04:35
Punkti, Punkti, Strichi, Strichi: Fertig ist die neueste "Was gibt es Neues?"-Folge zum Thema "Punkte". Oliver Baier belohnt sein Rateteam mit getupften Goodies. Gleich zu Beginn will er wissen, was ein "Get Back Coach" beruflich macht. Für Herbert Steinböck, Katharina Strasser, Clemens Maria Schreiner, Antonia Stabinger und Florian Scheuba kein Problem, im Sport sind sie daheim! Doch im Aquarium ringen sie dann nach Luft. Denn warum für einen Mondfisch Kleidung an die Scheiben des Beckens geklebt wurde, stellt sie alle vor ein Rätsel. Ganz einfach und greifbar ist dafür das "Ding dieser Woche". Die Runde landet nach wilden Spekulationen über Gynäkologenwerkzeuge, Hundekotgreifer und Eierheber schließlich bei der richtigen Lösung. Spoiler: Man kann es über einen Hamster stülpen. Die Promifrage kommt von Christoph Spörk, der wissen will, warum der Polarforscher Georg Balthasar Neumayer 6500 Flaschen ins Meer werfen ließ. Humorvoll, schlagfertig und mit viel Wortwitz beweist das Rateteam erneut, dass bei "Was gibt es Neues?" der Weg zur Lösung oft der unterhaltsamste Teil ist.
05:15
Oliver Baier fährt die Stacheln aus, denn diesmal dreht sich alles um den Igel. Für Andreas Vitásek, Eva Maria Marold, David Scheid, Isabell Pannagl und Severin Groebner kein Problem. Denn kennen sie sich doch in Fauna und Flora gut aus. Oder glauben es zumindest. Wozu bläst der australische Ameisenigel absichtliche Rotzblasen auf, und was macht das männliche Baumstachelschwein sicherheitshalber vor der Paarung? Ja, diese Fragen können ein bisschen pieksen, aber danach wird man gelacht haben, versprochen! Die Promifrage stellt in dieser Woche Nici Schmidhofer. Die Super-G-Weltmeisterin 2017 will vom Rateteam wissen, zu welchem ungewöhnlichen Zweck bei den Olympischen Spielen 1984 in Sarajevo im Startbereich extra noch ein Haus gebaut wurde.
06:10
Am 30. April 1925 wurde Eisenstadt zum Sitz der burgenländischen Landesregierung gekürt. Das junge österreichische Bundesland erhielt damit einen offiziellen Regierungssitz. Die kleine Freistadt am Leithagebirge, Wohnsitz der Fürsten Esterhazy, Wirkungsstätte Joseph Haydns, war jedoch nicht die erste Wahl als Landeshauptstadt: Vorgesehen war das zentral gelegene Sopron/Ödenburg, das nach einer Volksabstimmung 1921 bei Ungarn blieb. Dem ländlich geprägten Burgenland ging damit die einzige größere Stadt verloren. Die Suche nach einem geeigneten Ersatz für Ödenburg sollte Jahre dauern. Denn der Entscheidung des Landtags ging ein erbitterter Wettstreit mehrerer burgenländischer Dörfer voraus. Auch Sauerbrunn, Mattersdorf und Pinkafeld wollten damals Hauptstadt werden. Dass es dann doch Eisenstadt wurde, ist nicht zuletzt dem geschickten Agieren des damaligen Bürgermeisters zu verdanken. Heute ist Eisenstadt mit gut 16.000 Einwohnern unbestritten politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Burgenlands und wirbt damit, "Die kleinste Großstadt der Welt" zu sein.
06:35
1926 entschied der Konstrukteur Claude Dornier, das Flugboot "Do X" im schweizerischen Altenrhein zu bauen und gründete den Flugplatz St. Gallen-Altenrhein nah der Vorarlberger Grenze. Im Jahr 1927 wurde die erste 600 Meter lange Graspiste errichtet, die bis zum Zweiten Weltkrieg für Linienflüge nach Basel, Dübendorf, Innsbruck und München verwendet wurde. Heute ist der Flugplatz eine wichtige Luftverbindung von Vorarlberg nach Wien. Geschäftsreisende und Urlauber aus Vorarlberg nutzen ihn für ihren Flug nach Wien, für private Flüge oder auch für Destinationen der am Flugplatz stationierten Reisebüros. Diese Dokumentation zeigt, wie aus einer Flugboot-Idee ein Flugplatz mit einer breiten Palette an Geschäftsfeldern wurde, welche Ideen Claude Dorniers heute noch faszinieren und warum es in Vorarlberg nie zu einem kommerziell genutzten Flugplatz gekommen ist.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
09:05
Die Schweiz braucht sich hinter den exotischen Naturparadiesen dieser Welt nicht zu verstecken. So klein sie auch ist, ihre abwechslungsreiche Natur ist einzigartig und steckt voller Wunder. Die Reihe porträtiert vier verschiedene Regionen der Schweiz - in dieser Folge das Tessin. Von der rauen Bergwelt der Tessiner Hochalpen bis ins liebliche Muggiotal in der südlichsten Ecke des Tessins: Kaum ein anderer Kanton steckt so voller Kontraste.
09:35
"Bilder aus Südtirol" ist das Bundesländermagazin des ORF-Landesstudios Tirol. Die Dokumentationen stellen die Kultur und das gesellschaftspolitische Geschehen in Südtirol vor.
10:00
Vor 200 Jahren fand in Wien ein einmaliges Treffen statt: Acht Monarchen und Vertreter aus 65 Staaten sowie ein Heer von Begleitpersonal und Mitgliedern der Hofgesellschaften bevölkerten Wien. Die Stadt und ihre Vororte waren nahezu neun Monate lang besetzt. Rund um den Kongress wurde viel getanzt, geredet und geflirtet, aber die hohe Politik litt nicht darunter. Der Wiener Kongress legte in Europa zahlreiche Grenzen fest und definierte neue Staaten. Das Friedenswerk von 1814/1815 hielt immerhin ein Jahrhundert lang. Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen zwei Genies und deren Beziehung zueinander: Napoleon und sein Gegenspieler Fürst von Metternich. Ein historisches Treffen, das zwischen den beiden im Jahr 1813 in Dresden stattgefunden hat, zeigt einen siegessicheren Metternich und einen verbohrten Napoleon, der lieber in Ehre untergehen will, als sich den alten Mächten kampflos zu beugen. Die Filmemacher Roswitha und Ronald P. Vaughan lassen die beiden Hauptakteure in einer Spielszene zusammentreffen: Die Schauspieler Peter Strauss und Victor Couzyn rekonstruieren das verbale Duell von Metternich und Napoleon in einer Zeit, als die Stadt Wien ein letztes Mal "Player" in der Weltgeschichte war. Nie mehr danach sollte die Habsburgermetropole eine solche internationale Bedeutung erlangen, als zu der Zeit, in der dort die Neuordnung Europas festgeschrieben wurde - ein Spezialgebiet von Prof. Dr. Henry Alfred Kissinger. Der Politologie-Professor an der Harvard University, US-Präsidentenberater, Außenminister und Friedensnobelpreisträger, schrieb seine erste große wissenschaftliche Arbeit zum Thema "Das Gleichgewicht der Großmächte". Zum Thema Metternich nahm sich die Politiklegende Zeit, um über jenen österreichischen Machtpolitiker zu reden, der für ihn vielleicht auch ein Stück Vorbild war.
10:55
Der Salzburger Untersberg zählt zu den gefährlichsten Bergen der Ostalpen, ein hochalpiner Berg mit 1800 Metern am Rande der Stadt Salzburg. Er gilt unter Einheimischen als unheimlicher Berg. In den vergangenen 100 Jahren sind mindestens 40 Menschen dort verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Die freiwilligen Bergretter sowie die Alpinpolizisten müssen oft zu gefährlichen Suchaktionen ausrücken, viel ertragen und mit ansehen. Aber immer wieder können sie Verunglückte noch rechtzeitig finden und retten. Im Untersberg-Massiv existieren neben rund 500 bekannten Höhlen auch zahllose unerforschte Höhlensysteme, von denen manche mit Wasser geflutet sind.
11:35
Österreich, Deutschland und die Schweiz teilen sich den drittgrößten See Mitteleuropas: den Bodensee. Wie der See aufgeteilt wird, darüber ist man sich uneinig. Doch manches klappt auch. Anders als bei der Grenzziehung funktioniert die Zusammenarbeit der drei Anrainerstaaten in vielen anderen Bereichen: Fischfang, Fischzucht, Wasserqualität, Beschränkung der Bootsliegeplätze, Schifffahrt, Seepolizei und Wasserrettung. Der Film zeigt, wie.
12:15
Nina Horowitz hilft Amor auf die Sprünge: Kai aus dem Mittelburgenland hat das Online-Dating satt, er möchte auf diesem Wege einen Mann für Weinwanderungen und gemütliche Abende finden. Inge aus dem Südburgenland weiß, dass sie ihr restliches Leben nicht mehr allein sein möchte und Bernd aus dem Murtal sehnt sich nach einer Frau mit schönen Augen, mit der er eine liebevolle Beziehung führen kann. Alice aus Wien möchte einen Mann kennenlernen, bei dem sie wieder Schmetterlinge im Bauch fühlen kann, Manfred aus Salzburg träumt von einer Frau, die elegant und rustikal zugleich ist und Renate glaubt daran, dass sie den Richtigen für romantische Spaziergänge finden kann.
13:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
13:10
"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat. Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.
13:15
Das aktuelle Wochenmagazin "quer" präsentiert ungewöhnliche Blicke auf das Zeitgeschehen. Kritisch und informativ, bissig und direkt, aber auch unterhaltsam präsentiert Moderator und Kabarettist Christoph Süß die Themen der Woche aus Politik, Gesellschaft, Szene, Sport und Kultur aus neuen, "queren" Blickwinkeln.
14:00
Das "Ländermagazin" berichtet aktuell aus den 16 deutschen Bundesländern. Jede Woche steht ein anderes Bundesland im Fokus. Die Themen reichen von politischen über kulturelle bis hin zu kuriosen Ereignissen.
14:30
Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst + Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste. Wichtig sind dabei aber nicht nur deren Herkunft und Wert, sondern vor allem die Geschichten, die sie erzählen. "Kunst + Krempel" wird so zu einer spannenden und sehr lebendigen Zeitreise.
15:05
Der Wandel der vier Jahreszeiten beeinflusst Menschen, Tiere und die gesamte Umwelt. Besonders sichtbar wird dieser Wandel in den Weinbergen der Südsteiermark. Das ganze Jahr über geht es dort darum, sich an die natürlichen Gegebenheiten anzupassen und innerhalb des Jahreszyklus zu wirtschaften. Auch an die veränderten Klimabedingungen müssen sich die Weinbauern anpassen. Schneebedeckte Winterlandschaften sind rar geworden, kalte Tage im späten Frühling zerstören die jungen Triebe, Unwetter und Hitze im Sommer lassen ganze Ernten ausfallen. Die Natur demonstriert jedes Jahr aufs Neue ihre Unberechenbarkeit und erinnert daran, dass auch der Mensch nur Teil eines Kreislaufs ist und sich den natürlichen Gegebenheiten fügen muss.
15:30
und Maximilian Leinfelder Segeln auf der Ostsee, Klettern in der Hohen Tatra - und dazwischen jede Menge Kultur. So abwechslungsreich haben die Freunde Sarazar, Benni und Max auf ihrem Roadtrip Polen kennengelernt. Auf ihrer Tour von der Küste im Norden bis in die Berge an der Grenze zur Slowakei besuchen sie Danzig, Warschau und Krakau. Sie erkunden Ritterburgen und wagen sich in die spektakulären Tiefen eines Salzbergwerks. Ihre Erlebnisse halten sie in atemberaubenden Bildern fest und lassen die Zuschauer teilhaben an ihren Abenteuern. Den Schlusspunkt der Reise bildet eine Klettertour vor der Kulisse des Tatra-Gebirges.
16:00
Auch im Norden Europas sind sommerliche Schönwetterphasen beständiger geworden. So reisen seit dem Ende des Kalten Kriegs immer mehr Menschen, oft auf dem Wasser, Richtung Ostsee. Sie wird auch "Baltische See" genannt und ist eins der jüngsten Meere auf dem Globus, entstanden nach der letzten Eiszeit. Typisch sind die gut erhaltenen Stadtburgen, die malerischen Schären am Rand des Mare Baltikum, die weiten, ursprünglichen Landschaften. Ebenso bezaubern verträumte Dörfer, geschichtsträchtige Handelsmetropolen und schier endlose Sandstrände. Die Dokumentation widmet sich der Schönheit dieser Küstenlandschaften und ihrer überraschenden Lebendigkeit, konzentriert sich auf Highlights der Natur und beeindruckender Städte und trifft auf Einheimische, die die Besonderheiten ihrer Heimat sichtbar machen. Die Reise über die sommerliche Ostsee führt von Schweden über Finnland und Sankt Petersburg bis ins Baltikum. In Schweden besucht das Filmteam eine Schäferin auf Gotland, entdeckt die Nachbarinsel Fårö mit ihren verlassenen Fischerdörfern sowie die Raukar - Kalksteinsäulen im Meer - und fährt kurz nach Sonnenaufgang durch die Schären in die Hauptstadt Stockholm. Etwas außerhalb der finnischen Hauptstadt Helsinki, der nördlichsten Metropole der Welt, geht es um die langen Tage im nordischen Sommer und die kurzen Tage im Winter, um die dünne Besiedlung Finnlands, Berührungsängste und Einsamkeit und um deren skurrile Auswirkungen auf das Miteinander der Finnen. Dabei trifft das Filmteam auf überraschend fröhliche Tangomusiker, einen erfahrenen Bergsteiger, der auf einem einsamen Leuchtturm lebt, auf Grenzschützer in einem abgelegenen ehemaligen Sperrgebiet und auf nordische Wärmeliebhaber. In Sankt Petersburg begegnet das Team einem visionären Stadtgestalter, der mit seiner Barkasse die Häfen der Industrievororte erobert, begleitet einen Hochzeitsfotografen im Einsatz an den attraktivsten Motiven der Ostseemetropole und besucht ein "Wodkazimmerchen". In Estland trifft Hightech auf Tradition: Im Hafen begegnet das Filmteam einem Spezialisten für Unterwasserroboter. Denselben Elektronikexperten trifft das Filmteam am Abend beim Volkstanz in klassischen Trachten wieder. Der Gegensatz von Moderne in Zeiten des Internets und einer traditionsbewussten Idylle mit ihrem Glauben an die magischen Kräfte der Natur wird vor allem auch auf dem Land deutlich sichtbar: Im Sumpfgebiet Soomaa stoßen die Filmemacher auf einen traditionellen Holzbootbauer im Einbaum und auf der Insel Saaremaa auf Frauen, die den besonderen Kräften des Wacholders auf der Spur sind. Als letzte Station steuert das Schiff die lettischen Hauptstadt Riga an. Auf dem Programm stehen das lettische Sängerfest, bei dem mehr als 12.000 Menschen gleichzeitig auf der Bühne stehen und gemeinsam singen. Ein Erbe der "Singenden Revolution". Auf dem Landweg geht es dann zum Fest der Mittsommernacht in Litauens Hauptstadt Vilnius, zum Berg der Kreuze in Šiauliai und zum Schluss wieder an die Ostsee auf die Kurische Nehrung. Und auch dort wird gesungen. Die Alltagsgeschichten der Menschen, die das Filmteam trifft, machen die Besonderheit dieser Orte spürbar. Sie sind Schlüssel zu den außergewöhnlichen Landschaften mit all ihrer Schönheit, ihrer ganz eigenen "Exotik" und ihren Herausforderungen.
17:30
Nach erfülltem Akademikerleben stolpert Psychologieprofessor Friedrich Sibelius in ein neues, turbulentes Dasein zwischen Familie, Versuchungen und überraschenden Chancen. Statt Ruhe erwarten ihn Vorlesungen für die Enkel, ein Salsakurs, Gutachten für den Sohn und Babysitting. Beim Führerschein trifft er auf die charmante Fahrlehrerin Eva - und gerät zusätzlich als Schauspieler in eine Filmproduktion. Friedrich genießt die neue Aufmerksamkeit und fällt sogar absichtlich durch die Prüfung, um mehr Zeit mit Eva zu verbringen. Nach einem Unfall ergibt sich endlich ein Rendezvous - doch stellt sich die Frage, ob er dieses Erlebnis seinem Freund, Weihbischof Schaffele, beichten muss.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Der Maler Max Ernst: Freigeist, Frauenliebling, Antifaschist. Zum 50. Todestag am 1. April 2026 erzählt der Film die spannende Geschichte des revolutionären Wegbereiters des Surrealismus. Die rätselhaft-magischen Bildwelten Max Ernsts (1891-1976) faszinieren und verstören zugleich. Geprägt von seinen Erfahrungen mit Krieg und Faschismus spiegeln sie eine künstlerische Haltung, die bis heute nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat. Im Juni 1940 befindet sich Max Ernst in einer bedrohlichen Situation: Während die deutschen Truppen immer weiter in Richtung Südfrankreich vorrücken, ist er mit anderen deutschen und österreichischen Staatsbürgern als vermeintlich "feindlicher Ausländer" in einem Internierungslager bei Aix-en-Provence inhaftiert. Für den Hitler-Gegner Max Ernst, dessen Werke von den Nationalsozialisten als "entartete Kunst" diffamiert werden, wäre es gefährlich, in ihre Hände zu fallen. Von diesem Moment aus erzählt der Film rückblickend das Leben des epochalen Künstlers bis zu seinem US-amerikanischen Exil in den 1940ern. Im ersten Weltkrieg hatte Max Ernst selbst als Soldat in den Kampf ziehen müssen. Die traumatisierende Fronterfahrung wird zu einem Schlüsselerlebnis in seiner Biografie. Von diesem Zeitpunkt an ist Max Ernst immer auch ein politischer Künstler. Ein Künstler, der die alte Gesellschaftsordnung zerstören will. Zusammen mit den Pariser Surrealisten um André Breton zettelt er eine kulturelle Revolution an, deren Erschütterungen über die Kunstwelt hinaus gehen. Mit seinem 1937 entstandenen Werk "Der Hausengel" - dem "Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet", thematisiert Max Ernst die menschliche Zerstörungslust. Die Figur des Trampeltiers ist eine Allegorie auf die Diktatoren seiner Zeit, die heute aktueller denn je ist. Mit Archivmaterial, Elementen der Graphic Novel und hochrangigen Interviewpartnern zeichnet der Film ein lebendiges Porträt des Malers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Oper trifft Comedy: Die Neuinszenierung der Berliner Staatsoper Unter den Linden besetzt die Figur Bassa Selim mit Comedian Bülent Ceylan, der zum ersten Mal auf der Opernbühne zu erleben ist. "Die Entführung aus dem Serail" greift bis heute relevante Motive auf: Rollenbilder, Vorurteile und den Umgang mit dem Fremden. Die Neuinszenierung stellt Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und dem Zusammenleben verschiedener Kulturen in den Mittelpunkt. Mozarts Oper erzählt die Geschichte einer Befreiung aus einem orientalischen Serail und stellt dabei Fragen nach Freiheit, Macht und Menschlichkeit. Regisseurin Andrea Moses eröffnet eine neue Perspektive auf das Werk: Die Geschichte wird aus unterschiedlichen kulturellen Blickwinkeln betrachtet und eröffnet einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Bülent Ceylan mit seiner Sprechrolle als Bassa Selim begleitet das Geschehen, greift die Handlung auf und ordnet sie aus heutiger Sicht ein. So entsteht eine Verbindung zwischen Mozarts Werk und dem Hier und Jetzt. Biografische Parallelen werden sichtbar: Wie die Opernfigur Bassa Selim steht Bülent Ceylan zwischen verschiedenen kulturellen Welten. Diese Verbindung greift die Inszenierung gezielt auf und macht sie zum Ausgangspunkt der Erzählung, wie Verständigung heute gelingen kann. Mit Mitte 20 komponierte Mozart seine Erfolgsoper, die 1782 in Wien ihre Premiere hatte. Als Singspiel verbindet sie Oper mit Schauspiel: Musikalische Nummern werden mit gesprochenen Dialogen verbunden. So entsteht ein lebendiger Wechsel zwischen Gesang und Schauspiel, der Figuren und Handlung erfahrbar macht. In ihrer Vielfalt zwischen virtuosen Arien, differenzierten Ensembles und charakterisierenden Klangfarben zeichnet sie die Figuren präzise und verleiht den Konflikten emotionale Tiefe. Ein Spannungsfeld, das die Inszenierung bewusst in Beziehung zur Gegenwart setzt.
22:55
150 Jahre Bayreuther Festspiele: ein Jubiläum, aufgeladen mit allen Triumphen der Oper und den Schrecken der Geschichte. Jedes Jahr wird das Werk Richard Wagners dort neu befragt. Bayreuth: ein Theater, das für ein Werk geschaffen wurde. Vor 150 Jahren hat Richard Wagner dort seine monumentales Werk "Der Ring des Nibelungen" uraufgeführt - und es begeistert noch immer. - Eine Reportage über die Geschichte eines Phänomens. Richard Wagners Traum vom Gesamtkunstwerk hat in Bayreuth seinen Original-Ort gefunden. Für das Festspielhaus hat er sein zentrales Werk geschrieben, die große Welterklärungstetralogie "Der Ring des Nibelungen". Ein Werk deutscher Kulturgeschichte, an dem sich Bayreuth immer wieder selbst erneuern musste - ästhetisch, politisch, ideologisch, familiär. Der Film konzentriert sich auf die Perspektive einiger der namhaftesten Bayreuth-Regisseure, die dort ihre Erfahrungen gesammelt haben: an einem Ort, an dem jede Deutung sofort zur Grundsatzfrage wird. Er erzählt von der Magie dieser Kunst, aber auch von den Wirrnissen und Abgründen einer Familie. Einst ein historisches Familienunternehmen, sind die Festspiele heute, in Zeiten schrumpfender finanzieller Mittel, ein mehr oder weniger moderner Kulturbetrieb mit tarifvertraglichen Strukturen. Den Balanceakt zwischen Tradition und Erneuerung leitet Katharina Wagner, Urenkelin des Komponisten, als Festspielleiterin - und trotzt manchen Zweiflern. Bayreuth, das ist für seine Fans eine Wallfahrt mit Schweißflecken unterm Hemd. Wenn das verloren ginge, wäre es das Ende? Es ist eben der Original-Ort.
23:10
Ein Dorf im Süden Tschechiens, der mährischen Toskana. Der trockene Sommer vertieft den Konflikt zwischen zwei Familienclans, die von dominanten Vätern geführt werden. Josef zwingt seine Familie zu einer alternativen Lebensweise und führt den Kampf gegen die örtliche Landwirtschaft, mit der Viktor viel Geld verdient. Josefs Familie leidet darunter, dass er den Kindern den Zugang zu Computern, Mobiltelefonen und dem Internet verbietet. Doch um den Lebensunterhalt für die Familie zu sichern, muss seine Frau Eva in Viktors Agrarbetrieb arbeiten. Viktor will mit seinem Land vor allem Profit erzielen. Die Folgen für die Umwelt sind ihm egal. In den Sommerferien kommt Viktors Sohn Míra, der seit über einem Jahr bei seiner Mutter in Prag lebt, nach Hause. Viktor möchte Míra in die Leitung des Agrarunternehmens einbeziehen, aber Míra weigert sich, weil er mit dem Konzept seines Vaters nicht einverstanden ist. Stattdessen freundet er sich mit Josefs Tochter Žofka an, aber ihre Beziehung ist turbulent, vor allem als die beiden Teenager beginnen, sich gegen ihre herrschsüchtigen Väter aufzulehnen. Viktor versucht, Míra davon zu überzeugen, sich nicht mit Žofka zu treffen, während Josef es nicht gern sieht, dass Žofka sich von seinem Einfluss löst. Als Míra und Žofka beschließen, gemeinsam aus dem Dorf wegzulaufen, scheint dies die beste Lösung für ihre Situation zu sein. Zwei verfeindete Dorffamilien kämpfen hartnäckig um den richtigen Umgang mit der Natur und dem Leben. Letztendlich sind es ihre Kinder, die die Differenzen überwinden und die verschiedenen Ansichten in Einklang bringen. Die Geschichte um Žofka und Míra kreist um die Frage, ob eine Versöhnung zwischen unterschiedlichen Lebenskonzepten und Weltanschauungen möglich ist und ob der Riss, der die Gesellschaft spaltet, wieder geschlossen werden kann.