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TV Programm für ARTE am 04.08.2026

Kennedys Liebe zu Europa 05:00

Kennedys Liebe zu Europa

Dokumentation

Als John F. Kennedy im Juni 1963 West-Berlin besucht, versammeln sich Millionen von Menschen auf den Straßen. Sie feiern den US-Präsidenten wie einen Popstar. Was steckt hinter dem politischen Promi, der Anfang der 60er Jahre erst die USA und dann den halben Erdball begeisterte? Die Dokumentation kehrt zurück zu Kennedys Anfängen als abenteuerlustiger Student in den 30er Jahren und erzählt sein Leben anhand seiner Reisen durch das Europa der Vor- und Nachkriegszeit. Kennedy flirtet viel, lässt sich vom kulturellen Erbe begeistern und beginnt über politische Zusammenhänge nachzudenken. Ein junger Mann, der seinen Weg im Leben sucht. Kennedys Reisetagebücher, Notizen und Briefe geben Einblicke in die Grundlagen für seine politischen Einsichten und Fehlurteile. Die Dokumentation zeigt den jungen Kennedy als diplomatischen Anfänger, politischen Naivling und gescheiterten Frauenhelden. Die Nationalsozialisten findet er zunächst faszinierend, dann erkennt er, welche Gefahr von ihnen ausgeht. Erst nach und nach distanziert sich Kennedy von den reaktionären politischen Vorstellungen seines Vaters. Im zerstörten Berlin befragt er 1945 als Reporter die vom Krieg traumatisierten Menschen und ist erschüttert über ihre Schicksale. Später reift er zum besonnenen Politiker, der gegenüber der UdSSR eine Doppelstrategie aus Machtdemonstration und Verhandlungsbereitschaft entwickelt. "Kennedys Liebe zu Europa" schaut hinter die Kulissen der legendären Rede am Berliner Rathaus 1963 und zeigt, wie viel Wahrheit in Kennedys berühmtem Satz "Ich bin ein Berliner" steckt. John F. Kennedy hat Europa kennen und lieben gelernt. Seine Idee eines starken Europas an der Seite der USA ist noch heute visionär.

360° Reportage 05:50

360° Reportage: New York, die Foodtruck-Könige von Astoria

Reportage

Astoria liegt am Ufer des East River, der Queens von Manhattan trennt. Der Stadtteil mit Blick auf die Manhattan Skyline ist eine Welt für sich. Besonders deutlich merkt man das am Speiseangebot. Restaurants mit ägyptischer, asiatischer bis zu brasilianischer oder mexikanischer Küche reihen sich dicht an dicht. So ist es kein Wunder, dass Immigranten hier an jeder Ecke aus bunt bemalten Wagen mit eingebauter Küche oder aus kleinen "push carts" genannten Anhängern, Essen nach Art ihrer jeweiligen Heimat servieren. Sie versuchen so, ihren amerikanischen Traum zu verwirklichen: So mancher hier will Foodtruck-König werden. Durchgesetzt haben sich in Astoria vor allem Foodtrucks für arabische Speisen, griechische Souvlaki und mexikanische Tacos. Mohammed Afifi ist ein ägyptischer Foodtruck-Betreiber, der große Pläne hat. Er will in Zukunft mal eine ganze Flotte sein Eigen nennen und vielleicht sogar ein Restaurant eröffnen. Einige Foodtruck-Betreiber haben es dagegen bereits geschafft. Der "King of Falafel", der "King Souvlaki" und der "Rey del Taco" betreiben mehrere Imbisswagen, Restaurants und sind Arbeitgeber für Angehörige und Verwandte. Aber auch ihr Weg zum Erfolg war steinig.

Küchen der Welt 06:45

Küchen der Welt: La Réunion: Cabri Massalé

Essen und Trinken

(1): Cabri Massalé, Ziegenfleisch-Curry mit Garam Masala (2): Nostalgiegeschmack: Audrey, von La Réunion nach Berlin (3): Ran an die Töpfe

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: New York / Côte d'Azur / Schweiz

Magazin

(1): New York, der melancholische Spiegel von Joan Didion (2): Die Mimose, Wintersonne der Côte d'Azur (3): Brasilien: Anas gegrillter Fisch (4): Schweiz: Ein launischer Gelehrter

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Galicien / Siebenbürgen / Biarritz

Magazin

(1): Galicien: Nacho Carretero bricht das Gesetz des Schweigens (2): Siebenbürgen: Ikonen hinter Glas (3): Schweiz: Patricks Butterzopf (4): Biarritz: Ho Chi Minh macht Urlaub

Superbeben 08:50

Superbeben

Dokumentation

Wenn die Erde ihre Spannung entlädt, brechen Städte auseinander, Küsten verschwinden im Meer, Feuer, Tsunamis und Erdrutsche verwandeln ganze Regionen in Trümmerlandschaften. Zurück bleiben Verletzte, Tote, Millionen Obdachlose - und das Gefühl absoluter Ohnmacht. Erdbeben erinnern uns an die Ungezähmtheit dieses Planeten. Ein Grollen aus der Tiefe, das sagt: Ihr seid Gäste, nicht Erbauer. Seit Jahrzehnten versuchen Forschende, diese Extrembeben zu verstehen. Mit Hightech, Simulationen und Frühwarnsystemen. Doch trotz aller Fortschritte bleibt eine bittere Gewissheit: Erdbeben lassen sich nicht vorhersagen - und womöglich nie beherrschen. Der Moment, in dem der Boden reißt, kommt ohne Warnung. Dann zählt jede Sekunde. Menschen gehen unterschiedlich mit dieser Bedrohung um. In Japan setzt man auf kollektive Disziplin: Katastrophenschutzübungen von Kindesbeinen an, erdbebensichere Architektur, Warnsysteme, die wertvolle Sekunden Vorsprung verschaffen. In den USA vertrauen viele auf individuelle Vorsorge und Rückzugsorte. In Neapel, wo die Erde täglich bebt, bleibt im Zweifel oft nur der Glaube. Doch so verschieden die Strategien sind - sie alle stoßen an ihre Grenzen. Denn ein einziges Superbeben genügt, um Fortschritt, Sicherheit und Gewissheiten in Staub zu verwandeln. Der Dokumentarfilm nähert sich dem Phänomen der Superbeben aus menschlicher Perspektive - und verbindet persönliche Schicksale mit den wissenschaftlichen Hintergründen eines der gefährlichsten Naturereignisse unserer Welt.

Totale Sonnenfinsternis - Europa im Mondschatten 10:25

Totale Sonnenfinsternis - Europa im Mondschatten

Astronomie

Am 12. August 2026 spielt sich in weiten Teilen Europas eines der erstaunlichsten Naturschauspiele ab: eine totale Sonnenfinsternis. Millionen Menschen entlang des Pfads der Totalität, der von Grönland und Island bis nach Spanien (Santander, Bilbao, Valencia) reicht, werden sie erleben können. Zuletzt ereignete sich dieses Phänomen in Europa vor 27 Jahren. Die Dokumentation erklärt, worauf man bei der Beobachtung der Sonnenfinsternis achten sollte: wie man seine Augen schützt, welche Phasen vom ersten Kontakt über die Totalität bis zu den Bailyschen Perlen und dem Diamantring zu sehen sind, und wo die Chancen auf einen klaren Himmel am besten stehen. Die meisten Menschen in Europa werden jedoch nur eine Teilfinsternis erleben; in Städten wie London und Paris werden dabei etwa 90 Prozent der Sonne vom Mond verdeckt. Auch für die Wissenschaft ist diese Sonnenfinsternis eine außergewöhnliche Gelegenheit. Während der Verdunkelung wird die äußere Atmosphäre der Sonne, die Korona, sichtbar sein. Führende Sonnenphysiker erklären, welche Erkenntnisse jüngere Forschungsmissionen geliefert haben. Die Nasa-Sonnensonde "Parker Solar Probe", das schnellste je vom Menschen hergestellte Objekt, ist bis in die Sonnenatmosphäre vorgedrungen und hat die Forschung zum Ursprung des Sonnenwinds entscheidend vorangebracht. "Solar Orbiter" der ESA lieferte die ersten Bilder des Sonnen-Südpols - ein wichtiger Schritt für das Verständnis des Weltraumwetters, das Satelliten und Stromnetze beeinträchtigen kann. Die Dokumentation beleuchtet auch die Faszination des Menschen für Sonnenfinsternisse - von den Chaco-Felsgravuren in New Mexico über den babylonischen Saroszyklus bis zu den bahnbrechenden astronomischen Berechnungen des Engländers Edmond Halley. Doch erst jetzt, so der amerikanische Heliophysiker Craig DeForest, leben wir im "Goldenen Zeitalter der Sonnenphysik".

Abenteuer Archäologie 11:20

Abenteuer Archäologie: Die Geburt der Metropole Teotihuacán

Archäologie

Wer an Amerika denkt, denkt an kosmopolitische Großstädte mit wimmelnden Straßenzügen und flirrenden Wolkenkratzern: Eine solche Metropole ist auch Mexiko-Stadt, mit mehr als 20 Millionen Einwohnern eine der größten Städte Amerikas. In Mexiko sollen - einigen Archäologen zufolge - auch die ersten städtischen Lebensformen entstanden sein. Nur knapp 50 Kilometer von der Hauptstadt entfernt lag einmal das berühmte Teotihuacán, den Wissenschaftlern zufolge eine der ältesten Städte Amerikas. Sie wurde im 2. Jahrhundert vor Christus gegründet und wuchs beständig bis zu ihrem Niedergang im 6. Jahrhundert. Ihre Kultur steht für sich allein, hat keinen sichtbaren Zusammenhang zu anderen bekannten Zivilisationen wie der der Maya oder der der Zapoteken. 100 Jahre brauchte die Forschung, um festzustellen: Teotihuacán lockte seinerzeit Zehntausende Migranten aus ganz Mesoamerika an und wurde so zu einer der ersten kosmopolitischen Metropolen der Welt. Was waren das für Menschen, die nach Teotihuacán auswanderten? Und was erhofften sie sich davon? Bei den Ausgrabungen an den beiden großen zentralen Bauwerken, der Sonnen- und der Mondpyramide, sind die Archäologen zu den Geheimnissen der Stadt vorgedrungen. In verschiedenen Vierteln der Stadt fanden sie Hinweise darauf, dass Teotihuacán eine riesige Handelsdrehscheibe war und dass die Einwanderer für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt eine bedeutende Rolle spielten. Die Ausgrabungen in den Wohnvierteln förderten auch wichtige Informationen hinsichtlich der Lebensbedingungen und der sozialen Organisation zutage. Dennoch bleibt eine große Frage: Wer regierte die Stadt und wie?

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Schottland: Shortbread

Essen und Trinken

(1): Shortbread, die Krönung der schottischen Teatime (2): Nostalgiegeschmack: Eva, eine Schottin in Portugal (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: New York / Paris / Schweiz

Magazin

(1): New York: Little Nemo erwacht zum Leben (2): Paris: Ein Hauch von Vietnam (3): Japan: Die Futomaki von Miki (4): Schweiz: Die Wurst der Zwietracht

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Costa Rica / Marseille / Sizilien

Magazin

(1): Costa Rica: Margarita Bertheau, die tanzende Avantgardistin (2): Marseille: Wunderbare Unterwasserwelt (3): Irland: Catherines Apple Crumble mit Schuss (4): Sizilien: Franca sagt nein

Mord im Mittsommer 14:00

Mord im Mittsommer: In guten wie in schlechten Zeiten

Krimireihe

Die Menschen sind zuweilen nicht die, für die man sie hält: Diese Erfahrung muss Hauptkommissar Thomas in seinem neuen Fall machen. Denn die Spur der Angreifer, die seine Kollegin Mia bei einer nächtlichen Observierung von Alkoholschmugglern niedergeschlagen und lebensbedrohlich verletzt haben, führt Thomas ausgerechnet zu einem gut situierten Restaurant auf Sandön. Während Mia infolge des Angriffs auf der Intensivstation um ihr Leben kämpft, setzt Thomas alles daran zu ermitteln, was die beiden Betreiberinnen des Restaurants, die Schwestern Ebba und Agnes, mit der Schmugglerbande zu tun haben. Wie sich herausstellt, sind die Schwestern Bekannte von seiner alten Schulfreundin Nora, der Staatsanwältin, und er bittet sie, sich bei der Familie umzuhören. Nora fallen bald Unregelmäßigkeiten in den Geschäften von Marika auf, der sehr wohlhabenden Mutter von Ebba und Agnes, die eine der größten Weinimport-Firmen Schwedens leitet und auch für die Belieferung des Restaurants zuständig ist. Als dann Agnes von Unbekannten entführt wird, spitzt sich die Lage rasant zu. Die Erpresser verlangen fünf Millionen Kronen und absolutes Stillschweigen. Doch aus Angst um ihre Schwester vertraut sich Ebba Nora an und berichtet ihr von dem Geschehen. Zur gleichen Zeit verbessert sich Mias Gesundheitszustand und sie kann anhand einer flüchtigen Erinnerung an den nächtlichen Vorfall ein Phantombild des Täters erstellen. Der Fall scheint plötzlich eindeutig. Aber ist Mias Angreifer auch in Agnes' Entführung verstrickt? Oder hat in dem Netz aus Betrug, Schmuggel und Erpressung längst der Kampf um Marikas Millionen begonnen?

Curveball 15:30

Curveball

Drama

1997: Dr. Arndt Wolf ist Biowaffenexperte und arbeitet für den Bundesnachrichtendienst. Da er drei Jahre im Irak verbracht hat, wird seine Einschätzung bezüglich eines möglichen Informanten verlangt: Der irakische Flüchtling Rafid Alwan behauptet nämlich, als Chemieingenieur in einer irakischen Regierungseinrichtung gearbeitet zu haben und Zeuge eines Unfalls mit Biowaffen geworden zu sein. Zum Schutz vor dem irakischen Geheimdienst benötige er nun dringend einen deutschen Pass, vorher könne er keine Informationen preisgeben. Nach und nach gewinnt Alwan Dr. Wolfs Vertrauen, der von der Idee besessen ist, dass im Irak - trotz der UN-Kontrollen - immer noch Anthrax-Biokampfstoff hergestellt wird. In der Zwischenzeit bekommt der Informant Alwan vom BND eine Wohnung zugewiesen und schließlich auch den gewünschten deutschen Pass. Alwan bestätigt Wolfs These, dass die Produktion von Anthrax in rollenden Lastwagen stattfinde und daher von der CIA bisher nicht entlarvt werden konnte. Für die Informationsbeschaffung lässt sich der BND - besonders Wolfs Vorgesetzter Schatz - auf nationaler und internationaler Ebene feiern. Intern freuen sich die deutschen Kollegen, noch vor der CIA auf Antworten gestoßen zu sein. Doch dann stellt sich schnell heraus, dass die Freude völlig fehl am Platz ist ...

Zauber der Korallenriffe 17:40

Zauber der Korallenriffe: Der Indische Ozean

Natur und Umwelt

Das Chagos-Archipel mitten im Indischen Ozean ist Teil des größten Korallenatolls der Welt. Die Artenvielfalt unter Wasser ist enorm. Eine internationale Forschungsexpedition erkundet die einsamen Inseln und Riffe. Fernab von jedem Kontinent suchen Wissenschaftler nach Antworten auf entscheidende Fragen: Wie gesund sind Korallenriffe dort, wo es kaum menschliche Einflüsse gibt? Welche Arten kommen vor: im Wasser und an Land? Und welche Folgen hat der Klimawandel selbst in einem so entlegenen Inselparadies? Die fast 60 Inseln sind britisches Überseegebiet. Auf der größten Insel Diego Garcia betreibt die USA eine Militärbasis - der Rest des Archipels ist unbewohnt. Auf vielen Inseln haben noch nie Menschen gesiedelt, bis heute gehören sie dem Palmendieb, dem größten landlebenden Krebs, und gewaltigen Vogelkolonien. Auf anderen Inseln haben sich Ratten ausgebreitet: eine Katastrophe für die Seevögel. Für die Forschenden sind die Inseln ein riesiges Freiluftlabor. Hier haben sie herausgefunden, dass der Guano - der Vogelkot - auch den Korallenriffen nutzt. Die Forschung im Chagos-Archipel hat große Bedeutung auch für andere Regionen der Welt. Denn fast überall stehen Korallen unter Hitzestress. Mehr als die Hälfte der Riffe ist stark gefährdet - und Forschende versuchen, den Korallen zu helfen. Am Roten Meer arbeiten Meeresbiologen aus Saudi-Arabien und Deutschland gemeinsam an neuen Therapien für die Korallen. Im Labor wirken die Ansätze, doch werden die Forschenden auch im offenen Ozean erfolgreich sein? Können ihre Ansätze das Korallensterben bremsen - oder gar stoppen?

Das unbekannte Leben der Haie 18:35

Das unbekannte Leben der Haie: Unterwegs im Meeresschutzgebiet Galápagos

Tiere

Haie gelten als gefährlich und gefürchtet. Dabei spielen sie eine zentrale Rolle für das Gleichgewicht der Meere. Doch ihr Verhalten ist nur schwer erforschbar. Wie gefährlich sind sie wirklich? Wie wandern sie? Und wo bringen sie ihren Nachwuchs zur Welt? Antworten auf diese Fragen suchen Forscherinnen und Forscher auf den Galápagos-Inseln. Mithilfe von Tauchgängen, Satellitensendern und Kamerasystemen verfolgen sie die Wanderungen und das Verhalten verschiedener Haiarten. Die gewonnenen Daten liefern entscheidende Erkenntnisse für den internationalen Haischutz. Doch noch immer ist vieles unerforscht. Auf der Galápagos-Insel Floreana haben Forschende möglicherweise eine bislang unbekannte Hai-Art entdeckt. Mithilfe von Ultraschalluntersuchungen, Blutanalysen und genetischen Proben untersuchen sie den Galápagos-Stierkopfhai. Handelt es sich tatsächlich um eine neue Art? Ziel ist es, wissenschaftliche Grundlagen zu schaffen, um wirksame Schutzmaßnahmen für den Hai zu entwickeln. Die Forschung auf Galápagos hat dabei eine Bedeutung, die weit über die Inseln hinausreicht: Gesunde Haipopulationen sind ein Schlüssel für funktionierende Ökosysteme der Meere und damit für die Zukunft unseres Planeten.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: Das Lesewunder der GenZ

Reportage

Mit Beginn der Pandemie 2020 startete der digitale TikTok-Trend "BookTok" seine Erfolgsgeschichte. Allen voran nutzen ihn junge Frauen, die eine besondere Art von Literatur feiern: New Adult. Die neuen Bücher sind bunt und glitzernd, ihre Sprache leicht zugänglich, die Geschichten romantisch, spannend und mit viel Erotik aus weiblicher Sicht. Aber nicht nur online kultivieren die jungen Frauen den leidenschaftlichen Austausch über ihre Lieblingsbücher. Buchbloggerin Jess "miss.Nerdstagram" trifft ihre Follower auf Events wie dem Buchball auf Burg Namedy. Auch Autorin Kim Leopold aus Rheine ist oft unterwegs, um ihren Fans nahe zu sein. Sie ist "Own Voice"-Autorin und bedient mit ihren Geschichten den Hunger nach authentischen Geschichten. Themen wie psychische Gesundheit, Body Positivity und ADHS liegen ihr am Herzen. Kim erwartet nervös den Launch ihres neuen Buches, das sich in neue Gefilde vorwagt: Es steht nicht mehr die Singlefrau im Zentrum, sondern ein junges Ehepaar. Wird auch diese Story bei ihren Fans ankommen? Die beiden Riekes leben in Jever ihren Traum: Mitten im Ort haben sie einen Laden rund um das Phänomen New Adult eröffnet. Die Jungunternehmerinnen sind auch privat ein Paar und posten in den sozialen Medien Clips als komisches Duo. Für die beiden, genau wie für Kim und Jess, ist der Besuch der Frankfurter Buchmesse ein Höhepunkt im Jahr. Doch gerade hier spüren sie auch Gegenwind. Die etablierten Kritiker fremdeln mit den bunten Büchern. Werden sie sich trotzdem behaupten?

Count-Down in ein neues Zeitalter: Hiroshima 20:15

Count-Down in ein neues Zeitalter: Hiroshima

Dokumentarfilm

45 Sekunden nach Abwurf explodierte 1945 eine über Hiroshima abgeworfene Atombombe. Eine einzige Nuklearbombe war für die Auslöschung einer Stadt und den Tod von mehr als 100.000 Menschen verantwortlich. Sie wurde damit zur verheerendsten Waffe in der Geschichte und hat die Welt für immer verändert. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die wichtigsten Ereignisse vor, während und nach dem Abwurf der Atombombe. Er zeigt das Geschehen in den Hauptquartieren der Alliierten und der japanischen Streitkräfte, die Gespräche in den Flugzeugen und die verwüsteten Straßen Hiroshimas. Zugleich stellt der Film die maßgeblichen Akteure vor und erläutert die Situation an den strategischen Punkten vor Ort. Reichhaltiges Archivmaterial, spektakuläre Bilder, vielfältige Quellen und berührende Gespräche mit Augenzeugen machen ihn zu einem wertvollen Zeitdokument. Überlebende, die sich nie zuvor darüber geäußert haben, sprechen über die Folgen der Bombardierung in der zerstörten Stadt: Waisenkinder wurden an Prostitutionsnetzwerke verkauft, Yakuza-Banden plünderten die Straßen und die letzten Stadtbewohner kämpften teils mit Gewalt ums Überleben. Unveröffentlichte Dokumente aus Regierungskreisen und neu entdecktes Archivmaterial der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK bringen neue Erkenntnisse über die Geschichte der diplomatischen Beziehungen zwischen den Konfliktparteien vor der Explosion. Neue Einblicke gibt es auch in die verheerenden Schäden, die der Atomwaffenabwurf anrichtete. Der Film konzentriert sich besonders auf die japanische Sicht der Ereignisse.

Spionagefall Robert Oppenheimer 21:50

Spionagefall Robert Oppenheimer

Dokumentation

Die Entwicklung der amerikanischen Atombombe in Los Alamos verlief unter strengster Geheimhaltung. Trotzdem wurde das Projekt "Manhattan" von Spionen beider Seiten bespitzelt. Das FBI beschattete den Leiter der Operation, Robert Oppenheimer, bereits seit seiner Zeit als Professor in Berkeley und setzte dies auch in Los Alamos und in den Jahren danach fort, als er sich für eine internationale Kontrolle der Atomwaffen einsetzte. In der Anhörung durch die Atomenergiekommission, die damit endete, dass Oppenheimer der Zugang zu atomaren Geheimnissen entzogen wurde, versorgte das FBI die Anklage mit über 7.000 Seiten Abhörprotokollen - und verwanzte obendrein während des ganzen Verfahrens das Telefon seiner Anwälte. Doch auch die Gegenseite hatte ihn im Visier. Der deutsche Physiker Klaus Fuchs, ein enger Mitarbeiter Oppenheimers, spionierte für die Sowjetunion in Los Alamos. Außer ihm waren noch drei weitere Spione am "Manhattan Project" beteiligt. Theodore Alvin Hall, Deckname MLAD, übergab schon 1944 wichtiges Material über die Implosionsmethode und andere Aspekte der Konstruktion einer Atombombe an die Sowjetunion. Er wurde bereits 1950 verdächtigt, bestritt aber zu jener Zeit alle Anschuldigungen und wurde nie verurteilt. Der letzte der russischen Spione, Oscar Seborer, wurde erst vor wenigen Jahren enttarnt. Der Dokumentarfilm rekonstruiert, wie das Klima des Misstrauens und die Beschattung durch beide Seiten die Entwicklung der Atombombe beeinflusste, wie der Mensch Oppenheimer davon geprägt wurde und was das für den sich entwickelnden Kalten Krieg bedeutete.

Kulissen der Macht 23:20

Kulissen der Macht

Dokumentarfilm

Der Film blickt hinter die Kulissen politischer Machtzentren. Politikerinnen und Politiker, Militärs sowie Beraterinnen und Berater sprechen offen über die Prozesse und Konflikte, die ihre Entscheidungen prägten. Was waren ihre wahren Gründe? Warum intervenierten sie in einigen Gebieten und in anderen nicht? Empfinden sie Reue? Und wie analysieren sie ihre Entscheidungen im Nachhinein, wenn sie die Welt sehen, wie sie heute ist? Durch die Verbindung ausführlicher Interviews mit seltenem Archivmaterial und digitalen Animationen rückt der Film die dramatischen Entscheidungsprozesse hinter Krieg und Intervention in den Mittelpunkt. Von Kuwait bis Bosnien, von Ruanda bis zum Kosovo und, vom Irak über Libyen bis nach Syrien beleuchtet der Film die politischen und militärischen Entscheidungen hinter internationalen Konflikten.