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TV Programm für 3sat am 23.07.2026

Nationalparks - Geschützte Naturwunder 04:00

Nationalparks - Geschützte Naturwunder: Göreme - Die Felsen der Türkei

Natur und Umwelt

Inmitten der zentraltürkischen Region Kappadokien liegt der Göreme-Nationalpark. Seine Landschaft weist einzigartige, kegelförmige Felsformationen auf, die als "Feenkamine" bekannt sind. Vor allem Fahrten mit dem Heißluftballon über die Landschaft sind beliebt. Hinter der spektakulären Kulisse verbirgt sich jedoch auch eine beeindruckende Kulturgeschichte: In den weichen Tuffsteinklippen lassen sich Höhlenkirchen und uralte Behausungen entdecken. Von frühen Christen wurden regelrechte Höhlenstädte in diese Felsen gegraben, in denen sie sich vor ihren Feinden versteckten. Manche der angenehm temperierten Höhlenhäuser sind bis heute bewohnt oder werden als Hotel genutzt. Wie der Name Kappadokien - übersetzt "Land der schönen Pferde" - ahnen lässt, sind Pferde seit der Antike ein Teil der Landeskultur. Einst als Arbeitstiere gezüchtet, leben viele von ihnen heute halbwild in den Bergen und bieten Besuchern einzigartige Fotomotive.

Nationalparks - Geschützte Naturwunder 04:40

Nationalparks - Geschützte Naturwunder: Los Glaciares - Argentiniens ewiges Eis

Natur und Umwelt

Der Nationalpark Los Glaciares liegt auf der argentinischen Seite Patagoniens. Ein weites, windgepeitschtes Land mit Gletschern, türkisfarbenen Seen und atemberaubenden Bergpanoramen. In eindrucksvollen Bildern - darunter spektakulären Drohnenaufnahmen - führt diese Dokumentation durch Argentiniens wilden Süden. Sie stellt nicht nur die Naturschätze vor, sondern auch seine Bewohner, die eng mit ihrer Heimat verwurzelt sind. Zu Wort kommen Bergführer und Tourguides, die alles daransetzen, Besucher für den Schutz der Gletscherlandschaft zu sensibilisieren. Aber auch Kunstschaffende, deren Werke im Einklang mit der Natur stehen. Sie verdeutlichen, wie sehr Klimawandel und Gletscherschwund dem 4459 Quadratmeter großen Nationalpark zusetzen. Stationen der Reise sind neben den namensgebenden Gletschern auch die Gemeinden El Calafate und El Chaltén. Aber auch die artenreiche Laguna Nimez am Ufer des mächtigen Lago Argentino, deren größte Attraktion die rosafarbenen Flamingo-Kolonien sind. In El Chaltén - einem Hotspot der Trekking-Community - berichten Kletter-Guides und Bergretter über die Herausforderungen ihres Berufsalltags.

Nationalparks - Geschützte Naturwunder 05:25

Nationalparks - Geschützte Naturwunder: Cévennen - Frankreichs wilder Süden

Natur und Umwelt

Im Süden des französischen Zentralmassivs erstreckt sich der Cevennen-Nationalpark. Wo einst Dinosaurier umherstreiften, findet sich heute ein Naturparadies par excellence. Saftig grüne Berge, karge Hochebenen und tiefe Schluchten prägen diese Landschaft, die im Gegensatz zu Frankreichs Küsten noch nicht vom Massentourismus entdeckt worden ist. Dabei finden sich dort die wohl spektakulärsten Flusslandschaften des Landes. Die Reise beginnt im Dorf Valleraugue, wo im Frühsommer große Schafherden auf die Weiden getrieben werden. Der "Transhumanz" genannte Brauch gehört zum Immateriellen UNESCO-Welterbe Frankreichs und ist in den Cevennen tief verwurzelt. Von dort aus geht es weiter zum Mont Aigoual, dem zweithöchsten Berg der Cevennen. Auf seinem sturmgepeitschten Gipfel thront eine Wetterstation mit Observatorium. In der Nähe der Ortschaft Meyrueis liegt die Tropfsteinhöhle Aven Armand. Sie beeindruckt mit einem Wald aus über 400 Stalagmiten - eine Pracht, die der Höhlenforscher Édouard Alfred Martel als "Traum aus Tausendundeiner Nacht" beschrieb.

Die Bretagne - Frankreichs wilde Küste 06:15

Die Bretagne - Frankreichs wilde Küste

Landschaftsbild

Die Bretagne ist die größte Halbinsel Frankreichs. Ihre fast 3000 Kilometer lange Küste wechselt von mächtigen Granitklippen zu versteckten Buchten und weiten Sandstränden. Es ist eine geschichtsträchtige Region, in der die Legenden blühen, wo Traditionen und Brauchtum bis heute gepflegt werden. Die Küstenlandschaft ist von Wind und Wellen geprägt. Aber durch das milde Klima gedeiht an manchen Orten eine fast schon mediterrane Vegetation.

Portugal von oben 06:45

Portugal von oben

Dokumentation

Ganz im Südwesten Europas warten endlos lange Sandstrände, eine wilde Natur und malerische Dörfer und Städte: Besonders aus der Luft zeigt sich die ganze Schönheit Portugals. Portugal ist eine Entdeckernation. Ab dem 15. Jahrhundert bereisen die Portugiesen die Weltmeere, bringen Schätze und Reichtümer mit. Heute entdecken viele Besucher Portugals reiche Natur und Kultur. In Portugal vereinen sich Land und Meer. An die Strände der Algarve im Süden des Landes zieht es viele Touristen. An der Westküste reiten die besten Surfer der Welt Riesenwellen. Doch das Herz des Landes schlägt in Lissabon. Die Metropole am Atlantik bietet ein vielfältiges Kulturleben und lädt zum Flanieren ein. Die Geschichte Portugals ist geprägt vom Krieg. Seine Gründung im Jahr 1143 fällt in die Zeit der Reconquista, der Zurückdrängung der muslimischen Mauren von der Iberischen Halbinsel durch christliche Herrscher. Das Land muss sich seine Unabhängigkeit immer wieder erkämpfen. Mehrfach greifen die Spanier nach ihrem westlichen Nachbarn. Viele historische Burgen und Wehranlagen aus den Jahrhunderten sind erhalten und zeugen von dieser Zeit. Ein Besuch gleicht einer Reise ins Mittelalter. Ab dem 15. Jahrhundert steigt Portugal zum Imperium auf. Sein Kolonialreich umspannt den Erdball. Die Portugiesen treiben Handel und tragen ihren katholischen Glauben in die Welt. Prachtvolle Kirchen und Klöster zeugen von tiefer Frömmigkeit und großem Reichtum.

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:05

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:30

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:33

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz: Im "Glacier Express" von Zermatt nach St. Moritz 09:05

Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz: Im "Glacier Express" von Zermatt nach St. Moritz

Tourismus

Der "Glacier Express" nennt sich stolz "langsamster Schnellzug der Welt". Vom Matterhorn bis ins Engadin nimmt der Zug seine Gäste mit auf eine unvergessliche Reise quer durch die Schweiz. Über 291 Brücken und durch 91 Tunnel schlängelt sich der legendäre "Glacier Express" auf seiner achtstündigen Fahrt von Zermatt bis in das mondäne St. Moritz. Auf seiner Strecke durchfährt der Zug die atemberaubenden Landschaften der Kantone Wallis, Uri und Graubünden. Im Walliser Bergdorf Zermatt unterhalb des Matterhorns beginnt die Reise mit dem "Glacier Express". Seit einem Jahr bietet der Zug seinen Passagieren eine neue Luxusklasse, genannt "Excellence". Kim Varela Maneta ist Portugiese und kümmert sich als Concierge um das Wohlbefinden seiner Gäste. In der Küche zaubert sein Kollege und Koch Kaila auf nur wenigen Quadratmetern Essen für die hungrigen Touristen. Durch das Mattertal fährt der Zug vorbei an Visp und Brig. Danach geht es weiter durch das Goms und den Furkatunnel bis in den Kanton Uri. Bei einem kurzen Abstecher zur historischen Furkabahn lernt das Filmteam Michaela Rapp kennen. Die junge Deutsche hat ihre Leidenschaft für Eisenbahnen zum Beruf gemacht und arbeitet in Chur für die Rhätische Bahn. Nachdem der "Glacier Express" das Urserental und Andermatt hinter sich gelassen hat, geht es über den Oberalppass nach Graubünden. Zwischen Disentis und Chur passiert der Zug schließlich die spektakuläre Rheinschlucht. Dort lebt der Bahn-Fotograf Tibert Keller in einem ehemaligen Bahnwärterhäuschen und zeigt, wie er seine spektakulären Fotos macht. Nachdem der Zug das weltberühmte Landwasserviadukt zwischen Chur und Filisur überquert hat, trefft das Filmteam in Samedan Armin Brügger und seine Kollegen vom "Club 1899". Mit viel Liebe und Leidenschaft restaurieren die Herren historische Lokomotiven und Eisenbahnen. Wenig später endet die Fahrt des "Glacier Express" am Bahnhof in St. Moritz.

Kroatien - Land der tausend Inseln 09:45

Kroatien - Land der tausend Inseln

Dokumentation

Historische Stätten und malerische Natur: Kroatien bietet auf kleinem Raum eine beeindruckende landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Nicht umsonst erlebt das Land einen Tourismusboom. Während der Reise entlang der Adriaküste erfährt man mehr über die Geschichte Kroatiens und trifft auf spannende Charaktere: vom Angestellten einer Meerwassersaline über eine Weinbäuerin von der Insel Hvar bis hin zu Lehrern der Steinmetzschule in Pucišca. Erste Station ist Dubrovnik, die "Perle der Adria". Als Kulisse für Film- und TV-Produktionen ist die Stadt groß im Geschäft. Das hat Folgen: Vor allem in den Sommermonaten ist Dubrovnik völlig überlaufen. Aber abseits der Touristenpfade laden kleine Seitengassen zum Verschnaufen ein. Danach geht es weiter nach Mali Ston. Die Salzproduktion hat dort eine lange Tradition. Doch auch eine andere Spezialität findet in der Bucht optimale Bedingungen: Austern aus Mali Ston gelten als Delikatesse. Auf Hvar fühlt sich der Jetset wie zu Hause. Die Insel ist eine der sonnenverwöhntesten in Europa und punktet mit historischen Baudenkmälern und mediterraner Gelassenheit.

Portugal von oben 10:15

Portugal von oben

Dokumentation

Ganz im Südwesten Europas warten endlos lange Sandstrände, eine wilde Natur und malerische Dörfer und Städte: Besonders aus der Luft zeigt sich die ganze Schönheit Portugals. Portugal ist eine Entdeckernation. Ab dem 15. Jahrhundert bereisen die Portugiesen die Weltmeere, bringen Schätze und Reichtümer mit. Heute entdecken viele Besucher Portugals reiche Natur und Kultur. In Portugal vereinen sich Land und Meer. An die Strände der Algarve im Süden des Landes zieht es viele Touristen. An der Westküste reiten die besten Surfer der Welt Riesenwellen. Doch das Herz des Landes schlägt in Lissabon. Die Metropole am Atlantik bietet ein vielfältiges Kulturleben und lädt zum Flanieren ein. Die Geschichte Portugals ist geprägt vom Krieg. Seine Gründung im Jahr 1143 fällt in die Zeit der Reconquista, der Zurückdrängung der muslimischen Mauren von der Iberischen Halbinsel durch christliche Herrscher. Das Land muss sich seine Unabhängigkeit immer wieder erkämpfen. Mehrfach greifen die Spanier nach ihrem westlichen Nachbarn. Viele historische Burgen und Wehranlagen aus den Jahrhunderten sind erhalten und zeugen von dieser Zeit. Ein Besuch gleicht einer Reise ins Mittelalter. Ab dem 15. Jahrhundert steigt Portugal zum Imperium auf. Sein Kolonialreich umspannt den Erdball. Die Portugiesen treiben Handel und tragen ihren katholischen Glauben in die Welt. Prachtvolle Kirchen und Klöster zeugen von tiefer Frömmigkeit und großem Reichtum.

Die Cevennen - Frankreichs unberührter Süden 11:00

Die Cevennen - Frankreichs unberührter Süden

Landschaftsbild

Gewaltige Hochplateaus, Karstlandschaften, tiefe Schluchten und ausgedehnte Wälder: Im Süden Frankreichs erstrecken sich die Cevennen über die Departements Lozère, Gard und Hérault. 1970 wurde der Cevennen-Nationalpark gegründet, einer der größten Nationalparks Frankreichs. 2011 erklärte die UNESCO die Region zum Welterbe. Der Film geht auf eine Entdeckungsreise in eine einmalige Landschaft mit einzigartiger Tier- und Pflanzenwelt. Auf dem Mont Aigoual, dem zweithöchsten Berg der Cevennen, befindet sich die letzte ganzjährig bewohnte Wetterstation Frankreichs. Die Meteorologinnen und Meteorologen müssen im Winter bei Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern hinaus, um die empfindlichen Messinstrumente zu kontrollieren. Im Mai und Juni riskieren Vogelschützerinnen und Vogelschützer alles, um junge Gänsegeierküken in den Steilwänden der Schluchten der Flüsse Jonte und Dourbie zu beringen. In schwindelerregender Höhe lassen sie sich zu den Nestern herab und beringen so bis zu 50 Küken pro Saison. Seit 1981 wurden Geier in den Cevennen wiederangesiedelt. Ihr Bestand hat sich inzwischen mit über 600 Gänsegeiern erholt. Auch Biber wurden wiederangesiedelt und leben vor allem an den Flüssen Tarn und Tarnon. Die Cevennen leben mit ihrer großen Vergangenheit. Zeugnis davon sind die alte Dampfeisenbahn, die von April bis Oktober Eisenbahnbegeisterte durch die Täler der Cevennen fährt, und die ehemaligen Seidenspinnereien, die seit dem 18. Jahrhundert Reichtum in die Region brachten. Die Zucht von Seidenraupen erlebt heute ein kleines Comeback.

Die Drachenwand - Fels der Mythen und Massen 11:45

Die Drachenwand - Fels der Mythen und Massen

Dokumentation

Die Drachenwand am Mondsee in Oberösterreich: ein markanter Berg voller Mythen - und ein Anziehungspunkt für Tausende, die zwischen Abenteuerlust und Überforderung unterwegs sind. Die Dokumentation zeigt den stark frequentierten Klettersteig, auf dem jährlich bis zu 20.000 Menschen unterwegs sind - oft schlecht vorbereitet. Bergrettung und Betreiber stoßen angesichts der Massen dabei immer wieder an ihre Grenzen. Gleichzeitig begleitet der Film Einheimische, die die Drachenwand fernab der Massen erleben - frühmorgens oder bei Vollmond. Alte Sagen von Drachen und Teufel werden lebendig. Eindrückliche Naturbilder und persönliche Geschichten zeichnen dabei das Porträt eines Bergs zwischen Mythos, Faszination und Herausforderung.

Servicezeit-Reportage: Der Haushalts-Check mit Yvonne Willicks 12:10

Servicezeit-Reportage: Der Haushalts-Check mit Yvonne Willicks: Über den Tellerrand geschaut - Gutes Geschirr für jeden Tag

Wirtschaft und Konsum

Teller, Schüsseln, Tassen - die Schränke der Deutschen sind voll mit Geschirr. Ob zusammengewürfelt oder als passendes Set, gekauft, geschenkt oder geerbt, mit Dekor oder einfarbig. Oft hängt das Herz an Teller und Tassen. Doch was und wie viel braucht man wirklich? Was zeichnet gute Qualität aus? In der zweitältesten Porzellanmanufaktur Deutschlands blickt Verbraucherjournalistin Yvonne Willicks hinter die Kulissen der Porzellanproduktion. Was tun, wenn das Erbgeschirr eine Macke hat oder man längst nicht mehr erhältliche Teile ersetzen möchte? Yvonne Willicks begibt sich auf Zeitreise zur Geschirrbörse von Elisabeth Hoffmann - sie beherbergt ein ganzes Haus voller uralter Porzellanschätze. Reicht das günstige Geschirr aus dem Möbelhaus oder sollte man für langlebiges Geschirr doch eher tiefer in die Tasche greifen? Wie teuer muss gutes Geschirr sein? Der Labortest bringt Klarheit. Graue Kratzspuren auf dem hellen Teller - muss da direkt ein neuer her? Als Hauswirtschaftsmeisterin kennt Yvonne Willicks die Tipps und Tricks, um neuen Glanz in das Geschirr-Regal zu bringen.

Unkraut 12:40

Unkraut: Heißzeit - Bedrohte Natur in den Alpen

Dokumentation

Die Durchschnittstemperaturen in den Alpen steigen doppelt so schnell wie im globalen Mittel. Seit 1970 hat sich die Temperatur um fast zwei Grad erhöht. Tiere und Pflanzen, die an Eis, Kälte und die kargen Bedingungen der hochalpinen Landschaft angepasst sind - kommen unter Druck. Gämsen mit ihrem dicken Fell können das nicht einfach wie einen Pullover abstreifen. Sie leiden zunehmend unter Hitzestress. Aber auch Gliedertiere, wie der Gletscherweberknecht, brauchen Eis und Kälte. Mit dem rasanten Abschmelzen der Gletscher könnten diese seltenen Eisbewohner verschwinden, befürchten Forscher. Sie warnen: Artenvielfalt ist die Grundlage unseres Lebens. Wenn immer mehr Arten verschwinden, könnten wichtige Bausteine verloren gehen. Aber wie gut stehen die Chancen, dass die Bewohner der Alpen sich an die steigenden Temperaturen anpassen? Oder vielleicht in höhere Regionen ausweichen? "Unkraut" begleitet Wissenschaftler auf einer Spurensuche zu Schneesperling, Gams und Gletscherweberknecht.

Die Elefanten der Victoriafälle 13:10

Die Elefanten der Victoriafälle

Land und Leute

Die Victoriafälle gehören zu den spektakulärsten Naturwundern Afrikas. Aber nicht nur Menschen zieht es dorthin - auch viele Wildtiere, denn dort können sie ihren Durst löschen. Der Sambesi speist die mächtigen Victoriafälle. Um an seinen Ufern zu trinken, laufen Elefanten oft durch die Stadt Victoria Falls, denn die liegt mitten auf einer ihrer alten Wanderrouten. Das führt immer wieder zu Konflikten zwischen Menschen und Elefanten. Der schottische Missionar und Afrikaforscher David Livingstone hatte im November 1855 ein Erlebnis, das ihn zutiefst beeindruckte. Er gilt als der erste Europäer, der die größten Wasserfälle Afrikas erblickte. Er nannte sie "Victoria Falls" - zu Ehren der damaligen britischen Königin Victoria. Mittlerweile gehören sie zum Weltnaturerbe der UNESCO. Lange vor Livingstone taufte die einheimische Bevölkerung die Fälle "Mosi-oa-Tunya", was "donnernder Rauch" bedeutet. Diesen klangvollen Namen verdienen die Victoriafälle vor allem nach der Regenzeit, wenn riesige Wassermassen in die Tiefe stürzen und hoher Sprühnebel entsteht, der noch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen ist. Daher regnet es in unmittelbarer Umgebung der Wasserfälle fast ständig. Die Anziehungskraft der Victoriafälle besteht auch darin, dass die Umgebung bis heute ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Landschaft und Wasserfälle sehen noch weitgehend so aus, wie Livingstone sie vorgefunden hatte. Besondere Bedeutung hat der Sambesi auch für Wildtiere, denn die Victoriafälle liegen mitten in einem wichtigen Netzwerk großer Schutzgebiete. Obwohl es an den Fällen Wasser im Überfluss gibt, ist ihre Umgebung sehr trocken. Die Tiere sind auf das lebenspendende Wasser des Sambesi angewiesen. Die Stadt Victoria Falls wurde mitten auf einer alten Wanderroute von Elefanten errichtet, die immer wieder in der Stadt auftauchen und Menschen gefährden. Lokale Naturschützer statten daher Elefanten mit Sendehalsbändern aus. Eine heikle Operation, doch die Mühe lohnt sich. Mit den Ergebnissen möchten die Naturschützer von "Connected Conservation" und vom "Victoria Falls Wildlife Trust" mehr Informationen über die Wanderungen der Dickhäuter erhalten. Ziel ist es, besser zu verstehen, wann die Elefanten gefährlich werden. Die Dokumentation von Axel Gomille zeigt in herausragenden Bildern die Schönheit eines der größten Naturwunder Afrikas und geht der Frage nach, wie die Koexistenz von Menschen und Elefanten besser gelingen kann.

Die Großkatzen der Masai Mara 13:40

Die Großkatzen der Masai Mara: Auf der Jagd

Tiere

Gnus, Zebras, Antilopen und Gazellen durchwandern die Savanne. Die Herden mit ihren Jungtieren stellen eine willkommene Futterquelle für Raubkatzen wie Löwen, Geparde und Leoparden dar. Dabei zeigen die Großkatzen unterschiedliche Jagdweisen. Während Löwen im Rudel jagen, sind Geparde Einzeljäger. Dank ihrer Schnelligkeit sind sie bei der Hetzjagd oft erfolgreich. Jaguare hingegen bevorzugen die passivere Anschleich- und Lauerjagd.

Die Großkatzen der Masai Mara 14:25

Die Großkatzen der Masai Mara: In der Kinderstube

Tiere

Schakale, Hyänen und Servale gehören zu den kleineren Jägern der Savanne. Sie alle müssen Beutetiere erlegen, um ihren Nachwuchs zu versorgen. Die Konkurrenz unter den Raubtieren ist groß. Geparde sind mit Spitzengeschwindigkeiten von rund 100 Kilometern pro Stunde die schnellsten Landtiere der Welt. Nach den anstrengenden Sprints müssen sie sich ausruhen - häufig nutzen Hyänen diese Schwäche aus, um den erfolgreichen Jägern ihre Beute abzunehmen.

Freche Viecher 15:10

Freche Viecher: Nandus

Tiere

Die einzige Kolonie wilder Nandus in Europa lebt in einem kleinen Areal in Norddeutschland. Dort brachen die Vorfahren der straußenähnlichen Vögel vor circa 20 Jahren aus einem Gehege aus. Seither vermehren sie sich ungestört. Landwirte beklagen Ernteverluste, und Naturschützer vermuten einen Einfluss auf seltene Insekten. Ein Forscher ist den größten Vögeln Europas auf der Spur. Nandus mögen es in der Regel eher warm. Sie leben in den offenen Pampas und Ebenen Südamerikas und sind dort vom Aussterben bedroht. Wegen ihrer Federn, ihrer Lederhaut und auch für das Fleisch werden sie in Europa in Farmen gehalten. Einige Exemplare entwichen zwischen 1999 und 2001 aus einem Privatgehege bei Lübeck. Seitdem tauchen Nandus im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern auf. In der offenen Landschaft dominieren weitläufige Agrarsteppen. Dort finden die Nandus, was sie brauchen, um kalte Winter zu überstehen: Raps, Rüben und Maispflanzen aus der modernen industriellen Landwirtschaft. Natürliche Feinde haben die Nandus hierzulande kaum. An einigen Stellen sorgen die großen Vögel mit ihrem Appetit für Ernteschäden und Missmut bei den Bauern. Auch Naturschützer schlagen Alarm: Junge Nandus würden bedrohte Insekten und Eidechsen verspeisen. Obwohl streng geschützt, hat das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns die exotischen Laufvögel ins Jagdrecht überführt. Seither werden Nandus geschossen. Gleichzeitig locken die exotischen Vögel vermehrt neugierige Wochenendtouristen und Naturfotografen zu Nandu-Safaris an. Sie sind von den Straßen leicht zu beobachten, weil sie kaum Scheu zeigen. Sind Nandus eine Gefahr für Bauern und Natur? Ein Biologe folgt den Laufriesen und sammelt Fakten, um mehr über den potenziellen Schädling zu erfahren.

Freche Viecher 15:50

Freche Viecher: Sittiche

Tiere

Asiatische Halsbandsittiche erobern zunehmend die Städte Mitteleuropas. Die grünen Papageien fallen durch ihr lautes Gekreische und große Schwärme auf. Sie verschmutzen Straßen mit Kot und stehen unter Verdacht, Bäumen zu schaden und heimischen Vogelarten die Bruthöhlen zu stehlen. In Köln wollen Vogelkundler wissen, ob die Vorwürfe berechtigt sind. Wegen ihres hübschen Aussehens waren Papageien Mitte des 20. Jahrhunderts als Hausgenossen in Käfighaltung sehr gefragt. Etliche Exemplare entkamen ihren Besitzern und eroberten die Stadtparks. Sie überstanden die milden Winter und vermehrten sich. Vogelkundler schätzen den europäischen Bestand auf nahezu 100.000 Sittiche. Die Europäische Union sieht die gebietsfremde Art als potenziell invasiv an. Die Sittiche mit dem kräftigen roten Schnabel brüten in Baumhöhlen und streiten mit Dohlen und Eichhörnchen um die Nistplätze. Zudem hinterlassen die Scharen der geschickten Vögel bei ihrer Nahrungssuche nach Früchten, Nüssen und Samen oft kahl gefressene Bäume. Anwohner sind genervt. Jeden Abend treffen sich große Schwärme unter lautstarkem Rufen zu Tausenden an einem zentralen Schlafplatz, wo sie die Straßen mit ihrem Kot verschmutzen. Wiederholt wurde versucht, die Plagegeister zu vertreiben - vergeblich. Ein Kölner Ornithologe beobachtet die Vögel in ihrer Umgebung. Er stellt fest, dass sich die Art erstaunlich schnell an die neuen Lebensbedingungen angepasst hat, und macht interessante Beobachtungen, die so gar nicht ins Meinungsbild vom ungeliebten Störenfried passen.

Freche Viecher 16:45

Freche Viecher: Nutrias

Tiere

Nutrias sehen aus wie Biber mit Rattenschwanz, sind aber südamerikanische Nagetiere. Einst aus ehemaligen Pelzfarmen entwichen, besiedeln sie seit Jahrzehnten Europas Gewässer. Dort bauen sie Höhlen in die Ufer und knabbern an der Vegetation. Während Wasserbauer und Naturschützer die Nager vehement bekämpfen, füttern Tierfreunde sie in den Städten. Wie umgehen mit den umstrittenen Pelztieren? Und wie konnten sie sich so ausbreiten? Die Tiere stammen aus Pelzfarmen, in denen sie noch bis Ende des 20. Jahrhunderts wegen ihres Fells gezüchtet wurden. Viele brachen aus. Außerdem wurden nach dem Zusammenbruch des Handels viele Tiere freigelassen. Ungestört verbreiteten sie sich in den vorhandenen Wasserläufen aus. Auf Beschluss der Europäischen Union stehen die gebietsfremden Nager als Invasoren auf der Liste unerwünschter Arten und sollen bekämpft werden. Das hat gute Gründe: Im Naturschutzgebiet Bienener Altrhein im Westen Deutschlands haben sie beispielsweise die Röhricht-Vegetation derart geschädigt, dass seltene Wasservogelarten Brut- und Nahrungsplätze verloren haben. In den Niederlanden versuchen Jäger, die Nutrias auszurotten, weil sie Dämme und Deiche unterhöhlen. In vielen Stadtparks Deutschlands hingegen sind die Tiere mit der Schweinchennase und den orangefarbenen Biberzähnen bei Spaziergängern sehr beliebt und haben kaum Jäger zu fürchten. Die zutraulichen Nager werden trotz Verbots und Strafandrohung gefüttert. In Wildtierstationen päppeln Tierfreunde verwaiste Nutrias mit viel Aufwand sogar wieder auf.

Blaues Wunder Pazifik 17:30

Blaues Wunder Pazifik: Paradies und Hölle

Natur und Umwelt

Vom 40.000 Kilometer langen Feuerring umzogen, zwingt der größte und tiefste Ozean der Welt seine Bewohner zu ebenso erbarmungslosen wie fantasiereichen Überlebensstrategien. Der Pazifik ist Paradies und Hölle zugleich. Einerseits schier unendliche Weiten, Korallenriffe und riesige Nahrungsgründe, andererseits Armeen gieriger Mäuler, Jäger mit ausgefallensten Waffen, Erdbeben, Vulkanausbrüche und heftigste Wirbelstürme. In zwei Teilen liefert die in Ultra-HD gefilmte Dokumentationsreihe neue Einblicke in die Lebenswelt der großen und kleinen Helden des wilden Pazifiks, der ein Drittel der Erdoberfläche einnimmt. Die Riesen des Pazifiks leben von den Kleinsten - und es gelingt ihnen tatsächlich, ihren unersättlichen Nahrungsbedarf zu decken. 40 Millionen winzige Krebstierchen wandern täglich in den Bauch des Blauwals, des größten Tieres der Welt. Auch der majestätische Manta mit über fünf Metern Spannweite ernährt sich von kleinsten Beutetieren. Der Appetit der Nomura-Qualle ist so gewaltig, dass ihr ein Maul nicht genügt. Zunächst nur so groß wie ein Reiskorn, verschlingt sie alles, was ihr in die Fangarme kommt. Innerhalb eines Jahres wird der Zwerg größer werden als ein ausgewachsener Mann. Walhaie zählen zu den gefräßigsten Kreaturen im Pazifik, ernähren sich aber auch von Kleinstlebewesen. Diese Knorpelfische können bis zu 15 Meter lang werden. Aber auch kleine Ozeanbewohner haben riesigen Hunger. Vor der Küste von Big Sur könnte ein fragiles Ökosystem ohne den Appetit der agilen Seeotter gar nicht überleben. Der von gigantischen Tangen gebildete Kelpwald, der zahlreichen Arten als Unterschlupf dient, wird von Scharen des Roten Seeigels zerstört. Die Stacheltiere verwandeln die Meereswälder in wenigen Monaten in Meereswüsten. Doch zum Glück gibt es den Seeotter, der mit seiner Vorliebe für die stacheligen Fresser zum Förster der Kelpwälder wird. Er kann an einem einzigen Tag bis zu 1500 Seeigel verschlingen und somit ihren Bestand regulieren, aber nicht vernichten. Auch die Oliv-Bastardschildkröte sichert ihr Überleben durch die schiere Menge ihrer Nachkommen. Ein grandioses Aufgebot erlebt man im September an der Küste Costa Ricas. Hunderttausende von Schildkröten kehren gleichzeitig zu ihrem Geburtsstrand zurück, um dort ihre Eier abzulegen. Wie sie den Weg alle zur gleichen Zeit hierher finden, konnten Wissenschaftler noch nicht vollständig enträtseln. Pro Saison vergraben die Schildkröten bis zu 100 Millionen Eier. Doch Rabengeier und andere Raubvögel sowie Hunde fallen über die Gelege und später über die Jungtiere erbarmungslos her. Nur acht Prozent der Kleinen gelingt es, das offene Meer zu erreichen. Eine wahnwitzige Strategie der Natur. Mehrere Kamerateams haben monatelang den Ozean durchkreuzt, um solche Verhaltensweisen zu filmen, um bekannten Meeresriesen, seltenen Bewohnern und bislang weniger erforschten Tierarten auf die Spur zu kommen. Sie wurden Zeugen von faszinierenden Naturphänomenen, atemberaubenden Kämpfen und ungewöhnlichen Fortpflanzungsstrategien. Trotz aller Bemühungen gibt der Pazifik aber noch lange nicht all seine Geheimnisse preis.

Blaues Wunder Pazifik 18:15

Blaues Wunder Pazifik: Labor des Lebens

Natur und Umwelt

Vom 40.000 Kilometer langen Feuerring umzogen, zwingt der größte und tiefste Ozean der Welt seine Bewohner zu ebenso erbarmungslosen wie fantasiereichen Überlebensstrategien. Der Pazifik ist Paradies und Hölle zugleich. Einerseits schier unendliche Weiten, Korallenriffe und riesige Nahrungsgründe, andererseits Armeen gieriger Mäuler, Jäger mit ausgefallensten Waffen, Erdbeben, Vulkanausbrüche und heftigste Wirbelstürme. In zwei Teilen liefert die in Ultra-HD gefilmte Dokumentationsreihe neue Einblicke in die Lebenswelt der großen und kleinen Helden des wilden Pazifiks, der ein Drittel der Erdoberfläche einnimmt. Der Pazifik eröffnet spektakuläre Einblicke in die Geschichte des Lebens. Vor der Küste Kanadas taucht einer der Pioniere der Tiefseeforschung in das Dunkel der Vorzeit: Phil Nuytten steigt in 150 Meter Tiefe ab, wo er in einem versteckten Riff direkte Nachfahren der allerersten Mehrzeller entdeckt. Glasschwämme - wahrhaft urzeitliche Wesen, die es bereits vor 500 Millionen Jahren gab. Auch andere Boten aus der Urzeit konnten mit der Kamera eingefangen werden. Pfeilschwanzkrebse, Angehörige eines 440 Millionen alten Clans. Seit etwa 200 Millionen Jahren leben sie nahezu unverändert in den Weltmeeren. Nur wenige Tierarten konnten die fünf Massensterben, die im Laufe der Erdgeschichte stattfanden, beinahe unverändert überleben. Dem Nautilus gelang es - für Forscher nach wie vor ein Wunder. Viele dieser lebenden Fossilien sind heute angesichts der dramatischen Eingriffe des Menschen in den Lebensraum vom Aussterben bedroht. Gefährdet sind heute extrem viele Geschöpfe im Pazifik, obgleich ihr Fortpflanzungstrieb zu einer Vielzahl außergewöhnlicher Anpassungen und seltsamer, aber erfolgreicher Verhaltensweisen geführt hat. Im Frühjahr steigen bei Vollmond in der Bucht von Toyama in Japan bis zu einer Milliarde Leuchtkalmare aus den Tiefen auf. Es sind Weibchen, die kommen, um zu laichen und kurz nach der Eiablage in der Bucht zu sterben. Auch vor den Samoa-Inseln zwischen Hawaii und Neuseeland spielen sich grandiose Spektakel ab. Eine Woche nach dem elften Vollmond jedes Jahres beginnt eine der größten Massenfortpflanzungen der Welt - eine synchronisierte Vermehrung der Palolowürmer, die sich am Mondumlauf orientieren. Im Zuge der Zeit entwickelte die Natur solch atemberaubende Überlebensstrategien. Mehrere Kamerateams haben monatelang den Ozean durchkreuzt, um solche Verhaltensweisen zu filmen, um bekannten Meeresriesen, seltenen Bewohnern und bislang weniger erforschten Tierarten auf die Spur zu kommen. Sie zu dokumentieren, ist umso wichtiger, je stärker der Artenreichtum, die atemberaubende Schönheit und die fein abgestimmten Abläufe im größten Lebensraum der Welt bedroht sind.

heute 19:00

heute

Nachrichten

Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

3sat-Wetter 19:18

3sat-Wetter

Wetterbericht

3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz 19:20

Traumhafte Bahnstrecken der Schweiz: Vom Dreiseenland durch das Lavaux bis nach Genf

Tourismus

Die Jurasüdfusslinie gehört zu den schönsten Bahnstrecken der Schweiz. Entlang der französischen und deutschen Sprachgrenze geht die Reise am Westufer des malerischen Lac Léman bis Genf. Vom Dreiseenland fährt der Zug Richtung Süden in das idyllische Lavaux, die bekannteste Weinregion der Schweiz. Zwischen Vevey und Morges geht es für ein kurzes Stück weiter mit dem Schiff über den Lac Léman. Die letzte Etappe nach Genf reist man dann wieder mit dem Zug. Schön, aber noch weitgehend unbekannt ist die sogenannte die Jurasüdfusslinie. Am Bielersee beginnt die Reise. Der Zug passiert die Südhänge des Juras, wo die Sonne die Reben kräftig gedeihen lässt. Danach geht es weiter entlang des Neuenburgersees durch das "Grosse Moos", die Gemüsekammer der Schweiz. In Murten lebt der 13-jährige Leonard Riesen. Er ist der jüngste Museumsdirektor der Schweiz und sammelt Bahnutensilien für seine Ausstellung. Richtung Süden schlängelt sich der Zug gemächlich durch das Freiburgerland. Nach dem Tunnel bei Puidoux eröffnet sich dem Zugreisenden ein magischer Anblick: Im Vordergrund die Weinreben des Lavaux, dahinter schimmert blau der Genfersee, und in der Ferne zeigen sich die verschneiten Hänge des majestätischen Montblancs. Die Weinberg-Terrassen des Lavaux zählen seit 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Familie von Christelle Conne betreibt dort seit Generationen ein Weingut und erlaubt dem Filmteam einen Blick hinter die Kulissen. Ein Stück der Reise geht es mit dem historischen Belle-Époque-Zug von Blonay nach Chamby. Die Fans alter Lokomotiven kommen dabei voll auf ihre Kosten. Mit an Bord ist der Zugchef Alain Candellero. Seit 1982 ist er Mitglied des Museumsvereins, der die Bahn betreibt. Ab Vevey geht es weiter, diesmal auf dem Wasser und per Dampfschiff bis nach Morges. Für die letzte Etappe geht es wieder auf die Schienen entlang des Lac Léman hinunter bis nach Genf.

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Tiefe Wunden 20:15

Tiefe Wunden

TV-Kriminalfilm

Der 92-jährige Holocaustüberlebende David Joshua Goldberg wurde in seinem Haus regelrecht hingerichtet. Der Mörder schrieb mit dem Blut seines Opfers die Zahl "16145" auf den Flurspiegel. Bei der Obduktion der Leiche macht der Gerichtsmediziner Henning Kirchhoff eine seltsame Entdeckung: Auf der Innenseite des linken Oberarmes findet er Reste einer Tätowierung, wie sie bei der Waffen-SS üblich war. Zwei weitere Morde werden nach dem gleichen Muster verübt. Warum bringt jemand drei alte Menschen um? Und was bedeutet die mysteriöse Zahl?

Albanien - Geheimtipp und Abenteuer 21:45

Albanien - Geheimtipp und Abenteuer

Land und Leute

Albanien, das sind unberührte Küsten, Hunderttausende Bunker, wilde Berge und einer der letzten Wildflüsse Europas. Ein Land im Aufbruch - wunderschön, aber mit Schattenseiten. Es ist in, nicht mehr so weit in den Urlaub zu fahren, und Albanien spürt das: Zu kommunistischen Zeiten abgeschottet und verarmt, hat es nun den Ruf, verwegen, unberührt und abenteuerlich zu sein. Albanien bietet alles Mögliche, nur nicht Mainstream. Dhërmi ist einer der Orte, die fast schon zu bekannt sind, um noch Geheimtipp zu sein. Breiter Sandstrand, coole Beachbars, Urlaubsresorts in wachsender Zahl. In der Altstadt retten sie Tradition und Unberührtheit auch dank EU-Förderung: Alte Häuser werden zu Hotels, denkmalbewusst restauriert. Ab und zu ein Stromausfall gehört dazu, auch das Internet geht nicht immer: Abenteuer eben! Die Zuschauer lernen die Menschen kennen, die den Wandel leben und gestalten. Die neue Generation fischt nicht mehr, sie bietet Bootsausflüge an. Die Frauen brechen aus traditionellen Rollen aus, managen Hotelkomplexe oder sorgen für das richtige Internetmarketing für Papas Käse, der seine Reife schon immer in einem alten Bunker aus der Zeit des diktatorischen Herrschers Enver Hoxha gewinnt. Die Hauptstadt Tirana ist jung und bunt, schrille Wandfarben vertreiben die Tristesse kommunistischer Architektur. Albanien, das sind neue Hotels in alten Dörfern, das ist eine europäische junge Generation in einer etwas verrückten Hauptstadt, das sind aber auch die Schattenseiten einer sehr alten Kultur wie Blutrache und ein patriarchalisches Frauenbild. Ein Land im Umbruch, das sich in rasantem Tempo entwickelt.

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Auslandsreportage

"auslandsjournal extra" zeigt politische Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen in den Ländern der Welt. Das Magazin berichtet über Hintergründe von Konflikten, beobachtet Entwicklungen der internationalen Politik, und Auslandskorrespondenten liefern Analysen.

Badeschluss - Das Ende der Schwimmbäder 22:55

Badeschluss - Das Ende der Schwimmbäder

Reportage

Das Schwimmbad um die Ecke war lange selbstverständlich. Doch es wird zum Luxus, den sich viele Orte nicht mehr leisten können. In Österreich stehen Gemeinden vor schweren Entscheidungen. Steigende Energiekosten, Sanierungsstaus und leere Gemeindekassen führen dazu, dass immer mehr Frei- und Hallenbäder schließen müssen. - Eine Reportage über den verzweifelten Kampf der Gemeinden um den Erhalt von Bädern, die nicht mehr finanzierbar sind. In Schönberg am Kamp im niederösterreichischen Waldviertel ist das Freibad seit einem Jahr geschlossen. "Wir scheitern kläglich an den Kosten. In der jetzigen Situation haben wir kein Geld für eine Sanierung des Schwimmbads", sagt Bürgermeister Alois Naber. Eine Bürgerinitiative hat sich nun zum Ziel gesetzt, das Schwimmbad doch noch zu retten. Eine Bewohnerin sagt: "Ich habe dort schwimmen gelernt. Meine vier Kinder lieben das Wasser. Sie können sich Schönberg ohne Schwimmbad gar nicht vorstellen." Doch die Situation muss nicht immer so ausweglos sein. In Pinkafeld im Burgenland konnte sich die hoch verschuldete Gemeinde das Hallenbad nicht mehr leisten - dann wurde es vom Land Burgenland gerettet, zur Freude der Badegäste. Ein Pensionist ist überzeugt: "Die Schwimmbäder können gar nicht zu teuer sein. Wissen Sie wie hoch die Kosten für das Gesundheitssystem sind, wenn die Leute krank werden, weil sie sich zu wenig bewegen?" Bademeister Werner Ulreich stimmt ihm zu: "Ich finde ein Schwimmbad ist wie ein Kinderspielplatz. Diese Dinge muss die öffentliche Hand einfach zur Verfügung stellen." Am "Schauplatz"-Reporterin Kim Kadlec war im Sommer in mehreren österreichischen Bundesländern unterwegs und dokumentiert, wie Hallen- und Freibäder nach und nach verschwinden und welche Folgen das für alle hat. Sie zeigt auch, wie engagierte Bürgerinnen und Bürger versuchen, Schwimmbäder zu retten - und sie notfalls sogar selbst betreiben, damit Kinder auch in Zukunft vor Ort schwimmen lernen können.

WeltWeit: Ungleichheit. Ein Problem, viele Gesichter. 23:45

WeltWeit: Ungleichheit. Ein Problem, viele Gesichter.

Auslandsreportage

Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt inzwischen fast die Hälfte des Weltvermögens, zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Oxfam-Bericht zur sozialen Ungleichheit. Und die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre nimmt weiter zu. Der enorme Reichtum einiger weniger ist ein strukturelles Problem unserer Zeit und gefährdet zunehmend Demokratie und den Zusammenhalt der Gesellschaft. Ungleichheit existiert aber nicht nur bei der Verteilung von Vermögen, vielmehr beeinflusst sie Lebensrealitäten, Gesundheit, Bildung und damit die Chancengleichheit der Menschen. In Südafrika lässt sich Ungleichheit bildstark aus der Luft erkennen. In Kapstadt trennt oft nur eine Straße zwei Welten - rechts der wohlhabende Bezirk Pinelands mit Villen, großen Gärten und Pools, links das Township Langa mit Wellblechhütten und einer Arbeitslosenquote von 60 Prozent. Patrick A. Hafner trifft die zweifache Mutter Faith, die zwischen diesen beiden Welten pendelt. Ihr Leben zeigt, dass es Südafrika bis heute nicht gelungen ist, seiner Bevölkerung - unabhängig von der Hautfarbe - gleiche Aufstiegschancen zu bieten. Obwohl die Apartheidpolitik seit 1994 formell beendet ist, liegt die wirtschaftliche Macht nach wie vor bei der weißen Minderheit. Der Bau des Kanals hat Panama zu einem des reichsten Länder Lateinamerikas gemacht, doch gleichzeitig die soziale Ungleichheit gefördert. Das hat sich seit seiner Eröffnung 1914 kaum verändert. Nicole Kampl ist im berüchtigten Armenviertel El Chorrillo unterwegs, auf den Spuren der Nachkommen jener Einwanderer, die den Kanal gebaut haben: "Mir bleiben im Monat 200 Dollar zum Leben", erzählt Cristobal, einer der Pensionisten, die sich zum Dominospiel am Parque de los Aborridos treffen. Im Jahr 2025 hat der Panamakanal, der den Atlantik mit dem Pazifik verbindet und damit einen der wichtigsten Handelswege darstellt, drei Milliarden Dollar in die Staatskasse gespült. Ein neuer Rekord. In der Republik der Gleichheit herrscht in Sachen Bildung massive Ungleichheit, denn in kaum einem anderen europäischen Land bestimmt der soziale Hintergrund über den Schulzugang wie in Frankreich. Leonie Heitz ist in Clichy-sous-Bois, im Département Seine-Saint-Denis nordöstlich von Paris gelegen, wo 2005 die Aufstände in der Banlieue begonnen haben. Sie trifft die 17-jährige Myriem Alimi, die um ihren Platz in der Schule hart gekämpft hat. Und das Problem zieht sich durch den gesamten Ausbildungsweg. In den sozial benachteiligten Vierteln bekommen weniger als zehn Prozent der Maturantinnen und Maturanten einen Platz an einer Eliteuniversität einer "Grande Ecole". In privilegierteren Gegenden schaffen es drei- bis viermal so viele. Dabei entscheidet in Frankreich der Name der Hochschule maßgeblich über den Zugang zu guten Jobs und damit zu einer erfolgreichen Zukunft.