04:30
Die dritte Staffel des Kurzprogramms wirft einen humorvollen Blick auf unsere Gesellschaft und die Rolle des Sports. In dieser Folge: Ein tollpatschiges Nilpferd und eine hyperaktive Giraffe sind als Fensterputzer an einem gläsernen Wolkenkratzer im Einsatz. Es kommt zu einer Art Wettputzen mit vollem Körpereinsatz.
05:00
In einer Welt, die auf Produktivität, Tempo und permanente Reize setzt, scheint für Langeweile kaum noch Platz zu sein. Das Smartphone bietet ständige Ablenkung - perfekt, um das unangenehme Gefühl von Langeweile zu vermeiden. Doch was ist Langeweile eigentlich - und warum empfinden wir sie? Denn obwohl sie jeder kennt, nimmt sie kaum jemand ernst. Forschende weltweit arbeiten daran, Langeweile besser zu verstehen. Denn hinter der lästigen Leere steckt viel mehr als die meisten vermuten. Die Dokumentation zeigt auf unterhaltsame Weise, warum Langeweile nicht nur unangenehm ist, sondern auch hilfreich sein kann. Sie motiviert uns, Auswege aus öden Situationen zu finden und kann Kreativität fördern. Im Kindesalter ist sie zudem ein wichtiger Baustein, um den Umgang mit den eigenen Emotionen zu lernen. Doch Forschende warnen davor, Langeweile zu idealisieren. Wird sie zum Dauerzustand, kann sie zu Krankheiten wie Alkoholismus, Internet- und Spielsucht beitragen. Langeweile kennt jeder - und doch empfindet sie jeder anders: Ist sie qualvolle Leere oder Motor der Kreativität? Nervöse Rastlosigkeit oder entspannte Ruhe? Forschende aus Psychologie, Neurowissenschaft und Philosophie gehen in spannenden Experimenten dem rätselhaften Gefühl auf den Grund: Warum ist Langeweile für einige Menschen erträglicher als für andere? Wie viel Langeweile tut noch gut und was passiert eigentlich im Gehirn, wenn nichts passiert? Spoiler: eine ganze Menge.
05:55
Ayuko Kamimura gehört zu den besten Yabusame-Schützen der Welt. Seit ihr Vater vor 22 Jahren Yabusame als Sport neu erfunden hat, ist die 51-Jährige dabei. Ayuko, von allen Amy genannt, ist die erste und bislang einzige Frau, die selbst von den erzkonservativen männlichen Bewahrern der religiösen Yabusame-Zeremonien als Lehrmeisterin anerkannt wird. Ihr Bogen ist knapp zwei Meter lang. Nirgendwo sonst auf der Welt nutzen berittene Schützen so lange Bögen. Einmal im Jahr organisiert sie das Sakura-Turnier, das einzige reine Frauen-Event im Yabusame-Sport. In diesem Jahr will sie dort zum letzten Mal vor großem Publikum auftreten, bevor sie den Platz für talentierte Amazonen der jungen Generation räumt. Die Regeln für den Wettkampf sind genau vorgeschrieben: Für eine 100 Meter lange Strecke darf Amy maximal zwölf Sekunden brauchen. Drei Mal muss sie dabei auf eine Scheibe schießen. Treffer, Zeit und Eleganz entscheiden über den Sieg. Die Trainingsstunden vor dem Wettkampf sind auch ein Testlauf für Amys beste Schülerinnen. Die Suche nach einer Nachfolgerin liegt ihr besonders am Herzen. Die 20-jährige Aoi Fuse hätte das Zeug zu einer Samurai-Meisterin der nächsten Generation. Fünf Mal hat sie bereits den Titel in der höchsten Klasse, der Profiliga, gewonnen. Aber behält sie auch in diesem Jahr die Nerven, wenn es um alles geht? Ausnahmetalent Eri Sakuraba dagegen wird im Frühling zum ersten Mal in der Profiliga antreten. In den unteren Klassen hat die 14-Jährige schon als Grundschülerin alle Pokale abgeräumt. Wie aber wird sie bei ihrem ersten großen Wettkampf abschneiden ..?
06:50
Schmortopf der Marquesas-Inseln - Ziegenfleisch in Kokosmilch / Ein Biss'chen Heimat: Jonathan, ein Polynesier in Toulon / Ran an die Töpfe!
07:20
Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Botsuana: Norman Rush im Mikrokosmos der weißen Expatriates / Madrid: Der diskrete Charme der grünen Persianas / Sri Lanka: Indikas sautierte Bananenblüten / Slowenien: Doktor Sonne
08:05
Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Belfast: Die verlorene Sorglosigkeit des Kenneth Branagh / Auf den Spuren des Savoyer Schmuggels / Montenegro: Bozidars würzige Hackfleischröllchen / Kanada: Ein seltsames Spiel
08:55
Dresden, auch "Elbflorenz" genannt, zählt zu den schönsten Kunst- und Kulturmetropolen Europas. Prachtvolle Schlösser und Palais entlang der Elbe, die Schätze des Grünen Gewölbes und die Gemäldegalerie mit der "Sixtinischen Madonna" prägen das Bild der Stadt. Sachsens schillernder Herrscher August der Starke wollte aus seiner Residenz eine barocke Perle machen und damit seinen Herrschaftsanspruch unterstreichen. Versailles und Frankreichs Sonnenkönig waren dabei sein großes Vorbild. Der Zwinger mit seinen "tanzenden" Sandsteinfassaden und versteckten Wasserspielen ist das Herzstück des barocken Dresden. Angelegt als Garten für kostspielige Orangenbäume und genutzt als Festplatz für eine Fürstenhochzeit, die den Anspruch auf den Kaiserthron anmelden sollte, lässt uns der Dresdner Zwinger heute in eine Epoche blicken, in der Prunk und Verschwendung zur Repräsentationspflicht eines Fürsten gehörten. Als es August dem Starken 1719 gelingt, seinen Sohn mit einer österreichischen Kaisertochter zu verheiraten, feiert der europäische Hochadel im Zwinger eines der glänzendsten Feste der Barockzeit - mit Reiterspielen, Kostümfest und riesigem Festmahl. Der Zwinger wird zum Startschuss für eine Stadt, die ein Gesamtkunstwerk werden sollte: die Frauenkirche mit ihrer Kuppel, die majestätische Hofkirche, ein einmaliges Areal imposanter Bauten, das in jedem Jahr Millionen Besucherinnen und Besucher in die Stadt an der Elbe lockt.
10:25
Mit dem Namen Côte d'Azur, einem schmalen Küstenstreifen an der französischen Mittelmeerküste, verbindet die ganze Welt Sonne, Stars und Skandale. In Saint-Tropez, einem ehemaligen Fischerstädtchen, entwickelte sich dank der jungen Brigitte Bardot eine neue und sinnliche Lebenskunst, während ganz im Osten der Küste die frischgebackene Oscarpreisträgerin Grace Kelly das Fürstentum Monaco eroberte. Ihre Hochzeit mit Fürst Rainier wurde zum Jahrhundertereignis. Kuppler war der griechische Reeder Aristoteles Onassis. Er wollte das Image des Zwergstaates aufpolieren. In Cannes etablierte sich eines der glamourösesten Filmfestivals der Welt, und alle kamen an die Küste. An einem Ort kreuzten sich die Wege fast aller berühmten Besucherinnen und Besucher im vergangenen Jahrhundert: im Hôtel du Cap-Eden-Roc in Antibes. Seit rund 150 Jahren beherbergt es Künstlerinnen und Künstler, Königinnen und Könige, Diven und Stars. König Edward VIII. fand hier diskreten Unterschlupf mit seiner Geliebten Wallis Simpson. Marlene Dietrich dagegen scherte sich wenig um Diskretion bei ihren Affären. Seit 1969 ist das Hotel im Besitz der deutschen Industriellenfamilie Oetker. Maja Oetker schildert ihre persönlichen Erinnerungen der vergangenen 50 Jahre. Bis heute hat die Côte d'Azur nichts von ihrer Anziehungskraft verloren. Sie ist nicht nur ein Sehnsuchtsort, sie ist ein Mythos.
11:25
Was Europa bewegt
11:55
Über 20.000 Apfelsorten gibt es weltweit, jede mit eigenem Charakter und Aroma. Im Bergischen Land hegt und pflegt Apfelbauer Martin Thönes einen Mix aus modernen und alten Sorten. Familie Thomson in Devon setzt auf vegane Rezepte, um den Apfel in all seinem Glanz zur Geltung zu bringen. Von Adam und Eva über Schneewittchen bis hin zu Wilhelm Tell - der Apfel spielt in zahlreichen Mythen und Geschichten eine zentrale Rolle. Kein Wunder, gilt er doch als besonders gesund! Lucie Fischer-Chapalain entlockt Apfelresten einen aromatischen Essig, der als Würzmittel dient. Aus frischen Äpfeln und wärmenden Gewürzen kreiert sie außerdem ein köstliches Apfel-Nelken-Gel zum Garnieren von Desserts. Eine Reise durch die faszinierende Welt des Apfels, die Tradition, Kultur und Genuss verbindet.
12:25
Kambodscha: Rithy Panh und die heilende Kraft der Filme / Los Angeles: Mythos Auto / China: Maos Hühnchen vom Holzfeuer / El Salvador: Der vergessene Oskar Schindler
13:10
Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Das kaledonische Exil der unverbesserlichen Louise Michel / Wilder Westen in der Südsee / Das Erbe der deportierten Kabylen
14:00
1945: Ein jüdisches Kind gelangt in einem Koffer in das KZ Buchenwald. Die Häftlinge sind zwischen Pflichtgefühl, dem Kind zu helfen, und der Angst vor Sanktionen zerrissen. Der Kampf um sein Überleben setzt aber etwas Ungeahntes in Gang.
16:20
In den kenianischen Naturschutzgebieten entscheidet Wasser über Leben und Tod. Dies zeigt sich am Beispiel von drei Tieren, die in der größten Dürre seit 20 Jahren ums nackte Überleben kämpfen. Jede der drei Hauptprotagonistinnen der Doku-Serie führt eine matriarchalisch organisierte Gruppe an. Die Geschichte beginnt unmittelbar nach Ende der Regenzeit. Im Samburu-Nationalreservat führt der Fluss Uaso Nyiro noch ausreichend Wasser und die Elefanten lassen es sich in der sattgrünen Landschaft gut gehen. Doch die Niederschläge waren schwach, und mit der üppigen Vegetation wird es bald vorbei sein. Schnell macht der Wassermangel der "Königsfamilie", wie sie von den Forschenden genannt wird, und anderen Elefantenherden zu schaffen. Anastasia, die Matriarchin des 80 Tiere umfassenden Clans, muss schwierige Entscheidungen treffen, um ihre Herde am Leben zu erhalten. Weiter südlich dagegen, ganz in der Nähe des Nationalparks Maasai Mara, hat es im Naboisho-Refugium stärker geregnet. Fünf Gepardenmännchen versuchen, Gnus zu fangen. Währenddessen schützt die Gepardin Kuleta ihre vier Neugeborenen vor den ständig lauernden Hyänen. In der Nähe des Mount-Kenya-Massivs, auf der Laikipia-Hochebene, kommt die Matriarchin Phoenix, eine Afrikanische Wildhündin, zusammen mit ihren fünf Jungen aus ihrer Höhle. Die Ebene trocknet aus, doch der Nachwuchs kann sich der Meute noch nicht zum Jagen anschließen - für Phoenix und ihre Jungen beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. In Naboisho ist Kuleta erfolgreich von der Jagd zurückgekehrt, doch dann pirscht sich eine Hyäne an sie heran. In Laikipia haben Phoenix' Junge schnelle Fortschritte gemacht und sind zur Meute zurückgekehrt, um der wachsenden Trockenheit zu entfliehen. In Samburu ist der Fluss inzwischen ausgetrocknet und Anastasia beschließt, ihren Clan in die Trockengebiete des Nordens zu führen.
17:05
Drei Gruppen von Tierfamilien, jeweils angeführt von einem Weibchen, sind mit der größten Dürre seit 20 Jahren konfrontiert. In Samburu ist der Fluss völlig ausgetrocknet. Zum Glück findet die Elefantenherde mit ihren Rüsseln eine Quelle im Flussbett. In Laikipia passt sich die Afrikanische Wildhündin Phoenix bereits der Trockenheit an. Während andere Fressfeinde der Meute Konkurrenz machen, geht das Rudel auf die Suche nach neuen Jagdgründen. Auf der anderen Seite des Flusses findet es üppigere Vegetation, doch eine Hyänenhorde hat sich an die Hunde herangepirscht. Werden sie dort bleiben können? In Naboisho sucht die Gepardin Kuleta neue Beute für sich und ihren vierköpfigen Wurf. Aufgrund der Trockenheit sind viele Tiere geflohen. Als sie endlich ein Jagdrevier entdeckt hat, muss sie feststellen, dass es schon von Löwen besetzt ist - gefährliche Gesellschaft für eine Geparden-Familie. Während die Trockenheit zunimmt, bekommen die Elefanten Konkurrenz an ihrem Brunnen im Flussbett und müssen sich zurückziehen. Für Kuleta geht es schlecht aus, als eines ihrer Jungen verschwindet. Sie sucht es vergeblich: Ihr Baby wurde von einem Löwen getötet. Zu Phoenix' großer Erleichterung fällt in Laikipia ein Schauer.
17:50
Am Mont-Saint-Michel herrschen Gezeiten, die zu den stärksten in Kontinentaleuropa zählen. Sie machen die Bucht rund um die mehr als tausendjährige Abtei zu einem sich ständig wandelnden Lebensraum für Seehunde, Zugvögel und Trichterwürmer. Weiter nördlich, auf der schottischen Isle of Mull, tummeln sich Papageitaucher an der Küste, über der die Burg Duart Castle thront. Über den Klippen schwebt wieder der majestätische Seeadler. Der große Raubvogel war fast ausgestorben und gilt heute als Symbol für erfolgreichen Artenschutz. Im Loiretal bieten die Schlösser Chambord, Villandry und Chenonceau eine unerwartete Kulisse für eine vielfältige und verborgene Tierwelt. In den königlichen Wäldern verstecken sich Rothirsche, in den Feuchtgebieten seltene Salamander; Fledermäuse nisten auf alten Dachböden, und Schwalben bauen ihre Nester unter den Steinbögen. Weiter südlich offenbart die Alhambra in Granada eine weitere Facette der Beziehung zwischen Mensch und Wasser. Die Nasriden waren geniale Architekten und schufen mit ihrem wasserdurchfluteten Bauwerk eine wahre Oase für Insekten und seltene Amphibien. Die Reise endet am Pont du Gard, einem Meisterwerk römischer Ingenieurskunst. Am Fluss Gardon unter dem Aquädukt leben Biber, Vipernattern und Etruskerspitzmäuse. Ein weiterer Beweis, dass die größten Bauwerke zu Refugien für allerlei Lebewesen werden können, wenn Mensch und Natur in Einklang miteinander leben.
18:35
Ob in den tiefen Wäldern der Karpaten oder hoch oben auf den Gletschern des Mont Blanc: In diesen großartigen Landschaften voller Felsen, Burgen und historischer Stätten entsteht teilweise eine neue Beziehung zwischen Mensch und Natur. In den rumänischen Karpaten erwachen im Schatten des sogenannten Dracula-Schlosses Fledermäuse und Braunbären aus ihrem Winterschlaf. Auch der Wisent, das größte Landsäugetier Europas, ist hier wieder heimisch geworden und trägt zur Regeneration uralter Ökosysteme bei. Weiter westlich, im Elsass, zu Füßen der Hohkönigsburg kämpft der durch die moderne Landwirtschaft stark bedrohte Feldhamster ums Überleben. Die Weißstörche, die beinahe ausgestorben waren, nisten inzwischen wieder auf den Dächern der Dörfer und werden so zum Symbol für ein überwiegend harmonisches Zusammenleben von Mensch und Tier. In der Sächsischen Schweiz überragen atemberaubende Felsformationen die Basteibrücke. Jedes Jahr bewundern Millionen Besucherinnen und Besuchern die fantastische Landschaft, die ein idealer Zufluchtsort für Wanderfalken ist. Hier zeigt sich, dass nachhaltige Forstwirtschaft, Tourismus, Wissenschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Schließlich führt die Reise in die Pyrenäen und in das Mont-Blanc-Massiv. Auf dem Pic du Midi de Bigorre wird deutlich, wie stark die Ökosysteme durch den Klimawandel unter Druck geraten. Im Mont-Blanc-Massiv entdecken Wissenschaftler zudem, dass selbst der Schnee eine eigene, unsichtbare Lebenswelt beherbergt: Mikroalgen bilden eine Art "Hochgebirgsozean", der für das Leben in den Bergen unverzichtbar ist.
19:20
"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.
19:35
"Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen
19:40
Das Erdbeben 2023 war eines der schwersten in der Türkei und forderte mehr als 50.000 Opfer in der Region. Rund 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Präsident Recep Tayyip Erdo?an versprach den Menschen, innerhalb eines Jahres neuen Wohnraum zu schaffen. Schnell wurden provisorisch riesige Containerdörfer errichtet und ein gewaltiges Bauprojekt gestartet. Aus einem Jahr wurden mittlerweile drei Jahre und die Lage ist angespannt: Enge, Überfüllung, fehlende Privatsphäre und eine permanente Unsicherheit führen in den Containerdörfern zu Erschöpfung, Angstzuständen und psychosozialen Problemen. Auch Sevinç, ihr Ehemann und ihre drei Kinder leben in einem der Container. Sie wünschen sich nichts sehnlicher als ein neues Zuhause. Ihnen wurde jetzt endlich eine Wohnung zugelost, doch der Einzug verzögert sich. Nun macht auch noch das Gerücht die Runde, dass die Containerdörfer geräumt werden sollen. Sevinç und ihre Familie sind verzweifelt. Die Menschen in den Containern wünschen sich schnell ein sicheres Dach über dem Kopf. Doch die rasante Transformation der Stadt Antakyas verfolgt die Stadtplanerin Tu?çe Tezer mit großer Skepsis. In der Umgebung der historisch einst bedeutenden Stadt stehen jetzt endlose Reihen von Hochhäusern ohne Infrastruktur. Sie will die Erinnerung an das antike Antakya bewahren und organisiert Touren durch das zerstörte Zentrum und lädt Besucher dazu ein, ihre traumatischen Erinnerungen und Erfahrungen durch das Erdbeben zu teilen.
20:15
Kaum hat Rakel ihr Amt als neue Polizeichefin angetreten, wird sie mit einem Fall konfrontiert, der sie an ihre Grenzen bringt. Denn ihr Sohn Lias hat in einer Auseinandersetzung einen Schmuggler erschossen. Zerrissen zwischen ihren Gefühlen als Mutter und ihrer Pflicht als Polizistin, hilft sie ihrem Sohn, die Leiche verschwinden zu lassen. Doch dann taucht die Geschäftspartnerin des Toten bei Lias auf und erpresst ihn und Rakel. Als schließlich Ermittlungen Alexander und Valpen in das Lager der Schmuggler führen, gerät Rakel vollends unter Druck. Aber wie weit ist die Polizeichefin bereit zu gehen - sogar das Leben ihrer Mitarbeiter zu riskieren, um ihren Sohn zu schützen? Währenddessen versuchen Alexander und Nora bei einem Abendessen, ihre Beziehung und ihre weitere Zusammenarbeit auszuhandeln. Alexander erhofft sich einen neuen Versuch auf eine gemeinsame Zukunft, Nora hingegen ist skeptisch. Doch dann fordert der Fall weitere Opfer. Es wird deutlich, dass nicht nur die Wahrheit um den Mordfall auf dem Spiel steht, sondern das Vertrauen im gesamten Team.
21:45
Die Gruppe AC/DC wurde im Dezember 1973 gegründet. Mit 250 Millionen verkauften Alben, Tausenden von Konzerten und 18 Alben zählt sie zu den langlebigsten Rockformationen aller Zeiten. Auch wenn der Fortbestand der Band durch Schicksalsschläge immer wieder gefährdet war, ist ihre Popularität ungebrochen - dank einer stetig wachsenden und sich verjüngenden Fangemeinde. AC/DC ist und bleibt das Familienunternehmen der drei Brüder Malcolm, Angus und George Young: der erste als treibende Kraft, der zweite als begnadeter Gitarrist, der dritte als Mentor. Während Malcolm und Angus im Rampenlicht standen, wirkte ihr älterer Bruder George im Hintergrund als Beschützer, künstlerischer Berater und Produzent. Heute ist Angus der einzige Überlebende und hält die Familientradition aufrecht. Die Dokumentation erzählt die Geschichte von AC/DC aus dem Blickwinkel dreier Männer mit sehr individuellen Schicksalen. Die Band mag in Australien entstanden sein, doch die Wurzeln ihrer Gründer liegen in Schottland. So werden Erfolg und Misserfolg zum Ergebnis des Zusammenspiels grundverschiedener Persönlichkeiten, die zu einer gemeinsamen Idee verschmelzen. Dahinter steckt typisch schottisches Clandenken, echte Liebe zur Musik und der Drang, sie gemeinsam zu spielen - ganz im Geiste des Rock 'n' Roll verkörpert, dem sich die drei Young-Brüder mit Haut und Haaren verschrieben haben. Hinter dem Mythos AC/DC verbirgt sich eine sehr persönliche, aber auch geheimnisumwitterte Geschichte - wenig bekannt, spannend, manchmal überraschend und tief bewegend.
22:40
Das Rock-Spektakel von AC/DC war eine Show der Superlative: Auf der Bühne standen echte Kanonen, eine gigantische Glocke für "Hells Bells" sowie eine aufblasbare Rosie und ein XXL-Angus. Für spektakuläre Bilder sorgte eine Kamera, die die Show von einem Hubschrauber heraus aus der Vogelperspektive einfing. Wie gewohnt rissen die Hardrock-Legenden das Publikum im Donington Park mit - dank der elektrisierenden Energie von Frontmann Brian Johnson und den kraftvollen Riffs von Gitarrist Angus Young. Bereits die ersten Akkorde ließen die Menge toben, und eine legendäre Version von "Thunderstruck" eröffnete eine der spektakulärsten Shows der Bandgeschichte. 2023 feierte AC/DC ihr 50-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2025 startete AC/DC erneut eine große Europatournee mit 20 Konzerten in elf Ländern - darunter England, Deutschland, die Niederlande, Irland, die Slowakei, Spanien, Italien, Österreich, die Schweiz, Frankreich und Belgien. Die Tour trug den Namen "Power Up", benannt nach ihrem Erfolgsalbum von 2020, das bei seiner Veröffentlichung in rund 20 Ländern auf Platz 1 der Charts stürmte.