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TV Programm für ARTE am 31.08.2026

Abenteuer Archäologie 04:10

Abenteuer Archäologie: Die Wikingersiedlungen Grönlands

Archäologie

Die Wikinger waren ohne Frage die größten Entdecker des Mittelalters. Die begnadeten Seefahrer kolonisierten zahlreiche Inseln, darunter England und Irland oder weiter nördlich Island und die Färöer-Inseln. 986 stach der Wikinger-Anführer Erik der Rote in Island in See, um die damals unbewohnte "grüne Insel" Grönland zu erobern - für die bäuerliche Bevölkerung versprach dies künftigen Wohlstand. In Wirklichkeit stellte sich Grönland jedoch als deutlich weniger gastlich heraus: eine raue Küste, vom Wind gepeitschte Täler, in denen kein Baum wuchs, schwer schiffbare Fjorde. Von einem Land des Überflusses konnte keine Rede sein. Haben es die Wikinger geschafft, das extrem unwirtliche Gebiet zu erobern und sich dauerhaft dort niederzulassen? Nach vorherrschender Auffassung sind die Wikinger mit ihrem Versuch der Besiedlung gescheitert, weil sie sich nicht an die extremen klimatischen Bedingungen anpassen konnten. Doch die Erkenntnisse eines französisch-dänischen Forschungsteams entkräften diese These. Als sie die Überreste von Siedlungen und die Auswirkungen der Wikinger-Aktivitäten auf die Umwelt untersuchten, stellten die Archäologen fest, dass die Wikinger von Anfang an Überlebensstrategien gefunden hatten und sich sogar einen gewissen Komfort sicherten. Selbst die Kleine Eiszeit sollen sie überstanden haben. Wenn aber die Wikinger in der feindlichen Umgebung der Insel nicht an Hunger oder Kälte gestorben sind, wie kommt es dann, dass die Archäologen keine Spur für ihre Präsenz nach dem 15. Jahrhundert finden? Die Erkenntnisse der Wissenschaftler könnten dafür sorgen, dass dieses Rätsel endlich aufgedeckt wird.

Athleticus 04:35

Athleticus: Gym Tonic

Zeichentrickserie

Die dritte Staffel des Kurzprogramms wirft in 30 Folgen einen humorvollen Blick auf unsere Gesellschaft und die Rolle des Sports. In dieser Folge: Vom Spielplatz aus beobachten ein Giraffenbaby und ein Elefantenkind einen Gymnastikkurs im Park. Das Sportprogramm ist alles andere als spannend ...

Wunderstoffe 05:00

Wunderstoffe: Von Beton zu Lehm

Dokumentation

Beton, Stahl, Holz, Glas und Lehm - ohne sie ist unsere Architektur nicht denkbar. Aus diesen Materialien entstanden Häuser, Städte, ja ganze Kulturen! Sie prägen Regionen und kommen seit Jahrtausenden zum Einsatz. Diesen "Wunderstoffen" haben wir großartige und bis heute emblematische Bauwerke zu verdanken, aber sie gelten - wie Beton und Stahl - inzwischen als Klimakiller oder sind nicht nachhaltig genug. Welche Alternativen gibt es? Beton ist das Material der Moderne. Mit Textilbewehrung statt Stahl soll sich künftig ein großer Teil des verbrauchten Betons einsparen lassen. Ein anderer vielversprechender Ansatz für den Beton der Zukunft liegt in der Vergangenheit: in der Art und Weise, wie die Römer ihren Beton herstellten. Aber es gibt auch Alternativen: Ein Drittel der Weltbevölkerung lebt in Häusern aus Erde. Heute findet eine Renaissance des Bauens mit Lehm statt, denn seine Herstellung ist sehr viel umweltfreundlicher als die von Beton. In Italien entstehen bereits Lehmbauten aus dem 3D-Drucker.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Das Elsass, Land der Orgeln

Reportage

Patrick Armand ist Orgelbauer. Er betreibt eine der renommiertesten und ältesten Orgelbau-Manufakturen, die Firma Muhleisen im elsässischen Eschau. In keiner Region Frankreichs gibt es mehr Orgeln als im Elsass: Von fast 8.000 im ganzen Land finden sich allein im Elsass 1.250 Stück. Sie zu bauen und zu restaurieren, ist seit Jahrhunderten eine Kunst. Die Orgelmanufaktur befasst sich mit vier verschiedenen Aufgaben: der Wartung und Pflege alter Orgeln, dem Neubau, der Restaurierung und mit der sogenannten Ausreinigung, einer Generalüberholung. Orgelbauer sind oft selbst Organisten, denn sie brauchen für ihr Handwerk die nötigen musikalischen Qualifikationen. Aber auch ein komplexes handwerkliches Können ist essenziell: Sie müssen mit Holz, Eisen, Metalllegierungen und mit anderen edlen und uralten Materialien umgehen können. Die Arbeiten an den einzelnen Projekten sind aufwändig und erstrecken sich meist über mehrere Jahre. In der Manufaktur Muhleisen ist für eine Kirche in Köln gerade der Neubau einer Orgel in Planung, in Versailles kümmert sich das Team um die Ausreinigung eines Instruments und im nordfranzösischen Amiens wird die Orgel der Kathedrale Notre-Dame komplett überholt. Dafür braucht es viele Spezialistinnen und Spezialisten, die alle ihren Beitrag zur Bewahrung der Instrumente vergangener Jahrhunderte leisten. "Eine Orgel stirbt nicht,", sagen die Orgelbauer, "sie ist für die Ewigkeit gedacht." Und gerade deshalb ist sie für viele bis heute die "Königin der Instrumente", die mit ihren mächtigen Klängen Himmel und Erde verbindet.

Zu Tisch 06:50

Zu Tisch: Schwarzmeerküste, Türkei

Essen und Trinken

Im Hinterland der türkischen Schwarzmeerküste gedeihen auf fruchtbaren Böden und im feucht-warmen Klima Haselnüsse, die zu den besten der Welt zählen. Die Sorte "Giresun oily" ist besonders aromatisch und wird wegen ihres hohen Ölgehalts geschätzt. Im August ist Erntezeit. Jetzt schüttelt Haselnussbauer Özer Akbasli mit seinen Helfern die Nüsse von den Bäumen. Seine Frau Gönül und ihre Freundin Nurcan haben es eilig, regionale Köstlichkeiten zubereiten: deftige Schwarzkohlsuppe mit Reis und Mais als Einlagen, gefüllte Schwarzkohlröllchen, eingelegte Milchlinge mit Zwiebeln geschmort, und knuspriges Pide mit Spinat und Schafskäse. Denn zur Erntezeit freuen sich viele Familien, ihre Verwandten aus dem Ausland zu begrüßen. So auch Nurcan: Ihre Schwester kommt aus Deutschland zu Besuch. Endlich sitzen alle gemeinsam am Tisch und trinken Schwarztee der Region. Auch er zählt zu den besten der Welt. Dazu gibt es Kuymak, ein Käsefondue aus Maismehl, Butter und Käse, und saftige Köfte. Die Haselnussernte bringt die Familien wieder zusammen - die schönste Zeit des Jahres.

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: New York / Vietnam / Irland

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Eduard Limonow: Der Wüterich der New Yorker Subkultur / Mit dem Fahrrad durch Vietnam / Brasilien: Andrés Fischragout / Irland: Vaterlandslose Gesellen.

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Glasgow / Portugal / Paris

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Shuggie Bain: Ein Unangepasster in Glasgow / Auf der Ria de Aveiro schippert der Moliceiro / Kanada: Anne-Maries herzhafte Fleischpastete / Paris: Ein befreiendes Urteil.

Count-Down in ein neues Zeitalter: Hiroshima 08:55

Count-Down in ein neues Zeitalter: Hiroshima

Dokumentarfilm

45 Sekunden nach Abwurf explodierte 1945 eine über Hiroshima abgeworfene Atombombe. Eine einzige Nuklearbombe war für die Auslöschung einer Stadt und den Tod von mehr als 100.000 Menschen verantwortlich. Sie wurde damit zur verheerendsten Waffe in der Geschichte und hat die Welt für immer verändert. Der Dokumentarfilm rekonstruiert die wichtigsten Ereignisse vor, während und nach dem Abwurf der Atombombe. Er zeigt das Geschehen in den Hauptquartieren der Alliierten und der japanischen Streitkräfte, die Gespräche in den Flugzeugen und die verwüsteten Straßen Hiroshimas. Zugleich stellt der Film die maßgeblichen Akteure vor und erläutert die Situation an den strategischen Punkten vor Ort. Reichhaltiges Archivmaterial, spektakuläre Bilder, vielfältige Quellen und berührende Gespräche mit Augenzeugen machen ihn zu einem wertvollen Zeitdokument. Überlebende, die sich nie zuvor darüber geäußert haben, sprechen über die Folgen der Bombardierung in der zerstörten Stadt: Waisenkinder wurden an Prostitutionsnetzwerke verkauft, Yakuza-Banden plünderten die Straßen und die letzten Stadtbewohner kämpften teils mit Gewalt ums Überleben. Unveröffentlichte Dokumente aus Regierungskreisen und neu entdecktes Archivmaterial der japanischen Rundfunkgesellschaft NHK bringen neue Erkenntnisse über die Geschichte der diplomatischen Beziehungen zwischen den Konfliktparteien vor der Explosion. Neue Einblicke gibt es auch in die verheerenden Schäden, die der Atomwaffenabwurf anrichtete. Der Film konzentriert sich besonders auf die japanische Sicht der Ereignisse.

Tonga, die Wucht des Unterseevulkans 10:30

Tonga, die Wucht des Unterseevulkans

Dokumentation

Am 15. Januar 2022 ist Branko Sugar gerade beim Fischen auf dem Meer, als er am Horizont eine Rauchwolke sieht, die immer weiter in die Höhe steigt. Eine Serie von gewaltigen Explosionen markiert den Beginn einer der größten vulkanischen Eruptionen der Geschichte. Es folgt ein Kampf ums Überleben: "Plötzlich wurde das Meer weiß, so weit man sehen konnte. Eine Mauer aus weißem Wasser. Ein Tsunami. Ich hatte mich damit abgefunden, dass wir nur noch drei Minuten leben würden", erinnert sich Sugar. Der Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha'apai hat die Kraft einer Explosion von mehr als 60 Megatonnen TNT. Die herausgeschleuderte Asche regnet mehr als zehn Stunden lang auf den Inselstaat Tonga herab, Tsunamis spülen ganze Dörfer hinfort. Die Aschewolke steigt 57 Kilometer hoch, so etwas wurde noch nie zuvor beobachtet. Gleiches gilt für die 5.000 Blitze, die innerhalb einer Minute gemessen werden, und für die Schockwelle, die mehrmals die Erde umrundet. Die Dokumentation begleitet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die intensiv daran arbeiten, diese Ereignisse zu verstehen. Hunga Tonga-Hunga Ha'apai ist ein relativ unbekannter Vulkan, der schwer zu untersuchen ist: Er erhebt sich 1.800 Meter vom Meeresboden und ist fast vollständig von Wasser bedeckt. Es gibt vermutlich mehr als 50.000 vergleichbare submarine Vulkane. Einige von ihnen könnten Millionen von Menschenleben gefährden. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind daher weltweit von Interesse. Forschende aus den Bereichen Vulkanologie, Geologie und Tsunamiforschung suchen nach den Gründen für die gewaltige Eruption, die Tsunamis von der Höhe eines sechsstöckigen Hauses verursachte. Dafür analysieren sie die Asche des Vulkans, scannen seinen Krater unter der Wasseroberfläche und untersuchen die Hinterlassenschaften der Tsunamis. Der Vulkanologe Shane Cronin und der Direktor des geologischen Dienstes von Tonga, Taaniela Kula, begeben sich in die Caldera von Tofua, dem aktiven Zwilling von Hunga Tonga-Hunga Ha'apai. Sie suchen nach der besten Methode zur Überwachung von verborgenen Vulkanen und erforschen die Geheimnisse hinter der Eruption, die ihren Ursprung in der Tiefsee hatte.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Italien: Arancini

Essen und Trinken

Sizilianische Reisbällchen: Arancini / Kulinarische Mitbringsel / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Kambodscha / Rio de Janeiro / Paris

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Kambodscha: Ein Künstler verschmilzt mit der Natur / Burle Marx entwirft die Gärten von Rio de Janeiro / Norwegen: Björns Algenbrot / Paris: Die Königin der Betrügereien

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Japan / Bayern / Ägypten

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Japan: Jiro Taniguchi und die Kunst der Nostalgie / Bayern: Ein Hoch auf den Hopfensaft / Estland: Martens feine Fischsuppe / Ägypten: Ideenwerkstatt Alexandria

Nackt unter Wölfen 14:00

Nackt unter Wölfen

Kriegsfilm

Deutschland, 1945: Wenige Wochen vor der Befreiung durch die Alliierten kommt ein polnischer Häftling mit einem der letzten Transporte in das Konzentrationslager Buchenwald. Bei sich trägt er einen Koffer, den er sich weigert, aus der Hand zu geben; darin ist ein dreijähriger, jüdischer Junge versteckt, dessen Eltern in Auschwitz ermordet wurden. Bei einer Entdeckung durch die Lagerleitung droht dem Kind der Tod. Als die Häftlinge Höfel und Pippig den Koffer öffnen, möchten sie spontan das Kind retten und vor der SS verstecken. Doch dadurch könnten sie den bewaffneten Aufstand gefährden, den eine Widerstandsgruppe im Lager plant. Die Häftlinge sind in ihrer Haltung gespalten, und das Leben des Jungen ungewiss. "Nackt unter Wölfen" beruht auf dem 1958 erschienenen gleichnamigen Roman von Bruno Apitz, der kurz nach der Befreiung seine Erlebnisse im Konzentrationslager Buchenwald zu Papier brachte. Erstmals wurde die hermetisch abgeriegelte Welt eines Lagers in Frank Beyers filmischer Adaption so intensiv dargestellt: nüchtern, klar und ohne jedes Pathos. In einem hochkarätigen Ensemble großer Darsteller verkörpert Armin Mueller-Stahl in einer seiner intensivsten Rollen den Häftling Höfel. Das jüdische Kind hat es tatsächlich in Buchenwald gegeben: Der dreijährige Stefan Jerzy Zweig kam im Herbst 1944 ins Lager und wurde am 11. April 1945 gemeinsam mit seinem Vater befreit. Der am Ende des Films beschriebene bewaffnete Aufstand hat so nie stattgefunden. Stattdessen hatte die SS, aus Angst vor den anrückenden Amerikanern, das Lager aufgegeben und die Flucht in die Wälder angetreten.

Kenia - Dem Regen hinterher 16:20

Kenia - Dem Regen hinterher: Nach der Sintflut

Tiere

In den kenianischen Naturschutzgebieten entscheidet Wasser über Leben und Tod. Dies zeigt sich am Beispiel von drei Tieren, die in der größten Dürre seit 20 Jahren ums nackte Überleben kämpfen. Jede der drei Hauptprotagonistinnen der Doku-Serie führt eine matriarchalisch organisierte Gruppe an. Die Geschichte beginnt unmittelbar nach Ende der Regenzeit. Im Samburu-Nationalreservat führt der Fluss Uaso Nyiro noch ausreichend Wasser und die Elefanten lassen es sich in der sattgrünen Landschaft gut gehen. Doch die Niederschläge waren schwach, und mit der üppigen Vegetation wird es bald vorbei sein. Schnell macht der Wassermangel der "Königsfamilie", wie sie von den Forschenden genannt wird, und anderen Elefantenherden zu schaffen. Anastasia, die Matriarchin des 80 Tiere umfassenden Clans, muss schwierige Entscheidungen treffen, um ihre Herde am Leben zu erhalten. Weiter südlich dagegen, ganz in der Nähe des Nationalparks Maasai Mara, hat es im Naboisho-Refugium stärker geregnet. Fünf Gepardenmännchen versuchen, Gnus zu fangen. Währenddessen schützt die Gepardin Kuleta ihre vier Neugeborenen vor den ständig lauernden Hyänen. In der Nähe des Mount-Kenya-Massivs, auf der Laikipia-Hochebene, kommt die Matriarchin Phoenix, eine Afrikanische Wildhündin, zusammen mit ihren fünf Jungen aus ihrer Höhle. Die Ebene trocknet aus, doch der Nachwuchs kann sich der Meute noch nicht zum Jagen anschließen - für Phoenix und ihre Jungen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. In Naboisho ist Kuleta erfolgreich von der Jagd zurückgekehrt, doch dann pirscht sich eine Hyäne an sie heran. In Laikipia haben Phoenix' Junge schnelle Fortschritte gemacht und sind zur Meute zurückgekehrt, um der wachsenden Trockenheit zu entfliehen. In Samburu ist der Fluss inzwischen ausgetrocknet und Anastasia beschließt, ihren Clan in die Trockengebiete des Nordens zu führen.

Kenia - Dem Regen hinterher 17:05

Kenia - Dem Regen hinterher: Erde und Staub

Tiere

Drei Gruppen von Tierfamilien, jeweils angeführt von einem Weibchen, sind mit der größten Dürre seit 20 Jahren konfrontiert. In Samburu ist der Fluss völlig ausgetrocknet. Zum Glück findet die Elefantenherde mit ihren Rüsseln eine Quelle im Flussbett. In Laikipia passt sich die Afrikanische Wildhündin Phoenix bereits der Trockenheit an. Während andere Fressfeinde der Meute Konkurrenz machen, geht das Rudel auf die Suche nach neuen Jagdgründen. Auf der anderen Seite des Flusses findet es üppigere Vegetation, doch eine Hyänenhorde hat sich an die Hunde herangepirscht. Werden sie dort bleiben können? In Naboisho sucht die Gepardin Kuleta neue Beute für sich und ihren vierköpfigen Wurf. Aufgrund der Trockenheit sind viele Tiere geflohen. Als sie endlich ein Jagdrevier entdeckt hat, muss sie feststellen, dass es schon von Löwen besetzt ist - gefährliche Gesellschaft für eine Geparden-Familie. Während die Trockenheit zunimmt, bekommen die Elefanten Konkurrenz an ihrem Brunnen im Flussbett und müssen sich zurückziehen. Für Kuleta geht es schlecht aus, als eines ihrer Jungen verschwindet. Sie sucht es vergeblich: Ihr Baby wurde von einem Löwen getötet. Zu Phoenix' großer Erleichterung fällt in Laikipia ein Schauer.

Auf dem Wasser durch die USA 17:50

Auf dem Wasser durch die USA: Die Ostküste hinauf

Land und Leute

Diese Etappe auf dem Great Loop führt von der Ostküste der USA vorbei an New York, über den Hudson River und weiter durch den Erie-Kanal zum Ontariosee. Die Fahrt beginnt in den flachen Lagunen von North Carolina, wo junge Austernzüchter sich für eine nachhaltige Nutzung der großen Wasserflächen einsetzen. Weiter geht es zur Chesapeake Bay, der größten Flussmündung der USA. Hier pflegt man maritime Traditionen und restauriert liebevoll Oldtimer-Boote. Am Strand des Delaware River zeigt sich im Mondschein ein Schauspiel, das sich seit Millionen von Jahren wiederholt: die Paarung Tausender Pfeilschwanzkrebse. Die Route des Great Loop führt nun nach Norden. Entlang der Küste von New Jersey machen engagierte Wissenschaftler auf die Bedeutung intakter Seegraswiesen aufmerksam. Danach geht es weiter nach New York am Hudson River. Segelschüler machen vor der Silhouette der Wolkenkratzer ihre ersten Fahrten in selbst gebauten Booten. Die Strecke folgt weiter dem Hudson. An den Hängen des Flusstals erklären Winzer, wie der Strom den Geschmack ihres Weines bestimmt. An Bord des Frachtschoners "Apollonia" weiß man, welche besonderen Anforderungen der Hudson an Schiffsbesatzungen stellt: Durch die Gezeiten wechselt er alle sechs Stunden seine Fließrichtung. Die Route erreicht den Erie-Kanal, der einst den Reichtum des Binnenlandes erschloss und den Aufstieg New Yorks förderte. Nach vielen Kanalkilometern und Schleusen erreicht der Great Loop das größte Süßwassersystem der Welt: die Großen Seen.

Auf dem Wasser durch die USA 18:35

Auf dem Wasser durch die USA: Durch die Großen Seen

Land und Leute

Auf dieser Etappe durchquert der Great Loop die Großen Seen, das größte Süßwassersystem der Welt an der Grenze zwischen den USA und Kanada. Sie beginnt im Thousand Islands National Park in der Mündung des Sankt-Lorenz-Stromes, wo Ranger winzige Baby-Schildkröten auswildern. Die Fahrt geht entlang der Nordküste des Ontariosees bis nach Toronto, der lebendigen kanadischen Metropole. Hier verbindet ein Umweltschutzprojekt die Freude am Paddeln mit dem Sammeln von Plastikmüll. An den Niagarafällen stürzen die Wassermassen spektakulär in die Tiefe, während sich im Naturschutzgebiet Long Point Zugvögel für die lange Passage über den Eriesee vorbereiten. Auf einer Insel im See nutzt ein Bildhauer eiszeitliche Steinformationen für seine Kunst. Die Etappe erreicht dann Detroit, die Motor City, wo ein Fahrrad-Guide die Besonderheiten seiner Stadt zeigt. Von dort führt die Route weiter nach Norden in den Huronsee, hier verbindet eine Fähre seit fünfzig Jahren zuverlässig die Bruce-Halbinsel mit Manitoulin Island. Auf Mackinac Island gibt es keine Autos - Pferdekutschen halten vor historischen Hotelanlagen. Mit einem Wracktaucher geht es im glasklaren Wasser des Michigansees zu den Überresten von Schiffsunglücken, bevor die Fahrt die sandigen Hänge der Sleeping-Bear-Dünen passiert. Auf dem Weg nach Süden erreicht der Loop den Ort Saugatuck, wo auf dem Kalamazoo River Fahrten in historischen Fiberglasbooten unternommen werden. Schließlich endet diese Etappe bei einem engagierten Fluss-Renaturierungsprojekt in Chicago, der lebendigen Metropole am Südufer des Michigansees.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Re: 19:40

Re:: Jung, laut, demokratisch in Sachsen-Anhalt

Reportage

Einige Monate vor der womöglich richtungsentscheidenden Landtagswahl im Herbst in Sachsen-Anhalt: Der AfD-Landesverband, den der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch einstuft, steht in Umfragen nahe an einer absoluten Mehrheit. Der 17-jährige Max mobilisiert auf seinem Kanal "Maximal demokratisch" auf Social Media für Demokratie, gegen Faschismus und für eine offene, pluralistische Gesellschaft. Als Sohn eines irakischen Vaters und einer deutschen Mutter hat er schon früh gelernt, was Ausgrenzung und Rassismus bedeuten. Der Jura-Student Hannes dokumentiert den politischen Rechtsruck in seiner Heimat und ringt dabei mit seiner eigenen Familiengeschichte, seit es mit seinem AfD-affinen Vater zum Bruch kam. Um sich vor Anfeindungen und Übergriffen auf seinen Videodrehs zu schützen, trainiert er auch Kickboxen. Max' gute Freundin Alexandra betreibt ein Kosmetikstudio in einer Plattenbausiedlung. Sie hat sich trotz allem bewusst dafür entschieden, in ihrer Heimat zu bleiben - auch wenn sie in ihrem Studio immer wieder mit der gesellschaftlichen Spaltung konfrontiert wird. Drei junge Menschen zwischen Engagement, Alltag und der Frage, welcher Zukunft dieses gesellschaftlich gespaltene Bundesland entgegensieht.

Schieß, solange du kannst 20:15

Schieß, solange du kannst

Kriminalfilm

Jacques Cournot ist ein erfahrener Kapitän, der sein Geld mit Schiffsüberführungen verdient. Als ihn der wohlhabende Geschäftsmann Hugo Hendrix zu einem lukrativen Auftrag überredet, ahnt er nicht, worauf er sich einlässt. Er soll die Luxusjacht Dragoon ihrer Eigentümerin Madame Osborne abkaufen und in die Karibik überführen. Doch kurz nach Besichtigung wird die Jacht gestohlen, und Cournot wird zum Hauptverdächtigen. Madame Osborne überredet Cournot, mit ihr zusammen nach dem verschwundenen Schiff zu suchen. Schon bald gibt es Hinweise, dass sich an Bord eine wertvolle Fracht befindet. Je tiefer Cournot in die Machenschaften seines Auftraggebers gerät, desto klarer wird, dass er Teil eines internationalen Waffenhandels geworden ist. Zwischen einsamen Inseln, offenem Gewässer und undurchsichtigen Bündnissen muss er entscheiden, wem er noch vertrauen kann. Während die Gefahr wächst, kämpft er nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, seine moralischen Grundsätze zu bewahren.

Call Me Kate 21:50

Call Me Kate: Katharine Hepburn, Star mit eigenem Kopf

Künstlerinnenporträt

Scharfsinnig, witzig, willensstark - und talentiert: Katharine Hepburn (1907-2003) wurde nicht nur zu einem der größten Stars Hollywoods, sondern auch zu einer Ikone weiblicher Unabhängigkeit. Sie war das zweite von sechs Kindern eines progressiven Elternpaares, das seinen Kindern viele Freiheiten ließ. So lernte Katharine Hepburn früh, ihren eigenen Weg zu gehen und sich durchzusetzen. 1932 wählte sie der Regisseur George Cukor für die Hauptrolle in seinem Film "Eine Scheidung" aus - der Beginn einer langen und erfolgreichen Filmkarriere. Und der Beginn einer Zusammenarbeit, aus der zahlreiche Filme hervorgingen, darunter ihr kommerziell erfolgreichster Film "Vier Schwestern" (1933) sowie "Sylvia Scarlett" (1935), "Die Schwester der Braut" (1938), "Die Nacht vor der Hochzeit" (1940) und "Die ganze Wahrheit" (1942). Darüber hinaus arbeitete Miss Kate, wie sie genannt wurde, mit namhaften Regisseuren wie Howard Hawks, John Ford und John Huston ("African Queen", 1951) zusammen. Bei den Dreharbeiten zu "Die Frau, von der man spricht" (1942) lernte sie den Schauspieler Spencer Tracy kennen, mit dem sie fast 30 Jahre verbunden war - trotz seiner Ehe mit einer anderen Frau. Ihre Beziehung wurde nie öffentlich gemacht, doch in Hollywood galt sie als offenes Geheimnis. Gemeinsam wurden sie zu einem der legendärsten Leinwandpaare der Filmgeschichte. Katharine Hepburns Weigerung, sich den damaligen Erwartungen der Filmbranche zu unterwerfen, machte sie zum Vorbild für Generationen von Schauspielerinnen.

Letzte Sommer in Sanary 23:20

Letzte Sommer in Sanary: 1933 - 1941

Dokumentation

1933, nach Hitlers Machtübernahme, wird das südfranzösische Sanary-sur-Mer zum Zentrum deutschsprachiger Exilliteratur. In dem kleinen Hafenort an der Provence finden Schriftstellerinnen und Schriftsteller und Intellektuelle Zuflucht: Lion Feuchtwanger, Thomas Mann und sein Bruder Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Klaus Mann, Erika Mann, Franz Werfel, Alma Mahler-Werfel, René Schickele und viele andere. Die Dokumentation erzählt von einem einzigartigen Moment europäischer Kulturgeschichte: Zwischen Cafés, Markt und Mittelmeer entstehen große Werke, während in Deutschland Bücher brennen - auch die der geflohenen Schriftsteller und Schriftstellerinnen. Hoffnung auf Rückkehr mischt sich mit Rivalitäten, künstlerischer Produktivität und wachsender Verzweiflung. Mit Kriegsbeginn werden die Emigranten zu "feindlichen Ausländern", viele interniert, das Paradies zerbricht. Aus Briefen, Tagebüchern und literarischen Texten entsteht das bewegende Porträt einer verlorenen Welt - und eine eindringliche Geschichte über Exil, Heimat und die Zerbrechlichkeit von Freiheit.