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TV Programm für ARTE am 15.08.2026

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See 04:00

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See: Senegal, Toubacouta

Abenteuer und Action

Der Katamaran "Nomade des Mers" dringt in den Mangrovenwald vor, der in den Deltas der Flüsse Saloum und Sine im Senegal liegt, wenige Kilometer nördlich der Grenze zu Gambia. Corentin kocht zweimal pro Tag für die Crew. Natürlich auf Holzfeuer - wie Milliarden andere Menschen auch. Dabei wird ihm bewusst, dass alleine für Kochfeuer enorm viel Holz verbraucht wird. Außerdem entwickelt ihr Kocher einen dichten, giftigen Qualm. Für Kochfeuer werden jedes Jahr weltweit Waldflächen gerodet, die der Größe Belgiens entsprechen. Der senegalesische Waldbestand ging in den letzten 50 Jahren um 40 Prozent zurück. Aber Corentin hat von einem Ersatzbrennstoff gehört: "grüne Kohle" aus Bioabfällen, zum Beispiel Reisstroh. Jean Goepp ist Gründer des Vereins Nébéday, der seit Jahren im Senegal grüne Kohle fördert. Er erklärt der Crew seine Methode für die Herstellung dieses revolutionären nachhaltigen Brennstoffs, außerdem dürfen sie Frauengruppen bei der Produktion zusehen. Sie erfahren: Grüne Kohle ist nachhaltig, natürlich und der Qualm macht nicht krank. Nun möchte die Crew wissen: Ist ein Kocher mit grüner Kohle auch für den Katamaran geeignet?

Karambolage 04:30

Karambolage: Barbapapa / Käsekästchen / Berliner Dächer

Magazin

Ein künstlerisches und humorvolles Spiel mit Klischees bietet dieses Magazin. In jeder Folge werden dabei bestimmte Eigenheiten der Franzosen und Deutschen unter die Lupe und auch aufs Korn genommen.

Verdammte Katze! 04:40

Verdammte Katze!: Puma oder nicht Puma

Animationsserie

Moustique ist frustriert: Irgendwie fühlt er sich nicht mehr wie der wilde, unbesiegbare Jäger von einst. Midlife-Crisis? Zähmung? Oder einfach nur ein Fall von "komplette Hauskatze"? Doch dann - just in dem Moment, in dem Stéphane es am wenigsten erwartet - beweist Moustique, dass das letzte Kapitel noch lange nicht beendet ist. In ihm steckt immer noch eine echte Raubkatze ...

28 Minuten 05:15

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

Heldinnen der Lüfte 06:05

Heldinnen der Lüfte: Mit dem Helikopter im Himalaya

Menschen

Priya Adhikari fliegt regelmäßig für eine kleine Fluggesellschaft in den Himalaya - das höchste Gebirge der Welt. Die 38-Jährige ist die einzige Frau in Nepal, die sich mit ihrem Helikopter in die gefährlichen Höhenlagen des Himalayas wagt. Nicht selten sind es Rettungseinsätze, um verunglückte Bergsteiger in Sicherheit zu bringen. Fliegen in Nepal ist gefährlich, in den Bergen kann das Wetter schnell kippen. Dennoch liebt Priya ihren Job. Ausgerechnet an Dashain, dem wichtigen nepalesischen Fest der Zusammengehörigkeit, hat die Pilotin einen Noteinsatz. Ihre Familie ist extra nach Kathmandu gekommen. Gemeinsam werden Momos, die traditionellen Teigtaschen, vorbereitet. Priya fehlt jedoch noch, wird sie es rechtzeitig zum Fest schaffen?

Auftrag Gerechtigkeit 06:35

Auftrag Gerechtigkeit: Wie viel Macht hat das Bundesverfassungsgericht?

Politik

Vor fast 75 Jahren, am 28. September 1951, wurde das Bundesverfassungsgericht gegründet. Dabei hat sich das Bundesverfassungsgericht nicht nur Freunde gemacht. Von Konrad Adenauer und Herbert Wehner zieht sich bis heute eine Linie von Kritikern aus der Politik, denen das Selbstbewusstsein der Karlsruher Verfassungsrichterinnen und Verfassungsrichter ein Dorn im Auge ist. Das Bundesverfassungsgericht kann Gesetze, die gegen das Grundgesetz verstoßen, für nichtig erklären. Aber geht das Gericht in seiner Auslegung nicht zu weit? Woher nimmt es die Legitimation, sich in gesellschaftliche Debatten einzumischen? Ist das Bundesverfassungsgericht gar eine "Schattenregierung" - ohne politisches Mandat? Das Bundesverfassungsgericht prägt seit knapp 75 Jahren die Geschicke der Bundesrepublik: sei es bei der Definition von Familie, dem Recht auf Leben, aber auch auf selbstbestimmtes Sterben, der Integration Europas oder beim Klimaschutz. Hat es mit solchen Grundsatzurteilen nicht auch zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands und zur Stabilität der deutschen Demokratie beigetragen? Die Dokumentation befragt Richterinnen und Richter nach ihrem Selbstverständnis: Wie gehen sie mit Macht und Verantwortung um? Wie reagieren sie auf die Kritik, die ihnen vor allem aus der Politik entgegenschlägt? Außerdem kommen Bürgerinnen und Bürger zu Wort, die den Gang nach Karlsruhe gewagt und wegweisende Grundsatzurteile errungen haben. Der Blick nach Frankreich und der Vergleich mit dem Conseil constitutionnel zeigen, wie beide Institutionen arbeiten und wie lebendig der Austausch ist - im Zeichen eines zusammenwachsenden Europas.

GEO Reportage 07:30

GEO Reportage: Australien: Wenn Kunst auf Silos trifft

Reportage

Als die kleine australische Stadt Northam vor ein paar Jahren beschloss, ihre großen, leerstehenden Weizensilos von einem lokalen Künstler bemalen zu lassen, ahnte noch niemand, was für ein Erfolg dies werden würde. Plötzlich strömten Touristen und Besucher aus allen Teilen des Landes herbei, und der kleine, bis dahin verschlafene Ort war plötzlich in aller Munde. Kein Wunder, dass bereits ein Jahr später eine andere Stadt nachzog und ihre Silos ebenfalls mit Alltagsszenen gestalten ließ. Inzwischen gibt es schon 44 dieser Riesenkunstwerke, die meisten davon auf einer mehr als 200 Kilometer langen Route, dem Silo Art Trail, dem Silo-Kunst-Pfad. Auch die Stadt Goroke will jetzt dazugehören. Die abgelegene 300-Seelen-Gemeinde möchte sich als jüngster Ort der größten Freiluft-Galerie der Welt anschließen. Die Motive haben die Einwohnerinnen und Einwohner selbst ausgesucht: einen Eisvogel, genauer einen Kookaburra oder Jägerliest, und eine Australische Elster, die im Deutschen auch Flötenkrähenstar genannt wird. Als Künstler entschied sich die Stadt für Geoffrey Carran, der bekannt ist für seine lebensechten Vogelporträts. Ein solch großes Gemälde hat Geoffrey bisher noch nie gemalt, und so ist dieser Open-Air-Auftrag auch für ihn eine Herausforderung. Nicht nur die Größe der stillgelegten Weizensilos muss nämlich in Betracht gezogen werden, sondern auch die Komposition der Bilder ist wichtig. Schnell merkt Geoffrey, dass er mit den beiden Vögeln allein nicht auskommt. Und so will er nun noch einen dritten Vogel malen: einen Rosakakadu, der sich harmonisch zwischen die anderen beiden einfügt.

360° Reportage 08:20

360° Reportage: Yabusame: Japans Samurai-Ladys

Reportage

Ayuko Kamimura gehört zu den besten Yabusame-Schützen der Welt. Seit ihr Vater vor 22 Jahren Yabusame als Sport neu erfunden hat, ist die 51-Jährige dabei. Ayuko, von allen Amy genannt, ist die erste und bislang einzige Frau, die selbst von den erzkonservativen männlichen Bewahrern der religiösen Yabusame-Zeremonien als Lehrmeisterin anerkannt wird. Ihr Bogen ist knapp zwei Meter lang. Nirgendwo sonst auf der Welt nutzen berittene Schützen so lange Bögen. Einmal im Jahr organisiert sie das Sakura-Turnier, das einzige reine Frauen-Event im Yabusame-Sport. In diesem Jahr will sie dort zum letzten Mal vor großem Publikum auftreten, bevor sie den Platz für talentierte Amazonen der jungen Generation räumt. Die Regeln für den Wettkampf sind genau vorgeschrieben: Für eine 100 Meter lange Strecke darf Amy maximal zwölf Sekunden brauchen. Drei Mal muss sie dabei auf eine Scheibe schießen. Treffer, Zeit und Eleganz entscheiden über den Sieg. Die Trainingsstunden vor dem Wettkampf sind auch ein Testlauf für Amys beste Schülerinnen. Die Suche nach einer Nachfolgerin liegt ihr besonders am Herzen. Die 20-jährige Aoi Fuse hätte das Zeug zu einer Samurai-Meisterin der nächsten Generation. Fünf Mal hat sie bereits den Titel in der höchsten Klasse, der Profiliga, gewonnen. Aber behält sie auch in diesem Jahr die Nerven, wenn es um alles geht? Ausnahmetalent Eri Sakuraba dagegen wird im Frühling zum ersten Mal in der Profiliga antreten. In den unteren Klassen hat die 14-Jährige schon als Grundschülerin alle Pokale abgeräumt. Wie aber wird sie bei ihrem ersten großen Wettkampf abschneiden ..?

Stadt Land Kunst Spezial 09:15

Stadt Land Kunst Spezial: Schottland

Magazin

(1): Schottland: Monty Python und der Heilige Gral (2): Schottland: Schatz der Highlands (3): Schottland: Eine verhängnisvolle Mahlzeit

Stadt Land Kunst Spezial 10:00

Stadt Land Kunst Spezial: Guatemala

Magazin

(1): Aldous Huxleys "Schöne neue Welt" in Guatemala (2): Guatemala: Vom Mais gesegnet (3): Guatemala: Carmens Salat aus roten Bohnen (4): Guatemala: Der geheimnisvolle Archäologe

Zu Tisch 10:50

Zu Tisch: San Sebastián, Spanien

Essen und Trinken

San Sebastián ist nicht nur berühmt für seine schönen Strände und die historische Altstadt, sondern auch für seine vorzügliche Gastronomie und die frischen Produkte aus dem spanischen Hinterland. Die kunstvoll zubereiteten Pintxos stechen dabei besonders hervor. Mari Arocena und Raúl Calvo essen und kochen gerne traditionelle Gerichte wie zum Beispiel überbackene Teufelskrabbe oder Tintenfisch an Sepiasoße. In ihrer Freizeit tauschen sich die beiden über Kochrezepte aus und geben Tipps an Freunde weiter. Jetzt wollen sie sich in einem Pintxo-Wettbewerb messen. Nach einer inspirierenden Tour durch die Pintxo-Bars der Altstadt treffen sich Mari und Raúl mit Freunden auf einem Caserío, einem baskischen Bauernhof, um einen Pintxo ihrer Wahl zuzubereiten. Wer wird als Sieger hervorgehen?

Kenia - Dem Regen hinterher 11:15

Kenia - Dem Regen hinterher: Nach der Sintflut

Tiere

In den kenianischen Naturschutzgebieten entscheidet Wasser über Leben und Tod. Dies zeigt sich am Beispiel von drei Tieren, die in der größten Dürre seit 20 Jahren ums nackte Überleben kämpfen. Jede der drei Hauptprotagonistinnen der Doku-Serie führt eine matriarchalisch organisierte Gruppe an. Die Geschichte beginnt unmittelbar nach Ende der Regenzeit. Im Samburu-Nationalreservat führt der Fluss Uaso Nyiro noch ausreichend Wasser und die Elefanten lassen es sich in der sattgrünen Landschaft gut gehen. Doch die Niederschläge waren schwach, und mit der üppigen Vegetation wird es bald vorbei sein. Schnell macht der Wassermangel der "Königsfamilie", wie sie von den Forschenden genannt wird, und anderen Elefantenherden zu schaffen. Anastasia, die Matriarchin des 80 Tiere umfassenden Clans, muss schwierige Entscheidungen treffen, um ihre Herde am Leben zu erhalten. Weiter südlich dagegen, ganz in der Nähe des Nationalparks Maasai Mara, hat es im Naboisho-Refugium stärker geregnet. Fünf Gepardenmännchen versuchen, Gnus zu fangen. Währenddessen schützt die Gepardin Kuleta ihre vier Neugeborenen vor den ständig lauernden Hyänen. In der Nähe des Mount-Kenya-Massivs, auf der Laikipia-Hochebene, kommt die Matriarchin Phoenix, eine Afrikanische Wildhündin, zusammen mit ihren fünf Jungen aus ihrer Höhle. Die Ebene trocknet aus, doch der Nachwuchs kann sich der Meute noch nicht zum Jagen anschließen - für Phoenix und ihre Jungen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. In Naboisho ist Kuleta erfolgreich von der Jagd zurückgekehrt, doch dann pirscht sich eine Hyäne an sie heran. In Laikipia haben Phoenix' Junge schnelle Fortschritte gemacht und sind zur Meute zurückgekehrt, um der wachsenden Trockenheit zu entfliehen. In Samburu ist der Fluss inzwischen ausgetrocknet und Anastasia beschließt, ihren Clan in die Trockengebiete des Nordens zu führen.

Kenia - Dem Regen hinterher 12:00

Kenia - Dem Regen hinterher: Erde und Staub

Tiere

Drei Gruppen von Tierfamilien, jeweils angeführt von einem Weibchen, sind mit der größten Dürre seit 20 Jahren konfrontiert. In Samburu ist der Fluss völlig ausgetrocknet. Zum Glück findet die Elefantenherde mit ihren Rüsseln eine Quelle im Flussbett. In Laikipia passt sich die Afrikanische Wildhündin Phoenix bereits der Trockenheit an. Während andere Fressfeinde der Meute Konkurrenz machen, geht das Rudel auf die Suche nach neuen Jagdgründen. Auf der anderen Seite des Flusses findet es üppigere Vegetation, doch eine Hyänenhorde hat sich an die Hunde herangepirscht. Werden sie dort bleiben können? In Naboisho sucht die Gepardin Kuleta neue Beute für sich und ihren vierköpfigen Wurf. Aufgrund der Trockenheit sind viele Tiere geflohen. Als sie endlich ein Jagdrevier entdeckt hat, muss sie feststellen, dass es schon von Löwen besetzt ist - gefährliche Gesellschaft für eine Geparden-Familie. Während die Trockenheit zunimmt, bekommen die Elefanten Konkurrenz an ihrem Brunnen im Flussbett und müssen sich zurückziehen. Für Kuleta geht es schlecht aus, als eines ihrer Jungen verschwindet. Sie sucht es vergeblich: Ihr Baby wurde von einem Löwen getötet. Zu Phoenix' großer Erleichterung fällt in Laikipia ein Schauer.

Kenia - Dem Regen hinterher 12:45

Kenia - Dem Regen hinterher: Erlösung

Tiere

In Samburu hat die Elefantenherde Zuwachs bekommen. Die beiden Kälber und ihre Mütter trennen sich vom Clan. So wollen sie ihre Chancen erhöhen und suchen in der ausgetrockneten Ebene Nahrung. Doch die Ernte ist mager. Die Wildhündin Phoenix erkundet die Gegend, um nach dem plötzlichen Verschwinden des Alpha-Männchens einen Nachfolger zu finden. Die Matriarchin führt ihre Meute zurück auf das angestammte Gebiet. Das erkrankte Männchen ist wieder genesen. Nun erwartet die Matriarchin neuen Nachwuchs. Kuleta und ihre Jungen weichen der Konkurrenz durch zwei männliche Geparde, können jedoch ihr zwischenzeitlich von Hyänen besetztes Gebiet zurückerobern. Endlich regnet es wieder, doch in Zukunft wird der Klimawandel die Tiere zwingen, immer mehr Erfindungsgeist, Resilienz und Mut zu beweisen.

Kenia - Dem Regen hinterher 13:30

Kenia - Dem Regen hinterher: Making-of

Tiere

Dem Regen hinterher: Die vierte Folge gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Dokumentationsreihe. In Samburu erläutert das Team von "Save the Elephants", wie man die Fortbewegung der Tiere mittels GPS-Halsbändern verfolgt. Durch dieses System kann das Drehteam jeden Elefanten einzeln orten. Außerdem patrouillieren Frauen aus der Umgebung auf den üblichen Wegen der Dickhäuter, um drohende Gebietskonflikte zwischen Elefanten und Schäferhunden weitestmöglich vorherzusehen. In Laikipia arbeitet das Dokumentarfilm-Team mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Mpala-Forschungszentrums. Sie erstellen eine Langzeitstudie über eine der seltenen, in Nordkenia lebenden Meuten von Afrikanischen Wildhunden. Die Arbeit für das Team gestaltet sich jedoch schwieriger als die mit den Elefanten. Der Grund: Die Wildhunde können nämlich bei der Jagd mehr als 20 Kilometer pro Tag zurücklegen. Um Einblick in deren verborgene Welt zu erhalten, wurden zwei Drehteams gebildet und eine Drohne eingesetzt. Dank des Zusammenspiels von Wissenschaft, Logistik und Tracking-Kenntnissen gelang es, die Flussüberquerung der Wildhunde einzufangen - eine der schönsten Szenen der Serie. In Naboisho haben sich Schäfer der Umgebung zusammengetan, um ein Reservat zu schaffen, in dem wilde Tiere und Vieh harmonisch zusammenleben können. Das Drehteam knüpft schnell Kontakte mit der jungen Gepard-Mutter Kuleta, die ihren Nachwuchs in dieser Dürreperiode zu schützen versucht. Die Folge zeigt auch die Abenteuer des Teams während der ganzen Trockenzeit und fängt das überwältigende Gefühl ein, als endlich wieder Regen fällt und die Region zu neuem Leben erwacht.

Das Biest muss sterben 14:15

Das Biest muss sterben

Thriller

Bretagne, Ende der 60er Jahre: Der neunjährige Sohn des Schriftstellers Charles Thénier wird von einem rücksichtslosen Autofahrer totgefahren. Der verwitwete Thénier will Vergeltung und schwört sich, den Fahrer zu finden und ebenfalls zu töten. Besessen von diesem Gedanken notiert er seine Pläne minuziös in ein Tagebuch. Als Drehbuchautor getarnt nimmt er Kontakt zur Schauspielerin Hélène Lanson auf, die eine der Hauptzeuginnen ist. Er reist nach Paris. Es beginnt eine Liebesbeziehung, in deren Verlauf sich herausstellt, dass Hélènes Schwager, Paul Decourt, das Auto fuhr. Charles lernt die ganze Familie kennen und es wird immer deutlicher, dass er nicht der Einzige ist, der den Schwager gern tot sehen würde. Decourt ist als herzloser Mann und Vater bei seinem Umfeld nicht gerade beliebt. Mit wachsender Nähe zu den Familienmitgliedern beginnt für Thénier ein enormer emotionaler Konflikt, bis er sich durch einen unerwarteten Zwischenfall zu handeln gezwungen sieht ... Claude Chabrol nimmt sich in einem seiner berühmtesten Filme viel Zeit für die feinfühlige Inszenierung seiner vielschichtigen Charaktere und deren seelische Abgründe.

Superbeben 16:05

Superbeben

Dokumentation

Wenn die Erde ihre Spannung entlädt, brechen Städte auseinander, Küsten verschwinden im Meer, Feuer, Tsunamis und Erdrutsche verwandeln ganze Regionen in Trümmerlandschaften. Zurück bleiben Verletzte, Tote, Millionen Obdachlose - und das Gefühl absoluter Ohnmacht. Erdbeben erinnern uns an die Ungezähmtheit dieses Planeten. Ein Grollen aus der Tiefe, das sagt: Ihr seid Gäste, nicht Erbauer. Seit Jahrzehnten versuchen Forschende, diese Extrembeben zu verstehen. Mit Hightech, Simulationen und Frühwarnsystemen. Doch trotz aller Fortschritte bleibt eine bittere Gewissheit: Erdbeben lassen sich nicht vorhersagen - und womöglich nie beherrschen. Der Moment, in dem der Boden reißt, kommt ohne Warnung. Dann zählt jede Sekunde. Menschen gehen unterschiedlich mit dieser Bedrohung um. In Japan setzt man auf kollektive Disziplin: Katastrophenschutzübungen von Kindesbeinen an, erdbebensichere Architektur, Warnsysteme, die wertvolle Sekunden Vorsprung verschaffen. In den USA vertrauen viele auf individuelle Vorsorge und Rückzugsorte. In Neapel, wo die Erde täglich bebt, bleibt im Zweifel oft nur der Glaube. Doch so verschieden die Strategien sind - sie alle stoßen an ihre Grenzen. Denn ein einziges Superbeben genügt, um Fortschritt, Sicherheit und Gewissheiten in Staub zu verwandeln. Der Dokumentarfilm nähert sich dem Phänomen der Superbeben aus menschlicher Perspektive - und verbindet persönliche Schicksale mit den wissenschaftlichen Hintergründen eines der gefährlichsten Naturereignisse unserer Welt.

ARTE Reportage 17:40

ARTE Reportage: Liberia / Bougainville

Dokumentation

(1) Liberia: Zwei Bürgerkriege zwischen 1989 und 2003 haben das Land zerstört. Viele Menschen versuchen zu vergessen, indem sie die Droge "Kush" konsumieren. Jeder vierte junge Liberianer soll davon abhängig sein. (2) Bougainville: Die mitten im Pazifik gelegene Insel soll bis zum 1. September 2027 ihre Unabhängigkeit erlangen und damit das 194. Land der Welt werden.

Die fünf Geschlechter von Sulawesi 18:35

Die fünf Geschlechter von Sulawesi

Dokumentation

In einer ländlichen Region im Südwesten der Insel Sulawesi existiert die uralte indigene Lebensweise der Bugis, in der es nicht zwei, sondern fünf Geschlechter gibt. Männer, Frauen, Transmänner, Transfrauen und die geschlechtsübergreifenden Bissu. Um als Bissu zu gelten, müssen diejenigen, die sowohl Mann als auch Frau in sich zu tragen, eine spirituelle Ausbildung durchlaufen und streng enthaltsam leben. Die Bissu waren einst die rechte Hand des Königs und für die spirituelle Führung der Gemeinde zuständig. Heutzutage sind die meisten Menschen in der Region zum Islam konvertiert, während eine kleine, aber schrumpfende Zahl von Menschen, an der Lebensweise der Bugis festhält. Früher gab es in Südsulawesi viele Bissu in jedem Dorf, heute sind es in Segeri nur noch vier. Sie leben umgeben von einer Gemeinschaft von Transmännern, Transfrauen und anderen, die die indigenen Bräuche noch schätzen. Bissu Eka gehört mit Mitte 40 zu den jüngsten Bissu, ist aber damit konfrontiert das Bissu Leben aufzugeben und sich dem neuen gesellschaftlichen Druck anzupassen. Auch Bissu Nisas Leben ist komplizierter geworden, doch einmal im Jahr ist immer noch alles so wie immer: wenn Mappalili gefeiert wird, die letzte Bugis-Zeremonie, die im Dorf noch regelmäßig stattfindet, und das wichtigste Ereignis des Jahres. Dann werden drei Tage und Nächte spirituelle Rituale durchgeführt, um eine gute Ernte zu haben. "Die fünf Geschlechter von Sulawesi" taucht in das Leben dieses Dorfes ein und konzentriert sich dabei auf die miteinander verwobenen Geschichten von zwei der letzten verbliebenen Bissu.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Tracks East 19:40

Tracks East: Russlands neue Normalität

Reportagereihe

Das Leben in Russland hat sich der Invasion in die Ukraine am 24. Februar 2022 tiefgreifend verändert - es ist eine neue Normalität eingetreten. Die anfängliche Aufregung ist einer seltsamen Ruhe gewichen: Der Ausnahmezustand ist Alltag geworden. So auch in einem Dorf im Norden Russlands, fernab der Front. Die Menschen führen zwar ihr Leben weiter, doch der Krieg zeigt sich auch hier - durch die ankommenden Särge. Für viele wird spürbar, dass der Krieg real ist, dass Söhne, Ehemänner und Väter nicht zurückkehren. Und mit dem Tod kommt auch viel Geld - sogenannte Entschädigungszahlungen des Staates, die im Volksmund nur noch als "Sarg-Geld" bezeichnet werden. In den ärmeren Regionen Russlands bedeutet das Sarg-Geld von bis zu 14 Millionen Rubel - fast 165.000 Euro - eine massive wirtschaftliche Veränderung. Familien, die zuvor kaum über die Runden kamen, kaufen sich plötzlich Immobilien, teure Autos oder Pelzmäntel. Und kurbeln damit die regionale Wirtschaft an. Für viele wird die Aussicht auf Entschädigung zur wirtschaftlichen Perspektive - ein perfides System, das Leben in Rubel umrechnet.

Das Geheimnis von Santorini 20:15

Das Geheimnis von Santorini

Dokumentarfilm

Es ist eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Expeditionen des 21. Jahrhunderts: Nach sechs Jahren Vorbereitung geht ein internationales Team aus acht Nationen an Bord des Forschungsschiffes "JOIDES Resolution". Ihr Ziel ist einer der explosivsten Vulkane der Welt - die griechische Insel Santorini. Die Expedition IODP 398 soll die Eruptionsgeschichte des Vulkans erstmals unter Wasser untersuchen. Kilometerlange Bohrkerne aus dem Herzen der Caldera sollen Aufschluss über das Alter des Vulkans und sein Verhalten geben. Vor rund 3.600 Jahren zerriss eine Eruption, größer als die von Pompeji, die Insel und überzog das östliche Mittelmeer mit einer dicken Ascheschicht. Ist es möglich, dass dieser Ausbruch das Ende der Minoer einläutete, der ersten Hochkultur Europas? Archäologen erkunden antike Stätten in der Ägäis und finden neue Hinweise auf das Ausmaß der Zerstörung. Ein spektakulärer Fund an der türkischen Küste zeigt, wie weitreichend die Folgen des Vulkanausbruchs waren - selbst weit entfernte Regionen blieben nicht verschont. An Land haben Wind und Wetter im Laufe der Jahrtausende viele Spuren verwischt. Deshalb hoffen die Wissenschaftler, durch Bohrungen im Meeresboden neue Erkenntnisse über das komplexe Verhalten des Vulkans zu gewinnen. Ziel der Expedition ist es, die vulkanische Geschichte Santorinis zu entschlüsseln und fundierte Prognosen für die Zukunft dieses beliebten Reiseziels im Mittelmeer zu erstellen. Es ist das erste Mal, dass die Geschichte eines Vulkans in solcher Detailfülle untersucht wird. Die Ergebnisse geben neue Einblicke in das Verhalten von Vulkanen - weltweit.

Gefährliche Wetterextreme - Dürre und Starkregen 21:40

Gefährliche Wetterextreme - Dürre und Starkregen

Dokumentation

Der Klimawandel hat gravierende Folgen für Mensch und Natur. Flüsse, Wälder, Gletscher, Grundwasser, selbst unsere Äcker und das Leben auf dem Land und in den Städten - alles verändert sich, wenn sich die Erde erwärmt. Das volle Ausmaß dieser Veränderungen ist dabei noch gar nicht bekannt. Der Grund allerdings schon sehr lange: Im Jahr 1834 hat der französische Physiker Émile Clapeyron nachgewiesen: Wärmere Luft hat andere Eigenschaften als kalte. Die aktuell auftretenden direkten Folgen dieser alten Erkenntnis sind die Veränderungen des Wetters. Trockenphasen und Starkregenereignisse werden häufiger und extremer. Sie wüten oft nacheinander in identischen Regionen. Im Wechsel verändern die Wetterphänomene die Lebensräume schneller und auch grundlegender als bisher angenommen - mit fatalen Folgen. Sie verstärken das Artensterben und gefährden den Zugang zu sauberem Wasser und zu Nahrungsmitteln. Weder die Natur noch die Städte und die Gesellschaft sind auf das Tempo der Veränderungen vorbereitet. Filmemacher Torsten Mehltretter hat sich auf Spurensuche begeben und unterschiedliche Wissenschaftler getroffen, die sich mit den Wechselwirkungen beschäftigen. Ihre Erkenntnisse sind beängstigend. An den Gletschern in 3.000 Metern Höhe sind die Folgen genauso zu beobachten wie in Flussbetten und in unterirdischen Grundwasservorkommen. Auch in der Arbeitswelt werden sie inzwischen regelmäßig zum Problem. Noch aber ist Zeit, um auf die Wetterextreme zu reagieren - sofern ihre Weiterentwicklung gebremst und der Ausstoß von Treibhausgasen endlich gestoppt wird.

Die Macht des Rings 22:35

Die Macht des Rings: 150 Jahre Ring des Nibelungen

Dokumentation

Seit der Uraufführung 1876 in Bayreuth zieht Richard Wagners "Ring des Nibelungen" das Publikum in seinen Bann - als Musikmonument, mythisches Welttheater und Werk permanenter Neudeutung. Zugleich bleibt der "Ring" hoch umstritten: Kaum ein anderes Musikdrama ist so stark mit ästhetischen, politischen und kulturellen Zuschreibungen aufgeladen. Die Dokumentation "Die Macht des Rings" erzählt von Wagners Vision eines radikalen Gesamtkunstwerks, das Musik, Dichtung, Bühne und Mythos zu einer neuen Kunstform verschmelzen sollte. Die Dokumentation verfolgt die Wirkungsgeschichte dieses Projekts von seiner Entstehung im 19. Jahrhundert über die ideologische Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten bis zu seiner popkulturellen Aneignung in Hollywood und der enthusiastischen Rezeption im Heavy Metal. Zugleich zeigt die Dokumentation die Spannbreite der Inszenierungsgeschichte: vom legendären "Jahrhundert-Ring" von Regisseur Patrice Chéreau und Dirigent Pierre Boulez, der 1976 in Bayreuth einen Paradigmenwechsel auslöste, bis zu experimentellen Formen der Gegenwart. Immer wieder erweist sich der "Ring" auch als Spiegel seiner Zeit - offen für historische Brüche, ästhetische Innovationen und neue Deutungen. So spannt die Dokumentation den Bogen bis zur KI-gestützten Bayreuther Inszenierung 2026 und veranschaulicht: Jede Generation entdeckt ihren eigenen "Ring", deutet ihn um und reflektiert ihn aus zeitgenössischer Perspektive.

Richard Wagner: Das Rheingold 23:35

Richard Wagner: Das Rheingold

Oper

Die Handlung um Götter, Riesen und das verzauberte Rheingold wird in diesem radikalen Narrativ des "Rheingold" um die Suche nach neuen Idealen erweitert. Die zentralen Themen von Richard Wagners Musikdrama um Macht, Verlust, Begehren und Hoffnung verknüpft Serebrennikov in seiner Erzählform mit der Frage nach Identität und einem Neuanfang in einer brüchigen ökologischen und kulturellen Welt - und öffnet sie so einem heutigen Publikum. Kirill Serebrennikow verfolgt einen Deutungsansatz, der archaische Elemente des Wagnermythos' mit Bildwelten und kulturellen Artefakten aus unterschiedlichen Traditionen verwebt. Zur Konzeption gehören neben zusätzlichen, doubelnden Darstellern imposante Ausstattungsimporte aus Afrika. Feuergott Loge trägt einen knallbunten Rock, zaubert beim Erzählen schwarzafrikanische Holzplastiken aus einem Zelt hervor. Die Bewegungen tanzender Performer sind an kongolesische Tänze und Breakdance adaptiert. Endzeitstimmung vermitteln mobile Projektionen mit Szenen eines in Island gedrehten Films, in dem Alberich einsam über eine öde Landschaft aus Lava, Geröll und Eis jagt. Kein Rhein, keine Rheintöchter - Serebrennikovs Regie-Version bewegt sich in Maximalkontrasten: Nord - Süd, Feuer - Eis, Kälte - Hitze. Es entsteht ein transkulturelles Gesamtkunstwerk, das einen Bogen spannt über Kontinente und Zeiten, um Wagners Musik eine mehrschichtige Dimension zu geben. Der renommierte Liedsänger Christian Gerhaher verkörpert in Salzburg den Rheingold-Wotan. Leigh Melrose singt die Rolle des Alberich und Brenton Ryan brilliert als wendiger Loge.