05:00
Ohne Transportmittel liegen Europa und seine Wirtschaft lahm. Während der Coronakrise sind die CO2-Emissionen zwar signifikant zurückgegangen, aber diese Zeit der Einschränkungen hat auch deutlich gemacht, wie abhängig die Europäer vom Straßen-, Flug- und Schiffsverkehr sind. Eine kurzfristige Dekarbonisierung des Flugverkehrs erscheint unmöglich. Sollte man also auf Fernreisen verzichten? Oder den Kontinent mit anderen Mitteln bereisen? Und wenn ja, mit welchen? Autos und selbst Fahrräder werden aus Teilen zusammengesetzt, die per Schiff oder Flugzeug aus aller Welt herbeitransportiert werden. Sind sie dann zusammengebaut, legen sie nochmals Tausende von Kilometern auf umweltverschmutzenden Lkw zurück, bevor sie beim Käufer ankommen. Die europäische Wirtschaft und Infrastruktur sind auf den globalen Handel ausgerichtet. Heute stoßen sie an ihre Grenzen. Die Schweiz zeigt, dass der Schienenverkehr eine interessante Alternative sein kann. Mit Zustimmung der Bevölkerung wurden umweltbelastende Energien besteuert, massiv in Schienen und Huckepackverkehr investiert und der Lkw-Verkehr von den Straßen verbannt. Doch die Schweiz bleibt ein Einzelfall. Die meisten europäischen Länder setzen heute auf Elektroautos. Sie sind sauberer, oft kostengünstiger und bald vielleicht schon autonom. Außerdem geben sie Anlass dazu, die Nutzung des Autos zu hinterfragen, das für viele Menschen bis heute ein Statussymbol ist. Manche Unternehmen tun sich immer noch schwer, ihr Wirtschaftsmodell zu überdenken. Doch angesichts der Konkurrenz aus Asien könnte die gute alte Tankstelle bald schon der Vergangenheit angehören. Die Abkehr vom Verbrennungsmotor allein wird allerdings nicht ausreichen. Grüne Mobilität ist und bleibt eine der großen Herausforderungen Europas.
05:55
Neufundland kennt eine lange Geschichte der Umsiedlungen. Beginnend in den 50er Jahren zwang die Regierung die entlegen lebenden Menschen, häufig kanadische Ureinwohner, an zentraler gelegenen Orten zu siedeln. Dort wurden Arbeitskräfte gebraucht. Im Lauf der Jahre wurde die Kritik an den alternativlos verfügten Umsiedlungsprogrammen immer lauter. Doch wirtschaftliche Zwänge setzten sich durch. Angesichts drohender Arbeitslosigkeit wurden Hunderte kleiner Ortschaften aufgegeben. Outports nennt man die einst blühenden Küstenorte. Sie galten als das wahre Neufundland, die Heimat der Entdecker und Gründer, der Stolz der Nation. Gaultois ist einer der letzten Outports in Neufundland. Der Ort lebte bis in die 90er Jahre prächtig vom Kabeljau - bis die Überfischung zu Fangverboten führte und das langsame Sterben von Gaultois einleitete. Für Nostalgie hat die Provinzverwaltung in St. John's keinen Sinn. Knappe Kassen lässt sie mit spitzem Stift rechnen: Allein die Fährverbindung aufrechtzuerhalten, kostet die Regierung jährlich eine Million Dollar. Schule, Müllabfuhr, Post - all das ist für den Steuerzahler teurer, als wenn jede Familie für die Umsiedlung mit umgerechnet 190.000 Euro entschädigt würde. Die staatliche Förderung gibt es allerdings nur, wenn mindestens 75 Prozent der Bewohner mitmachen und ihre Häuser aufgeben wollen. Auch die Gegner der Umsiedlung müssten dann umsiedeln. Gaultois würde von der Landkarte verschwinden. "360° Reportage" ist dabei, wenn die Gemeinde über das Schicksal von Gaultois entscheidet.
06:50
Wenn Kartoffeln und Käse ein Traumpaar bilden: Aligot / Kulinarische Mitbringsel / Ran an die Töpfe!
07:20
Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Claude McKay, ein Jamaikaner in Douarnenez / Bambuco, Gesang aus den kolumbianischen Bergen / Albanien: Arbamas Goldbrasse mit Gemüse / Vereinigtes Königreich: Gefahr im Paradies
08:05
Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Vietnams berühmtester kleiner Held / Mexiko: Voladores, die Himmelstänzer / USA: Eine Kiste erobert die Welt
08:55
Das Weltheiligtum der Katholiken feiert Geburtstag. Am 18. November 2026 jährt sich zum 400. Mal die Weihe des Petersdoms in Rom. Hier haben sich die bedeutendsten Künstler der Renaissance verewigt. Aber auch Tausende Handwerker, Lieferanten und Arbeiter hinterließen ihre Spuren: Sie errichteten gewaltige Kräne, karrten tonnenschwere Steine heran, verbrannten antiken Marmor zu Kalk. Über 120 Jahre bis zur Fertigstellung schufteten sie auf der größten Baustelle der Welt. Sechs Tage die Woche arbeiteten sie oft bis tief in die Nacht im Schein von Fackeln und Öllaternen. Ihr Arbeitsplatz war nicht ungefährlich, gut 200 Handwerker ließen auf der Megabaustelle ihr Leben. Und doch zählte die Dombauhütte zu den begehrtesten Arbeitgebern von Rom, denn man zahlte gut und regelmäßig. Das belegen Lieferlisten, Abrechnungen und Kreditscheine, alte Dokumente, die nach und nach erforscht werden. Auch beschäftigte die "Fabbrica" zahlreiche Frauen, Künstlerinnen ebenso wie Arbeiterinnen. Vieles von ihrem Leben und Wirken kommt jetzt ans Licht. Wie sah ihr Alltag aus? Wo lebten und arbeiteten Roms Steinmetze, Kalkbrenner und Fuhrwerkleute inmitten einer arkadischen Ruinenlandschaft, die nur noch rund 40.000 Einwohner zählte? Und welche Rolle spielten Glaube und Kirche in jener Zeit, wo Päpste sich auch als weltliche Herrscher verstanden? Ließen sie die Ruinen von Tempeln und Thermen plündern, um ihre Paläste mit antiken Marmorschätzen auszustatten? Auch im Petersdom entdeckt man Säulen und andere Prunkstücke aus den großen Kaiserforen.
10:25
Am 26. September 1997 erschütterte ein verheerendes Erdbeben die italienische Region Umbrien. Es forderte nicht nur zahlreiche Todesopfer, sondern zerstörte auch einen der größten Schätze mittelalterlicher Kunst: Die Fresken der Basilika von Assisi zerbrachen in über 300.000 Fragmente. Kurz darauf begann die größte und vielleicht anspruchsvollste Gemälde-Restaurierung der Geschichte. Die Dokumentation schildert die detektivische Arbeit der Restauratoren - unterstützt von einer Auswahl renommierter Experten, die an der Restaurierung beteiligt waren. Parallel dazu erzählt die Dokumentation vom historischen und spirituellen Hintergrund des Heiligen Franziskus, dessen Botschaft, auf materiellen Reichtum zu verzichten und im Einklang mit der Natur zu leben, auch heute noch hochaktuell ist. Franziskus war im Mittelalter dermaßen populär, dass er bereits zwei Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen wurde. Die besten italienischen Maler, darunter Cimabue und Giotto, wurden beauftragt, seine Grabeskirche mit Fresken zu schmücken. Diese zählen heute zu den größten und bedeutendsten Fresken des Mittelalters. Durch die Verbindung von Realismus und Spiritualität entstand ein neuer Malstil und eine neue Weltsicht. Es dauerte fast 30 Jahre, bis es den Restauratoren der Basilika von Assisi gelang, die meisten Teile zusammenzufügen und die Fresken in ihrer vollen Pracht für zukünftige Generationen zu erhalten. Die einzigartige Rekonstruktion, die Geschichte der Künstler und vor allem die von Franziskus selbst ermöglichen einen beispiellosen Einblick in die Realität und Spiritualität des Mittelalters.
11:25
Was Europa bewegt
11:55
Eine Portion Tradition mit einer Prise Voodoo: Bomiwô-Hähnchen / Ein Biss'chen Heimat: Anita, eine Beninerin in Straßburg / Ran an die Töpfe!
12:25
Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Island: ein Fjord im Heringsrausch / Paris: algerische Zuwanderung / Griechenland: die Pitas von Eleni und Annoula / Irland: Reitsport mit Tradition
13:10
Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Jimmy Cliff, die Stimme Jamaikas / Demokratische Republik Kongo: Im Land der Kimbanguisten / Kanada: Kamele sind Gold wert
14:00
Wall ist ein verschlafenes englisches Dorf, benannt nach der Steinmauer, welche die Bewohner seit Äonen vor dem übernatürlichen Paralleluniversum sichert, das direkt auf der anderen Seite liegt. In Wall verspricht der junge Tristan Thorn dem hübschesten Mädchen, dass er ihr einen herabgefallenen Stern bringen wird. Dazu muss er jedoch die Mauer überwinden und taucht auf der anderen Seite in eine geheimnisvolle Welt voller Magie und sich entfaltender Legenden ein. In diesem fantastischen Reich, bekannt als Stormhold, entdeckt Tristan, dass der herabgefallene Stern gar nicht das ist, was er erwartet hat - es handelt sich um eine temperamentvolle junge Frau, die bei ihrem kosmischen Sturz verletzt wurde. Jetzt ist sie in großer Gefahr, denn sie wird von kolossalen Mächten gesucht. Darunter die intriganten Söhne des verstorbenen Königs, die nur durch sie den Thron erlangen können, und eine bösartige Hexe, die verzweifelt versucht, den Stern zu nutzen, um ewige Jugend und Schönheit zu erlangen. Tristan wird schnell klar: Alle, denen der Stern begegnet, haben eigene Absichten, manche sind gut, manche böse, aber alle wollen nur eines - ihr Herz. "Der Sternwanderer" ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Neil Gaiman. Laut Gaiman handelt es sich bei der Verfilmung um eine getreue Adaption in komprimierter Form, mit nur wenigen Unterschieden zu seinem Buch. Der Film wurde in England, Schottland, Wales und Island gedreht.
16:20
Biber verändern durch den Bau von Dämmen ganze Landschaften, doch ihre Bauten spielen auch für die Artenvielfalt eine wichtige Rolle. Die von Bibern angelegten Teiche sind sehr nahrungsreich und ziehen viele Tiere an, deren Lebensraum überall sonst verschwunden ist. Im Zuge der Wiederansiedlung der Nager sind auch andere Arten zurückgekommen, die man schon lange nicht mehr in Belgien gesehen hatte. So zum Beispiel der Schwarzstorch, dem die Ruhe und der Überfluss an Nahrung im Umfeld der Biberbauten gefällt. Auch Kormorane kehren mehrere Jahre lang an den gleichen Ort zurück, um sich fortzupflanzen. Die schlaue und gefräßige Blindschleiche weiß um die vielen Kaulquappen im seichten Wasser. Männliche Stichlinge verführen die Weibchen mit komplizierten Nestkonstruktionen im Fluss und kümmern sich dann sehr fürsorglich um den Nachwuchs. Und wo Frösche sind, ist die Wasserqualität meistens sehr gut, denn die Haut der Amphibien ist durchlässig und macht sie für jede Art von Verschmutzung sehr anfällig. Die über einen Zeitraum von drei Jahren entstandene Dokumentationsreihe rückt die unglaubliche Vielfalt der belgischen Flora und Fauna ins Rampenlicht. Sie zeigt Raubfische wie den Hecht und stellt die Jagdtechniken von Ringelnattern und Turmfalken vor. Aber auch die Lebensweisen weniger bekannter Arten wie Moorfrosch, Wassermolch, Stichling, Ameisenjungfer und Habicht werden beleuchtet.
17:05
Wenn der Winter beginnt, legen Tausende von Kranichen auf ihrem Flug in den Süden Rast im ostbelgischen Hohen Venn ein. Die jüngsten Vögel treten die 4.000 Kilometer lange Strecke zum ersten Mal an. Bevor die Kraniche weiterziehen, sammeln sie sich im Tal, um dort die Nacht zu verbringen. Die von den letzten warmen Winden des Jahres erzeugten Aufwinde tragen die Vögel von der Ostsee bis nach Nordafrika. Fliegende Spinnen nutzen Luftströmungen, um sich an selbst erzeugten Fäden möglichst weit in ihre Nahrungsgebiete tragen zu lassen und dort zu landen, wo es saftige Blumen und viele Insekten gibt. Ob der Wind günstig ist, verraten ihnen die Härchen auf ihrem Körper. Der Wanderfalke ist ein ausgezeichneter Jäger, der überall auf der Welt anzutreffen ist. Dank seiner großen Augen kann er auch auf weite Entfernungen außergewöhnlich scharf sehen. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 350 Stundenkilometern ist er das schnellste Tier der Welt.
17:50
370 Kilometer lang schlängelt sich der Shannon von den nebligen Hochmooren im Norden Irlands bis zum tosenden Atlantik im Südwesten. Es ist eine gemächliche Reise durch die wenig bekannten Midlands, vorbei an uralten Klostersiedlungen, herrschaftlichen Schlössern und durch weite Seen, die hier Loughs heißen. Auf dem größten Fluss der Insel sind im Sommer Freizeitkapitäne in Hausbooten unterwegs, ansonsten herrscht in Irlands Mitte wenig Trubel. Hierher kommen Menschen, die Natur und Ruhe lieben. Die Dokumentation folgt dem Lauf des Flusses von der Quelle bis zur Mündung, begleitet ein Team von Ökologinnen bei der Renaturierung eines Moores und eine Gräfin bei der scheinbar aussichtslosen Suche nach Heizungslecks in ihrem klammen Schloss mit hundert Zimmern. Auf Holy Island, einer Insel mitten im Fluss mit einer frühchristlichen Klostersiedlung, sorgt der selbst ernannte Inselwächter für Ordnung, und im eigensinnigen Limerick begleitet die Dokumentation eine junge Musikerin bei einem Auftritt im Irish Pub. Hinter Limerick erstreckt sich das Mündungsdelta des Shannon, Heimat von 140 Großen Tümmlern. Meeresbiologen vom "Shannon Dolphin Project" haben sich hier dem Schutz der Delfine verschrieben. Ihre Forschung ist wichtiger denn je, denn der Shannon soll zunehmend industriell genutzt werden. Die hier wehenden starken Winde könnten ganz Europa mit Energie versorgen. Damit erneuerbare Energien und Artenschutz bald Hand in Hand gehen, besuchen die Forschenden fast täglich die Delfine, die sich im Mündungsgebiet des Shannon tummeln.
18:35
Connemara, ein ehemaliges keltisches Königreich an der unwirtlichen irischen Atlantikküste, wird häufig als eine der spektakulärsten Naturlandschaften der Erde beschrieben. Über Jahrhunderte war es vom Rest der Welt weitgehend abgeschnitten, wodurch die traditionelle Sprache, Kultur und das Kulturerbe erhalten blieben wie fast nirgendwo anders in Europa. Mit seiner rauen Schönheit diente Connemara als Kulisse für Hollywood-Klassiker wie "Der Sieger". Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt kamen hierher, um für sich zu entdecken, was Oscar Wilde als die "wilde Schönheit" des irischen Westens bezeichnete. Die weiten Moorlandschaften, verlorenen Täler und von der Brandung gepeitschten Küsten mögen auf den ersten Blick wenig einladend wirken - aber bei näherem Hinsehen ist Connemara eine wahre Schatztruhe an Naturgeheimnissen. Kristallklare Flüsse sind Refugien für den atlantischen Lachs und die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel. Hohe Felsgratwände und weitläufige Täler bilden die Heimat und das Jagdrevier majestätisch kreisender Falken sowie einiger der beliebtesten Säugetiere Irlands, darunter der Baummarder und der Rothirsch. In den atlantischen Regenwäldern, die vor der Rodung gerettet werden konnten, klettern wieder Eichhörnchen durch die Bäume. Vor der Küste wurden in den vergangenen Jahren immer häufiger Schulen von Riesenhaien gesichtet, und Connemaras vorgelagerte Inseln bieten Zufluchtsorte für einige der größten Weltenbummler der Tierwelt: die Atlantiksturmtaucher, die jedes Jahr aus den Gewässern Südamerikas und der Antarktis hierher zurückkehren.
19:20
"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.
19:35
19:40
Was Europa bewegt Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.
20:15
Systeme basierend auf Künstlicher Intelligenz (KI) hacken Unternehmen, täuschen ihre Entwickler oder wehren sich in Tests gegen ihre Abschaltung. Führende Forscherinnen und Forscher warnen vor existenziellen Risiken - bis hin zum Verlust der Kontrolle über eine Technologie, die bald intelligenter sein könnte als wir. Was geschieht hier gerade? "KI - Die letzte Erfindung der Menschheit?" ein Dokumentarfilm zu einer der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Er erklärt, wie wir an diesen Punkt gekommen sind, welche Gefahren tatsächlich bestehen - und warum die jetzigen Weichenstellungen entscheidend für die Zukunft der Menschheit sein könnten. Erstmals in einem Dokumentarfilm äußern sich die drei Wegbereiter der modernen KI, die "Godfathers of AI" Geoffrey Hinton, Yoshua Bengio und Yann LeCun - alle drei Gewinner des Turing Awards. Während LeCun die Risiken für beherrschbar hält, gehören Hinton und Bengio heute zu den wichtigsten Warnern vor einer Technologie, die sie selbst mitentwickelt haben. Der Film blickt hinter die Kulissen der KI-Entwicklung: Ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führender Unternehmen sprechen über ihre Bedenken. Forschungsteams zeigen, wie KI-Systeme Sicherheitsmechanismen umgehen. Und betroffene Eltern berichten von den verheerenden Folgen von KI-Chatbots für das Leben ihrer Kinder. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte einer Technologie, die unsere Zukunft radikal verändern könnte - und fragt: Können wir sicherstellen, dass immer intelligentere Maschinen unter unserer Kontrolle bleiben?
21:45
Junge Menschen fühlen sich so einsam wie nie. Warum ist das so? Wie konnte aus Vernetzung chronische Einsamkeit werden? Und was muss sich ändern, damit eine Generation wieder zueinanderfindet? Denn chronische Einsamkeit kann zu Depression oder Angststörungen führen. Der Dokumentarfilm taucht ein in die Welt von Gen Z: Feeds, Chats, Dating-Apps, KI. Eine Welt, die Nähe verspricht, aber immer mehr Abstand schafft. Junge Menschen sprechen offen darüber, warum sie sich zurückziehen, woher ihre Wut kommt und warum echte Nähe, Zugehörigkeit und soziale Bindungen unerreichbar scheinen. Ihre Einsamkeit passiert nicht in Isolation und zeigt sich nicht in stillen Zimmern. Sie steckt in Angst, Überforderung, Frust, Radikalisierung und in der Suche nach jemandem, der bleibt, wenn's drauf ankommt. Der Dokumentarfilm fragt, warum die Gen Z eine Form von Einsamkeit erlebt, die es so noch nicht gab, was dagegen hilft und was das alles über die Welt verrät, in der wir heute leben.
23:20
Künstliche Intelligenz (KI) verändert nicht nur das Konsumverhalten, das Autofahren oder das Schreiben von Texten, sondern revolutioniert auch die Art und Weise, wie Kriege geführt werden. Nach der Erfindung des Schwarzpulvers und der Nuklearwaffen sind autonome Waffen der nächste Quantensprung in der Kriegsführung. Experten und Expertinnen sehen im Ukrainekrieg einen Testlauf für die Zukunft. Zunehmend ist er vom Einsatz Künstlicher Intelligenz geprägt. Die russischen Streitkräfte greifen mit Kamikaze-Drohnen an, um die Bevölkerung zu terrorisieren. Um sich zu verteidigen, nutzt auch das ukrainische Militär KI - sei es für die Steuerung von Drohnen oder die Auswertung von Satellitenbildern zur Aufklärung und Erfassung von Zielen. Doch auch Sicherheitsbehörden wollen bei der Strafverfolgung und Gefahrenabwehr von Künstlicher Intelligenz profitieren. Doch können Polizeiroboter und Gesichtserkennungs-Software die Welt wirklich sicherer machen? Oder sind sie Boten einer kommenden dystopischen Zeit? Wie verändert sich die Kriegsführung, wenn künftig KI und autonome Systeme über Sieg oder Niederlage entscheiden? Kann Künstliche Intelligenz Konflikte gar besser lösen als der Mensch? Die Dokumentation gibt Einblicke in die Forschung der Rüstungskonzerne und des Pentagons, und fragt nach den Möglichkeiten und Gefahren autonomer Waffensysteme sowie den Chancen einer internationalen Regulierung.