04:10
Unendliche Wälder, eine herbe, unversehrte Natur und launisches Wetter prägen den Naturpark Waadtländer Jura. Wer einmal dort war, weiß um seinen besonderen Reiz: den der Abgeschiedenheit. Eingebettet zwischen zwei Jura-Ketten liegt das Vallée de Joux. Mit seinen Seen, Wäldern und von Trockenmauern geprägten Weiden steht das Naturjuwel für das ewige Zusammenspiel von Mensch und Natur. Das Grenzgebiet zu Frankreich bedeckt der riesige Risoud-Wald. Rund um den Lac de Joux leben und arbeiten Menschen, die sich kaum einen schöneren Fleck Erde als die spezielle Welt im rauen Jura-Gebirge vorstellen können. Bei Wind und Wetter schenkt Caroline Khamissé im Naturpark "Jura Vaudois" Hermelinen ein neues Zuhause. Ornithologe Yves Ménétrey kämpft unermüdlich für die Zukunft des Raufußkauzes. Voller Neugierde geht Biologe Arnaud Maeder dem Leben der größten Ameisenkolonie Europas nach. Familie Golay lebt seit Generationen im Vallée de Joux und arbeitet mit Leib und Seele in Forst- und Viehwirtschaft. Abenteuerlustig führt Outdoor-Guide Diane Hostettler Menschen in die Natur. Eins verbindet sie alle: ein Stück Land, wie aus der Zeit gefallen. Wer dort geboren ist, so heißt es, kommt immer zurück.
05:05
Das Calancatal im Süden Graubündens ist eines der abgelegensten und ursprünglichsten Täler der Schweiz. Dort liegt der "Parco Val Calanca", der kleinste Naturpark des Landes. "Calanca" bedeutet steil, abschüssig. Seinen Namen trägt das wilde und schöne, aber schmale Tal, da es sich tief in die Berge eingeschnitten hat. Kleine Dörfer und Weiler klammern sich an Sonnenterrassen, einige sind nur zu Fuß oder per Seilbahn zu erreichen. Vom Talboden erstreckt sich das Calancatal bis auf eine Höhe von 3200 Metern. Eine majestätische Bergwelt mit kargen Felswänden und schroffen Gebirgskämmen. Mittendrin liegt der herzförmige Lago Calvaresc. Der kleine See ist das Wahrzeichen des Tals und eines der Lieblingsmotive von Mario Theus. Der Naturfilmer liebt die Ruhe und Abgeschiedenheit des Tals. Oft ist er tagelang unterwegs, ohne einen Menschen zu treffen. Eine Kamera hat er immer dabei. Damit filmt er Steinböcke, Gämsen, Hirsche und Bartgeier. Die nahezu unberührte Natur im Calancatal, sagt Theus, biete Wildtieren einen idealen Lebensraum. Die Angst vor Lawinen und Erdrutschen von den steilen Bergflanken ist im ganzen Calancatal präsent. Immer wieder kam es in schneereichen Wintern zu Unglücken mit Todesfällen. Deswegen werden jetzt alte, instabile Trockenmauern abgetragen und durch moderne Stahlverbauungen ersetzt. Verantwortlich für das Naturgefahren-Management im Naturpark ist Davide Lurati. In kaum einer anderen Gegend in der Schweiz, so der Forstingenieur, seien Lawinenverbauungen und ein intakter Schutzwald so wichtig wie im Calancatal. Richtig wohl auf den abschüssigen Hängen fühlt sich die Capra Grigia, die für das Tal typische Graue Bergziege. Um ein Haar wäre sie von der Bildfläche verschwunden. 1997 startete die Stiftung "ProSpecieRara" eine Rettungsaktion für die bedrohten Tiere. Heute gibt es im Calancatal wieder einige Hundert der grauen Ziegen. Die von Züchterin Dorothea Rigonalli verbringen den Sommer auf der Alp Stabveder. Dort bleiben sie Tag und Nacht über im Freien. Ihre Milch wird zu einem besonders schmackhaften Käse verarbeitet. Der Raclettekäse der Rigonallis wurde schon zwei Mal als bester Käse Graubündens ausgezeichnet. Der einzige größere Betrieb im Tal ist der Steinbruch in Arvigo. Seit mehr als 100 Jahren wird dort der begehrte Calanca-Gneis abgebaut. Firmenchef Giovanni Polt führt den Familienbetrieb in dritter Generation. Das Gelände beeindruckt durch seine Steilheit und Höhe. Das macht den Abbau des Natursteins kompliziert.
05:55
Die Reihe gibt Einblicke in den Alltag von Menschen, die verschiedene Leidenschaften und Berufe oberhalb von 3000 Metern leben. Diesmal im Mittelpunkt: der Strahler Christoph Betschart. Der 35-Jährige ist seit zehn Jahren professioneller Strahler. Von Ende Mai bis September ist er allein oder mit seinem Bruder und anderen Hobbystrahlern in den Bergen rund um Andermatt unterwegs auf der Suche nach Kristallen. Ab Juli zieht es ihn auf über 3000 Meter an den Galenstock, wo er sein Gebiet abgesteckt hat. Auch dieses Jahr vermutet er an einigen Stellen große Funde. Zudem besitzt er gemeinsam mit seiner Familie einen kleinen Mineralienladen in Andermatt, der von seiner Ehefrau Carmen geführt wird. Sein Beruf ist gefährlich. Erst vor drei Jahren hat er einen guten Freund verloren, der beim Strahlen abgestürzt ist.
06:40
Die Serie gibt Einblicke in den abenteuerlichen Alltag von Menschen, die unterschiedliche Leidenschaften und Berufe oberhalb von 3000 Metern leben. In der ersten Folge steht Rebekka Frieden im Mittelpunkt. Sie ist 30 Jahre alt und arbeitet als Rettungssanitäterin bei der Air Zermatt. Ihren Traum, im Helikopter als Rettungssanitäterin unterwegs zu sein, hat sie sich durch harte Arbeit verwirklicht. Inzwischen ist sie die erste Frau in dieser Position bei der Air Zermatt und seit diesem Frühling selbstständig im Helikopter unterwegs. Der Film hat sie begleitet und zeigt, wie sie ihren Traumjob in der Zermatter Bergwelt, in einem männergeprägten Umfeld erlebt, persönliche Herausforderung meistert und sich gleichzeitig ihrer Vorbildfunktion bewusst ist.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
Lucas Cranach ist einer der großen Meister der Renaissance. Er hinterließ rund 5000 Gemälde. Aber ist die "Lucretia", die als eines seiner Hauptwerke gilt, wirklich aus seiner Hand? Das "Das Geheimnis der Meister"-Team um Kunsthistorikerin Bianca Berding begibt sich auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchiert es die Entstehungshintergründe des Werks und versucht sich an der perfekten Kopie. Lucas Cranach war Hofmaler und schuf Porträts der großen Persönlichkeiten seiner Zeit. Am bekanntesten sind seine Bildnisse von Martin Luther. Altarwerke und allegorische Gemälde zählen ebenso zu seinem umfassenden Werk. Neben seiner Werkstatt besaß er auch eigene Wälder als Quelle für die Holztafeln, die er als Malgrund nutzte. Die Miniatur "Lucretia", geschaffen in Cranachs meisterlicher Feinmalerei, greift eine römische Erzählung aus der Antike auf: Lucretia wird vergewaltigt und nimmt sich anschließend das Leben, um ihre vermeintlich verlorene Ehre wieder herzustellen. Lucas Cranach nutzt die heute befremdliche Erzählung, um im Jahr 1533 ein Aktbildnis durch ein moralisierendes Sujet zu rechtfertigen. In jeder Folge von "Geheimnis der Meister" wird ein Hauptwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild? Durch die Rekonstruktion werden nicht nur die Entstehungshintergründe der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider? Nach fünf Wochen Recherche und Malprozess hängen am Ende Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?
09:45
Klimawandel, steigende Produktionskosten, strengere gesetzlich Auflagen für viele Landwirte in Deutschland wird ihr Beruf immer unattraktiver. Manche Höfe finden häufig keinen Nachfolger. Dabei erfreut sich die Ausbildung zum Landwirt wachsender Beliebtheit. Doch es ist ein Beruf, der körperliche Kraft, viel Engagement, Leidenschaft und Offenheit für Neuerungen fordert. Barbara Steinberger wollte nach dem Abitur eigentlich Kunst oder Modedesign studieren - doch der elterliche Ackerbaubetrieb im niederbayerischen Großklöpfach in der Gemeinde Leiblfing ging der 27-Jährigen nicht aus dem Kopf. Seit einem Jahr ist sie als Betriebsleiterin auf dem Hof der Familie voll eingestiegen. Zwischen dem Generationenkonflikt mit Vater Alfons, Bangen um die Zuckerrüben und ihrem Influencer-Dasein steht für die junge Ackerbäuerin eins immer an erster Stelle: Ihre Passion für die Landwirtschaft. Matthias Kuhn hat einen Biohof in Dogern, Baden-Württemberg übernommen - ohne Eigenkapital. Hohe Schulden, hohes Risiko - für den Traum vom nachhaltigen Gemüsebau. Als Leiter des Eulenhofs trifft sein Idealismus auf die harte Realität. Der Preisdruck von Supermärkten und Discountern ist riesig, viele Kunden wollen das Geld nicht ausgeben, das ein Salat aus seinem Bio-Anbau kostet. Eine Zerreißprobe für den jungen Familienvater. 80 verschiedene Sorten, Vielfaltsgemüsebau, keine Pestizide - kann sein Traum vom Biobauernhof überleben? Auch Schweinebauer Simon Donhauser muss sich überlegen, wie er seinen Hof im bayerischen Kümmersbruck am Stadtrand von Amberg für die Zukunft aufstellen kann. Die Ferkelzucht allein rechnet sich nicht mehr. Er setzt auf Fischzucht und will eine große Aquaponik-Anlage bauen, in der Fisch und Gemüse gemeinsam gezüchtet werden. Doch die Nachbarn sträuben sich. Muss er seinen Plan begraben oder findet sich eine Lösung? Der Hof von Andreas Dengel in Rettenberg im Oberallgäu, ist seit 600 Jahren in Familienbesitz. Er hält die Tradition aufrecht: Seine Kühe sind im Winter im Stall angebunden und den ganzen Sommer auf den Bergweiden. Milchwirtschaft wie seit eh und je. Doch neue Haltungsvorschriften könnten das Aus für seinen Hof bedeuten. Wird er den Betrieb mit traditioneller Alpwirtschaft an seine Kinder weitergeben können? Eine "ZDF.reportage" über den Alltag auf deutschen Bauernhöfen.
10:20
Das Kardamomgebirge ist Heimat für Kambodschas wildlebende Elefanten. Im Schutzgebiet Phnom Samkos dokumentieren Kamerafallen das geheime Leben der letzten wilden Herden. Auch extrem seltene Tiere wie der Gaur oder der scheue Nebelparder streifen dort durch den Dschungel. Tierschützer wie Samorn Vireak hoffen, durch moderne Technik bedrohte Arten besser schützen zu können, bevor sie für immer verschwinden. Doch nicht nur die Tier-, sondern auch die Pflanzenwelt ist außergewöhnlich: Der Adlerholzbaum etwa liefert das Rohmaterial für eines der teuersten Duftöle der Welt - das sogenannte "Oud". Die Südliche Batagur-Schildkröte, auch Königsschildkröte genannt, galt einst in Kambodscha als ausgestorben. Heute ist sie eins der Nationaltiere Kambodschas. In einer Zucht- und Auswilderungsstation der "Wildlife Conservation Society" im südlichen Kardamomgebirge werden die Schildkröten liebevoll aufgezogen und nach Jahren ausgewildert. Eine Reise durch das Kardamomgebirge zeigt einen einzigartigen und dennoch bedrohten Lebensraum. Ranger, Biologen und Dorfbewohner setzen sich gemeinsam für den Erhalt der Artenvielfalt ein.
11:05
Das Kardamomgebirge im Südwesten Kambodschas ist eine grüne Schatzkammer der Biodiversität. Zahlreiche Menschen setzen sich mit Hingabe für den Schutz dieses einzigartigen Lebensraums ein. Darunter ehemalige Jäger, die heute Pangoline retten, eine Dorfgemeinschaft, die wilden Kardamom nachzüchtet, und zwei leidenschaftliche Orchideenscouts, die neue Arten entdecken und katalogisieren - was nicht immer ungefährlich ist. Der Herpetologe und "Wild Earth Allies"-Projektmanager Neang Thy erforscht Reptilien und Amphibien - viele von ihnen noch unbekannt oder endemisch. Seine Funde liefern wichtige Daten zum Verständnis der Artenvielfalt und unterstreichen die ökologische Bedeutung der Region. Orchideenscouts sammeln und bewahren seltene wilde Pflanzen für wissenschaftliche Zwecke. Dabei halten sie ihre Fundorte streng geheim. Denn Diebe stehlen die begehrten Orchideen und verkaufen sie zu hohen Preisen. Außerdem bedroht die Abholzung des Walds die seltenen Pflanzen. Im größten Regenwald Kambodschas liegt die Schönheit der Natur oftmals im Verborgenen: vom scheuen Gibbon bis zur zarten Orchidee, von glasklaren Wasserfällen bis zu nebelverhangenen Baumriesen.
11:45
Kristallklare Seen, schroffe Gipfel und urige Almen: Das Berchtesgadener Land zählt zu den beliebtesten Reisezielen Deutschlands. Die Region lockt mit spektakulärer Naturkulisse, tief verwurzelten Bräuchen und besonderen Menschen - ein Sehnsuchtsort für viele, für manche neue Heimat. Ob Klettersteig, Almleben oder Hüttenalltag: Die "ZDF.reportage: Urlaub im Berchtesgadener Land" begleitet Menschen, die in dieser einzigartigen Landschaft leben, arbeiten oder ihre Grenzen austesten. So wie Niklas Thomas, der sich trotz fehlender Erfahrung an einen Klettersteig wagt: "Meine Klettererfahrung begrenzt sich auf Kindertage." Doch für den atemberaubenden Blick über den Königssee lohnt sich jede Anstrengung. Für Veronika Veichtmeier ist das Berchtesgadener Land mehr als ein Urlaubsziel. Die 26-Jährige lebt einen Sommer lang als Sennerin auf einer Alm - ohne Handyempfang, dafür mit Kühen, Käse und klarer Bergluft. "Es ist nicht nur Kühe streicheln und in der Sonne liegen", sagt sie. "Die Magie ist wahnsinnig, das muss man alles aufsaugen." Auch Oliver Hoeft hat seinen Platz in den Bergen gefunden - als Hüttenkoch im Kärlingerhaus auf 1600 Metern Höhe. Er kocht für 140 Gäste, während draußen der Helikopter Lebensmittel anliefert. "Wenn da vorne die Bongmaschine rattert, ist das wie Sport", sagt er und schwenkt die Käsespätzle. Die Kapitänsmütze liegt neben ihr am Steuerrad. Da liegt sie immer, "weil dann läuft alles gut". Lena Barofke lenkt das Boot aus dem Hafen, die erste Fahrt des Tages. Als eine von wenigen Frauen fährt sie die berühmten Boote über den Königssee. Immer noch eine ziemliche Männerdomäne: "Skeptisch waren die sehr." Aber Lena hat sich gegenüber ihren Kollegen behauptet. Arbeiten mitten im Nationalpark, etwas Schöneres gibt es für sie nicht. Tief unter der Erde beginnt der Tag für Bergmann Oliver Schwab mit einem Gebet. Dann geht es 300 Meter hinab in den Berg, wo er Salz abbaut - das weiße Gold. "Manche sagen, der Berg weiß Geschichten, bevor sie passieren", sagt er. Für ihn ist der Beruf Berufung und Tradition zugleich. Die "ZDF.reportage" zeigt eindrucksvoll, wie eng Mensch und Natur im Berchtesgadener Land verbunden sind - und wie vielfältig das Leben in dieser besonderen Region sein kann.
12:20
Mineralwasser gilt als rein, gesund und natürlich. Doch ist das teure Markenwasser wirklich besser als Leitungswasser? Daniel Aßmann macht den großen Wasser-Check. In "Ausgerechnet - Wasser" besucht Daniel Aßmann einen Mineralbrunnen, spricht mit Experten und testet gemeinsam mit einer Comedienne und einem Wasser-Sommelier: Schmeckt man den Unterschied zwischen Marke und Discounter wirklich? Wie viele Mineralstoffe braucht gutes Wasser tatsächlich? Und was steckt hinter den Werbeversprechen der Hersteller? Ernährungsmedizinerin Dr. Viola Andresen klärt auf. Außerdem begleitet Daniel die Aufbereitung von Trinkwasser und geht der Frage nach: Ist Leitungswasser am Ende genauso gut wie Mineralwasser - nur deutlich günstiger?
12:50
Die alte Universitätsstadt Utrecht ist noch immer so etwas wie ein Geheimtipp. Dabei führt an der Stadt im Herzen Hollands kaum ein Weg vorbei. Sie ist umgeben von den wichtigsten Autobahnen und hat den verkehrsreichsten Bahnhof der Niederlande. Viele Besucher fahren auf dem Weg nach Amsterdam oder ans Meer nur an Utrecht vorbei oder durch. "Was für ein Fehler!", findet Moderatorin Simin Sadeghi. Sie entspannt an den Grachten, erkundet mit dem Food-Guide Guus van Deelen die Stadt, macht sich auf dem Rad vorbei an Hausbooten auf den Weg ins größte Fahrradparkhaus der Welt mit sage und schreibe 12.500 Stellplätzen. Außerdem besucht Simin ein Haus, das aussieht wie ein Mondrian-Gemälde: das Rietveld-Schröder-Haus. Und sie klettert auf den höchsten Kirchturm der Niederlande mit Blick bis nach Amsterdam. Aber wen interessiert schon Amsterdam? Malerische Grachten, etwas windschiefe Giebel und viele Fahrradfahrer, die gibt es schließlich auch in Utrecht! Und deutlich weniger Touristen als in der verstopften Hauptstadt.
13:20
Die Bretagne ist die größte Halbinsel Frankreichs. Ihre fast 3000 Kilometer lange Küste wechselt von mächtigen Granitklippen zu versteckten Buchten und weiten Sandstränden. Es ist eine geschichtsträchtige Region, in der die Legenden blühen, wo Traditionen und Brauchtum bis heute gepflegt werden. Die Küstenlandschaft ist von Wind und Wellen geprägt. Aber durch das milde Klima gedeiht an manchen Orten eine fast schon mediterrane Vegetation.
13:50
Nirgendwo sonst gibt es so viele Papageitaucher wie auf den isländischen Westmännerinseln. Doch immer weniger Küken der Vögel überleben. Die Isländer tun alles, um sie zu retten. In Island wurden Papageitaucher lange gejagt, aber diese Tradition wird heute infrage gestellt. Seit 2003 sinkt die Zahl der Vögel, denn sie finden nicht mehr genug von ihrer Hauptnahrung, den Sandaalen. Deren Bestand ist aufgrund der Meereserwärmung zusammengebrochen. Viele Touristen kommen auch deshalb nach Island, weil sie sich schöne Fotos von Papageitauchern erhoffen. Auf ihrer Suche stressen sie die brütenden Vögel oft unnötig. Wissenschaftler wie Erpur Snär Hansen, der Leiter des Naturforschungsinstituts von Südisland, plädieren für eine bessere Lenkung der Touristen und ein Verbot der Jagd auf Papageitaucher. Hansen und sein Team untersuchen den Zustand der Papageitaucher-Population jedes Jahr und machen sich große Sorgen. Sie befürchten, dass steigende Oberflächentemperaturen des Meeres den größten Teil der Papageitaucher in Süd- und Westisland innerhalb weniger Jahrzehnte vernichten werden.
14:30
Diese Weite! Diese Farben! Dieses Licht! Island bezaubert: Riesige Gletscher und einsame Kraterlandschaften, heiße Quellen und atemberaubende Fjorde machen Island zu einem Inseltraum. Rund 330.000 Menschen leben neun dunkle Wintermonate lang unter rauen Bedingungen. Im Sommer aber blüht Island auf: Die Mitternachtssonne taucht die Landschaft in Gold und Rot und Violett. Genau in dieser Zeit erkundet Autorin Barbara Lueg die Insel. Sie trifft etwa die Crossfitterin Björk. Die lässt gern die Muskeln spielen: "Ich wollte schon als Kind immer die Beste sein. Ich wollte immer gewinnen. Und jetzt bin ich 30 Jahre alt - und immer noch so!" In Akureyri, im Norden Islands, trainiert sie täglich stundenlang, hat schon mehrere Crossfit-Titel geholt. Gewichtheben, klettern, sprinten, turnen, darum geht es bei ihrem Sport. Das Zirkeltraining ist eines der härtesten Trainings der Welt. Genau deshalb passt es zu ihr und zu Island: Die Menschen dort, hoch oben im Norden, sind stark und eigenwillig. So wie auch der 42-jährige Hakon. Er lebt ganz im Süden Islands, auf einer kleinen Insel bei Traustholsthólmi. Schon als Jugendlicher hatte er nach Besuchen dort so ein Gefühl: "Es war für mich immer wunderbar, herzukommen. Statt von neun bis siebzehn Uhr irgendwo zu arbeiten, sollte man dorthin gehen, wo man sich zu Hause fühlt." Seit ein paar Jahren lebt Hakon deshalb auf der kleinen Insel, ganz ohne Wasser und Strom. Er lebt von dem, was die Landschaft hergibt, und dem, was ein paar Touristen bringen. "Ich folge eben meinem Herzen und baue mein Leben hier auf. Und auch, wenn ich hier allein bin: Einsam fühle ich mich nie!" Auch Robert ist seinem Herzen gefolgt: Einst verließ er Siglufjörður hoch im Norden der Insel, um die Welt zu sehen. Mit Fischfarmen machte er im Ausland Millionen - und investiert sie nun in seine Heimatstadt: Er holt Start-up-Firmen und Künstler, baut Hotels und Golfplätze, um der alten Heringsstadt Siglufjörður neues Leben einzuhauchen. "Wir Isländer sind eben Macher. Wir packen die Dinge anders an. Island ist als kleines Land schneller." Autorin Barbara Lueg und ihr Team zeigen ein Island, dessen Natur und dessen Menschen mitten ins Herz treffen. Weil sie Widrigkeiten trotzen und trotzdem Raum lassen. Weil die Menschen ihre Wurzeln nicht vergessen und trotzdem nach vorn schauen.
15:15
Wind, Wellen, Salz, Sonne und Entschleunigung pur - das sind die Ostfriesischen Inseln. Sieben bewohnte Sandhaufen: So nennen die Insulaner liebevoll ihr Zuhause im Watt. Von Ebbe und Flut, von Sturm und Zeit geformt. Und das Temperament der Einwohner bestimmt das Tempo auf den Inseln. Für die Reihe "Inselträume" bereist Peter Kunz alle sieben Ostfriesischen Inseln. Auch wenn die Fähre mal im Watt steckenbleibt oder die Pferde dem Kutscher auf den meist autofreien, überschaubaren Eilanden nur widerwillig gehorchen - der Erholung schadet es nicht, und die Droge Insel wirkt bei den meisten Urlaubern sofort. Denn an der Nordsee ist man der Natur ausgeliefert, und der Stress bleibt auf dem Festland. Was die Touristen besonders schätzen: "Man fühlt sich jedes Mal so, wenn man wieder hierherkommt, als wäre man gar nicht weg gewesen." Beständigkeit scheint der Zauber, der zumeist deutsche Ferienherzen höherschlagen lässt. Die Schäfers aus Bayern beispielsweise kommen schon zum zwölften Mal nach Juist. Doch es tut sich was auf den Inseln: Bei durchschnittlichen Quadratmeterpreisen liegt das ostfriesische Norderney in Deutschlands Norden ganz vorn, noch vor Sylt. Die Bewohner sind längst nicht mehr nur Ostfriesen. Die neuen Einheimischen kommen als Einwanderer aus vielen Himmelsrichtungen. Auch etliche polnische Saisonkräfte haben sich dort niedergelassen, eine neue Heimat erschaffen. Aber trotz Wandel bewahren die Inseln ihre Identität. Wattführer Akkermann, ein waschechter Ostfriese und studierter Realschullehrer, bringt auf den Punkt, was die Menschen auf den bewohnten Sandhaufen brauchen: "Man muss schon eine hohe Sozialkompetenz haben, damit man auf einer dieser Inseln gut klarkommt. Wer die nicht hat, der scheitert hier. Unwiederbringlich." Autor Peter Kunz erkundet die "Welten im Watt". Er nimmt die Zuschauer mit nach Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge - die sieben ungleichen Schwestern. Jede Insel hat ihr eigenes Gesicht, ihren eigenen Charakter - wie ihre Bewohner auch. Aber eines eint sie alle: Sie sind zähe, wetterfeste Typen, die den Gezeiten trotzen.
16:00
Die Halligen im nordfriesischen Wattenmeer sind einzigartig auf der ganzen Welt. Die winzigen Eilande liegen an der nordfriesischen Küste und sind weder Inseln noch Festland. Sie sind nicht durch Deiche geschützt und werden immer wieder von Salzwasser überspült. Wer dort leben will, Mensch wie Tier, muss den Gezeiten und Gewalten des Meeres trotzen. Das Biosphärenreservat Wattenmeer gilt als eine der wichtigsten Drehscheiben des Vogelzugs. Dort rasten die Zugvögel auf ihrem Weg zwischen südlichem Winterquartier und arktischem Brutgebiet. Die Halligen liegen nordwestlich der Stadt Husum. Die Eilande sind zwischen sechs und 960 Hektar groß und bilden in etwa einen Kreis um die Insel Pellworm. Im Übergangsbereich zwischen Land und Meer liegen verschiedene Lebensräume neben dem eigentlichen Watt: Salzwiesen, Dünen und Strände. Unter den extremen Bedingungen haben Tiere und Pflanzen besondere Fähigkeiten entwickelt, um zu überleben. Besonders die Salzpflanzen haben sich auf das Leben mit einem hochgradig salzhaltigen Boden eingestellt. Aber auch Tiere wie Krebse und Muscheln haben Strategien entwickelt, den Wechsel von Überflutung und Trockenheit zu überstehen. Im Wattenmeer leben über 3000 Tierarten, 250 davon kommen nur in den Salzwiesen vor. Im Wasser gibt es mehr als 60 Fischarten. Besonders wichtig ist das Wattenmeer als Laichgebiet für Schollen, Heringe und Seezungen. Der Nationalpark Wattenmeer ist auch ein Paradies für Kegelrobben, Schweinswale und Seehunde.
16:45
Endlose Strände, Dünen, die Heide und das Wattenmeer prägen die Landschaft von Sylt. Die größte Nordseeinsel Deutschlands ist aber auch ein Paradies für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Im Frühling und Herbst legen dort Tausende von Zugvögeln auf ihrem Weg zwischen Sibirien und Ostafrika einen Stopp ein. Doch Stürme setzen der Insel zu.
17:30
"Terra X" erzählt die Geschichte des Nordseeraums, von seiner Entstehung am Ende der letzten Eiszeit bis in die Gegenwart. Die Doku zeigt Völker und Nationen, deren Schicksal mit der Nordsee verwoben ist, und spürt den Mythen nach, die sich um das Meer ranken. Vom legendären Avalon über untergegangene Städte bis zum Seemannsgarn von Totenschiffen, Meeresgöttinnen und Riesenkraken. Mit einer Fläche etwa so groß wie Frankreich ist die Nordsee ein Winzling im Vergleich zu den Weltmeeren, aber für Europa, seine Entwicklung und Geschichte, von großer Bedeutung. Millionen Menschen leben an ihren Ufern, fast ein Viertel aller weltweiten Schiffsbewegungen findet dort statt, obwohl die Nordsee lediglich 0,2 Prozent der Weltmeeresfläche ausmacht. Die Geschichte ihrer Küstenbewohner ist eine Geschichte vom ewigen Kampf gegen die unberechenbaren Fluten. Er begann bereits lange vor der Zeitenwende, wie archäologische Funde belegen. Durch das Ausgreifen des Römischen Reiches nach Friesland geraten das Meer und seine Küstenlandschaften erstmals ins Blickfeld antiker Autoren. Römische Chronisten berichten von künstlichen Erdhügeln, die die Nordseevölker aufschütteten, um ihr Land vor der See zu schützen. Sie erzählen von einer merkwürdigen Welt, "nicht Meer und nicht Land", denn der starke Gezeitenunterschied, der das Watt entstehen lässt, ist für die Mittelmeerbewohner ein ungewöhnliches Phänomen. Die Überlieferungen erzählen auch von furchterregenden Göttern, die den römischen Eroberungsgelüsten die Stirn bieten. Trotzdem gelangen im 1. Jahrhundert nach Christus der Süden und Westen der Nordsee unter römische Kontrolle. Denn nach einigen gescheiterten Versuchen, England zu erobern, gelingt es den Römern Mitte des 1. Jahrhunderts nach Christus schließlich, auf der Insel dauerhaft Fuß zu fassen und die lokale Bevölkerung zu unterwerfen. Erst fünf Jahrhunderte danach verändern sich die Machtverhältnisse. Der Stern des Römischen Reiches sinkt unter dem Ansturm fremder Völkerschaften. Auch England gerät ins Blickfeld germanischer Stämme. Die Invasion der Angeln und Sachsen aus dem Bereich des heutigen Schleswig-Holstein ist der historische Hintergrund einer der berühmtesten europäischen Sagen, der von König Artus und seiner sagenhaften Burg Avalon. Aber der heroische Kampf des christlichen Herrschers gegen die heidnischen Invasoren wird heutzutage von den meisten Forschern ins Reich der Legende verbannt. Von vielen Geschichten umrankt sind auch die Wikinger, die seit dem frühen Mittelalter die Küsten des Nordseeraums heimsuchen. Doch neben ihren brutalen Überfällen auf Klöster und Siedlungen werden die Wikinger selbst zu Städtegründern und Händlern, die den Nordseeraum prägen. Ihre wagemutigen Fahrten auf technisch ausgeklügelten, hochseetüchtigen Schiffen lassen sie schließlich sogar zu den ersten Entdeckern Amerikas werden.
18:15
"Terra X" erzählt die Geschichte des Nordseeraums, von seiner Entstehung am Ende der letzten Eiszeit bis in die Gegenwart. Die Doku zeigt die Völker und Nationen, deren Schicksale mit der Nordsee verwoben sind, und spürt den Mythen nach, die sich um das Meer ranken. Vom legendären Avalon über untergegangene Städte bis zum Seemannsgarn von Totenschiffen, Meeresgöttinnen und Riesenkraken. Mit der Hanse tritt im Mittelalter eine neue Macht im Nordseeraum auf. Aus geschäftlichen Absprachen und einem lockeren Kaufmannsbund entsteht der erste Global Player, der sogar Königreichen trotzt. Als Piraten die Nordsee unsicher machen, greift die Hanse erbarmungslos durch. Einer der Freibeuterkapitäne wird zum Mythos: Klaus Störtebeker - ein Robin Hood der Nordsee. 1588 greift eine weitere Weltmacht in den Nordseeraum ein: Spanien. Doch der Versuch König Philipps II., England zu erobern, scheitert. Der "Blanke Hans", wie die Menschen im Norden ihre See respektvoll nennen, wird zum tödlichen Verbündeten der Engländer und ihrer Königin Elizabeth im Krieg gegen den mächtigsten Herrscher der Zeit. Seine riesige Flotte, die Armada, trifft auf einen seemännisch überlegenen Gegner und die Stürme der See. Philipps Kriegsgaleonen werden zerstört. Ein historischer Wendepunkt, der Englands Aufstieg zur unangefochtenen Seemacht markiert. Auch ein weiterer Nordseeanrainer, die Niederlande, schafft im 17. Jahrhundert ein weltumspannendes Imperium, eine Epoche, die als "Goldenes Zeitalter" in die Geschichte eingegangen ist. Damals entsteht der Mythos vom "Fliegenden Holländer", einem Handelskapitän, der in seinem Hochmut Gott herausfordert und ewig segeln muss. Hochmut bringt auch die Bewohner des sagenumwobenen Rungholt, des Atlantis des Nordens, zu Fall - so die Legende. Eine Stadt, die durch den Abbau von Salztorfen reich wurde. In der wohl verheerendsten aller Nordseekatastrophen, der "groten Mandränke" im Jahr 1362, dem "großen Ertrinken", finden angeblich 200.000 Menschen den Tod, wurden 100.000 Hektar Weideland zerstört - und Rungholt vernichtet. Sturmfluten sind von alters her eine Geißel der Nordseeküsten. Statistiken verzeichnen Dutzende teils verheerender Fluten seit der Antike. Und genauso alt ist der Versuch der Menschen, Bollwerke gegen die Wassermassen zu errichten. "Wer nicht deichen will, muss weichen", lautet ein altes Sprichwort an der deutschen Nordseeküste. Tausende von Arbeitern, die Koyer, schufteten in früheren Zeiten mit Spaten und Karren und schufen in Generationen die ersten Bollwerke gegen die See. Doch oft genug hielten sie nicht stand, wie etwa bei der Sturmflut, die 1953 große Teile der Niederlande verwüstete und im gesamten Nordseeraum über 2000 Menschenleben kostete. Seit damals hat der Küstenschutz gigantische Ausmaße angenommen. Denn der Kampf gegen die Kräfte der Nordsee kennt keine Waffenruhe. Heute kommt modernste Technik zum Einsatz, helfen Computer, die gefürchteten Sturmfluten planbar zu machen. Zusammengenommen bilden die Wehre und Deiche der Nordsee das größte globale Bauwerk.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Still, klar, zeitlos: Jan Vermeer verwandelt Alltagsmomente in ikonische Kunst. Was steckt hinter der besonderen Ruhe und der Faszination seiner berühmten Bilder? In Delft entstehen Vermeers ruhige Szenen aus dem Alltag: Menschen beim Lesen, Musizieren, Schreiben oder bei der Hausarbeit. Seine Gemälde erzählen stille Geschichten voller Licht und Detailreichtum - eine zeitlose Schönheit, die Betrachter bis heute fesselt. Jan Vermeer (1632-1675) wächst in Delft auf, einer kleinen Handelsstadt in den Niederlanden, deren Architektur, Licht und Alltagsleben seine künstlerische Welt prägen. Schon früh zeigt sich sein außergewöhnliches Gespür für Komposition, Farbe und Perspektive, das ihn zu einem der bedeutendsten Maler des Goldenen Zeitalters macht. Umgeben von den Gassen, Kanälen und dem besonderen Licht der Stadt entwickelt er einen Blick für feine Details, subtile Farbabstufungen und die stille Wirkung von Szenen, die sonst unbemerkt blieben. In seinen Werken verwandelt Vermeer alltägliche Szenen in eindringliche Momentaufnahmen von zeitloser Schönheit. Licht fällt auf sorgfältig inszenierte Szenen, die scheinbar zufällige Augenblicke festhalten, und gibt selbst kleinsten Details eine unvergleichliche Präsenz. Berühmte Werke wie "Das Mädchen mit dem Perlenohrring" und "Die Milchmagd" gelten heute als Ikonen der Malerei und zeigen, wie Vermeer Licht, Farbe und intime Beobachtung zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen lässt. Obwohl Vermeer früh stirbt, hinterlässt er ein Werk von großer Klarheit und stiller Kraft. Seine Bilder beeindrucken durch ihre ruhige Intensität und feinsinnige Erzählkraft, und sie werden bis heute weltweit bewundert. Sie machen Vermeer einem bedeutenden Künstler des niederländischen Barocks.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Mit ihrer wilden Landschaft ist die Bretagne ein Sehnsuchtsziel in Europa. Der Westen Frankreichs ist umrandet vom Meer. Stürmisches Wetter und ein raues Klima verleihen ihm eigenen Charme. Im Binnenland liegen tiefe Wälder und hügelige Heide, an den Küsten zerklüftete Steilhänge mit bizarren Felsformationen, dazwischen karibisch anmutende Strände mit weißem Sand. Kein Ort ist weiter als 80 Kilometer von der Küste entfernt. Die meisten Bretonen leben von und mit dem Meer. Der Film von Elke Bille erzählt die Geschichte typischer Bretonen. Sie zeigen ihren Alltag und ihre Herausforderungen. Die Reise beginnt am Mont Saint-Michel. Der liegt zwar offiziell in der Normandie, ist aber in Sichtweite der Bretagne. Das Örtchen Cancale ist berühmt für seine Austern. Familie Raccine betreibt an der Promenade ein kleines Restaurant, in dem es ausschließlich Austern aus der eigenen Zucht gibt. Die Bänke, auf denen die Austern wachsen, stehen mitten im Meer und sind mit dem Trecker nur bei Ebbe erreichbar. Jedes Mal ein Wettlauf mit den Gezeiten, denn nur knapp sechs Stunden haben sie Zeit, Austern zu ernten und sich um die Zucht zu kümmern, dann setzt die Flut mit starker Strömung wieder ein. In Saint-Malo gibt es das Phänomen der Springflut, die "grande marée", die besonders bei Sturm den ufernahen Häusern mit hohen Wellen heftig zusetzt. In der Nähe von Saint-Malo liegt das Gezeitenkraftwerk La Rance, das 1966 gebaut wurde und mehr als 40 Jahre lang das größte Kraftwerk seiner Art war. Die Bretagne ist berühmt für Buchweizen. Früher ein Arme-Leute-Getreide, heute dagegen eine kulinarische Spezialität des Landes, besonders als Zutat von Galettes. Im Mittelalterstädtchen Vitré dreht sich fast alles um den Buchweizen: Landwirt Immanuel Guardon baut ihn vor den Toren der Stadt an, der Müller Arnaud Chenard mahlt ihn in der ältesten Mühle der Gegend zu Mehl, das Nadine Keroudan in ihrem Food-Truck für Galettes auf dem Markt verwendet. In Lamballe liegt ein Nationalgestüt aus Napoleonischer Zeit. Dort ist die Hengststation für die berühmte Zugpferderasse der Bretagne, Postier Breton. Kutscher Stephane Baillif trainiert die Pferde und bildet sie aus. Und er geht mit ihnen zur Arbeit, mitten in Lamballe. Etwas weiter westlich liegt Brocéliande. Der Sage nach soll dort Merlin begraben sein. Typisch bretonisch sind die Epagneul Bretons, eine bretonische Jagdhundrasse. Patrick Morin züchtet mit großem Erfolg, doch jedes Mal, wenn ein Kunde ein Tier abholt, steht der Züchter vor einer besonderen Herausforderung: Wird der Hund das neue Herrchen akzeptieren? In Carantec betreibt Jean Marie Jezequel eine kleine Werft, in der ausschließlich Holzboote gebaut werden. Schon der Urgroßvater baute an der Bucht von Morlaix kleine Jachten. Später übernahmen der Großvater und dann der Vater die Werft. Heute ist Jean-Marie der Chef in einer der letzten Werften in Frankreich, die Holzjachten baut. Etwas weiter an der Küste Richtung Westen liegt im Finistère das Örtchen Plouguerneau. Dort züchtet Sylvain Huchette mitten im Atlantik Abalonen, also Seeohren, eine Schneckenart. Er ist der erste Züchter dieser Schnecken in Europa und beliefert Pariser Gourmetrestaurants. Ouessant ist die westlichste Insel Frankreichs. Sie ist berühmt für ihre fünf Leuchttürme und liegt sehr einsam weit draußen vor dem Festland. Dort lebt Charlene Creac'h, eine junge Schäferin, die sich vor vier Jahren mit ihrer Milchschafherde selbstständig gemacht hat. Eine große Aufgabe mit viel Verantwortung, sagt sie, aber sie wollte unbedingt auf Ouessant leben, denn nirgendwo gibt es mehr Freiheit und Zusammenhalt als auf dieser Insel. Von Ouessant geht es über Crozon weiter nach Quimper. Dort baut Marin Lhopiteau ganz besondere Instrumente: keltische Harfen in echt. Eine filmische Entdeckungsreise zum Staunen und Träumen entlang der Küste und quer durch die magische Bretagne.
21:45
Verträumte Dörfer in den Hügeln, mediterrane Küche und ein super Klima - die Provence ist ein Sehnsuchtsort. Etwas abseits der touristischen Hauptrouten, östlich von Marseille, liegt die Provence Verte. "Erlebnisreisen" erkundet diese Region in Südfrankreich.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
"Wie die Liebe geht" ist ein beobachtender Dokumentarfilm, der den Verlauf der Liebes- und Lebensgeschichten von drei Paaren aus Deutschland über sieben Jahre - 2016 bis 2023 - erzählt. Die Protagonisten-Paare - Nici und Benni aus Berlin, Nicola und Mirko aus Bremen, Patty und Sarah aus NRW - sind zu Beginn der filmischen Beobachtung allesamt bis über die Ohren verliebt und überzeugt, dass sie ihr Leben fortan gemeinsam verbringen möchten. Sie heiraten, gründen Familien, schreiben Doktorarbeiten und träumen von einer heilen schönen Zukunft. Bis der stressige Alltag, ein zuweilen etwas glanzloses Elternsein und ein Liebesungleichgewicht in der Beziehung zu Herausforderungen werden, die nicht jedes Paar bewältigen kann. Ein Paar wird zudem völlig unvorhersehbar von einem Schicksalsschlag getroffen und muss nicht nur die Liebe, sondern das ganze Leben von Grund auf neu sortieren. Auf dem ereignisreichen Weg dieser sieben Jahre geht Liebe verloren, aber sie transformiert sich auch zu etwas Neuem und bleibt in anderer Form bei allen bestehen. Sie trägt sich weiter in den Kindern, die am Ende zu kleinen Persönlichkeiten herangewachsen sind und enthüllt angesichts größter Herausforderungen einen schönen wahren Kern, der die Zuschauer wehmütig und dennoch hoffnungsvoll in die eigene private Zukunft entlässt. Gemacht wurde dieser berührende Langzeitdokumentarfilm von Judith Keil und Antje Kruska, zwei Berliner Regisseurinnen und Produzentinnen.