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TV Programm für ARTE am 24.09.2026

Wilhelm und Rudolf - Die verfeindeten Prinzen 05:00

Wilhelm und Rudolf - Die verfeindeten Prinzen

Dokumentation

Zwei Kronprinzen, zwei Weltreiche und zwei Lebensläufe, schicksalhaft verbunden: Rudolf von Österreich und Wilhelm von Preußen. Beide Prinzen leiden unter der ihnen zugedachten Rolle, eine Welt aufrechtzuerhalten, die im Bröckeln begriffen ist. Beide erdulden Kindheitstraumata in der Beziehung zu ihren Eltern: Rudolfs unnahbarer Vater, Kaiser Franz Josef, lehnt seine intellektuellen Aktivitäten ab. Wilhelm wird den überhöhten Anforderungen seiner Mutter, der Kronprinzessin Victoria, nie gerecht. Beide Prinzen erfahren, dass man ihnen die Kaiserwürde nicht zutraut. Ihre Kindheit fällt in eine schwierige Ära beider Reiche: Bei Königgrätz besiegt Preußen Österreich und gründet später das Deutsche Kaiserreich. Dennoch werden Österreich und Preußen Bündnispartner. Als Symbol sollen Wilhelm und Rudolf Freundschaft schließen. Deren Ziele und Weltanschauungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Der liberale Rudolf hat die Vision eines vereinten Europas, der konservative Wilhelm will autoritär regieren. Ein opulentes Dokudrama über zwei Erben europäischer Kaiserhäuser - für den einen mündet der Weg im Triumph, für den anderen in einer Tragödie. In aufwendigen Spielszenen wird die Beziehung der beiden Prinzen zueinander und zu ihren Eltern nachempfunden. Der Film erzählt vom Schicksal zweier Thronerben, die nach außen hin glänzen und funktionieren müssen, innerlich aber durch die Erziehung der Eltern zerrüttet sind. Und das vor dem Hintergrund österreichisch-deutscher Geschichte, in der der Grundstein für den Ersten Weltkrieg gelegt wurde.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Tempo und Leidenschaft: Argentiniens Polo-Spielerinnen

Reportage

Clarita Cassino ist eine der argentinischen Spitzensportlerinnen im Polospiel - schafft sie es mit ihrem Team erneut ins Finale? Die Welt des Polo-Sports ist vor allem eine Welt der Pferde, eine ganze Batterie von Spezialisten im Hintergrund macht das Spiel erst möglich: Tierärzte, Pferdepfleger, Trainer, Hufschmiede, Stiefelmacher und viele andere. Sie alle vereint die bedingungslose Leidenschaft für Pferde und diesen Sport. Es ist beeindruckend zu sehen, wie ein klischeebehafteter, seit über einem Jahrhundert männerdominierter Sport sich verändert. Frauen haben die Sportart für sich erobert und sind darin sehr erfolgreich. Clarita Cassino ist eine der Top-Spielerinnen Argentiniens, ein Leben ohne Pferde ist für sie undenkbar: "Polospielen bedeutet mir alles. Ich betreibe den Sport, seitdem ich klein bin. Nur darum stehe ich jeden Tag auf und versuche, noch etwas besser zu sein." Überhaupt findet man in der Szene inzwischen viele starke und pferdebegeisterte Frauen, wie zum Beispiel auch Silvina Casadedio. Sie züchtet auf ihrer Ranch Rinder und arbeitet als Pferdezähmerin. Dafür hat sie viel aufgegeben, im Alter von 24 Jahren entschied sie sich, allein zu leben, baute ein Haus und lebt seither ihren Traum - sie widmet ihre ganze Zeit den Pferden.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Sizilien: Sarde a beccafico

Essen und Trinken

Wie bei Nonna in Sizilien: Sarde a beccafico / Ein Biss'chen Heimat: Pietro, ein Sizilianer in Tschechien / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Algier / Indien / Prades

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Algier: Auf den Spuren von "Don Quijote" / Indien: Traditionelle Kampfkunst / Norwegen: Ingvils Kalbfleisch in Zwiebelsauce / Prades: Ein begehrtes Meisterwerk

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Bougival / Bandana / Schottland

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Bougival: Berthe Morisots Garten / Bandana: Das Tuch aus Gujarat / Panama: Doris' Fisch in Escabeche-Sauce / Schottland: Hände weg von meiner Miete!

Schloss Schönbrunn 08:55

Schloss Schönbrunn: Hinter der Fassade der Macht

Dokumentation

"Schloss Schönbrunn" zeigt beeindruckende Bilder einer der schönsten herrschaftlichen Residenzen Europas so, wie es selbst die Habsburger Kaiser nie gesehen haben. Denn erst aus der Vogelperspektive, die moderne Drohnenkameras ermöglichen, offenbart sich die ganze Pracht und Größe dieses spätbarocken Juwels in Wien. Das gewaltige Ensemble mit Schloss, Park, Tiergarten und zahlreichen Nebengebäuden diente vom 18. Jahrhundert an den Herrschern aus dem Hause Habsburg als Wohnung, aber auch als repräsentativer Herrschaftssitz. Zwei Frauen stehen für die wechselhafte Geschichte des Schlosses: Kaiserin Maria Theresia und Kaiserin Elisabeth, bekannt als Sisi. Kaiserin Maria Theresia baute das Schloss aus, als Sommerresidenz war es gedacht. Wohnlich sollte es sein, zugleich aber repräsentativ. Und vor allem sollte es der Idee des Absolutismus sichtbar Ausdruck verleihen. Alles an diesem Schloss ist auf die Verherrlichung eines absolutistischen Herrschers ausgerichtet, der nur Gott untertan ist, sich selbst aber sein Land, sein Volk, ja Fauna und Flora untertan macht. Daher die Ornamentik der Beete, die Alleen aus in Form geschnittenen Bäumen, das Bildprogramm von Gloriette und Neptunbrunnen. Hieß es für Maria Theresia am Ende eines Sommers Abschied nehmen, so wollte Franz-Joseph mit seiner Sisi dort das ganze Jahr zubringen - allerdings wie auf einem Präsentierteller, denn der Park war schon lange den Wienern zugänglich. Sisi floh von Schönbrunn. Franz-Joseph blieb und starb dort vereinsamt. Glück hat der Prunk den beiden nicht gebracht.

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit 10:25

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit: Porto

Dokumentation

Geheimnisse, Wunder und Legenden - kaum ein Bauwerk in Deutschland kann es in dieser Hinsicht mit dem Aachener Dom aufnehmen. Im Jahre 803 wurde die Kathedrale fertiggestellt, entworfen von Karl dem Großen, der schon zu Lebzeiten Legende war. Seit zwölf Jahrhunderten ist der Dom ein Magnet für Gläubige wie für Kunstliebhaber - seit dem Mittelalter Wallfahrtskirche, 600 Jahre lang der Krönungsort römisch-deutscher Könige und eines der ersten zwölf Baudenkmäler weltweit, die als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurden.

Re: 11:25

Re:: Invasion der Papageien

Reportage

Papageien sind weltweit verbreitet, sogar dort, wo sie von der Natur überhaupt nicht vorgesehen waren. Eine Spätfolge von jahrhundertelanger Gefangenschaftshaltung in Zoos und privaten Haushalten. Mittlerweile findet man sie fast überall in Europa, allen voran Mönchs- und Halsbandsittiche. In den betroffenen Städten sind die von ihnen verursachten Problemen sehr ähnlich: Die gefiederten Invasoren besetzen städtische wie private Grünflächen, produzieren Unmengen hartnäckigen Kot und machen zu bestimmten Tages- und Nachtstunden reichlich Lärm. Der Umgang mit ihnen ist sehr unterschiedlich. In Köln werden die kleinen Krachmacher zwar nicht durchgehend geliebt, aber doch toleriert. Naturschützer versuchen den Überblick über die grünen Gäste zu behalten und vermitteln, wenn sie sich etwa anschicken, an Hausfassaden zu brüten. Graffiti-Künstler verewigen sie auf Mauern und Wänden, und die Kölschrockband Kasalla widmet ihnen mit "Jröne Papajeie" einen eigenen Song und sieht in ihnen genau die "bunten Vögel", die hier schon immer willkommen waren. In London sind die Sittiche ebenfalls heimisch geworden. Hier füttern viele Menschen sie sogar und machen begeistert Selfies mit ihnen. Der Autor Nick Hunt hat ein Buch über sie geschrieben und die wildesten Theorien gesammelt, woher sie eigentlich stammen. Am meisten amüsiert ihn die Geschichte, dass Jimi Hendrix sie auf die Insel gebracht haben solle ... In Madrid sind Papageien gänzlich unwillkommen, man würde sie am liebsten ausrotten. Die Nester der dort lebenden Mönchssittiche werden regelmäßig zerstört und auch mit Luftgewehren geht man gegen sie vor. Vogelschützer wehren sich dagegen - es ist ein zäher Kampf.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Argentinien: Alfajores

Essen und Trinken

Gefüllte Doppelkekse aus Argentinien: Alfajores / Ein Biss'chen Heimat: Romina, eine Argentinierin in Tschechien / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Bretagne / Tasmanien / Argentinien

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Colette und die junge Liebe an der bretonischen Küste / Tasmanien: Grüne Utopie / China: Huangs Rührei mit Grünteeblättern / Argentinien: Sklavin, Kapitänin und Mutter der Nation

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Madagaskar / Tschechien / Japan

Magazin

Madagaskar: Roman eines blutigen Aufstands / Tschechien: Marionetten als Mittel des Widerstands / Île-de-France: Patricks Kalbsfrikassee / Japan: Stumm, aber nicht sprachlos ...

Mord im Mittsommer 14:05

Mord im Mittsommer: Nikki & Evelina

Krimireihe

Nach dem Reha-Aufenthalt kehrt Kommissar Alexander Forsman in den Dienst zurück. Doch das Trauma des Erlebten sitzt tief: Er kämpft mit einer Schmerzmittelsucht, was seine Rückkehr erschwert. Von seinem Chef Stenmark wird ihm eine Therapie bei einer Psychologin verordnet, doch Alexander öffnet sich weder ihr noch seiner Freundin, Staatsanwältin Nora Linde, die ihm anbietet, bei ihr einzuziehen. Stattdessen stürzt er sich in einen neuen Fall, der ihn und sein Team auf eine gefährliche Spur führt: Ein Händler von Luxus-Booten, Bruno, liegt nach einem brutalen Überfall mit schweren Verletzungen im Koma. Seine Frau Evelina berichtet, dass ihr Mann von seinem ehemaligen Geschäftspartner Ronny bedroht wurde, da er ihm Geld schuldet. Doch auch Nikki, eine Jugendfreundin von Evelina, die sie zufällig wiedergesehen hat, gerät unter Verdacht. Nikki hatte scherzhaft angeboten, sie könne Bruno für Evelina umbringen. War es wirklich nur ein Scherz, oder steckt mehr dahinter? Auch Noras Tochter Anna, die mit Nikki im gleichen Restaurant kellnert, bemerkt, dass mit ihrer Arbeitskollegin etwas nicht stimmt. Die Situation eskaliert, als Bruno im Krankenhaus unter mysteriösen Umständen stirbt - alles deutet auf Fremdeinwirkung hin. Während sich der Fall immer weiter zuspitzt, wird auch Alexander von seinen Dämonen verfolgt. Er benimmt sich zunehmend auffällig, was Nora und auch seinem Team nicht entgeht. Wird Alexander den Fall lösen können, bevor er selbst an seinen inneren Konflikten zerbricht?

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See 15:35

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See: Madagaskar, Toliara

Abenteuer und Action

Mit dem Katamaran von Kap Verde nach Brasilien überzusetzen war letztlich nur ein kleines Abenteuer im Vergleich zur Weiterfahrt nach Madagaskar. Sechs Meter hohe Wellen und eine Windstärke von 50 Knoten haben das fragile Gleichgewicht an Bord völlig durcheinandergebracht. So ist die Besatzung der "Nomade des Mers" noch etwas aufgewühlt, als sie im Hafen von Toliara im Südwesten Madagaskars anlegt. Doch der Lowtech-Katamaran dürfte schnell wieder meerestüchtig sein: Lowtech bedeutet nämlich auch einfache Reparatur. In der Zwischenzeit entdecken die jungen Meeresnomaden eine wichtige Ressource Madagaskars: die erstaunlich nährstoffreiche Spirulina-Alge. Täglich dient sie Zehntausenden von Menschen als wichtiges Nahrungsergänzungsmittel - eine Wunderwaffe gegen Mangelernährung im Kindesalter. Dr. Haza, Spezialist für Spirulina-Kulturen, schaut sich die Kultur an Bord an und will ein neues System entwickeln, wie sich der Ertrag am besten steigern lässt. In einer von Nonnen geführten Krankenstation nehmen unterernährte Kinder an einem Aufbauprogramm teil, das auch die Eigenschaften der Spirulina-Alge nutzt.

Globalisierung der Natur: Invasive Arten 16:00

Globalisierung der Natur: Invasive Arten: Fluch oder Segen?

Natur und Umwelt

Schon immer gelangten Tiere und Pflanzen gemeinsam mit den Menschen in andere Regionen der Erde. Manche Arten haben die Fähigkeit, sich weit entfernt von ihrem ursprünglichen Lebensraum anzusiedeln und zu vermehren. Viele dieser Tiere und Pflanzen haben sich so erfolgreich integriert, dass ihre ursprüngliche Herkunft in Vergessenheit geraten ist. Andere sind erst jüngst durch den globalisierten Handel in fremde Regionen umgesiedelt. Als Konkurrenz zu den einheimischen Arten und ohne natürliche Fressfeinde können die regionalen Ökosysteme ins Ungleichgewicht geraten. Außerdem können die Neuankömmlinge tödliche Krankheiten verbreiten. Doch stellen wirklich alle gebietsfremden Tiere und Pflanzen eine Gefahr dar? Müssen sie eingedämmt oder gar ausgerottet werden oder bieten diese nicht vielmehr eine Chance für unsere Umwelt und können diese bereichern? Sind sie Fluch oder Segen? Um diese Frage zu beantworten, beleuchtet die zweiteilige Dokumentation "Globalisierung der Natur: Invasive Arten" einige der Neuankömmlinge und erforscht diese.

Globalisierung der Natur: Invasive Arten 16:55

Globalisierung der Natur: Invasive Arten: Erfolgreich integriert?

Natur und Umwelt

Diskret siedeln sich manche gebietsfremde Arten an, ohne erkannt zu werden. Ihre Ankunft ist längst vergessen, denn viele haben sich erstaunlich gut in die ihnen fremden Lebensräume integriert. So nisten sie sich inmitten von Naturparks ein oder machen Krach in umliegenden Teichen. Andere Tiere und Pflanzen sind jedoch erst seit neuestem in den Regionen. Durch globalisierte Handelsbeziehungen und den zunehmenden Transport sind sie in die ihnen fremden Ökosysteme gekommen und haben angefangen, sich zu vermehren. Ohne wirkliche Konkurrenz oder natürliche Fressfeinde unter den heimischen Arten können die gebietsfremden Tiere und Pflanzen ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen. Außerdem können die Arten tödliche Krankheiten verbreiten. Ist ihre Präsenz womöglich ein Grund zur Sorge? Oder sind sie ganz im Gegenteil eine Chance zur Bereicherung unserer Umwelt? Um diese Fragen zu beantworten, beleuchtet die zweiteilige Dokumentation "Globalisierung der Natur: Invasive Arten" einige der Neuankömmlinge und erforscht diese.

Nordamerikas Dschungel 17:50

Nordamerikas Dschungel: Verborgene Wälder

Landschaftsbild

Der Südosten der USA ist geprägt von einem ganz besonderen Naturraum. Amerikas Dschungel umfasst ausgedehnte Sümpfe und Wälder, schroffe Berge und zahllose Flüsse. Dieses einzigartige Ökosystem beherbergt eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt. Die erste Folge taucht ein in mystische Sumpfwälder mit echten Giganten. Sumpfzypressen gibt es schon seit mehr als 150 Millionen Jahren - einst wanderten Dinosaurier durch solche Wälder. Der älteste dieser Bäume steht seit mehr als 2.500 Jahren hier. Im Dschungel tummeln sich Schwarzbären. Immer wieder suchen sie einen freistehenden Baum, um sich wohlig den Rücken zu kratzen. Damit hinterlassen sie auch ihren individuellen Geruch - und kommunizieren so miteinander. Eine wichtige Nahrungsquelle für die Tiere der Wildnis sind Louisiana-Flusskrebse. Im Frühling tauchen sie in Massen aus dem Untergrund auf. Die Krebse sind Allesfresser - und umgekehrt werden sie auch von allen gefressen. Aber auch Pflanzen "jagen" hier: fleischfressende Schlauchpflanzen locken Insekten an. Fallen diese in die Flüssigkeit im Inneren der Blüten, werden sie zersetzt und verdaut. Die Sümpfe im amerikanischen Dschungel sind Heimat urzeitlicher Panzerechsen und in den Kronen der letzten verbliebenen Sumpfzypressen am Suwannee River in Florida versammeln sich Tausende Schwalbenweihe. Sie rasten hier, bevor sie ihre alljährliche Reise nach Südamerika antreten.

Nordamerikas Dschungel 18:35

Nordamerikas Dschungel: Geheimnisvolle Flüsse

Landschaftsbild

Die Dschungelgebiete im Südosten der USA umfassen ausgedehnte Sümpfe, Wälder, Berge und zahllose Flüsse. Ein einzigartiges Ökosystem mit einer faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Diese Folge der Dokumentation führt zu den Lebensadern der Region: ob Sumpf, Bach, oder Fluss - Wasser ist das wesentliche Element. Am Grund des Taccoa River in Georgia findet sich ein urzeitliches Wesen: der Schlammteufel, der einzige Vertreter der Riesensalamander in Nordamerika. In Florida ist ein lebendes Fossil vorzufinden: der Golfstör. Er galt fast als ausgestorben, aber die Bestände haben sich wieder erholt. Zu Beginn der Laichzeit versammeln sich die Fische. Da sie sich im trüben Wasser nicht sehen, kommunizieren sie mit Hilfe spezieller Rufe. In den Everglades von Florida lebt der Schneckenbussard, der sich ausschließlich von Schnecken ernährt, ursprünglich von einheimischen Apfelschnecken. Doch als sich eine größere, vom Menschen eingeschleppte Schneckenart verbreitete, passten sich die Bussarde an. Innerhalb von nur zwei Generationen entwickelten sie stärkere Flugmuskeln und größere Schnäbel, um der neuen Beute Herr zu werden. Angepasst haben sich auch die Manatis: Den Winter verbringen die Seekühe im wärmeren Wasser in der Nähe von Süßwasserquellen. Aber jeden Frühling beginnen sie eine weite Wanderung entlang der Küste im Golf von Mexiko, von Florida nach Alabama.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

"Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen

Re: 19:40

Re:: Zwischen zwei Welten - Geflüchtete aus der Ukraine

Reportage

Nur eine halbe Stunde blieb Hanna Maksiuta, als sie aufbrach, um ihre Heimat zu verlassen. Ihr Mann und ihre Eltern blieben zurück. Heute lebt sie in Schondorf am Ammersee und hofft, bald wieder als Maschinenbauingenieurin arbeiten zu können. Doch obwohl Deutschland viel in die Arbeitsmarktintegration investiert und in hoch qualifizierten Geflüchteten wie Hanna eine Antwort auf den Fachkräftemangel sieht, bleibt der Einstieg schwierig. Ukrainische Geflüchtete profitieren EU-weit von einer besonderen Regelung: Statt eines langwierigen Asylverfahrens erhalten sie vorübergehenden Schutz. In Deutschland ermöglicht dieser Status einen schnellen Zugang zu Aufenthalt, Arbeit, Bürgergeld sowie Sprach- und Integrationskursen. Polen setzt stattdessen auf eine schnelle Integration über Arbeit. 2025 lag die Beschäftigungsquote ukrainischer Geflüchteter dort mit rund 70 Prozent doppelt so hoch wie in Deutschland. Doch auch in Polen verändert sich die Stimmung. Die Regierung verschärft den Ton, Leistungen werden eingeschränkt. Gleichzeitig wächst die Debatte über Unterstützung und Zusammenhalt. Grzegorz ?ulewski aus Opole betreibt zwei Bars und vermietet Apartments. Ohne ukrainische Arbeitskräfte wäre dieser Erfolg kaum möglich. Er setzt auf Zusammenarbeit und kann sich die Zukunft seines Unternehmens ohne seine ukrainischen Mitarbeitenden nicht vorstellen. Doch auch in der Kleinstadt zeigen sich erste Anzeichen, dass die Solidarität nachlässt. Je länger der Krieg dauert, desto drängender wird die Frage: Wie kann aus einem Zufluchtsort ein Zuhause werden?

Neuschwanstein - Ludwigs Traum, Ludwigs Tragödie 20:15

Neuschwanstein - Ludwigs Traum, Ludwigs Tragödie

Dokumentation

Mit Neuschwanstein will sich König Ludwig II. von Bayern eine eigene, sagenhafte Welt erschaffen, um der nüchternen Realität eines konstitutionellen Monarchen zu entrinnen. Bei der Umsetzung seiner Vision lässt er sich durch nichts und niemanden aufhalten. Bereits die Idee des jungen Königs, sein Schloss auf einem steilen Berggipfel zu errichten, ist ambitioniert. Der Bauherr hat eine präzise Vorstellung für seine idealisierte Ritterburg. Inspiriert wird er durch deutsche Sagenwelten und die Werke des Komponisten Richard Wagner. Nichts geschieht, ohne dass es der König selbst in Auftrag gibt, überall redet er mit - bis ins kleinste Detail. Für die Architekten ist das eine immense Herausforderung, ständig müssen Pläne geändert und angepasst werden. Der Bauherr ist dem technischen Fortschritt gegenüber aufgeschlossen, um seine oft bizarren Wünsche schnell und präzise umzusetzen. Die bauliche Leistung ist atemberaubend und die facettenreiche Umsetzung im historisierenden Stil bis ins kleinste Detail meisterhaft. Das Besondere an Neuschwanstein ist dabei nicht der oft als kitschig bezeichnete Prunk, sondern die bemerkenswerte Verflechtung von Ludwigs idealisiertem Weltbild und dem Bauwerk selbst. Weder als Repräsentationsbau noch als Machtdemonstration, sondern ausschließlich als privates Refugium gedacht, ist das Schloss wie eine zu Stein gewordene Fantasie des Herrschers. Der Monarch, der sich unverstanden fühlt, zieht sich immer weiter zurück. Das Leben und der plötzliche, legendenumrankte Tod des "Märchenkönigs" sind untrennbar mit seinem Schloss verbunden.

Bauen im Kreislauf 21:45

Bauen im Kreislauf

Dokumentation

Die Baubranche ist einer der größten Verursacher von CO2-Emissionen - und doch beginnt gerade hier ein Umdenken. Einer der neuen Ansätze, die in Zukunft Ressourcen einsparen sollen, ist das zirkuläre Bauen. Es verfolgt eine radikale Idee. Gebäude werden so geplant, dokumentiert und errichtet, dass sie später selbst wieder als Materialspender dienen: zurückbauen statt abreißen, wiederverwenden statt wegwerfen. Das Ziel sind geschlossene Stoffkreisläufe, die bereits beim Entwurf neuer Gebäude mitgedacht werden. In der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland machen sich Architektinnen, Forschende und kommunale Entscheider daran, diese Vision Realität werden zu lassen. Sie retten Glasfassaden vor der Deponie, erproben Methoden des Rückbaus von Gebäuden, forschen an der Wiederverwendung von Betonteilen und entwickeln digitale Werkzeuge, die Angebot und Nachfrage von Bauteilen besser zusammenbringen. Der Ansatz des zirkulären Bauens gewinnt in immer mehr kommunalen, nationalen und europäischen Regelungen an Bedeutung. Der Kanton Basel fördert intensiv die Wiederverwendung von Baumaterialien bei kommunalen Neubau-Projekten. In den Pariser Banlieues lassen Architektinnen und Architekten ein Kultur- und Gemeindezentrum entstehen, Keramikfliesen und Treppen kommen aus Häusern in der Nachbarschaft. Die Dokumentation begleitet diese Pionierinnen und Pioniere. Sie zeigt eine Vision, die Mut macht: Städte, die immer wieder aus sich selbst heraus erneuert werden. Jede Siedlung kann so zur Mine werden - ein wertvolles Rohstofflager, mit den Baumaterialien für die Zukunft.

Die Revoluzzer 22:35

Die Revoluzzer

Comedyserie

Paris, 1969: Nach den Studentenunruhen im Mai 1968 entsteht am Rand der Stadt in Vincennes ein modernes Universitätsgebäude, in dem die Studierenden ein antiautoritäres, selbstverwaltetes Lernexperiment praktizieren und die gesellschaftliche Ordnung auf den Kopf stellen. Die Vorgänge werden jedoch unter offizieller wie auch heimlicher Kontrolle des Ministeriums und des Geheimdienstes beobachtet - unter anderem von Jacques, Polizist und Spitzel, der überzeugt ist, die Revolution sei von linken Terroristen gesteuert. So prallen in Vincennes verschiedenste Ideologien aufeinander: Kommunisten, Maoisten, Außenstehende, Studierende und der Staat als Überwachungsorgan. Im Zentrum steht zunächst die Prostituierte Claudine, die mit dem verheirateten Jacques liiert ist. Sie lebt in ihrem Wohnwagen im Wald neben der Universität. Als sie die Universität entdeckt und erkundet, wird sie als "echte Proletarierin" zu ihrem Aushängeschild. Claudine entfacht sogar in Merloux, dem Rektor der Universität, den Glauben an die Veränderbarkeit der Verhältnisse. Dieses Ziel treibt auch den aktivistischen Gérard an, Dozent aus wohlhabenden Verhältnissen und zugleich Gründer einer militanten linken Gruppe. Als er auf die engagierte Studentin Françoise stößt, die ihr bürgerliches Elternhaus hinter sich gelassen hat, um die Gesellschaft zu verändern, weiß er noch nicht, was für eine hitzige Mitstreiterin er in ihr gefunden hat ... Die Serie "Die Revoluzzer" erzählt vom studentischen Abenteuer der Reformuniversität Vincennes: dem einzigartigen Versuch, ein Jahr nach der Mai-Revolution 1968, unter der konservativen Staatsmacht de Gaulles eine Reformuniversität zu betreiben. Die Serie von Benjamin Charbit und Dominique Baumard integriert auf kreative Art Original-Archivmaterial. Darin kommen namhafte Intellektuelle von damals zu Wort. Neben den - heute wieder aktuellen - Debatten um Rollenbilder, Machtverhältnisse und Revolution als Kampf um die Wahrheit ist die Serie vor allem ein großer Spaß für junge und jung gebliebene Revoluzzer.

Die Revoluzzer 23:10

Die Revoluzzer

Comedyserie

Gérard, Françoise und Amadéo suchen fieberhaft nach dem "wahren Proletariat", um ihrer maoistischen Gruppe Legitimität zu verleihen. Mit Claudine tritt eine Figur auf den Plan, die alle Zuschreibungen sprengt: Arbeiterin, Prostituierte, Studentin, Projektionsfläche. In ihrer Unbedarftheit erschüttert sie die theoretischen Gewissheiten gründlich und schließt sich der Gruppe an. Während Rektor Merloux Vincennes als "Universität des Volkes" für einen kommunistischen Imagefilm inszenieren will, protokolliert die Polizei längst mit. Gérard und Françoise kapern die Werbefilmvorführung, um die Arbeit der Putzkräfte, Migranten und Frauen hinter dem Bild der Universität des Volkes offenzulegen. Zugleich treten erste Konflikte um Geschlechterverhältnisse offen zutage. Die Frauen wollen sich als eigene Gruppe formieren.

Die Revoluzzer 23:40

Die Revoluzzer

Comedyserie

An der Reformuniversität Vincennes fordern Studentinnen verschiedener linker und feministischer Gruppen einen eigenen Raum, um sich jenseits männlicher Dominanz zu organisieren. Als ihre Forderung von Präsident Merloux herablassend abgewiesen wird und auch linke Männer wie Gérard den Feminismus als Nebenwiderspruch behandeln, ziehen die Frauen kurzerhand in den Wald. Dort errichten sie ein autonomes Lager mit Küche, Bibliothek, Kursen und Versammlungen. Während die Situation an der Universität zunehmend chaotisch wird, verfolgt Claudine die Ereignisse aufmerksam. Angesichts der feministischen Debatten, ihres eigenen Doppellebens und der alltäglichen Improvisation in Vincennes begreift sie, dass ein Studium für sie mehr sein könnte als die Befriedigung ihrer Neugier. Als sie erfährt, dass sie möglicherweise Anspruch auf Studienbeihilfe hat, eröffnet sich erstmals eine reale Perspektive auf ein anderes Leben. Am Ende erhalten die Frauen tatsächlich einen eigenen Raum, und Françoise gründet einen autonomen maoistischen Bund.