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TV Programm für ARTE am 07.09.2026

Abenteuer Archäologie 04:10

Abenteuer Archäologie: Amazonien: Die Spuren des vergessenen Volkes

Archäologie

Amazonien - diese unwirtlich anmutende Gegend galt unter Wissenschaftlern lange als menschenverlassenes Gebiet, in dem in früherer Zeit nur ganz wenige Jäger und Sammler überlebt hatten. Auch die ersten Siedler glaubten, dass es vor ihnen keinerlei Zivilisation in der Region gegeben hatte, in den küstennahen Sümpfen nicht und im Dschungel erst recht nicht. Doch in Französisch-Guayana sind Archäologen im Begriff nachzuweisen, dass das Amazonasbecken in Wirklichkeit gar nicht so unberührt war. Ihre Forschungen haben ergeben, dass das Gebiet dicht besiedelt war, und zwar von Menschen, die das Land bestellt und genutzt haben. Luftaufnahmen zeigen sagenhafte, erhöhte Felder aus dem 13. Jahrhundert. Man erkennt Wohnhäuser, Wege, Kanäle und Deiche. Erstaunlich, denn wie Archäologen, Ökologen, Botanikern und Biologen zufolge bekannt wurde, wurde diese Landschaft, die man lange für unberührt gehalten hat, zum Teil von Menschenhand gestaltet. Die Amazonasvölker haben tatsächlich allerlei Obstbäume und Heilkräuter angepflanzt und so zur Herstellung der sagenumwobenen Terra preta beigetragen, einer sehr fruchtbaren und sich selbst regenerierenden Erde: Das Geheimnis dieser Erde kennen nur die Ureinwohner. Eine faszinierende Reise, die einlädt, eine unbekannte Region zu erforschen und neue archäologische Entdeckungen zu machen.

Athleticus 04:35

Athleticus: Skateboard

Zeichentrickserie

Die dritte Staffel des Kurzprogramms wirft in 30 Folgen einen humorvollen Blick auf unsere Gesellschaft und die Rolle des Sports. In dieser Folge: Eine Robbe überzeugt in der Halfpipe mit wagemutigen Tricks. Doch ein skurriles Skater-Duo aus Papageientaucher und Schildkröte fordert sie zum Duell heraus. Wer wird die begehrte Trophäe nach Hause holen?

Jäger und Gejagte 05:05

Jäger und Gejagte: Die Tierwelt der Iberischen Halbinsel

Tiere

Die Dokumentation widmet sich einer einzigartigen Felsenlandschaft auf der Iberischen Halbinsel - sie heißt Berrocal und entstand vor mehr als 250 Millionen Jahren. Die dort zahllos vorhandenen Granitblöcke schaffen allen Tieren einen besonderen Lebensraum und damit besondere Herausforderungen für Raub- und Beutetiere. Die Jäger auf der Pirsch verstecken sich hinter den Felsblöcken, während wiederum ihre Beute die Granitblöcke nutzt, um etwa darunter Höhlen zu bauen, in denen sie absolut sicher sein können. In verschiedenen Bereichen der Iberischen Halbinsel konkurrieren Jäger und Gejagte zu jeder Jahreszeit und kämpfen Tag für Tag um ihr Leben. Aber nicht nur die Jäger - auch die Gejagten sind viel häufiger als vermutet die Gewinner des Tages. Sie lernen so, die Chancen zu nutzen, die ihnen die Natur bietet. Into the Wild Productions ist eine Filmproduktionsfirma, die sich auf Wildtiere und deren Umwelt spezialisierte und diesen Film gedreht hat. Durch ihr Fachwissen über das Verhalten der Tiere und deren Lebensräume auf der Iberischen Halbinsel gelang es ihr, seltene und spektakuläre Aufnahmen zu produzieren. Allein von Wildkatzen, Kaninchen, Uhus, Waldmäusen, Stülpnasenottern, Wieseln, Rothühnern, Habichten, Langohrfledermäusen, Motten und Zwergohreulen gibt es einzigartige Filmszenen. Es sind Jäger und Gejagte - die Tierwelt der Iberischen Halbinsel ...

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Das weiße Gold von Noirmoutier

Reportage

Es ist Frühlingsanfang, noch liegt die Insel in winterlichem Grau, doch ein junger Mann arbeitet ganz alleine mit einem Holzschieber an seinen riesigen Salzbecken: Arnaud Jégat ist einer von mehr als 100 Salzproduzenten der Insel vor der französischen Atlantikküste. Sauniers, Salzbauern, werden sie hier genannt. Mit dem Beginn des warmen Wetters ist es Zeit, die Salinen aus dem Winterschlaf zu holen. Für die vorbereitenden Arbeiten braucht Arnaud fast das ganze Frühjahr, sorgenvoll blickt er jeden Morgen in den Himmel, denn das Wetter entscheidet über den Erfolg seiner Arbeitsabläufe. Arnaud und seine Frau Audrey leben von der Produktion des groben Salzes, das ein ganzes Jahr getrocknet werden muss, bevor es vermarktet werden kann, und vom Verkauf des feineren, legendären Fleur de Sel. Anders als viele ihrer Kollegen haben sich die beiden entschieden, unabhängig zu bleiben. Sie bringen ihr Salz unter dem Namen ihres Salzgartens Le Marais Breteau selbst auf den Markt, und das Paar schließt sich auch keinem Label an: "Ich denke, dass die Leute heute eher darauf achten, meinen Namen zu lesen, mich zu treffen, mich und Audrey ... unseren Betrieb. Ich glaube, das ist unsere beste Auszeichnung." Zu Arnauds Kunden gehört mittlerweile auch eine große Supermarktkette auf dem Festland sowie andere Unternehmen und Privatleute, die die Qualität seines Salzes zu schätzen wissen.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Butter

Essen und Trinken

Als bekennender Butterfan ist Lucie unterwegs in ihrer Heimat, der Bretagne. Hier spielt Butter eine besondere Rolle. Ein Blick in die Region zeigt, wie gesalzene Butter durch eine historische Steuerbefreiung zum Symbol regionaler Identität wurde. Im mittelalterlichen Europa galt Butter lange als einfaches Lebensmittel, obwohl ihre Herstellung aufwendig war. Die Sendung zeigt außerdem, woher die Butter ihre Farbe bekommt und wie sie weltweit verarbeitet wird - etwa als Ghee in Indien oder als fermentierte Butter in Teilen Afrikas und des Nahen Ostens. Wie gesund ist Butter, und ist Margarine tatsächlich die bessere Alternative? Ein Experte ordnet ein. In der Küche stellt Lucie Butter selbst her und bereitet Miso- und Sumak-Butter zu. Fehlen darf die Butter auch nicht bei den klassischen Pommes Anna.

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Vietnam / Spanien / Griechenland

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Vietnam: Der Architekt des Volkes / Spanien: Madrid, die arabische Stadt / Sri Lanka: Jackfrucht-Curry von Samantha / Griechenland: Eine Frau unter Mönchen

Stadt Land Kunst Spezial 08:05

Stadt Land Kunst Spezial: Elsass, Frankreich

Magazin

Spezial Elsass mit folgenden Themen: Das bezaubernde Elsass von Gustave Doré/ Elsass: Im Tal der Amischen/ Frankreich: Brunos Foie Gras mit Früchtebrot/ Straßburg: Zu Besuch bei den Naslingen.

Einstein und Hawking - Das Geheimnis von Zeit und Raum 08:55

Einstein und Hawking - Das Geheimnis von Zeit und Raum

Wissenschaft

Albert Einstein fand heraus, dass sich das Universum als Raum-Zeit-Kontinuum verstehen lässt und Anziehungskraft durch eine von Sternen und Planeten hervorgerufene Verzerrung der Raumzeit entsteht. Die Sendung lässt Astrophysiker zu Wort kommen, die heute versuchen, ein neues Verständnis von Einsteins Vorhersagen zu gewinnen. Im Fokus steht dabei das Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatorium, kurz LIGO genannt, in dem 900 Forschende aus aller Welt arbeiten. Ihr Auftrag ist es, kosmische Gravitationswellen zu untersuchen. Erstmals vorausgesagt wurden diese Wellen 1916 durch die allgemeine Relativitätstheorie Einsteins - die Technik zu ihrer Erfassung gab es damals noch nicht. Wie sehen die Wissenschaftler Einsteins Ideen heute? Und warum lassen sich diese großen Theorien zur Funktionsweise des Universums - Einsteins Relativitätstheorie für das unendlich Große, Hawkings Quantenmechanik für das unendlich Kleine - immer noch nicht in Einklang bringen?

Einstein und Hawking - Das Geheimnis von Zeit und Raum 09:45

Einstein und Hawking - Das Geheimnis von Zeit und Raum

Wissenschaft

Stephen Hawking verbrachte den größten Teil seiner Forscherkarriere damit herauszufinden, wo Einstein sich geirrt haben könnte. In den 1960er Jahren empfingen Radioteleskope auf der ganzen Welt seltsame Signale aus dem All, die von winzigen Objekten mit enormer Dichte auszugehen schienen - von Neutronensternen. Diese mysteriösen Sterne hatte Einstein in seiner Relativitätstheorie vorausgesagt. Das bedeutete, dass auch andere Phänomene, die er beschrieb, sich bewahrheiten könnten: Schwarze Löcher beschrieb er etwa als Körper im Weltall, deren Dichte so hoch ist, dass ihr Gravitationsfeld das Entweichen jeglicher Materie oder Strahlung verhindert. Sie besser zu verstehen, war der Forschungsauftrag einer jungen Gruppe von Physikern, zu denen auch Stephen Hawking zählte. Mitte der 1970er Jahre stellte Hawking an der Universität von Cambridge die Hypothese auf, dass Schwarze Löcher nicht vollständig schwarz sind: Sie lösen sich langsam auf und verschwinden irgendwann, wobei sie eine Strahlung abgeben, die zu einer Verringerung ihrer Masse führt. Mit dieser These näherte sich Hawking als Erster dem Heiligen Gral der Physik: dem Schnittpunkt der beiden großen Theorien zur Funktionsweise des Universums, die lange als unvereinbar galten: die Relativitätstheorie Einsteins für das unendlich Große und die Quantenmechanik für das unendlich Kleine. 2016 simulierte der Experimentalphysiker Jeff Steinhauer vom Israel Institute of Technology in Haifa ein Schwarzes Loch, bei dem tatsächlich die sogenannte Hawking-Strahlung gemessen werden konnte. Die Dokumentation befasst sich außerdem mit der Frage, inwiefern Einstein während des Zweiten Weltkriegs an der Entwicklung der Atombombe in den USA mitwirkte.

42 - Die Antwort auf fast alles 10:40

42 - Die Antwort auf fast alles: Wie wird man ein Genie?

Infomagazin

Schon in der Antike fragte man sich, was Menschen zu großen Taten oder Gedanken befähigte. Die Griechen kamen zu dem Schluss, dass ein persönlicher Dämon großen Männern göttliche Offenbarungen einflüstert. In der Aufklärung rückte eine andere Erklärung in den Vordergrund: Das Genie wurde als menschliches Ideal konzipiert, eine Figur, die menschliche Schaffenskraft und Genialität verkörpert. Doch die Suche danach, was genau Genies dazu befähigt, hatte damit erst begonnen und dauert bis heute an. Lässt sich das Genie irgendwo im Körper verorten? Mit diesem Ansatz wurden die Gehirne verstorbener Genies wie Albert Einstein unter die Lupe genommen. Oder lassen sich Genies einfach per IQ-Test finden? Auf diese Frage lieferte eine großangelegte Studienreihe des Psychologen Lewis Terman erste Antworten. Welche Rolle spielen andere Faktoren, wie Kreativität? Mit modernen Bildgebungs- und Analyseverfahren versuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler heute herauszufinden, wie Intelligenz und Kreativität sich in unseren Genen und Gehirnen widerspiegeln. Auch versuchen sie herauszufinden, welche Umweltfaktoren dafür verantwortlich sind, dass sich Talent überhaupt entfalten kann. Bei all dem, warnen Forscherinnen und Forscher, darf man jedoch einen wichtigen Aspekt nicht vergessen: Genie ist eine Zuschreibung. Das offenbart nicht nur, was wir Menschen an uns selbst besonders schätzen und feiern, sondern auch gesellschaftliche Ungleichheiten und zeigt, wie gefährlich die unkritische Verehrung vermeintlicher Genies oder die Suche nach dem Genie in Genen oder Schädelformen sein kann.

Re: 11:25

Re:

Reportage

Was Europa bewegt

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Argentinien: Asado

Essen und Trinken

Argentinisches Barbecue: Asado / Ein Biss'chen Heimat: Enzo, ein Argentinier auf Malta / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Francisco Toledos Mexiko / Kenia / Athen

Magazin

Mexiko: Francisco Toledo, Maler der Mythen Francisco Toledo zählt zu den markantesten mexikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Inspiration schöpfte er aus dem Bewusstsein für die eigene kulturelle Identität. Seine bunten Gemälde, Skulpturen und Keramiken sind beseelt von den Mythen seiner Vorfahren. Eine zutiefst indigene Kunst, die ihren Weg über die Grenzen Mexikos hinaus in die Museen der Welt fand. Toledos kreative Energie äußerte sich auch in seinem gesellschaftspolitischen Engagement und dem unermüdlichen Kampf für den Schutz des Kultur- und Naturerbes seiner Heimat Oaxaca. Kenia: Bäume pflanzen für den sozialen Frieden Die 2011 verstorbene kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai widmete ihr Leben der Aufforstung ihrer Heimat, die ökologisch und gesellschaftlich vor dem Zusammenbruch stand. Seit den 1970er Jahren kämpfte sie für Umweltschutz und Frauenrechte, weil sie verstanden hatte, dass beides zusammengehört. In Kenia weiß heute wohl fast jedes Kind, dass aus einem Sämling nicht nur ein Wald, sondern ein ganzes Land wachsen kann, wenn man ihn hegt und pflegt. China: Wus Mapo Tofu In Chongzhou bereitet Wu einen Klassiker zu. Für ihr Mapo Tofu schneidet sie Tofu, Rindfleisch, Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer klein, frittiert Chilis und Szechuan-Pfeffer und zerkleinert sie mit dem Messer. Dann brät sie alle Zutaten mit Reiswein, Sojasoße und Wasser an. Den letzten Schliff verleihen feingehackte Chilischoten und Frühlingszwiebeln. Athen: Schändung mit dem Meißel Im Krieg gegen Sparta wollte Alkibiades, Neffe des großen Perikles, Athen zu Ruhm und Sieg verhelfen. Doch mitten in der Vorbereitung der Sizilien-Expedition wurde der junge Feldherr des Hermenfrevels bezichtigt. Alkibiades wechselte die Seiten und ging nach Sparta ...

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Patagonien / Bretagne / Ägypten

Magazin

Patagonien: Eine Graphic Novel wirft ein neues Licht auf Argentinien Die meisten Argentinier haben indigene Vorfahren. Dass sie von den Tehuelche abstammen, erfahren viele aber erst spät oder per Zufall. Solche Familiengeschichten dienten der Graphic Novel "Chère Patagonie" als Vorlage. Das von der Kritik gelobte Werk des argentinischen, in Spanien lebenden Autors Jorge González wurde 2011 zunächst in Europa veröffentlicht. In Lateinamerika hingegen erschien es erst 2024. Es konfrontiert Argentinien mit Tatsachen, die manche lieber verheimlichen würden. Im Land wird auch heute noch das von den europäischen Einwanderern etablierte Geschichtsnarrativ bevorzugt. Bretagne: Ein ganz besonderes Schaf Im Morgengrauen muten die nebelverhangenen Höhen der Monts d'Arrée - einer Bergkette in der westlichen Bretagne - beinahe märchenhaft an. Doch statt Märchenwesen lebt hier das endemische "Landes de Bretagne"-Schaf. Die lange Zeit verschwunden geglaubte Rasse tauchte irgendwann wieder auf und steht für die traditionelle Landwirtschaft der Region, die Geschichte der Menschen dieser Gegend und ihre Beziehung zur Natur und den Elementen. Estland: Karolines und Kairis Coregonen-Tatar In Tallinn gibt es bei Karoline und Kairi ein Coregonen-Tatar. Den seltenen Süßwasserfisch filetieren sie entlang der Gräte und vermischen das Fleisch anschließend mit roten Zwiebeln, Dill, Zitrone, Salz und Pfeffer. Serviert wird das Tatar auf estnischem Sauerteigschwarzbrot, das zu jeder Mahlzeit ein Muss ist. Das Tatar isst man in geselliger Runde, meistens mit Volksmusik im Hintergrund. Ägypten: Der Dolch von Tutanchamun Das Tal der Könige birgt viele ungelöste Rätsel rund um die königlichen Gräber, unter ihnen auch das vom mumifizierten Pharao Tutanchamun. All jene, die sein Grab öffneten, bezahlten diesen Frevel mit dem Leben. Beim Fluch des Pharaos mag es sich nur um eine Legende handeln, aber ein weiteres Mysterium beschäftigt die Archäologen schon seit längerem ...

Zwei Leben 14:00

Zwei Leben

Thriller

Norwegen, 1990: Katrine, ihr Ehemann Bjarte Myrdal, Tochter Anne, der kleine Enkel und Katrines Mutter Åse scheinen wie eine Bilderbuchfamilie. Dabei haben Katrine und Åse schwere Zeiten hinter sich. Doch darüber wird nie gesprochen. Dann fällt die Berliner Mauer. Kurze Zeit später taucht der Anwalt Sven Solbach bei Katrine auf. Er will Gerechtigkeit für ehemalige "Lebensborn"-Kinder in der DDR und vertritt deren Recht auf Wiedergutmachung vor dem Europäischen Gerichtshof. Katrines ungewöhnliche Geschichte, auf die er bei seinen Recherchen gestoßen ist, interessiert ihn besonders: Als Kind eines in Norwegen stationierten deutschen Besatzungssoldaten wurde Katrine einst von den Nationalsozialisten in eines der "Lebensborn"-Heime verschleppt. Jahre später gelang ihr jedoch die abenteuerliche Flucht über die Ostsee, um nach ihrer norwegischen Mutter zu suchen. Ihr Fall ist offenbar der Einzige, bei dem Mutter und Tochter sich nach vielen Jahren wiedergefunden haben. Aber jetzt verhält Katrine sich seltsam, und ihre Familie versteht nicht, warum sie Solbach nicht unterstützt und vor Gericht nicht aussagen will. Vor allem Anne, die selbst angehende Juristin ist, ist irritiert. Katrines Erklärung: Sie möchte Åse Leid ersparen, die dramatischen Ereignisse nicht wieder aufwühlen. Aber der Grund für Katrines Verhalten liegt ganz woanders: Katrine lebt unter einer falschen Identität; sie ist in den 70er Jahren mit der Biografie einer "Lebensborn"-Frau nach Norwegen gekommen: als Spionin der DDR. Katrines Lebenslüge zerbricht und sie droht alles zu verlieren.

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See 15:45

Mit Kompass und Köpfchen auf hoher See: Concarneau, der Aufbruch

Abenteuer und Action

Sein Diplom frisch in der Tasche, beschloss der junge französische Ingenieur Corentin de Chatelperron, ein Boot aus Jutefasern und Harz zu entwickeln und damit eine ökologische Revolution loszutreten. Um die Widerstandsfähigkeit des Bootes zu testen, ging Corentin sechs Monate lang allein auf Jungfernfahrt, von Bangladesch bis Malaysia. Gleichzeitig wollte er testen, wie man auf hoher See autark leben kann, und zwar nur mit Lowtech-Lösungen. "Lowtech" bedeutet Technik nach den Maßstäben "einfache Funktion, einfache Herstellung, einfache Bedienung". Auf dem Boot hatte er ein kleines Treibhaus, um Kartoffeln anzubauen, zwei Hühner, einen Solarherd und einen Holzsparofen. Rückblickend musste er sich jedoch ein Fiasko eingestehen. Er ließ sich trotzdem nicht entmutigen und hatte zwei Jahre später sein neues Projekt, größer und ambitionierter als das erste: den nur mit Lowtech ausgestatteten autarken 14 Meter langen Katamaran "Nomade des Mers". Die Ausrüstung an Bord bedient die Grundbedürfnisse der Crew wie Essen, Trinken und Energie erzeugen. An einem Winterabend läuft die "Nomade des Mers" aus dem Hafen von Concarneau aus. Ziel der geplanten Seereise ist es, Erfinder aus aller Welt zu treffen, um deren Lowtech-Lösungen zu erforschen, zu dokumentieren und im Internet zu teilen. Bei diesem außergewöhnlichen Abenteuer müssen Corentin, seine Crew und der Katamaran zahlreiche Hürden überwinden: Unwetter, technische Pannen, Erschöpfung, Entmutigung. Diese werden jedoch durch die übergroße Freude wettgemacht, wenn Experimente gelingen und Lowtech-Erfindungen mit allen Menschen für eine nachhaltigere Zukunft geteilt werden können.

Kanada - Der weite Norden 16:15

Kanada - Der weite Norden

Landschaftsbild

Kanada ist ein Land der Superlative: mit einer Fläche von beinahe zehn Millionen Quadratkilometern, mehr als zwei Millionen Flüssen und Seen, dem größten intakten Waldgebiet und der längsten Küstenlinie der Welt. Eisbären brauchen eine Eisdecke auf dem arktischen Meer, um ihre bevorzugte Beute zu jagen: Robben. Doch die Temperaturen steigen durch den Klimawandel schneller als irgendwo sonst auf der Erde, wodurch das Meereis von Jahr zu Jahr immer weiter schrumpft. Dadurch sind die Eisbären gezwungen, sich andere Nahrungsquellen zu suchen, wie die alljährliche Versammlung von Beluga-Walen in der Hudson Bay. Im Sommer kommen geschätzt 3.000 der Meeressäuger in diese relativ warmen, flachen Gewässer, um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Eine gute Gelegenheit für die Eisbären - aber nicht jede Jagd ist auch von Erfolg gekrönt. Die Provinz British Columbia an der kanadischen Pazifikküste ist berühmt für ihre einzigartigen Regenwälder. Im Spätsommer regnet es besonders viel, und die Flüsse führen Hochwasser. Darauf haben die Lachse nur gewartet: Sie beginnen ihre Reise vom Pazifik die Flüsse hinauf zu ihren Laichgründen, wo sie geboren wurden. Im winterlichen hohen Norden Kanadas verbergen sich unter der Schneedecke zahllose zugefrorene Seen. Sie bilden die Bühne für ein bemerkenswertes Duell. Karibus bevölkern die kanadische Tundra zu Millionen. Die Tiere ernähren sich von Flechten und Moosen unter dem Schnee. Nur Wölfe sind ihre Feinde. An der Mündung des St.-Lorenz-Stroms bildet sich den Winter über eine dicke Eisschicht. Hier versammeln sich Sattelrobben - an die 200.000 jedes Jahr.

Tierisch aufgeforstet 17:05

Tierisch aufgeforstet: Im Herzen des Regenwaldes

Tiere

Angeführt von einem Trupp Kapuzineräffchen geht es tief hinein in den mittelamerikanischen Regenwald. Fernab vom lauten Treiben der Menschen gewinnt die Natur die Oberhand zurück. Mit jedem Schritt unter dem dichten Blätterdach lassen sich Tiere auf wichtiger Mission entdecken: Der Jaguar, unsichtbarer Herrscher des Unterholzes, streift lautlos umher. Hoch oben in den Wipfeln lassen sich Rotgesicht-Klammeraffen ganze Früchte schmecken, verbreiten deren Samen und säen damit die Bäume von morgen. Am Boden suhlen sich Weißbartpekaris im Dreck und graben dabei temporäre Tümpel im ausgetrockneten Wald, in denen neues Leben entsteht. Das umtriebige Aguti vergräbt jede Menge Samen und vergisst einen Teil davon; daraus werden neue Baumriesen. Nach der Trockenzeit kehrt der Regen zurück, und der Wald erwacht zu neuem Leben. In einer beeindruckenden Flugshow kommen tropische Laubfrösche aus dem Blätterdach herab und paaren sich. Krötenmännchen locken mit ihrer leuchtend gelben Farbe Weibchen an. Die von den Pekaris gegrabenen Tümpel füllen sich und werden zum Kinderzimmer für unzählige Kaulquappen. Der Stoffwechsel der Kolibris läuft auf Hochtouren: Sie sammeln den Nektar von bis zu 3.000 Blüten am Tag und sorgen so für die Bestäubung Tausender Pflanzenarten. Diese Folge enthüllt die faszinierenden Wechselwirkungen der Natur: Eine erlegte Beute düngt den Boden, ein transportierter Samen schließt eine Lücke im Blätterdach, eine von Nabelschweinen gegrabene Wasserstelle wird zum Treffpunkt für die gesamte Fauna. Nach und nach wird klar: Regeneration ist ein konkreter Prozess, bei dem die Artenvielfalt wieder die Oberhand gewinnt.

Tierisch aufgeforstet 17:50

Tierisch aufgeforstet: Am Rand des Regenwaldes

Tiere

Ein Trupp Kapuzineräffchen führt uns an den Rand des Regenwaldes, wo Dschungel, Mangroven und Ackerland ineinander übergehen. Hier wird jedes Tier zum Entdecker, Landwirt oder Lebensspender. In den Mangroven bewegen sich die Kapuzineräffchen zwischen zwei Welten hin und her und tragen dabei Samen von einem Ökosystem zum anderen. Am Strand ist die Arribada in vollem Gange: Mehr als hunderttausend Oliv-Bastardschildkröten marschieren im Schutz der Nacht an Land, um ihre Eier abzulegen. Ein hungriger Jaguar nutzt diese Gelegenheit, um sich den Magen vollzuschlagen und die Reste seines Festmahls dienen wiederum als Nahrung für Nasenbären, Rabengeier und Kahlkopfgeier. Letztere sind fliegende Düngemaschinen und transportieren Nährstoffe vom Waldrand bis tief ins Herz des Dschungels. Etwas weiter entfernt trampelt eine Herde Weißbartpekaris durch einen Palmenhain, frisst sich an den Früchten satt und trägt zur Verbreitung von Samen bei. Die Montezumastirnvögel weben ihre Hängenester in Eukalyptusbäume und integrieren diese Eindringlinge nach und nach in das Ökosystem. Ein Rotaugenlaubfrosch laicht im Wasserbehälter einer Kaffeeplantage und verwandelt diesen unwahrscheinlichen Ort in einen biologischen Korridor. Am Waldrand wacht der Bechsteinara über die letzten Bergmandelbäume, schneidet mit dem Schnabel tote Äste ab und baut sein Nest in das weiche Holz. Die Folge "Am Rand des Regenwaldes" zeigt, wie die Tierwelt geduldig die Lücken des Regenwaldes schließt und die Natur wieder zu ihrem Recht kommt, wenn Mensch und Fauna respektvoll zusammenleben.

Tierisch aufgeforstet 18:35

Tierisch aufgeforstet: Die Verbündeten des Regenwaldes

Tiere

In Mittelamerika entsteht ein neues Bündnis zum Schutz des Regenwaldes. Ob Klammeraffen oder Fregattvögel, jede Tierart leistet ihren Beitrag. Die einen bringen Samen für neue Baumriesen ein, die anderen versorgen die Küsten mit Nährstoffen und verbinden Meer und Land. Doch die Tiere sind nicht länger auf sich allein gestellt. Seit zwanzig Jahren beobachtet ein Biologe die Rotgesichtklammeraffen hoch oben in den Baumwipfeln. Er kennt jedes Tier beim Namen, notiert jede Bewegung und jede Geburt. Die Daten zeigen, wie diese Gärtner des Dschungels den Regenwald von morgen gestalten. Am Waldrand hat sich ein Dorf dafür entschieden, mit den Weißbartpekaris zusammenzuleben, statt die Nabelschweine zu jagen. Mit den Tieren ist ein neues Gleichgewicht zurückgekehrt. Oben in den Bergen spürt ein Forscher Harlekinkröten auf, Überlebende einer Epidemie, die die Amphibien weltweit dezimiert hat. Jedes einzelne Tier ist ein kleiner Sieg! In der Ebene wacht ein Vogelkundler über die Bechsteinaras und ihre Nester im weichen Holz der Mandelbäume, ohne die sich die Papageienvögel nicht fortpflanzen könnten. Auf einer Insel im Pazifik beobachtet ein Biologe eine große Fregattvogelkolonie. Ihr Kot düngt die Küsten und Trockenwälder und schlägt eine Brücke zwischen Meer und Land. Die Folge "Die Verbündeten des Regenwaldes" zeigt, wie Menschen und Tiere zusammenarbeiten, um den Regenwald wieder zu einem wilden Biotop zu machen und die Wunden von Kultur- und Naturlandschaft zu schließen.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

"ARTE Journal", das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

Re: 19:40

Re:: Ein Kaiser für Österreich?

Reportage

Peter Stolberg-Stolberg ist der Ururenkel der österreichischen Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sisi. Er wünscht sich, genau wie seine nichtadeligen Mitstreiterinnen und Mitstreiter vom Verein Schwarz-Gelbe Allianz, die Rückkehr eines Kaisers als Staatsoberhaupt in Österreich. Dieser soll das Amt des Bundespräsidenten ersetzen und dessen Befugnisse auf Lebenszeit erhalten. In elf europäischen Staaten gibt es Könige, Fürsten und Großherzöge - meist mit hohen Zustimmungswerten in der Bevölkerung. Sie haben in der Regel nur die Aufgabe zu repräsentieren. Die politische Macht liegt beim Volk, bei gewählten Parlamenten und Regierungen. Doch für manche Menschen hat die Idee einer starken Führung an der Spitze durchaus etwas Verlockendes. Für Peter Stolberg-Stolberg hat die österreichische Republik ausgedient. Der Adel, glaubt er, besitze das Führungspotenzial, das Österreich brauche, um wieder zu alter Stärke zu finden. Woran der Verein Schwarz-Gelbe Allianz in Österreich noch arbeitet, existiert in der Tschechischen Republik bereits - eine Partei, die sich für die Rückkehr der Monarchie starkmacht. Ludmila Džuganová ist Spitzenkandidatin der Kleinstpartei Koruna Ceská in Südböhmen. Tschechien ist zwar wirtschaftlich stabil - gesellschaftlich jedoch gespalten. Ludmila Džuganová ist überzeugt, dass ein Monarch mehr Stabilität bieten könnte als vom Volk gewählte Abgeordnete.

Darling 20:15

Darling

Drama

Das junge Fotomodell Diana Scott trifft auf den Fernsehreporter und Schriftsteller Robert Gold. Beide fühlen sich stark zueinander hingezogen und verlassen ihre Ehepartner für eine leidenschaftliche Affäre. Doch Dianas Ehrgeiz und Lebenshunger sind dadurch nicht lange gestillt. Auf dem Weg weiter nach oben soll ihr Miles Brand behilflich sein: Der clevere Marketingmanager verschafft Diana eine erste Filmrolle, die ihr Selbstbewusstsein erheblich steigert. Sie überwirft sich mit Robert und stürzt sich mit Miles Hals über Kopf ins High-Society-Leben in Paris ... Ihr weiterer Aufstieg scheint nach einer Italienreise gesichert: Als Diana dem höflichen Werben eines echten Prinzen nachgibt, wird sie zu einer internationalen Berühmtheit - aber ohne in ihrer royalen Ehe echte Liebe und Zuneigung zu erfahren. Bei einem letzten heimlichen Treffen mit Robert muss sie erkennen, dass ihr Verhalten diese wohl einzig aufrichtige Liebe für immer zerstört hat ... Der dritte Spielfilm von John Schlesinger wurde 1966 mit drei Oscars ausgezeichnet: für das beste Originaldrehbuch von Frederic Raphael, das beste Kostümbild in Schwarz-Weiß und die beste weibliche Hauptrolle. Mit "Darling" wurde die ausdrucksstarke Hauptdarstellerin Julie Christie zum Star. Ihre ambivalente Antiheldin macht den Film zeitlos gut und sehenswert. Anlässlich seines 60-jährigen Jubiläums wurde er in einer neuen 4K-Restaurierung bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 aufgeführt.

Stiefel, die den Tod bedeuten 22:15

Stiefel, die den Tod bedeuten

Thriller

Nach einem Reitunfall, bei dem sie ihr Augenlicht verloren hat, und dem anschließenden Krankenhausaufenthalt wird die junge Sarah in das Landhaus von Onkel und Tante eingeladen. Mit Hilfe ihrer Cousine soll sie langsam lernen, ihr neues Leben zu meistern. Als Sarah einmal das Haus verlässt, um ihren Ex-Freund zu treffen, werden in ihrer Abwesenheit die Familie und ihre Angestellten brutal ermordet. Am nächsten Morgen stolpert die blinde Sarah über die am Boden liegenden Leichen. Sie ist in größter Gefahr, denn der Täter in den mysteriösen Stiefeln ist noch immer im Haus. Der einzige Hinweis auf seine Identität ist ein silbernes Armband, das der Mörder verloren hat und sich nun von der hilflosen Sarah zurückholen muss ... Mia Farrow verkörpert die erblindete junge Frau in lebensbedrohlicher Lage mehr als glaubwürdig. Ihr verletzliches Ausgeliefertsein und der Wissensvorsprung des Publikums generieren die Suspense in diesem nervenaufreibenden Thriller. Regisseur Richard Fleischer knüpft hier an das Meisterwerk "Warte, bis es dunkel ist" (1967) von Terence Young mit Audrey Hepburn in der Hauptrolle an.

Mia Farrow, zwischen Fiktion und Realität 23:45

Mia Farrow, zwischen Fiktion und Realität

Künstlerinnenporträt

Weit entfernt vom Hollywood-Glamour und den Stereotypen des Vamps und der Femme fatale, verfolgte Mia Farrow ihre eigene Karriere. Ihre Filmrollen waren die einer schwachen oder psychisch labilen, später einer eher traurigen, depressiven, hintergangenen Frau. Seit ihrem Durchbruch 1968 in "Rosemaries Baby" war sie der Inbegriff weiblicher Unschuld an der Schwelle zum Wahnsinn. Unter der Regie von Woody Allen profilierte sie sich im Autorenkino, das ihr vom Leben gezeichnete Frauenfiguren auf den Leib schrieb: Sie wurde zur Verkörperung einer verunsicherten, melancholischen Weiblichkeit. Dieses Image haftet ihr auch heute noch an, nicht zuletzt aufgrund ihres mit Dramen gespickten Privatlebens. "Mia Farrow - Zwischen Fiktion und Realität" wirft einen doppelten Blick auf das Leben der Schauspielerin: Der Off-Kommentar, veranschaulicht durch seltene Archivaufnahmen und aussagekräftige Auszüge aus ihrer Filmografie, erzählt ihre Geschichte, die erstaunliche Parallelen zwischen ihrem Privatleben und ihren Filmrollen aufweist. Dazwischen werden immer wieder Lesungen aus der eigenen Perspektive aus ihrer Autobiografie eingeblendet. Diese Passagen lassen Raum für Subjektivität und geben Einblicke in Farrows Innenwelt. Die Dokumentation bedient sich auch einer weiteren originellen Erzählform, die der rückwärtigen Chronologie: Den Auftakt bildet der letzte Abschnitt von Farrows Leben, ihr humanitäres Engagement. Wie ein Familienalbum, das man von hinten beginnend durchblättert, öffnet sich immer wieder ein weiteres Kapitel ihrer Geschichte.