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TV Programm für ARTE am 13.09.2026

Athleticus 04:30

Athleticus: Jokari

Zeichentrickserie

Die dritte Staffel des Kurzprogramms wirft einen humorvollen Blick auf unsere Gesellschaft und die Rolle des Sports. In dieser Folge: Ein Nilpferd und zwei Elefanten haben einen entspannten Tag im Park geplant. Wäre da nur nicht diese nervige Robbe, die sie mit ihrem Jokari-Schläger auf die Palme bringt ...

Die Mythen der Wikinger 05:10

Die Mythen der Wikinger: Thors Bluthochzeit

Geschichte

Seit Jahren herrscht Krieg zwischen den Göttern von Asgard und dem Göttergeschlecht der Wanen - ohne dass sich ein Sieg abzeichnet. Um das Kriegsbeil endlich zu begraben, werden Geiseln als Friedenspfand ausgetauscht: Freya, die Wanengöttin der Liebe und des Krieges, begibt sich mit ihrem Vater Njörd und ihrem Bruder Freyr nach Asgard; die Wanen verlangen Hönir, einen von Odins Brüdern, und Mimir, den Hüter der Quelle der Weisheit. Der Schutzwall um das Reich der Götter war unter den Angriffen der Wanen eingestürzt. Ein geheimnisvoller Baumeister bietet den Göttern an, ihn in nur wenigen Tagen wieder aufzubauen, verlangt zum Lohn allerdings die Hand der schönen Freya. Loki überredet die Götter dazu, auf die Bedingung einzugehen, allerdings mit einer List: Sobald die Arbeit gut vorangekommen ist, soll der Baumeister davon abgehalten werden, sie in der vereinbarten Frist zu Ende zu führen ... Unterdessen gelingt es Thrym, dem König der Riesen, Thors Kriegshammer Mjöllnir zu stehlen. Er will den Hammer nur zurückgeben, wenn er die Göttin Freya zur Frau bekommt. Auch jetzt hat Loki einen passenden Plan: Thor solle als Freya verkleidet zur Hochzeit bei dem Riesen erscheinen, er selbst begleite ihn in der Rolle der Dienerin. Einmal vor Ort, sei es ein Leichtes, den Hammer zurückzuholen. Die Wanen sind wütend. Sie enthaupten den weisen Mimir und senden seinen Kopf nach Asgard. Dank Freyas Zauberkraft fungiert der Kopf weiter als Orakel und verkündet Odin eine Prophezeiung: "Die Götter von Asgard sind in großer Gefahr: Lokis Nachkommen werden ihren Untergang herbeiführen."

Die Legenden von Paris 05:40

Die Legenden von Paris: Künstler der französischen Romantik

Dokumentation

"Die Legenden von Paris" ist eine animierte Dokumentationsreihe von Amélie Harrault nach einer Originalidee von Dan Franck. Das Drehbuch stammt von Amélie Harrault, Valérie Loiseleux und Céline Ronté. Erzählerin der deutschen Fassung ist Nina Kunzendorf.

Die Legenden von Paris 06:30

Die Legenden von Paris: Ein Leben wie ein Roman

Dokumentation

"Die Legenden von Paris" ist eine animierte Dokumentationsreihe von Amélie Harrault nach einer Originalidee von Dan Franck. Das Drehbuch stammt von Amélie Harrault, Valérie Loiseleux und Céline Ronté. Erzählerin der deutschen Fassung ist Nina Kunzendorf.

Marlon Brando: Im Paradies 07:20

Marlon Brando: Im Paradies

Künstlerporträt

Am 3. April 2024 wäre Marlon Brando 100 Jahre alt geworden. Weltweit zählt er zu den bekanntesten Schauspielern des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Charaktere bleiben unvergessen. Die Dokumentation "Marlon Brando: Im Paradies" erzählt, wie er in der Südsee auf dem Tetiaroa-Atoll eine neue Rolle für sein Leben fand - getrieben von seiner Liebe für die Wissenschaft. Während der Dreharbeiten zu "Meuterei auf der Bounty" entdeckt der US-amerikanische Schauspieler Tetiaroa für sich, ein Südsee-Atoll aus zwölf Inseln. 1966 kann er seine paradiesisch anmutende Trauminsel übernehmen. Doch sie soll mehr sein als ein exotischer Rückzugsort vom Leben und Arbeiten in Hollywood. Hier will Brando seine Faszination für die Ökologie mit internationalen Wissenschaftlern und der einheimischen Bevölkerung teilen. Ein Ort des Austausches zwischen Einheimischen und Gästen soll entstehen. Aber in den 1970ern verschlingt sein bescheidenes Hotel das Geld, das er etwa mit "Der Pate" oder "Apocalypse Now" verdient. Immer wieder setzt er seinen Ruhm auch politisch ein. So engagiert er sich unter anderem für die Bürgerrechtsbewegung und überlässt bei der Oscarverleihung 1973 einer Indigenen seinen Platz auf der Bühne. Kurz vor seinem Lebensende nimmt Brando mit Tetiaroa einen neuen Anlauf: Er engagiert einen erfahrenen Hotelier mit der Vorgabe, die Insel so unberührt wie möglich zu lassen. Die Eröffnung der Forschungsorganisation "Tetiaroa Society" erlebt er nicht mehr. Marlon Brando stirbt am 1. Juli 2004 in Los Angeles.

Fotoshooting DDR - Bilder zwischen Propaganda und Alltag 08:10

Fotoshooting DDR - Bilder zwischen Propaganda und Alltag

Dokumentation

Fotografinnen und Fotografen in der DDR hatten einen überraschend großen Freiheitsspielraum, eine ausdrückliche Bildzensur gab es nicht. So konnten sie auch sichtbar machen, was von der Staatsmacht ausgeblendet werden sollte. Die Dokumentation stellt zwei Fotografinnen und zwei Fotografen vor, die das Leben in der DDR beobachteten und deren Werke in den vergangenen Jahren neu entdeckt wurden: Eberhard Klöppel ist im Mansfelder Land aufgewachsen und hat als Pressefotograf für die "Neue Berliner Illustrierte" viele Bildreportagen realisiert, die nun vielfältige Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen in der DDR bieten. Dietmar Riemann aus Hartha in Sachsen sah den Staat, in dem er lebte, zunehmend kritisch. 1986 stellte er einen Ausreiseantrag, der erst 1989 bewilligt wurde. In der Zeit des Wartens und der Ungewissheit schrieb er ein über 1.000-seitiges Tagebuch und fotografierte heimlich die Berliner Mauer und Grenzanlagen. Die gebürtige Brandenburgerin Barbara Wolff dokumentierte in den 1970er und 1980er Jahren das Leben auf dem Land. Ihre Bilder zeigen einen Dorfalltag, der in vielen Aspekten trotz der sozialistischen Umgestaltung der Landwirtschaftsproduktion archaisch erschien. Die in Berlin geborene Fotografin Christiane Eisler kam Anfang der 1980er Jahre mit der Punk-Bewegung in Berührung und porträtierte eine der ersten Punkbands in der DDR: Wutanfall. Außerdem zeigen ihre Bilder die Lebensbedingungen in den Erziehungsanstalten, in die junge Punkerinnen und Punker in den 1980er Jahren zwangseingewiesen wurden.

Legendäre Prachtstraßen - Zwischen Opulenz, Modernität und Zukunft 09:05

Legendäre Prachtstraßen - Zwischen Opulenz, Modernität und Zukunft: Andrássy út in Budapest, Ungarn

Dokumentation

Benannt ist die Andrássy út nach Graf Gyula Andrássy. Er war erst Revolutionär, dann Ministerpräsident von Ungarn. Ihm wurde sogar ein Verhältnis mit Kaiserin "Sisi" nachgesagt. Der Bau der Prachtstraße war seine Idee. Ein gigantisches Städtebauprojekt und frühes Beispiel für Gentrifizierung. Für die Prachtstraße muss ein altes Kneipenviertel weichen. Prominentestes Gebäude ist die Ungarische Staatsoper. Kaiser Franz Joseph I. hatte befohlen, dass sie nicht größer als die Wiener Oper werden durfte, musste aber bei der Eröffnung feststellen, dass er wohl vergessen hatte zu sagen, dass sie auch nicht schöner werden sollte ... Ebenfalls von Wien übernommen: die Kaffeehaus-Kultur. Im Künstlercafé schräg gegenüber der Oper treffen sich bis heute Intellektuelle und Künstler. Den besten Blick auf die Andrássy út hat man von der Dachterrasse des ehemaligen Pariser Kaufhauses. Unter der Andrássy út verläuft die älteste U-Bahn Kontinentaleuropas, 1896 eröffnet. Als die Andrássy út angelegt wurde, gab es noch eine doppelreihige Platanenallee zu beiden Seiten. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die meisten Bäume gefällt und aus Mangel an Brennstoff verheizt. Nur eine Platane aus dieser Zeit hat überlebt. Sie ist eine stumme Zeitzeugin der Geschichte der Andrássy út und wird von den Stadtgärtnern liebevoll gepflegt.

Twist 09:35

Twist

Magazin

"Twist" ist das Kulturmagazin für relevante Themen unserer Zeit. Jede Woche liegt eine andere europäische Stadt im Fokus: Lokale Kulturschaffende sprechen über große Fragen der Gegenwart und die Beiträge leuchten aus, wie in verschiedenen Kunstdisziplinen dazu gearbeitet und gedacht wird. Eine halbe Stunde voller neuer Perspektiven!

Kanadas Nationalparks 10:05

Kanadas Nationalparks: Ivvavik

Natur und Umwelt

Der Ivvavik-Nationalpark liegt hoch über dem Polarkreis, im äußersten Nordwesten des Territoriums Yukon und fernab jeder modernen Zivilisation. Er umfasst eine Fläche von fast 10.000 Quadratkilometern, ist mehr als die Hälfte des Jahres von Schnee und Eis bedeckt, und gilt als das Kronjuwel unter den kanadischen Nationalparks. Seine Gründung als Nationalpark verdankt er der größten Karibuherde der Erde, die hier seit Jahrhunderten ihre Jungen zur Welt bringt. Aber der Ivvavik repräsentiert auch den kulturellen Geburtsort der indigenen Bevölkerung der Arktis, die hier bereits vor mehr als 10.000 Jahren als Jäger und Sammler lebten. So ist er der einzige Nationalpark Kanadas, in dem Naturschutz und der Schutz des kulturellen indigenen Erbes gleichgestellt sind. Jerry und Verna Arey, Renie Arey und Mervyn Joe erzählen im Ivvavik von ihrer tiefen emotionalen und kulturellen Verbindung zum Park und davon, wie viel er den Inuvialuit bedeutet. Die Ökologin Colleen Anderson untersucht die Vegetation im Park, die Rückschlüsse auf das Migrationsverhalten der Karibus ermöglicht. Nirgendwo auf der Welt sind die Auswirkungen des Klimawandels so sicht- und erlebbar wie in der Arktis in und um den Ivvavik-Nationalpark. Klimaforscher Dustin Whalen und die Geologinnen Alice Wilson und Celtie Ferguson untersuchen deshalb schon seit Jahren das Abschmelzen des Permafrosts, der für das Leben im hohen Norden lebenswichtig ist.

Kanadas Nationalparks 10:50

Kanadas Nationalparks: Waterton Lakes

Natur und Umwelt

Der kanadische Waterton-Lakes-Nationalpark liegt mitten in der sensiblen Übergangszone zwischen den Bergen und der Prärie: Hier reicht das üppige Grasland Süd-Albertas bis an die Ausläufer der Rocky Mountains heran. Seit 1932 bildet der Waterton gemeinsam mit dem auf US-amerikanischer Seite angrenzenden Glacier-Nationalpark den Waterton-Glacier International Peace Park. Zusammen haben sie sich dazu verpflichtet, innerhalb des Schutzgebietes keine physischen Grenzen zu errichten, damit sich Mensch und Tier frei bewegen können. Rob Found, Chefökologe des Waterton-Lakes-Nationalparks, und die Biologin Kim Pearson arbeiten unermüdlich daran, dass Arten wie der Braunbär, das Dickhornschaf, der Leopardfrosch und der Bison im Park einen natürlichen Lebensraum vorfinden, der vor den Menschen geschützt bleibt. Zusätzlich wird der Park von einer erweiterten Pufferzone umgeben. Hier kämpft die Biologin Elizabeth Anderson um das Überleben einer Fledermausart, die von einer gefährlichen Pilzkrankheit bedroht wird. Ebenfalls in der Pufferzone arbeitet Leta Pezderic gemeinsam mit lokalen Ranchern für den Erhalt des ursprünglichen Graslands - ein stark gefährdetes Ökosystem. Innerhalb des Nationalparks sorgen Brandmeister Curtis Pine und seine Kollegin Olivia Aftergood mit kontrollierten Bränden dafür, dass sich die Prärie auch innerhalb des Parks wieder ausbreiten kann.

Kanadas Nationalparks 11:35

Kanadas Nationalparks: Saguenay-St. Lawrence

Natur und Umwelt

Der Park grenzt an eine Hauptverkehrsader Kanadas: den Sankt-Lorenz-Strom. 7.000 Containerschiffe befahren jedes Jahr den Fluss. Natur und Mensch sollen hier koexistieren. Parks Canada überwacht sämtliche Aktivitäten im geschützten Gebiet. Das wird vor allem dadurch erschwert, dass es auf dem Wasser keine physischen Barrieren gibt. Seit Jahren schwankt die Zahl der Wale, die sich normalerweise einige Monate an der Mündung aufhalten. Wissenschaftler, unter anderem vom privaten Institut GREMM, wollen herausfinden, woran das liegen könnte. Die Geschichte der Wale zeigt, wie sensibel die Ökosysteme sind: Die südlichste Belugapopulation der Erde wurde beinahe ausgerottet und ist nach wie vor bedroht. Ob sie überleben wird? Biologinnen und Parkwächter schützen die Baie-Sainte-Marguerite, das "Geburtshaus" der Belugas, vor den Menschen. Wie Artenschutz erfolgreich funktionieren kann, zeigt das Beispiel der Wanderfalken. Sie sind mittlerweile in den Saguenay-Fjord zurückgekehrt.

Kanadas Nationalparks 12:20

Kanadas Nationalparks: Cape Breton Highlands

Natur und Umwelt

Der Cape-Breton-Highlands-Nationalpark liegt im Norden der kanadischen Atlantikprovinz Nova Scotia und erstreckt sich zwischen dem Sankt-Lorenz-Golf und dem Atlantik. 1936 gegründet, umfasst er eine Fläche von rund 1.000 Quadratkilometern. Im Park herrscht borealer Wald vor - hier sind Elche und Kojoten zu Hause. An den Küsten des Parks siedelt der Weißkopfseeadler, im Meer tummeln sich Wale und Robben. Cape Breton ist seit Jahrtausenden Siedlungsgebiet der Mi'kmaq, die zu den First Nations zählen. Nach Jahren der Diskriminierung und Ausgrenzung haben sie eigene Organisationen gegründet, die im Naturschutz aktiv ist. Sie halten die Traditionen ihres Volkes lebendig und vermitteln sie an Interessierte. Sie zeigen, warum die Schwarzesche für sie besondere Bedeutung hat, zu welchen Gelegenheiten sie Tabak spenden, was sie bei Bluthochdruck unternehmen und warum das Wasser Ursprung allen Lebens ist. Neben den Mi'kmaq leben auf Cape Breton auch Akadier - Nachfahren der Franzosen, die zu den ersten Siedlern aus Europa gehörten. Ihnen folgten im 18. Jahrhundert Schotten, die sich zunächst in der rauen Natur zurechtfinden mussten. Auch sie besinnen sich auf ihre Herkunft und pflegen ihre Traditionen, ohne dabei ihre Zugehörigkeit zu Kanada zu leugnen.

Der Kardinal 13:05

Der Kardinal

Drama

Rom, 1939: Anlässlich seiner Ernennung zum Kardinal erinnert sich der Amerikaner Stephen Fermoyle an die Etappen seines Lebens. In Boston geboren, beginnt er 1917 als Assistent eines Gemeindepfarrers - und gerät schon bald in Situationen, in denen kirchliche Lehre und persönliches Mitgefühl nicht vereinbar scheinen. Der Erzbischof schickt ihn in den hintersten Winkel Kanadas, wo er einem kranken Pfarrer als Sekretär dient. Als seine Schwester einen Juden heiratet, der nicht konvertieren möchte, versucht Stephen sie zu zwingen, den Mann zu verlassen. Seine Schwester weigert sich und reißt von zu Hause aus. Sie wird schwanger, die Geburt verläuft kompliziert und schließlich steht Stephen vor der Wahl zwischen ihrem Leben und dem des ungeborenen Kindes. Stephen wählt das Kind und lebt mit den Konsequenzen dieser Entscheidung auf seinem Karriereweg zum Kardinal. Seine Berufung führt ihn zunächst nach Rom und später nach Wien, wo er den sogenannten Anschluss Österreichs erlebt. Stephen wird immer wieder mit Fragen konfrontiert, die sein Verständnis von Glauben, Verantwortung und Menschlichkeit herausfordern. Zwischen familiären Schicksalsschlägen, einer unerwarteten Liebe, die seine Loyalität zur Kirche auf die Probe stellt, und dem Schatten des Nationalsozialismus muss er seinen eigenen Weg innerhalb einer Institution finden, deren Regeln nicht immer mit seinem Gewissen vereinbar sind.

Romy und Magda Schneider 15:55

Romy und Magda Schneider: Mutter - Tochter - Rivalinnen?

Künstlerinnenporträt

Verschollen geglaubtes Filmmaterial und bislang unbekannte Briefe von Romy Schneider ermöglichen neue Einblicke in ihr Leben - insbesondere in die Beziehung zu ihrer Mutter, Magda Schneider. Das Verhältnis der beiden Frauen gab immer wieder Anlass zu Spekulationen. So soll es etwa 1958 zum Bruch gekommen sein, als Romy spontan zu ihrer ersten großen Liebe, Alain Delon, nach Paris zog. Damit kehrte sie dem deutschen Nachkriegsfilm den Rücken - jenem Genre, in dem Mutter und Tochter zuvor als populäres Gespann die Kinokassen hatten klingeln lassen. Floh Romy regelrecht zu Alain, wie oft behauptet wurde? Hängte die Tochter ihre alte Karriere an den Nagel, weil sie unter dem Einfluss der Mutter litt? Zu Beginn von Romy Schneiders Karriere galt Magda Schneider als omnipräsente Helikopter-Mutter, als "Wachhund", der den Jungstar keine Sekunde aus den Augen ließ. Eifersüchtig soll sie verfolgt haben, wie Romy zum gefeierten Kinostar aufstieg und die Karriere der Mutter in den Schatten stellte. Und nicht nur das: Magda soll rigoros moderne Rollenangebote für die Tochter abgelehnt haben, damit die Minderjährige in Schmonzetten spielte und so das Familieneinkommen sicherte. Romys Briefe zeigen: Die beiden Schauspielerinnen waren zeitlebens engste Vertraute. Romy erzählte Magda viel Persönliches, vertraute sich ihr an und suchte Rat und Trost bei ihrer Mutter - etwa, als Alain Delon sie nach fünf Jahren über Nacht verließ oder nach der komplizierten Geburt ihrer Tochter Sarah.

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit 16:50

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit: Via Appia

Dokumentation

Vor über 2.300 Jahren lässt in Rom ein Mann eine Straße bauen, die schnurgerade in die Ferne führt, von Rom bis Capua. Der Mann heißt Appius Claudius Caecus, genannt der Blinde, bis dahin hat noch niemand eine solche Straße gebaut. 244 vor Christus wird sie bis ins heutige Brindisi an der Adria verlängert. Lange vor Julius Cäsar marschieren die Legionen Roms auf der Via Appia hinaus in die Welt, und über die Via Appia gelangt man nach Rom. Mit fast 600 Kilometern Länge stellt sie eine noch nie dagewesene Ingenieursleistung dar. Sie gilt bis heute als längste Gerade im europäischen Straßensystem. Aber die Via Appia lässt auch Städte und Siedlungen in ihrer Umgebung erblühen und für reiche Römer ist es schick, sich am Straßenrand pompöse Grabmäler bauen zu lassen. Der Film zeigt, wie sich dank der Via Appia das römische Reich nach Osten ausbreitet. Später finden exotische Waren und neue Ideen den umgekehrten Weg. Im Jahr 73 vor Christus werden entlang der Straße 6.000 Sklaven gekreuzigt, die an der Seite von Spartakus für ihre Rechte gekämpft haben. Und auf ihren Pflastersteinen soll der späterer Apostel Petrus die berühmten Worte "Domine, quo vadis?" gesprochen haben. Doch wie lassen sich die erhaltenen, teils noch genutzten Abschnitte einer so alten Straße als Weltkulturerbe bewahren? Welche Konflikte zwischen Denkmalschutz und moderner Infrastruktur bringt das Unesco-Label - und welche Chancen? Vom Archäologiepark Appia Antica bis zu den Ausgrabungen in Minturno, vom Amphitheater in Capua bis zum Städtchen Mirabella Eclano: Die "Königin der Straßen" fasziniert bis heute.

Bertrand Chamayou interpretiert Franz Liszt 17:45

Bertrand Chamayou interpretiert Franz Liszt: Mit Jakob Lehmann & Les Siècles

Konzert

Bertrand Chamayou tritt oft und gerne mit dem Ensemble Les Siècles auf, einem Orchester, das auf deutschen Instrumenten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts spielt. Der Klang versetzt die Zuhörerinnen und Zuhörer in genau jene Epoche, in der Franz Liszt mit seinen Klavierkonzerten Nr. 1 Es-Dur und Nr. 2 A-Dur Musikgeschichte schrieb. Er begann mit den Arbeiten in den 1830er Jahren und es brauchte viele Versionen und Veränderungen bis zu ihrer Fertigstellung. Das Konzert Nr. 1 wurde 1855 unter Leitung von Hector Berlioz und mit dem Komponisten selbst als Solisten in Weimar uraufgeführt. Vier ohne Unterbrechung gespielte Sätze folgen dicht aufeinander, ganz im Stil einer großen Variation über ein zyklisches Thema. Das Konzert Nr. 2 kam 1857, ebenfalls in Weimar, zur Uraufführung. Der Komponist dirigierte, den Solopart übernahm sein Schüler Hans von Bronsart, dem das Werk gewidmet ist. Auch hier folgen die insgesamt sechs Sätze ohne Unterbrechung aufeinander. Das Klavier verschmilzt gleich zu Beginn "dolce soave" mit Oboe, Klarinette und schnell mit dem ganzen Orchester. "Liszt will weniger blenden als vielmehr bewegen und erreicht in diesem 'bewundernswerten zweiten Konzert' weniger Glanz als vielmehr Tiefe", so Jankélévitch. Bei den Osterfestspielen in Aix-en-Provence übernimmt der Franzose Bertrand Chamayou den Klavierpart. Der international gefragte Pianist ist besonders bekannt für seine Interpretationen französischer Musik und zeitgenössischer Werke. Er hat mit den großen Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts zusammengearbeitet und tritt regelmäßig mit den renommiertesten Orchestern der Welt auf.

Karambolage 18:35

Karambolage: Karl der Große - Deutscher oder Franzose?

Magazin

(1) Claire Doutriaux stellt eine grundlegende Frage: War Karl der Große Deutscher oder Franzose? Los geht's mit einer kleinen Umfrage. (2) Und wie immer: das Rätsel.

Zu Tisch 18:50

Zu Tisch: Mosel, Deutschland

Essen und Trinken

Der blutrote Weinbergpfirsich verschwand irgendwann aus den Rebhängen an der Mosel. Stattdessen gab es Monokulturen. Inzwischen aber besinnt man aber wieder auf das kulinarische Erbe. Monika Servaty, von Beruf Gärtnerin, hat sich dem Moselpfirsich verschrieben, zieht aus Pfirsichsteinen kleine Bäume und pflanzt sie dort, wo der Weinbau nicht mehr lohnt. Weil Weinlese und Pfirsichernte oft zusammenfallen, hat Monika im September alle Hände voll zu tun: Aus den Pfirsichen kocht sie unermüdlich Marmelade, außerdem Gerichte der Region wie Dippekuchen, ein Kartoffelgericht. Im Nachbardorf stellt sie mit ihrem Freund Herbert Budweg Pfirsich-Mousse her. Herbert hat selbst ein besonders Steckenpferd: Er macht Essig aus allen Früchten, die er auftreiben kann. Da kommt der Pfirsich gerade recht.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

360° Reportage 19:40

360° Reportage: Montenegro: Der Eselretter

Reportage

Noch vor wenigen Jahren waren Esel in Montenegro akut vom Aussterben bedroht. Dass es die einst auf dem Balkan zahlreichen, treuen Helfer der Bauern heute noch im Land gibt, ist vor allem Darko Saveljic zu verdanken. 2015 rettete der Biologe die erste Eselstute - ein Tier, das seine Besitzer unter elenden Bedingungen hielten. Kurz darauf nahm er zwei weitere Esel auf, die als Futter für Jagdhunde geschlachtet werden sollten. Inzwischen leben 59 Stuten und ein Hengst auf Darkos Eselfarm - hoch in den Bergen, 17 Kilometer von Montenegros Hauptstadt Podgorica entfernt. Sie heißen Drina, Julia, Haila, Mandarina, und jedes Grautier hat eine eigene Geschichte. Mandarina ist mit 40 Jahren die älteste Stute auf der Farm. Bevor Darko Saveljic sie zu sich holte, hatten ihre Besitzer sie jahrelang als Arbeitstier ausgebeutet, ohne zu bemerken, dass sie blind ist. Drina wiederum war das erste Fohlen auf der Farm - geliebt und verwöhnt von der ganzen Familie. Als ein Wolf ihre Mutter tötete, wurde das Eselfohlen wie ein Haustier behandelt. Mit der wachsenden Zahl an Tieren baute die Familie schließlich einen Stall und ein Auslaufgehege. Heute steht Drina mitten in der Herde - und wacht eifersüchtig darüber, dass sie weiterhin die meiste Zuwendung erhält. Was als private Rettungsaktion begann, ist zu einer Initiative mit Strahlkraft weit über Montenegro hinaus geworden.

Der Pate 20:15

Der Pate

Mafiafilm

New York, 1945: Der aus Sizilien stammende Don Vito Corleone alias "Der Pate" ist einer der mächtigsten Mafiabosse der Stadt. Im Namen der konkurrierenden Mafiafamilie Tattaglia schlägt ihm der Gangster Sollozzo eine Partnerschaft im Rauschgifthandel vor, die Don Vito trotz Zuraten seines ältesten Sohnes Sonny zurückweist. Sollozzo beschließt daraufhin, Don Vito ermorden zu lassen und direkt mit Sonny ins Geschäft zu kommen. Der Pate überlebt den Anschlag jedoch schwer verletzt. Um seinen Vater zu rächen, erschießt Michael, Vitos jüngster Sohn, den Drogenhändler Sollozzo und den korrupten Polizeibeamten McCluskey und muss daraufhin nach Sizilien fliehen. Doch als auch Sonny im Drogenkrieg sein Leben lässt, kehrt Michael nach Amerika zurück und übernimmt die Familiengeschäfte. "Ein gewaltiger Gangsterfilm, der zeitgenössische Probleme der USA transparent macht und in reißerischer Verpackung als perfekte Unterhaltung anbietet. Im Mittelpunkt das System der Mafia, repräsentiert in der Geschichte eines Familienclans, dessen Haupt Don Corleone gleichsam zwei Tode sterben wird: den blutig-spektakulären als Gangsterboss und den privaten im sentimental getönten Familienidyll. Der überlange Film ist nicht ohne detaillierte Grausamkeit, wird aber vornehmlich sehenswert wegen des brillanten Spiels der Hauptdarsteller und interessiert auch als Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Verhältnissen." (Lexikon des Internationalen Films)

Corleone. Pate der Paten 23:05

Corleone. Pate der Paten: Macht durch Blut

Dokumentation

Der "Bestie" genannte Salvatore "Totò" Riina (1930-2017) galt fast 20 Jahre lang als einer der brutalsten und gefürchtetsten Paten der sizilianischen Mafia. Der zweiteilige Dokumentarfilm von Mosco Levi Boucault befasst sich mit der Verbrecherkarriere des Mafia-Bosses. Er hat im Laufe seines Lebens selbst rund 40 Menschen ermordet und bis zu 4.000 umbringen lassen. Der aus dem 60 Kilometer südlich von Palermo gelegenen Städtchen Corleone stammende Bauernsohn stieg zum "Boss der Bosse" auf. Es ist ein nahezu Shakespeare-hafter Stoff, geprägt von unzähligen Morden und dem ewigen Konflikt zwischen dem Streben nach Macht und der Kraft des Gesetzes. Der erste Teil schildert anhand erschütternder, noch nie gezeigter Aussagen reumütiger Mafia-Killer den unaufhaltsamen Aufstieg eines Mannes, der durch einen brutalen Krieg ins "Triumvirat" der Cosa Nostra eindrang. Riina schuf ein Klima des Schreckens und beseitigte skrupellos seine Gegner in den eigenen Reihen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Mafia wurden auch Vertreter von Institutionen ermordet, die sich der Organisation entgegenstellten: Journalisten, Richter, Politiker und Polizisten. Die Eskalation der Gewalt erreichte 1982 mit der Ermordung des Carabinieri-Generals Carlo Alberto Dalla Chiesa ihren Höhepunkt. Zu dieser Zeit herrschte Riina nahezu unangefochten über ganz Sizilien.