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TV Programm für ARTE am 11.11.2026

Unser Körper - Unsere Zellen 05:00

Unser Körper - Unsere Zellen: Woher kommt die Energie des Lebens?

Dokumentation

Warum altern wir? Lässt sich das biologische Altern verlangsamen? Können genetisch veränderte Tierorgane Leben retten oder ausgestorbene Arten zurückgebracht werden? Die Zellforschung sucht heute Antworten auf Fragen, die lange wie Science-Fiction klangen. Im Mittelpunkt stehen die grundlegenden Prozesse des Lebens: Zellteilung, Energiegewinnung und die Mechanismen des Alterns. Forschende entdecken, dass alternde Zellen nicht nur selbst ihre Funktion verlieren, sondern auch gesundes Gewebe beeinflussen können. Neue Wirkstoffe sollen diese Prozesse gezielt verändern und damit die Zeitspanne verlängern, in der Menschen gesund bleiben. Wie eng wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Schicksale miteinander verbunden sind, zeigt die Geschichte von Towana Looney. Nach Jahren an der Dialyse erhält sie als eine der ersten lebenden Patientinnen eine genetisch veränderte Schweineniere. Der Eingriff steht beispielhaft für die Hoffnungen und Risiken einer Medizin, die zunehmend an den Grundlagen des Lebens ansetzt. In Kenia kämpfen Forschende und Wildhüter um das Überleben des Nördlichen Breitmaulnashorns. Sie versuchen, eine nahezu ausgestorbene Tierart zu retten. Dazu wollen sie aus Hautzellen neue Keimzellen gewinnen. Was zunächst wie Science-Fiction klingt, wird inzwischen auch mit Blick auf mögliche Anwendungen beim Menschen erforscht. Doch mit jeder neuen Erkenntnis stellt sich auch eine gesellschaftliche Frage: Wie weit wollen wir eingreifen? Und welche Grenzen sollten wir uns dabei setzen?

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Neufundland: Bleiben oder gehen?

Reportage

Neufundland kennt eine lange Geschichte der Umsiedlungen. Beginnend in den 50er Jahren zwang die Regierung die entlegen lebenden Menschen, häufig kanadische Ureinwohner, an zentraler gelegenen Orten zu siedeln. Dort wurden Arbeitskräfte gebraucht. Im Lauf der Jahre wurde die Kritik an den alternativlos verfügten Umsiedlungsprogrammen immer lauter. Doch wirtschaftliche Zwänge setzten sich durch. Angesichts drohender Arbeitslosigkeit wurden Hunderte kleiner Ortschaften aufgegeben. Outports nennt man die einst blühenden Küstenorte. Sie galten als das wahre Neufundland, die Heimat der Entdecker und Gründer, der Stolz der Nation. Gaultois ist einer der letzten Outports in Neufundland. Der Ort lebte bis in die 90er Jahre prächtig vom Kabeljau - bis die Überfischung zu Fangverboten führte und das langsame Sterben von Gaultois einleitete. Für Nostalgie hat die Provinzverwaltung in St. John's keinen Sinn. Knappe Kassen lässt sie mit spitzem Stift rechnen: Allein die Fährverbindung aufrechtzuerhalten, kostet die Regierung jährlich eine Million Dollar. Schule, Müllabfuhr, Post - all das ist für den Steuerzahler teurer, als wenn jede Familie für die Umsiedlung mit umgerechnet 190.000 Euro entschädigt würde. Die staatliche Förderung gibt es allerdings nur, wenn mindestens 75 Prozent der Bewohner mitmachen und ihre Häuser aufgeben wollen. Auch die Gegner der Umsiedlung müssten dann umsiedeln. Gaultois würde von der Landkarte verschwinden. "360° Reportage" ist dabei, wenn die Gemeinde über das Schicksal von Gaultois entscheidet.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Benin: Féchouada

Essen und Trinken

Brasilianische Spuren in Benins Küche: Féchouada / Ein Biss'chen Heimat: Aurélie, eine Beninerin in Paris / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Norddeutschland / Provence / USA

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Max und Moritz - zwei Schelme aus dem hohen Norden / Lavendel - das duftende Sinnbild der Provence / Albanien: Ervehes traditioneller Brennnesselkuchen / USA: Die amerikanische Venus.

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Thailand / Kapverden / Vereinigte Staaten

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Thailand: Ein literarisches Phänomen / Funaná: Der Blues der Kapverden / Vereinigte Staaten: Mit Alkohol ins todsichere Verderben

Auf den Spuren der ersten Amerikaner 08:55

Auf den Spuren der ersten Amerikaner

Dokumentation

Im kanadischen Norden und im Süden der Vereinigten Staaten, in Zentralmexiko, im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso und an der Südspitze von Chile - an verschiedenen Orten wurden archäologische Funde gemacht, die ein neues Licht auf die Urgeschichte des amerikanischen Kontinents werfen: Menschen könnten Amerika bereits vor 30.000 Jahren besiedelt haben, also 15.000 Jahre früher als bislang angenommen. Zwar wurde das Szenario, nach dem die ersten amerikanischen Ureinwohnerinnen und Ureinwohner am Ende der letzten Eiszeit auf dem Landweg über die damalige Beringlandbrücke gekommen sein sollen, auch in der Vergangenheit schon mehrfach angezweifelt. Doch die Wissenschaftsgemeinde distanzierte sich lange von diesen alternativen Thesen. Jüngste Radiokarbondatierungen geben ihnen nun recht, denn sie zeigen nicht nur, dass die Besiedlung Amerikas bereits auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit einsetzte, sondern zeichnen auch überall auf dem Kontinent ein ganz neues Bild der Migrationsbewegungen: Die ersten Zuwanderer könnten sowohl auf dem Land- als auch auf dem Seeweg gekommen sein und sich von Süden bis Norden an mehreren Orten gleichzeitig niedergelassen haben. Bei Ausgrabungen im White-Sands-Nationalpark im US-Bundesstaat New Mexico wurden Hunderte Fußabdrücke von Kindern und Jugendlichen freigelegt und datiert. Die älteste dieser aus verschiedenen Perioden stammenden Spuren wurde vor 23.000 Jahren hinterlassen. Der Dokumentarfilm lässt die in der Nähe dieser Forschungsstätten lebenden Nachfahren dezimierter indigener Völker zu Wort kommen. Dass sich die offizielle Forschung so lange und so hartnäckig der Hypothese einer früheren Besiedlung des Kontinents verweigert hat, halten die Befragten für eine unbewusste ideologische Verzerrung, die in der kolonialistisch motivierten Annahme gründet, Amerika sei unberührtes und damit zu eroberndes Terrain gewesen.

Amerigo Vespucci - Der Mann, der Amerika seinen Namen gab 10:25

Amerigo Vespucci - Der Mann, der Amerika seinen Namen gab

Geschichte

Der Patriziersohn Amerigo Vespucci aus einer Florentiner Familie ist Mitarbeiter einer Bank in Florenz, als er im Dienst der reichen und mächtigen Medici nach Sevilla geschickt wird. Er soll dort nach dem Rechten sehen. In Spanien lernt der Vierzigjährige seinen Landsmann Kolumbus kennen. Über die Westroute will der Genuese im Auftrag der spanischen Krone 1492 zu den sagenhaft reichen Gewürzländern Asiens gelangen. Was Europa später als größte Entdeckung der Menschheitsgeschichte feiern sollte, wird jedoch unternehmerisch ein Desaster. Kolumbus bringt keine Schätze mit. Stattdessen häuft er Schulden bei seinen Kapitalgebern an. Und bis zu seinem Tod wird der Seefahrer überzeugt bleiben, er habe Indien auf der Westroute gefunden. Erst nach diesen Entdeckungsreisen sollte Vespuccis Stunde schlagen: Mit mehreren Expeditionen, die endlich Reichtümer finden sollen, macht er sich auf den Weg gen Westen. Vespucci erreicht die Küstengebiete von Guayana und das riesige Delta des Amazonas. Der Florentiner erkundet auch die brasilianische Küste bis weit nach Süden. Sein Reisebericht "Mundus Novus" ("Neue Welt") wird zum immer wieder nachgedruckten Bestseller. Denn Vespucci präsentiert eine Sensation: Dort im Westen liegt nicht Indien, sondern ein riesiger, bisher unbekannter Kontinent, dicht besiedelt mit Menschen, voller exotischer Tiere und Pflanzen. Es ist dieser Reisebericht, der den deutschen Kartographen Martin Waldseemüller dazu veranlasst, auf seiner Weltkarte den bisher in Europa unbekannten Kontinent "Amerika" zu nennen.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Guadeloupe: Accras

Essen und Trinken

Fischkrapfen von den Antillen: Accras aus Guadeloupe / Ein Biss'chen Heimat: von Guadeloupe nach Toulouse / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Bologna / Burgund / England

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Bologna und die Teenager von Silvia Avallone / Burgund: ein Herz aus Eisen und Stahl / Malaysia: Peters Jackfrucht mit Kokosmilch / England: Die Märtyrer von Tolpuddle.

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Angola / Vietnam / Angers

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Angola: Der Schriftsteller der Vergessenen / Vietnam: Schach ist König / Angers: Vorsicht Hängebrücke!

Der Graf von Monte Christo - Der Verrat 14:00

Der Graf von Monte Christo - Der Verrat: Der Verrat

Abenteuerfilm

Der Seemann Edmond Dantès kehrt 1814 von einer langen Reise heim nach Marseille, um endlich seine Geliebte Mercédès zu heiraten. Unterwegs macht er auf der Insel Elba halt, um im Namen seines verstorbenen Vorgesetzten einen Brief abzugeben. Dort trifft er auf Napoléon, für den er ebenfalls einen Brief mitnehmen soll. Dies wird ihm zum Verhängnis. Der eifersüchtige Fernand, Mercédès' Cousin, will Mercédès selbst zur Frau haben. Er heckt eine Intrige aus: Dantès wird bei seiner Verlobungsfeier verhaftet. Man wirft ihm vor, ein Komplize Napoléons zu sein. Ohne Prozess lässt ihn Staatsanwalt Villefort unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen in das berüchtigte Gefängnis Château d'If einsperren und für tot erklären. Im Gefängnis lernt Dantès Abbé Faria kennen, einen Freiheitskämpfer, der ihn zu seinem Erben ernennt und ihm das Versteck seines unermesslichen Schatzes auf der Insel Monte Christo verrät. 20 Jahre später ergibt sich endlich die Chance zur Flucht: Als der alte Faria stirbt, gibt sich Dantès wie mit ihm vereinbart als der Tote aus und wird im Leichensack aus dem Gefängnis befördert. Sofort macht er sich auf die Suche nach seinem Schatz und seinen einstigen Verbündeten ... Mit "Der Graf von Monte Christo" (1954) schuf Regisseur Robert Vernay die Neuauflage seines eigenen Schwarz-Weiß-Films von 1943. Wenngleich Vernay akribisch genau an der Buchvorlage blieb, musste in beiden Versionen der immense Umfang des gleichnamigen Romans reduziert werden. Der Film erschien als Zweiteiler, wurde später aber von der Verleihfirma auch in einer gekürzten einteiligen Fassung angeboten.

Der Graf von Monte Christo - Die Rache 15:35

Der Graf von Monte Christo - Die Rache: Die Rache

Abenteuerfilm

Nach 20 Jahren unschuldig in Haft ist Edmond Dantès die Flucht geglückt. Dank eines geheimen Schatzes, den sein Zellennachbar Abbé Faria ihm anvertraute, wird er zum reichsten Mann Europas. Von nun an nennt er sich "Graf von Monte Christo" und reist nach Paris, um mit denen abzurechnen, die ihn damals verraten und in die Falle gelockt haben. Vor allem will er seine Geliebte und ehemalige Verlobte Mercédès zurückgewinnen, die jetzt mit seinem Widersacher Fernand verheiratet ist. Doch Mercédès hat sich mit ihrem Leben abgefunden. Sie fühlt sich ihrem Mann und Sohn verpflichtet und will die vergangenen 20 Jahre nicht ungeschehen machen. Auf der Suche nach wunden Punkten, an denen er mit seiner Rache ansetzen kann, beginnt Dantès, die Vergangenheit seiner Gegner zu durchforsten. Und wird fündig: Staatsanwalt Villefort, der Dantès für den eigenen Vorteil ins Gefängnis brachte, hat einen unehelichen Sohn, den er als Baby zu töten versuchte. Und Fernand hat bei einem Einsatz im Orient einen Verbündeten an den Feind ausgeliefert und dessen Tochter Haydée als Sklavin verkauft. Dantès schart den Sohn, Haydée und weitere Betrogene für seinen finalen Racheakt um sich - ohne seine Pläne irgendjemandem anzuvertrauen. Doch alle haben auch ihre eigenen Interessen. Vor allem hat Dantès die Rechnung ohne den jugendlichen Sohn von Mercédès und Fernand gemacht ... Mit "Der Graf von Monte Christo" (1954) schuf Regisseur Robert Vernay die Neuauflage seines eigenen Schwarz-Weiß-Films von 1943. Der Film erschien zunächst als Zweiteiler und später auch in einer gekürzten einteiligen Fassung.

Köstliches Ligurien 17:15

Köstliches Ligurien: Riviera di Ponente - Der Garten Liguriens

Land und Leute

Im Westen Liguriens liegt die Riviera di Ponente, auch bekannt als die Riviera dei Fiori. Das milde Klima und eine lange Tradition des Gartenbaus prägen diese Küste: terrassierte Gärten, farbige Blüten und Pflanzen aus aller Welt bestimmen das Bild. Marcos Lochtl ist einer der letzten Fischer von Noli - einem Ort, der bis vor wenigen Jahrzehnten vom Fischfang lebte. Der Fang ist klein, aber geschmacksintensiv. Zusammen mit Gemüse bereitet Marcos daraus Cappon Magro zu: ein vielschichtiger Salat, einst ein Arme-Leute-Essen, heute Inbegriff ligurischer Raffinesse. Im Hinterland bei Albenga lebt Aldo Lomanto, einer der letzten Hirten der Region. Die robuste Brigasca-Rasse ist an steile Hänge und karge Böden angepasst. Aus der Milch seiner Tiere produziert Aldo unter anderem Bruss, einen fermentierten Ricotta. Daraus entsteht eine kräftige, aromatische Sauce - ideal zum Würzen der Suggelli, einer typischen Nudel der Hirten, die traditionell auf den Bergweiden gekocht wurde. In Alassio liegt die Villa della Pergola. Die Villa mit ihrem botanischen Garten wurde im 19. Jahrhundert von englischen Wintergästen angelegt, später dem Verfall überlassen und schließlich von Silvia Arnauld Ricci bei einer Auktion erworben. Über viele Jahre ließ sie Haus und Garten restaurieren. In der Küche entstehen daraus klassische Gerichte wie gefülltes Gemüse nach ligurischer Art, inspiriert vom Garten. Oberhalb von Ventimiglia führt Ilaria Positano die Tradition der Florikultur fort - neu gedacht und ökologisch. Sie kultiviert essbare Blumen, die in der Küche zu Pasta und zu einem Pesto aus den Blüten verarbeitet werden.

Der Schnabeltier-Schutzengel 17:50

Der Schnabeltier-Schutzengel

Tiere

Pete Walsh lebt in Hobart, der Hauptstadt des australischen Bundesstaats Tasmanien. Doch das Leben des 50-Jährigen gerät aus den Fugen, als er erfährt, dass er an einer Hirnschädigung leidet. Trost und Entspannung findet Pete am Ufer des malerischen Flüsschens Rivulet, das durch Hobart fließt und kühles Gebirgswasser in die Stadt bringt. Dort begegnet er einem Schnabeltier, einem kuriosen eierlegenden Säugetier mit Fell und einem Entenschnabel. Das zutrauliche Weibchen hat sich in Plastikabfällen verfangen, aus denen Pete es befreit. Danach zieht es ihn immer wieder an den Fluss, und es entsteht eine echte Bindung zu dem Schnabeltier, das er "Zoom" tauft. Zooms munteres, furchtloses Treiben spendet dem Kranken neue Lebensfreude. Nach und nach entdeckt Pete weitere Schnabeltiere, die am Rivulet leben. Pete ist neugierig geworden und möchte mehr über Schnabeltiere und ihren Lebensraum wissen. Geduldig macht er unzählige Fotos und Videos von Zoom und ihren Artgenossen. Um für den Schutz der heimischen Schnabeltiere zu werben, gründet der Australier eine Facebook-Gruppe, hält Vorträge und wirbt ehrenamtliche Helferinnen und Helfer an. Über eine Crowdfunding-Plattform sammelt er Geld für ein riesiges Wandgemälde, das die Einwohner von Hobart für den Erhalt des Flusses und seiner Tierwelt sensibilisieren soll. Eine Dokumentation über die unglaubliche Energie eines Mannes, dessen Passion in einer Lebenskrise der Schutz der Schnabeltiere geworden ist.

Allier, wilder Nebenfluss der Loire 18:35

Allier, wilder Nebenfluss der Loire

Landschaftsbild

Im Val d'Allier in Zentralfrankreich liegt ein unersetzbarer Naturschatz: Hier fließt der Allier durch unberührte Natur und idyllische Städtchen. Er bietet einen so vielfältigen Lebensraum wie wenig andere Flüsse in Europa. Der Allier fließt durch Vichy und Moulins und ist als Heimat für gewisse endemische Tierarten bekannt. Aber auch wandernde Spezies finden an seinen unberührten Ufern Schutz und ein mildes Klima. Die Menschen in der Region sind darauf bedacht, dieses Allgemeingut als Naturerbe zu bewahren. Im Laufe der Jahreszeiten verändern sich der Fluss und die gesamte Landschaft. Die Tiere, die hier leben, müssen sich immer wieder an neue Bedingungen anpassen. Das Allier-Tal ist ein Biotop im ständigen Werden: Innerhalb von Stunden, Jahreszeiten oder Jahrhunderten vergeht es, um gestärkt wieder aufzuerstehen. Im Val d'Allier sind alle Voraussetzungen für die Entfaltung einer einzigartigen und allmächtigen Natur gegeben. Ob wandernde oder sesshafte Arten, ob Raub- oder Beutetier, ob Neuankömmling oder endemische Spezies: In diesem Ökosystem, das einem steten Wandel unterworfen ist, ist jedes Tier und jede Pflanze ein unentbehrliches Glied in der großen Kette des Lebens. Doch menschliche Aktivitäten können das fragile Gefüge leicht aus dem Gleichgewicht bringen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:

Reportage

Was Europa bewegt Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.

Alle Mörder sind schon da 20:15

Alle Mörder sind schon da

Kriminalfilm

Neuengland im Jahr 1954: Einer schriftlichen Einladung folgend landen sechs Gäste auf einer Dinnerparty in einem abgelegenen Landhaus. Hier werden sie von einem Butler und einer Haushälterin empfangen. Butler Wadsworth besteht darauf, dass die Gäste sich mit Decknamen ansprechen und ihre Identität nicht offenbaren. Schnell stellt die Runde fest, dass sie etwas gemeinsam haben: Alle Anwesenden leben in Washington oder arbeiten für die Regierung. Alle außer Mr. Boddy, der etwas später hinzukommt. Als kein Gastgeber erscheint, übernimmt Butler Wadsworth die Aufklärung: Auch er habe einen Brief bekommen. Der enthalte nicht nur die Geheimnisse der Gäste, sondern auch die Beweise, die es braucht, um sie zu überführen. Die Gäste werden mit ihren Geheimnissen erpresst - und der Erpresser befindet sich mit ihnen im Raum: Mr Boddy. Wadsworth erklärt, dass die Polizei auf dem Weg sei, und drängt die Gäste zum Geständnis. Dann käme alles wieder in Ordnung. Doch Mr. Boddy hat für jeden Gast ein kleines Geschenk dabei: die möglichen Tatwaffen aus dem Spiel Cluedo. In der Nacht wird Mr. Boddy ermordet. Wer war der Täter, und wo und mit welcher Waffe wurde der Mord verübt? Regisseur Jonathan Lynn ist für seine Komödien bekannt. "Alle Mörder sind schon da" ist sein Filmdebüt, von dem er drei verschiedene Versionen vorlegte. Es gab sogar eine vierte, die er jedoch verwarf. Lynn wurde mehrfach ausgezeichnet für das Drehbuch zur Serie "Yes, Premierminister" (1986-1988) und seinen Spielfilm "Ein ehrenwerter Gentleman" (1992) mit Eddie Murphy.

Hafen im Nebel 21:50

Hafen im Nebel

Drama

Le Havre, in den 1930er Jahren: Nach seiner Flucht erreicht der Deserteur Jean ausgehungert und mittellos die Hafenstadt in der Normandie. In einer kleinen Strandkneipe bietet ihm der Besitzer, genannt Panama, Unterschlupf und eine Mahlzeit im Nebenzimmer an. Dort macht Jean Bekanntschaft mit der schönen Nelly. Beide verbindet nicht nur eine traurige Vergangenheit, sondern auch die Suche nach Zuneigung und Liebe. Am nächsten Morgen, bei einem gemeinsamen Spaziergang an der Hafenpromenade, wird Nelly von dem Verbrecher Lucien und seinen Leuten bedrängt. Kurzum schlägt Jean die Männer nieder, Lucien bekommt eine Ohrfeige. Als Jean wieder die Strandkneipe besucht, scheint sich sein Schicksal zu wenden: Ein verzweifelter Künstler hinterlässt ihm nach dem Suizid seine Kleidung, einen Pass und Geld. Diese karge Ausstattung genügt Jean, um aus Frankreich zu fliehen. Noch am selben Tag schreibt er sich in die Passagierliste eines Frachtschiffs nach Venezuela ein. Nelly, die von der Polizei verdächtigt wird, ihren ehemaligen Liebhaber ermordet zu haben, will Jean ziehen lassen und später nachkommen. Doch der gekränkte Lucien sinnt auf Rache und verfolgt das Paar ... Marcel Carnés "Hafen im Nebel" nach einer Romanvorlage von Pierre Mac Orlan ist einer der herausragenden Filme des französischen Poetischen Realismus der 1930er Jahre. Er zählt zu den größten kommerziellen Erfolgen von Marcel Carné und wurde 1939 in den USA vom National Board of Review als bester internationaler Film ausgezeichnet.

Jean Gabin: Filmstar und Mann mit Charakter 23:20

Jean Gabin: Filmstar und Mann mit Charakter

Porträt

Zum 50. Todestag von Jean Gabin zeigt die Dokumentation ein wenig bekanntes Kapitel aus dem Leben des berühmten französischen Schauspielers, der sich unter seinem Geburtsnamen Jean Moncorgé dem französischen Widerstand anschloss. 1939 steht Gabin mit Filmen wie "Hafen im Nebel", "Bestie Mensch" und "Der Tag bricht an" auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Bei Kriegsausbruch hat er gerade wieder mit Dreharbeiten begonnen. Er weigert sich, für die im besetzten Paris von Joseph Goebbels gegründete Produktionsfirma Continental Films zu arbeiten, und wandert 1941 in die USA aus. Dort begegnet er Marlene Dietrich. Sie werden eines der schillerndsten Liebespaare der Filmgeschichte. Doch das FBI überwacht Dietrich, weil es sie für eine Spionin hält, und auch Gabin wird der Sympathie mit dem Regime in Vichy verdächtigt. In den USA dreht Gabin "Nacht im Hafen" für die 20th Century Fox und "The Impostor", eine Würdigung des gegen die NS-Besatzung kämpfenden Frankreichs. Doch die Leinwand reicht dem Schauspieler nicht mehr: Unter seinem Geburtsnamen Jean Moncorgé tritt er den Widerstandsstreitkräften bei. Der Krieg prägte Gabin zutiefst. Nie wieder wollte er in einem Kriegsfilm spielen: "Krieg ist kein Kino". Die Kriegserfahrung beeinflusste auch seine Art zu arbeiten, er blieb fortan demselben Filmstab treu. Mit Archivaufnahmen, zum Teil unveröffentlichten Briefen und persönlichen Dokumenten aus dem Besitz der Familie Moncorgé zeigt Patrick Jeudy die Zeit des Engagements von Jean Gabin.