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TV Programm für ARTE am 26.09.2026

Baishanzu - Chinas unbekanntes Naturjuwel 05:20

Baishanzu - Chinas unbekanntes Naturjuwel

Landschaftsbild

Hohe Berge erheben sich majestätisch und fangen die feuchtwarme Luft ab, die vom Pazifik aufsteigt. Dichte Nebelschwaden ziehen über die steilen Hänge und speisen unzählige Fließgewässer, die die Landschaft prägen. Diese Wasserläufe machen den Nationalpark Baishanzu zu einem wahren Naturparadies. Das Schutzgebiet ist Lebensraum für eine Vielzahl endemischer und bedrohter Tiere. Dazu gehören verschiedene Molcharten, das Ohrenschuppentier - ein wichtiger Regulator von Ameisen- und Termitenpopulationen -, der Chinesische Riesensalamander, die Großkopfschildkröte sowie Makaken. Darüber hinaus dient das bergige Reservat zahlreichen Zugvögeln als Rastplatz, darunter Schwarzschnabelstörchen, Schneekranichen, Seidenreihern sowie dem seltenen Schwarzstirnlöffler. Auch Silberfasane mit ihrem herrlich gezeichneten Gefieder sind hier anzutreffen. Aufgrund der über 600 Pilzarten, von denen mehr als 300 essbar sind oder Heilzwecken dienen, wurde die Provinz Zhejiang zum "global wichtigen System des landwirtschaftlichen Kulturerbes" erklärt.

Kanada - Die Rückkehr der Blackfoot 06:05

Kanada - Die Rückkehr der Blackfoot

Dokumentation

Alberta ist eine Provinz in Kanada. Hier ist die Landschaft in vielen Regionen noch unberührt und von atemberaubender Schönheit. Hier sind die Blackfoot zu Hause. Sie gehören zu den First Nations in Kanada. Ihr Stammesgebiet erstreckte sich einst über 160.000 Quadratkilometer - knapp halb so groß wie Deutschland. Aufgrund eines umstrittenen Vertrages mit den Weißen behielten sie das Wohnrecht jedoch nur noch in drei kleinen Reservaten. Die Blackfoot waren Jäger, Sammler, begnadete Reiter und gefürchtete Krieger. Von den Weißen wurden sie als Wilde verachtet. Die kanadische Regierung verfolgte Ende des 19. Jahrhunderts eine Politik der kulturellen Auslöschung. Heute sind die Blackfoot mit ihrer Kultur wieder in der Öffentlichkeit präsent. Sie leben ihre Rituale, feiern ihre Traditionen. Dazu gehört auch das Staffelrennen mit Pferden, das sogenannte Indian Relay Racing. Natürlich geht es bei diesen Veranstaltungen auch ums Geld. Aber Blackfoot haben einen anderen, schonenderen Umgang mit Pferden. Sie feiern ihre Powwows. Das sind Zusammenkünfte der verschiedenen Stämme. Und sie zelebrieren den Sonnentanz, vier Tage lang. Kyle, ein junger Mann von Anfang 30, hat so wieder zurück ins Leben gefunden. Seitdem er seine Kultur wieder pflegen darf, sich zu seiner Herkunft bekennen kann, führt er ein normales Leben - vor allem ohne Alkohol. Die Blackfoot leben einen respektvollen Umgang mit ihrer Umwelt, vor allem mit Tieren. Für sie haben weiße Bisons, die extrem selten sind, heilende Kräfte. Die Blackfoot sagen, viele Menschen glauben, es würde sie nur im Märchen geben. Aber sie sind immer noch da.

Rhythmus im Blut - Sind Tiere musikalisch? 06:50

Rhythmus im Blut - Sind Tiere musikalisch?

Dokumentation

Rhythmus ist in der Natur allgegenwärtig, sei es im Zirpen der Zikaden, im Blinken der Leuchtkäfer, im Schwirren der Kolibris oder im Summen der Stechmücken bei der Paarung. Menschen können Melodien leicht aufgreifen, nachahmen und sogar eigene erfinden. Aber ist der Homo sapiens wirklich die einzige Spezies, die diese Sensibilität für Tonfolgen, die man Musik nennt, besitzt? Seit etwa zehn Jahren suchen Biologen und Biologinnen nach Beweisen für musikalische Fähigkeiten, die Menschen und Tiere gemeinsam haben. In Japan erforscht die Primatologin Yuko Hattori die rhythmischen Fähigkeiten von Schimpansen und untersucht dabei auch die evolutionären Ursprünge von Tanz und Musik. An der Universität Amsterdam testet Henkjan Honing das Rhythmusgefühl von Neugeborenen, um zu beweisen, dass es sich dabei um eine angeborene Veranlagung handelt, nicht um eine erlernte Fähigkeit. Dies würde auf eine biologische Grundlage für Musikalität hindeuten, die der Mensch möglicherweise mit verschiedenen anderen Spezies teilt. Als Videos des tanzenden Gelbhaubenkakadus Snowball im Internet viral gingen, rief dies den Neurowissenschaftler Ani Patel auf den Plan. Er fand heraus, dass der Papagei sich an verschiedene Musiktempi anpassen kann und immer wieder neue Tanzbewegungen erfindet - und das scheinbar nur aus Spaß. Der schottische Forscher und Musiker Alex South untersuchte die langen und komplexen Gesänge der Wale. Dabei entdeckte er, dass die Meeressäuger einander zuhören und voneinander lernen. All diese Arbeiten weisen darauf hin, dass Musikalität auch im Tierreich existiert und im Menschen biologisch tiefer verwurzelt ist als bisher angenommen.

Vagusnerv: Wie das Hirn zum Herzen spricht 07:40

Vagusnerv: Wie das Hirn zum Herzen spricht

Dokumentation

Der Vagusnerv ist das innere Sprachrohr zwischen Kopf und Körper, ein feiner Sensor für unser Wohlbefinden. Er gilt als Tausendsassa, scheint überall mitzumischen, doch viele seiner Fähigkeiten sind noch unerforscht. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen meinen, er habe die Kapazität, unsere Medizin grundlegend zu verändern. Lebenswichtige Vorgänge wie Atmung, Herzschlag und Verdauung steuert der Vagusnerv. Aber er kann noch viel mehr, etwa Stress abbauen oder sogar Krankheiten lindern. Gezielte Übungen wie tiefe Bauchatmung oder die elektrische Reizung können den Vagus aktivieren. Doch wie viel Potenzial steckt im Vagusnerv? Wie weit ist die Forschung? Der Vagusnerv entspringt im Hirnstamm und verläuft über Hals und Brustkorb hin zum Darm. Seine Fasern verbinden das Gehirn mit den meisten Bauchorganen. Wie dieser besondere Nerv funktioniert und welche Rolle er für unsere Gesundheit spielt, zeigt diese Dokumentation. Die Forschung erprobt die Kraft des Vagus bereits bei der Therapie weit verbreiteter chronischer Erkrankungen wie Epilepsie, Long Covid und Depressionen. Aktuelle Studien und medizinische Anwendungen zeigen aber auch, wie der Nerv die Anpassungsfähigkeit des Körpers im beruflichen Alltag oder beim Profisport stärkt und sogar beim Abbau von Entzündungen helfen kann. Ohne ihn wären wir schlecht dran. Aber ist der Hype um kommerzielle Geräte zur Nervenstimulation und Übungen auf Social Media berechtigt? "Vagusnerv - Wie das Hirn zum Herzen spricht" bietet Einblicke in die Funktionsweise eines Nervs, der unser Verständnis von Gesundheit und Therapie revolutionieren könnte.

42 - Die Antwort auf fast alles 08:35

42 - Die Antwort auf fast alles: Wo ist die Antimaterie hin?

Infomagazin

Mit Materie und Antimaterie, erklärt die Astropartikelphysikerin Susanne Mertens, verhält es sich wie mit Plätzchen und Teig: Sticht man ein Plätzchen aus, bleibt zwangsweise ein Loch im Teig übrig. Analog dazu kann Materie nur dann aus Energie entstehen, wenn gleichzeitig ein Gegenstück Antimaterie entsteht. Es handelt sich um einen Doppelgänger, der nach allem, was wir wissen, das exakte Spiegelbild der Materie ist - und lediglich eine umgekehrte Ladung trägt. Die Begegnung von Materie und Antimaterie verdeutlicht der britische Physiker Frank Close, befreit schlagartig die komplette Energie, die in den Teilchen gespeichert ist. Die Science-Fiction hat die Existenz der Antimaterie deswegen zu mächtigen Antriebsquellen für Raumschiffe inspiriert. Aber die Physik steht vor einem Problem. Wenn Materie nicht ohne Antimaterie entstehen konnte und die beiden sich gegenseitig auslöschen - warum sind wir alle dann hier? Seit die Existenz von Antimaterie in den 1930er Jahren experimentell dingfest gemacht wurde, suchen Forschende nach einer Erklärung dafür, warum die Materie aus der Apokalypse nach dem Big Bang siegreich hervorging. Sie fahnden nach einem Unterschied zwischen den Doppelgängern - mit Experimenten, die sich mit flüchtigsten Teilchen befassen. Was dabei auf dem Prüfstand steht, ist die Gültigkeit des Standardmodells der Teilchen - unserer besten Erklärung, welche Partikel und Kräfte in unserem Universum zu finden sind, und wie sie interagieren. Lösen wir das Rätsel des Verschwindens der Antimaterie, dann könnte uns das auf die Straße zu einem neuen Verständnis des Universums führen.

360° Reportage 09:05

360° Reportage: Brasilien, neue Hoffnung für die Hyazintharas

Reportage

Neiva Guedes hat sich vor vielen Jahren in die leuchtend blauen Hyazintharas verliebt, als sie die großen und majestätischen Vögel durch den brasilianischen Regenwald fliegen sah. Von da an widmete sich die engagierte Biologin dem Schutz der Tiere. Und dieser war auch bitter nötig, denn ihre Zahl war dramatisch im Sinken begriffen. Während die Vögel schon immer der moderaten Jagd durch Indigene, die ihre bunten Federn für Kostüme nutzten, und Raubtiere ausgesetzt waren, kam nun noch die verstärkte Abholzung des Regenwaldes hinzu, die den Papageien die Möglichkeit für den Nestbau nahm. Hyazintharas nutzen nämlich einen ganz bestimmten Baum dazu: den Mandovi-Baum. Nur dessen Stamm hat die nötige Dicke und Stabilität, damit die stattlichen Vögel darin ihre Bruthöhlen bauen können. Neben der Aufforstung dieser Bäume bietet ihnen Neiva Guedes nun eigens entwickelte Nistkästen, die von den Vögeln gerne akzeptiert werden. Zudem hat sich Neiva auch des Problems angenommen, dass in der Regel nur ein einziges der geschlüpften Küken die ersten Wochen in der Natur überlebt. Noch in der Brutphase erklimmt die Ornithologin mittels Bergsteiger-Equipment die hohen Bäume, entnimmt den Nestern die noch unausgebrüteten Eier und lässt die Jungen im Labor schlüpfen. Sind die dann stark genug, um überleben zu können, schiebt Neiva sie den Eltern wieder unter. Ein gewagtes, aber erfolgversprechendes Projekt, welches den Hyazintharas helfen könnte, auch in Zukunft zu überleben und ihr leuchtend blaues Federkleid in den Weiten des Amazonas zu präsentieren.

360° Reportage 10:00

360° Reportage: Tatianas Tanz, Akrobatik auf dem Hochseil

Reportage

Tatiana-Mosio Bongonga lebt mit ihrer dreijährigen Tochter und der von ihr gegründeten Artistengruppe in einem pittoresken Dorf am Fuße der Cevennen. Die Reportage begleitet sie beim Training in den Tagen vor ihrem großen Auftritt am Stadion "Stade de France" vor den Toren von Paris. Für Tatiana ist der bevorstehende Auftritt eine technische, künstlerische und menschliche Herausforderung. Um sie herum ist ein ganzes Team im Einsatz. In Saint-Denis kümmert sich ihr Kompagnon und Mitstreiter Jan Naets drei Tage lang mit fünf Seilkletterern allein um die aufwendige Installation des Seils und die Einweisung des Bodenpersonals zur Absicherung. Seiltanz ist ein ständiges Ausloten der Grenzen zwischen Erdanziehungskraft und akrobatischer Eleganz: Die Artistin beherrscht das Gleichgewicht, das es ihr ermöglicht, sich tänzerisch vorwärtszubewegen, ohne in die Tiefe zu stürzen. Es ist eine Zirkuskunst, die sowohl die Darstellerin als auch das Publikum in ihren Bann zieht. Tatianas Anmut und ihre kalkulierte Risikobereitschaft ziehen alle Blicke auf sich. Jede Darbietung auf dem Hochseil ist ein luftiges und tänzerisches Abenteuer, begleitet von einprägsamer Live-Musik begleitet wird, aber auch von zahlreichen Helfern, die zur Stabilisierung des Seils beteiligen. Kein Zuschauer kann sich der Faszination eines scheinbar schwerelos zwischen Himmel und Erde balancierenden Menschen entziehen.

Zu Tisch 10:55

Zu Tisch: Rhön, Deutschland

Essen und Trinken

Über 1.500 Quadratkilometer und die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen erstreckt sich die Rhön. Wegen der weiten Ausblicke wird die Region auch das "Land der offenen Fernen" genannt. Im Naturschutzgebiet Lange Rhön hält Julia Djabalameli eine der ältesten Schafrassen der Welt: das Rhönschaf. Die Schäferin wohnt mit ihrem Sohn in Melperts, einem kleinen Dorf in der hessischen Rhön. Während sie sich um ihre Tiere kümmert, ist Adrian bei seinen Freunden nebenan: Die van Eyks und ihre drei Kinder sind Teil einer Hofgemeinschaft. Das Abendessen bereitet Vanessa van Eyk gemeinsam mit ihrem Schwiegervater Franz vor. Die beiden kochen Rhöner Mehlklöß' in einer Variante mit buntem Gemüsecurry. Franz hat den heruntergekommenen Hof in den 1980er Jahren gekauft und die erste Landkommune der Rhön gegründet. Heute leben in der Hofgemeinschaft vier Familien. Anfang Oktober feiern alle gemeinsam das Erntedankfest. Dafür probiert Vanessa typische Rezepte der Region wie den Rhöner Apfel-Schmand-Kuchen aus. Die Brüder Till und Samuel Vollmer, die in der Hofgemeinschaft aufgewachsen sind, bereiten eine Rhönlammkeule zu. Während die Kinder das Lagerfeuer vorbereiten, erntet Vanessa im Gemeinschaftsgarten Herbstgemüse für den Rhöner Ploatz, einen deftigen Blechkuchen mit Roggenmehl.

Vietnams geheimnisvoller Norden 11:20

Vietnams geheimnisvoller Norden

Natur und Umwelt

Vietnam ist eines der artenreichsten Länder der Erde, doch viele Tiere sind weitgehend unbekannt. Der Doku-Zweiteiler zeigt die außergewöhnliche Vielfalt der Lebensräume des südostasiatischen Landes. In dieser Folge begibt sich das Filmteam in den Dschungelgebiete des Nordens auf die Suche nach seltenen Tieren. Dabei entstanden einzigartige Aufnahmen vom scheuen Fleckenroller oder der vom Aussterben bedrohten Krokodilschwanzechse. Vietnam vereint zwei gegensätzliche Welten: Im Norden prägen Kalksteinformationen, nahezu undurchdringliche Regenwälder und die kühlen Ausläufer des Himalayas die Landschaft, während im Süden der Monsun und das gewaltige Überschwemmungsgebiet des Mekong-Deltas die Natur formen. Gemäßigte und tropische Ökosysteme treffen hier auf engem Raum aufeinander und schaffen Lebensbedingungen, die die Entstehung neuer Arten begünstigen. So wird Vietnam zu einem Hotspot der Biodiversität. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Schuppentier. Das Pangolin ist das meistgewilderte Tier der Welt. Welche Abenteuer es erlebt, was ein Fleckenroller mit Kaffee zu tun hat und warum Cat-Ba-Languren nur auf einer einzigen Insel leben, zeigt diese Dokumentation über die Bergwälder Vietnams.

Vietnams tropischer Süden 12:05

Vietnams tropischer Süden

Landschaftsbild

Der Vietnamkrieg forderte nicht nur Millionen Opfer in der Bevölkerung, auch weite Teile der Natur im Süden wurde zerstört. Pflanzen und Tiere konnten sich ihr Reich zurückerobern - dort, wo es die Zivilisation zugelassen hat. Diese Folge des Zweiteilers erzählt einzigartige Erfolgsgeschichten von Fauna und Flora. Überquert man den Wolkenpass in der Mitte Vietnams, betritt man ein anderes Land. Während im Norden ein raues, kühles Klima herrscht, ist der Süden ganzjährig tropisch warm. Nahe der Millionenmetropole Ho-Chi-Minh-Stadt liegt ein kleines Paradies. Umringt von Kulturland ist der Nationalpark Cát Tiên der einzige intakte Flachlandregenwald Vietnams. Hier traf das Filmteam auf die letzten Familien der Südlichen Gelbwangengibbons im Land. Dabei gelangen faszinierende Verhaltensstudien dieser seltenen Primaten. Noch tiefer im Süden fließt der Mekong, die Lebensader Südvietnams. Einst eine endlose Wasserwildnis, wird im Mekongdelta mehrmals im Jahr Reis geerntet. Auf den Wasserwegen treiben die Vietnamesen Handel. Es bleibt kaum Platz für naturbelassene Gebiete. Trotzdem fand das Filmteam Zwergotter bei der Jagd im Wald und Siamkrokodile, die bereits als ausgestorben galten. Die Wildnis im tropischen Süden Vietnams steht vor großen Herausforderungen. Wie sie diese meistert und welche Arten den Kampf verlieren könnten, erzählt dieser Teil der Dokumentation.

Stadt Land Kunst Spezial 12:55

Stadt Land Kunst Spezial: Baskenland

Magazin

Spezial Baskenland, mit folgenden Themen: Ramuntcho - Pierre Lotis Baskenland / Die heiligen Wege des Baskenlandes / Frankreich: Guilhems Poulet basquaise / Das absolute Muss: Biarritz - Der Jungfrauenfelsen

Stadt Land Kunst Spezial 13:40

Stadt Land Kunst Spezial: Massachusetts

Magazin

Spezial Massachusetts mit folgenden Themen: Das Reich von Moby Dick / Martha's Vineyard: Ferienparadies für Weiße, Zufluchtsort für Schwarze/ Die gefüllten Venusmuscheln von Susanne und Elaine / Harvard - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

Der Kardinal 14:25

Der Kardinal

Drama

Quallen 17:15

Quallen: Hirnlos, aber oho

Tiere

Quallen gibt es seit mehr als 500 Millionen Jahren. Dank dieser langen Evolutionsgeschichte sind sie heute in allen Meeren der Welt zu Hause. Sie besitzen weder Herz, noch Hirn oder Skelett und bestehen zu 90 Prozent aus Wasser. Und doch machen die Schäden, die sie anrichten, regelmäßig Schlagzeilen: gestochene Badeurlauber, stillstehende Elektrizitätswerke, bedrohte Fischerei und Aquakulturen. Im Mittelmeer, in den Fjorden Norwegens oder auch vor der Küste Namibias kommt es in den letzten Jahrzehnten immer häufiger zu Quallenplagen, welche die Fische zunehmend verdrängen. Trotz ihres einfachen Baus besitzen die Quallen regelrechte Superkräfte. Sie sind zum Teil hochgiftig und so gut wie unsterblich. Sind Quallen also die zukünftigen Herrscherinnen der Meere? Die Dinosaurier haben sie schon überlebt - und so könnte man sich fragen: Who's next?

Mit offenen Karten 18:10

Mit offenen Karten: Shanghai, Chinas wirtschaftliches Aushängeschild

Infomagazin

"Mit offenen Karten" führt diesmal nach Shanghai. Im Lauf der Jahre hat sich die chinesische Millionenstadt zum Aushängeschild der Volksrepublik entwickelt, die unter Xi Jinping zur obersten Weltmacht aufsteigen soll. Als einer der wichtigsten Häfen der Welt ist Shanghai ein zentraler Knotenpunkt für Handel und Logistik. Doch genau diese strategische Infrastruktur ist zunehmend bedroht: Taifune, Sturmfluten und extreme Wetterereignisse führen regelmäßig zu Massenevakuierungen, lähmen den Hafenbetrieb und legen das öffentliche Leben lahm. Die Megacity steht damit exemplarisch für die Verwundbarkeit moderner Metropolen und für die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt.

ARTE Reportage 18:25

ARTE Reportage

Dokumentation

Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen. "ARTE Reportage" berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Tracks East 19:40

Tracks East: Brasilien

Reportagereihe

Für westliche Touristen sind brasilianische Favelas zum Sehnsuchtsort geworden: TikToks und Reels vom Karneval, von Barber-Shops und Favela-Dachterrassen sind im Trend, genauso wie Shirts und Bikinis in den Nationalfarben Gelb und Grün. Unter Ex-Präsident Jair Bolsonaro erfuhren diese Farben eine Umdeutung - fortan galten sie als Symbol des Rechtspopulismus. Der Modedesigner Abacaxi kämpft gegen die Vereinnahmung an und trägt den Style der Favelas in die Welt - mit Stolz. Er selbst wuchs in einer Favela auf. "Für mich steht Brazilcore für die Freude und den Mut, zu zeigen, wer wir sind und woher wir kommen", sagt er. Doch in den Favelas herrscht nicht nur Lebensfreude. Der Alltag ist geprägt von Gewalt. Im Oktober 2025 kam es in Rio de Janeiro zur tödlichsten Polizeirazzia in der Geschichte Brasiliens. Über 120 Menschen wurden getötet. Den Schusswechseln fallen immer wieder auch Unschuldige zum Opfer, wie die 24-jährige Kathlen Romeu und ihr ungeborenes Kind. Sie wurde 2021 von einer Polizeikugel getroffen. "Tracks East" spricht mit ihrem Vater Luciano Gonçalves, der für Gerechtigkeit kämpft. Die Landwirtschaft Brasiliens stellt regelmäßig Export-Rekorde auf, sie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Land. Der Werbeslogan "Agrar ist Tech, Agrar ist Pop, Agrar ist alles" tönt seit Jahren durch Brasiliens Medien. Agrarkonzerne fördern Rodeo- und Musikfestivals im ländlichen Brasilien. Dort wird Cowboy-Kultur und Farmer-Reichtum in protzigen Texten besungen, zu einer Mischung aus Rap, Funk und Country. "Agronejo" heißt das Genre - und es hat Millionen von Fans.

Die Freiheitsstatue 20:15

Die Freiheitsstatue: Wie eine Idee die Welt bewegte

Dokumentation

Die Errichtung des kolossalen Werks der Freiheitsstatue bedeutete eine enorme technische, künstlerische und finanzielle Herausforderung. Der Dokumentarfilm gibt Einblicke in die Meisterwerkstätten von damals und erzählt die Reise der weltberühmten Lady Liberty vom ersten Tonmodell bis zur endgültigen Fertigstellung der 46 Meter hohen Statue 15 Jahre später. Zudem wird die hohe Symbolkraft dieses außergewöhnlichen Werks im Zusammenhang mit den großen politischen Auseinandersetzungen und Ereignissen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts beleuchtet: Amerikanischer Bürgerkrieg, Deutsch-französischer Krieg von 1870, Pariser Kommune, Dritte Französische Republik ... Anhand der Manuskripte von Frédéric-Auguste Bartholdi zeichnet der Film die engen Beziehungen zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert nach - einschließlich ihres gemeinsamen, bisweilen auch idealisierten Weltbilds. Eine Geschichte, die angesichts der politischen Krisen unserer heutigen Zeit stark nachhallt.

Glanz und Pracht - Die Pariser Oper Garnier 21:45

Glanz und Pracht - Die Pariser Oper Garnier

Dokumentation

Paris, 1858: Nach einem Attentat an der damaligen Pariser Oper, das ihn und die Kaiserin beinahe das Leben gekostet hätte, beschließt Napoleon III., in seiner Hauptstadt ein neues, prunkvolles und vor allem sicheres Opernhaus bauen zu lassen. Ganz unerwartet gewinnt ein junger, unbekannter Architekt den Wettbewerb: Charles Garnier. Fast 15 Jahre lang baut er mit seinem Team und Hunderten von Handwerkern das größte Theaterhaus des 19. Jahrhunderts. Der junge Architekt setzt moderne neue Werkstoffe wie Metall ein und beschäftigt die größten Talente seiner Zeit, etwa den Bildhauer Louis-Félix Chabaud. Bis zur Fertigstellung der Oper ist Garnier starkem Gegenwind ausgesetzt: von kleinlicher Polemik, die von enttäuschten Konkurrenten ins Leben gerufen wurde, bis hin zur Kritik der republikanischen Opposition, die in der Oper ein Sinnbild für alle Ungleichheiten sieht. Trotz der unverbrüchlichen Unterstützung durch den Kaiser weht Garnier auch die Unbill des berühmten Baron Haussmann entgegen, denn dieses mit allen bekannten Regeln brechende Bauprojekt bringt die perfekte Harmonie von Haussmanns Pariser Stadtplanung durcheinander. Der Dokumentarfilm erzählt die Entstehungsgeschichte der Pariser Opéra Garnier. Das Gebäude und sein Grundriss brachen mit allen bisher bekannten künstlerischen, technischen und raumgestalterischen Konzepten eines Opernhauses. Veranschaulicht durch exklusive Archivbilder führt dieser Spaziergang hinter die Kulissen eines der berühmtesten Bauwerke von Paris, Symbol für den Stil des Zweiten Kaiserreichs unter Napoleon III. und der darauf folgenden frühen Dritten Republik.

Das Paradies und die Peri 23:15

Das Paradies und die Peri

Oper

Mit dem selten gespielten Stück "Das Paradies und die Peri" beginnt an der Staatsoper Hamburg eine neue künstlerische Ära. Intendant Tobias Kratzer und Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber eröffnen ihre erste gemeinsame Saison mit einem Werk, das gesellschaftliche Relevanz, musikalische Exzellenz und eine Reflexion über das Verhältnis von Bühne und Publikum in einem packenden Theaterabend bündelt. Robert Schumanns 1843 uraufgeführtes Stück steht zwischen Oper und Oratorium. Die Geschichte der Peri, die durch Opfermut und Mitgefühl Erlösung sucht, wird bei der Neuinterpretation durch Kratzer und Wellber auch zum Spiegel heutiger Herausforderungen, zu einer Suche nach Empathie in einer Welt voller Krisen. Kratzers Inszenierung durchbricht dabei die Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum: So entsteht ein kollektives Theatererlebnis, das auch das Publikum in einen emotionalen Austausch einbindet. Vera-Lotte Boecker, 2022 vom Magazin "Opernwelt" zur Sängerin des Jahres gekürt, übernimmt die Titelrolle, ein Rollendebüt von sängerischer Virtuosität und großer emotionaler Tiefe. Der Abend steht exemplarisch für die Programmatik der neuen Intendanz an der Staatsoper Hamburg: Oper soll zum Resonanzraum drängender politischer und menschlicher Fragen werden. Die Suche der Peri nach der einen Gabe, die ihr den Weg ins Himmelreich eröffnet, führt durch die großen Krisen der Gegenwart: Krieg, Pandemie und Klimawandel.