Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 26 27 28 29 30 31 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15

TV Programm für ARTE am 13.11.2026

28 Minuten 04:00

28 Minuten

Magazin

"28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély.

Auf den Spuren der Bären 05:15

Auf den Spuren der Bären

Tiere

In den dichten Wäldern der Karpaten ist der Europäische Braunbär Teil eines komplexen, aber fragilen Ökosystems. Aus vielen anderen Regionen Europas ist das beeindruckende Raubtier bereits verschwunden, doch in den Karpaten findet sich der größte Bestand des Kontinents. Das Zusammenleben von Mensch und Bär hat sich hier recht harmonisch eingespielt. Am Rande der Arktis muss der majestätische Eisbär miterleben, wie sein Jagdgebiet, das Packeis, zunehmend dem Klimawandel zum Opfer fällt. Während die Tiere auf die Rückkehr des Packeises warten, müssen sie mit ihren Energiereserven haushalten. In Kamtschatka im äußersten Osten Sibiriens verlassen die Braunbären Anfang März den schützenden Bau. Die Weibchen werden von ihren Jungtieren begleitet, die im Dezember zur Welt gekommen sind. Hungrig warten sie auf die Ankunft der Lachse, die in den Flüssen stromaufwärts an ihre Laichorte zurückwandern, wo sie nach der Eiablage sterben. Im Norden Kanadas spürt Pierre Mann nicht nur Amerikanische Schwarzbären auf, sondern auch den legendären, äußerst seltenen Kermodebär, der in seiner Heimat - dem gemäßigten Regenwald British Columbias - auch "Spirit Bear" (Geisterbär) genannt wird. In der Mythologie der indianischen Ureinwohner dient das Tier als Vermittler zwischen der Welt der Lebenden und dem Jenseits.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Kuba: Die Stunde der Boxerinnen

Reportage

Für Namibia Flores Rodriguez kommt die Aufhebung des Frauenboxverbotes auf Kuba zu spät. Die 47-jährige Faustkämpferin ist inzwischen zu alt, um an internationalen Wettkämpfen teilzunehmen. Dabei ist sie mit Leib und Seele Boxerin und wollte sich nie von Niederlagen entmutigen lassen. Weil sie selbst nicht mehr bei den großen Ausscheidungskämpfen antreten darf, hat sie sich auf die Rolle der Trainerin verlegt. Sie fördert sowohl den Nachwuchs - Jungen wie Mädchen - als auch die Großen. Wie ihre Freundin Yoana Rodriguez Castillo. Die Schwergewichtsboxerin ist zwar bereits über 30, hält aber weiter an ihrem Traum fest, eines Tages bei internationalen Wettkämpfen dabei sein zu können. Doch auch wenn dies durch den Wegfall der politischen Schranken nun möglich ist, ist der Weg dorthin voller Hindernisse. Denn in Kuba fehlt es an den einfachsten Trainingsmöglichkeiten und passender Ausrüstung. So bleibt den Boxerinnen auf Kuba nur ihre unermüdliche Leidenschaft und der Enthusiasmus für ihren Sport, mit dem sie die ärgsten Mängel auszugleichen versuchen. Um ihnen hierfür einen Raum zu geben, möchte Namibia Flores einen eigenen Boxstall nur für Frauen aufbauen. Ein Novum auf Kuba und eine weitere Herausforderung. Denn wie so vieles auf der Insel ist ein Großteil der Architektur in Havanna marode und einsturzgefährdet. Doch Namibia will nicht aufgeben. Sie sieht enormes Potenzial in ihren Schützlingen und möchte verhindern, dass die jungen Kampfsportlerinnen ähnlich wie sie an unvorteilhaften Rahmenbedingungen scheitern. Noch einmal will Namibia sich nicht geschlagen geben.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Türkei: Fisch mit Joghurtsauce

Essen und Trinken

Fischgenuss aus der türkischen Ägäis: Meeräsche mit Joghurt und Kräutern / Ein Biss'chen Heimat: Esin, eine Türkin in Paris / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:25

Stadt Land Kunst: Schweden / Tunesien / Paris

Magazin

Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Das wundersame Schweden der Selma Lagerlöf / Tunesien: Die Traditionen der Amazigh / Griechenland: Spyros Kabeljau-Ragout / Paris: Pro und Kontra Todesstrafe

Stadt Land Kunst 08:10

Stadt Land Kunst: Philippinen / Demokratische Republik Kongo / Kanada

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an vier besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Philippinen: Filme, die nach Freiheit duften / Demokratische Republik Kongo: Von Bäumen und Vorfahren / Kanada: Vermessung eines Kontinents

Im Bauch von Venedig 08:55

Im Bauch von Venedig: Der Rialtomarkt

Dokumentation

Der Rialtomarkt ist seit jeher der Stolz der echten Venezianer und der Ort, an dem sie ihre frischen Lebensmittel kaufen. Viele der Köstlichkeiten, die Teil der kulinarischen Tradition von Venedig sind, werden mit dem Boot direkt von den nahe gelegenen Inseln Sant'Erasmo und Le Vignole geliefert: Artischocken, Riesentomaten, Jujube-Früchte. Der "späte" Radicchio stammt aus dem Marschland nördlich von Venedig, während Tintenfische, Muscheln und Meeresfrüchte von der anderen Seite der Lagune kommen - von Fischerdörfern wie San Leonardo, der Insel Burano oder sogar von den dem Meer zugewandten Felsen der Giudecca-Inseln. Ursprünglich war der Rialtomarkt in verschiedene Abteilungen unterteilt, die nach den dort angebotenen Produkten benannt waren. Nur der 1907 erbaute Fischmarkt, die Pescheria, befindet sich in einer überdachten Halle mit maritimem Dekor. Ansonsten besteht der Markt auch heute noch vorwiegend aus offenen Piazze, engen Gassen, provisorischen Ständen und Geschäften mit direktem Zugang zum Canal Grande, wo die Produkte leicht entladen werden können. Der Rialtomarkt ist nicht nur für seine lokalen Produkte bekannt, sondern auch, weil man hier bereits vor Jahrhunderten Gewürze, Tee und Trockenfrüchte aus aller Welt bekam, die es sonst in Europa kaum gab. Diesen Einfluss merkt man den vielen lokalen Gerichten der Stadt deutlich an, darunter eine Leibspeise vieler Venezianer, die berühmten Sarde in Saor, Sardinen "mit Geschmack". Ein Besuch des Rialtomarktes ist eine Entdeckungsreise durch die gesamte Lagune von Venedig. Ein Genuss für Augen und Gaumen!

Im Bauch von Dijon 09:40

Im Bauch von Dijon: Die Markthalle

Dokumentation

Die Markthallen von Dijon sind ein lichtdurchflutetes, riesiges Areal mit über 700 Ständen, die sich auf vier Pavillons verteilen. Gerade groß genug für die kulinarische Vielfalt, die die Region Burgund zu bieten hat. Die Atmosphäre der Markthalle, die vor 150 Jahren im gleichen Stil wie die berühmten Pariser Markthallen erbaut wurde, macht das Einkaufen zu einem wahren Vergnügen, zu dem auch unbedingt der Verzehr des einen oder anderen kleinen Snacks direkt vor Ort gehört. An den äußeren Ständen werden tierische Produkte angeboten, darunter eine große Auswahl an Fleisch, Geflügel und Wurstwaren, wie der berühmte Dijoner Petersilienschinken. In der Mitte werden Pilze verkauft, die je nach Saison lokal geerntet werden, Bio-Obst und -Gemüse sowie eine beeindruckende Käsevielfalt. Das Burgund und die angrenzende Jura-Region weisen den höchsten Anteil an Biobauernhöfen in Frankreich auf. Die Landwirtschaft zieht heute viele engagierte junge Leute an, die an einen nachhaltigeren Lebensstil glauben. Dazu gehört für sie auch der Direktverkauf auf dem Markt. Stolz erklären sie, wie die Mönche, die in den Abteien der Côte d'Or leben, ihren Käse herstellen und zur perfekten Reife bringen, wie die Bauern die Schwarzen Johannisbeeren für die berühmte Crème de Cassis ernten und wie die Schnecken auf Burgunder Art zubereitet werden - nämlich mit Butter und Petersilie. In Dijon gibt es viel mehr zu entdecken als nur den berühmten Senf oder den beliebten würzigen Lebkuchen.

Im Bauch von Hamburg 10:25

Im Bauch von Hamburg: Der Isemarkt

Dokumentation

Auf dem Hamburger Isemarkt bieten rund 200 Stände Obst, Brot, Gemüse, Fisch, Backwaren und sogar Bonbons an. Der Markt erstreckt sich über knapp einen Kilometer unter dem U-Bahn-Viadukt, das die Händler und ihre Waren vor Sonne und Regen schützt. Das ist einer der Gründe, weshalb der Isemarkt bei Anwohnern und Besuchern gleichermaßen beliebt ist. Die hier angebotenen frischen Produkte stammen aus den Regionen, die die Stadt umgeben: aus Niedersachsen im Westen, der Lüneburger Heide im Süden, Schleswig-Holstein im Norden und von den Biohöfen im Osten. Das Alte Land in Niedersachsen zählt zu den größten Obstanbaugebieten Deutschlands und Europas. Seit dem 14. Jahrhundert werden hier Äpfel kultiviert, die den größten Teil der Ernte ausmachen, daneben auch Kirschen, Birnen und Pflaumen. Das fruchtbare Marschland ist von Kanälen und Flüssen durchzogen und geprägt von Obstplantagen ebenso wie von historischen Schleusen, kleinen Häfen, Leuchttürmen, Mühlen, Kirchen und reich verzierten Bauernhäusern. Der auf dem Markt angebotene Zander stammt direkt von Elbfischern, die ihren Fang fast täglich an die Standbetreiber verkaufen. Der Kohl wächst auf der anderen Elbseite in Schleswig-Holstein. Auch das Fleisch der Heidschnucke aus der Lüneburger Heide gilt als Spezialität - ebenso wie Tee und Sirup, die aus der dort blühenden Ringelblume hergestellt werden. Die meisten Händlerinnen und Händler auf dem Isemarkt sind selbst Erzeuger. Sie zeigen, wie sie ihre Spezialitäten anbauen und produzieren. So wird deutlich, wie wichtig der Markt für sie ist: Der Direktverkauf schafft eine unmittelbare Beziehung zur Kundschaft, die auf Vertrauen und Beständigkeit beruht.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 11:55

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Brot

Essen und Trinken

Brot ist eines der ältesten Grundnahrungsmittel der Menschheit und bis heute Ausdruck von Tradition und Handwerk. Als tägliche Mahlzeit, kulturelles Erbe oder kreative Inspiration - kaum ein Lebensmittel trägt so viel Geschichte und Zukunft in sich. Im Schwabenland bewahrt die Müllerfamilie Stietz vergessene Getreidesorten und traditionelle Mahltechniken, in den französischen Westalpen wird das Brot bis heute in einem historischen Holzofen gebacken. Die Brotherstellung ist ein Handwerk, das schon die alten Ägypter vor 6.000 Jahren perfektionierten. Lucie Fischer-Chapalain zeigt die Vielfalt der Brotherstellung: Sie kreiert knusprige Brotchips, verführerischen Brotpudding und aromatisches Hefebrot. Aus Mehl, Wasser und Zeit entstehen so kleine Kunstwerke. Die Deutsch-Französin Lucie Fischer-Chapalain, ausgebildete Köchin, nimmt Obst und Gemüse genauer unter die Lupe. Mit ihrer unterhaltsamen und kurzweiligen Art vermittelt sie kulinarisch-wissenschaftliche Inhalte: Was sind Bergamotten? Wie schmecken Rosen? Und warum braucht man Salz in der Suppe? "Zu Tisch mit Lucie" beleuchtet die kulturgeschichtliche Bedeutung von Regionen, vermittelt Wissen über traditionelle und moderne Anbaumethoden und erklärt die ernährungsphysiologischen sowie chemischen Eigenschaften von Lebensmitteln.

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Bosnien / Baskenland / Deutschland

Magazin

Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Bosnien: die spitze Feder der Slađana Nina Perković / Baskenland: blutrotes Eisenerz / Schottland: Sorinas Hirschbraten / Deutschland: Sprengung einer Insel

Stadt Land Kunst Spezial 13:10

Stadt Land Kunst Spezial: Costa Rica

Magazin

Spezial Costa Rica mit folgenden Themen: Walter Ferguson - König des Calypso / Alles tanzt den Swing Criollo / Denzells karibische Fischsuppe / Krieg der Kräuter

Paris wiedersehen 14:00

Paris wiedersehen

Drama

An einem regnerischen Abend in Paris flieht die Dolmetscherin Mia vor dem Unwetter in ein Restaurant namens L'Étoile d'Or. Bei einem Getränk beobachtet sie die anderen Menschen: Das Personal bringt einem Mann eine Geburtstagstorte, die Gäste stimmen ein Geburtstagslied für ihn an. Doch Mias zufälliger Aufenthalt im L'Étoile d'Or wird zu einem Schicksalsmoment: Ein Anschlag wird im Restaurant verübt, viele Schüsse fallen. Mia überlebt, kann sich aber kaum an das Geschehen erinnern. Kleinigkeiten in ihrem Alltag, wie der Anblick einer Geburtstagstorte, lassen das Trauma wieder aufleben, und Mia versteht, dass sie die Erinnerung zurückgewinnen muss, um heilen zu können. Bei einem Treffen mit den Überlebenden lernt sie Thomas kennen. Er war der Mann, der an jenem Abend Geburtstag feierte. Mit seiner Hilfe versucht Mia, ihre Erinnerung wiederzufinden, und kann sich bald entsinnen, dass jemand ihre Hand gehalten hat, während sie sich versteckte. Wer war dieser Mensch, und hat er überlebt? Mia spürt, dass sie ihn finden muss ... Der Film ist dem Bruder der Regisseurin Alice Winocour gewidmet. Jérémie Winocour war während der Anschläge am 13. November 2015 in Paris im Bataclan anwesend und hat überlebt. Basierend auf den Gesprächen mit ihrem Bruder und ihren eigenen Erinnerungen entwickelte die Regisseurin das Drehbuch. Mia wird im Film von Virginie Efira gespielt, die für ihre Rolle 2023 den französischen Filmpreis César und den belgischen Filmpreis Magritte als beste Schauspielerin gewann.

Zu Tisch 15:40

Zu Tisch: Rheinland

Essen und Trinken

Der Gänsehof der Familie Kircher liegt auf der rechten Rheinseite bei Mettmann. Heidi Hein-Kircher ist hier aufgewachsen, schlug jedoch eine Laufbahn als Historikerin ein. Als ihre Eltern bereits nach einem Pächter suchten, lernte Heidi mit Johannes einen echten Landwirt kennen - so blieb der Hof in Familienhand. Heute pendelt Heidi zwischen Bauernhof und Universität. Johannes kümmert sich um das Tagesgeschäft, die Eltern helfen in Küche und Garten, und die Töchter Johanna und Elisabeth gehen zur Schule. Etwa tausend Gänse hält Johannes Kircher jedes Jahr in artgerechter Freilandhaltung. Die Tiere fressen tagsüber auf der Weide und müssen abends nur in den Stall, damit sie vor dem Fuchs sicher sind. Anfang November, zum Martinsfest, sind sie ausgewachsen. Heidi füllt ihre Martinsgans mit Äpfeln und Backpflaumen, dazu reicht sie Rotkohl. Beim Braten findet sie, kann kaum etwas schiefgehen - wenn man mit einfachen Zutaten arbeitet. Im Rheinland wird das Martinsfest mit großen Laternenumzügen gefeiert. Elisabeth hat mit ihrer Schulklasse Weckmänner aus Hefeteig gebacken - sie erinnern an den Bischof Sankt Martin. Am 11. November, seinem Gedenktag, wird in Mettmann an seine guten Taten erinnert. Die bekannteste Geschichte, in der er seinen Mantel mit einem Bettler teilt, wird jedes Jahr nachgespielt. Heidi und Johannes teilen zudem die Leidenschaft für die Jagd. Für ihre Jagdfreunde bereitet Heidi Sauerbraten vom Wild zu. Die Wildschweinkeule mariniert sie mehrere Tage in einer Essigbeize. Für Sauerbraten nach rheinischer Art wird die Soße mit Rosinen zubereitet.

Im Bauch von Ljubljana 16:10

Im Bauch von Ljubljana: Der Zentralmarkt

Dokumentation

Ljubljana ist eine mittelalterliche Stadt mit starkem barockem Einfluss. Der Zentralmarkt am Flussufer der Ljubljanica erstreckt sich über zwei offene Plätze, die an der Kathedrale und einem Priesterseminar vorbeiführen. Hier werden Kirschen aus der hügeligen Region an der Grenze zu Italien angeboten, Sirup aus Holunderbeeren, die in den Wäldern am Fuße der Alpen wachsen, sowie Wurstwaren, Frischfleisch und die berühmte Krainer Wurst. In der gleichen Abteilung kann man verschiedene regionale Käsesorten, im Holzofen gebackenes Brot, Kekse und Gebäck kaufen. Diese kulinarische Vielfalt verdeutlicht, wie sich dieses kleine Land und seine Hauptstadt zu einem Zentrum für Feinschmecker entwickelt haben. Ein Säulengang, der an das antike Griechenland erinnert, begrenzt den Bereich entlang des Flusses und beherbergt den Fischmarkt und verschiedene Cafés. Das von Joze Plecnik in den 1930er Jahren entworfene Gebäude mit deutlichen Renaissance-Einflüssen ist ein slowenisches Nationaldenkmal und zählt zu den interessantesten Marktkomplexen in Europa. Zudem ist Ljubljana eine der grünsten Städte Europas. So durchzieht beispielsweise ein Bienenpfad die Stadt: Auf über 800 Dächern stehen Bienenstöcke, die für einen delikaten Honig sorgen, der ebenfalls auf dem Markt verkauft wird. Und in einem Geschäft ganz in der Nähe wird das berühmte Piran-Salz angeboten, gewonnen an der Adriaküste nach einer über 700 Jahre alten Tradition.

Serbien, Land des Wassers 16:55

Serbien, Land des Wassers

Dokumentation

Serbien ist geprägt von Wasser. Die Donau und die großen Flüsse Save, Morava, Drau und Theiß tragen Wasser in das Land hinein. Dort, wo vor Millionen von Jahren ein riesiges Binnenmeer die Ebene bedeckte, entstand ein einzigartiger Lebensraum mit vielfältigen Ökosystemen und ein Hotspot für Biodiversität. Das Eiserne Tor ist die größte Flussklippenlandschaft Europas. Hundert Kilometer lang hat sich die Donau einen Weg durch die Südkarpaten zum Schwarzen Meer geschaffen. Die dichten Wälder der Tara gehören zu den letzten Rückzugsgebieten des Braunbären auf dem Balkan. Bevor der Schnee die Gebirgshänge in eine dichte Decke hüllt, begibt er sich auf die Suche nach einem Ort, wo er die kalten Wintermonate überstehen kann. In den Ausläufern der Karpaten hat das Wasser tiefe Karsthöhlen in die Gebirgsregion gegraben. Die Lazareva-Höhle ist mit ihren 9.818 Metern die längste Höhle in ganz Serbien und Lebensraum für Arten, die nur hier vorkommen. In den Steilklippen des Uvac-Canyons lebt der Gänsegeier. Der Greifvogel galt in Serbien bereits als ausgestorben. Doch intensive Schutzmaßnahmen konnten seinen Bestand bewahren. Im Herbst, wenn das Wasser zurückkehrt, erwacht das Naturreservat Slano Kopovo zum Leben. Jahr für Jahr rasten hier Zehntausende Zugvögel. Sie kommen aus Skandinavien, Russland, dem Baltikum und ziehen weiter nach Griechenland und Nordafrika. Rund 200 Vogelarten wurden hier bereits gesichtet. Kraniche, Wildgänse, Enten - sie finden hier alles, was sie für ihre strapaziöse Reise benötigen.

Golf von Kalifornien 17:50

Golf von Kalifornien: Die Wiege des Golfes

Landschaftsbild

Der Nordosten des Golfs von Kalifornien. Hier trifft das Nebenmeer des Pazifiks auf die mexikanische Wüste. Die Menschen und Tiere, die in dieser Region leben, haben sich angepasst an ein Leben voller Kontraste. Ein Beispiel dafür ist der Gabelbock, das zweitschnellste Säugetier der Welt. Er lebt in der Wüste Sonoras und ernährt sich von saftigen Kakteenpflanzen, die trotz des Regenmangels ein lebendiger Wasserspeicher sind. Die Fischer und Austernzüchter an der Küste Sonoras wissen den Reichtum des Golfs zu schätzen und setzen auf Nachhaltigkeit. Das kommt vielen Meeresbewohnern zugute - zum Beispiel Mähnenrobben, Delfinen, Haien oder Golfina-Schildkröten. Eine kunterbunte und spektakuläre Unterwasserwelt zeigt, warum Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau den Golf von Kalifornien auch als "Aquarium der Welt" bezeichnete. Die größte und unter höchstem Schutz stehende Insel im Golf von Kalifornien ist die Isla Tiburón. Sie gilt als heilige Stätte und Wiege des indigenen Fischervolkes der Comcaac. Heute ist die Insel ein unbewohntes Naturreservat und beherbergt eine reiche Artenvielfalt - an Land und im Wasser. Am nördlichsten Punkt des Golfs mündet der berühmte Colorado River in das "Aquarium der Welt". Dort, wo Süß- und Salzwasser aufeinandertreffen, gibt es eine ganz besondere Flora und Fauna. Doch leider ist das Mündungsgebiet bedroht. Pappeln, Weiden und Mesquiten kämpfen hier um ein Überleben in der rasant zunehmenden Trockenheit.

Golf von Kalifornien 18:35

Golf von Kalifornien: Mystischer Golf

Landschaftsbild

Die Meeresreservate des Golfs von Kalifornien sind bekannt für ihre beeindruckende Tierwelt. Auf der Festlandseite liegen die Bundesstaaten Sonora und Sinaloa, die Heimat vieler indigener Völker sind. Sie leben im Einklang mit der Natur. Hier tummeln sich große Delfinschulen, die mit ihrem Charisma faszinieren. Auch verschiedene Arten von Meeresschildkröten nutzen die Gewässer des Golfs von Kalifornien als Wanderroute. Die wahrscheinlich kleinste Perlenfarm der Welt liegt in der Bucht von Bacochibampo vor den Toren von Guaymas. Die faszinierende Kunst der Perlenzucht erzählt viel über die Geschichte und Bedeutung von Perlen in dieser Region. Die Meeresbewohner im Golf von Kalifornien sind bedroht und die Einwohnerinnen und Einwohner entlang ihrer Küsten haben sich in Organisationen zusammengetan, um sie zu schützen. Sogenannte Geisternetze, die absichtlich oder unabsichtlich im Meer landen, verletzen oder töten Meeresbewohner. Vor der Küste von San Carlos arbeitet die lokale Wildtier-Schutzorganisation CRRIFS ("Centro de Rescate, Rehabilitación e Investigación de Fauna Silvestre") daran, diese Netze aus dem Meer zu holen und die darin gefangenen Tiere zu befreien. Die Schildkröten des Golfs landeten früher oft als Beifang in Fischernetzen. Die Grupo Tortuguero tut etwas dagegen. Die Organisation widmet sich ganz dem Schutz von Meeresschildkröten. Sie erfasst die Wanderdaten der Meeresschildkröten und erforscht ihr Verhalten.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:

Reportage

Was Europa bewegt Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.

Die kleinen und die großen Lügen 20:15

Die kleinen und die großen Lügen

TV-Drama

Nur um Haaresbreite hat der erfolgreiche Unternehmer Felix einen schweren Autounfall überlebt und kehrt nach bangen Wochen im Krankenhaus endlich zurück nach Hause. Dieses Zuhause hat seine Frau Anne nicht nur perfekt renovieren lassen - zur Feier des Tages hat sie auch die engsten Freunde eingeladen. Doch zur Überraschungsparty stößt Micha, eine junge Frau, die niemand in der Runde kennt, von der anderen, weniger privilegierten Seite der Autobahn. Micha sucht ihre seit Wochen spurlos verschwundene Tochter, geht von Tür zu Tür und verteilt Zettel. Felix holt die verzweifelte Frau aus dem Regen ins Haus, will ihr helfen. Doch bald wird klar: Michas Tochter verschwand just an dem Abend, als Felix den Unfall hatte. Jetzt hat Micha ein paar Fragen an die Runde. Schnell zeigen sich erste Risse in den perfekten Oberflächen. Die Anwesenden ringen zusehends verbissener um die Frage, was in jener Nacht geschah. Mit jeder explosiven Wendung stürzt eine Fassade ein. Was als gediegener Umtrunk begann, wird zu einer bitterbösen Abrechnung mit privilegierten Lebensentwürfen, toxischen Machtverhältnissen und falschen Freundschaften. Beziehungen werden seziert und alte Rechnungen aufgemacht ... Wolfgang Fischer ("Styx") hat nach dem Drehbuch von Magnus Vattrodt ("Die Wannseekonferenz", "Unterleuten") ein faszinierend dichtes und von der ersten bis zur letzten Minute spannendes Kammerspiel inszeniert, das durch das lustvolle Aufspielen des hochkarätigen Ensembles beste Unterhaltung bietet. Premiere hatte der Film auf dem Filmfest München 2026 in der Reihe Neues Deutsches Fernsehen.

Klaus Nomi 21:45

Klaus Nomi: Sänger der dritten Art

Dokumentation

Mehr als 40 Jahre nach seinem Tod ist Klaus Nomi immer noch eine Ikone - ein Künstler, der Grenzen sprengte und die Popkultur für immer veränderte. Mit seiner sphärischen Countertenorstimme, die mühelos zwischen Bassbariton und opernhafter Höhe wechselte, und seinem retrofuturistischen Look aus Kunststoffkostümen und außerirdischem Make-up wurde er zum Pionier einer neuen Ästhetik. Nomi war nicht nur Sänger, sondern ein Gesamtkunstwerk, das Oper und New Wave verschmolz. Die Dokumentation von Thomas Boujut porträtiert einen kompromisslosen Künstler, der in den Undergroundclubs des New Yorker East Village und an der Seite von David Bowie in "Saturday Night Live" Geschichte schrieb. Mit seiner androgynen Erscheinung und seiner Musik brach er Geschlechterklischees auf und schuf einen Sound, der bis heute nachwirkt. Doch Nomis Karriere war so kurz wie intensiv. 1983 starb er als einer der ersten prominenten Opfer an den Folgen von Aids - nur wenige Monate nachdem er mit seiner Interpretation von "The Cold Song" die Musikwelt begeistert hatte. Der Film nähert sich dem Mythos durch die Erinnerungen seiner engsten Weggefährten: Joey Arias, sein Bühnenpartner, und Kristian Hoffman, sein musikalischer Leiter, erzählen von einem Künstler, der keine Kompromisse kannte. Auch die Gegenwart holt der Film ein: Flora Fishbach und Christine and the Queens bezeugen, wie Nomis Erbe in ihrer eigenen Kunst weiterlebt. Mit seltenem Archivmaterial und eindringlichen Performances entsteht ein Porträt und eine Feier des Andersseins, der radikalen Kreativität und des Muts, sich nicht zu verstecken.

Stop Making Sense 22:40

Stop Making Sense

Dokumentarfilm

Dezember 1983, Pantages Theatre in Hollywood: David Byrne betritt allein eine leere Bühne, legt eine Kassette ein und beginnt mit einer hypnotischen Version von "Psycho Killer". Doch dies ist kein gewöhnliches Konzert. Mit jedem Song gesellt sich ein weiteres Mitglied der Talking Heads dazu - ein genialer Aufbau, der den Film "Stop Making Sense" zu einem der einflussreichsten Konzertfilme aller Zeiten macht. Regisseur Jonathan Demme ("Das Schweigen der Lämmer") verwandelte die Tournee zum Album "Speaking in Tongues" in ein visuelles und musikalisches Spektakel. Mit acht Kameras, einem mobilen Studio und 24 Tonspuren fing er die Energie dreier ausverkaufter Shows ein. Doch was den Film so besonders macht, ist nicht nur die Technik, sondern die Inszenierung: Byrnes Idee, die Musiker als "Figuren" zu behandeln, gibt dem Konzert eine narrative Struktur - wie eine Geschichte mit Anfang, Mitte und Ende. Die Bühne ist minimalistisch, fast karg, doch die avantgardistische Beleuchtung und Byrnes exzentrische Choreographie - berühmt: der übergroße Anzug in "Girlfriend Is Better" - schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Die Band - Tina Weymouth (Bass), Chris Frantz (Schlagzeug) und Jerry Harrison (Gitarre) - liefert präzise, mitreißende Performances, während Byrne als charismatischer Frontmann die Show dominiert. Die Talking Heads brachen mit Konventionen, und Demme setzte ihre Vision perfekt um. Bis heute gilt der Film als Maßstab und zeigt, wie Musik, Bild und Inszenierung zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen können.