05:15
Der Musikladen von Radio Bremen hatte schon viele prominente Gäste: Dazu zählten ABBA, Boney M., The Jacksons, Donna Summer, Chic, Ike & Tina Turner, Kool & The Gang sowie Robin Gibb. Im Rahmen des "Summer of Disco" bringt ARTE die größten Disco-Hits aus dem Musikladen zurück auf den Bildschirm: "Disco Never Dies! - Musikladen-Hits für die Ewigkeit". Die 90-minütige Sendung zeigt die Auftritte von damals noch einmal: "Dancing Queen" von ABBA, "Daddy Cool" von Boney M., "Le Freak" von Chic. Der junge Michael Jackson begeistert mit seinen Brüdern und "Blame It On the Boogie" das Musikladen-Publikum. Auch mit dabei sind ein bislang ungesendeter Auftritt von Edwin Starr mit seinem Song "Contact" und Gloria Gaynor mit ihrem Mega-Hit "I Will Survive". Der "Musikladen" von Radio Bremen war eine legendäre Musiksendung von Radio Bremen, die von 1972 bis 1984 im deutschen Fernsehen lief. Als Nachfolger des "Beat-Clubs" prägte sie die Jugend- und Musikkultur einer ganzen Generation. Zahlreiche nationale und internationale Stars traten dort auf und machten die Sendung zu einem prägenden Bestandteil der Musik- und Fernsehgeschichte der 1970er und frühen 1980er Jahre. Regisseur und Mastermind des "Musikladens" war Mike Leckebusch, der schon in den Vorjahren durch den "Beat-Club" von Radio Bremen große Bekanntheit erlangte. Er war Vorreiter in der Umsetzung von Musikformaten im deutschen Fernsehen und schuf mit noch nie da gewesenen Videoeffekten eine ganz eigene Bildsprache und setzte jeden Auftritt einmalig in Szene.
06:50
(1): Chinkali - Ein Bissen Georgien (2): Nostalgiegeschmack: Natia, eine Georgierin in England (3): Ran an die Töpfe!
07:20
(1): Miossec, die donnernde Stimme aus Brest (2): New Age, Spiritualität made in California (3): Guatemala: Isabels gefüllter Fisch (4): Wales: Wolle aus dem Katalog
08:05
(1): Die subversive Côte d'Azur von Alfred Hitchcock (2): Indien: Mit dem Kamasutra im vierten Himmel (3): Costa Rica: Harlins üppig belegtes Wurstbrot (4): Chile: Neustart eines Nazis
08:55
Der Chinook entsteht, wenn feuchte Winde vom Pazifik auf die schneebedeckten Hänge der Rocky Mountains treffen. Dabei kondensiert die Luftfeuchtigkeit und fällt als Regen oder Schnee. Der nun trockene Wind heizt sich kontinuierlich auf, während er an der Ostseite des Gebirgskamms wieder absinkt. Im Tal kommt er als überraschend warmer Föhn an. Für die Menschen ist dieser Wärmeeinbruch mitten im Winter eine echte Herausforderung. Manchmal steigen die Temperaturen innerhalb einer Stunde von minus 20 auf plus 10 Grad Celsius. Im Krankenhaus von Calgary reiht sich Migränepatient an Migränepatient, die Farmer haben plötzlich mit Trockenheit zu kämpfen und die heiligen Berge der indigenen Blackfoot erodieren unter der Kraft des Windes. Der Chinook macht den Menschen zu schaffen und hinterlässt tiefe Spuren in der Landschaft des nordamerikanischen Westens. Aber er ist auch wunderschön: Er sorgt für ein beeindruckendes Farbenspiel am Himmel, das amerikanische und kanadische Künstler einzufangen versuchen. Der Chinook - ein besonderes Naturschauspiel.
09:35
Früher hieß es, der Mistral könne Stieren die Hörner abreißen und junge Frauen schwängern. Diese alten Sprüche sind Geschichte, aber der "Herr der Winde" ist auch heute noch gefürchtet. Der Mistral ist aus der provenzalischen Kultur nicht wegzudenken: Er formt die Landschaft, bestimmt die Anbaupraktiken, kristallisiert das Salz, inspiriert Künstlerinnen und Künstler. Und im Sommer verstärkt er die Waldbrände im Südosten Frankreichs. Der kalte und stürmische Fallwind weht durch das südliche Rhônetal und bahnt sich seinen Weg durch atemberaubende Landschaften, vom Mont Ventoux bis zu den Salzmarschen von Aigues-Mortes. Segensreich und zerstörerisch zugleich, zwingt der Mistral Mensch und Natur, sich anzupassen. Er ist ein nützlicher Helfer: Die Winzer verlassen sich auf ihn, die Müller versorgt er mit der nötigen Energie für ihre Mühlen und in den Salzgärten der Camargue trocknet er die Marschen aus und lässt die Salzkristalle wachsen. Sein dämonisches Gesicht zeigt er, wenn er im Sommer die Brände in den trockenen Wäldern der Alpilles antreibt oder das Meer vor den Frioul-Inseln gefährlich aufwühlt. Der Mistral weht über Weinberge und Dörfer, über Schluchten und Sümpfe, über Klippen und Meer. Wer ihm folgt, entdeckt die Geschichte einer wunderschönen Region und erfährt, wie sich Mensch und Natur im Laufe der Jahrhunderte an den kalten und stürmischen Fallwind aus dem Norden und Nordwesten angepasst haben.
10:20
Der Passat ist der Wind der Reisenden. Heute ist seine Bahn rund um den Globus bekannt; vor Jahrhunderten war dieses Wissen ein Staatsgeheimnis, das wie ein kostbarer Schatz gehütet wurde. Denn wer den Weg des Windes kannte, hatte auf See unschätzbare Vorteile. Der Passat ermöglichte es unerschrockenen Seefahrern, den Atlantik zu überqueren, Amerika zu entdecken und den Lauf der Geschichte zu verändern. Die feuchten und beständigen Winde wehen zwischen den Tropen und dem Äquator, an Land und auf See. Sie begünstigen die Entwicklung von Ökosystemen und haben es dem Menschen ermöglicht, sich trotz widriger Bedingungen anzusiedeln. Auf den Kanarischen Inseln verleihen die Passatwinde den Wacholderbäumen ihre typische gebeugte Form - das Bild einer wilden, ungestümen Natur. Auf den Kanaren regnet es selten, und die wenigen Niederschläge werden sofort vom vulkanischen Gestein aufgesogen. Umso kostbarer ist die Feuchtigkeit, die der Passatwind mit sich bringt. Sie legt sich in kleinen Tropfen auf die Blätter der Bäume und füllt die Wasserbecken, die die ersten Bewohner der Insel in die Felsen schlugen, um zu überleben. Die Passatwinde helfen auch dem Sturmtaucher auf seiner langen Reise von den Kanarischen Inseln bis nach Südafrika. Auch für das Leben unter Wasser sind die kräftigen Winde wichtig: Unablässig wehen sie über den Atlantik, wühlen den Ozean auf und bringen kaltes Wasser an die Oberfläche. Bedrohlich werden die Passatwinde nur selten, aber sie sind verantwortlich für das größte Erosionsphänomen der Erde. Und sie sorgen für ein Wunder, das die Wissenschaft gerade erst entdeckt hat: Der Saharastaub, den die Passatwinde über den Atlantik transportieren, düngt den 6.000 Kilometer entfernten Amazonas-Regenwald, die grüne Lunge unseres Planeten.
11:05
Im Sommer bringt der Monsun von Südindien bis zum Himalaya spektakuläre Wolkenbrüche, die von den Menschen sehnsüchtig erwartet werden. Mit Gebeten und Prozessionen beschwören sie den Schicksalswind, denn das Leben von Millionen Menschen hängt von ihm ab. So ist zum Beispiel die Landwirtschaft ganz auf den Monsun angewiesen. Boden und Saat werden nach uralter Tradition auf ihn vorbereitet. Doch wie lange noch? Der Klimawandel hat den natürlichen Kreislauf durcheinandergebracht. Der Monsun weht aus Südwest und bringt Libellen aus Afrika über den Indischen Ozean an die Küste Keralas. Hier pflanzen sie sich in den Reisfeldern fort und werden von Biologen untersucht. Der Wind zieht weiter, trifft auf die Berghänge der Westghats und lässt ergiebige Regenfälle auf die dichten Wälder niedergehen. Hat der Wind die Berge hinter sich gelassen, nimmt er in den Ebenen von Tamil Nadu Fahrt auf und versorgt riesige Windparks mit Energie. Der Monsun wird auch für die traditionellen Drachenwettbewerbe genutzt, die schon zu Zeiten der Maharadschas beliebt waren. An der Ostküste Indiens wartet man sehnsüchtig auf den Wind. Die Fischer halten ihre Netze bereit, denn der Monsun bedeutet zwar stürmische See, aber auch reichlich Fang. Auf seinem Weg über den Golf von Bengalen lädt sich der Wind mit Feuchtigkeit auf, bevor er auf die Ausläufer des Himalayas trifft - eine unüberwindbare Mauer. Der Regen überschwemmt den Kaziranga-Nationalpark, das weltweit wichtigste Schutzgebiet für das Indische Panzernashorn. Die Tiere haben dann weniger Platz und Wilderer leichtes Spiel. Doch mutige Tierschützer wachen über die Nashörner, bis der Wasserspiegel wieder sinkt.
11:55
(1): Kreolische Garnelen, Ragout mit Geschichte (2): Nostalgiegeschmack: Jenna, von Louisiana nach Berlin (3): Ran an die Töpfe!
12:25
(1): Als Berlin "Good Bye, Lenin!" sagte (2): Kerala: die Revanche von Ayurveda (3): Usbekistan: Durdonas Honigkuchen (4): Auf dem Elefanten durch die Alpen
13:10
(1): Polen: Gemalte Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies (2): Galicien: La Rapa das Bestas, uralter Kampf zwischen Mensch und Tier (3): Hawaii: Tammys Bananenbrot (4): Nantes: Gemeinsam fährt man besser
14:00
Ein kleines Dorf in Brandenburg. Hier lebt Anne - bereit, jedem über den Mund zu fahren, der ihr blöd kommt. Ihr Mann ist längst tot, mit dem Dorf hat sie sich überworfen, ihre Tochter hat sie vor Jahren davongejagt. Um ihr Herz meterhohe Schutzmauern. Wenn niemand da ist, kann ihr auch niemand etwas tun - nach diesem Motto hat sich Anne eingerichtet. Da steht die achtjährige Tilda vor der Tür, die ein neues Zuhause braucht, weil ihre Mutter im Gefängnis sitzt. Das ist Annes Tochter Julia. Widerwillig nimmt Anne ihre Enkelin bei sich auf, fest entschlossen, sie bei nächster Gelegenheit wieder loszuwerden. Doch Tilda, die Anne an Kampfgeist und Sturheit in nichts nachsteht, erobert sich hartnäckig ihren Platz in Annes Herz. Tilda bringt nicht nur den Konflikt mit Julia wieder ins Bewusstsein, sondern zwingt Anne auch aus ihrer Isolation gegenüber der Dorfgemeinschaft. So öffnet sie sich auch wieder Holger, dem Bürgermeister des Dorfes, der seit Jahren ein vorsichtiges Interesse an Anne zeigt. Als Julia einige Zeit später aus dem Gefängnis entlassen wird, will Anne ihre Enkelin um jeden Preis bei sich behalten. Aber auch Julia will ihre Tochter um jeden Preis zurück. Der Streit um Tilda zwingt Anne und Julia, sich der Vergangenheit zu stellen, die zwischen ihnen steht - und zu versuchen, die unausgesprochenen Schuldzuweisungen und Enttäuschungen endlich zu überwinden. Für Tilda. Und für sich selbst.
15:30
Ein lebensfroher Psychologiestudent recherchiert gerade für seine Semesterarbeit und hält sich im Ferienhaus der Familie in Sandhamn auf - da wird er eines Tages völlig unerwartet von seiner Mutter tot aufgefunden. Erst weist alles darauf hin, dass der junge Mann sich erhängt hat. Doch als die Kommissare Thomas Andreasson und Mia Holmgren den Fall übernehmen, fallen ihnen einige Ungereimtheiten auf: Warum ist der Abschiedsbrief des Toten nicht unterschrieben, und wo sind sein Handy und sein Computer? Als dann auch noch Fußspuren von einem offenen Fenster wegführen, scheint klar: Es handelt sich um Mord. Thomas beginnt weitreichende Recherchen, obwohl er eigentlich gerade ganz anderes im Kopf hat: Seine Ex-Frau Pernilla und er sind zurück in ihr altes Ferienhaus gezogen und genießen als glücklich verliebtes Paar das häusliche Leben. Nora Linde hat inzwischen ihre Scheidung hinter sich und vermietet im Sommer die Nachbarvilla an Jonas aus Stockholm und seine pubertierende Tochter Vera. Doch ein weiteres Verbrechen holt die Bewohner von Sandhamn ein: Als Thomas und Mia einen möglichen Zeugen befragen wollen, finden sie ihn tot in der Badewanne. Der Zeuge litt unter Multipler Sklerose und wurde ertränkt, in seiner Lunge findet sich Flüssigseife. Thomas und Mia finden heraus, dass der Psychologiestudent für seine Semesterarbeit über Gruppendynamik verschiedene Marinesoldaten interviewt hat. Auch der zweite Tote war ein ehemaliger Küstenjäger, also Teil der königlichen Elitetruppe, und so führt die Spur direkt zum schwedischen Militär ... Basierend auf Viveca Stens Bestseller-Romanen verspricht die vierte Staffel von "Mord im Mittsommer" wieder packende Kriminalfälle, ein raffiniertes Ermittlerduo und charmante Charaktere.
16:15
Fieberhaft ermitteln Mia und Thomas vor allem in den Kreisen der Küstenjäger, der schwedischen Marineeinheit, von der ein Mitglied brutal ermordet wurde. Sie glauben, dass der getötete Psychologiestudent ebenfalls durch seine Verbindung zu dieser Truppe ins Fadenkreuz des Mörders geriet. Doch sowohl die Verwaltungszentrale als auch der damalige Kommandant Robert Cronwall wimmeln alle Fragen ab. Der frühere Korporal Kihlberg beschuldigt Cronwall, unangemessen hart zu seiner Einheit gewesen zu sein, und berichtet von unmenschlichen Übungen. Unterdessen gibt die Professorin, die den Psychologiestudenten betreute, eine Affäre mit ihm zu. Doch ihr Ehemann, der nun mögliche Täter, kann ein Alibi vorweisen. Den Kommissaren läuft die Zeit davon: Zwei weitere ehemalige Küstenjäger werden tot aufgefunden, darunter auch Noras Bekannter Sven. Der Vorfall überschattet die Geburtstagsfeier von Noras Tochter Anna, auf der sowohl die Freundin ihres Ex-Mannes als auch Jonas, der charmante Mieter der Nachbarvilla, erscheinen. Henrik, Noras Ex-Mann, ist nach wie vor eifersüchtig und versucht, das Leben seiner Ex-Frau zu kontrollieren. Nora wird ungewollt zur Ermittlerin, als ihr Bekannter Olle, auch er ein ehemaliger Küstenjäger, sie mit auf die verlassene Insel Korsö nimmt: Hier war das frühere Trainingscamp der schwedischen Eliteeinheit. Olle lässt die Zeit als Küstenjäger Revue passieren: Eiskalte Duschen und Tauchgänge in Matsch und Exkrementen waren nur der Anfang eines betont harten Umgangs, der bei nicht wenigen der Soldaten große Aggressivität heraufbeschwor ...
17:00
Robert Cronwall wurde von seiner früheren Marineeinheit wegen seiner großen Brutalität der "Sadist von Korsö" genannt. Nachdem er jetzt spurlos verschwunden ist, liegt die Vermutung nahe, jemand wolle sich an ihm für begangene Grausamkeiten rächen. Als Mia und Thomas noch einmal Cronwalls Frau befragen, gibt diese zu, dass ihr Mann den ermordeten Psychologiestudenten getroffen hat und zur Tatzeit in Sandhamn war. Als sich dann noch dessen Computer in Cronwalls Wohnung findet, scheint er klar der Täter zu sein. Doch der ehemalige Kommandant hätte wohl kaum die Mitglieder seiner früheren Truppe getötet. Gibt es also nicht nur einen, sondern zwei Mörder? Nora erfährt indes von Olle, dass eine Einheit der Küstenjäger nicht aus sieben, sondern aus acht Mitgliedern besteht - Thomas und Mia kehren also zur Verwaltungszentrale der Küstenjäger zurück und kommen einem scheinbar tragisch verstorbenen, achten Mitglied auf die Spur. Kann es Zufall sein, dass die Schwester dieses Mannes die Apothekerin ist, die sich Mia gegenüber so unwissend gegeben hat? Obendrein sind die Tagebücher eines Küstenjägers verschwunden, in denen er auch den Todesfall des Kameraden genauer beschrieb. Die Affäre ist knifflig, denn die Polizei von Nacka muss nicht nur die jetzigen Mordfälle, sondern auch den Todesfall von vor 30 Jahren aufklären. Mit ihrem Freund Olle fährt Nora noch einmal nach Korsö, weil ihr dort etwas komisch vorkam. Auch Robert Cronwall wird von seinen Entführern an den Schauplatz des Schreckens gebracht und dort zur Rechenschaft gezogen. Nora und Olle kämpfen gegen die Zeit und begeben sich dabei selbst in akute Lebensgefahr ...
17:50
Mit gewaltiger zerstörerischer Kraft brach im Herbst 2021 auf La Palma ein neuer Vulkan aus. Tausende Häuser und landwirtschaftliche Flächen wurden zerstört. Doch der Vulkan erschuf zugleich neues Leben. Vor rund zwei Millionen Jahren türmten Unterwasservulkane gewaltige Mengen Magma auf, bis mitten im Atlantik eine Insel aus leblosem Lavagestein entstand. La Palma war geboren. Ein isoliertes neues Stück Erde, das erst vom Leben erobert werden musste. Heute beheimatet die grünste der Kanarischen Inseln ein überwältigendes und nur dort vorkommendes Artenspektrum. Hier kann man noch immer der Evolution bei der Arbeit zuschauen. Biologe Severin Irl erforscht auf La Palma, wie Artenvielfalt entsteht. Alle Arten, die hier vorkommen, müssen über das Meer einwandern und treffen auf voneinander isolierte Lebensräume. Es beginnt ein Prozess der Anpassung und Veränderung. In jeweils neuen Nischen entwickelt sich das Leben isoliert von der Ursprungsart weiter. Die Meeresbiologin Sara Gonzalez untersucht, wie die Vulkane der Insel Lebensräume verändern. Sie findet Bedingungen im Meer vor, wie sie der Klimawandel in einigen Jahrzehnten erwarten lässt. Wie werden die Arten der Weltmeere darauf reagieren? Fünf Prozent der Inseloberfläche sind jünger als 500 Jahre. Auf diesen jüngsten Flächen unseres Planeten wird sich das Leben seine Räume erobern. La Palma ist ein faszinierendes Labor der Evolution. Auf "Europas Galapagos" ist die Entstehungsgeschichte unserer Erde hautnah zu erleben.
18:35
Kiribati ist einzigartig: Als einziges Land der Erde erstreckt sich der pazifische Inselstaat über alle vier Hemisphären. Seine 32 Atolle verteilen sich über einen Ozeanraum, so groß wie ein Kontinent. Die Insel Kiritimati, auch bekannt als Christmas Island, liegt direkt auf der internationalen Datumsgrenze und gehört damit zu den ersten Orten weltweit, an denen ein neuer Tag beginnt. Doch die extreme Abgeschiedenheit im zentralen Pazifik wurde der Insel in den 1950er und 1960er Jahren zum Verhängnis: Die USA und Großbritannien testeten hier Atom- und Wasserstoffbomben. Dass sich die größte Koralleninsel der Welt heute wieder als Naturparadies mit unberührten Lagunen und Millionen von Seevögeln präsentiert, grenzt für Ranger Bauro Kampei an ein Wunder. Seit Jahren überwacht er Cook Island, ein streng geschütztes Vogelreservat. Zehntausende Seevögel brüten hier - abgeschirmt von äußeren Einflüssen. Für Bauro ist Naturschutz keine abstrakte Idee, sondern eine Verantwortung gegenüber seinen Kindern und Enkeln. Fast 3.500 Kilometer weiter westlich hat der Fischer Iotebwa Temwakei ein Leben geführt, von dem viele in Kiribati träumen. Auf Containerschiffen bereiste er die Weltmeere. Zufrieden war er auf den Ozeanen - wirklich glücklich jedoch erst, seit er in seine Heimat zurückgekehrt ist: auf die Insel Abaiang. Abaiang ist ein Ort, an dem die Zeit langsamer vergeht. Die Lagune ist viermal so groß wie die Insel selbst, das Korallenriff weitgehend intakt. Viele Menschen leben hier noch immer von dem, was das Meer ihnen gibt.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:40
Anfragen zu US-Ausbürgerung haben bei den Suchmaschinen um 1.500 Prozent zugelegt. Die Zahl der in den Niederlanden lebenden US-Bürger ist von 15.000 auf 24.000 gestiegen. In Portugal hat sie sich verdreifacht - heute liegt sie bei 15.000, und auch in Spanien ist die Zahl der Visumsanträge in neun Jahren um 70 Prozent gestiegen. 41.000 US-Amerikaner haben in Spanien mittlerweile ihren ständigen Wohnsitz. Nicht nur wohlhabende US-Bürger, sondern auch Mittelklassefamilien, alleinerziehende Mütter, Akademikerinnen und Akademiker lassen sich zunehmend in Spanien nieder. Unter ihnen: Chris Kelly mit ihrer Tochter Theresa. Sie kommen nicht mehr zurecht im neuen Amerika. Sie haben alles zurückgelassen und wollen in Barcelona ein neues Leben beginnen - weit weg von Gewalt und mit der Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität. Cepee Tabibian ist ebenfalls Teil der US-amerikanischen Diaspora in Spanien. Seit zehn Jahren lebt sie nun schon hier. Die ehemalige Personalerin hat ihr Büroleben in den USA hinter sich gelassen. Heute ist sie Influencerin und Auswanderungscoach in Malaga. Seit der Wahl Donald Trumps werden ihre Videos für einen Umzug nach Europa immer häufiger geklickt. In den sozialen Netzwerken hat sie mehr als 65.000 Follower. Vanessa Velasquez hat sich für Madrid entschieden. Sie stammt aus einer kolumbianischen Familie - die Amtssprache Spanisch war für die Wahl ihres Ziellandes entscheidend. Die junge Frau ist lesbisch und lebte in der Republikaner-Hochburg Texas. Ihre sexuelle Identität war der wichtigste Faktor bei ihrer Entscheidung die USA zu verlassen.
20:15
Wenn Menschen ihren Job verlieren, dann beginnt für Ryan Bingham die Arbeit. Im Auftrag feiger Chefs, die gefeuerten Angestellten nicht mehr in die Augen zu sehen wagen, überbringt er die schlechte Nachricht, verpackt als Chance für einen Neubeginn. Dank der Wirtschaftskrise ist er sehr gefragt - 322 Tage im Jahr jettet der Kündigungsspezialist von Firma zu Firma quer durchs Land. Die nomadische Existenz in Airport-Hotels und Businesslounges kultiviert der überzeugte Single mit sportlichem Ehrgeiz. Sein großes Ziel: Er will unter all den Vielfliegern als Siebter die sagenumwobene 10.000.000-Meilen-Schallmauer durchbrechen. Da lernt er die eloquente Geschäftsfrau Alex kennen, eine verwandte Seele, die vergessen geglaubte menschliche Regungen in ihm weckt. Zudem bringt die ehrgeizige Harvard-Absolventin Natalie Ryans penibel strukturiertes Leben durcheinander. Die neue Kollegin schlägt vor, die "Freistellungen" künftig nur noch vom Büro aus per Videokonferenz abzuwickeln. Das geht jedoch selbst dem abgebrühten Ryan zu weit ...
22:00
Es gibt viel Neues von ABBA, darunter ihr aktuelles Album und die neue Konzertshow "ABBA Voyage". Der Produzent Chris Hunt kennt die Band seit ihren Anfängen und gewährt einen Blick hinter die Kulissen. Der Film erzählt die Geschichte von ABBA von den Anfängen bis zum Erfolg mit "Mamma Mia!". Trotz Trennungen arbeiteten sie weiter zusammen, einige ihrer besten Songs entstanden aus dem Scheidungsschmerz heraus. Nach ihrer Trennung 1982 verfolgten sie verschiedene Soloprojekte, kehrten aber 2021 mit dem Album "Voyage" und einer Bühnenshow zurück, die das Publikum begeistert. Cher, Andy García, ESC-Gewinnerin Lulu, Moderator Paul Gambaccini, Choreographin Arlene Phillips, Modedesigner Owe Sandström, Regisseur Lasse Hallström, Toningenieur Michael Tretow und viele weitere kommen in der Dokumentation zu Wort. Außerdem sind einige der größten ABBA-Hits zu hören, darunter "SOS", "Mamma Mia!", "Fernando", "Dancing Queen", "Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)", "Knowing Me, Knowing You", "The Winner Takes It All" und "Thank You For the Music". Die Dokumentation erzählt die Geschichte von ABBA bis zu ihrer Trennung 1982 - und darüber hinaus. So wird ausführlich beleuchtet, wie das Musical "Mamma Mia!" entwickelt und auf die Bühne gebracht wurde, wie es zu einem der erfolgreichsten Musicals aller Zeiten wurde und in den ersten 25 Jahren mit über vier Milliarden Dollar - Bühnenshow und Filme zusammengerechnet - mehr Geld eingespielt hat als ABBA zu ihren besten Zeiten. Und sie geht auch dem Erfolg von "ABBA Voyage" auf den Grund, mit vielen spannenden Einblicken hinter die Kulissen und in die Entstehung der spektakulären Avatar-Show. Keine andere Formation ist so nachhaltig erfolgreich und bis heute ungebrochen populär wie ABBA. Die Dokumentation feiert daher nicht nur das Jubiläum der schwedischen Erfolgsband, sondern auch den wohl einzigartigsten Pop-Act der Musikgeschichte.
22:55
Die einzige Livekonzert-Doku mit der legendären Popgruppe ABBA: Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad gründeten ABBA 1972 und gewannen zwei Jahre später mit "Waterloo" den Eurovision Song Contest. Danach eroberten sie die internationalen Charts und verkauften im Laufe der Zeit über 100 Millionen Tonträger. "ABBA in Concert" entstand 1979 und zeigt Aufnahmen ihres legendären Konzerts in der Londoner Wembley-Arena. Vor einem begeisterten Publikum gibt die vierköpfige Band in bunten Ganzkörperanzügen einige ihrer größten Hits zum Besten. Auf der Setlist stehen "Waterloo", "Take a Chance on Me", "Voulez-Vous", "Chiquitita", "I Have a Dream", "Gimme! Gimme! Gimme!", "Knowing Me, Knowing You", "Summernight City", "Dancing Queen", "Does Your Mother Know" und "Hole in Your Soul". Die Kamera begleitet die Band nicht nur auf der Bühne, sondern auch beim Einsingen hinter den Kulissen, auf der Landebahn und unterwegs. Die Anstrengung der Auftritte, die Begeisterung des Publikums und der Zusammenhalt des Teams werden spürbar. Seit über 50 Jahren finden ABBA immer wieder neue Fans und gehören damit zu den ungewöhnlichsten und langlebigsten Pop-Acts überhaupt. Die Livekonzert-Doku wurde in HD-Auflösung restauriert.
23:45
Hélène ist eine unverheiratete Lehrerin in einer Kleinstadt im Südwesten Frankreichs. Sie ist die perfekte Dame: stets adrett gekleidet und in ihrem Handeln selbstbewusst und kontrolliert. Das ändert sich auch nicht, als sie Paul trifft, der von allen "Popaul" genannt wird. Er kehrt nach 15 Jahren aus dem Krieg zurück und nimmt den Betrieb der Dorfmetzgerei wieder auf. Die beiden sind sich ihrer Sonderstellung im Ort als Unverheiratete bewusst und finden beim jeweils anderen Verständnis und Nähe. So verbringen sie immer öfter Zeit miteinander: Sie essen zusammen bei ihr zu Hause oder machen einen ausgiebigen Waldspaziergang - was den Klatsch des Dorfes nach sich ziehen kann. Während Popaul Hélène bald von seinen Gefühlen für sie erzählt, hält sie ihn aus Angst vor Verletzung auf Abstand. Trotzdem schenkt sie ihm zu seinem Geburtstag ein wertvolles Feuerzeug. Kurz darauf findet Hélène bei einem Ausflug mit ihrer Schulklasse eine blutüberströmte Frauenleiche - und daneben liegt das Feuerzeug. Sie zieht den logischen Schluss, dass Popaul der Mörder sein muss. Unausgesprochen liegt diese Annahme von nun an zwischen ihnen. Hélène schwankt gegenüber Popaul zwischen Anziehung und Angst ...