04:10
Die ME 262 aus dem Hause Messerschmitt war eines der technisch fortschrittlichsten Flugzeuge während des Zweiten Weltkrieges. Mit ihren zwei neuartigen BMW-Strahltriebwerken löste sie eine Revolution im Luftkrieg aus. Mit dem Flugzeug, das in Hangars tief unter der Erde gebaut wurde, wollte die deutsche Luftwaffe die kriegsentscheidende Lufthoheit zurückgewinnen. Doch obwohl als eine der "Wunderwaffen" Hitlers gehandelt, kam die Entwicklung der ME 262 im Jahr 1942 zu spät, um noch in nennenswertem Umfang Einfluss auf den Kriegsverlauf nehmen zu können.
04:55
Im April 1945 nähert sich das Ende des Zweiten Weltkrieges. Adolf Hitler hat sich im Zentrum von Berlin zehn Meter unter der Erde in einem Bunker verschanzt, dessen meterdicke Betonwände allen Luftangriffen der Alliierten standhalten. Doch die Rote Armee nähert sich unaufhaltsam von Osten her. Ihr Hauptziel ist, auf persönlichen Befehl Stalins, die Ergreifung des "Führers". Jedoch ist die Stadt in mehreren Ringen mit ausgeklügelter Verteidigungstechnik umgeben. Dieses System von Todeszonen und Abwehrstützpunkten hat Berlin zu einer nur unter großen Verlusten einnehmbaren Festung gemacht.
05:40
Vor dem Überfall Russlands ließ Hitler in den Wäldern Ostpreußens ein neues Hauptquartier errichten: die "Wolfsschanze". Ab 1941 wurde die abgeschirmte Betonstadt zum Rückzugsort des "Führers".
06:30
Die bemannte Raumfahrt steht am Beginn einer neuen Ära. Fast zehn Jahre nach der Einstellung des Space-Shuttle-Programms der USA sorgen private Unternehmen mit ihrem finanziellen Engagement und ihren technologischen Entwicklungen nun dafür, dass neue Weltraummissionen an den Start gehen. Auch eine Rückkehr der Amerikaner zum Mond ist geplant. Experten rechnen damit, dass sich die Raumfahrt in den kommenden 20 Jahren zu einem billionenschweren Markt entwickelt. "Fabriken der Superlative" gibt Einblicke in die Arbeit der United Launch Alliance (ULA), eines Joint Ventures von Boeing und Lockheed Martin.
06:55
6. März 2003, Tamanrasset im Süden Algeriens: Kurz nach dem Start von Air-Algérie-Flug 6289 kommt es zu einer Explosion im linken Triebwerk der Boeing 737-200 und die Maschine stürzt ab. Ein heftiges Feuer zerstört den Rumpf und tötet 102 Menschen an Bord. Nur ein Passagier überlebt die Katastrophe in der Sahara. Für das internationale Ermittlungsteam wird rasch klar, dass das linke Triebwerk unmittelbar nach dem Abheben wegen eines Materialermüdungsrisses explodierte. Doch offen bleibt zunächst, weshalb die erfahrene Crew das an sich beherrschbare Szenario nicht in den Griff bekam.
07:40
Auf einem kurzen Regionalflug in Neuseeland stehen die Piloten von Eagle-Airways-Flug 2300 plötzlich vor einem ernsten Problem: Das Fahrwerk ihres Turboprop-Flugzeugs lässt sich nicht ausfahren. Während sie über dem Flughafen kreisen und versuchen, den Defekt zu beheben, wird der Treibstoff knapp. Schließlich bleibt keine Wahl: Die Crew entscheidet sich für eine Landung ohne Fahrwerk. Vor den Augen der Einsatzkräfte setzt das Flugzeug kontrolliert auf, rutscht über die Startbahn und kommt ohne Verletzte zum Stillstand. Die Erleichterung ist groß, doch die Untersuchung zeigt, wie nah die Katastrophe war.
08:25
Wenige Minuten vor Beginn des Nachtflugverbots befindet sich eine privat gecharterte Gulfstream III im Anflug auf Aspen, Colorado. Heftiger Schneefall und schlechte Sicht machen den ohnehin anspruchsvollen Flughafen mit nur einer Landebahn extrem gefährlich. Ein vorausfliegendes Flugzeug bricht den Anflug ab - doch die Chartermaschine setzt ihn fort. Als sie aus den Wolken auftaucht, liegt sie deutlich unter der Mindesthöhe, verfehlt die Landebahn und stürzt ab. Alle 18 Menschen an Bord kommen dabei ums Leben. Die Ermittlungen zeigen: Unter Zeitdruck traf die Crew folgenschwere Entscheidungen.
09:10
Kurz nach dem Start in Lima sieht sich die Crew von Aeroperú-Flug 603 mit einer Flut widersprüchlicher Warnmeldungen konfrontiert. Dichte Wolken versperren die Sicht, gleichzeitig liefern die Instrumente keine verlässlichen Daten. Während die Piloten über dem offenen Ozean verzweifelt versuchen, die Ursache der Fehlanzeigen zu finden, stürzt die Boeing 757 in den Pazifik. Keiner an Bord überlebt. Die Auswertung der Blackbox zeigt: Das Flugzeug war beim Aufprall intakt. Erst ein Detail an den Wrackteilen führt zu einem unscheinbaren Wartungsfehler, der eine tödliche Kette falscher Daten auslöste.
10:00
Nur wenige Augenblicke nach dem stürmischen Start von der norwegischen Insel Värøy hören die Piloten von Widerøe-Flug 839 ein beunruhigendes Geräusch. Die Maschine lässt sich kaum noch stabil halten. Nach nur 65 Sekunden in der Luft stürzt das zweimotorige Turboprop-Flugzeug in den Nordatlantik. Alle Menschen an Bord kommen ums Leben. In den Trümmern entdecken Ermittler schwere Schäden an einer zentralen Steuerungskomponente. Als bekannt wird, dass ein anderer Widerøe-Flug am Flughafen von Värøy nur knapp einer ähnlichen Katastrophe entgangen ist, kommt allmählich Licht ins Dunkel der Ermittlungen.
10:45
Etwa 100 Kilometer nördlich von Venedig befindet sich das Tal von Vajont. Noch während des Zweiten Weltkrieges begann man hier an der Südseite der Alpen mit den Arbeiten an einer gigantischen Staumauer, die das Wasser des Wildbaches Vajont stauen sollte. Ziel war es, ein Wasserkraftwerk zu errichten, um den ständig steigenden Strombedarf der Region decken zu können. 1960 war der bis dato höchste Staudamm Europas fertiggestellt. Doch dann nagte das angestaute Wasser an den umgebenden Bergen. Die Folge: Immer wieder kam es zu Erdrutschen in den neuen Stausee.
11:35
Gemeinsam mit dem furchtlosen Höhlentaucher Han Ting erforscht Adrenalinjunkie Jin Xiao im südchinesischen Gebiet von Du'an eines der größten Unterwasserhöhlensysteme auf dem Territorium der Volksrepublik. Begleitet werden die beiden von National Geographic-Abenteurer Ben Horton. Sie begeben sich auf eine gefährliche Reise, denn sie tauchen wortwörtlich in das gewaltige Höhlenlabyrinth von Du'an ein. Ihre Suche nach einer neuen Unterwasserspezies führt sie durch bedrohlich enge unterirdische Räume. Zudem lernt das Trio das Volk der Yao kennen, das seit Generationen in diesen verzweigten Höhlen lebt.
12:20
Die großen ägyptischen Pyramiden entstanden im Laufe des 3. vorchristlichen Jahrtausends. Bereits den Menschen der Antike galten sie als historische Bauwerke aus grauer Vorzeit. Heute forschen die Archäologen des 21. Jahrhunderts nach den Ursprüngen der gigantischen Grabmäler, in denen die sterblichen Überreste der Pharaonen bestattet wurden. "Tal der Könige - Ägyptens verlorene Schätze" begleitet ein Forschungsteam auf seinem Weg durch die Gänge und Tunnel der Pyramiden. Es geht um drei geheimnisvolle Könige, die Entdeckung eines neues Grabes und Hinweise auf einen mehr als 4.000 Jahre alten Tempel.
13:10
Auf der Inselgruppe der Kykladen blühte während der Bronzezeit - etwa 3.000 bis 1.100 vor Christus - eine frühgriechische Kultur, von der heute vor allem die zahlreichen erhaltenen Marmoridole zeugen. Die Menschen, die hier lebten, trieben in dieser Epoche regen Handel mit dem griechischen und kleinasiatischen Festland und brachten es dabei zu einigem Wohlstand. Auf der heute unbewohnten Insel Keros erforschen Archäologen die spannenden Ursprünge dieser frühen Zivilisation. Dabei sind sie auf einen Gebäudekomplex gestoßen, bei dem es sich um das älteste jemals gefundene Meeres-Heiligtum handeln könnte.
14:00
Im Jahr 79 nach Christus wurde die römische Stadt Pompeji beim Ausbruch des Vesuvs unter Asche und Bimsstein verschüttet. Zahlreiche Einwohner wurden von Trümmern erschlagen oder erstickten - ihre Überreste finden sich heute als Einschlüsse im ausgehärteten Gestein. Das Ausgießen der Hohlräume mit Gips oder Kunstharz ermöglicht eine Rekonstruktion auch von Details wie Kleidung, Schmuck und teils sogar Frisuren. Zusammen mit den erhaltenen Gebäuden liefert Pompeji so einen Blick ins Alltagsleben im ersten Jahrhundert. Bettany Hughes erzählt die Geschichte der Stadt anhand von zehn ausgewählten Objekten.
14:45
Die Maya-Zivilisation auf der mittelamerikanischen Halbinsel Yucatán erreichte ihre Blüte etwa zwischen 400 und 900 n. Chr. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert beherrschten dann die Inka ein weit ausgedehntes, multiethnisches Reich an der Westküste Südamerikas. Beide zählen zu den bedeutendsten präkolumbischen Hochkulturen des amerikanischen Doppelkontinents. Bis heute faszinieren ihre enormen zivilisatorischen Errungenschaften, seien es der Städte- und Straßenbau oder die weit entwickelten mathematischen Kenntnisse. "Geheimnisse amerikanischer Hochkulturen" reist zu den wichtigsten Zentren beider Völker.
15:30
Dschingis Khan festigt seine Macht durch den Aufbau einer schlagkräftigen Armee und das Ausschalten seiner Feinde. Mit Feldzügen gegen die Tanguten und Jin beginnt er, sein Reich zu erweitern.
16:20
Als ein benachbartes Reich eine mongolische Karawane überfällt, startet Dschingis Khan einen verheerenden Feldzug. Danach ernennt er seinen Sohn Ögedei zu seinem Nachfolger.
17:10
Von Loch Ness bis zur Westküste Kanadas gibt es immer wieder Berichte von Menschen, die Kreaturen im Wasser gesehen habe, die sie sich nicht erklären können.
18:00
Berichte über Kornkreise gibt es aus der ganzen Welt. Die meisten sind als Scherze entlarvt worden, aber bei einigen stellt sich die Frage, ob es sich dabei um etwas Übernatürliches handelt.
18:45
Das Team widmet sich einem Militärstützpunkt aus der Zeit des Kalten Krieges, einer Vulkaninsel mit einer turbulenten Vergangenheit, einem verfallenen Herrenhaus und einem Bauwerk am Meeresgrund.
19:30
Auf einer kroatischen Insel widmen sich die Experten den menschlichen Überresten von 53 Personen, die hier ermordet worden sein sollen. Außerdem wollen sie mehr über sechs mysteriöse Flugobjekte erfahren, die über dem Puget Sound, einer Meerenge im US-Bundesstaat Washington, gesichtet wurden. Auf der britischen Isle of Wight wiederum geht es um die versteinerten Überreste einer bisher unbekannten Dinosaurierart, die von Paläontologen hier entdeckt wurden. Schließlich zeigen seltsame Artefakte, die auf einer schwedischen Insel gefunden werden, welche religiöse Bedeutung dem Eiland im Mittelalter zukam.
20:15
Pharao Ramses II. lebte von etwa 1303 v. Chr. bis 1213 v. Chr. Während seiner 66-jährigen Herrschaft sicherte er Ägypten durch diplomatisches Geschick 50 Jahre des Friedens. Wirtschaftlich und kulturell erblühte das Land am Nil in dieser Zeit. Seine Erfolge trugen Ramses den Beinamen "Der Große" ein, und auch 3.200 Jahre später ist die Erforschung dieses faszinierenden Herrschers noch längst nicht abgeschlossen. "Tal der Könige - Ägyptens verlorene Schätze" begleitet Archäologen unter anderem bei der Erkundung eines weit verzweigten Grabs, das einem von Ramses' Generälen zugeordnet wird.
21:00
König Alexander III. von Makedonien soll nur 1,60 Meter groß gewesen sein. Trotzdem hatte er sich schon früh den Beinamen verdient, unter dem ihn jeder kennt: Alexander der Große. Er eroberte das gewaltigste Reich der Antike, das von Griechenland bis Indien reichte. 323 v. Chr. starb er mit gerade einmal 33 Jahren. Was mit seinem Grab geschah, ist bis heute ungeklärt. Ende des 4. Jahrhunderts verliert sich die Spur. In dieser Doku begeben sich die Archäologen Dr. Geoffrey Tassie und Prof. Emad Khalil auf eine spannende und von vielen Überraschungen geprägte Suche nach letzten Ruhestätte des Eroberers.
21:50
Erneut widmet sich Professor Bettany Hughes dem untergegangenen Pompeji: Ausgerechnet der Tod der Einwohner, die von heißen Gasen erstickt oder von den Trümmern ihrer Häuser erschlagen wurden, liefert heutigen Archäologen einen lebendigen Einblick in das Leben einer römischen Stadt im ersten Jahrhundert nach Christus. Diesmal erkundet Bettany Hughes vor allem die architektonischen Hinterlassenschaften - vom städtischen Bordell über die zweckmäßigen Häuser der einfachen Bevölkerung bis zu mit Mosaiken und Fresken geschmückten Luxus-Domizilen wie dem von den Ausgräbern so benannten "Haus des Menander".
22:35
Nach einstündigem Flug von Taiwan nach Okinawa landet der China Airlines-Flug 129 in Japan. Die Piloten parken die Boeing 737 und schalten die Motoren aus. Als das System fast komplett heruntergefahren ist, bricht plötzlich ein Feuer aus und die ganze Maschine steht in Flammen. Wie durch ein Wunder können alle Insassen flüchten und das Inferno ohne Verletzung überleben. Die Ermittler stehen jedoch vor einem Rätsel. Ihre akribische Analyse führt schließlich zu einer schockierenden Erkenntnis: Verantwortlich für die Katastrophe war ein winziges Detail - das weltweit zu einer Bedrohung werden könnte.
23:25
Der Nordwesten Frankreichs im Hochsommer. Um ihren Passagieren einen legendären Ozeanriesen aus der Vogelperspektive zu zeigen, weichen die Piloten des Proteus-Flugs 706 von ihrer vorgesehenen Flugroute ab. Sie fliegen in einer niedrigen Schleife um die Bucht von Quiberon. Aber kaum haben sie das Schiff einmal komplett umrundet, explodiert die Maschine plötzlich. Ein Lokaljournalist nimmt aus einem in der Nähe befindlichen Flugzeug auf, wie das Wrack vom Himmel fällt. Obwohl es tausende Augenzeugen gibt, hat niemand auch nur die leiseste Ahnung, was die Ursache für diese mysteriöse Tragödie sein könnte.