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TV Programm für ARTE am 17.05.2026

28 Minuten 04:00

28 Minuten

Magazin

Das Kulturmagazin des Senders ARTE wird täglich aus Paris gesendet. Aktuelle Themen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft stehen im Zentrum der Sendung und werden versiert unter die Lupe genommen.

Geschichte schreiben 05:10

Geschichte schreiben: Der Zoo, ein Leben hinter Gittern

Geschichte

Als wilde Tiere in Käfige gesperrt wurden, damit sie von Besucherinnen und Besuchern in ganz Europa bestaunt werden konnten, erschuf man damit eine ganz eigene Welt hinter Gittern - zwischen Furcht und Faszination. Die Geschichte des Zoos ist aber auch die des Verhältnisses zwischen Mensch und Tier, eine Geschichte des Sehens und Gesehenwerdens - die 1907 im Hamburger Tierpark Hagenbeck beginnt. Der Historiker Eric Baraty, heute zu Gast bei Patrick Boucheron, ist Autor eines Buches, in dem er die Geschichte des Zoos aus der Perspektive der eingesperrten Tiere betrachtet. Wie fühlt sich ein solches Leben hinter Gittern an? Das Ausstellen wilder, exotischer Tiere ist zudem eng mit der Kolonialgeschichte verbunden. Im Zuge derer konnten Tiere aus fremden Ländern als Objekte in zoologischen Gärten oder bei Weltausstellungen zur Schau gestellt und einem neugierigen Publikum präsentiert werden.

42 - Die Antwort auf fast alles 05:30

42 - Die Antwort auf fast alles: Warum stehen wir so auf Konkurrenz?

Infomagazin

Ob beim Kampf um den besten Parkplatz, das letzte Kuchenstück, der Sieg beim Spielen gegen Bruder oder Schwester oder beim Wettbewerb um den Traumjob - Konkurrenz gibt es überall. Sie findet sich auch in der Natur, zum Beispiel bei Pflanzen um das meiste Sonnenlicht. Dass Konkurrenz vor allem von Ressourcenknappheit bestimmt wird, habe bereits Charles Darwin erkannt, erklärt Evolutionsbiologe David Lathi von der City University of New York. Sind wir Menschen erst einmal mitten im Konkurrenzkampf, übernimmt bei vielen das "innere Wettkampftier". "Man wechselt in so einen Instinkt-Modus, man ist da gar nicht mehr wirklich so aktiv am Nachdenken", sagt der ehemalige Rennradprofi Rick Zabel. Grund dafür sei ein Hormoncocktail in unserem Gehirn, der uns in solchen Situationen Dinge tun lasse, die wir eigentlich nicht tun könnten, erklärt Maren Urner, Neurowissenschaftlerin an der Fachhochschule Münster. Die Belohnung von Konkurrenz ist aber nicht nur der Sieg in einem Wettbewerb, das Konkurrieren hilft uns auch, uns selbst zu verbessern. Daher spielt schon in der Kindheit das "Sich-miteinander-messen" eine bedeutsame Rolle. Durch diese Art des sozialen Lernens bekämen Kinder ein wichtiges Feedback zu ihren aktuellen Fähigkeiten und ihrem Verhalten, erklärt Ursula Oberst, Psychologin an der Ramon-Llull-Universität in Barcelona. Und trotzdem stellt sich die Frage, ob Konkurrenzdruck und das Verlieren im Wettkampf nicht auch negative Folgen für uns selbst und unsere Gesellschaft mit sich bringen.

Die wimmelnde Welt der Termiten 05:55

Die wimmelnde Welt der Termiten

Tiere

"Die wimmelnde Welt der Termiten" handelt von einer Entdeckung des tschechischen Entomologen Dr. Jan Sobotník: Sein Team fand heraus, dass eine südamerikanische Termitenart sich bei Gefahr selbst in die Luft sprengt. Wird ein Arbeiter der Art Neocapritermes taracua von anderen Termiten oder Ameisen angegriffen, kann er als letzten Ausweg seinen eigenen Körper zum Platzen bringen und die feindlichen Tiere mit einem dabei austretenden giftigen Sekret töten. Möglich ist dies dank eines rucksackartigen Körperteils, das blaue Kristalle enthält. Opfert sich eine Termite zur Verteidigung ihrer Kolonie, so vermischen sich die Kristalle aus dem Rucksack mit dem Sekret ihrer Speicheldrüsen zu einer klebrigen Masse, die die Angreifer entweder lähmt oder sofort tötet. Jan Sobotník veröffentlichte seine Erkenntnisse im Wissenschaftsmagazin "Science", woraufhin zahlreiche weitere Medien in aller Welt darüber berichteten. Ein YouTube-Video über die Kamikaze-Termiten verbuchte über 100.000 Klicks. Die Dokumentation begleitet Jan Sobotník in verschiedenen Phasen seiner Arbeit sowie auf einer Expedition nach Äquatorialafrika. Der Wissenschaftler von der Agraruniversität Prag leitet ein internationales Forscherteam, mit dem er Untersuchungen an schwer zugänglichen Orten durchführt - wie dem Dickicht des tropischen Regenwaldes. Dort zeichnete er beispielsweise mit einer Hochgeschwindigkeitskamera die bisher schnellste im Tierreich gemessene Bewegung auf. Weitere Fragen, denen die Dokumentation nachgeht: Wie und nach welchen Prinzipien agiert die moderne Forschung? Vor welchen Herausforderungen steht die akademische Gemeinschaft heute?

Schimpansen im Kongo mit Jane Goodall 06:40

Schimpansen im Kongo mit Jane Goodall

Dokumentation

Alles beginnt Anfang der 1990er Jahre, als Jane Goodall auf einem Markt im kriegsgebeutelten Zaire zufällig ein angekettetes Schimpansenbaby entdeckt. Bei diesem tragischen Anblick fasst sie den Entschluss, verwaisten Schimpansen zu helfen. Anhand von einzigartigem und bis dato unveröffentlichtem Filmmaterial verfolgt die Dokumentation Janes außergewöhnliche Reise, beginnend mit der Flucht vor Waffengewalt in Kinshasa und der ersten Evakuierung von Tieren in den sicheren Zoo von Brazzaville. Goodall erkennt, dass sie ein dauerhaftes Zuhause für die wachsende Zahl verwaister Schimpansen finden muss. Die UN-Friedensbotschafterin sichert ein geeignetes Grundstück und die Finanzierung für eine Auffangstation in der Republik Kongo: Tchimpounga ist geboren. Der erste Bewohner der Station ist aber gar keine Waise, sondern der alte Schimpanse Gregoire, der aus Einzelhaft und Misshandlung gerettet wurde. Er bringt seinen Pfleger Jean Maboto mit, den ersten ständigen Mitarbeiter der Auffangstation. Während seines Aufenthalts in Tchimpounga geht Gregoire eine enge Bindung mit dem Schimpansenweibchen La Vieille ein und wird sogar berühmt, als er zusammen mit Jane Goodall auf dem Titelblatt der Zeitschrift "National Geographic" erscheint. Er stirbt im Alter von 66 Jahren und gilt damit als der älteste bekannte Schimpanse in Afrika. Nach Gregoires Tod wird La Vieille zur Ersatzmutter für viele der Schimpansenkinder, die in der Rettungsstation leben. Eine davon ist Lemba. Sie hat Polio und ist in der Folge vollständig gelähmt. Die Pfleger beginnen eine intensive Physiotherapie an Lembas Armen und Beinen. Wie groß sind ihre Fortschritte?

Legasthenie - Wir dachten immer, du bist dumm 07:35

Legasthenie - Wir dachten immer, du bist dumm

Gesellschaft und Soziales

Johann Wolfgang von Goethe, Agatha Christie, Albert Einstein, Steven Spielberg, Nigel Kennedy, Walt Disney, Steve Jobs, Bill Gates, Whoopi Goldberg, Pablo Picasso, John Irving, David Murdock, Ingvar Kamprad, Leonardo da Vinci, Alfred Hitchcock, Kronprinzessin Victoria von Schweden, Bodo Ramelow: Sie alle sind oder waren von Legasthenie betroffen - und haben trotzdem Wege gefunden, ihr außergewöhnliches Talent zu entdecken und dieses zu leben. Doch solche prominenten Beispiele sind in der Welt der Menschen mit Legasthenie eher Ausnahmen. Meistens schaffen Schülerinnen und Schüler mit einer diagnostizierten Legasthenie viel zu selten einen ihren Fähigkeiten und Begabungen entsprechenden Schulabschluss. Das müsste nicht so sein! Kaum ein Aspekt des schulischen Lernens ist in den vergangenen Jahrzehnten so zeitaufwendig erforscht worden wie die Legasthenie. Und doch herrscht in der Wissenschaft noch immer Unklarheit über Ursachen und Therapien. Kinder werden mit dem Gefühl, Versager zu sein, allein gelassen. Die Dokumentation zeigt die schwierige und psychisch belastende Situation von betroffenen Kindern in Schule und Alltag in Deutschland, Großbritannien und Frankreich, erzählt von Erfolgsgeschichten wie der des jungen britischen Designers Daniel Britton und der des ehemaligen thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und beleuchtet die neuesten Forschungsergebnisse.

42 - Die Antwort auf fast alles 08:30

42 - Die Antwort auf fast alles: Wie verändert Müll die Welt?

Infomagazin

Es ist paradox: Wir wollen unseren Müll nicht und sind froh, wenn wir ihn los sind. Zugleich produzieren wir so viel Müll wie nie zuvor. Und die Aussicht, ihn loszuwerden, könnte kaum schlechter sein: Müll wird Jahrmillionen überdauern, sagt Paläontologe Jan Zalasiewicz. Er sei so langlebig, dass er sogar geologische Spuren hinterlassen wird. Technofossilien nennt der Forscher der Universität Leicester diese Reste und ist überzeugt, dass sie unser ultimatives Erbe sein werden. Ein Grund dafür: Wir glauben, wir könnten Müll kontrollieren. Doch er bewegt sich, reagiert. Über die Wege des Mülls wissen wir relativ wenig, sagt Meeresbiologin Melanie Bergmann. Von 99 Prozent des Plastiks im Meer etwa sei gar nicht bekannt, wo es sich befindet, so die Wissenschaftlerin vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Und auch über die Folgen, die sich für die Gesundheit des Menschen und anderer Lebewesen ergeben, wissen wir kaum etwas. Andererseits: Wir profitieren vom Müll. Denn der meiste fällt an durch Rohstoffverbrauch und Produktion. Wollten wir etwas ändern, müssten wir unseren Konsum ändern, glaubt Philosoph Oliver Schlaudt von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz. Doch zugleich beobachtet er: Müll sorgt für Fortschritt, weil wir das Problem lösen wollen - und doch bei immer neuem Müll landen. Abfallwissenschaftlerin Gilian Gerke von der Hochschule Magdeburg-Stendal erklärt, warum Müll trotzdem eine Chance sein kann - und dass es sich lohnt, Müll mit anderen Augen zu betrachten.

Europas große Filmpaläste 09:00

Europas große Filmpaläste: Königliches Theater Tuschinski Amsterdam

Dokumentation

Mit seinen zwei hoch aufragenden Türmen prägt das Königliche Theater Tuschinski bis heute das Stadtbild Amsterdams. Erbaut wird es von Abraham Tuschinski, dem mächtigsten Kinounternehmer der Niederlande in den 1920er Jahren. In Amsterdam will er das größte und luxuriöseste Kino des Landes errichten. 1921 ist es so weit - das Theater Tuschinski öffnet seine Türen für das staunende Publikum. Elemente des Jugendstils, des Art déco und der Amsterdamer Schule prägen die Fassade, die Foyers und den großen Kinosaal. Weil seine Familie und er als Juden von den Nazis deportiert und ermordet werden, wählt Steven Spielberg Jahrzehnte später das Tuschinski für die Europapremiere seines Filmdramas "Schindlers Liste". Bis heute ist es ein luxuriöses Kino und gleichzeitig Variété.

Twist 09:25

Twist

Magazin

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis 10:00

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis

Künstlerinnenporträt

Der Dreiteiler "Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis" beleuchtet das Leben von Norma Jeane Baker aus nächster Nähe. Grundlage dafür sind exklusive Interviews mit Menschen aus ihrem engsten Kreis sowie Analysen renommierter Psychologen. Die Dokumentation ist das Ergebnis jahrzehntelanger Recherchen und setzt sich kritisch mit dem Mythos Marilyn Monroe auseinander. Sie bietet neue Einblicke in ihre Kindheit und zeichnet das Bild einer hochintelligenten Frau, die gezielt das Klischee der naiven Blondine nutzte, um berühmt zu werden. Zudem wird deutlich, welche Rolle die Unterstützung einflussreicher Mafiosi spielte, zu denen Monroe komplexe Beziehungen pflegte. Auch ihr Verhältnis zu weniger bekannten Mentoren wie ihre Schauspiellehrerin Natacha Lytess, mit der sie eine gleichgeschlechtliche Beziehung verband, wird thematisiert. Die dreiteilige Dokumentation verbindet exklusive Interviews - unter anderem mit Tony Curtis, Jerry Lewis, George Chakiris und Theresa Russell - mit Aussagen von Monroes Adoptivschwester und engen Vertrauten. Ergänzt wird das Material durch seltene Archivaufnahmen und Filmausschnitte. Grafische Rekonstruktionen veranschaulichen zudem zentrale Momente ihres Lebens.

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis 10:55

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis

Künstlerinnenporträt

Aus Norma Jeane wird Marilyn. Sie investiert konsequent in ihre Schauspielausbildung und knüpft gezielt Kontakte. Ihr Äußeres lässt sie nach den Vorstellungen der Studiobosse verändern, bald steht ihr eine Mentorin zur Seite, die ihren Weg entscheidend prägen wird. Schließlich stellen sich die ersten Erfolge ein: Große Rollen machen sie weltweit bekannt.

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis 11:50

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis

Künstlerinnenporträt

Auch die Ehen mit dem Baseballspieler Joe DiMaggio und später mit Arthur Miller verleihen ihrem Leben Glamour, bringen ihr jedoch kein dauerhaftes Glück. Private Krisen und der hohe Druck ihrer Karriere führen schließlich zu einer Abhängigkeit von Medikamenten. Die Nähe zu den Kennedy-Brüdern trägt weiter zu ihrer Überforderung bei. Marilyn Monroe stirbt mit nur 36 Jahren unter bis heute umstrittenen Umständen.

Der Graf mit der eisernen Faust 12:45

Der Graf mit der eisernen Faust

Abenteuerfilm

Ein sehr spannender, dramatischer Abenteuerfilm, der nach dem Roman "Die Geheimnisse von Paris" des französischen Schriftstellers Eugène Sue entstand. Es war der berühmteste Zeitungsroman des 19. Jahrhunderts. Unterhaltungsspezialist André Hunebelle inszenierte ihn mit dem unvergesslichen Jean Marais in der Titelrolle, der hier alle Register seines Könnens ziehen kann - er ist der strahlende, charmante, gut aussehende Held, der für das Gute kämpft und vor keiner Gefahr zurückschreckt. Drehbuch nach dem Roman "Die Geheimnisse von Paris" von Eugène Sue

Die Bologna-Entführung 14:30

Die Bologna-Entführung: Geraubt im Namen des Papstes

Historienfilm

Bologna, im Jahr 1858: Der siebenjährige Edgardo Mortara wächst in einer jüdischen Familie auf, bis er eines Nachts von kirchlichen Behörden nach Rom entführt wird. Der Grund: Als Säugling soll Edgardo von einem christlichen Dienstmädchen heimlich getauft worden sein. Nach den Gesetzen des Vatikans darf ein getauftes Kind nicht von jüdischen Eltern erzogen werden. Edgardo wird in ein Katechumenenhaus gebracht, wo er eine katholische Erziehung erhält und sich auf unerklärliche Weise sofort zum Katholizismus bekennt. Für seine Eltern Momolo und Marianna beginnt ein verzweifelter Kampf. Sie wenden sich an die Öffentlichkeit, suchen Unterstützung in der Politik und versuchen mit allen Mitteln, ihren Sohn zurückzubekommen. Der Fall erregt weit über Italien hinaus Aufmerksamkeit und wird zum Symbol für den Konflikt zwischen kirchlicher Macht und den liberalen Ideen des 19. Jahrhunderts. Während die Familie nicht aufgibt, wächst Edgardo in der Obhut der katholischen Kirche heran. Papst Pius IX. nimmt persönlich Anteil an seinem Schicksal und betrachtet den Jungen zunehmend als religiöses Symbol in einer Zeit politischer Umbrüche. Zwischen familiärer Herkunft, religiöser Erziehung und den Machtinteressen der Kirche entwickelt sich ein dramatischer Konflikt, der das Leben aller Beteiligten prägt.

Famous Orchestras - Die besten Orchester der Welt 16:35

Famous Orchestras - Die besten Orchester der Welt: Orchestre National de France

Dokumentation

Kaum ein Orchester ist so eng mit der Identität seines Landes verbunden wie das Orchestre National de France. 1934 als erstes permanentes Rundfunkorchester Frankreichs gegründet, steht es bis heute für musikalische Exzellenz, kulturelle Vielfalt und einen unverwechselbaren Klang. Vom Maison de la Radio et de la Musique in Paris trägt es das musikalische Erbe Frankreichs in die Welt. Geprägt von Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Leonard Bernstein, Lorin Maazel, Seiji Ozawa, Kurt Masur und Daniele Gatti, gehört es zu den bedeutendsten Orchester Europas. Musikdirektor Cristian Macelaru vergleicht seinen Klang mit Honig, warm und fließend, sich entfaltend, ohne zu beschweren. Der Film begleitet die Musikerinnen und Musiker auf Reisen und in Paris, beim Concert de Paris am 14. Juli 2025 unter dem Eiffelturm, wo das Orchester am Nationalfeiertag jedes Jahr vor mehr als 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauern spielt - und Millionen weitere das Ereignis vor dem Fernseher verfolgen. Die Kamera begleitet musikalische Begegnungen mit international bekannten Solistinnen und Solisten wie Joyce DiDonato, Bertrand Chamayou und Anne-Sophie Mutter. Tief verwurzelt in der Musik von Camille Saint-Saëns, Gabriel Fauré, Claude Debussy, Maurice Ravel oder Henri Dutilleux zeigt das Orchestre National de France seine französische Klangtradition auf der Grand Tour durch das eigene Land - vom Festival Ravel in Saint-Jean-de-Luz bis zum Auditorium der Opéra de Dijon Die Dokumentation Orchestre National de France porträtiert ein Orchester von internationalem Rang mit einem Klanggedächtnis, das in der DNA seiner Mitglieder verwurzelt ist und das, wie die Stadt, in der es zu Hause ist, zwischen Tradition und Gegenwart lebendig bleibt.

Bernstein & Gershwin - Zwei Amerikaner in Paris 17:40

Bernstein & Gershwin - Zwei Amerikaner in Paris

Konzert

Zum Jahresausklang hat das Orchestre National de France zwei Amerikaner nach Paris eingeladen. Den Auftakt des Konzerts bildet die schwungvolle "Candide"-Ouvertüre (1956) des Frankreichliebhabers Leonard Bernstein (1918-1990), der das Orchestre National de France in den 1970er Jahren wiederholt dirigierte. Es folgt "Ein Amerikaner in Paris" (1928) von George Gershwin, der das Paris der Goldenen Zwanziger zu einem musikalischen Feuerwerk im Broadway-Stil verklärt - inklusive Hupkonzert. Zum Abschluss wird es jazzig mit George Gershwins (1898-1937) "Rhapsody in Blue" (1924), interpretiert von der Pianistin Lise de la Salle. Passend zu diesem Programm verwandelt sich das Auditorium von Radio France in einen Großstadt-Boulevard mit Pariser Straßenlaternen und vielen Scheinwerfern, die mit mal blauem, mal rotem, mal gedämpftem Licht eine festliche Stimmung erzeugen - genau die richtige Kulisse für die ebenso energiegeladene wie nuancenreiche Darbietung des Orchestre National de France unter der Leitung des auch in Übersee beliebten französischen Dirigenten Stéphane Denève.

Karambolage 18:25

Karambolage

Magazin

Ein künstlerisches und humorvolles Spiel mit Klischees bietet dieses Magazin. In jeder Folge werden dabei bestimmte Eigenheiten der Franzosen und Deutschen unter die Lupe und auch aufs Korn genommen.

Zu Tisch 18:40

Zu Tisch: Bologna

Essen und Trinken

Vor den Toren der Stadt haben die beiden Freundinnen Danila und Luisa ein ambitioniertes Projekt gestartet: Sie renovieren ein altes Landhaus und legen einen großen Gemüsegarten an. Es soll ein Ort für Menschen werden, die eine Auszeit vom Alltag brauchen. Schon jetzt gedeihen im Garten Zucchini, Auberginen, Tomaten und Zwiebeln. Einen Teil des Gemüses verarbeitet und verkauft Luisa auf einem Markt in Bologna, den anderen nimmt sie zum Kochen. Mit ihrer Freundin bereitet sie daraus traditionelle Gerichte oder Eigenkreationen zu, wie Pesto aus Wildkräutern, Basilikum und Rosmarin - auch dies ein Rezept der veganen Küche, die Luisa vor kurzem entdeckt hat. Ausgerechnet die weltberühmten Spaghetti Bolognese kochen sie nicht - und auch sonst niemand in Bologna: Eine Hackfleischsoße braucht breite Nudeln, an denen sie haften kann. Deshalb gibt es in Bologna keine Spaghetti Bolognese, sondern Tagliatelle al Ragù. Zum Nachtisch gibt es Crema fritta, eine frittierte Puddingcreme aus Eiern, Zucker, Milch und Mehl.

ARTE Journal 19:10

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Unbekanntes Usbekistan 19:30

Unbekanntes Usbekistan: Mit dem Zug entlang der Seidenstraße

Land und Leute

Um Touristen anzuziehen, hat man in Samarkand vor einigen Jahren eine Touristenpolizei geschaffen. Die berühmtesten Polizistinnen der Stadt sind die Zwillinge Fatima und Zukhra. Das Streifegehen ist gar nicht so einfach für die beiden, denn die Touristen wollen vor allem eins: ein Foto mit den Zwillingen in Uniform. Im Hissargebirge liegen die wohl tiefsten Höhlen der Welt. Der Eroberer Timur Lenk soll hier im 15. Jahrhundert seine Armee in der sogenannten Timurenhöhle versteckt haben, bevor er ganz Zentralasien unterworfen hat. Zwei Höhlenforscher wollen herausfinden, was an der Legende wahr sein könnte. Jahrmillionen hat der Fluss Amudarja den Aralsee gespeist. Doch die Baumwolle, die hier angepflanzt wird, verschlingt unglaubliche Mengen an Wasser. Das Ergebnis: die Austrocknung des Aralsees. Heute wird das Gebiet als Aralkum (Aralwüste) bezeichnet. Um die Erosion durch den Sand aufzuhalten, ist vor ein paar Jahren ein großes Projekt angelaufen: Die Wüste wird bepflanzt. Shahri studiert Umweltwissenschaften und ist gekommen, um sich die ersten Erfolge anzuschauen.

The Big Lebowski 20:15

The Big Lebowski

Komödie

Jeff Lebowski, auch "The Dude" genannt, ist ein langhaariger Späthippie, dessen Lebensinhalt darin besteht, mit seinen Freunden Bowling zu spielen und dabei White Russians und gelegentlich einen Joint zu konsumieren. Doch sein Leben gerät aus den Fugen, als ihn zwei Geldeintreiber in seiner Wohnung aufsuchen. Schnell wird klar, dass es sich um eine Verwechslung mit dem "Großen Lebowski" handelt, einem exzentrischen Millionär. Doch bevor die Eindringlinge seine Wohnung wieder verlassen, pinkeln sie dem Dude auf den Teppich, sein liebstes Einrichtungsstück. Also macht er sich auf den Weg zu seinem Namensvetter, um sich den ruinierten Teppich ersetzen zu lassen. Aber der reiche Mann hat gerade ganz andere Probleme. Seine junge Frau Bunny wurde entführt - angeblich von einer Gruppe deutscher Nihilisten. Der "Große Lebowski" bittet seinen Namensvetter, das geforderte Lösegeld zu überbringen. Der Dude, der wie üblich nichts zu tun hat, ist zwar hilfsbereit, aber zugleich auch ratlos in dieser Situation. So bittet er seinen Freund Walter, einen Vietnamveteranen, um Beistand. Ein Fehler, wie sich schon bald herausstellt, denn der will das Lösegeld am liebsten selbst behalten. Über den erbitterten Streit der beiden Chaoten geht die Geldübergabe schließlich schief. Als ihnen kurz darauf ein blutiger Zeh ins Haus geschickt und ihr Bowlingfreund Donny von Kugeln durchsiebt wird, ist klar, ihnen steht das Wasser bis zum Hals. Wenn ihnen nicht schnell etwas einfällt, sind sie die Nächsten ...

Jeff Bridges und "The Dude" - Coole Aura, später Ruhm 22:05

Jeff Bridges und "The Dude" - Coole Aura, später Ruhm

Künstlerporträt

Durch ihren Film "The Big Lebowski" machten die Coen-Brüder 1998 einen schluffigen Typen mit dem Spitznamen "The Dude" zur Kultfigur. Darsteller des Antihelden war Jeff Bridges, der bis dahin eher in Nebenrollen und Genrefilmen zu sehen war. Doch nun wurde Bridges über Nacht zum Hollywood-Star. Dabei wollte er nie im Rampenlicht stehen und lehnte Rollen ab, die ihm zu viel Sichtbarkeit beschert hätten. Die Wurzeln dieser Verweigerung liegen in seiner Biografie: Bridges entstammt einer Schauspielerfamilie und fürchtete, mit den Erfolgen seiner Eltern und seines Bruders Beau nicht mithalten zu können. Sein Verhältnis zur Schauspielerei war gespalten. In der Öffentlichkeit schob er Faulheit und mangelnden Ehrgeiz vor - und lebte danach. Lieber frönte er seiner Kunstleidenschaft und versuchte sich in Musik, Malerei, Bildhauerei und Fotografie. Dabei wurde Jeff Bridges schon 1972 für seine Rolle in "Die letzte Vorstellung" für einen Oscar nominiert, sowie ein zweites Mal 1985 für "Starman". Mit "Die fabelhaften Baker Boys" (1989) landete er einen Publikumserfolg. Das versöhnte ihn zwar mit dem Schauspielberuf, aber ein Star wollte er immer noch nicht sein. Er lebte zurückgezogen in Montana, mit derselben Frau seit 1974 und seinen Kindern. Aber seine Bestimmung holte ihn mit einer Rolle ein, die ihm wie auf den Leib geschrieben war: "The Dude". Erstmals wurde er nachhaltig mit einer von ihm verkörperten Figur identifiziert. Dieser Befreiungsschlag ebnete den Weg für einen Karriereneustart - und den lange fälligen Oscar im Jahr 2010 für "Crazy Heart".

Die Coen-Brüder - Eine amerikanische Geschichte 23:00

Die Coen-Brüder - Eine amerikanische Geschichte

Künstlerporträt

Sie sind ein Rätsel in der grell ausgeleuchteten Welt des großen Kinos: Die Coen-Brüder haben in sehr eigenwilligen Filmen ein ganz eigenes Genre in der Welt des Kinos geschaffen - ein filmisches Universum mit eigener Moral und eigenen Regeln, ein Ort, der Amerika auf beunruhigende Weise ähnelt, es aber doch nicht ist. Es ist eine Welt, die nur mit einem Wort beschrieben werden kann: Coenesque. Die Dokumentation fächert die Karriere von Joel und Ethan Coen auf und versucht sich an einer Antwort auf die Frage, die so viele gestellt haben: Wie machen sie das? Ihr Chamäleon-Talent hat jedes Genre - Thriller, Komödien, Tragödien, Western, Musicals, Spionage - neu erfunden und zu ihrem eigenen gemacht. Die Dokumentation zeigt, wie ihre gemeinsame Fantasiewelt aus der Kindheit und die Entfremdung, die sie vom amerikanischen Leben empfanden, diese einzigartige Vision hervorgebracht haben. Wie sie durch das goldene Zeitalter Hollywoods geprägt wurden und selbst ein neues goldenes Zeitalter des unabhängigen Kinos geschaffen haben. Dabei haben sie ihre kauzigen Persönlichkeiten bewahrt, was sie zu den beiden unwahrscheinlichsten Kreativen macht, die jemals Hollywood erobert haben. Die Dokumentation folgt der seltsamen, aber brillanten Reise, die die Brüder dorthin geführt hat. Eine faszinierende Geschichte über die Zusammenarbeit von zwei Menschen, die manchmal wie eine Person erscheinen. Und eine Geschichte, die so düster-komisch ist wie jeder einzelne ihrer Filme.

Die vielen Gesichter der USA 23:55

Die vielen Gesichter der USA: Der Fotograf Martin Schoeller

Dokumentation

Ob Barack Obama oder Donald Trump, Meryl Streep oder Angelina Jolie, Johnny Cash oder Adele: In seinen Ausstellungen und Fotobänden sind sie alle zu sehen. Doch der seit 30 Jahren in New York lebende Deutsche interessiert sich auch für diejenigen, die auf der Straße leben. Für seine Fotoprojekte trifft Martin Schoeller obdachlose Menschen auf den Straßen von Hollywood, holt Drag Queens in sein Studio und besucht Menschen, die zu Unrecht zum Tode verurteilt wurden. Ob berühmt oder unbekannt: Schoeller begegnet allen auf Augenhöhe, sucht mit jeder einzelnen Aufnahme nach der Persönlichkeit des Porträtierten, hinter jeder einstudierten Geste das Unerwartete. Doch es geht dem Fotografen auch um die Geschichten hinter den Gesichtern. In seinen Videoarbeiten über Menschen, die zu Unrecht zum Tode verurteilt waren, gibt er den ehemals Inhaftierten ein Gesicht und eine Stimme. Regisseurin Josephine Links begleitet den Fotografen Martin Schoeller bei seiner Arbeit und zeichnet so auch ein facettenreiches Bild eines Landes, das zerrissener ist denn je.