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TV Programm für ARTE am 28.09.2026

42 - Die Antwort auf fast alles 04:20

42 - Die Antwort auf fast alles: Bist Du psychopathisch?

Infomagazin

Ted Bundy wirkte nach außen charmant und einnehmend. Gleichzeitig entführte und tötete er viele junge Frauen in den USA. Bundy war ein Psychopath. Wir glauben, dass Menschen wie er Einzelfälle sind. Dabei kennt fast jeder einen Menschen mit psychopathischen Eigenschaften. Denn ein bis zwei Prozent der Bevölkerung gelten als psychopathisch. Doch die wenigsten werden zu Serienmördern. Wie können wir die gefährlichen von den ungefährlichen Psychopathen unterscheiden und uns schützen? Die amerikanische Psychologin Abigail Marsh wuchs in der Nähe von Ted Bundys Elternhaus auf und erforscht inzwischen, warum aus auffälligen Jugendlichen in einigen Fällen Psychopathen werden und aus anderen nicht. Psychopathie ist eine komplexe Persönlichkeitsstörung, über deren Ursachen die Forscher bisher wenig wissen. Immerhin hilft die Psychopathie-Checkliste, sie zu identifizieren. Der amerikanische Neurowissenschaftler James Fallon fertigte in den 1980er Jahren Hirnscans von psychopathischen Straftätern an und stellte bald ein Muster fest: Ihre Hirnstruktur verrät sie. Und was ist mit denen, die nie straffällig werden? Martin Rettenberger, Kriminologe aus Wiesbaden, beschäftigt sich mit den "erfolgreichen" Psychopathen, die normal leben. Eine davon ist die amerikanische Anwältin M.E. Thomas, die nach ihrer Diagnose als Psychopathin eine Therapie machte und seitdem ein stabiles soziales und berufliches Leben führt.

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See 05:00

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See: Malaysia, Rawang

Abenteuer und Action

Vor ein paar Monaten hat Corentin seine bretonische Heimat verlassen. Nun sticht er zum zweiten Teil seiner Weltreise mit dem Katamaran "Nomade des mers" in See - begleitet von Coline, einer Spezialistin für Kompostierung. Sie hat ein System ins Leben gerufen, bei dem Nahrungsabfälle von Restaurants eingesammelt, kompostiert und anschließend an die Gemüsebauern der Stadt verteilt werden: eine Kreislaufwirtschaft, die Bioabfälle wiederverwertet. In Malaysia entdecken Corentin und Coline eine sehr wirksame Methode, die Abfälle aufzubereiten: durch Fliegenlarven, die organische Stoffe zersetzen.

360° Reportage 05:25

360° Reportage: Montenegro: Der Eselretter

Reportage

Noch vor wenigen Jahren waren Esel in Montenegro akut vom Aussterben bedroht. Dass es die einst auf dem Balkan zahlreichen, treuen Helfer der Bauern heute noch im Land gibt, ist vor allem Darko Saveljic zu verdanken. 2015 rettete der Biologe die erste Eselstute - ein Tier, das seine Besitzer unter elenden Bedingungen hielten. Kurz darauf nahm er zwei weitere Esel auf, die als Futter für Jagdhunde geschlachtet werden sollten. Inzwischen leben 59 Stuten und ein Hengst auf Darkos Eselfarm - hoch in den Bergen, 17 Kilometer von Montenegros Hauptstadt Podgorica entfernt. Sie heißen Drina, Julia, Haila, Mandarina, und jedes Grautier hat eine eigene Geschichte. Mandarina ist mit 40 Jahren die älteste Stute auf der Farm. Bevor Darko Saveljic sie zu sich holte, hatten ihre Besitzer sie jahrelang als Arbeitstier ausgebeutet, ohne zu bemerken, dass sie blind ist. Drina wiederum war das erste Fohlen auf der Farm - geliebt und verwöhnt von der ganzen Familie. Als ein Wolf ihre Mutter tötete, wurde das Eselfohlen wie ein Haustier behandelt. Mit der wachsenden Zahl an Tieren baute die Familie schließlich einen Stall und ein Auslaufgehege. Heute steht Drina mitten in der Herde - und wacht eifersüchtig darüber, dass sie weiterhin die meiste Zuwendung erhält. Was als private Rettungsaktion begann, ist zu einer Initiative mit Strahlkraft weit über Montenegro hinaus geworden.

GEO Reportage 06:00

GEO Reportage: Chartres, die Farben des Himmels

Reportage

Elodie Vally lebt schon seit ihrer Geburt in Chartres. Sie wuchs direkt an der Kathedrale auf und entwickelte bereits in ihrer Jugend eine Leidenschaft für die Glasmalerei. Heute leitet sie das "Maison Lorin" - und erhält damit ein wichtiges Kulturerbe am Leben. Das "Atelier Lorin" ist eine der ältesten Glasmalereiwerkstätten, die sich noch immer in ihren ursprünglichen Räumlichkeiten befindet. Glasmalerei ist für Elodie eine Herausforderung an sich, ein Balanceakt zwischen den verschiedenen Eigenschaften von Glas: Glanz, Transparenz, Steifheit, Farbenvielfalt. Dazu kommt die Zerbrechlichkeit des Materials. In ihrer Werkstatt gewährt Elodie einen Blick zurück, fast einen Zeitsprung ins Mittelalter. Auch für den 1932 geborenen Jacques Loire ist die Glasmalkunst eine Berufung. Auch im hohen Alter ist er noch immer äußerst kreativ im "Atelier Loire". Zusammen mit seinem Vater Gabriel schuf er schon vor Jahrzehnten beeindruckende Glaskunstwerke - so gestalteten sie Anfang der 1960er Jahre die imposanten blauen Glassteine für den Neubau der Berliner Gedächtniskirche. Seine Leidenschaft für die Glasmalerei hat er an seine Kinder weitergegeben und arbeitet inzwischen mit seinen beiden Söhnen zusammen. In den Werkstätten des Hauses Loire geht es nicht um Rekonstruktion, sondern um neue Kunstwerke. Jacques ist mit der Glasarbeit für eine Krankenpflegeschule im japanischen Osaka beschäftigt. ARTE verfolgt die einzelnen Arbeitsschritte - bis das Gesamtkunstwerk schließlich in voller Schönheit erstrahlt.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:55

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Pilze

Essen und Trinken

Weder Pflanze noch Tier und doch voller Leben: Pilze schreiben ihre eigenen Erfolgsgeschichten. Als Delikatesse, Medizin oder Zukunftshoffnung - kaum ein Organismus vereint so viel Potenzial und Mysterium. In den Bergen Griechenlands entdecken Katerina Tsagaropolou und Ilias Efthimiou kostbare Wildpilze, während Julie-Lou Dubreuilh in den tiefen Kellern von Paris mit dem Pilzzüchter Bruno Zamblera Champignons erntet. Lucie Fischer-Chapalain zaubert hingegen täuschend echte Gänsekeulen aus Austernpilzen und kreiert intensiven Pilzstaub als natürlichen Umami-Booster. Die unterschätzten Waldfrüchte sind dabei nicht nur Genuss, sondern auch Hoffnungsträger für nachhaltige Ernährung. Und für alle Besserwisser: Pilze bilden das größte bekannte Lebewesen der Erde.

Stadt Land Kunst 07:25

Stadt Land Kunst: Schweden / Indien / Chicago

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Schweden: Ein feurig-kalter Krimi von Johana Gustawsson / Indien: Das Schlangenvolk / Mexiko: Lucias Papadzules / Chicago: Eine runde Erfindung

Stadt Land Kunst Spezial 08:10

Stadt Land Kunst Spezial: Massachusetts

Magazin

Spezial Massachusetts mit folgenden Themen: Das Reich von Moby Dick / Martha's Vineyard: Ferienparadies für Weiße, Zufluchtsort für Schwarze/ Die gefüllten Venusmuscheln von Susanne und Elaine / Harvard - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Fuck the Planet 08:55

Fuck the Planet: Ist unser Klima noch zu retten?

Dokumentation

Aktuell leben rund acht Milliarden Menschen auf der Erde, fast eine Milliarde davon in Küstenregionen, die bereits vom Klimawandel betroffen sind. Jakarta ist eines der eindrücklichsten Beispiele: Jedes Jahr setzt der Monsun weite Teile der Stadt unter Wasser. Gleichzeitig sinkt die Metropole stetig ab, während der Meeresspiegel unaufhaltsam steigt. Warum haben die Warnungen der Wissenschaft nicht schon viel früher zu einem entschlossenen Handeln geführt? Bereits im 19. Jahrhundert erkannten Forscherinnen und Forscher, dass die Industrialisierung die Atmosphäre verändern und die Temperaturen deutlich ansteigen lassen könnte. Mitte des 20. Jahrhunderts mehrten sich die Stimmen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die vor unabsehbaren Umweltfolgen durch die Nutzung fossiler Energieträger warnten. Die Studie "Die Grenzen des Wachstums" und die Stockholmer Umweltkonferenz markierten den Beginn eines internationalen Problembewusstseins. Die erste Ölkrise führte jedoch dazu, dass die westlichen Industriestaaten verstärkt auf Kohle setzten und Umweltfragen erneut in den Hintergrund rückten. Wissenschaftlerinnen und Umweltaktivisten versuchten daraufhin, die US-Regierung unter Jimmy Carter zum Handeln zu bewegen. Der Klimawandel wurde zu einem globalen politischen Thema, auch wenn die konkreten Maßnahmen weit hinter den wissenschaftlichen Erkenntnissen zurückblieben. Für Klimaforscher und -forscherinnen stand damals jedoch schon fest: Die Folgen des politischen Nichtstuns werden sich früher oder später bemerkbar machen.

Fuck the Planet 09:45

Fuck the Planet: Ist unser Klima noch zu retten?

Dokumentation

Ende der 1970er Jahre gab US-Präsident Jimmy Carter bei führenden Klimaforschern eine Untersuchung zu den Risiken der globalen Erwärmung in Auftrag - trotz des von ihm begonnenen massiven Ausbaus der Kohleförderung. Ziel war es, die Abhängigkeit der USA von importiertem Erdöl zu verringern. Unter Leitung des Meteorologen Jule Charney kam eine Expertenkommission zu dem Ergebnis, dass eine Verdopplung des CO2-Gehalts der Atmosphäre im Laufe des 21. Jahrhunderts zu einer Erderwärmung um etwa drei Grad Celsius führen würde. Die Wahl Ronald Reagans führte zu einem politischen Kurswechsel: Umweltauflagen wurden zurückgenommen, obwohl ein neuer Bericht der US-Akademie der Wissenschaften zahlreiche Warnungen enthielt. Statt auf eine sofortige Reduzierung der Emissionen sollte auf künftige technologische Fortschritte gesetzt werden. Der Ökonom William Nordhaus entwickelte sogar Kosten-Nutzen-Modelle, die eine Erwärmung um drei Grad als wirtschaftlich "optimal" darstellten, während dem renommierten Klimaforscher James Hansen gleichzeitig die finanziellen Mittel gekürzt wurden. Mitte der 1980er Jahre gelang es Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, mit Hilfe von Eisbohrkernen einen einzigartigen Blick auf die Klimageschichte der vergangenen 150.000 Jahre zu werfen. Sie konnten dadurch eindeutig belegen, dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre seit Beginn der Industrialisierung in bislang unbekanntem Ausmaß gestiegen war. 1988 erklärte James Hansen schließlich vor dem US-Kongress, dass der Klimawandel bereits begonnen habe. Seine Aussage markierte einen Wendepunkt.

Fuck the Planet 10:30

Fuck the Planet: Ist unser Klima noch zu retten?

Dokumentation

Die Global Climate Coalition finanzierte tendenziöse Studien, unterstützte klimaskeptische Experten, stellte die Forschungsergebnisse des Weltklimarats infrage und betrieb intensive Lobbyarbeit, um klimapolitische Entscheidungen möglichst lange hinauszuzögern. Gleichzeitig nahm die Globalisierung rasant an Fahrt auf. Zwischen 1990 und 2010 nahm der weltweite Schiffsverkehr stark zu, Produktionsstandorte wurden nach Asien verlagert und multinationale Unternehmen etablierten globale Lieferketten, die auf reichlich verfügbarer und kostengünstiger fossiler Energie beruhten. Trotz immer eindringlicherer Warnungen von Forscherinnen und Forschern blieb das Wirtschaftswachstum oberstes politisches Ziel. Anfang der 2000er Jahre versuchte der Klimaforscher James Hansen erneut, Regierungen von der Dringlichkeit des Problems zu überzeugen. Er kritisierte Politiker, die nur jene wissenschaftlichen Erkenntnisse akzeptierten, die ihren Interessen entsprachen und warnte davor, dass diese Form der Verdrängung in eine ökologische Katastrophe führen werde. Obwohl sich die Global Climate Coalition schließlich auflöste, wurde ihre Strategie von marktradikalen Thinktanks fortgeführt. Inzwischen hat die globale Erwärmung bereits 1,5 Grad Celsius erreicht - und vielerorts tritt die Anpassung an den Klimawandel zunehmend an die Stelle seiner Bekämpfung. In Bangkok, New York, Japan und Jakarta werden Milliarden in Projekte zum Schutz vor dem steigenden Meeresspiegel investiert.

Re: 11:25

Re:: Kleine Wohnung? Umbauen statt umziehen

Reportage

57 Quadratmeter, zwei Erwachsene, ein Kleinkind - und der Wunsch nach etwas mehr Platz: Laura und Konstantin leben mit ihrer zweijährigen Tochter in einem Berliner Altbau. Eine größere bezahlbare Wohnung ist nicht in Sicht. Deshalb muss jetzt eine andere Lösung her - auch weil die drei sich in ihrem Kiez wohlfühlen. Die junge Familie macht sich auf die Suche nach Ideen, wie aus ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung ein Zuhause werden kann, das mitwächst. Unterstützung bekommen sie von Architekt Van Bo Le-Mentzel. Der Berliner gilt als Pionier für "kluges Wohnen" auf kleinem Raum. Er selbst lebt mit seiner Frau und drei Kindern auf 90 Quadratmetern. Mit seinem Wohnungsbau-Unternehmen "Gemeinwohlbau" entwickelt der 49-Jährige neue Modelle für gemeinschaftliches und bezahlbares Wohnen. Laura und Konstantin schlägt er vor, mit einem selbst gebauten Raumteiler neue Rückzugsorte zu schaffen. Einziges Manko: Die beiden bringen wenig handwerkliche Vorerfahrung mit. Gelingt der Plan, die kleine Wohnung im Do-It-Yourself-Projekt familientauglich umzubauen?

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Taiwan: Uánn-kué

Essen und Trinken

Mehr als ein Reiskuchen: der Uánn-kué aus Taiwan / Kulinarische Mitbringsel / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Madrid / Quebec / Indien

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Madrid: Carlos Giménez stellt sich den Geistern des Franquismus / Quebec: Die Atikamekw / La Réunion: Nativs kreolisches Fisch-Cari / Indien: Die Farbe Khaki

Stadt Land Kunst 13:15

Stadt Land Kunst: Triest / Madagaskar / Kyoto

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Federica Manzon und die Rückkehr nach Triest / Madagaskar: In Antsiranana ist Träumen erlaubt / Frankreich: Gabys Limousin-Pastete / Kyoto: Japans Amazone

Alles ist gutgegangen 14:00

Alles ist gutgegangen

Drama

Die Pariser Schriftstellerin Emmanuèle und ihre Schwester Pascale werden ins Krankenhaus gerufen: Ihr Vater André hatte einen schweren Schlaganfall. Mit Lähmungserscheinungen und lebensmüde bittet er Emmanuèle, für ihn Sterbehilfe zu organisieren. Die Schwestern hoffen zunächst auf einen Sinneswandel und verlegen den Lebemann und Kunstliebhaber in eine bessere Klinik, doch André bleibt entschlossen. Zum Ärger seiner beiden Töchter taucht auch Andrés Ex-Liebhaber Gérard unangekündigt am Krankenbett auf. In Rücksprache mit Andrés Anwalt beginnen Emmanuèle und Pascale widerwillig, Möglichkeiten eines assistierten Suizids zu prüfen. Da Sterbehilfe in Frankreich verboten ist, wenden sie sich an eine Schweizer Organisation. André ist begeistert, dass sein letzter Wunsch Form annimmt. Dann wiederum irritiert er - trotz festen Sterbewillens - Emmanuèle, Pascale und seine depressive, an Parkinson erkrankte Ex-Frau Claude mit plötzlicher Lebenslust. Am Tag des Abschieds schmuggeln die Schwestern ihn aus dem Krankenzimmer, müssen aber umdisponieren, als die Polizei auf einen anonymen Tipp hin einschreitet. Die Schwestern vermuten Gérard dahinter ...

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See 15:50

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See: Brasilien, Recife

Abenteuer und Action

Nach drei Wochen auf hoher See erreicht der Katamaran "Nomade des Mers" endlich Brasilien. Die Hühner haben die lange Überfahrt prima überstanden, und in der Kajüte wuchern die Pflanzen. Aber Corentin, Pierre-Alain und Elaine sind erschöpft. Außerdem wollen sie mal etwas anderes essen als Eier, Würmer und Salat. Sie legen in Recife im Norden des Landes an und quartieren sich für einige Tage im Öko-Schulungszentrum Serta ein. Hier werden einfache Lowtech-Lösungen für existenzielle Probleme wie den Zugang zu Wasser oder Energie angeboten. Der Garten des Zentrums ist eine wahre Lowtech-Fundgrube. Roberto Ferrera und andere Lehrer zeigen den dreien ihre selbst entworfenen Schätze: Solaröfen, Wasserpumpen, eine Obstdarre und sogar eine Biogasanlage, mit der aus Kuhfladen Gas und Biodünger gewonnen werden. Überhaupt gibt es bei Serta viel zu lernen, die Crew möchte ihren Katamaran weiter verbessern, bevor es wieder auf See hinausgeht. Vor allem von der Biogasanlage sind sie angetan und wollen sie für den Katamaran nachbauen. Außerdem besuchen sie den Bauernhof von Fernando. Er hat bei Serta gelernt, den trockenen Boden profitabel zu bewirtschaften. Nun ist sein Betrieb ein Vorzeigehof für die Bauern der Region geworden.

Nationalparks der Zukunft 16:20

Nationalparks der Zukunft: Peru

Doku-Reihe

Das Regenwaldgebiet des Yaguas-Nationalparks ist 8.700 Quadratkilometer groß - ein Vielfaches der Fläche aller Nationalparks auf dem deutschen Festland zusammengenommen. Für den Klimaschutz ist die Erhaltung einer derart riesigen Primärwaldfläche von großer Bedeutung. Yaguas liegt in der Region Loreto im Nordosten Perus. Das Gebiet gehört zum Amazonastiefland, ist sehr schwer zugänglich und extrem artenreich. Tausende unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten wurden bisher darin nachgewiesen. Seinen Namen hat Yaguas vom indigenen Volk der Yagua, die hier seit Jahrtausenden zu Hause sind. Auch der Río Yaguas ist nach ihnen benannt. Er entspringt im Nationalpark und ist einer der wenigen Flüsse, die ihren Ursprung im Amazonasbecken haben. Die indigenen Gemeinden, die an seinem Rand leben, hängen wirtschaftlich jedoch von den reichen Ressourcen dieses Ökosystems, vor allem Fisch, ab. Daher ist der Schutz des Gebietes für sie überlebenswichtig. Auch der Arapaima, einer der größten Süßwasserfische der Welt, ist im weit verzweigten Flusssystem des Yaguas beheimatet. Die Einrichtung des Nationalparks war auch ein Wunsch der indigenen Anrainergemeinden. Sie wissen, dass der Park ihre Lebensgrundlagen sichert, und hatten den peruanischen Staat 2017 dazu aufgefordert, Yaguas zum Nationalpark zu erklären, um damit der Bedrohung des Gebietes durch illegalen Holzeinschlag, Goldwaschanlagen und Drogenplantagen Einhalt zu gebieten. Aber die Kokafelder rücken immer näher an den Nationalpark heran - es ist ein Wettlauf mit der Zeit.

Nationalparks der Zukunft 17:05

Nationalparks der Zukunft: Laos

Doku-Reihe

Sie sind die vielleicht geheimnisvollsten Bewohner des Nationalparks Nam Et-Phou Louey: die in fast ganz Asien vom Aussterben bedrohten Nebelparder - leopardenähnlich aussehende Großkatzen. Auf der Suche nach einigen der letzten Exemplare der gefleckten Baumakrobaten begleitet die Dokumentation Akchousanh Rasphone, die 40-jährige Chef-Biologin des Parks, tief in den Nationalpark hinein. An Orte, die außer ihr noch niemand gesehen hat und die noch nie mit einer Kamera festgehalten worden sind. Rasphone ist die erste Laotin mit einem Doktortitel der Universität Oxford. Ein Hauptteil ihrer Arbeit ist die regelmäßige Auswertung der überall im Park aufgestellten Kamerafallen. Insgesamt 60 Ranger sind in Nam Et-Phou Louey im Einsatz, fast alle ehemalige Jäger aus den Dörfern im Schutzgebiet, die mit dem oft undurchdringlich scheinenden Waldgebiet seit Kindesbeinen vertraut sind. Die aktuell größte Gefahr bleiben die Wilderer. Pro Monat beschlagnahmen die Ranger im Durchschnitt ein Dutzend Gewehre und neutralisieren unzählige illegal aufgestellte Tierfallen. Die Naturschützer sind überzeugt, sie brauchen weitere Verstärkung in Nam Et-Phou Louey. Nur dann kann das gewaltige Nationalparkprojekt im Nordosten von Laos eine nachhaltige Erfolgsgeschichte werden.

Surfing Hippos 17:50

Surfing Hippos: Der Strand der Dschungeltiere

Tiere

Tief im Herzen Afrikas liegt ein Ort, an dem zwei Welten aufeinandertreffen: der endlose Regenwald des Kongobeckens und der wilde Atlantik. An der Küste Gabuns verschmelzen Urwald und Ozean zu einem Grenzland von seltener Magie - dem Strand der Dschungeltiere. Hier zeigt sich das Leben von seiner überraschendsten Seite. Tiere, die man sonst nur tief im Dschungel erwartet, finden sich plötzlich am Meer wieder. Giganten wie Elefanten und Flusspferde, die in der Brandung surfen, teilen sich den Strand mit Antilopen, Affen, Reptilien und unzähligen kleineren Bewohnern. Jeder folgt seinen eigenen Bedürfnissen - auf der Suche nach Nahrung, Schutz oder Heilung. Und wenn die Nacht hereinbricht, verwandelt sich der Strand in eine Wiege des Lebens, die seit Jahrtausenden neue Generationen hervorbringt. Doch das Paradies hat Risse bekommen. Strömungen tragen Plastikmüll bis an diese Küste, an den letzten unberührten Strand Afrikas. Was für die Tiere seit Jahrtausenden ein Ort der Nahrung, des Schutzes und der Begegnung war, droht zur Müllkippe zu werden. Die Dokumentation ist eine filmische Reise an einen einzigartigen Ort, an dem Wald und Meer, uralte Rhythmen und moderne Bedrohungen aufeinandertreffen - ein Naturfilm voller Magie und eindringlicher Geschichten über ein Paradies, das aus dem Gleichgewicht zu geraten droht.

Wilde Kunst 18:30

Wilde Kunst

Dokumentation

Was soll man von der Elefantendame Suda halten, die mit Pinsel und Farbe ihren Freund porträtiert? Echte Begabung? Könnte es sein, dass die Wurzeln unserer Kunst weit zurück ins Reich der Tiere reichen? Kunst macht Mühe und kostet Zeit. Lauter Nachteile im Überlebenskampf. Wenn aber Tanz, Gesang und Architektur zu Verführungskünsten werden, zahlt es sich aus. Dass manche Tiere dabei sogar Kreativität und ihren "persönlichen Stil" entwickelten, ist nicht verwunderlich. Schließlich will man sich von Mitbewerbern abheben. Auch in der frühen Menschheitsgeschichte galten die Anfänge der Kunst wohl dem anderen Geschlecht. Dafür sprechen kunstvoll gefertigte Riesenfaustkeile, die zu groß waren, um sie als Werkzeug zu verwenden. Waren sie Schaustücke, um den Frauen zu imponieren? Es vergingen Jahrhunderttausende, bis den Menschen ein Kunststück gelang, was den Tieren bis heute versagt bleibt: die Abbildung ihrer Umgebung. Erst die Eiszeitkünstler vor 43.000 Jahren schnitzten Elfenbein-Figürchen von Mammuts, Pferden und Wasservögeln. Und als sie auf ihren Knochenflöten die ersten Melodien spielten, war die Kunst endgültig zur "Sprache der Gefühle" geworden. Unsere Kunst ist längst über biologische Zwecke hinausgewachsen. Aber ihr Ursprung ist schon bei Tieren zu finden. Schließlich ist auch die Kunst nicht vom Himmel gefallen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Re: 19:40

Re:

Reportage

Was Europa bewegt Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.

Der Gefangene von Alcatraz 20:15

Der Gefangene von Alcatraz

Drama

Robert Stroud wird nach einer Gefangenenrebellion in die Strafanstalt Leavenworth verlegt. Er sitzt wegen Mordes zwölf Jahre Zuchthaus ab und gilt als gewalttätig und verbittert. Als er einen Wärter ersticht, soll er hingerichtet werden, doch seine Mutter erreicht die Umwandlung des Urteils in lebenslange Einzelhaft. In der Isolation hat Stroud nur wenig Kontakt, bis er im Hof einen verletzten Sperling findet und ihn in seiner Zelle aufzieht. Später darf er Kanarienvögel züchten und entdeckt darin einen neuen Lebenssinn. Er entwickelt ein Heilmittel gegen eine gefährliche Vogelkrankheit und wird als Vogelexperte bekannt. Durch die Züchterin Stella Johnson entsteht erstmals eine persönliche Bindung, die jedoch zum Bruch mit seiner Mutter führt. Er wartet auf eine Begnadigung ... "Der Gefangene von Alcatraz" basiert auf der Lebensgeschichte des Amerikaners Robert Stroud, der 1963 in einem Gefängnishospital starb, nachdem er 54 Jahre in Zuchthäusern verbracht hatte, davon 43 Jahre in Einzelhaft. Der Film, auch ein Plädoyer für einen humaneren Strafvollzug, erhielt mehrere bedeutende Preise. Burt Lancaster wurde als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert, gewann den BAFTA Film Award und in Venedig die Coppa Volpi. Weitere drei Oscarnominierungen gingen an Telly Savalas und Thelma Ritter für ihre Nebenrollen und an Burnett Guffey für die beste Bildgestaltung in Schwarz-Weiß. Für Telly Savalas war es der Start seiner Schauspielkarriere, die im TV als Polizist Kojak mit "Einsatz in Manhattan" ihren Höhepunkt fand.

Das Experiment 22:35

Das Experiment

Psychothriller

20 Männer lassen sich für zwei Wochen auf ein riskantes Rollenspiel ein: Gefangene und Wärter in einem simulierten Gefängnis. Anfangs gelten klare Regeln, Gewalt ist verboten. Doch Macht, Angst und Gehorsam verändern alles. Aus der Studie wird ein Alptraum - und die Frage bleibt: Kann "Das Experiment" noch gelingen? Psychothriller, inspiriert vom Stanford-Prison-Experiment. Die Handlung orientiert sich an der Versuchsanordnung des Stanford-Prison-Experiments: Eine Gruppe von 20 - in Stanford 24 - Männern wird zufällig in "Gefangene" und "Wärter" eingeteilt. Zwei Wochen lang sollen die Teilnehmer in einem Scheingefängnis ausharren, das in einem umgebauten Flur im Keller einer Universität eingerichtet ist. Die Gefangenen müssen grundlegende Rechte und Freiheiten aufgeben. Sie werden desinfiziert, erhalten nummerierte Kittel und werden zu dritt in enge Zellen gepfercht. Als sie sich gegen Erniedrigungen und Schikanen wehren, reagieren die Wärter bereits in der ersten Nacht mit brutaler Härte. Während das reale Experiment in Stanford wegen zunehmender Aggressionen der Wärter und wachsender Abstumpfung der Gefangenen nach kurzer Zeit abgebrochen wurde, steigern Drehbuch und Film die Situation weiter. Sie zeigen, wie Macht, Gehorsam und Gewalt die Versuchspersonen bis an ihre Grenzen und darüber hinaus treiben. Oliver Hirschbiegels Kinodebüt ist ein verstörender Psychothriller über Rollenverhalten, Autorität und soziale Isolation, basierend auf Mario Giordanos Roman "Black Box" und dem Stanford-Prison-Experiment von 1971. Anfangs scheint die Studie kontrolliert, doch bald eskalieren Macht, Angst und Demütigung. Das reale Experiment gilt als einer der berühmtesten Versuche der Psychologie. Jedoch standen Versuch und Ergebnisse zunehmend in der Kritik und stehen es nach wie vor aufgrund mangelnder Wissenschaftlichkeit.