich und gefürchtet. Dabei spielen sie eine zentrale Rolle für das Gleichgewicht der Meere. Doch ihr Verhalten ist nur schwer erforschbar. Wie gefährlich sind sie wirklich? Wie wandern sie? Und wo bringen sie ihren Nachwuchs zur Welt? Antworten auf diese Fragen suchen Forscherinnen und Forscher auf den Galápagos-Inseln. Mithilfe von Tauchgängen, Satellitensendern und Kamerasystemen verfolgen sie die Wanderungen und das Verhalten verschiedener Haiarten. Die gewonnenen Daten liefern entscheidende Erkenntnisse für den internationalen Haischutz. Doch noch immer ist vieles unerforscht. Auf der Galápagos-Insel Floreana haben Forschende möglicherweise eine bislang unbekannte Hai-Art entdeckt. Mithilfe von Ultraschalluntersuchungen, Blutanalysen und genetischen Proben untersuchen sie den Galápagos-Stierkopfhai. Handelt es sich tatsächlich um eine neue Art? Ziel ist es, wissenschaftliche Grundlagen zu schaffen, um wirksame Schutzmaßnahmen für den Hai zu entwickeln. Die Forschung auf Galápagos hat dabei eine Bedeutung, die weit über die Inseln hinausreicht: Gesunde Haipopulationen sind ein Schlüssel für funktionierende Ökosysteme der Meere und damit für die Zukunft unseres Planeten.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Indiens Kurkuma, heilsam und heilig

Reportage

Zu den Hauptabbaugebieten von Kurkuma gehören die Berge von Andhra Pradesh. Hier verarbeiten auch Veni Macs und Dr. Sudheer Krishna gemeinsam mit lokalen Bauern die Wunderknolle. Die beiden haben eine Kooperative gegründet, um Bio-Kurkuma zu produzieren. Denn nicht jedes Kurkumapulver ist auch Gold wert. Minderwertige Sorten, schlechte Verarbeitung und gepanschte Pulver finden ihren Weg auf den Markt. Dabei ist Kurkuma in der Kultur und Religion Indiens stark verwurzelt und begleitet das tägliche Leben vieler Bewohner als Gewürz und auch als Heilmittel. Der Wurzel wird desinfizierende, schmerzlindernde und antibiotische Wirkung zugesprochen. Sie soll gut für den Magen sein und zum Beispiel bei Gelenkschmerzen und Alzheimer helfen. Veni Macs betreibt in ihrem alten Dorf Chintapalle im indischen Bundesstaat Andhra Pradesh gemeinsam mit ihrem Lebenspartner, dem Arzt Dr. Sudheer Krishna, eine Kurkuma-Kooperative. Veni ist überzeugt, dass sie durch ihre Arbeit vor allem für die vielen Frauen der umliegenden Stammesdörfer eine sicherere Existenzgrundlage schaffen kann. So lernen alle Feldarbeiterinnen, wie sie wertvolle einheimische von minderwertigen Sorten trennen und durch gezielte Anbaumethoden eine besonders reichhaltige Ernte erzielen können. Und sollte dies gelingen, steht einem ausgelassenen Kurkumafest nichts im Wege!

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Japan: Bento

Essen und Trinken

Die Küche Japans: Kulinarische Box / Nostalgiegeschmack: Ayaka, eine Japanerin in Österreich / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Togo / New York / Japan

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Togo: Die subversive Literatur von Sami Tchak / New York: Zufluchtsort der bedrohten Sprachen / Japan: Die Leidenschaft des Karaoke.

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Armenien / Fontainebleau / Schweiz

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Andrej Bitow, ein Russe in Armenien/ Der Wald von Fontainebleau und die Malerei im Freien/ Griechenland: Yanis' Fischsuppe/ Schweiz: Kühlschrank unter Wasser.

Spionagefall Robert Oppenheimer 08:55

Spionagefall Robert Oppenheimer

Dokumentation

Die Entwicklung der amerikanischen Atombombe in Los Alamos verlief unter strengster Geheimhaltung. Trotzdem wurde das Projekt "Manhattan" von Spionen beider Seiten bespitzelt. Das FBI beschattete den Leiter der Operation, Robert Oppenheimer, bereits seit seiner Zeit als Professor in Berkeley und setzte dies auch in Los Alamos und in den Jahren danach fort, als er sich für eine internationale Kontrolle der Atomwaffen einsetzte. In der Anhörung durch die Atomenergiekommission, die damit endete, dass Oppenheimer der Zugang zu atomaren Geheimnissen entzogen wurde, versorgte das FBI die Anklage mit über 7.000 Seiten Abhörprotokollen - und verwanzte obendrein während des ganzen Verfahrens das Telefon seiner Anwälte. Doch auch die Gegenseite hatte ihn im Visier. Der deutsche Physiker Klaus Fuchs, ein enger Mitarbeiter Oppenheimers, spionierte für die Sowjetunion in Los Alamos. Außer ihm waren noch drei weitere Spione am "Manhattan Project" beteiligt. Theodore Alvin Hall, Deckname MLAD, übergab schon 1944 wichtiges Material über die Implosionsmethode und andere Aspekte der Konstruktion einer Atombombe an die Sowjetunion. Er wurde bereits 1950 verdächtigt, bestritt aber zu jener Zeit alle Anschuldigungen und wurde nie verurteilt. Der letzte der russischen Spione, Oscar Seborer, wurde erst vor wenigen Jahren enttarnt. Der Dokumentarfilm rekonstruiert, wie das Klima des Misstrauens und die Beschattung durch beide Seiten die Entwicklung der Atombombe beeinflusste, wie der Mensch Oppenheimer davon geprägt wurde und was das für den sich entwickelnden Kalten Krieg bedeutete.

Die Transamazônica zwischen Himmel und Erde 10:25

Die Transamazônica zwischen Himmel und Erde

Dokumentation

Die brasilianische Fernstraße BR-230, genannt Transamazônica, führt auf mehr als 4.300 Kilometern quer durch das Land, von der Atlantikküste bis tief in den Amazonasregenwald. In den 1970er Jahren ließ die Militärdiktatur unter General Emílio Garrastazu Médici die Straße bauen, um das Amazonasgebiet zu besiedeln und dessen Bodenschätze zu gewinnen. Die damalige Propaganda mit dem Slogan "Ein Land ohne Menschen für Menschen ohne Land" zog Familien aus ganz Brasilien an, die auf ein besseres Auskommen hofften. Die Verheißungen der Regierung blieben jedoch unerfüllt; viele Siedler ließen sogar ihr Leben. Der in Brasilien lebende deutsch-französische Filmemacher Sylvestre Campe schwingt sich mit einem Paramotor in die Lüfte und erkundet das Gebiet rings um die Transamazônica von oben. Seine Expedition beginnt in Cabedelo an der Atlantikküste und führt gen Westen bis in die Kleinstadt Lábrea mitten im Dschungel. Campe zeigt den Amazonasregenwald aus der Vogelperspektive und teilt seine Gedanken zu den Bildern, die sich ihm bieten: Goldminen unter offenem Himmel, unzählige Lastwagen, die verheerende Abholzung, aber auch die Schönheit des Urwaldes und der Flüsse im Amazonasgebiet. Mit seinem Flugapparat wagt sich Campe auch in gefährliche und abgelegene Gebiete. Wo er landet, trifft er auf interessierte Menschen, die ihn zu sich einladen und ihn an ihrem Alltag teilhaben lassen: arme Bauern in der halbwüstenartigen Landschaft des Sertão, ein Goldsucher, der von einem Leben als Influencer träumt, ein Paar, das in seiner Jugend den Bau der Straße miterlebte, und eine junge indigene Aktivistin. Diese Begegnungen zeichnen ein facettenreiches und realitätsnahes Bild des "brasilianischen Wilden Westens" mit seiner multikulturellen Bevölkerung, die noch immer auf ein besseres Leben im Einklang mit der Natur hofft.

42 - Die Antwort auf fast alles 11:20

42 - Die Antwort auf fast alles: Stecken wir in einer Eizellen-Krise?

Infomagazin

Viele Frauen kontrollieren ihre Fruchtbarkeit jahrelang. Karriere, Partnerschaft, die finanzielle Situation: Idealerweise soll erst einmal alles passen. Wenn dann aus einem Kinderwunsch Realität werden soll, klappt es oft nicht wie erhofft. Die Geburtenrate sinkt in vielen Teilen der Welt, während die Zahl der Kinder nach künstlicher Befruchtung stark steigt. Könnte es daran liegen, dass Frauen heute unfruchtbarer sind? Welche Rolle spielen medizinische Faktoren wie Endometriose und PCOS? Wie viel Einfluss haben Ernährung, Umweltgifte und Lebensstil auf die Qualität der Eizellen? Und wie gut lässt sich diese überhaupt messen? Es braucht nur eine gesunde Eizelle, um schwanger zu werden. Die Eizellreserve sinkt allerdings schon im Mutterleib. Schon bei der Geburt hat ein Mädchen nur noch ein Drittel seiner Eizellen. Mit Beginn der Pubertät sinkt die Zahl weiter rapide, und zwar eben nicht nur um eine pro Zyklus. Haben wir irgendwann so wenige übrig, dass es mit dem Kinderkriegen nicht mehr klappt? Oder liegt das gar nicht an der Anzahl der verfügbaren Eizellen? Tatsächlich ist eher die mit dem Alter nachlassende Qualität der Eizellen das Problem. Doch neue Verfahren, die die Chromosomen schützen sollen, oder die Spindeltransfermethode könnten in Zukunft die Chancen auf eine Schwangerschaft auch später im Leben verbessern. Denn vielleicht haben wir keine wirkliche Eizellenkrise, aber immer mehr Frauen schieben ihren Kinderwunsch auf und dann wird es immer schwieriger. Warum bekommen wir nicht einfach wieder früher Kinder? Was hat das mit Care-Arbeit und Karriereknick zu tun? Und wie gelingt es, Familiengründung für Menschen mit Kinderwunsch wieder attraktiver zu machen?

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Chicago: Deep Dish Pizza

Essen und Trinken

Die Küche Chicagos: Der XXL-Genuss: Deep Dish Pizza / Nostalgiegeschmack: Zandra, von Chicago in die Niederlande / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Spanien / Deutschland / Japan

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Spanien: Guillermo del Toro im Labyrinth der Franco-Diktatur / Deutschland: Nackt in Berlin / Japan: Eine Katze mit Geschichte

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Berlin / Ärmelkanal / Papua-Neuguinea

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Kästners Detektive auf den Straßen von Berlin/ Ärmelkanal geht der Hering ins Netz/ Gran Canaria: Montserrats Kartoffelsuppe/ Papua-Neuguinea: Betrug mit der Kolonie.

Mord im Mittsommer 14:00

Mord im Mittsommer: Angelica

Krimireihe

Angelica Strandberg gilt seit Jahren als vermisst. Vor Gericht plädiert Staatsanwältin Nora Linde für die Verurteilung von Leonard, Angelicas Ehemann, wegen Mordes. Er erhält jedoch aufgrund mangelnder Beweise einen Freispruch. Bisher ist keine Leiche gefunden worden - noch besteht eine Chance, dass Angelica lebt. Für Nora scheint der Prozess verloren. Das ändert sich, als die Kriminalkommissare Alexander und Bengt-Olof den vielgesuchten Dieb Sylvester festnehmen. Er pocht darauf, mit der Staatsanwaltschaft zu sprechen, und offenbart Nora, dass er Beweise für den Mord an Angelica habe. Ihre Neugier ist geweckt. Sylvester schlägt ihr eine Abmachung vor: Wenn er Informationen zum Fall Angelica liefert, sorgt sie für Strafmilderung. Nora geht auf den Deal ein. Doch wieso soll sie die Polizei nicht einschalten? Auf Hinweis von Sylvester erkundet Nora eine unheimliche Festung aus dem 18. Jahrhundert, in der sie auf eine Schatzkammer stößt. Hier wird sie fündig: Ein Ordner mit Fotos gibt wertvolle Informationen zum Fall Angelica preis. Sind die Aufnahmen echt? Nora zieht Kommissar Alexander ins Vertrauen, der sie in den Ermittlungen unterstützt. Zu Hause kämpft er mit anderen Problemen: Seine Frau Vicky ist nach langem Verschwinden zurückgekehrt, ihre Beziehung gestaltet sich jedoch angespannt. Kann Alexander ihr verzeihen? Während Nora nach weiteren Beweisen im Fall Angelica sucht, erfährt der Mörder von den Ermittlungen und setzt alles daran, sie zu unterbinden.

Mord im Mittsommer 15:35

Mord im Mittsommer: Lili

Krimireihe

Zu Tisch 17:20

Zu Tisch: San Sebastián, Spanien

Essen und Trinken

San Sebastián ist nicht nur berühmt für seine schönen Strände und die historische Altstadt, sondern auch für seine vorzügliche Gastronomie und die frischen Produkte aus dem spanischen Hinterland. Die kunstvoll zubereiteten Pintxos stechen dabei besonders hervor. Mari Arocena und Raúl Calvo essen und kochen gerne traditionelle Gerichte wie zum Beispiel überbackene Teufelskrabbe oder Tintenfisch an Sepiasoße. In ihrer Freizeit tauschen sich die beiden über Kochrezepte aus und geben Tipps an Freunde weiter. Jetzt wollen sie sich in einem Pintxo-Wettbewerb messen. Nach einer inspirierenden Tour durch die Pintxo-Bars der Altstadt treffen sich Mari und Raúl mit Freunden auf einem Caserío, einem baskischen Bauernhof, um einen Pintxo ihrer Wahl zuzubereiten. Wer wird als Sieger hervorgehen?

Tierische Doktoren 17:50

Tierische Doktoren: Wie Tiere den Rausch suchen

Tiere

High zu werden ist kein rein menschliches Vergnügen - auch Tiere suchen bewusst veränderte Bewusstseinszustände. Im Amazonas kauen Jaguare auf halluzinogenen Lianen und fallen in tranceartige Zustände. In Australien fressen Wallabys narkotische Mohnpflanzen und torkeln wie Diskobesucher. Seidenschwänze berauschen sich an vergorenen Beeren, während Delfine vorsichtig Kugelfische weiterreichen, die geringe Mengen Nervengift freisetzen - für eine scheinbar entspannte Unterwasser-Session. Auf St. Kitts stehlen Grüne Meerkatzen mit einer Vorliebe für Alkohol den Touristen die Cocktails. Auf Madagaskar kauen Rotstirnmakis auf giftigen Tausendfüßern, die stimmungsaufhellende Stoffe freisetzen. Sogar Dickhornschafe wagen riskante Klettertouren, um an ein angeblich psychedelisches Flechtengewächs zu gelangen. Doch all diese Verhaltensweisen dienen oft mehr als bloßer Lust. Häufig handelt es sich um Zoopharmakognosie - Selbstmedikation mit natürlichen Substanzen, die Stress und Schmerzen lindern, oder Parasiten abwehren. Manchmal stärken solche Erfahrungen soziale Bindungen oder schärfen kurzzeitig die Sinne. Was wie reiner Spaß wirkt, hat oft tiefere biologische Gründe. Die Wissenschaft entdeckt zunehmend, dass diese "Trips" kein Zufall sind, sondern ein instinktives Verhalten mit tiefen evolutionären Wurzeln. Ob Überlebenstaktik, medizinische Selbsthilfe oder ein Moment des Wohlbefindens - die Suche nach dem Rausch ist eines der faszinierendsten Phänomene im Tierreich.

Tierische Doktoren 18:35

Tierische Doktoren: Wie Tiere Stress abbauen

Tiere

Entspannung wirkt wie ein Luxus, den nur Menschen kennen - doch auch Tiere nehmen sich bewusst Auszeiten. In Japan baden Makaken in heißen vulkanischen Quellen, um Winterstress abzubauen, während im Kongo-Regenwald Schimpansen einander ausgiebig pflegen und so ihre Stresshormone senken. In der afrikanischen Savanne legen Elefanten Wanderpausen ein, um in Wasserlöchern zu planschen und ihre Gelenke zu entlasten. In tropischen Riffen besuchen Fische "Reinigungsstationen", wo Putzerfische Parasiten entfernen - eine Art natürliche Spa-Behandlung mit klarem Gesundheitsnutzen. Doch all das ist keine Faulheit, sondern Überlebensstrategie: Entspannung hilft, Stress zu regulieren, den Körper zu reparieren, Energie zu sparen und soziale Bindungen zu stärken. Vögel verbringen Stunden mit sorgfältiger Gefiederpflege, um flugtauglich zu bleiben. Schweine suhlen sich in kühlendem Schlamm, der Muskeln entspannt, und Madenhacker befreien große Säugetiere wie Giraffen und Nashörner von Parasiten. Selbst Reptilien gönnen sich Momente der Ruhe beim Sonnenbaden, um Stoffwechsel und Wohlbefinden anzukurbeln. Studien zeigen: Verhaltensweisen wie gemeinsames Ruhen, Wälzen oder gegenseitige Pflege senken Cortisol und fördern Sicherheit sowie soziale Nähe. Für viele Arten sind diese stillen Momente ebenso wichtig wie Schlaf oder Nahrung. In einer Welt, die laut, gefährlich und unberechenbar ist, stellt Entspannung keinen Luxus dar, sondern ein Lebenselixier. Die verborgene Wissenschaft der tierischen "Downtime" zeigt, dass manchmal der klügste Überlebensinstinkt darin besteht, einfach abzuschalten.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Re: 19:40

Re:: Bulgariens Tal der Rosen in der Krise?

Reportage

Jedes Frühjahr verwandelt sich das bulgarische Tal der Rosen in ein duftendes Blütenmeer. Von hier stammen rund 70 Prozent des weltweit gehandelten Rosenöls. Ein Liter der kostbaren Essenz ist etwa 10.000 Euro wert und wird für Parfüms, Kosmetik und Medizin genutzt. Doch die traditionsreiche Branche steckt in der Krise. Die mühsame Ernte wird fast ausschließlich von Roma getragen. Noch vor Sonnenaufgang machen sich Anni und Ivko Marinow mit ihrer Familie auf zu den Feldern. In den wenigen Wochen der Saison verdienen sie einen großen Teil ihres Jahreseinkommens. Mit dem Geld früherer Ernten haben sie über Jahre ein eigenes Haus aufgebaut. Viele Roma in Bulgarien leben jedoch weiterhin unter prekären Bedingungen und fühlen sich vom Staat im Stich gelassen. Die Rosen blühen nur wenige Wochen und müssen täglich in den frühen Morgenstunden geerntet werden. Doch harte Arbeit, geringer Lohn und fehlende Perspektiven schrecken viele Erntehelfer ab. Immer mehr Menschen verlassen die Region oder wählen sichere Ganzjahresstellen, etwa in den Fabriken der nahe gelegenen Rüstungsindustrie, die seit dem Ukraine-Krieg boomt. Doch für die Rosenbauern wird der Mangel an Pflückern zunehmend existenzbedrohend. ARTE Re: erzählt von einer Region zwischen Tradition und Wandel, Armut und globalem Luxusgeschäft.

Die letzten Tage von Kabul 20:15

Die letzten Tage von Kabul: Verlorenes Land

Dokumentation

Für die Bewohnerinnen und Bewohner Kabuls fühlte sich die Machtübernahme der Taliban am 15. August 2021 wie ein Rückfall in die Vergangenheit an. Bereits in den 1990er Jahren hatten die Taliban Afghanistan in ein Refugium des radikalen Islamismus verwandelt: Frauen wurde der Zugang zu Bildung und Arbeit verwehrt, während Osama bin Laden und Al-Qaida ungehindert Trainingslager errichten konnten. In diesen Lagern entstand auch der Plan für die Anschläge vom 11. September 2001. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten von dieser dramatischen Ära, die Afghanistan in eine Spirale aus Gewalt und religiösem Fundamentalismus stürzte. Zu Wort kommen ein Menschenrechtskommissar, eine afghanische Journalistin sowie der frühere Präsident Aschraf Ghani. Ihre Erinnerungen geben Einblicke in das Leben unter dem Taliban-Regime. Internationale Entscheidungsträger ergänzen diese Perspektive: Ein ehemaliger CIA-Mitarbeiter beschreibt, wie der von Washington unterstützte Sieg des islamistischen Widerstands gegen die Sowjetunion den Einfluss der Extremisten stärkte. Nach den Anschlägen vom 11. September unterstützten die USA lokale Warlords im Kampf gegen Osama bin Laden und die Taliban, doch der Konflikt nahm kein Ende. Die Niederlage der Taliban im Jahr 2001 und die neue Präsenz internationaler Truppen brachten vielen Menschen in Afghanistan Hoffnung. Frieden kehrte jedoch nicht ein. Aus dem Untergrund bereiteten die Taliban ihre Rückkehr vor: "Das ist unser Land. Wir müssen kämpfen."

Die letzten Tage von Kabul 21:15

Die letzten Tage von Kabul: Amerikas Krieg

Dokumentation

Ab 2002 war die internationale Koalition in Afghanistan präsent, unterstützte die USA im "War on Terror" und engagierte sich für den Wiederaufbau. Kabul wird durch die Erfahrungen von Menschen erlebbar, die nach langen Jahren im Exil hoffnungsvoll zurückkehrten. Viele sahen neue Möglichkeiten für freie Presse, Bildung, Frauenrechte und demokratische Wahlen. Der Weg Afghanistans zur Demokratie wurde jedoch von Warlords behindert, die unter Präsident Karzai einflussreiche Positionen erhielten. Zu den prägenden Akteuren der Republik zählt General Abdul Raschid Dostum, dessen Sichtweise in der Serie dargestellt wird. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten von Menschenrechtsverletzungen und Korruption, die oft ungesühnt blieben und die Bevölkerung wütend machten. Ein Taliban-Gründungsmitglied erklärt, wie die Gruppe die Schwächen des neuen Staates ausnutzte und nach und nach Teile des Landes zurückeroberte. Bald fühlten sich die afghanische Armee und die internationalen Truppen weder in den Provinzen noch in Kabul sicher. 2014 leitete Präsident Barack Obama den Truppenabzug ein. Aschraf Ghani, ein im Westen ausgebildeter Akademiker, wurde Nachfolger von Hamid Karzai, um Afghanistan vor dem Scheitern zu bewahren - doch der Beginn seiner Amtszeit verlief alles andere als reibungslos.

Die letzten Tage von Kabul 22:15

Die letzten Tage von Kabul: Der Fall von Kabul

Dokumentation

Nach Jahren des Krieges befindet sich Afghanistan in einer prekären Lage. Die afghanischen Streitkräfte leiden unter Ressourcenmangel, während die Regierung in Kabul weder Stabilität noch Sicherheit gewährleisten kann. Unter US-Präsident Donald Trump wird ein Sonderbeauftragter entsandt, um mit den Taliban einen Deal zu verhandeln. Dieser soll den Abzug der US-Truppen ermöglichen. Nach dem Rückzug der Vereinigten Staaten gewinnen die Taliban rasch an Boden. 2021 erobern sie eine Provinz nach der anderen. Die afghanische Armee, die jahrelang von der Unterstützung der USA abhängig war, bricht innerhalb weniger Monate weitgehend zusammen. Am 15. August 2021 erreichen die Taliban Kabul. Auf den Straßen herrscht Panik. Tausende Menschen drängen zum Flughafen und versuchen verzweifelt, das Land zu verlassen. Unter ihnen befinden sich auch hochrangige Regierungsvertreterinnen und -vertreter. Die Ministerin für Frauenangelegenheiten versucht, ihre Kinder zu trösten, während der Chef des Geheimdienstes alles daransetzt, nicht den Taliban in die Hände zu fallen. Nahe dem Präsidentenpalast fallen Schüsse. Präsident Aschraf Ghani, der zuvor erklärt hatte, Afghanistan nicht verlassen zu wollen, steht vor einer schweren Entscheidung: bleiben oder fliehen? Er verlässt gemeinsam mit seiner Frau das Land. Heute lebt Ghani im Exil - wie Millionen Afghaninnen und Afghanen weltweit. Viele trauern um ihre Heimat und die verpasste Chance auf eine andere Zukunft. Doch die Geschichte Afghanistans ist nicht zu Ende. Mit der Rückkehr der Taliban an die Macht stellt sich die Frage: Wie wird die Zukunft des Landes aussehen?

Belarus - Geschäfte mit einer Diktatur? 23:20

Belarus - Geschäfte mit einer Diktatur?

Dokumentation

Belarus liegt in Europa. Doch Präsident Alexander Lukaschenko hält das Land mit Angst und Repression unter Kontrolle: Tausende Regimegegnerinnen und Regimegegner sind inhaftiert, Oppositionelle im Exil, viele Familien auseinandergerissen. Die EU reagiert mit immer neuen Sanktionen. Doch wie wirksam sind diese Maßnahmen? Die Recherche folgt Investigativjournalisten und Dissidenten auf einer Spurensuche quer durch Europa. In Österreich und Deutschland sind es Möbel und Holzprodukte, die trotz Importverboten möglicherweise weiterhin aus Belarus stammen. In Wien ist ein Telekommunikationsunternehmen mit der Frage konfrontiert, wie sich im geschäftlichen Verhältnis mit einer Diktatur gesetzliche Vorgaben, unternehmerische Verantwortung und der Schutz von Menschenrechten vereinbaren lassen. Und in Polen stoßen Journalisten auf Hinweise zu Lieferketten für Chemikalien und Mikrochips, die als Zulieferung für Russlands Krieg gegen die Ukraine von Bedeutung sein könnten. Die Dokumentation macht deutlich, wie verschachtelte Lieferketten, Zwischenhändler und internationale Umwege es erschweren, die Sanktionen wirksam durchzusetzen. Gleichzeitig zeigt die Recherche die menschlichen Folgen des Systems: Ehemalige politische Gefangene schildern Erlebtes, Swetlana Tichanowskaja und andere Oppositionsvertreter appellieren an die Verantwortung Europas. Anstelle einfacher Schuldzuweisungen zeigt der Film Grauzonen zwischen Recht, Moral und Profit - und stellt eine unbequeme Frage: Welche Verantwortung tragen europäische Unternehmen, wenn sie in den Strukturen einer Diktatur agieren?