05:00
Bei vielen psychischen Erkrankungen herrscht akuter Handlungsbedarf. Doch es gib zu wenige Therapeutinnen und Therapeuten, die Therapieplätze sind rar. Gefährlich lange Wartezeiten sind die Realität. Bei verschiedenen Krankheitsbildern, darunter Depressionen, Angststörungen, Borderline und Schizophrenie, verschärft sich die Lage. Denn oftmals werden sie nach dem "Passt-für-alles"-Prinzip behandelt, medikamentös oder mit Verhaltenstherapie. Dabei ist die richtige Behandlung oft höchst individuell, und eine Fehldiagnose kann fatale Folgen mit sich bringen. Irren sich Computer mit künstlicher Intelligenz seltener als Menschen mit natürlichem Sachverstand? Und sollten KI-Therapeuten Einblick in die Köpfe der Betroffenen erhalten? Mit großem Enthusiasmus und hohem Kapitaleinsatz forschen Psychiater und Neurologen nach Möglichkeiten, Künstliche Intelligenz sinnvoll zu nutzen. Es entstehen Datenmengen, die nur mithilfe von KI ausgewertet werden können. Bisher steht fest: KI kann menschliche Therapeuten in der Diagnostik unterstützen. Aber wie weit kann es gehen? Sollen wir bei Sorgen und in seelischen Notlagen die Hilfe eines digitalen Freundes suchen? Werden KI-Therapeuten zu Rettern für Millionen oder zum unkalkulierbaren Risiko?
05:55
Zuschlagen, treten, zu Boden werfen - der mittelalterliche Turniersport ist so hart und anstrengend, wie er aussieht. Ein Duell dauert bis zu eineinhalb Minuten und fordert physisch und mental Extremes ab. Beim Gruppenkampf geht es darum, die Gegner schonungslos niederzuringen. Die Waffen werden in traditioneller Weise hergestellt, sind aber aus Sicherheitsgründen ohne Spitze und scharfe Klinge. Mario Fernández, im wahren Leben Elektriker und seit drei Jahren Turnierkämpfer, fiebert auf das große Turnier an der Burg Belmonte regelrecht hin - für ihn ist es hier eine Premiere. Seit 15 Jahren trainiert er Fechten und war regionaler Meister. Im mittelalterlichen Turnierkampf kann er sich nicht nur körperlich austoben, sondern auch der Fantasie freien Lauf lassen und in der Ritterwelt schwelgen. Sein Mannschaftskapitän David Díaz Torrijos ist schon sieben Jahre dabei. Sein Ziel ist es, dem Team Bohurt La Mancha zu einer Medaille zu verhelfen. Auch Frauen kämpfen im Turnier, so wie Susana Hernández Cabo und ihre Freundinnen. Wie wird es ihnen allen dieses Jahr ergehen, wer wird den Turniersieg davontragen? Eines steht jetzt schon fest: Sie werden sich ritterlich schlagen!
06:50
(1): Pastiera, ein süßes Rezept aus Neapel (2): Nostalgiegeschmack: Liliana, eine Neaplerin in Hamburg (3): Ran an die Töpfe!
07:20
(1): Tokio: Manga oder Rezeptbuch? (2): Woher stammt Vanille wirklich? (3): Usbekistan: Atanazars frittierter Fisch (4): Frankreich: Liebesgedicht oder Flugblatt der Résistance
08:05
(1): Barcelona: Sex und Rebellion im Werk von Virginie Despentes (2): Metal, Soundtrack des finnischen Glücks (3): Hawaii: Joes Bananensalat (4): Die 400 Coups von Montauban
08:55
Tropische Krankheiten in Europa? Längst Realität. Frankreich verzeichnet seit Jahren steigende Dengue- und Chikungunya-Zahlen, 2025 mit über 800 lokal übertragenen Infektionen. In Deutschland zirkuliert das West-Nil-Virus - das dort nachweislich überwintert. Besonders betroffen sind aber Mittelmeerländer wie Griechenland, wo es jährlich zu Erkrankungen und vereinzelt auch zu Todesfällen kommt. Die Ursachen sind vielfältig: Der Klimawandel verlängert die aktive Mückensaison und beschleunigt ebenso wie die globale Mobilität die Verbreitung von Erregern und ihren Überträgern. Sinnbildlich dafür steht die Asiatische Tigermücke, die einst in den Innenwänden gebrauchter Autoreifen nach Europa gelangte. Heute ist sie in zahlreichen EU-Ländern fest etabliert. Doch auch soziale Faktoren spielen eine Rolle. Malaria beispielsweise trat in Griechenland in provisorischen Camps mit prekär lebenden Saisonarbeitern wieder auf, nachdem sie in Europa jahrzehntelang als ausgerottet galt. Behörden reagieren mit neuen Strategien: In Griechenland überwachen spezialisierte Firmen die Mückenpopulationen mit präzisen, umweltschonenden Methoden. Deutsche Institute wie das Fraunhofer IME erforschen molekularbiologische Ansätze, um Mücken als Krankheitsüberträger auszuschalten. In Frankreich setzt ein Start-up sterile Tigermückenmännchen aus, um Bestände zu reduzieren. Europa sucht nach Antworten auf eine neue gesundheitliche Realität. Nur wer versteht, wie invasive Mücken sich ausbreiten und was sie begünstigt, kann Risiken frühzeitig eindämmen.
09:50
Der Kampf gegen Malaria ist eine der größten Herausforderungen in der Geschichte der Immunbiologie. Sie gehört zu den tödlichsten Krankheiten weltweit: Mehr als 600.000 Menschen, die meisten von ihnen Kinder, fallen ihr alljährlich zum Opfer. Obwohl es sich um eine Tropenkrankheit handelt, hat die Malaria auch das Schicksal von Menschen in Europa geprägt. Heute steht die Welt an einem Wendepunkt im Kampf gegen das "Sumpffieber", denn ein Team unter Leitung von Forschenden der Universität Oxford hat einen neuen Impfstoff entwickelt. Die Dokumentation folgt diesem Wissenschaftlerteam, das schon den AstraZeneca-Impfstoff gegen COVID-19 entwickelte und zeitgleich an dem Malaria-Vakzin R21/Matrix-M arbeitete, von dem man hoffte, dass es als erste Substanz das von der Weltgesundheitsorganisation WHO propagierte Ziel einer 75-prozentigen Wirksamkeit erreicht. Über 140 Impfstoffen war dies zuvor nicht gelungen, und nur ein einziger war bisher zugelassen: Das unter dem Namen "RTS,S" oder "Mosquirix" bekannte Serum ist jedoch teuer und derzeit nur sehr begrenzt verfügbar. Noch während die Ergebnisse der klinischen Tests an Kindern von R21/Matrix-M in ganz Afrika ausgewertet wurden, hatte der größte Impfstoffhersteller der Welt, das Serum Institute of India, die riskante Entscheidung getroffen, noch vor der WHO-Zulassung mit der kostengünstigen Herstellung von Millionen Dosen zu beginnen. Bevor diese Zulassung erteilt wurde, musste das Forscherteam überzeugende Daten aus Phase-3-Tests an Tausenden Kindern vorlegen. Darüber hinaus wurde der Impfstoff strengen Qualitätsprüfungen unterzogen. Das Vorhaben, das Vakzin rechtzeitig zur Malariasaison 2024 bereitzustellen, war ein Wettlauf gegen die Zeit. Ein exklusiver, hochspannender und ergreifender Einblick in die Welt der Forschung.
10:45
Besucht wird die Ilha Formosa, die schöne Insel - wie Taiwan einst genannt wurde. Während einer Zugfahrt lässt sich die atemberaubende Landschaft und Natur der Insel im Westpazifik erleben. Das taiwanesische Streckennetz ist wie ein Kreis um die Insel gelegt und lädt daher besonders zu einer Entdeckungsreise mit dem Zug ein. Die Rundreise beginnt in Taiwans quirliger Inselhauptstadt Taipeh. Eine erste Station ist das Dorf Houtong, das für seine Katzen berühmt ist. Auf der Pingxi-Linie fährt der Zug in gemächlichem Tempo weiter vorbei an Bächen und Wasserfällen nach Shifen. Sobald der Zug die Gleise passiert hat, lassen hier junge Liebespaare Himmelslaternen aufsteigen, auf denen sie Kinderwünsche niedergeschrieben haben. Weiter geht es an der Ostküste Richtung Hualien. Die Strecke verläuft hier entlang einsamer Pazifikstrände. Dann erreicht die Bahn den ältesten Nationalpark Taiwans, den Taroko-Nationalpark. Die etwa 19 Kilometer lange Taroko-Schlucht gehört zu den Höhepunkten einer Taiwan-Reise. Hier hat sich der ungestüme, blaugrüne Fluss Liwu in Jahrmillionen bis zu 600 Meter tief in die steil aufragenden, schimmernden Felsen aus reinem Marmor gegraben. Taiwan ist aber auch bekannt für heiße Quellen. In einer 50 Grad warmen Quelle in freier Natur kann sich jeder seine eigene "Badewanne" schaufeln und das heilende Wasser genießen. Weiter geht es zur Westküste der Insel. In der Nähe von Kaohsiung geht es zum Kloster der Insel Fo Guang Shan, was so viel wie "Buddhas Berg des Lichtes" bedeutet. Dort wird man in die Geheimnisse des humanistischen Buddhismus eingeweiht.
11:55
(1): Die Currywurst, der Streetfood-Klassiker Berlins (2): Nostalgiegeschmack: Daniela, eine Deutsche in Brasilen (3): Ran an die Töpfe!
12:25
(1): Papua-Neuguinea: Hinter Irving Penns Linse (2): Kanada: Der "Icefields Parkway" (3): Irland: Benitas Algenpudding (4): Frankreich: Der Pfarrer macht sich aus dem Staub
13:10
(1): Katalonien: Nicolas de Staëls Suche nach Licht (2): Frankreich: Wo Glas auf Parfümkunst trifft (3): Zypern: Georgoullas Nudelauflauf (4): Virginia: 100 Bräute aus dem Alten Europa
14:00
Es ist Mittsommernacht: für schwedische Jugendliche ein guter Anlass, den Sommer zu feiern. Auch der 16-jährige Victor fährt mit seinen Freunden nach Sandhamn, wo am Strand eine große Party stattfindet. Er feiert ausgelassen mit Tobbe, Christoffer, Felicia und Ebba - sogar zu ausgelassen, denn er verärgert den Dealer, bei dem er Drogen kauft. Als dieser das Geld verlangt, das Victor ihm noch schuldet, kommt es am Strand fast zu einer Schlägerei. Auch unter den Freunden gibt es Streitereien, und so verabschiedet sich die Hälfte der Gruppe auf eine andere Feier. Später wacht Felicia allein an einem anderen Strand auf und wankt orientierungslos durch die Straßen von Sandhamn. Von Polizisten wird sie zum Ausnüchtern auf die behelfsmäßige Polizeistation der Insel gebracht, wo sie am nächsten Morgen auch ihre Freundin Ebba wiederfindet. Nora Linde wird von ihrer Ex-Schwiegermutter gebeten, die beiden Mädchen eine Weile bei sich unterzubringen. Auch für Noras neuen Freund Jonas lief die Mittsommernacht nicht wie geplant: Seine 14-jährige Tochter Vera ist von der großen Party am Strand nicht zurückgekommen. Je länger sie fortbleibt, desto beunruhigter werden Nora und Jonas. Der fürsorgliche Vater hält es schon bald nicht mehr aus und stellt einen Suchauftrag bei der Polizei. Zur selben Zeit macht ein Sommergast am Meer einen grausamen Fund: Ein Junge liegt erschlagen unter einem Busch. Es handelt sich um Victor, Felicias Freund. Nun rückt das bewährte Ermittlerteam Thomas und Mia an, um den Fall aufzuklären. Und das erweist sich als eine wahre Herausforderung, denn jeder der Freunde hat eine andere Version des Abends zu erzählen ...
14:45
Thomas und Mia ermitteln im Mordfall des 16-jährigen Victor im Kreis seiner engsten Freunde. Felicia, Victors Freundin, ist von der Nachricht seines Todes erschüttert - wie Victors Eltern, die sich gegenseitig die Schuld am Schicksal ihres Sohnes geben. Der junge Christoffer gibt zu, dass sein Bruder Tobbe für mehrere Stunden von der Feier an Mittsommernacht verschwunden war und Streit mit Victor hatte. Aber auch der Drogendealer Patrik, der Victor Ecstasy und Kokain verkauft hat, gerät ins Fadenkreuz der Kommissare: Er gibt an, Victor nur ein Handy verkauft zu haben, doch als Thomas und Mia sein Zuhause durchsuchen, finden sie eine große Cannabis-Zucht. Immer tiefer dringen sie nun in die Drogenszene ein: Patrik verkaufte eigentlich gar kein Kokain - hatte also noch ein zweiter Dealer, zum Beispiel der äußerst brutale Minosevitch, seine Hände im Spiel? Plötzlich taucht Jonas' Tochter Vera wieder am Hafen auf: Am Abend der Feier habe sie das Boot verwechselt und sei von einem alten Mann aus Versehen mit aufs Meer genommen worden. Doch Jonas und Nora glauben nicht, dass Vera ihnen die ganze Geschichte erzählt. Unterdessen zieht Pernilla mit ihrer Tochter wieder in die Stadt, da es ihr auf Harö - wo sie bei Thomas eingezogen war - zu einsam wird. Thomas trifft ihre Entscheidung unvorbereitet; er muss aufgrund der Ermittlungen in der Nähe Sandhamns bleiben. Für Nora und Thomas gibt es nun mehr Gelegenheiten, sich wieder etwas näherzukommen ... Die Polizisten möchten noch einmal mit Tobbe und Christoffer reden, doch deren Vater ist Anwalt und beschützt seine Söhne so gut es geht vor den Befragungen. Dann überschlagen sich die Ereignisse: Aus dem Nichts kommt es zu einem zweiten Mord ...
15:30
Unerwartet klärt sich der Mord an Patrik auf: Am Morgen kommt ein Mann aufs Polizeirevier, der die Tat gesteht. Thomas vermutet zwar, dass der Dealer Minosevitch seine Hände im Spiel hat und jemanden vorschickt, um den Verdacht von sich abzulenken, doch der Mordfall ist nun offiziell gelöst. Also können sich die Ermittler auf den Fall Victor konzentrieren. Die Polizisten erfahren von Felicia, dass sie Tobbe am Tatort gesehen hat, der so zum Hauptverdächtigen wird. Tobbe gibt zu, am Tatort gewesen zu sein, doch habe er weder Victor noch Felicia getroffen. Victors Vater Johan versöhnt sich inzwischen mit seiner Frau. Er ist weiter außer sich vor Wut und Trauer und will seinen Sohn rächen. Bei Victors Beerdigung kommt es zu einer dramatischen Szene. Jonas' Tochter Vera fasst neues Vertrauen zu Nora und erzählt ihr von der Mittsommernachtsfeier: Mit Mattias, einem älteren Jungen, war sie in ein leerstehendes Haus gegangen, wo er jedoch aufdringlich wurde. Als Mattias ihre Abwehr ignorierte, habe sie sich übergeben, um ihn von sich fernzuhalten. Nora bringt Vera ins Polizeirevier, denn die Kommissare waren auch schon auf das Haus gestoßen, in das an Mittsommernacht eingebrochen wurde. Die Kommissare wollen nun Mattias befragen, doch der rennt vom Fußballtraining weg, als er sie kommen sieht. Thomas und Mia nehmen die Verfolgung auf. Dann wird ein weiteres Indiz am Tatort gefunden: ein Stofffetzen von einer Polizeiweste. Bald erfahren die Ermittler, dass an der Weste ihres Kollegen Harry ein identisches Stück Stoff fehlt: Könnte die Polizei selbst in den Mordfall verwickelt sein?
16:15
70 Prozent der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Während Mond und Mars nahezu vollständig kartiert sind, ist der Meeresgrund bislang zu weniger als einem Promille erforscht. Die Tiefsee - der größte Lebensraum unseres Planeten - bleibt weitgehend unbekannt. Warum ist das so? "Faszination Tiefsee" folgt der Dramaturgie einer vertikalen Reise: Ebene für Ebene führt die Kamera hinab - von der lichtdurchfluteten Oberfläche bis in die tiefsten Regionen der Ozeane. Unter extremen Bedingungen - Kälte, Dunkelheit und enormem Druck - existieren hochspezialisierte Lebensformen. Der Film zeigt Tiefseebewohner, deren Lebenszyklen menschliche Zeitmaßstäbe oft sprengen. Gleichzeitig erweist sich die Tiefsee als Labor der Evolution und als Schlüsselraum für zukünftige Innovationen. Forschende untersuchen Organismen, deren biochemische Anpassungen neue Impulse für Medizin und Technologie liefern könnten. Die Tiefsee ist jedoch längst bedroht: Industrielle Fischerei, Tiefseebergbau und Rohstoffinteressen gefährden empfindliche Ökosysteme, deren Regeneration Jahrhunderte dauern kann. Zugleich ist die Tiefsee die größte Kohlenstoffsenke der Erde und von zentraler Bedeutung für das globale Klima. Der Film verknüpft Wissenschaft, Kulturgeschichte und Psychologie zu einer vielschichtigen Erzählung über das Verhältnis des Menschen zum Unbekannten - und zeigt, warum wir nur schützen können, was wir verstehen.
17:50
Irlands Norden gilt mit seinen abwechslungsreichen Küsten als besonders ursprünglich. Mit weitläufigen Sandstränden und Dünenlandschaften, Moor- und Grasland, der kargen Insel Arranmore und den Brandungspfeilern vor den steil abfallenden Küsten im Atlantik zeigen sich atemberaubende Naturkulissen. Es ist eine wenig vom Menschen beeinflusste ursprüngliche Landschaft - auch heute noch ein echter Geheimtipp. Während der Nordwesten der Insel Teil der Republik Irland ist, gehört der Nordosten zu Großbritannien. Besonders im felsigen Nordwesten Irlands spielt sich das Leben hauptsächlich an der Küste ab. Das Leben hier ist geprägt von Tradition und Handwerk und genauso abwechslungsreich wie die Landschaft selbst. Das Reiten irischer Zuchtpferde ist auf den weitläufigen Sandstränden ein Gemeinschaftserlebnis und für die Iren ein sozialer Kitt quer durch alle Schichten. In Antrim, auf gewaltigem weitem Grün, wird schon seit den ersten Siedlern Schafzucht betrieben. Es ist die am dichtesten mit Schafen besiedelte Region in Europa, ein traditionelles Handwerk bis heute - ebenso wie die Fischerei zur See oder die Instandhaltung einer hundert Jahre alten Schutzmauer oben in den höchsten Bergen Nordirlands. Für die Extremkletterer an den steilen Klippen in der wilden Landschaft Donegals wie für die Einwanderer auf der Suche nach dem Inselidyll hält die Natur stets Herausforderung und Abenteuer bereit. Trotz der oft schwierigen Lebensbedingungen finden die Menschen überraschende Wege, diesen zu trotzen.
18:30
Die steilen Klippen sind das Wahrzeichen Irlands und die Cliffs of Moher eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Irlands rauer Westen ist vor allem vom Rückgang der letzten Gletscher geprägt. Der Burren war einst ein Korallenriff und ist heute ein einzigartiger Naturraum mit unterirdischem Fluss- und Höhlensystem. Dort haben sich seltene, teils arktische, teils mediterrane Pflanzen angesiedelt. In der Region wollen junge Landwirte mit nachhaltiger Viehzucht die natürliche Artenvielfalt erhalten. Vor den Küsten der Region Connemara gewinnen Forschende Wissen über das maritime Leben und suchen innovative Wege, um das Meer als Nahrungsquelle zu nutzen. Weiter draußen vor der Küste liegen die Aran-Inseln. Inishmore, Inishmaan und Inisheer trotzen dem rauen Atlantik. Auch hier wird von der Natur gelernt und von der Kultur gelebt. Noch immer wird das karge Land auf traditionelle Weise bestellt, Trockenmauern bieten Kühen und Schafen Schutz vor den strengen Winden. Das irisch-gälische Brauchtum wird auf den Inseln besonders gepflegt. Hier wird die uralte irische Sprache keltischen Ursprungs gesprochen und an die nächste Generation weitergegeben. Die wilde Landschaft des irischen Westens ist über Jahrtausende von Menschen geformt. Hochmoore überdecken wie ein Teppich die Überreste früher Besiedlung. Im County Mayo finden Archäologen prähistorische Geheimnisse wie Mauerreste und Einfriedungen im Hochmoor. Auch wenn der Einzug der Moderne vieles verändert hat, bewahren die Bewohnerinnen und Bewohner des Westens ihre Traditionen und lassen alte Bräuche wiederaufleben.
19:20
Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.
19:35
19:40
Es ist ein Defilee der Lowrider, Muscle Cars und Chrom-Limousinen: Seit den 1950er Jahren importiert Schweden mit Leidenschaft alte amerikanische Straßenkreuzer. Am Steuer sitzen Pomadehelden und Frauen in Petticoats oder Cowboystiefeln. Viele Fahrerinnen und Fahrer verkleiden sich für die "Classic Car Week" im Stil des Jahrzehnts, aus dem ihr Oldtimer stammt. Rockabilly-Musik tönt hier aus den Lautsprechern, aber auch Techno oder Country. Mit Cruisings, Auto-Shows und Wettbewerben um das schönste oder originellste Auto ist das Gipfeltreffen in Rättvik am Siljansee die verrückteste Verneigung vor der Oldtimerkultur - und mehr als das. Viele sagen, es sei diese Leidenschaft für Ami-Schlitten, die die Menschen in Schweden am stärksten zusammenbringt. Nicht selten sind es Menschen aus der Arbeiterklasse und Underdogs, die einmal im Jahr hierherkommen, um sich selbst und ihr Auto zu feiern, eine echte Subkultur. Hier kann man Low Rider bestaunen, deren Karosserie nur Millimeter über dem Asphalt schwebt, aber das Selbstbewusstsein der stolzen Besitzer und Besitzerinnen hebt. Denn nicht nur gepflegte Oldtimer fahren hier auf, sondern auch Schrottkarren, "Pilsnerbilar", außen vom Rost zerfressen und verbeult, ausgerüstet mit fetten Soundsystemen. Ein Festival, das den Kult um alte Superschlitten zelebriert - und einen Lifestyle, der einen neuen Blick auf Schweden erlaubt. Die Reportage cruist mit Alex, Evelina und Liam durch den schwedischen Sommer und zeigt ein Schweden, das ganz anders ist als das Volvo-Bullerbü-Idyll.
20:15
Von spartanischen Armeezelten zum High-End-Luxus: Die Dokumentation "Alles inklusive - Die Geschichte des Cluburlaubs" nimmt Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Zeitreise zu den Wurzeln eines globalen Urlaubsphänomens. Alles begann 1950 in einem Pinienwald auf Mallorca. Dort verwirklichte der Belgier Gérard Blitz seine radikale Vision einer klassenlosen Gesellschaft unter der Sonne, fernab der bürgerlichen Normen der Nachkriegszeit. Sein Club Med wird weltweit zum Vorbild des All-inclusive-Urlaubs. Dank exklusiver Archivaufnahmen werden die wilden Gründerjahre wieder lebendig - eine Ära, in der die Clubs als Orte der Freiheit, der Gleichheit und der sexuellen Freizügigkeit galten. Prominente Zeitzeugen berichten von der magischen Aufbruchstimmung: Allen voran Serge Trigano, der als Sohn des Mitgründers und späteren CEO die Geschichte des Club Méditerranée wie kein Zweiter kennt. Auch die 95-jährige Monique Levy, eine Gästin der ersten Stunde, lässt die Zuschauer am "Zauber des Clubs" teilhaben. Die Doku beleuchtet zudem den Aufstieg des deutschen Pendants: Der Robinson Club auf Fuerteventura wurde in den 1970er Jahren auch durch einen Besuch von Bundeskanzler Willy Brandt zum Inbegriff des deutschen Club-Booms. Animateure von damals und heute berichten, was den Club-Vibe ausmacht - und wie er sich über die Jahrzehnte verändert hat. Der freizügige Gemeinschaftsurlaub hat sich heute zur hochprofessionellen Urlaubsmaschinerie gewandelt, in der Luxus und Wellness den Ton angeben. Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen der perfekten Ferienwelt.
20:55
Ibiza wird Mitte des vergangenen Jahrhunderts ein Sehnsuchtsort für Prominente, aber auch für Aussteiger aller Art. Bis heute hat sich die Sonneninsel ein besonderes Lebensgefühl bewahrt: Ibiza gilt als Hort der Freiheit. Den großen Aufschwung erlebt die Insel in den 1960er Jahren. Es kommen junge Französinnen und Franzosen, die den Pariser Studentenunruhen entfliehen, und junge Amerikaner, die nicht im Vietnamkrieg kämpfen möchten. Eine bunte Mischung von Aussteigern und Hippies aus der ganzen Welt, die auf Ibiza das gute Leben zu finden hoffen. Gleichzeitig gehört die Insel zu den ärmsten Regionen Spaniens, die Landbevölkerung lebt einfach und traditionell. Welten prallen aufeinander. In Spanien herrscht derweil eine repressive Militärdiktatur: General Franco regiert das Land mit eiserner Hand. Auf der Insel kommt es zu Zusammenstößen von Hippies und Polizei. Doch mit der Zeit arrangieren sich die Inselbewohner mit den langhaarigen Fremden. Nirgendwo in Spanien lässt es sich zu dieser Zeit so frei leben wie auf Ibiza. Und mit Francos Tod im Jahr 1975 brechen alle Dämme. Immer mehr Menschen, darunter Stars wie Bob Marley, Ursula Andress und Freddie Mercury, verfallen der Magie der Sonneninsel. In Bauernhäusern entstehen Clubs, die heute zu den größten der Welt gehören. Doch die Geschichte Ibizas bietet mehr als nur Partys und Sundowner: Wie kaum ein anderer Ort im Mittelmeerraum hat sich die Insel ein freiheitliches Lebensgefühl bewahrt, das noch heute den Mythos Ibiza prägt.
21:40
Tommys Gerichtsverhandlung rückt näher und Catherine wittert Unheil. Dennoch findet Ryan erneut einen Weg, Catherine zu hintergehen. Zudem wird eine junge Mutter vermisst. Auch die finale Staffel "Happy Valley" baut auf die Spannung zwischen den zwei Hauptcharakteren Catherine und Tommy und zeichnet zugleich ein kritisches Bild von strukturellen Schwächen des britischen Staates.
22:40
Ein Straftäter ist auf freiem Fuß. Während Catherine versucht, ihre Familie zu beschützen, laufen parallel die Ermittlungen an, um den Mörder einer jungen Mutter zu finden. Auch die finale Staffel "Happy Valley" baut auf die Spannung zwischen den zwei Hauptcharakteren Catherine und Tommy und zeichnet zugleich ein kritisches Bild von strukturellen Schwächen des britischen Staates.
23:40
Während Ryan vor einem moralischen Dilemma steht, ist Catherine dem Flüchtigen auf den Fersen. Die Lage spitzt sich immer weiter zu und endet in einem letzten Showdown. Auch die finale Staffel "Happy Valley" baut auf die Spannung zwischen den zwei Hauptcharakteren Catherine und Tommy und zeichnet zugleich ein kritisches Bild von strukturellen Schwächen des britischen Staates.