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TV Programm für ARTE am 10.08.2026

Waldbrände verhindern, aber wie? 05:00

Waldbrände verhindern, aber wie?

Dokumentation

Wälder, Felder und Weinberge verbrennen in kürzester Zeit. Ein sich rasch ausbreitender Großbrand im Département Aude hält im August 2025 Frankreich in Atem. Mehr als 16.000 Hektar Land entzünden die Flammen. Ein Großaufgebot von 2.000 Feuerwehrkräften mit rund 600 Fahrzeugen sowie Löschflugzeugen und Hubschraubern versucht, das Feuer in den Griff zu bekommen. Kurz darauf steht Spaniens bergiger Norden in Flammen. Eine lange Trockenperiode, Temperaturen von über 40 Grad und starke Winde führten zu einer besorgniserregend schnellen Ausbreitung der Brände im trockenen Terrain. Wege müssen gebahnt und Schneisen geschlagen werden. Viele Gebiete sind allerdings nur per Helikopter erreichbar. Es ist die gefährlichste Brandsaison seit 30 Jahren. Besonders bedroht ist die Region Attika bei Athen - Europas Brand-Hotspot. Nordöstlich der Stadt grenzen dichtbesiedelte Gebiete an bewaldete Zonen, die immer wieder durch Feuer zerstört werden. Heute ist von der Katastrophe, die im Juli 2018 im Küstenort Mati geschah, kaum mehr etwas zu sehen. Seitdem überwachen hunderte Freiwillige die Umgebung. Wenn irgendwo Rauch aufsteigt, schlagen sie Alarm. Gleichzeitig entwickeln Forschende im Zentrum für Forst und Technik CTFC im katalonischen Solsona Maßnahmen zur Prävention, um den Betroffenen in den Risikogebieten zu helfen. In Zeiten des Klimawandels fordern sie, gefährdete Landschaften schnell zu verändern. Durch Wassermangel geben viele Bauern ihre Landwirtschaft auf, die Jungen ziehen weg und die verwaisten Flächen verstärken die Brandgefahr - ein Teufelskreis.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Wilde Waterkant, Nordfriesland und seine Gänse

Reportage

Noch vor 50 Jahren waren Nonnengänse vom Aussterben bedroht. Heute gibt es wieder Hunderttausende. Brüteten sie früher nur in den Polargebieten, sind sie inzwischen auch an der Ostsee und selbst an Norddeutschlands Westküste zu finden. Was Biologen und Naturschützer extrem freut, alarmiert jedoch zunehmend viele Landwirte. Denn die Vögel richten erheblichen Schaden auf ihren Feldern an. Und nicht nur das: Während die Tiere früher in Nordfriesland nur als Kurzzeitgäste zu Besuch waren, bleiben einige von ihnen inzwischen den ganzen Sommer hier. Und vermehren sich dank strikter Schutzmaßnahmen prächtig. In den Augen vieler Bauern sind die inzwischen nicht mehr gerechtfertigt. Sie fordern eine Bejagung und wollen notfalls selbst zum Gewehr greifen. Das wollen Naturschützer und Vogelliebhaber verhindern. Einer davon ist Martin Kühn, Ranger im Nationalpark Wattenmeer. Doch wie könnte schlussendlich ein Kompromiss für beide Seiten aussehen?

Zu Tisch 06:50

Zu Tisch: Maremma, Italien

Essen und Trinken

Die Rinder der Maremma leben das ganze Jahr über auf der Weide. Die großen Tiere mit dem weiß-grauen Fell und riesigen Hörnern haben wenig Kontakt zum Menschen und bringen sogar ihre Kälber draußen zur Welt. Schon zu Cäsars Zeiten - lange vor den nordamerikanischen Cowboys - kümmerten sich sogenannte Butteri - berittene Kuhhirten - um große Rinderherden, die damals hungrige Legionäre ernährten. Marco Mariotti möchte die Rasse erhalten und hat mittlerweile eine Herde von rund 150 Rindern, die weitgehend wild lebt. Diese Art der Haltung trägt zur Qualität des Fleisches bei, das besonders mager ist. Auf den Tisch der Butteri kommen nicht nur Rindfleischgerichte wie Kutteln oder Kalbsmedaillons nach Pizzabäcker-Art, sondern auch Panzanella-Salat, Spaghetti Carbonara und als Dessert Ricotta-Mousse.

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Madagaskar / Ariège / Japan

Magazin

(1): Das ungeschönte Madagaskar von Nicolas Fargues (2): Die Ariège, Land der Utopie (3): Brasilien: Seokas Fisch mit Chili (4): Japan: Jagd auf Schwerter

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Robert Desnos' Burgund / Kananda / Spanien

Magazin

(1): Robert Desnos und die Freuden des Burgunds (2): Kanada: Ein See mit tragischer Geschichte (3): Griechenland: Diamandos Gemüsepuffer (4): Spanien: Königliche Schwermut

Spionagefall Robert Oppenheimer 08:55

Spionagefall Robert Oppenheimer

Dokumentation

Die Entwicklung der amerikanischen Atombombe in Los Alamos verlief unter strengster Geheimhaltung. Trotzdem wurde das Projekt "Manhattan" von Spionen beider Seiten bespitzelt. Das FBI beschattete den Leiter der Operation, Robert Oppenheimer, bereits seit seiner Zeit als Professor in Berkeley und setzte dies auch in Los Alamos und in den Jahren danach fort, als er sich für eine internationale Kontrolle der Atomwaffen einsetzte. In der Anhörung durch die Atomenergiekommission, die damit endete, dass Oppenheimer der Zugang zu atomaren Geheimnissen entzogen wurde, versorgte das FBI die Anklage mit über 7.000 Seiten Abhörprotokollen - und verwanzte obendrein während des ganzen Verfahrens das Telefon seiner Anwälte. Doch auch die Gegenseite hatte ihn im Visier. Der deutsche Physiker Klaus Fuchs, ein enger Mitarbeiter Oppenheimers, spionierte für die Sowjetunion in Los Alamos. Außer ihm waren noch drei weitere Spione am "Manhattan Project" beteiligt. Theodore Alvin Hall, Deckname MLAD, übergab schon 1944 wichtiges Material über die Implosionsmethode und andere Aspekte der Konstruktion einer Atombombe an die Sowjetunion. Er wurde bereits 1950 verdächtigt, bestritt aber zu jener Zeit alle Anschuldigungen und wurde nie verurteilt. Der letzte der russischen Spione, Oscar Seborer, wurde erst vor wenigen Jahren enttarnt. Der Dokumentarfilm rekonstruiert, wie das Klima des Misstrauens und die Beschattung durch beide Seiten die Entwicklung der Atombombe beeinflusste, wie der Mensch Oppenheimer davon geprägt wurde und was das für den sich entwickelnden Kalten Krieg bedeutete.

Europa, von wegen wild! 10:25

Europa, von wegen wild!: Die schottischen Highlands

Dokumentation

Seit Jahrtausenden prägt der Mensch die Landschaften Europas. Die vierteilige Dokumentationsreihe "Europa, von wegen wild!" geht der Entwicklung von vier Regionen nach, in denen Mensch und Natur in fragilem Gleichgewicht leben. Historiker, Archäologen und Biologen erforschen den Einfluss der Menschen auf die scheinbar unberührte Natur. Die Highlands in Schottland wurden durch Schnee und Stürme geformt und erstrecken sich über 25.000 Quadratkilometer. Sie sind bedeckt von Heide- und Graslandschaften sowie dichten Nadelwäldern. Sinnbildlich stehen sie für das wilde Schottland und werden doch seit über 8.000 Jahren von Menschen geprägt. Ein Beispiel dafür sind die typischen Heidelandschaften, die erst im Laufe der Zeit und aufgrund von menschlichen Eingriffen in die Natur entstanden sind. Die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts machen allerdings auch vor den Highlands nicht halt. Die Landschaft verändert sich, sie wird vielfältiger und widerstandsfähiger. Es liegt an den Bewohnerinnen und Bewohnern, wie die Zukunft der Region aussehen soll ...

Europa, von wegen wild! 11:10

Europa, von wegen wild!: Die spanische Dehesa

Dokumentation

Seit Jahrtausenden prägt der Mensch die Landschaften Europas. Die vierteilige Dokumentationsreihe "Europa, von wegen wild!" geht der Entwicklung von vier Regionen nach, in denen Mensch und Natur in fragilem Gleichgewicht leben. Historiker, Archäologen und Biologen erforschen den Einfluss der Menschen auf die scheinbar unberührte Natur. Die Dehesa im spanischen Südwesten lässt die Herzen von Naturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern weltweit höherschlagen. Wegen ihrer Ähnlichkeit zu afrikanischen Landschaften trägt sie den Spitznamen "europäische Savanne". In keiner anderen Region des alten Kontinents finden sich mehr gefährdete Arten oder eine größere Dichte an Greifvögeln. Bäume, Nahrung, Wasser, Schatten - die idealen Bedingungen in der Dehesa sorgten für die Herausbildung dieser außergewöhnlichen Artenvielfalt. Und ausgerechnet hier gelang es den Menschen, das weitläufigste Agroforstsystem Europas zu schaffen. Es umfasst drei Landschaftsarten: Wiesen mit vereinzelten Eichenhainen, Weideflächen für die Viehzucht und bewirtschaftete Gebiete, in denen Gras gesät wird, damit die Tiere trotz des ungünstigen mediterranen Klimas und der nährstoffarmen Böden genügend Futter finden. Wie wirkt sich das auf die Vielfalt aus?

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Chicago: Hot Dog

Essen und Trinken

(1): Hot Dog mit Glücksrezept: Chicago-Style (2): Nostalgiegeschmack: Sofi - von Chicago nach Bordeaux (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Spanien / Brasilien / Toulouse

Magazin

(1): Spanien: Die versunkenen Dörfer von Julio Llamazares (2): Brasilien: Die rebellischen Sounds des Funk Carioca (3): Papua-Neuguinea: Dorotheas Sago-Stäbchen (4): Toulouse: Die blutrote rosa Stadt

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Roger Michells Notting Hill / Alentejo / Paris

Magazin

(1): Liebe auf den ersten Blick in Notting Hill (2): Alentejo: Weine mit Geschichte (3): Schweiz: Nicolas' Arvenholzsuppe (4): Paris: Von der Heilanstalt ins Moulin Rouge

Das Biest muss sterben 14:00

Das Biest muss sterben

Thriller

Bretagne, Ende der 60er Jahre: Der neunjährige Sohn des Schriftstellers Charles Thénier wird von einem rücksichtslosen Autofahrer totgefahren. Der verwitwete Thénier will Vergeltung und schwört sich, den Fahrer zu finden und ebenfalls zu töten. Besessen von diesem Gedanken notiert er seine Pläne minuziös in ein Tagebuch. Als Drehbuchautor getarnt nimmt er Kontakt zur Schauspielerin Hélène Lanson auf, die eine der Hauptzeuginnen ist. Er reist nach Paris. Es beginnt eine Liebesbeziehung, in deren Verlauf sich herausstellt, dass Hélènes Schwager, Paul Decourt, das Auto fuhr. Charles lernt die ganze Familie kennen und es wird immer deutlicher, dass er nicht der Einzige ist, der den Schwager gern tot sehen würde. Decourt ist als herzloser Mann und Vater bei seinem Umfeld nicht gerade beliebt. Mit wachsender Nähe zu den Familienmitgliedern beginnt für Thénier ein enormer emotionaler Konflikt, bis er sich durch einen unerwarteten Zwischenfall zu handeln gezwungen sieht ... Claude Chabrol nimmt sich in einem seiner berühmtesten Filme viel Zeit für die feinfühlige Inszenierung seiner vielschichtigen Charaktere und deren seelische Abgründe.

Abenteuer Archäologie 15:50

Abenteuer Archäologie: Die Erbauer von Stonehenge

Archäologie

Das südwestlich von London gelegene Stonehenge ist eines der berühmtesten und zugleich rätselhaftesten prähistorischen Bauwerke der Welt. Beim Bau des Steinkreises im Neolithikum vor knapp 4.500 Jahren wurden einfache Steinwerkzeuge verwendet und von Menschenhand riesige Steinblöcke mit einem Gewicht von bis zu 40 Tonnen aufgestellt. Wer waren die Männer und Frauen, die das berühmte Monument errichteten? Und welchem Zweck sollte es dienen? Lange blieben diese Fragen unbeantwortet. Kurz nach der Jahrtausendwende kamen der britische Archäologe Mike Parker Pearson und sein interdisziplinäres Team dem Geheimnis um die Bauleute von Stonehenge mit modernsten Technologien näher. Mittels DNA-Untersuchung von rund einhundert in Stonehenge ausgegrabenen Skeletten aus der Zeit des Neolithikums stellten sie fest, dass die Erbauer des Steinkreises keine Briten waren. Wer aber waren diese Menschen und woher kamen sie? Das Forschungsteam weitete seine Arbeit auf die nur wenige Kilometer von Stonehenge entfernte Steinzeitsiedlung Durrington Walls aus, ein von einem künstlichen Wall umschlossenes sogenanntes Henge. Es ist anzunehmen, dass die Bauleute während der Arbeiten an Stonehenge dort lebten. Bei Grabungen im Bereich der einzelnen Häuser gewannen die Forschenden Erkenntnisse zu Lebensbedingungen und Ernährung der Bauarbeiter. In Woodhenge, einem weiteren benachbarten Henge aus Holzstämmen, konnten die sie schließlich eine Verbindung zwischen den drei Monumenten herstellen. Die Entdeckungen werfen ein neues Licht auf die Funktion des faszinierenden Denkmals von Stonehenge.

Die Wartburg 16:20

Die Wartburg: Macht, Religion, Revolution

Dokumentation

Die Wartburg gilt als renommierteste Festung Deutschlands und verkörpert seit annähernd 1.000 Jahren deutsche Kultur und Identität. Gegründet wurde sie um 1067 von Ludwig dem Springer. Das einzigartige Bauwerk erfährt in den folgenden Jahrhunderten diverse Erweiterungen, Umbauten und Renovierungsphasen. Die Wartburg wird immer wieder beschossen, vom Blitz getroffen oder von verheerenden Bränden heimgesucht. Um den Verfall aufzuhalten, wird sie stetig instandgesetzt, meist besser als zuvor. Die Burg ist Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse: Im 13. Jahrhundert lebt hier die Heilige Elisabeth von Thüringen. Sie gibt ihr Leben als Adlige auf und widmet sich der Armenpflege. Der berühmte Sängerkrieg, ein Wettstreit der Minnesänger, findet im Palas statt und beeinflusst nachhaltig die deutsche Kultur. Im 16. Jahrhundert sucht Martin Luther auf der Wartburg Zuflucht, übersetzt hier 1521 und 1522 das Neue Testament ins Deutsche. Damit stellt Luther die Weichen für die Reformation, die nicht nur seine Zeit, sondern große Teile der Welt verändert. 1817 wird die Burg mit dem Wartburgfest zum Symbol nationaler Einheit und des Strebens nach Freiheit und Gleichheit. Unter den Nationalsozialisten wird sie politisch umgedeutet und missbraucht. Heute ist die Wartburg ein Symbol für die Verbindung von deutscher Architektur, Geschichte und Kultur. Sie ist Zeugnis deutscher Vergangenheit und schenkt nach wie vor Hoffnung für eine Zukunft in Freiheit und Demokratie.

Kolumbien 17:50

Kolumbien: Der geheimnisvolle Südwesten

Land und Leute

Im Delta des Río Guajuí, im Südwesten Kolumbiens, fahren afrokolumbianische Muschelsammlerinnen bei Ebbe hinaus in die Mangroven. Dort suchen sie nach Piangua-Muscheln - eine nicht ganz ungefährliche Tätigkeit, denn ihren Lebensraum teilen die begehrten Pianguas mit giftigen Schlangen, Skorpionen, Kaimanen, Spinnen und stachelbewehrten Krötenfischen. Für Frauen wie Esneda Montaño bedeutet diese Arbeit Freiheit, Selbstbestimmung und die Hoffnung auf ein anderes Leben. Deshalb sammeln sie nicht nur Muscheln, sondern pflanzen auch junge Mangroven nach - Baum für Baum, gegen die Zerstörung ihrer Welt. In Guapi erklingt die Marimba, eine Art Xylophon. Ihr warmer, vibrierender Klang ist tief verwurzelt in der Geschichte der afrokolumbianischen Gemeinden. Die legendäre Familie Torres bewahrt die Musik der Vorfahren - und mit ihr Geschichten über Waldgeister, geheimes Wissen und die Klänge des Regenwaldes. Weiter oben, im kühlen Hochland der Anden, lebt das Volk der Misak. Für Menschen wie Yuli Yalanda ist die Erde kein Besitz, sondern ein lebendiges Wesen. Heilpflanzen, Tauschhandel und die Sprache der Ahnen prägen ihren Alltag. An der unwegsamen Pazifikküste wacht Hebamme Tomasa Rodríguez über werdende Mütter und Neugeborene. Hunderte Kinder hat Tomasa bereits auf die Welt gebracht, denn ein Krankenhaus gibt es nicht in den Dörfern im Dschungel. Hebammen sind hier Heilerinnen, Seherinnen, Psychologinnen - alles gleichzeitig. Wenn ein Baby geboren wird, sagt Tomasa, bekommt es seinen ersten Kuss von der Hebamme - und manchmal sogar seinen Namen.

Kolumbien 18:35

Kolumbien: Magisches Cauca

Land und Leute

"Kolumbien - Magisches Cauca" erzählt von Menschen, die zwischen der Pazifikküste und den Höhen der Anden leben. Kaum ein Land Lateinamerikas bietet eine derartige landschaftliche und kulturelle Vielfalt wie Kolumbien. In der weißen Kolonialstadt Popayán verwandeln Laura Urreste und Eduardo Semanate öffentliche Plätze in Tanzflächen. Mit ihrer Bewegung "Pachakuti" wollen sie Menschen zusammenbringen: Junge und Alte, Militärs und ehemalige Guerilla-Kämpfer, Indigene und Städter. Vor der Pazifikküste liegt Gorgona, eine ehemalige Gefängnisinsel und einer der artenreichsten Orte Kolumbiens. Biologinnen wie Laura Benítez und Gina Jiménez kämpfen dafür, dieses empfindliche Ökosystem zu schützen. Umso mehr, weil jedes Jahr Buckelwale an die Küste von Gorgona kommen, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Für die Biologinnen sind die Wale lebendige Erinnerung. Im Nationalpark Puracé, hoch oben in den Anden, wacht Doris Quira über die letzten Kondore des Vulkans. Für das Volk der Coconuco sind die mächtigen Vögel Boten zwischen den Welten. Gemeinsam mit dem Heiler Julio Caldón versucht sie, die Verbindung zwischen Menschen, Tieren und den Wesen an den Hängen des Vulkans zu bewahren. In Tierradentro begibt sich Marcos Rivera gemeinsam mit seinen Töchtern auf die Suche nach den verlorenen Wurzeln seiner Familie. Die Kultur der Nasa wurde über Jahrhunderte unterdrückt, viele Namen und Traditionen gingen verloren. Mit Hilfe des spirituellen Führers Larry Jeromito steigen sie hinab in mehr als tausend Jahre alte Grabkammern und suchen nach Antworten auf ihre Fragen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Erstickt das Marmarameer?

Reportage

Necla Köseoglu aus der Gemeinde Rumelikavagi, am nördlichen Ende des Bosporus, gehört zu den letzten traditionellen Kleinfischern am Marmarameer und ist eine der wenigen Frauen in dem Geschäft. Während sie früher von der Fischerei leben konnte, reicht ihr Einkommen heute nur noch für die Spritkosten. Der Fischbestand im Binnenmeer ist massiv gesunken. Überfischung, industrielle Abwässer und die Verschmutzung durch Schiffe haben das Ökosystem an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Das Marmarameer, an dessen Küsten rund 25 Millionen Menschen leben, droht zu ersticken. Bereits im Jahr 2021 wurde die Krise für alle sichtbar: Eine Schleimschicht bedeckte große Teile der Meeresoberfläche. Die organische, gallertartige, stinkende Substanz ist ein Ausscheidungsprodukt von Algen. Für Menschen ist sie nicht gesundheitsschädlich, verringert aber den Sauerstoffgehalt im Wasser und gefährdet so Meeresbewohner. Meeresbiologen und Ozeanographen wie Professor Hasan Örek schlagen Alarm, denn der Schleim wurde wieder gesichtet - bislang allerdings nur unter Wasser. Auch die Stadtverwaltung Istanbul hat die Gefahr einer drohenden Umweltkatastrophe mittlerweile erkannt. Dr. Aysen Erdinçler und ihr Mitarbeiter Ilker Aslan setzen auf strengere Kontrollen und Bußgelder, um die Verschmutzung durch Schiffe einzudämmen. Doch ihre Maßnahmen sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das größte Problem sind die über fünf Millionen Kubikmeter Haus- und Industrieabfälle, die pro Tag ungefiltert ins Meer gelangen. Die Kläranlagen müssten dringend modernisiert werden, aber die werden von der türkischen Regierung betrieben und der fehlt das Geld.

Gas-Oil 20:15

Gas-Oil

Kriminalfilm

Der Lastwagenfahrer Jean Chape gerät durch einen Hinterhalt in die unangenehme Gesellschaft einiger Gangster, die in seinem Lkw etwas vermuten, was ihnen gehört - ein Klassiker des Film Noir mit Jean Gabin. Regie: Gilles Grangier. Der Lastwagenfahrer Jean Chape bricht am frühen Morgen von Paris auf, um sich nachts wieder einmal auf den Weg zu machen. Doch die Fahrt verläuft anders als gedacht: Es regnet stark, und Jean spürt plötzlich etwas unter den Reifen seines Lkws. Hat er etwa jemanden überfahren? Chape informiert die Polizei, deren Untersuchungen ergeben, dass das Opfer ein Gangster war - der bereits tot war, als Chape ihn mit seinem Lkw überrollte. Als hätte Chape nicht schon genug Schrecken erlebt, wird er nun auf dem Heimweg in die Auvergne plötzlich von einem mysteriösen Auto verfolgt. Denn die Komplizen des toten Gauners glauben, dass ihr Diebesgut in Chapes Lkw versteckt ist. In seiner Not ruft der bedrohte Lastwagenfahrer seine Fernfahrer-Kollegen zu Hilfe ...

Enzo Ferrari - Eine Geschichte von Leidenschaft und Tod 21:45

Enzo Ferrari - Eine Geschichte von Leidenschaft und Tod

Dokumentation

Enzo Ferrari stammt aus Modena, sein Vater besaß dort eine kleine Eisengießerei. Die gesamte Familie begeistert sich für Autos und Autorennen - die Liebe zum Motorsport wird die große Liebe im Leben Enzo Ferraris. Als junger Mann bemüht er sich vergeblich um eine Anstellung bei Fiat und bestreitet sein Auskommen zunächst mit Gelegenheitsarbeiten in der Automobilbranche. Durch einen Freund, der Testfahrer für den Mailänder Autohersteller Costruzioni Meccaniche Nazionali (CMN) ist, erhält er selbst bei CMN eine Anstellung als Rennfahrer. 1919 fährt er sein erstes Straßenrennen; ein Jahr später belegt er bei der Targa Florio, einem der bedeutendsten Autorennen Europas, den zweiten Platz. Ab 1920 wird er Rennfahrer bei der Mailänder Autofirma Alfa Romeo. 1929 gründet in seiner Heimatstadt Modena einen eigenen Rennstall, die "Scuderia Ferrari", für die er herausragende Rennfahrer wie Tazio Nuvolari und Alberto Ascari sowie einige der besten Ingenieure gewinnt. Mit seinem Rennstall beginnt er, internationale Rekorde mit immer leistungsstärkeren Autos zu brechen. Von 1932 an fährt Ferrari selbst keine Rennen mehr; die Tänzerin Laura Garello und er werden Eltern eines Sohnes. Der erste vollständig von Ferrari entwickelte Rennwagen, der Alfa 158, wird 1937 gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewinnt dieser Wagen zwei Weltmeisterschaften für Alfa Romeo. Während des Zweiten Weltkriegs wird das Werk nach Maranello in die Randbezirke Modenas verlegt, wo es heute noch steht. Enzo Ferraris Leben war geprägt von Erfolgen, aber auch von großem Leid: Sein Vater starb früh, sein Bruder fiel im Ersten Weltkrieg, sein Sohn Dino verstarb im Alter von 24 Jahren an den Folgen einer Muskeldystrophie, und mehrere Fahrer aus seinem Rennstall, darunter Gilles Villeneuve, verunglückten am Steuer seiner Wagen tödlich. Doch trotz dieser Tragik hielt er ein Leben lang an seiner Leidenschaft fest. Zum 40-jährigen Bestehen der Firma entwarf Enzo Ferrari seinen letzten Sportwagen, den legendären F40. Am 14. August 1988 starb er mit 90 Jahren in seinem Haus in Modena. Der rote Ferrari ist bis heute ein Luxussymbol und der Inbegriff des schnellen Fahrens geblieben. Autobiografische Dokumente und bisher unveröffentlichte Archivaufnahmen geben Einblick in das Leben und die Laufbahn des weltberühmten Unternehmers und leidenschaftlichen Rennsportliebhabers.

Wakefield 22:40

Wakefield

Drama

Nik ist psychiatrischer Krankenpfleger im Wakefield Hospital in Australiens Blue Mountains. Als ein Popsong in ihm verdrängte Erinnerungen wieder an die Oberfläche holt, gerät Niks Leben aus dem Gleichgewicht. Die Grenzen zwischen Personal und Patienten scheinen zu verschwimmen ... - "Wakefield" (2020) erzählt in acht Episoden vom Alltag in einer psychiatrischen Einrichtung. Nik ist ein kompetenter und geschätzter Krankenpfleger im Wakefield Hospital, einer psychiatrischen Klinik in den australischen Blue Mountains. Zu seinen Patienten gehören Ivy, eine junge Mutter, die unter postnataler Depression leidet, und James, ein erfolgreicher Geschäftsmann, der sich auf Geheiß seiner Familie von einem psychischen Zusammenbruch erholen soll. James versucht dennoch, per Videoschalte ein Geschäft einzufädeln, und verschweigt dabei, dass er sich in stationärer Behandlung befindet. Auch zum verhaltensauffälligen Trevor pflegt Nik ein freundschaftliches Verhältnis. Er kann ihn nach einer unerfreulichen Nachricht gerade noch davon abhalten, die Pflegestation auseinanderzunehmen. Als sich jedoch ein Lied aus dem Radio in Niks Kopf festsetzt, holt dies lange verdrängte Erinnerungen hervor, die er nicht mehr abschütteln kann. Außerdem ist Nik als Trauzeuge für seine Schwester Renuka vorgesehen, kommt seinen damit verbundenen Pflichten aber nur zögerlich nach. Unterdessen gerät die unbeliebte Abteilungsleiterin Linda in Schwierigkeiten und muss um die Verlängerung ihres befristeten Vertrags bangen. Da bewirbt sich Nik um die Stelle ...

Wakefield 23:40

Wakefield

Drama

Raffs Loyalität zu seiner Frau Genevieve wird auf eine harte Probe gestellt, als ihr krankhaft sexuelles Verhalten Probleme in der Klinik verursacht. Während die Hypersexualität auf der Station um sich greift, erwacht Kareenas Anziehung zu ihrem Ex-Freund Nik wieder. Nik wird immer noch von den Erinnerungen an die schicksalhafte Melodie geplagt und leidet unter Schlafstörungen. Raffs Loyalität zu seiner Frau Genevieve wird auf eine harte Probe gestellt, als ihr krankhaft sexuelles Verhalten Probleme in der Klinik verursacht. So führt sie ihren behandelnden Arzt Rohan immer wieder vor und bringt auch andere durch ihre fehlende Impulskontrolle wiederholt in Verlegenheit. Zwar fehlt ihr jede Einsicht, dass ihr Verhalten unangebracht ist, doch ihrem Mann entgeht das alles keineswegs, weshalb er immer mehr darunter leidet. Während die Hypersexualität auf der Station um sich greift, erwacht Kareenas Anziehung zu Nik wieder, was nicht zufällig von latenten Schwierigkeiten in ihrer Ehe begleitet wird. Und auch ein Problem mit ihrer eigenen Sexualität erfährt eine langersehnte Auflösung. Nik wird immer noch von den Erinnerungen an die schicksalhafte Melodie geplagt und leidet unter massiven Schlafstörungen. Trotzdem versucht er, seinem Vater bei der Suche nach einer neuen Partnerin im Internet zu helfen, was er jedoch schnell bereut. In der Klinik wird er zu einem kurzfristig anberaumten Vorstellungsgespräch eingeladen, doch als er versehentlich Tessa verletzt, weil er Linda beschützen will, gefährdet er damit seine Chancen auf eine Beförderung.