Nicht verpassen! Erlebe die komplette Fußball-WM 2026 in unserer TV.de WM App und hier auf TV.de. Die Fußball-WM 2026 auf TV.de
Jetzt 20:15 22:30
Zeit auswählen
Datum auswählen
Mo Di Mi Do Fr Sa So 22 23 24 25 26 27 28 29 30 01 02 03 04 05 06 07 08 09 10 11 12

TV Programm für ARTE am 06.07.2026

Europa glüht 05:00

Europa glüht: Wie Hitzewellen unser Leben verändern

Dokumentation

"Bei einer Hitzewelle mit Spitzentemperaturen von 45 Grad Celsius rechnen wir in Sevilla mit einem Anstieg der Übersterblichkeit von 30 bis 40 Prozent", sagt der Physiker José María Martín-Olalla. Er leitet ein Projekt, das die Bewohner der andalusischen Metropole für die Hitzegefahr sensibilisieren will, indem es bevorstehende Hitzewellen mit Namen versieht. Solche Maßnahmen gewinnen zunehmend an Bedeutung, denn viel zu lange wurden Hitzewellen und ihre Konsequenzen unterschätzt. Zwar kann unser Körper auf eine Reihe von Abkühlungsmechanismen zurückgreifen, jedoch stoßen diese schneller an ihre Grenzen als bisher vermutet, wie die Humanphysiologin Lisa Klous und ihr Kollege Boris Kingma von der niederländischen Forschungsorganisation TNO erklären. Besonders in Städten ist die thermische Belastung hoch. So führte der Rekordsommer 2003 in Paris zu apokalyptischen Zuständen, wie sich François Michaud Nérard, damals Leiter der Pariser Bestattungsbehörde, erinnert. In Zukunft sind laut dem Klimaphysiker Erich Fischer sogar Temperaturen von 50 Grad Celsius für die französische Hauptstadt nicht auszuschließen. Doch auch außerhalb der Städte stellen uns Hitzewellen vor enorme Herausforderungen. In der andalusischen Provinz Jaén gefährden sie zusammen mit lang anhaltenden Dürreperioden die Olivenernte. Und selbst im Mittelmeer steigen die Temperaturen bedrohlich an, wie die Ozeanographin Karina von Schuckmann vom Forschungsinstitut Mercator Ocean International warnt. Welchen Einfluss haben Hitzewellen auf unser bisheriges Leben? Wie werden sie sich in Zukunft entwickeln? Und welche Anpassungsstrategien stehen uns angesichts der neuen Hitzerealität zur Verfügung? Drängende Fragen, auf die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Europa Antworten suchen.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Dolomiten: Die Bergführer von San Martino

Reportage

Es ist die Geschichte des berühmtesten und ältesten Bergsteigervereins der Dolomiten: Aquile di San Martino ("Adler von San Martino"). Ihren Namen bekam die Truppe einst für ihre außergewöhnliche Tapferkeit, ihren Mut und ihren großen Respekt vor den Bergen. Die Zuschauer lernen zwei Bergführer der Truppe kennen: Rocco, den ältesten und erfahrensten aktiven "Adler", und den jungen Livio, der in seiner letzten Phase der Bergführerausbildung ist und in einer Expedition, zusammen mit Rocco, diese letzte Hürde nimmt, bevor er auch ein "Adler" wird. Während einer herausfordernden Expedition an einer Extremwand des Gebirgszuges Pale di San Martino muss Rocco seine Kunden (die bereits gute Kletterer sind) die Wand hinaufführen und beschützen. Gleichzeitig muss Livio diese Expedition als letzten Test absolvieren, bevor er sich den Adlern von San Martino anschließt. Werden sie es alle schaffen?

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Pasta

Essen und Trinken

Die Sendung blickt tief in die Geschichte und Kultur der Pasta: Im alten China erfunden, gelangte sie über arabische Händler nach Italien. Lange Zeit war sie dort nicht sehr bekannt. Die Pasta, wie wir sie kennen, ist gar nicht so alt. Zwischendrin versuchten Faschisten sogar, sie den Italienern abzugewöhnen. Das scheiterte zum Glück! Auch aus der asiatischen Küche ist die Nudel nicht wegzudenken. Dort ist das Nudelessen weniger streng, man darf sie sogar genüsslich aufschlürfen. Lucie verrät ihr Geheimnis der klassischen Trüffel-Tagliatelle und ihre ganz eigene Kreation: Möhren-Gnocchi in einer pikanten Möhrensoße. Außerdem erklären Experten, warum Kinder weltweit so gern Nudeln ohne Soße essen, wie gesund Pasta ist und warum sich auf ungekühlten Nudeln Keime bilden, die tödlich werden können.

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Margaret Meads Papua-Neuguinea / Toulouse / Deutschland

Magazin

(1): Margaret Mead, auf der Suche nach den Papua-Frauen (2): Toulouse: Ein Hauch von Art Déco (3): Irland: Schwarzbrot und Scones von Pádraig (4): Deutschland: Tauben als Fotografen

Stadt Land Kunst 08:05

Stadt Land Kunst: Lissabon / Usbekistan / Hendaye

Magazin

(1): Lissabon: Der befreiende Kamerablick von Paulo Rocha (2): Usbekistan: Papier ist Gold wert (3): Zypern: Georgias Halloumi-Sandwiches (4): Hendaye: Königliches Lösegeld

Als der Reichstag brannte 08:55

Als der Reichstag brannte

Geschichte

Im Jahr 1928 steht Deutschland am Rande eines Bürgerkriegs. Kommunisten und Nationalsozialisten liefern sich Kämpfe auf den Straßen und an den Wahlurnen, um die Mehrheit im Reichstag zu erlangen. Wahl um Wahl erobern Adolf Hitler und seine Partei die politische Landschaft, während seine Braunhemden bei politischen Gegnern Angst und Schrecken verbreiten. Am 30. Januar 1933 wird Hitler dank einer wackeligen Koalition mit der nationalkonservativen DNVP Reichskanzler. Kurz darauf sorgt das Gerücht eines bevorstehenden Staatsstreichs für zusätzliche Verunsicherung. Am 27. Februar 1933 werden mit dem Brand des Reichstagsgebäudes alle Befürchtungen wahr. In dem brennenden Gebäude wird ein Mann aufgegriffen: der 24-jährige arbeitslose Niederländer Marinus van der Lubbe, der als Kommunist gilt - in den Augen der Nationalsozialisten ein Bilderbuchtäter. Der Vorwand ist gefunden, über Nacht Tausende Oppositionelle zu verhaften und in den ersten nationalsozialistischen Konzentrationslagern zu internieren. Darunter befinden sich auch drei bulgarische "Agitatoren" und der Fraktionsvorsitzende der Kommunisten im Reichstag, die zu Komplizen des jungen Niederländers erklärt werden. Binnen weniger Wochen wird Deutschland zur Diktatur: Der Kanzler erhält die volle Macht, während seine Milizen auf den Straßen im Namen der Partei Terror verbreiten. Außerhalb Deutschlands organisiert sich Widerstand: Die Kommunisten beschuldigen ihrerseits Goebbels, Göring beziehungsweise die SA, den Brand gelegt zu haben. Die Nationalsozialisten reagieren mit einem Schauprozess gegen die mutmaßlichen Reichstagsbrandstifter. Drei Monate lang werden alle Verhandlungen aufgezeichnet. Mehr als 200 Zeugen und Sachverständige treten unter strenger Kontrolle der Propaganda in den Zeugenstand. Die Schuld von Marinus van der Lubbe scheint außer Zweifel zu stehen ...

Die Karakal-Katze 10:25

Die Karakal-Katze: Von der Savanne nach Kapstadt

Tiere

"Karakal-Katze - Von der Savanne nach Kapstadt" erzählt die Geschichte einer jungen Raubkatze, eines Karakals, die es in die Stadt verschlägt. Nach erfolglosen ersten Jagdversuchen in der Savanne gelangt die Raubkatze auf ihren Streifzügen in die Vororte von Kapstadt. Hier nutzt sie ihre scharfen Sinne und ihre phänomenale Sprungkraft, um sich an die vom Menschen gestaltete Umgebung anzupassen. Sie erlegt auf Golfplätzen Kaninchen und jagt Ratten in den Scheunen. Das Weibchen lässt sich eine tote Robbe schmecken, die das Meer in die Bucht gespült hat, und dringt sogar in einen Vorgarten ein, um Hundefutter zu stehlen. Es trotzt Gefahren wie dem Autoverkehr und ebenfalls den in Richtung Stadt abgewanderten großen Raubtieren. In Kapstadt leben rund 60 Karakale am Rande der menschlichen Zivilisation. Gelegentlich kreuzen Vorstadtbewohner den Weg der scheuen Tiere und teilen Bilder in den sozialen Netzwerken. Mit Unterstützung des "Urban Caracal Project" der Universität Kapstadt hat das Filmteam die Raubkatzen über zwei Jahre lang begleitet. Der Film dokumentiert das Leben der Karakale in dieser ungewöhnlichen Umgebung und verdeutlicht die erstaunliche Fähigkeit vieler Tierarten, sich an die rasante Verstädterung anzupassen.

Abenteuer Archäologie 11:20

Abenteuer Archäologie: Der Totenkult der Chachapoya

Archäologie

Vom 8. bis zum 16. Jahrhundert lebte in den peruanischen Anden am Rande des Amazonasgebiets ein Volk, dessen Spuren die Archäologen lange Zeit in Staunen versetzte: die Chachapoya. Sie galten als blutrünstige Krieger und praktizierten einen seltsamen Totenkult. In Kuélap, der größten Stadt der Chachapoya, wurden sowohl in der Festungsmauer als auch im Boden und in Häuserfundamenten zahlreiche Gebeine entdeckt. Bei Ausgrabungen an einem Gebäude stellte man fest, dass es voller Menschenknochen war. Handelte es sich bei dieser Stadt nun um eine Festung, wie man lange geglaubt hatte, oder um einen Friedhof auf über 3.000 Meter Höhe? Das war nicht die einzige offene Frage. Auch andere Funde gaben den Archäologen Rätsel auf: Was hat es mit den über das Tal blickenden Sarkophagen mit Menschenköpfen auf sich? Woher kamen sie? Wessen Gebeine wurden darin aufbewahrt? Noch beeindruckender sind die direkt an den Felsklippen gebauten Mausoleen aus Stein und Mörtel in mehreren Hundert Meter Höhe. Im Inneren dieser Mausoleen, die von den Lebenden offenbar häufig besucht wurden, stießen die Archäologen auf in Stoff gewickelte Gerippe. Waren die Chachapoya vom Tod besessen? Die anthropologische Forschung sowie die geduldige Arbeit der Archäologen haben ermittelt, welche Beziehung die Chachapoya zu den Toten unterhielten. Sie waren in Wirklichkeit alles andere als blutrünstig und morbid, sondern standen über 800 Jahre lang in einem seligen, innigen Verhältnis zu ihren Vorfahren. Das Schicksal der Lebenden war für sie eng mit dem der Toten verknüpft.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Senegal: Thiéré

Essen und Trinken

(1): Thiéré, der Couscous des Senegals (2): Nostalgiegeschmack: Astou, eine Senegalesin in Guérande (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Joseph Beuys' Rhein / Bretagne / New Mexico

Magazin

(1): Der mystische Rhein von Joseph Beuys (2): Bretagne: Ein Lied namens Gwerzioù (3): Usbekistan: Der Gemüsereis von Umida (4): Sturmwarnung in New Mexico

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Creuse / Brasilien / USA

Magazin

(1): Die Creuse: Wo sich Claude Monet neu erfand (2): Brasilien: Ein Tanz gegen die Sklaverei (3): Hannover: Die Rinderrouladen von Klaus (4): USA: Jazzklänge im Weißen Haus

Zwölf Uhr mittags 14:00

Zwölf Uhr mittags

Western

Sheriff Will Kane möchte nach seiner Heirat mit der Quäkerin Amy als Sheriff zurücktreten. Am selben Tag erhält er jedoch die Nachricht, dass Frank Miller, ein gefährlicher Bandit, den er vor Jahren hinter Gitter brachte, mit dem Zug unterwegs in die Stadt ist, um sich an ihm zu rächen. Aus Angst drängt die Gemeinde daraufhin ihren Sheriff aus dem Ort. Doch kurz nach seiner überstürzten Abreise kehrt er zurück, gegen den Willen seiner Frau Amy: Kane will bleiben und sich Miller stellen. Der Zug wird um 12 Uhr mittags ankommen. Als Amy ihn vor die Wahl stellt, sich zwischen ihr und der Stadt zu entscheiden, entscheidet Kane sich dafür, seine Gemeinde zu schützen. Doch im Ort wird ihm jede Unterstützung verweigert. Alle drängen ihn, auch Helen, seine einstige Geliebte, die Stadt zu verlassen. Kane gibt nicht nach und bleibt. Schließlich ist es 12 Uhr mittags ... Als der Film 1952 in die Kinos kam, reagierte das Publikum teils empört, denn er erfüllte die Erwartungen an einen typischen Western nicht. Statt Action wurden emotionale Dialoge geboten - aber auch große Spannung. Inzwischen gilt "Zwölf Uhr mittags" als Meisterwerk und wurde 2007 vom American Film Institute auf Platz 27 der 100 besten US-amerikanischen Filme aller Zeiten gesetzt.

Nahschuss 15:20

Nahschuss

Drama

Für den bekennenden Kommunisten Franz Walter lässt es sich sehr gut leben in der DDR. Zumal als dem aufstrebenden Akademiker eine unerwartet frühe Professur und eine moderne Wohnung im Zentrum Ost-Berlins in Aussicht gestellt werden. Im Gegenzug unterstützt Franz für ein Jahr den Auslandsnachrichtendienst der DDR, die Hauptverwaltung Aufklärung (HVA), und verpflichtet sich zu uneingeschränkter Systemtreue. Als er mit seiner Verlobten Corina seine neuen vier Wände betritt, meint Franz, das große Los gezogen zu haben. Auch in seinem neuen Vorgesetzten Dirk findet er schnell einen Freund und Mentor. Sein erster Einsatz führt Franz nach Hamburg. Ziel ist es, einen geflüchteten Fußballspieler zu beschatten. Ruf und Ehre der DDR stehen auf dem Spiel. Anfangs sind seine Ermittlungen erfolgreich, doch Franz verstrickt sich immer tiefer in die Zersetzungsmethoden der DDR. Vor erpresserischen Mitteln bis hin zur psychischen Zerstörung schreckt das Regime nicht zurück ... Franz fühlt sich zunehmend unwohl und beginnt den Rückzug in die Isolation. Corina ringt um das Vertrauen ihres Ehemanns, während seine HVA-Kollegen zu immer drastischeren Mitteln greifen. Mittlerweile innerlich zermürbt, zieht Franz die Reißleine. Er will aufhören, doch der Geheimdienst will ihn nicht gehen lassen. Bald ist Franz bereit, alle Grenzen zu überschreiten - und alles zu riskieren. Er will geheime Unterlagen entwenden und sie nach seiner Flucht in den Westen an den Bundesnachrichtendienst (BND) übergeben. Doch so weit kommt es nicht; der Plan fliegt auf. Der Überlebenskampf gegen ein erbarmungsloses System beginnt ...

Abenteuer Archäologie 17:20

Abenteuer Archäologie: Die heilige Geografie der Inka

Archäologie

Zwei berühmte archäologische Stätten in Peru, die im 15. Jahrhundert gegründete Inka-Hauptstadt Cusco und der sagenumwobene königliche Palast in Machu Picchu von circa 1450, bergen kaum noch Geheimnisse für die Wissenschaft. Das Interesse der Forschung konzentriert sich derzeit ganz auf ein anderes, weit weniger bekanntes Juwel der Inka-Architektur: die Ruinenstadt Choquequirao. Sie liegt rund 100 Kilometer von Machu Picchu entfernt und erhebt sich in über 3.000 Meter Höhe über einen der tiefsten Canyons der Welt. Im 15. Jahrhundert bauten die Inka die spektakuläre terrassenförmige Anlage, die sich über mehr als 100 Hektar erstreckt, mit bloßen Händen in den Berg. Warum verwendeten sie eine solche Energie darauf, in dieser entlegenen Andenregion eine Stadt zu errichten? Was mag sie dazu bewogen haben, ein Zeichen ihrer Kultur in die schroffe Landschaft zu setzen? Um den Geheimnissen von Choquequirao auf die Spur zu kommen, bedienten sich die Wissenschaftler um den Archäologen Thibault Saintenoy der Methoden der Landschaftsarchäologie. Diese untersucht, wie eine Kulturlandschaft durch den Eingriff des Menschen in seine natürliche Umwelt entsteht. Mittels einer Drohne filmte Thibault Saintenoy mehrere Tausend Luftbilder von der Anlage. Anschließend erstellten die Forscher eine Fotogrammetrie und ein dreidimensionales Modell von Choquequirao. Die Analyse des Stadtplans und der Ausrichtung der Bauten innerhalb der Landschaft ergab, dass jedes Element der Umgebung - Berge, Gletscher, Fluss und selbst der Sternenhimmel - eine tiefere Bedeutung für die Inka hatte. Die Andenstadt entspricht also einer "heiligen Geografie": einer in die Gebirgslandschaft eingeschriebenen Weltvorstellung.

Mächtige Winde 17:50

Mächtige Winde: Chinook, der warme Wind der Rocky Mountains

Natur und Umwelt

Der Chinook entsteht, wenn feuchte Winde vom Pazifik auf die schneebedeckten Hänge der Rocky Mountains treffen. Dabei kondensiert die Luftfeuchtigkeit und fällt als Regen oder Schnee. Der nun trockene Wind heizt sich kontinuierlich auf, während er an der Ostseite des Gebirgskamms wieder absinkt. Im Tal kommt er als überraschend warmer Föhn an. Für die Menschen ist dieser Wärmeeinbruch mitten im Winter eine echte Herausforderung. Manchmal steigen die Temperaturen innerhalb einer Stunde von minus 20 auf plus 10 Grad Celsius. Im Krankenhaus von Calgary reiht sich Migränepatient an Migränepatient, die Farmer haben plötzlich mit Trockenheit zu kämpfen und die heiligen Berge der indigenen Blackfoot erodieren unter der Kraft des Windes. Der Chinook macht den Menschen zu schaffen und hinterlässt tiefe Spuren in der Landschaft des nordamerikanischen Westens. Aber er ist auch wunderschön: Er sorgt für ein beeindruckendes Farbenspiel am Himmel, das amerikanische und kanadische Künstler einzufangen versuchen. Der Chinook - ein besonderes Naturschauspiel.

Mächtige Winde 18:35

Mächtige Winde: Mistral, der Wind des Meisters

Natur und Umwelt

Früher hieß es, der Mistral könne Stieren die Hörner abreißen und junge Frauen schwängern. Diese alten Sprüche sind Geschichte, aber der "Herr der Winde" ist auch heute noch gefürchtet. Der Mistral ist aus der provenzalischen Kultur nicht wegzudenken: Er formt die Landschaft, bestimmt die Anbaupraktiken, kristallisiert das Salz, inspiriert Künstlerinnen und Künstler. Und im Sommer verstärkt er die Waldbrände im Südosten Frankreichs. Der kalte und stürmische Fallwind weht durch das südliche Rhônetal und bahnt sich seinen Weg durch atemberaubende Landschaften, vom Mont Ventoux bis zu den Salzmarschen von Aigues-Mortes. Segensreich und zerstörerisch zugleich, zwingt der Mistral Mensch und Natur, sich anzupassen. Er ist ein nützlicher Helfer: Die Winzer verlassen sich auf ihn, die Müller versorgt er mit der nötigen Energie für ihre Mühlen und in den Salzgärten der Camargue trocknet er die Marschen aus und lässt die Salzkristalle wachsen. Sein dämonisches Gesicht zeigt er, wenn er im Sommer die Brände in den trockenen Wäldern der Alpilles antreibt oder das Meer vor den Frioul-Inseln gefährlich aufwühlt. Der Mistral weht über Weinberge und Dörfer, über Schluchten und Sümpfe, über Klippen und Meer. Wer ihm folgt, entdeckt die Geschichte einer wunderschönen Region und erfährt, wie sich Mensch und Natur im Laufe der Jahrhunderte an den kalten und stürmischen Fallwind aus dem Norden und Nordwesten angepasst haben.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Re: 19:40

Re:: FKK vor dem Aus?

Reportage

Die Freikörperkultur, kurz FKK, lebt Jeannette Langner aus Zwickau schon seit ihrer Kindheit in der DDR - damals keine Besonderheit. An der Ostsee tummelten sich Tausende nackte Badegäste, FKK oder Naturismus stand für Toleranz, Freiheit, Naturverbundenheit. Doch seit der Wende 1990 hat die Szene knapp die Hälfte ihrer Mitglieder verloren - immer mehr Menschen tragen ihre Badehosen auch im FKK-Bereich und blicken wertend auf die gelebte Nacktheit. Seit 2025 gilt daher sogar an einigen deutschen FKK-Stränden Nacktpflicht. Jeannette findet das gut. Sie hält Naturismus für schützenswert, will FKK sogar als immaterielles Kulturerbe bei der Unesco anmelden. Als Vorsitzende des Vereins Get Naked Germany kämpft sie mit dem Nachwuchsmangel. Durch besondere FKK-Erlebnisse versucht der Verein gezielt Jüngere zu erreichen: Wanderungen, Museumsbesuche oder mal eine Weinverkostung? Das muss Jeannette zufolge auch nackt möglich sein. Blöd nur, dass es bei der Online-Präsenz hakt. Denn in der digitalen Welt dominieren perfekte Körper und glatte Haut, keine Dehnungsstreifen oder Falten. Nackte Durchschnittskörper werden zensiert und tabuisiert. Die junge Britin Saoirse Newhouse steht vor einem ganz ähnlichen Problem. Auch sie möchte sich für unbeschwerte Nacktheit stark machen und tritt als Botschafterin für den Dachverband British Naturism in dessen Social-Media-Kanälen auf. Für die 21-Jährige ist Naturismus auch ein Akt der Rebellion - den eigenen Körper annehmen, ohne sich zu verstecken.

Nickelodeon 20:15

Nickelodeon

Komödie

Chicago, 1910: In den Pionierjahren des Films wird der erfolglose Anwalt Leo Harrigan vom Produzenten H.H. Cobb als Autor für kurze Stummfilmszenen engagiert. Cobb führt als unabhängiger Produzent einen Kleinkrieg gegen die Motion Picture Patents Company (MPPC), die das Patent auf Filmkameras für sich reklamiert und für alle Filmaufnahmen Gebühren einfordert. Als einer von Cobbs Regisseuren ausfällt, wird Harrigan nach Kalifornien geschickt, um ihn zu ersetzen. Gleich am ersten Drehtag wird im Auftrag der MPPC auf die Filmkamera geschossen. Der Schütze ist Tom Greenway, genannt Buck. Nachdem sie sich ausführlich geprügelt haben, schließen Buck und Harrigan Freundschaft und Buck wird der neue Hauptdarsteller. Ein Jahr später dreht das Team bereits routiniert Slapstick-Filme ohne Drehbuch. Kathleen Cooke, eine flüchtige Bekanntschaft von Buck und Harrigan, sorgt durch ein Missgeschick ungewollt für spektakuläre Filmaufnahmen: Wegen ihrer Kurzsichtigkeit rempelt sie einen Helfer um, verknotet sich im Halteseil eines Heißluftballons und fliegt mit Buck davon. Alice, das einzige minderjährige Ensemblemitglied, erfindet eine an "Romeo und Julia" angelehnte Storyline, und mit ein paar Nachdrehs wird aus der Zufallsszene ein phänomenal erfolgreicher Film. Doch der Erfolg währt nicht lange. Harrigans Liebe zu Kathleen erzeugt Spannungen, als sie Buck heiratet. Und der Versuch, beim Produzenten Cobb eine Gewinnbeteiligung auszuhandeln, endet in der Entlassung der gesamten Crew. Doch in Hollywood warten neue Jobs, neue Geschichten und neue Liebschaften ...

Der Schlachter 22:10

Der Schlachter

Kriminalfilm

Hélène ist eine unverheiratete Lehrerin in einer Kleinstadt im Südwesten Frankreichs. Sie ist die perfekte Dame: stets adrett gekleidet und in ihrem Handeln selbstbewusst und kontrolliert. Das ändert sich auch nicht, als sie Paul trifft, der von allen "Popaul" genannt wird. Er kehrt nach 15 Jahren aus dem Krieg zurück und nimmt den Betrieb der Dorfmetzgerei wieder auf. Die beiden sind sich ihrer Sonderstellung im Ort als Unverheiratete bewusst und finden beim jeweils anderen Verständnis und Nähe. So verbringen sie immer öfter Zeit miteinander: Sie essen zusammen bei ihr zu Hause oder machen einen ausgiebigen Waldspaziergang - was den Klatsch des Dorfes nach sich ziehen kann. Während Popaul Hélène bald von seinen Gefühlen für sie erzählt, hält sie ihn aus Angst vor Verletzung auf Abstand. Trotzdem schenkt sie ihm zu seinem Geburtstag ein wertvolles Feuerzeug. Kurz darauf findet Hélène bei einem Ausflug mit ihrer Schulklasse eine blutüberströmte Frauenleiche - und daneben liegt das Feuerzeug. Sie zieht den logischen Schluss, dass Popaul der Mörder sein muss. Unausgesprochen liegt diese Annahme von nun an zwischen ihnen. Hélène schwankt gegenüber Popaul zwischen Anziehung und Angst ...

Tagebücher eines Missbrauchs 23:45

Tagebücher eines Missbrauchs

Dokumentarfilm

Als die 28-jährige angehende Journalistin Shiori Ito im Mai 2017 ihre Vergewaltigungsvorwürfe gegen einen prominenten Fernsehmann und Biografen des damaligen Premierministers Shinzo Abe öffentlich macht, sieht sie keine andere Möglichkeit, um Japans veraltete Gesetze zu sexuellen Übergriffen zu ändern. Ihre Pressekonferenz schockiert die Öffentlichkeit in einer Gesellschaft, in der es als unschicklich gilt, sich zu solchen Themen zu äußern. Innerhalb weniger Tage gerät Shiori ins Zentrum der japanischen Politik - die rechte Seite sieht in ihr eine Bedrohung, die die Abe-Regierung zu Fall bringen könnte, während die Linke sie aus demselben Grund als Heldin feiert. Morddrohungen, Cybermobbing und Hassbriefe stürzen Shiori in eine persönliche Krise. Als sie eine Zivilklage einreicht, führt der Beschuldigte einen erbitterten Krieg gegen sie. Entschlossen, kein schlechtes Beispiel für andere Opfer zu sein, treibt Shiori ihren Fall voran und beschließt, ein Buch über ihre Erfahrungen zu veröffentlichen. Der Dokumentarfilm zeigt, welchen persönlichen Tribut das Geflecht aus Politik, Medien und Technologie in dieser belastenden Situation fordert. Unter ihrer eigenen Regie und mit höchst persönlichem Material fängt "Tagebücher eines Missbrauchs" Shioris turbulente, bewegende und letztendlich triumphale Reise ein und blickt hinter die Schlagzeilen, um zu zeigen, wie es war, in ihrer Haut zu stecken. Da Shiori sowohl Opfer als auch Journalistin ist, zeigt der Dokumentarfilm, dass sie nicht nur sozialen Wandel herbeiführen wollte, sondern auch um ihr psychisches Überleben kämpfte. "Tagebücher eines Missbrauchs" wurde 2025 für den Oscar für den besten Dokumentarfilm nominiert.