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TV Programm für ARTE am 07.05.2026

Tunesien - Eine Oase für die Zukunft 05:00

Tunesien - Eine Oase für die Zukunft

Dokumentation

Die Dokumentation führt in den Süden Tunesiens, in eine der trockensten Regionen der Welt. Dort, in den Dünen der Sahara, liegt der Palmenhain der Familie von Tahar Mna. Weil die Erträge immer geringer werden, fasst Tahar einen gewagten Plan: Wie einst seine Vorfahren will er mitten in der Wüste einen neuen Palmenhain anlegen. "Tunesien - Eine Oase für die Zukunft" erzählt, mit welchen Schwierigkeiten Tahar kämpfen muss, und zeichnet dabei auch das Porträt seiner Familie und der Dorfbewohner, die Tahar letztlich bei seinem Vorhaben unterstützen. Tahars Geschichte ist beispielhaft. Für seine neue Oase nutzt er überliefertes Wissen und passt es den Erfordernissen des Klimawandels an. Um in der als unfruchtbar geltenden Region mit ihrem dramatischen Wassermangel überleben zu können, muss er ständig auf das empfindliche ökologische Gleichgewicht achten. Deshalb setzt er auf Innovationen in der Agroforstwirtschaft. Die Herausforderung ist groß, denn Tahar muss den Palmenhain fruchtbar machen. Nur dann sichert er seiner Familie und seinen Nachkommen ein Auskommen für rund hundert Jahre.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: David und die Komodowarane

Reportage

Seit mehr als 30 Jahren ist David Robert Hau Chef-Ranger im Nationalpark Komodo. Keiner kennt die Insel und seine Bewohner - die großen, drachenähnlichen Komodowarane - so gut wie er. David ist der einzige Ranger, der selbst in die entlegensten Winkel des Parks vordringt und auch andere gefährliche Tiere wie die Javanische Speikobra aufspürt. Ein Kreuzfahrtschiff verlässt Komodo. In den vergangenen Jahren ist die indonesische Insel zunehmend beliebter bei Tourismusveranstaltern geworden. Eine Win-win-Situation: Die Komodowarane garantieren Nervenkitzel bei den Besuchern aus aller Welt. Die dadurch eingenommenen Gelder ermöglichen sowohl dem Nationalpark als auch den Einheimischen, die vom Souvenirverkauf leben, ein gutes Auskommen. Bedingung ist, dass weder die Natur noch die Tiere gestört werden. Um das zu gewährleisten, sind die Nationalparkhüter im Einsatz. Chef-Ranger David Hau hat viel zu tun. Seit über 30 Jahren kontrolliert er die Bestände nicht nur der Riesenechsen, sondern auch anderer einheimischer Arten wie etwa der blauen Weißlippenbambusotter. Im Laufe der Jahre hat er sich so einen einmaligen Wissensschatz über das Verhalten und den Charakter der Tiere angeeignet, der ihm nun zugutekommt. Bei über tausend Passagieren pro Kreuzfahrtschiff können es die Ranger nicht dem Zufall überlassen, ob die Touristen die Warane sehen. Dies ist aber nötig, um ihnen das Aha-Erlebnis zu bieten. Folglich müssen David und sein Team die imposanten Tiere an einen speziellen Platz locken, wo sie jedoch nicht mit den Menschen aneinandergeraten dürfen. Denn auf den anderen Inseln gab es schon tödliche Bisse. Eine nicht immer einfache Gratwanderung.

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Österreich: Sachertorte

Essen und Trinken

(1): Wiens berühmte Sachertorte (2): Ein Biss'chen Heimat: Nora, eine Österreicherin in Italien (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Tanguy Viels Bretagne / Costa Rica / Nottingham

Magazin

(1): Bretagne: Paris-Brest mit Tanguy Viel (2): Costa Rica: Von Wäldern und Menschen (3): Laos: Touys getrocknete Algenblätter (4): England: Zwietracht in Nottingham

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Portugal / Saint-Denis / Türkei

Magazin

(1): José Afonso, die Stimme des portugiesischen Volkes (2): Saint-Denis, eine Hochburg bretonischer Brüderlichkeit (3): Montenegro: Nikos gegrillter Tintenfisch (4): Türkei: Zurück auf die Schulbank

Wilder Oman 08:55

Wilder Oman: Leoparden und Meeresschildkröten

Tiere

Das Sultanat Oman ist eine der Schatzkammern Arabiens. Es ist ein Land von überraschender Vielfalt, voller ungeahnter Naturwunder und Heimat einiger der seltensten Tiere der Erde. Über 80 Prozent des Landes bestehen aus unwirtlichen Ebenen und Wüsten, darunter die Rub' al Khali - die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt. Die restlichen Gebiete stecken voller Überraschungen. Das Dhofar-Gebirge im Süden ist die letzte Hochburg des Arabischen Leoparden. Seine geografische Lage macht den Oman zu einem Hotspot für viele Tiere Arabiens, sowohl zu Lande als auch im Meer. Das Land ist ein weltweit wichtiger Nistplatz für Schildkröten wie die Grüne Meeresschildkröte und die Karettschildkröte. Ihre Eier und Schlüpflinge sind ein gefundenes Fressen für Rotfüchse. Auf den inneren Kiesebenen des Jiddat-Plateaus lebt die Arabische Oryxantilope. Eine Überlebenskünstlerin, die tagelang ohne Wasser auskommt. Nachdem die Art kurz vor dem Aussterben stand, leben heute wieder über 600 Tiere im Naturschutzgebiet Al Wusta. Oman ist ein Land der Extreme. Das karge Wüsteninnere steht in krassem Gegensatz zu den reichen Meereslandschaften des Golfs von Oman. Diese Gewässer gehören zu den produktivsten der Welt. Korallenriffe bieten eine Zuflucht für viele Meeresbewohner wie Tintenfische, Muränen, Papageienfische, Grundeln und viele mehr. Planktonvorkommen bilden die Grundlage für das Leben der Meeresfische, darunter der größte Fisch überhaupt - der Walhai. Zwischen glühenden Wüsten und tropischen Meeren sind die Landschaften Omans so vielfältig wie die einzigartigen Lebewesen, die sie beherbergen.

Wilder Oman 09:45

Wilder Oman: Wölfe und Buckelwale

Tiere

Das Sultanat Oman ist das vielleicht bestgehütete Geheimnis des Nahen Ostens. Dieser Winkel Arabiens beherbergt unvergleichliche Landschaften und einige der produktivsten Ökosysteme unseres Planeten. Hier leben seltene Tiere: Buckelwale, Arabische Wölfe, Karakale und das Arabische Chamäleon. Das Geheimnis des Artenreichtums liegt im Sommermonsun, dem sogenannten Kharif, der der südlichen Küste Regen bringt. Wadis, in die Berge gegrabene trockene Flussbetten, füllen sich mit Wasser und die trockene Landschaft erwacht zum Leben. Der Kharif wird durch starke Böen angetrieben, die im nördlichen Indischen Ozean entstehen und eine der stärksten Strömungen der Erde antreiben. Dadurch können in der sonst so warmen Meereslandschaft Seetangwälder wachsen, die den perfekten Lebensraum für den Oman-Anemonenfisch bilden. Das kalte, nährstoffreiche Wasser, das an die Oberfläche getrieben wird, sorgt für reiches Planktonvorkommen. Es ist Nahrungsgrundlage für Millionen von Meerestieren, darunter auch der Arabische Buckelwal - von dem es weniger als 100 Individuen auf unserem Planeten gibt, die alle hier im Arabischen Meer zu finden sind. Der Reichtum, der so viele Lebewesen ins Arabische Meer lockt, steht im Gegensatz zur kargen Landschaft von Omans größter Insel - Masirah. Und doch ist diese unwirtliche Insel wichtig für das Überleben mehrerer bedrohter Arten wie dem Schmutzgeier. Für die Unechte Karettschildkröte ist es die wichtigste Küstenlinie im Indischen Ozean. 90 Prozent der Population kehren hierher zurück, um ihre Eier abzulegen.

Märkte der Welt 10:40

Märkte der Welt: Peru: Der Markt der Wünsche

Land und Leute

Es gibt weltweit nur einen Markt, auf dem man Geldscheine, Häuser, Mehlsäcke, Computer und Goldbarren in Miniaturform erwerben kann - alle stehen für je einen Wunsch. In der peruanischen Stadt Puno, am Ufer des Titicacasees, werden sogenannte Alasitas verkauft. Eine Woche lang bevölkern zahlreiche Händlerinnen und Händler das Stadtzentrum, um die Wunscherfüller unter das Volk zu bringen. In der Kultur der peruanischen Hochebene Altiplano glaubt man an die Macht des Identischen. Den Alasitas werden magische und religiöse Kräfte nachgesagt, die ihrem Besitzer zu Glück und Wohlstand verhelfen sollen. Archäologische Funde verschiedener Miniaturobjekte führen die Tradition bis zu den Andenvölkern der Inka und Aymara zurück. Der Alasitas-Markt wächst Jahr für Jahr. Die Händler kommen mitunter sogar aus Bolivien nach Puno, um hier ihre Wunscherfüller zu verkaufen. Die Konkurrenz schläft nicht und die Verkaufstaktiken von Preisvorteilen bis hin zu zusätzlichen Segnungen durch das andine Challa-Ritual werden immer ausgefeilter. Einen Wunsch zu verkaufen ist etwas anderes, als einfach nur einen Gegenstand zu vertreiben. Der Alasitas-Markt ist auch deshalb so bekannt, weil hier jedes Jahr zur gleichen Zeit im Mai eines der wichtigsten katholischen Feste Lateinamerikas gefeiert wird: das Kreuzfest - "La Fiesta de la Cruz". Tausende Menschen kommen aus dem ganzen Land, um ihre Alasitas zu kaufen und sie am Kreuzfest segnen zu lassen. Der Priester der Stadt stellt sich an diesem Tag auf dem Vorplatz seiner Kirche für eine große Alasitas-Segnung zur Verfügung. Ein einzigartiger Moment, in dem sich die althergebrachten Anden-Traditionen und der katholische Glauben vermischen.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Sansibar: Pilaw-Reis

Essen und Trinken

(1): Sansibars Gewürzvielfalt: Pilaw-Reis (2): Ein Biss'chen Heimat: Sebastian, von Sansibar in die Pariser Vorstadt (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Clementine Hunters Louisiana / Japan / Paris

Magazin

(1): Louisiana: Clementine Hunter malt die Sklaverei (2): Japan: Shikoku, die indigoblaue Insel (3): Senegal: Rindfleisch mit Erdnusspaste (4): Paris: Eine Sportlerin tanzt aus der Reihe

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Irland / Kosovo / Japan

Magazin

(1): Paul Lynchs Irland-Odyssee (2): Kosovo: Gesänge erzählen die Geschichte der Albaner (3): Ibiza: Jaimes Tortilla (4): Japan: Frauen am Netz

In Wahrheit 14:00

In Wahrheit: Verschwiegen

TV-Krimi

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 15:45

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Melonen

Essen und Trinken

Im alten Ägypten diente die Melone als Grabbeigabe, in vielen Regionen Afrikas galt sie lange als verlässliche Wasserquelle. Lucie testet Melonen-Utensilien zum Aufschneiden und zeigt, welche Teile der Wassermelone ebenfalls essbar und besonders gesund sind. Über die katholische Kirche gelangte die Melone nach Frankreich. Besonders begehrt sind die Charentais-Melonen aus dem Vaucluse, deren Ernte bis heute viel Handarbeit erfordert. In den USA ist die Geschichte der Melone eng mit rassistischen Stereotypen verbunden, die Expertinnen historisch einordnen. Köchin Lucie Fischer-Chapalain kocht für unterschiedliche Geschmäcker - vom scharfen Wassermelonensalat über die Melone als Steak bis zur erfrischenden Melonen-Gazpacho.

An den Ufern der Loisach 16:20

An den Ufern der Loisach

Land und Leute

Der Filmautor Jens-Uwe Heins hat einen Sommer lang die Loisach von der Quelle bis zur Mündung besucht und Menschen begleitet, die sich am Fluss für die Natur einsetzen. Schon an ihrer Quelle bietet die Loisach etwas ganz Besonderes: Biber leben hier im Hochgebirge und werden von einer Biologin erforscht. Zwischen Loisach und Zugspitze betreut eine Försterin das am höchsten gelegene Forstrevier Deutschlands und kämpft gegen die Auswirkungen der Klimakrise. Im Murnauer Moos will ein Ornithologe vom Max-Planck-Institut wissen, warum Braunkehlchen immer seltener werden, und oberhalb des Kochelsees bemüht sich ein Forstmann, den Lebensraum der gefährdeten Auerhühner zu retten. In Schwaiganger liegt das größte Pferdegestüt Bayerns. Vor allem die Aufzucht der Fohlen ist eine Herausforderung. Die Erhaltung der Loisach-Kochelsee-Moore bei Benediktbeuern ist für einen Pater zur Lebensaufgabe geworden. Und in Nantesbuch haben Naturschützer und Jäger sich der Rettung von Rehkitzen verschrieben. Selbst im Mündungsbereich der Loisach in die Isar braucht die Natur Unterstützung: Kühe sollen hier einen Wald retten und ein Vogelschützer setzt sich für die bedrohten Flussregenpfeifer ein. Die Dokumentation verzaubert den Zuschauer nicht nur mit traumhaften Naturbildern, sie regt auch zum Nachdenken.

Das Donaudelta 17:05

Das Donaudelta: Naturparadies am Rande Europas

Landschaftsbild

Am Rande Europas endet die Donau in einem 5.800 Quadratkilometer großen Donaudelta, einem der wildesten und zugleich fragilsten Naturräume des Kontinents. Wo Wasserarme, Sümpfe, Dünen und Steppen ineinandergreifen, hat die geringe Besiedlung ein außergewöhnliches Ökosystem bewahrt. Mehr als 320 Vogelarten sind hier nachgewiesen. Besonders eindrucksvoll: die riesigen Kolonien der Rosapelikane mit bis zu 19.000 Brutpaaren. Auch der einst fast verschwundene Krauskopfpelikan kehrt zurück - gut 300 Paare brüten heute wieder im Delta. Doch das Naturparadies steht unter Druck. Die verwilderten Pferde von Letea, deren Ursprung bis ins 17. Jahrhundert reicht, sowie freilaufende Rinder und zunehmender Tourismus belasten die sensiblen Lebensräume. Überweidete Flächen und zerstörte Bodenbruten, etwa von Säbelschnäblern, sind die Folge. EU-Subventionen pro Tier verstärken den Trend - ein Konflikt zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Not in einer strukturschwachen, schlecht zu erreichenden Region. Doch gleichzeitig fasziniert die Artenvielfalt: Würfelnattern jagen in den Uferzonen, Sandboas graben sich gegen die Hitze der Dobrudscha ein, Ziesel spielen vor Besucheraugen unter der Burg Enisala. Wie sich Naturschützer, Behörden und Landwirte einigen, entscheidet über die Zukunft eines einzigartigen Landstrichs. Das Donaudelta bleibt ein Naturjuwel - doch sein Fortbestand und seine Entwicklung ist alles andere als selbstverständlich.

Natura Europa 17:50

Natura Europa: Die Rückkehr der Auerochsen

Natur und Umwelt

Die Dokumentation erzählt von dem ehrgeizigen Versuch, eine ausgestorbene Tierart wieder zum Leben zu erwecken: den Auerochsen. Wie kein anderes prägte das mythische Tier die Landschaft dieses Kontinents. Durch ein großangelegtes Programm, das mehrere europäische Länder und Universitäten umfasst, soll das ehemals größte Landtier des Kontinents in die Natur zurückkehren - mit Hilfe einer Kombination aus moderner Gentechnik und wissenschaftlichen Zuchtmethoden. In einer filmischen Reise vom trockenen Spanien bis zur Bergwildnis des Velebit in Kroatien erleben wir einige der großartigsten Landschaften Europas. Mit modernsten technischen Mitteln wird das bisher unbekannte Leben eines mythischen Tieres enthüllt. Zum ersten Mal sehen wir, wie Auerochsen in der Wildnis leben, wie sie ihre Jungen aufziehen, sich vor Feinden schützen, die Rangordnung innerhalb der Herde festlegen und wie sie noch nach ihrem Leben zum Erhalt ihres Lebensraumes beitragen. Der Film schlägt aber nicht nur geografisch eine Brücke vom äußersten Westen bis zum Osten des Kontinents, sondern verbindet auch die Vergangenheit mit der Zukunft. Vor 30.000 Jahren entstanden die ältesten Kunstwerke der Menschheit in unzugänglichen Höhlen in Frankreich. Sie zeigen das für unsere Vorfahren bedeutendste Tier, den Auerochsen. Heute wird in futuristischen Hightech-Labors an der Rückkehr des "Königs der Wildnis" gearbeitet.

Natura Europa 18:35

Natura Europa: Ein Himmel voller Vögel

Natur und Umwelt

Wenn der Sommer endet, verlassen die Zugvögel den Norden, um in mildere Gefilde zu ziehen. Auf ihrer Tausende Kilometer langen Reise überqueren Millionen von Wat-, Stelzen- und Sperlingsvögeln Europa von der Nordsee bis zum Mittelmeer. Der Zug der Vögel ist ein einzigartiger Naturvorgang, der die Jahreszeiten bestimmt, die Menschen bewegt und ihre Blicke gen Himmel richten lässt. Lange Zeit galt er als ewiges Naturgesetz, doch heute ist er durch menschliche Eingriffe in die Umwelt gefährdet. Ungezügeltes Städtewachstum, intensive Landwirtschaft, Klimawandel, Umweltverschmutzung, Unwetter sowie der Schwund von Feuchtbiotopen und Insekten führen zu Massensterben unter den Zugvögeln. Glücklicherweise sorgen Tausende von Freiwilligen auf der Flugroute für Unterschlupf- und Schutzmöglichkeiten. In den Niederlanden erforscht ein Biologe die Persönlichkeiten der Vögel. In der Bucht von Arcachon erwartet sie ein maßgeschneiderter Zwischenstopp. Im Baskenland werden gestrandete und verwundete Tiere aufgepäppelt. In Portugal sorgt man sich um Störche, die nicht mehr ziehen, und in Spanien werden während des Vogelzugs sogar Windräder angehalten. Ornithologen, Biologen, Tierärzte, Natur- und Vogelbegeisterte bilden ein internationales Netzwerk, das dafür sorgt, dass dieses einzigartige wilde Naturschauspiel fortbesteht - damit Schnepfenvögel, Schwalben und Kraniche auch in Zukunft jedes Jahr wiederkehren.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Frankreichs Hirten: Gemeinsam für mehr Rechte

Reportage

Gwladys und Margot hüten in diesem Jahr 800 Schafe von fünf verschiedenen Züchtern in den französischen Alpen. Zwischen Juni und Oktober ist ihre Arbeit intensiv und gefährlich, denn die Herde ist durch Wölfe bedroht. Die beiden sind rund um die Uhr für das Wohl der Tiere verantwortlich. Arbeitsschutz oder geregelte und fair bezahlte Arbeitszeiten stehen dabei hinten an. Gerade als Frauen geraten sie manchmal in heikle Situationen. Immer wieder kommt es bei Hirtinnen zu sexueller und sexualisierter Gewalt im Job - teils auch durch Arbeitgeber. Lange Zeit standen sie damit allein da. Benoît will die Arbeitsbedingungen für Hirtinnen und Hirten verbessern. Er hütet in den Pyrenäen Kühe und knüpft nebenbei ein Netzwerk unter den Hirtinnen und Hirten. Benoît kritisiert, dass viele Züchter ihre Verantwortung nicht wahrnehmen, die Unterkünfte verkommen lassen und die Schuld auf die Gemeinden schieben. Deshalb nimmt er an Gesprächen in Paris teil und drängt bei der Bauerngewerkschaft Fnsea auf den Abschluss eines Tarifvertrags - mit verbindlichen Zusagen für mehr finanzielle Sicherheit, strengere Vorgaben an die Bauern zur Qualität der Unterbringung und für faire Bezahlung. Aber können sich die Hirten damit durchsetzen? Ihre Situation wird im Sommer 2025 nicht leichter. Ein ausgebrannter Schäfer nimmt sich wegen prekärer Arbeitsbedingungen das Leben - ein anderer wird während der Arbeit vom Blitz getroffen und stirbt. Gwladys und Margot haben zwar Glück, sie kommen diesmal ohne große Zwischenfälle durch die Saison. Doch ihre Zukunft bleibt ungewiss.

Hüllenlos - Die Geschichte der Nacktheit 20:15

Hüllenlos - Die Geschichte der Nacktheit: Von den Ursprüngen der Freikörperkultur

Dokumentation

Aller Anfang ist nackt. Dieser Urzustand ist für manche Lebensmotto. Mit ihrer Kleidung legen Anhänger der Freikörperkultur auch gesellschaftliche Konventionen ab. Es geht um Freiheit. Ein Kampf, der Ausdauer erfordert. Der Anblick nackter Körper kann verstören. Nacktheit enthüllt die Kultur, die Traditionen und das religiöse Erbe eines Landes. Schon Frankreich und Deutschland unterscheiden sich voneinander, wenn es um den Grad der akzeptierten Nacktheit geht. Zugleich ist Frankreich heute das wichtigste FKK-Reiseziel weltweit. Das war einmal anders: Zu DDR-Zeiten füllte sich die Ostseeküste mit nacktbadenden Massen. Freikörperkultur wurde über die Zeit zum Aushängeschild des ostdeutschen Staates. Doch FKK ist keine Erfindung der DDR. Im 19. Jahrhundert streben Lebensreformer ein Leben im Einklang und in Verbindung mit der Natur an. Im Sinne der körperlichen Gesundung gründen die Brüder Durville auf einer Insel im französischen Mittelmeer Heliopolis, eine Siedlung für nackte Sonnenanbeter. Später finden dort Nacktpartys statt. Darf Naturismus sexuell sein? Was ist der wahre Naturismus? Diese Glaubensfrage erhitzt bis heute die Gemüter. FKK-Vereine wollen alles andere als erotisch sein. Unübersehbar jedoch ist die Nähe zur Nacktgymnastik. Schon immer stand auf FKK-Arealen Sport im Zentrum. Was ist heute übrig vom steten Streben nach der Gesundung des Körpers? Welchen Einfluss nahm die FKK-Bewegung auf Körperideale? Inwiefern wurde sie zeitweise für politische Zwecke missbraucht? Und wie mischt der "Body Positivity"-Trend die Nacktkultur heute auf?

Hüllenlos - Die Geschichte der Nacktheit 20:55

Hüllenlos - Die Geschichte der Nacktheit: Von Freizügigkeit, Macht und Scham

Dokumentation

Wenn ein Mensch die Kontrolle über seinen eigenen Körper hat und sich entscheidet, ihn nackt zu zeigen, reagiert die Umgebung. Immer. Denn seit der Antike bis heute ist Kleidung die Normalität und Nacktheit das Gegenteil. Mit der ungeschützten, intimen Darstellung des Körpers werden historisch die Mauern der Macht durchbrochen oder zementiert - eine Wahrheit unverhüllt enthüllt. Nacktheit kann eine Intervention gegen Unfreiheit, ein Symbol des Protests sein - oder ein Akt der Unterdrückung. Bis heute erregt die ukrainische Frauenbewegung Femen international Aufsehen, deren Aktivistinnen ihre Oberkörper zuerst nackt auf zentralen Plätzen wie dem Majdan in Kiew gegen Sexismus und Unterdrückung zeigten. Risiken reichen von der gesellschaftlichen Ächtung bis hin zu physischer Gewalt. Dennoch nehmen die Frauen diese Gefahr auf sich, um mit ihren Körpern auf Missstände aufmerksam zu machen und für ihre Überzeugungen einzutreten. Doch wer hat überhaupt die Freiheit, sich zu entscheiden, den eigenen Körper nackt zu zeigen - und wer nicht? Welchen Kriterien sind die Körper unterworfen? Wer wird nackt gesehen, gezeigt - und warum? Die Geschichte der Nacktheit kann eine Geschichte der Mutigen und Unerschrockenen sein, die bereit sind, ihre eigene Verletzlichkeit zum Ausdruck zu bringen, um eine größere Botschaft zu vermitteln. Der Körper wird zum Symbol der Freiheit und des Widerstands gegen diejenigen, die versuchen, die Freiheit einzuschränken. Gleichzeitig ist die Geschichte der Nacktheit geprägt von Stigmatisierung, Zwang, Rassismus und Kolonialismus.

Polar Park - Eiskalte Morde 21:45

Polar Park - Eiskalte Morde

Krimiserie

Ein kleines Mädchen findet mitten im "Polar Park" in Mouthe ein abgeschnittenes Ohr. Der Pariser Krimi-Bestsellerautor David Rousseau ist eigentlich aus einem anderen Grund in das kälteste Dorf Frankreichs gekommen. Er will das dortige Kloster besuchen, um einen alten Bekannten seiner verstorbenen Mutter zu treffen. Anscheinend hat Bruder Giacomo ihm etwas mitzuteilen. Doch als Rousseau am Kloster ankommt, kann er nur noch Giacomos Beerdigung beiwohnen. Bruder Auguste gibt Rousseau einen Tipp: Womöglich hatte seine Mutter bei ihrer klösterlichen Einkehr eine Affäre mit einem Mann im Kloster. Etwa mit Giacomo? Rousseau hatte sich mehr von dem Besuch erhofft und macht sich enttäuscht auf den Rückweg, als er am Fundort des abgeschnittenen Ohrs vorbeikommt. Der passionierte Krimiautor fühlt sich gleich berufen, die Ermittler mit seinem Wissen zu behelligen. Als dann auch noch der Rest des Körpers passend zum Ohr gefunden wird, ist Rousseau zufällig wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der Autor betritt den Tatort und trifft auf Major Louvetot. Ungefragt bombardiert er ihn mit Spekulationen über einen kunstbesessenen Serienkiller, der in Mouthe sein Unwesen treibt. Geht Rousseaus Schriftsteller-Fantasie mit ihm durch, oder ist an der Vermutung etwas dran?

Polar Park - Eiskalte Morde 22:30

Polar Park - Eiskalte Morde

Krimiserie

Der Tod eines weiteren Opfers wirft neue Rätsel auf: Nach "Vincent van Gogh" handelt es sich dieses Mal um "Marilyn Monroe". Rousseau hatte recht, in Mouthe schlägt wohl wirklich ein Serienmörder zu. Der Krimiautor ermittelt weiter, obwohl ihm Major Louvetot mit Haft- und Geldstrafe droht, sollte er sich weiterhin einmischen. Der Hobby-Ermittler lässt sich jedoch nicht abschrecken und forscht weiter. Er nimmt dabei unter seinem Pseudonym Magnus Hørn immer wieder neue Rollen ein. Er stattet sogar der kleinen Charlotte, die den Täter im Polar Park gesehen haben soll, einen Besuch ab und gibt sich als Kinderpsychologe aus. Und tatsächlich bekommt er einen entscheidenden Hinweis von ihr: Der Täter trug wohl eine Kapuze und eine Robe. Könnte es ein Mönch aus dem Kloster sein? Auf jeden Fall scheint Rousseau schneller voranzukommen als die Gendarmerie. Der Mörder ist erkennbar besessen vom Goldenen Schnitt, einem Gestaltungsprinzip der bildenden Kunst. Rousseau lässt Louvetot seine neuen Entdeckungen zukommen, der will aber nichts davon wissen. Derweil bekommt Rousseau einen entscheidenden Hinweis von der Sängerin und Bibliothekarin Niki: Hugo, ihr Kollege, ist generell ein eigenartiger Kerl und verhält sich mehr als verdächtig. Er führt eine "Hass-Liste", auf der sich auch die Namen der Opfer befinden. Außerdem schreibt er eine Arbeit über den Tod in der Kunst. Als dann eine neue Leiche in Form einer griechischen Statue aufgefunden wird, stellt sich die Frage, ob das alles noch Zufall sein kann ...

Polar Park - Eiskalte Morde 23:30

Polar Park - Eiskalte Morde

Krimiserie

Major Louvetot kommt mit seinen Ermittlungen nicht weiter und widmet sich letzten Endes dann doch Rousseaus Goldener-Schnitt-Theorie: Auch Louvetot hält inzwischen den Bibliothekar Hugo für verdächtig. Er verfolgt ihn bis ins Kloster, wo Hugo als Mönch verkleidet etwas stehlen will. Rousseau kommt hinzu und es gelingt ihnen, Hugo zu stellen. Doch im Verhör scheint dann plötzlich das Motiv nicht ausreichend. Der Sonderling hat wohl nur ein bewusstseinserweiterndes Elixier aus dem Kloster gestohlen, um es an Schüler weiterzuverkaufen. Als dann der Täter bei Louvetot anruft, während Hugo noch in Gewahrsam ist, wird klar, dass Hugo nicht der Mörder sein kann. Also müssen Rousseau und sein "Kollege" Louvetot neu ansetzen. Bei erneuter Befragung der kleinen Charlotte stellt sich heraus, dass sie keinen Mönch gemalt hat, sondern jemanden, der einen Kapuzenpulli trägt. Der Täter gab am Telefon Hinweise, anscheinend haben sie etwas Entscheidendes vor Ort übersehen. Rousseau und Louvetot, der aufgrund seines Fehltritts mit Hugo vom Dienst suspendiert wurde, machen sich auf eigene Faust erneut auf zum letzten Tatort: Und tatsächlich, eine geheime Nachricht auf dem Spiegel der Autowerkstatt verrät den Namen des neuen Opfers ...