04:35
Die Band lovehead ist ein Indie-Rock-Trio aus dem österreichischen Burgenland. Kennengelernt haben sich Elena Karacsony, Mara Stricker und Anna Stefanitsch über Instagram. Nach dem viralen Erfolg ihrer ersten Single "denkst du an mich?" geht es für lovehead musikalisch steil bergauf - die Fans feiern die humorvollen Texte und die Good Vibes auf der Bühne. Letzteres bewiesen lovehead auch beim "PULS Startrampe Gartenfest". Direkt von Beginn an waren lovehead ein musikalisch perfektes Match. Seit 2021 machen sie gemeinsam Musik und sind bekannt für ihren Mix aus Indie-Rock, Lo-Fi-Sounddesign und eingängigen Melodien.
04:50
Ihren ersten Erfolg feierte Musikerin JOSY als Teenagerin. Gemeinsam mit ihrer Schwester Mimi nahm sie bei "The Voice Kids" teil und blieb nicht nur den Juroren im Kopf. 2025 gewann JOSY schließlich die "PULS Startrampe"-Wildcard und damit auch einen Auftritt beim "PULS Startrampe Gartenfest". Die Newcomerin gab einen souveränen Mix aus verschiedenen Musikstilen zum Besten - und begeisterte das Publikum nachhaltig.
05:05
Die Ostseeküste zwischen Flensburg und Travemünde mit den Förden, Sandhaken, Inseln, Hafenstädten und Fischerorten ist von Sonne und Wind verwöhnt. - Eine Entdeckungsreise mit dem Segelboot. Wenn der Raps in Blüte steht, findet man dort ein leuchtend gelbes "Meer". Unzählige Findlinge in der Landschaft und Strände mit feinem Sand ziehen alljährlich Urlauberscharen an. Doch was steckt hinter dem Touristentrubel? Was ist die Ostsee für ein seltsames Meer? Der Film geht diesen Fragen nach und stellt Menschen vor, deren Leben von der Ostsee geprägt ist. Darunter ein Taucher, der seit über 40 Jahren am Ostseegrund in Geschichte von frühen Siedlern und Kanonenkugeln alter Schlachten eintaucht. Eine junge Frau, die auf ihrem Katamaran mit den Ostseewinden kämpft - ihr Ziel ist olympisches Gold. Und ein moderner Wikinger, der in Haithabu Segel setzt, wie es vor 1000 Jahren die Nordmänner taten, während der Glasperlenmacher am Ufer um ledernes Schuhwerk nach mittelalterlichem Vorbild feilscht. Nicht ganz so alt sind die historischen Frachtsegler, die in Flensburg zur Rumregatta starten. Edler Rum, den noch heute ein Flensburger mühevoll im Eichenfass rollt. In dunkler Nacht muss ein Fährschiff durch die enge Trave gesteuert werden, bei jedem Wind, bei jedem Wetter mit Kurs auf Schwedens ferne Küste. Würdevolle Seebären der Lübecker Schiffergesellschaft erhalten ein 500 Jahre altes Erbe in der Hansestadt Lübeck, der "Königin der Hanse". Auf Gut Panker läuft ein Landgraf seinen edlen Pferden hinterher. Kieler Wissenschaftler quetschen das Beste aus Algen heraus. Worin besteht das Geheimnis des Lübecker Marzipans oder das der Hühnergötter am Strand? Warum ist die Schlei für viele die schönste Ostseeförde? Wie werden silberne Sprotten golden, und warum werfen Schweinswale noch heute so viele Rätsel auf?
06:15
Über Wasser und Land geht es von der Hansestadt Wismar über das Seebad Heiligendamm, den Kreuzfahrthafen Warnemünde und die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst bis zur Insel Hiddensee. Abstecher führen in die atemberaubende Natur des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft mit Dünen, sturmgebückten Kiefern und den Kranichen mittendrin, aber auch zur Hanse und ihren Koggen - und natürlich auf See. Dort tüfteln Wissenschaftler daran, dass der Plattfisch künftig durchs Netz schlüpfen kann. In Rerik wird das Geheimnis gelüftet, wie das Salzhaff zu seinem Namen kommt. Nicht weit entfernt, in Kühlungsborn, steht ein grauer Zeitzeuge: der letzte Ostseegrenzturm. Welche Rolle spielte er in der DDR? Und warum ist es gut, dass er noch heute dort steht? In Heiligendamm wird es historisch: Der mecklenburgische Großherzog geht samt Gefolge baden. Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst laden in Ahrenshoop Künstler in ihre Ateliers. Die Maskenbastler aus Born hingegen verstecken sich hinter ihren Masken. Mit großem Spektakel und hoch zu Ross werden nebenan die Heringstonnen abgeschlagen. Aber woher stammen die bekannten "Darßer Türen"? Das Fischen mit den Zeesbooten hat Tradition in Mecklenburg-Vorpommern, ebenso das Regattasegeln. Auf Hiddensee fallen die Hausmarken der alten Inselfischer ins Auge, auch der Dornbusch mit seinem Leuchtturm, und allgegenwärtig ist der Künstler Gerhart Hauptmann. Der Schriftsteller hatte sich vor 130 Jahren in die kleine, damals einsame Insel verliebt. Vor allem wohl der Küstenlandschaft wegen, die die Ostsee mit ihrer gewaltigen Natur unentwegt neu formt. Grandiose Luftbilder zeigen diese Arbeit des Meeres.
07:15
Das Reisemagazin stellt rund um den Globus attraktive Reiseziele vor. Diesmal zeigt "Erlebnisreisen" Urlaub und Leben auf der dänischen Ostseeinsel Bornholm.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
09:05
Täglich fahren Schweizer Züge ihre Gäste bis in entlegene Winkel nördlich und südlich der Alpen. Der legendäre "Gotthard Panorama Express" verbindet die deutsche und die italienische Schweiz. Vom malerischen Vierwaldstättersee reist der "Gotthard Panorama Express" durch den alten Gotthardtunnel Richtung Süden. Auf seinem Weg nach Lugano bietet der Panoramazug beeindruckende Ausblicke auf die sonnenverwöhnten Dörfer und Landschaften des Tessins. Wer will, der beginnt seine Reise mit dem "Gotthard Panorama Express" auf dem Vierwaldstättersee. Ab Luzern geht es mit einem der historischen Raddampfer nach Flüelen, dann auf den Zug Richtung Süden. Kurz vor dem Gotthardtunnel in Göschenen wird der Zug von einem mit einer Schweizerfahne freundlich winkenden Mann begrüßt: Xavier Andermatt wohnt drei Meter neben den Gleisen in einem ehemaligen Bahnwärterhäuschen und liebt dieses Ritual. Ein Höhepunkt der Reise ist der geschichtsträchtige alte Gotthardtunnel. Der Streckenwärter Markus Indergand kennt die "Röhre" wie seine Westentasche. Täglich kontrolliert er für die Schweizer Bundesbahnen die Gleise auf mögliche Schäden und gibt Einblicke in seine dunkle Welt. Einige Hundert Meter weiter oben bezwingt Daniel Würgler mit einer historischen Postkutsche wie anno dazumal den alten Gotthardpass. Von Andermatt bis nach Airolo braucht er etwa fünf Stunden. Ein wichtiger Mann an Bord des "Gotthard Panorama Express" ist René Flaim. Der 49-Jährige ist seit vier Jahren Reiseleiter. Er kennt jede Kurve, jeden Bahnhof und unzählige Anekdoten aus der Gotthardregion. Im Tessin hat René Flaim mit seiner Familie eine neue Heimat gefunden: im beschaulichen Dorf Calonico oberhalb des Leventina Tals. Nach zweieinhalb Stunden erreicht der Panoramazug seinen Zielbahnhof in Lugano an einem der schönsten Seen der Schweiz mit Blick nach Italien.
09:45
Schon Homer hat es besungen: Kalabrien, das Land an der Stiefelspitze Italiens. Es ist eine sonnenverwöhnte Region, voller Kultur und mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte. Den Zeugnissen dieser Geschichte begegnet man in den Städten und Dörfern. Kalabrien liegt zwischen zwei Meeren. Umspült vom Tyrrhenischen und dem Ionischen Meer, locken fast 800 Küstenkilometer mit feinen Sandstränden und einsamen Buchten zwischen Granitfelsen.
10:15
So unterschiedlich wie Nord- und Ostsee sind auch die Inseln, die in den beiden Meeren liegen: Sylt und Rügen. Der Film zeigt die Besonderheiten der beiden beliebten Urlaubsziele. Sylt zeigt sich von seiner natürlichen Seite auf einer Führung durch das UNESCO-Weltnaturerbe. Die Tour über Rügen stellt beliebte Urlaubermagneten wie die Kreidefelsen vor, aber auch den eher stillen unbekannten Westen der Insel. Sylt - die Insel "der Reichen und Schönen". So zumindest will es das gängige Vorurteil, wenn es um Deutschlands nördlichste Insel geht. Aber man würde Sylt keinesfalls gerecht, wenn man es darauf reduziert, Tummelplatz für Promis zu sein. Denn es gibt auf Sylt zwölf Naturschutz- und noch einmal sieben Landschaftsschutzgebiete. Damit steht fast die Hälfte der gesamten Inselfläche sowie des sie umgebenden Wattenmeeres unter Naturschutz. Wer mehr über den Lebensraum Wattenmeer wissen will, kann sich einer informativen Führung durch das Weltnaturerbe anschließen. Die rund 40 Kilometer Sandstrand sind natürlich ein ebenso guter Grund für einen Aufenthalt auf Sylt. Da findet sich für jeden ein Plätzchen, ob in der Abgeschiedenheit der Dünen, im Strandkorb oder am quirligen "Funbeach" in Westerland. Auch die große Schwester vor der Ostseeküste Rügen ist berühmt für ihre langen Sandstrände - und für ihre Seebäder mit den weißen Holzbalkonen, für das Kap Arkona, für die Kreidefelsen und die dampfenden Loks der Schmalspurbahn "Rasender Roland". Die ist ein gutes Transportmittel für alle, die sich von Seebad zu Seebad fahren lassen wollen - ganz ohne Stau auf den im Sommer oft überfüllten Landstraßen. Abseits dieser bekannten Routen aber gibt es ein stilles Rügen und Orte, in denen gerade jüngere Rüganer versuchen, mit sehr viel Eigeninitiative ihr Auskommen auf der Insel zu finden, im Einklang mit den natürlichen Ressourcen. Auf einer Fahrt in den unbekannten Westen der Insel kann man etwa vorbeischauen in dem Laden "Ein Tag am Meer" in Putbus, wo wunderhübsche Mitbringsel aus Strandgut entstehen, in Schaprode den Biobauern und Gastwirt Mathias Schilling besuchen oder auf der kleinen, stillen Insel Ummanz die sensationell leckeren Torten im "Café Zuckerkuss" genießen.
11:55
Peter Fridén, Küchenchef des Restaurants "PURS" in Andernach, führt auf eine kulinarische Reise, die tief in seiner persönlichen Geschichte verwurzelt ist. Geboren in Südkorea, aufgewachsen in Schweden und seit 2014 in Deutschland tätig, vereint Fridén in seiner Küche unterschiedliche kulturelle Einflüsse, die nicht nur seine Gerichte prägen, sondern auch seine Identität als Koch. Mit einem neuen Team in Andernach setzt er seine Vision um und bringt frische Impulse in das Restaurant. Besonders spannend ist die Integration des schwedischen Löjrom-Kaviars - eines Produkts, das für Fridén ein Symbol seiner kulturellen Wurzeln und seiner Suche nach Authentizität darstellt. Lange hat er nach einem Weg gesucht, diesen besonderen Kaviar in seine Küche zu integrieren und den einzigartigen Geschmack Schwedens nach Deutschland zu bringen.
12:25
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:55
Graz hat bereits eine fast tausendjährige Geschichte. Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1128 zurück. Viele Wahrzeichen zieren die Stadt und zeugen von einer reichen Vergangenheit. Es ist aber auch eine Geschichte der mittelalterlichen Kriege und Auseinandersetzungen, in der die Landeshauptstadt der Steiermark durch die Zeit hindurch immer wieder attackiert wurde - von Ungarn, den Türken und den Franzosen. Einige Bauwerke am Schlossberg blieben nach der französischen Besatzung erhalten. Auch innerhalb der Stadt erinnern einige historische Bauwerke an ihr geschichtsträchtiges Wachstum, etwa der Grazer Dom, die Zwillingstreppe in der Grazer Burg und der spätere Herrschaftssitz Schloss Eggenberg. Mit dem Zeughaus besitzt Graz auch noch die einzige erhaltene Waffenkammer weltweit.
13:20
Costa Rica, zwischen Karibischem Meer und Pazifik auf der mittelamerikanischen Landbrücke gelegen, vereinigt auf einer Fläche kleiner als Bayern eine enorme Pflanzen- und Tiervielfalt. Ein Viertel des Landes wurde unter Schutz gestellt, der Ökotourismus boomt. Der Film besucht Menschen, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, dieses Paradies zu erhalten beziehungsweise "paradiesische" Zustände wiederherzustellen. Denn Raubbau und Monokulturen - Hauptexportgüter sind Früchte wie Ananas und Bananen - haben das Gesicht des Landes längst verändert. Die multinationalen Konzerne und Nachfolger der United Fruit Company wollen und können auf den massiven Einsatz von Chemie nicht verzichten. Dass es auch anders geht, zeigen Projekte, die im Film vorgestellt werden. Auf der Insel Chira haben sich die Frauen dem Erhalt der ökologisch wichtigen Mangrovensümpfe verschrieben. In Monte Alto werden ehemalige Viehweiden wieder aufgeforstet. Durch den Nebelwald von Monte Verde führen Schüler der örtlichen Berufsschule und wecken ein neues Bewusstsein für den schonenden Umgang mit der Natur. Der Film zeigt außerdem beispielhaft und unter Einbezug von Protagonisten landschaftliche Höhepunkte und Besonderheiten des Landes von Vulkanrücken über Nebel- und Regenwälder bis hin zu den Stränden und vorgelagerten Inseln. Costa Rica gilt zu Recht als Naturparadies; aber es muss ständig gegen kommerzielle Interessen verteidigt werden.
13:45
Die Eisenbahn in Ecuador erlebt eine Renaissance, seit der ehemalige Präsident Rafael Correa sie zu einem Symbol der nationalen Einheit Ecuadors erklärt und ihren Wiederaufbau beschlossen hat. Seit 2013 ist die Hauptstrecke zwischen der Küstenstadt Guayaquil und der Hauptstadt Quito wieder in Betrieb. Der Filmemacher Alexander Schweitzer geht mit dem Zug auf Entdeckungsreise durch dieses ferne, südamerikanische Land. Seit Sommer 2013 fährt der "Tren Crucero", ein historischer Zug, vom Pazifik hinauf in die Anden. Jeder Waggon ist einer bestimmten historischen Epoche gewidmet, sodass die Passagiere auch in die Geschichte des Landes eintauchen können. Nachdem der Zug die Küste verlassen hat, wechselt in Durán das Zugpferd. Bis Bucay wird der Zug von einer Dampflokomotive gezogen. Die filmische Reise führt in den Nebelwald zu den Mitgliedern einer Shuar-Gemeinde, eines indigenen Volkes. Von dort geht es weiter nach Riobamba. In der beliebten Bergsteigerprovinz gibt es eine typische Blumenfarm zu entdecken. Im Museum am Bahnhof erfährt man etwas über die bewegende Geschichte der letzten Eisstecher des Chimborazo, dessen schneebedeckten Gipfel man von dort gut sehen kann. Mittags ist eine Stärkung nötig, denn nun beginnt der abenteuerlichste Teil der Reise, die Zugfahrt auf die Teufelsnase. Diese Strecke galt als die schwierigste der Welt. Dort beginnt der Andenanstieg an der "Nariz del Diablo" - der "Teufelsnase". Die Teufelsnase ist ein 100 Meter großer Felsvorsprung, durchschnitten von Spitzkehren, in denen die Geleise fast übereinander liegen. 500 Höhenmeter werden dort überwunden. Die Strecke wurde zwischen 1899 und 1908 gebaut und war damals ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Der Zug fährt bis auf eine Höhe von 3600 Metern über dem Meer. Die Reise führt weiter nach Lasso: Auf der "Allee der Vulkane" befindet sich der Cotopaxi-Nationalpark. Nun sind es nur noch 50 Kilometer bis nach Quito, der Hauptstadt Ecuadors, dem Endpunkt dieser Reise mit dem "Tren Crucero".
14:30
Traumhaftes Inselparadies, Land voller Lebensfreude: Die Dominikanische Republik, der "Ballermann der Karibik", ist ein Eldorado für Sonnenhungrige. Aber wie sieht der Alltag dort aus? Zwischen Traumstränden, Wasserfällen und Kokospalmen leben Menschen, deren Geschichten das Klischee vom All-inclusive-Paradies vergessen lassen. Fernab von Hotelanlagen und Massentourismus taucht der Film in den Alltag der Menschen auf der Karibikinsel ein. Dabei begegnen sie unterschiedlichen Charakteren wie etwa Evaristo Angurria. Er ist Street-Art-Künstler. Seine Lieblingsmotive sind Frauen mit Lockenwicklern. Riesige, knallbunte Porträts schmücken Friedhofsmauern, Baseballstadien und Kirchenfassaden. Inspiration findet Evaristo im Frisiersalon seiner Mutter. Medina Rosado verdient sein Geld mit dem Verkauf von Kokosnüssen. In Esperanza treffen die Autoren Ana Maria Marin und Marco Berger auf die erst 14-jährige Chantal Polanco. In ihrem Baseballverein ist sie der Star. Auch US-amerikanische Clubs haben das Ausnahmetalent bereits im Blick. "Aqua-Man" heißt eigentlich José Castillo. Der studierte Biologe ist ein bekannter Influencer, selbst ernannter Botschafter eines sanften Tourismus für seine Heimat. Mit seinen Texten und Fotos in den sozialen Netzwerken macht er Lust auf Abenteuer abseits ausgetretener Pfade. "Aqua-Man" geht auf eine Mission ins Inselinnere, wo Dschungel und Wasserfälle locken, die unbekannte Seite der Dominikanischen Republik. "Merengue" heißt der Rhythmus, zu dem die Dominikaner die Hüften kreisen lassen. Jeden Sonntag strömen Hunderte Dominikaner in die historische Altstadt von Santo Domingo, wo die Gruppe Bonyé, fünf ältere Herren, die Tanzmusik voller Leidenschaft spielen. Der 24-jährige Luis Miguel träumt davon, mit ihnen auf der Bühne zu stehen. Eine Hochzeit ohne ein Chacabana ist keine richtige Hochzeit. Nichts gehört so sehr zu feierlichen Momenten wie das traditionelle Leinenhemd. Die begehrtesten Modelle liefert Francisco Rodríguez, der sich gern "Tropen-Versace" nennt.
15:15
Von der Pazifikküste im Westen nach Monterrey im Osten bietet das nördliche Mexiko unberührte Strände, die westliche Sierra Madre mit der Kupferschlucht und die Wüste im Bundesstaat Coahuila. An der Südspitze der Halbinsel Baja California liegt der kleine Ort Cabo Pulmo. Bis Mitte der 1990er-Jahre lebten die Menschen dort vom Fischfang, doch die Bestände schrumpften dramatisch. Die Fischer regten an, das Riff von Cabo Pulmo unter Naturschutz zu stellen. Heute ist Cabo Pulmo ein Geheimtipp bei Tauchern, das Riff hat sich wieder erholt. Gegenüber der Halbinsel, auf dem mexikanischen Festland, durchquert Mexikos einziger Personenzug die westliche Sierra Madre von Los Mochis nach Chihuahua. "El Chepe", wie der Zug liebevoll genannt wird, braucht für die rund 650 Kilometer gute 16 Stunden. Dafür gehört die Bahnstrecke durch die Kupferschlucht zu den spektakulärsten der Welt. Viermal so groß wie der Grand Canyon ist das Schluchtensystem. Der Zug windet sich durch die atemberaubende Landschaft. Monterrey ist Mexikos drittgrößte Stadt. Eine spezielle Polizeieinheit bekämpft dort die Kriminalität. Mit dabei sind auch Frauen, die schwer bewaffnet auf Streife gehen. "Beschützen und Dienen" ist ihr Credo. Dort, wo sich heute die Coahuila-Wüste erstreckt, lebten vor rund 70 Millionen Jahren Dinosaurier. Der Paläontologe Héctor Rivera-Sylva folgt ihren Spuren.
16:00
Mexikos Mitte ist landwirtschaftlich geprägt. Das Grundnahrungsmittel Mais gibt es in vielen Variationen. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt, sammelt Nereida Sanchez Samen aus ganz Mexiko. Über 1000 verschiedene Samen hat sie schon zusammengetragen: Ihr Beitrag zur Rettung mexikanischer Esskultur. Auch die Maguey-Agave ist typisch mexikanisch. Ihr Saft liefert den Grundstoff für das Getränk Pulque, den vergorenen Agavensaft, auch "Aztekenbier" genannt. In der Hauptstadt wird jetzt Grün gedacht. Mexiko-Stadt ist mit rund 20 Millionen Einwohnern eine Megametropole und galt noch vor wenigen Jahren als eine der schmutzigsten der Welt. Die vertikalen Gärten des Architekten Fernando Ortíz Monasterio helfen, die Luft zu verbessern. Er begrünt die Pfeiler der Stadtautobahn. Außerhalb des Stadtzentrums zeigt die Metropole ein ganz anderes Gesicht. Xochimilco, der "schwimmende Garten" der Hauptstadt, ist ein Kanalsystem mit vielen kleinen Inseln, wo noch heute Gemüse angebaut wird. Ganz im Süden der Hauptstadt beginnt Mexikos größtes Anbaugebiet für Nopal. Der Kaktus ist mexikanisches Nationalheiligtum und sogar auf der Landesflagge abgebildet. Man kann ihn essen oder als Arznei verwenden. Die Stadt Puebla in Sichtweite zum Vulkan Popocatépetl ist berühmt für ihre Talavera-Keramik. Sängerin Audry Funk besingt hier allerdings nicht nur die schönen Seiten ihres Landes: Die feministische Rapperin verleiht den Frauen Mexikos eine kritische Stimme.
16:45
Mexikos Süden ist vor allem durch seine "Riviera Maya" bekannt - den langen Küstenabschnitt südlich von Cancún mit weißen Traumstränden und luxuriösen Hotels. Doch abseits dieser Badedestination auf der Yucatán-Halbinsel, im Inselinneren, leben die Nachfahren der alten Maya. Sie knüpfen an ihre prähispanische Vergangenheit an und versuchen, alte Bräuche und Traditionen der jahrtausendealten Hochkultur neu zu beleben. Das sind beispielsweise die Chicleros, die 30 Meter hohe Breiapfelbäume besteigen und aus Kautschuk Bio-Kaugummi herstellen; eine Modedesignerin, die mit Blüten recycelte Dessous ökologisch färbt und entwirft, oder eine Bienenzüchterin, die die einheimische stachellose Melipona-Biene wieder neu ansiedelt. Auch in den angrenzenden Bundesstaaten Chiapas und Oaxaca, den ärmsten Gegenden Mexikos, besinnen sich Mexikaner ihrer indigenen Wurzeln - zum Beispiel als Tamales-Verkäufer im Foodtruck. Mexikanische von Hand gemachte Maisfladen werden in einem alten VW-Bulli angeboten, der jeden Tag an einem anderen Platz in San Cristóbal de las Casas hält. Die Hochkultur der Maya, die ihre Blütezeit zwischen 600 und 900 nach Christus hatte und dann plötzlich verschwand, gehört trotz intensiver Forschung noch immer zu den großen Mysterien dieses Planeten. Von ihrem universellen Wissen zeugen ihre astronomischen Karten, die genauer als die unsrigen waren. Auch verfügten sie über große Kenntnisse in Mathematik, Architektur und bildender Kunst. Das Filmteam macht sich auf die Suche nach Vertretern dieser alten Kultur in Mexikos Süden und lernt dabei neben der beeindruckenden, vielfältigen Natur - vom Tiefland bis ins Hochgebirge - sympathische, selbstbewusste Menschen kennen, die stolz sind auf ihr Land und ihre Vergangenheit.
17:30
Extreme Landschaften, visionäre Ideen und beeindruckende Menschen: Eine Reise in den Norden Chiles zwischen Wüste, Ozean und Anden eröffnet überraschende Perspektiven. Die Dokumentation führt durch die Atacama-Wüste, entlang des Humboldtstroms und bis in die Anden. Unterwegs trifft das Filmteam Forschende, Unternehmer und Abenteurer - von Walbiologen über Astronomen bis zu Surfern. Im Valle del Elqui wird mit Sonnenenergie gekocht, vor der Küste erforscht ein Meeresbiologe Finnwale. Astronomen entdecken am Paranal-Observatorium neue Himmelskörper. In der Wüste entsteht Bier aus Nebelwasser, während in Arica eine lebendige Surfszene internationale Gäste anzieht. Eine eindrucksvolle Reise zu Menschen, die in einer der extremsten Regionen der Erde leben.
18:15
Strände, wie sie auf Postkarten abgebildet sind, tropische Regenwälder und knallbunte Häuser: Guadeloupe erfüllt alle Karibik-Klischees - und erzählt zugleich überraschende Geschichten. Der zu den Kleinen Antillen gehörende Archipel ist französisches Überseegebiet und Teil der EU. Französisches Flair trifft auf karibisch-kreolische Gelassenheit - doch das Leben dort ist teuer, und wer Erfolg haben will, braucht Ideen. So wie Teddy Belgrain, der mit Kokosnüssen Guadeloupe und am liebsten gleich die ganze Welt verbessern will. Aus Schalen und Fasern stellt er Biokohle her - für Grills und als Filter gegen Wasserprobleme. Die Kokosnussberge im Garten seiner Mutter wachsen weiter, sehr zu ihrem Stolz - und leichten Missfallen. Fred Bernier und sein Team bergen regelmäßig Wracks vor Guadeloupe. Doch eine seit zehn Jahren verrottende Segeljacht bringt selbst die Profis an ihre Grenzen. In den stürmischen Gewässern des Hurrikangebiets sind Schiffswracks keine Seltenheit. Emilie Flemin fährt mit ihrem mobilen Schönheitssalon über die Inseln und bringt Masken, Massagen und Maniküren in entlegene Orte. Ihr Kalender ist voll, denn Schönheit ist wichtig - und das Gespräch ebenso. Im Zentrum von Pointe-à-Pitre verfallen kreolische Häuser, doch Freiwillige restaurieren nutzen jeden Sonntag zum Restaurieren. Der Verein "Pli Bel La Ri" - "Unsere Straße soll schöner werden" - bringt Farbe zurück. Belohnt wird das Engagement mit Ti Punch. Marie-Galante hat sich seinen ursprünglichen Charme bewahrt. Dort lebt Pierre Mouda als Selbstversorger und bewahrt ein seltenes Handwerk: Er ist der letzte Indigofärber der Insel.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Der historische "Goldenpass Belle Époque", ein Nachbau des "Golden Mountain Pullman Express" der 1930er-Jahre, ist ein Zug der Extraklasse. Er bietet zugleich Nostalgie, Luxus und Abenteuer. Zweimal am Tag fährt er vom palmengesäumten Ufer in Montreux nach Zweisimmen im Berner Oberland. Dafür schlängelt er sich durch die Weinberge des malerischen Lavaux und passiert auch die historischen Werkstätten der Montreux-Berner Oberland-Bahn in Chernex. Durch den Jaman-Tunnel auf 1100 Metern Höhe verlässt der "Goldenpass Belle Époque" den Kanton Waadt und kreuzt den Kanton Freiburg und damit das Greyerzer Tal. Die Käse der Region sind auf der ganzen Welt beliebt. Jahrhundertelang wurden die Milchprodukte von Gruyère über den Jaman-Pass bis nach Montreux oder Vevey auf dem Rücken von Maultieren transportiert. Pierre Gendre versucht mit seinen Maultiertouren ein Kulturgut zu bewahren und an junge Leute weiterzugeben. Die Etappe zwischen Monbovon und Rossinière gehört zu den eindrücklichsten Landschaften, die der "Goldenpass Belle Époque" durchfährt. Es geht vorbei am Lac du Vernex, einem Stausee, der von der Saane gespeist wird. Bekannt ist das Tal für seine Tradition des Scherenschnitts. Pionier war Jean-Jacques Hauswirth. Wann immer sich die Gelegenheit ergab, holte der arme Köhler Papier und Schere hervor und machte Scherenschnitte. Diese tauschte er dann gegen Mahlzeiten ein. 1871 starb Hauswirth. Aber die Tradition lebt weiter. Corinne von Karnstädt macht Scherenschnitte und zeigt ihr filigranes Kunsthandwerk. Maxim Lenoir steuert den "Goldenpass Belle Époque" mit viel Fingerspitzengefühl. Seinen Traumberuf als Lokführer, den erfüllt sich Maxim auch privat, denn zu Hause geht die Fahrt einfach weiter. Unter dem Dach seines Hauses baut Maxime die Strecke vom Montreux nach Zweisimmen mit viel Liebe zum Detail nach. Der Bahnhof von Château-d'Oex ist preisgekrönt und ein touristischer Hotspot für Eisenbahnfreunde und Kunstliebhaber gleichermaßen. Das Stationsgebäude besteht komplett aus Holz und wurde in seinen alten Chalet-Stil zurückgebaut. Aber das Beste liegt unter den Gleisen: Die preisgekrönte Unterführung zeigt mit aufwendigen Wandmalereien des Franzosen Franck Bouroullec die Geschichte der Gegend und zeugt vom Handwerk und den Traditionen dieser Region. Der "Röstigraben" markiert inoffiziell und mit großem Augenzwinkern die Sprachgrenze zwischen der deutschen und französischen Schweiz. Der "Goldenpass Belle Époque" überquert den Röstigraben nach Rougemont, lässt die französischsprachige Schweiz hinter sich und befindet sich ab Saanen im Berner Oberland - und damit in der deutschen Schweiz. Saanen ist eines der schönsten Chaletdörfer des Berner Oberlandes. Die Saanengeiß - ohne Hörner - ist das Wahrzeichen des Orts. Aber mindestens genauso bekannt ist der blumenverzierte Bahnhof, den die 85-jährige Silvia Gysler mit viel Liebe hegt und pflegt. Gstaad ist mit 1049 Metern über dem Meeresspiegel einer der höchsten Orte auf der Strecke des "Goldenpass Belle Époque". Nachdem Gstaad 1905 an die Eisenbahn angeschlossen wurde, entwickelte sich das kleine Dorf zu einem mondänen Ort für den internationalen Jetset. Davon profitierte auch das Grandhotel "Gstaad Palace". 1913 öffnete das Haus seine Pforten. Seitdem genossen unzählige Berühmtheiten ihre Drinks an der Hotelbar: Louis Armstrong, Feldmarschall Montgomery, das Skandalpaar Elizabeth Taylor und Richard Burton und Roger Moore. Züge wie der "Goldenpass Belle Époque" bringen täglich Hunderttausende von Fahrgästen sicher und schnell bis in die entlegensten Winkel der Schweiz. In aufwendigen Landschaftsbildern porträtiert der Film einen Zug der Extraklasse und erzählt von Menschen, die an seiner Strecke arbeiten und leben.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Eigentlich stürmte das SEK nur die Wohnung eines Dealers. Dessen Nachbar Boris Gerg gerät dadurch allerdings in Panik - denn er hat einen Menschen getötet und flieht vor der Polizei. Als seine Wohnung durchsucht wird, findet die Polizei eine Leiche. Auf dem Schreibtisch liegen Fotos von sechs Menschen - jeweils mit einem Kreuz und einem Datum versehen. Handelt es sich um eine Todesliste? Nina Petersen und Benjamin Lietz beginnen, zu ermitteln. Das Opfer war Geschäftsführer einer Online-Partnervermittlungsagentur. Die Firma ist seriös, die Kunden sind zufrieden, und im privaten Umfeld des Ermordeten gibt es keinerlei Hinweise auf ein mögliches Motiv. Bei der Auswertung der Fotos entdecken die Ermittler, dass auf einem Benjamin Lietz zu sehen ist. Das Team versucht, die Identitäten der anderen auf der Liste zu klären. Sie stehen vor der Frage, ob sie die Fotos veröffentlichen sollen, um die Betroffenen zu warnen, oder ob sie sie zurückhalten sollen, um dem Mörder nicht zu signalisieren, dass sie ihm auf den Fersen sind. Benjamin Lietz findet einen Ansatzpunkt: Auf einer Abbildung hat er die Frau erkannt, mit der er sich einmal getroffen hat. Kennengelernt hat er sie über die Partnervermittlung des Ermordeten. Zusammen mit seinem Kollegen Karl Hidde macht er sich auf den Weg zu ihr und findet sie tot auf. Währenddessen entdeckt Nina Petersen, dass der Täter den Geschäftsführer der Online-Agentur gekidnappt und ihn gezwungen hat, sich von außen in das System zu loggen. So ist er wahrscheinlich an die persönlichen Daten seiner Opfer gekommen. Doch nach welchem Muster sucht er diese aus? Den Daten der Agentur zufolge hatte sich die ermordete Frau neben ihrem toten Freund nur mit einem weiteren Mann getroffen: Boris Gerg. Für Nina beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit.
21:45
Kann man planen, eine Legende zu werden? Timothée Chalamet will zu den ganz Großen gehören - und bekommt ausgerechnet von Leonardo DiCaprio entscheidenden Rat. Mit nur 30 Jahren ist Chalamet bereits zum dritten Mal als bester Hauptdarsteller für den Oscar nominiert. "Pop Secret Stories" blickt auf eine Begegnung im Jahr 2015 zurück, die seine Karriere maßgeblich geprägt haben könnte. Der ambitionierte Schauspieler möchte Kinos allein durch seinen Namen füllen. Doch was braucht es wirklich, um zu einer Ikone zu werden? Und warum kommt der entscheidende Impuls vom "ewig Nominierten" Leonardo DiCaprio?
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Das heutige Braunkohlekraftwerk auf dem Industriegelände von Schwarze Pumpe ist eine Kathedrale der Stromerzeugung. Und doch ist es eher klein im Vergleich zu dem Energiezentrum, das hier ab 1955 aus dem Boden gestampft wurde. Es versorgte fast die gesamte DDR mit Stadtgas und das halbe Land mit Strom. 20.000 junge Leute zogen in die damals fast menschenleere Lausitz. Es war der Wilde Westen des Ostens, Aufbruch und neue Heimat.
23:10
Am äußersten Rand Deutschlands, abgeschieden und nur von der Ostsee umgeben, liegt Peenemünde - die nördliche Spitze der Insel Usedom. Der Aufstieg und Untergang eines geheimen Militärkomplexes im Zweiten Weltkrieg haben sich dort tief in die Landschaft eingeschrieben und prägen sie bis heute. Eine Landschaft der Kriegsgeschichte, die sich die Natur inzwischen zurückerobert hat. Wo einst ein verschlafenes Fischerdorf lag, bauten die Nationalsozialisten innerhalb weniger Jahre einen riesigen industriellen Militärkomplex. Mehr als 10.000 Menschen, darunter auch etwa 1500 Zwangsarbeiter, lebten zeitweise in der 25 Quadratkilometer großen "Heeresversuchsanstalt", um im Geheimen Raketen und sogenannte Vergeltungswaffen zu entwickeln und zu testen. Die Alliierten enttarnen dieses Raketenforschungsgelände. Luftangriffe folgen, bei denen 11.000 Sprengbomben sowie rund 93.000 Brandbomben über dem Landstrich niedergehen. Bis heute sind diese Narben in die Landschaft eingeschrieben, und weite Teile des Areals sind noch immer vermintes Sperrgebiet. Doch gerade diese Sperrung ist heute ein Glück für das Gelände - es hat sich zu einem Refugium für seltene, geschützte Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Auch immer mehr menschliches Leben kehrt auf die Insel zurück.