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TV Programm für ARTE am 19.09.2026

28 Minuten 04:00

28 Minuten

Magazin

"28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Es moderiert die französische Kulturjournalistin Élisabeth Quin.

Rückeroberung der Rocky Mountains 05:00

Rückeroberung der Rocky Mountains: Eine Geburtsstation für Karibus

Natur und Umwelt

Im Süden Kanadas ist das Karibu vom Aussterben bedroht. In den Ebenen im hohen Nordens Kanadas durchqueren die Rentiere ungehindert Tausende Kilometer. Doch etwas weiter südlich, dort, wo die Landschaft bergiger wird, müssen die Herden der Rocky Mountains mit weit weniger Platz zurechtkommen. Ein Grund hierfür ist die intensive Forstwirtschaft des Menschen. Auf den Straßen, die die einst undurchdringlichen Wälder durchziehen, kommt der Wolf schneller voran und zieht immer häufiger die leichter zu jagenden Karibus seiner einstmals bevorzugten Beute, den Elchen vor. Daher sind hier einige Karibu-Herden bereits ausgestorben. In British Columbia haben sich die First Nations der West Moberly und der Saulteau zusammengeschlossen, um die Lage einer Karibu-Herde mit einem beispielhaften Rettungsplan zu verbessern. Das Karibu ist für die Kultur der beiden Völker von zentraler Bedeutung. Gemeinsam mit Forschenden fingen sie zunächst trächtige Weibchen aus der gefährdeten Herde ein. Um einen möglichst zügigen Transfer zu gewährleisten, organisierten sie einen Sondereinsatz mit Helikopter und Motorschlitten. Die Tiere wurden auf eine große, gesicherte Lichtung gebracht. Auf dieser "Karibu-Geburtsstation" konnten die Weibchen in aller Ruhe ihre Kälber zur Welt bringen. Als die Jungen nach einigen Wochen eigenständig waren, wurden sie gemeinsam mit ihren Müttern wieder in die Freiheit entlassen. Parallel zu diesem Programm haben beide First Nations lange mit den Regierungen ihrer Provinz und des kanadischen Staates verhandelt, um die von der Herde bevorzugten Wälder zu schützen. Neun Jahre nach dem Beginn dieses Programms hat sich die Anzahl der Karibus aus der gefährdeten Herde verdreifacht. Dieser Ansatz ist auch deshalb beispielhaft, weil die indigenen Gemeinschaften maßgeblich zu seinem Erfolg beitrugen.

Rückeroberung der Rocky Mountains 05:45

Rückeroberung der Rocky Mountains: Ein Pakt für die Wölfe

Natur und Umwelt

Im Yukon und den daran angrenzenden Territorien leben an die 15.000 Wölfe - etwa ein Drittel aller Wölfe Kanadas. Allerdings sind die Tiere nicht nur zahlreich, sondern auch so gut wie unsichtbar. Und doch sind sie bedeutende Akteure einer lebendigen Biodiversität: Ein funktionierendes Ökosystem benötigt Beutegreifer am oberen Ende der Nahrungskette. Am Anfang der Initiative "Yellowstone to Yukon" stand ein Wolf. GPS-Daten belegen, dass Wölfe mehrere tausend Kilometer zurücklegen können. Damit verschieben die Tiere die Grenzen einer Naturschutzpolitik, die sich auf Nationalparks beschränkt. Außerhalb der Nationalparkgrenzen erlernen Mensch und Wolf in den Weiten des Yukon eine friedliche Koexistenz. Im Yukon-Territorium werden Wölfe mit GPS-Sendern ausgestattet. Trapper, die früher Handel mit Pelzen trieben, erweisen sich heute als ortskundige Helfer für die Forschenden. Nördlich des Polarkreises leben im Dorf Old Crow die Vuntut Gwitchin. Sie gehören zu den 13 First Nations des Yukon und bewohnen die äußerste Grenze der Region. Bis vor kurzem zog an Old Crow eine große Herde Karibus vorbei. Die Rentiere waren einst der wichtigste Nahrungslieferant für die Vuntut Gwitchin. Seit einigen Jahren gibt es in der Gegend allerdings immer weniger Karibus, dafür aber immer mehr Wölfe. Die Vuntut Gwitchin gaben den Wölfen die Schuld am Verschwinden der Karibus. Wissenschaftliche Untersuchungen vor Ort haben jedoch gezeigt, dass der Klimawandel für diese Veränderung verantwortlich ist. Um ihre vom Klimawandel betroffenen Jagdgebiete zu erhalten, haben sie mit drei weiteren First Nations einen Schutzstatus für das benachbarte Einzugsgebiet des Peel River erwirkt. Mit ihren diversen Höhenlagen bietet diese Gegend auch in Zeiten des Klimawandels einen Schutz für Rentiere und Wölfe.

Japans tätowierte Helden 06:30

Japans tätowierte Helden

Dokumentation

Die per Hand gestochene Horimono-Tätowierung zierte früher die Rücken von Männern in gefährlichen Berufen: Fischer, Feuerwehrmänner und Co. Sie gab ihnen Mut und Kraft. Doch mit Ende der Edo-Epoche und der Öffnung Japans wurde das Tätowieren zeitweise verboten. Niemand sollte das Land als rückständig erachten. Nur kriminelle Banden scherten sich nicht um Verbote und übernahmen die Kunstform. Der Saisuikei-Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Gedenken der Edo-Tätowierung zu erhalten. Eine Tätowierung als Lebensversprechen, mutig, tapfer und loyal zu sein - nicht als Drohgebärde oder Einschüchterung. Daher ist ihr oberstes Gebot: Die Tätowierungen bleiben unter der Kleidung verborgen - kein noch so heißer Sommertag rechtfertigt kurze Ärmel. Taisuke Miyamoto ist Gerüstbauer und gehört dem Saisuikei an. Nach vielen Jahren hat er dem Sohn eines Freundes erlaubt, seine Tätowierung zu kopieren. Er ist sich nun sicher, dass dieser die strengen Regeln befolgt. Für fast zwei Jahre muss Jyo Miyazaki wöchentlich die Prozedur bei Meister Huoryo über sich ergehen lassen. Das Stechen per Hand ist viel schmerzhafter als mit einer elektrischen Maschine. Gerade deshalb ist der junge Mann sich sicher, dass es ihn stärker und ehrlicher machen wird. Auch Taisuke Miyamoto und seine Kollegen haben Wünsche für die Zukunft. Die Ächtung des Horimono soll enden - diesen Wunsch nehmen sie mit auf eine Pilgerfahrt zum Berg Oyama. Nur ein Pfad führt zu dem kleinen Shinto-Schrein hinauf, der versteckt im Wald liegt. Einem der wenigen Orte, an dem die Gruppe trotz Tätowierungen willkommen ist.

Im Reich der Hormone - Mythos und Wirklichkeit 07:15

Im Reich der Hormone - Mythos und Wirklichkeit

Dokumentation

Fühlen und denken Männer anders als Frauen? Noch immer hält sich das Klischee, dass Männer eher technikbegeistert oder durchsetzungsstark sind, Frauen hingegen besonders fürsorglich. Doch lässt sich das wissenschaftlich beweisen? Beeinflussen Hormone wie Testosteron und Oxytocin die Gehirne und damit das Verhalten von Frauen und Männern unterschiedlich? Die Dokumentation überprüft gängige Stereotype und fragt, wieso falsche Vereinfachungen sich so hartnäckig in den Köpfen halten. Noch immer wird mit dem Hormon Testosteron erklärt, warum Männer vermeintlich risikofreudiger sind und Frauen sich mit Führungspositionen angeblich schwertun. In den letzten Jahren haben Forscherinnen und Forscher in interdisziplinären Studien verblüffende neue Erkenntnisse gewonnen. Geschlechtsspezifische Trennlinien lassen sich längst nicht so klar ziehen wie lange gedacht. Hormone sind komplexer und diverser als weithin angenommen.

42 - Die Antwort auf fast alles 08:10

42 - Die Antwort auf fast alles: Kriegen wir unsere Hormone in den Griff?

Infomagazin

Hormone sind in aller Munde. Kein Wunder, denn vieles, was unser Leben unmittelbar betrifft, wird von ihnen maßgeblich beeinflusst: Schlaf, Stress, Sex, Liebe, Aggression und Gewalt - um nur wenige Beispiele zu nennen. Es passiert uns einfach: Wir müssen nicht darüber nachdenken. "Evolutionär funktional" nennt Mirjam Christ-Crain vom Universitätsspital Basel dieses seit Millionen Jahren eingespielte System: Eng mit Sinnesorganen und Hirn verknüpfte Drüsen jagen Botenstoffe in Sekundenbruchteilen durch unseren Körper. Schon ein Billionstel Gramm reicht aus, und wir fühlen uns wie ein anderer Mensch. Das war lange Zeit gut so: Ein Schuss Cortisol aus der Nebennierenrinde konnte uns bei der Begegnung mit Säbelzahntigern das Überleben sichern. Aber passt dieses mächtige System heute noch in unseren Alltag? Ist es nicht viel mehr ein überregulierender Störfaktor, der uns obendrein oft krank macht? Von PCOS über Diabetes bis Adipositas - die Liste endokriner Krankheiten ist lang. Rein hormongesteuert will heute keiner mehr sein. Viele nehmen das Heft selbst in die Hand: Hormontherapien, Hormonergänzungsmittel oder -blocker erleben einen Boom. Melatonin, um besser einzuschlafen, Ozempic, um abzunehmen, Testosteron für Muskelaufbau. Wenn wir heute so gut wissen, wie das Hormonsystem funktioniert, warum steuern wir es dann nicht einfach? Liegt darin eine neue Unabhängigkeit - oder eine unüberschaubare Gefahr?

360° Reportage 08:40

360° Reportage: Georgien: Welcome teacher!

Reportage

Lana Dvalishvili hat sich vor Jahren für ein Leben im Bergdorf Kala entschieden. Als die Englischlehrerin damals dem Aufruf des Programms des georgischen Bildungsministeriums folgte, um in der Dorfschule in Kala zu unterrichten, war Englisch im wahrsten Sinne des Wortes für die meisten der Bewohner eine Fremdsprache. Das hat sich geändert. Denn obwohl Lana Dvalishvili den harten Winter nicht mag und ihre Familie und die Stadt oft so vermisst, dass das Heimweh sie überkommt, bleibt sie in dem entlegenen Bergdorf. Und dass, obwohl es der Schule an nahezu allem mangelt, nicht nur an Lehrern. Doch Lana Dvalishvili tut, was sie kann. Wenn das Geld bei den Familien oder in der Schule nicht reicht, kauft sie selbst Bücher und Hefte von ihrem Gehalt, auch wenn sie dafür sparen muss. Inzwischen ist es schon der vierte harte Bergwinter, den sie in Kala überstanden hat. Solange die Kinder an ihrer Seite sind, ihr vertrauen, sie lieben und von ihr lernen, weiß Lana Dvalishvili, dass auch sie es weiter schaffen wird. Ihre älteste Schülerin, die 18-jährige Mariam, hofft nicht zuletzt wegen ihrer guten Englischkenntnisse die Aufnahmeprüfungen an der Universität in der Hauptstadt Tiflis zu bestehen. Und den siebenjährigen Luka, ihren jüngsten Schüler, unterrichtet Lana bereits seit Beginn der ersten Klasse. Ob und wie es in der Dorfschule im Kaukasus gelingt, zu lernen und zu lehren, welche Herausforderungen und Abenteuer Schüler und Lehrer in Swanetien dabei erwarten, davon erzählt dieser Film.

360° Reportage 09:35

360° Reportage: Leben mit dem Tod: Ahnenkult auf Sulawesi

Reportage

Im Norden der Insel Sulawesi leitet Isac die Arbeiter an, die seit Wochen damit beschäftigt sind, ein provisorisches Dorf für die Bestattungsfeierlichkeiten seiner Mutter zu bauen. Isac legt großen Wert darauf, die Bestattungsrituale seiner Kaste zu wahren. Doch die immensen Kosten, die er und seine Geschwister dafür auf sich nehmen müssen, kann er erst jetzt, 21 Jahre nach ihrem Tod, aufbringen. Tausend Gäste sollen auf der siebentägigen Feier bewirtet werden, dafür werden nur zu diesem Anlass die typischen Häuser mit Dachvorsprüngen gebaut, die an riesige Schiffe erinnern. Eine genaue Abfolge opulenter Abschiedsrituale nimmt seinen Lauf, auch eine Tau-Tau-Figur, nach dem getreuen Abbild der Mutter, wird von einem erfahrenen Bildhauer aus speziellem Holz gefertigt. Und nicht zuletzt sollen viele Büffel aus Anlass der Zeremonie geopfert werden, zur Verpflegung der Arbeiter und Gäste, aber auch, weil der Büffel das zentrale Symbol in der Kultur der Toraja darstellt. Der Büffel gilt als Bindeglied zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Je mehr Büffelopfer, desto mehr Wohlstand, und der wird gerne zur Schau gestellt. Doch es läuft nicht so, wie Isac sich das vorgestellt hatte. Seine verstorbene Mutter wird wohl noch etwas warten müssen, bis sie ins Reich der Toten darf. 40 Kilometer weiter von Isacs Dorf jedoch hat eine andere Familie alle Hürden genommen und geleitet ihre Tote in einer aufwendigen Zeremonie ins Jenseits.

Zu Tisch 10:30

Zu Tisch: Mosel, Deutschland

Essen und Trinken

Der blutrote Weinbergpfirsich verschwand irgendwann aus den Rebhängen an der Mosel. Stattdessen gab es Monokulturen. Inzwischen aber besinnt man aber wieder auf das kulinarische Erbe. Monika Servaty, von Beruf Gärtnerin, hat sich dem Moselpfirsich verschrieben, zieht aus Pfirsichsteinen kleine Bäume und pflanzt sie dort, wo der Weinbau nicht mehr lohnt. Weil Weinlese und Pfirsichernte oft zusammenfallen, hat Monika im September alle Hände voll zu tun: Aus den Pfirsichen kocht sie unermüdlich Marmelade, außerdem Gerichte der Region wie Dippekuchen, ein Kartoffelgericht. Im Nachbardorf stellt sie mit ihrem Freund Herbert Budweg Pfirsich-Mousse her. Herbert hat selbst ein besonders Steckenpferd: Er macht Essig aus allen Früchten, die er auftreiben kann. Da kommt der Pfirsich gerade recht.

Beachtliche Bauten und ihre wilden Nachbarn 10:55

Beachtliche Bauten und ihre wilden Nachbarn: Am Wasser

Dokumentation

Am Mont-Saint-Michel herrschen Gezeiten, die zu den stärksten in Kontinentaleuropa zählen. Sie machen die Bucht rund um die mehr als tausendjährige Abtei zu einem sich ständig wandelnden Lebensraum für Seehunde, Zugvögel und Trichterwürmer. Weiter nördlich, auf der schottischen Isle of Mull, tummeln sich Papageitaucher an der Küste, über der die Burg Duart Castle thront. Über den Klippen schwebt wieder der majestätische Seeadler. Der große Raubvogel war fast ausgestorben und gilt heute als Symbol für erfolgreichen Artenschutz. Im Loiretal bieten die Schlösser Chambord, Villandry und Chenonceau eine unerwartete Kulisse für eine vielfältige und verborgene Tierwelt. In den königlichen Wäldern verstecken sich Rothirsche, in den Feuchtgebieten seltene Salamander; Fledermäuse nisten auf alten Dachböden, und Schwalben bauen ihre Nester unter den Steinbögen. Weiter südlich offenbart die Alhambra in Granada eine weitere Facette der Beziehung zwischen Mensch und Wasser. Die Nasriden waren geniale Architekten und schufen mit ihrem wasserdurchfluteten Bauwerk eine wahre Oase für Insekten und seltene Amphibien. Die Reise endet am Pont du Gard, einem Meisterwerk römischer Ingenieurskunst. Am Fluss Gardon unter dem Aquädukt leben Biber, Vipernattern und Etruskerspitzmäuse. Ein weiterer Beweis, dass die größten Bauwerke zu Refugien für allerlei Lebewesen werden können, wenn Mensch und Natur in Einklang miteinander leben.

Beachtliche Stätten und ihre wilden Nachbarn 11:40

Beachtliche Stätten und ihre wilden Nachbarn: In Berg und Tal

Dokumentation

Ob in den tiefen Wäldern der Karpaten oder hoch oben auf den Gletschern des Mont Blanc: In diesen großartigen Landschaften voller Felsen, Burgen und historischer Stätten entsteht teilweise eine neue Beziehung zwischen Mensch und Natur. In den rumänischen Karpaten erwachen im Schatten des sogenannten Dracula-Schlosses Fledermäuse und Braunbären aus ihrem Winterschlaf. Auch der Wisent, das größte Landsäugetier Europas, ist hier wieder heimisch geworden und trägt zur Regeneration uralter Ökosysteme bei. Weiter westlich, im Elsass, zu Füßen der Hohkönigsburg kämpft der durch die moderne Landwirtschaft stark bedrohte Feldhamster ums Überleben. Die Weißstörche, die beinahe ausgestorben waren, nisten inzwischen wieder auf den Dächern der Dörfer und werden so zum Symbol für ein überwiegend harmonisches Zusammenleben von Mensch und Tier. In der Sächsischen Schweiz überragen atemberaubende Felsformationen die Basteibrücke. Jedes Jahr bewundern Millionen Besucherinnen und Besuchern die fantastische Landschaft, die ein idealer Zufluchtsort für Wanderfalken ist. Hier zeigt sich, dass nachhaltige Forstwirtschaft, Tourismus, Wissenschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Schließlich führt die Reise in die Pyrenäen und in das Mont-Blanc-Massiv. Auf dem Pic du Midi de Bigorre wird deutlich, wie stark die Ökosysteme durch den Klimawandel unter Druck geraten. Im Mont-Blanc-Massiv entdecken Wissenschaftler zudem, dass selbst der Schnee eine eigene, unsichtbare Lebenswelt beherbergt: Mikroalgen bilden eine Art "Hochgebirgsozean", der für das Leben in den Bergen unverzichtbar ist.

Stadt Land Kunst Spezial 12:25

Stadt Land Kunst Spezial: Neukaledonien

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Das kaledonische Exil der unverbesserlichen Louise Michel / Wilder Westen in der Südsee / Das Erbe der deportierten Kabylen

Stadt Land Kunst Spezial 13:10

Stadt Land Kunst Spezial: Seychellen

Magazin

"Stadt Land Kunst Spezial" zeigt die Seychellen, mit folgenden Themen: Die Kehrseite des Paradieses von Loys Masson / Als die Seychellen zu Frankreich gehörten / Georges flambierte Bananen mit Kokosnougat / Von der Lepra-Station zum Naturparadies

Sieben Tote hat die Woche 14:00

Sieben Tote hat die Woche

Kriminalfilm

In Paris beschließen die fünf Männer Jabeke, Moreau, Paoli, Clavet und Valoti, gemeinsam in ein großes Drogengeschäft zu investieren. Jeder bringt einen Teil des benötigten Geldes auf, um eine Lieferung von Marseille zu finanzieren. Die Durchführung scheint sorgfältig geplant, doch hinter der Fassade gegenseitigen Vertrauens verfolgt mancher Beteiligter eigene Interessen. Einer der Männer, Jabeke, schmiedet heimlich den Plan, seine Komplizen auszuspielen und die gesamte Beute für sich zu behalten. Während die Vorbereitungen laufen, wächst das Misstrauen innerhalb der Gruppe, alte Rivalitäten brechen auf und persönliche Beziehungen werden zu Schwachstellen. Als schließlich Moreau von Paoli mit dem Geld in den Zug nach Marseille gesetzt wird, um den Drogendeal abzuschließen, folgt Jabeke ihm inkognito und beginnt sein mörderisches Spiel ... Aus dem gemeinsamen Coup entsteht ein Machtkampf, in dem Verrat, Manipulation und Gewalt die Oberhand gewinnen. Während Jabeke versucht, seine Spuren zu verwischen und die anderen gegeneinander auszuspielen, geraten nach und nach alle Beteiligten in eine Spirale aus Angst und gegenseitigen Verdächtigungen, Tod und Verderben.

Neuschwanstein - Ludwigs Traum, Ludwigs Tragödie 15:45

Neuschwanstein - Ludwigs Traum, Ludwigs Tragödie

Dokumentation

Mit Neuschwanstein will sich König Ludwig II. von Bayern eine eigene, sagenhafte Welt erschaffen, um der nüchternen Realität eines konstitutionellen Monarchen zu entrinnen. Bei der Umsetzung seiner Vision lässt er sich durch nichts und niemanden aufhalten. Bereits die Idee des jungen Königs, sein Schloss auf einem steilen Berggipfel zu errichten, ist ambitioniert. Der Bauherr hat eine präzise Vorstellung für seine idealisierte Ritterburg. Inspiriert wird er durch deutsche Sagenwelten und die Werke des Komponisten Richard Wagner. Nichts geschieht, ohne dass es der König selbst in Auftrag gibt, überall redet er mit - bis ins kleinste Detail. Für die Architekten ist das eine immense Herausforderung, ständig müssen Pläne geändert und angepasst werden. Der Bauherr ist dem technischen Fortschritt gegenüber aufgeschlossen, um seine oft bizarren Wünsche schnell und präzise umzusetzen. Die bauliche Leistung ist atemberaubend und die facettenreiche Umsetzung im historisierenden Stil bis ins kleinste Detail meisterhaft. Das Besondere an Neuschwanstein ist dabei nicht der oft als kitschig bezeichnete Prunk, sondern die bemerkenswerte Verflechtung von Ludwigs idealisiertem Weltbild und dem Bauwerk selbst. Weder als Repräsentationsbau noch als Machtdemonstration, sondern ausschließlich als privates Refugium gedacht, ist das Schloss wie eine zu Stein gewordene Fantasie des Herrschers. Der Monarch, der sich unverstanden fühlt, zieht sich immer weiter zurück. Das Leben und der plötzliche, legendenumrankte Tod des "Märchenkönigs" sind untrennbar mit seinem Schloss verbunden.

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit 17:15

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit: Via Appia

Dokumentation

Vor über 2.300 Jahren lässt in Rom ein Mann eine Straße bauen, die schnurgerade in die Ferne führt, von Rom bis Capua. Der Mann heißt Appius Claudius Caecus, genannt der Blinde, bis dahin hat noch niemand eine solche Straße gebaut. 244 vor Christus wird sie bis ins heutige Brindisi an der Adria verlängert. Lange vor Julius Cäsar marschieren die Legionen Roms auf der Via Appia hinaus in die Welt, und über die Via Appia gelangt man nach Rom. Mit fast 600 Kilometern Länge stellt sie eine noch nie dagewesene Ingenieursleistung dar. Sie gilt bis heute als längste Gerade im europäischen Straßensystem. Aber die Via Appia lässt auch Städte und Siedlungen in ihrer Umgebung erblühen und für reiche Römer ist es schick, sich am Straßenrand pompöse Grabmäler bauen zu lassen. Der Film zeigt, wie sich dank der Via Appia das römische Reich nach Osten ausbreitet. Später finden exotische Waren und neue Ideen den umgekehrten Weg. Im Jahr 73 vor Christus werden entlang der Straße 6.000 Sklaven gekreuzigt, die an der Seite von Spartakus für ihre Rechte gekämpft haben. Und auf ihren Pflastersteinen soll der späterer Apostel Petrus die berühmten Worte "Domine, quo vadis?" gesprochen haben. Doch wie lassen sich die erhaltenen, teils noch genutzten Abschnitte einer so alten Straße als Weltkulturerbe bewahren? Welche Konflikte zwischen Denkmalschutz und moderner Infrastruktur bringt das Unesco-Label - und welche Chancen? Vom Archäologiepark Appia Antica bis zu den Ausgrabungen in Minturno, vom Amphitheater in Capua bis zum Städtchen Mirabella Eclano: Die "Königin der Straßen" fasziniert bis heute.

Mit offenen Karten 18:10

Mit offenen Karten: Gold als Wertanlage: Eine lange Geschichte

Infomagazin

Gold fasziniert Menschen seit Jahrhunderten. Nachdem 1848 in Kalifornien Vorkommen entdeckt wurden, folgten Tausende aus Amerika, Europa und China dem Ruf des Goldes. Und auch heute lockt das Edelmetall. In Zeiten geopolitischer Krisen bleibt es eine Fluchtwährung für Staaten, Investoren und Industrielle, die damit neue technologische Errungenschaften finanzieren.

ARTE Reportage 18:25

ARTE Reportage

Dokumentation

Aktuelle europäische und internationale politische Themen und Herausforderungen, ergänzt durch historische Erläuterungen und geopolitische Analysen. "ARTE Reportage" berichtet über die Fakten und die menschlichen Verhältnisse, die sich hinter diesen Fakten verbergen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Tracks East 19:40

Tracks East: Wer will noch kämpfen?

Reportagereihe

Wer ist bereit, im Kriegsfall zu kämpfen? Die 18- bis 29-Jährigen, die es am meisten betrifft, sind am wenigsten überzeugt. Schulstreiks, Festivals und Social-Media-Kampagnen richten sich in Deutschland gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Trotzdem gibt es sie inzwischen wieder in zehn Nato-Ländern. Was bringt junge Menschen dazu, im Kriegsfall zu kämpfen? Oder eben nicht? In Russland deutet derweil vieles auf eine bevorstehende zweite Mobilisierungswelle hin. In der Stadt Pensa wurden kürzlich ganze Stadtviertel abgeriegelt. Jedes Fahrzeug wurde angehalten, Papiere kontrolliert. Ausnahmslos. Männer, die keine gültigen Dokumente vorweisen konnten, sollten noch am selben Tag einen Vertrag beim Militär unterschreiben. Auch in der Ukraine ziehen sich Männer aus dem öffentlichen Leben zurück, meiden belebte Orte, U-Bahnstationen und Märkte, aus Angst vor der Zwangsmobilisierung. Ein Leben im Ausweichzustand: nicht geflohen, nicht eingezogen, nicht wirklich frei. Der Rapper HeXer aus Leipzig schuf mit seinem Song "Gewinner" den viralen Hit, der sich kritisch mit der möglichen Wiedereinführung der Wehrpflicht auseinandersetzt. Sanata Doumbia-Milkereit widerspricht: Die Bundeswehr-Reservistin und Psychologin hält die Debatte für zu eng auf ein altes Pflichtmodell verkürzt. Es gehe längst nicht mehr um Zwang oder Freiwilligkeit allein, sondern um neue Formen von Verantwortung.

Schloss Schönbrunn 20:15

Schloss Schönbrunn: Hinter der Fassade der Macht

Dokumentation

"Schloss Schönbrunn" zeigt beeindruckende Bilder einer der schönsten herrschaftlichen Residenzen Europas so, wie es selbst die Habsburger Kaiser nie gesehen haben. Denn erst aus der Vogelperspektive, die moderne Drohnenkameras ermöglichen, offenbart sich die ganze Pracht und Größe dieses spätbarocken Juwels in Wien. Das gewaltige Ensemble mit Schloss, Park, Tiergarten und zahlreichen Nebengebäuden diente vom 18. Jahrhundert an den Herrschern aus dem Hause Habsburg als Wohnung, aber auch als repräsentativer Herrschaftssitz. Zwei Frauen stehen für die wechselhafte Geschichte des Schlosses: Kaiserin Maria Theresia und Kaiserin Elisabeth, bekannt als Sisi. Kaiserin Maria Theresia baute das Schloss aus, als Sommerresidenz war es gedacht. Wohnlich sollte es sein, zugleich aber repräsentativ. Und vor allem sollte es der Idee des Absolutismus sichtbar Ausdruck verleihen. Alles an diesem Schloss ist auf die Verherrlichung eines absolutistischen Herrschers ausgerichtet, der nur Gott untertan ist, sich selbst aber sein Land, sein Volk, ja Fauna und Flora untertan macht. Daher die Ornamentik der Beete, die Alleen aus in Form geschnittenen Bäumen, das Bildprogramm von Gloriette und Neptunbrunnen. Hieß es für Maria Theresia am Ende eines Sommers Abschied nehmen, so wollte Franz-Joseph mit seiner Sisi dort das ganze Jahr zubringen - allerdings wie auf einem Präsentierteller, denn der Park war schon lange den Wienern zugänglich. Sisi floh von Schönbrunn. Franz-Joseph blieb und starb dort vereinsamt. Glück hat der Prunk den beiden nicht gebracht.

Versailles - Palast des Sonnenkönigs 21:45

Versailles - Palast des Sonnenkönigs

Dokumentation

Unter der Herrschaft Ludwigs XIV. war Versailles eine ständige Baustelle. Auch anschließend wurde es von den nachfolgenden Bewohnern unaufhörlich umgewandelt. Daher hat das Kulturdenkmal, das Millionen Besucher heute erblicken, nur noch entfernte Ähnlichkeit mit der Residenz des Sonnenkönigs. Außerdem erzählt es nichts über seine erstaunliche Entstehungsgeschichte. Moderne Rekonstruktionstechniken eröffnen heute einen neuen Blick auf Versailles und seine Entstehung. Der Dokumentarfilm beobachtet die Wissenschaftler bei ihren Bemühungen, die Räume und Ausstattungen der verlorenen Orte zu rekonstruieren und die Entstehungsgeschichte des Schlosses zu klären. So rekonstruiert der Konservator des Schlossmuseums, Alexandre Maral, die irrwitzigen barocken Fantasiegebilde, die eine Zeit lang den Park füllten, und lässt die Zuschauenden eine wunderbare künstliche Grotte mit zauberhaften Springbrunnen erkunden. Der wissenschaftliche Direktor des Versailler Forschungszentrums, Mathieu da Vinha, führt detailliert vor, wie die großen Höflingsgemächer eingerichtet waren. Der Spezialist für die königlichen Sammlungen, Matthieu Lett, kann dank der 3D-Rekonstruktion des Privatmuseums von Ludwig XIV. die Hängung in diesem sehr privaten Ort in virtueller Realität ausprobieren. Verbunden mit der Untersuchung Tausender alter Pläne ermöglichen diese modernen Rekonstruktionstechniken eine vollkommen neue Erforschung der architektonischen Vergangenheit von Versailles und offenbaren deren verborgenen Sinn.

Der Komponist Antonio Salieri 23:20

Der Komponist Antonio Salieri: Mythos vom Mörder Mozarts

Musikerporträt

Über kaum einen Komponisten hält sich ein Gerücht so hartnäckig wie über Antonio Salieri. Die Dokumentation "Der Komponist Antonio Salieri - Mythos vom Mörder Mozarts" spürt diesem Bild nach und blickt auf einen Musiker, dessen tatsächliches Wirken lange hinter einer populären Legende verschwand. Sie erzählt von Salieris Anfängen in Norditalien über seine Ankunft in Wien bis zu seiner Rolle als Hofkapellmeister - und zeigt einen Künstler, der das Musikleben seiner Zeit maßgeblich prägte. Der Schauspieler und Salieri-Liebhaber Tobias Moretti führt durch die Dokumentation, Diana Damrau, Rolando Villazón und Riccardo Muti sprechen über Salieris Leben und Werk. Zusammen mit Original-Briefen, Auszügen aus Partituren und szenischen Rekonstruktionen entsteht ein vielschichtiges Porträt und ein differenzierter Blick auf das Verhältnis zwischen Mozart und Salieri. Rivalität und gegenseitige Neugier standen hier nebeneinander und ergeben ein deutlich komplexeres Bild als die spätere Erzählung vom intriganten Gegenspieler. Die Dokumentation zeigt, wie politische Umbrüche, ästhetische Debatten und ein anonym verbreitetes Gerücht den Boden für einen Mythos bereiteten. Salieris Bedeutung als Lehrer - von Beethoven bis Schubert - rückt ebenso in den Fokus wie seine internationale Wirkung. Der Film zeichnet das Panorama einer Epoche im Wandel und erzählt zugleich die Geschichte eines Musikers, dessen Werk und Persönlichkeit sich erst nach Jahrhunderten aus dem Schatten der Überlieferung lösen. Eine Annäherung an einen langen missverstandenen Künstler.