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TV Programm für 3sat am 31.07.2026

Abenteuer Brasilien - Ein Land wie ein Kontinent: Der Rio Negro - Von São Gabriel bis Manaus 04:05

Abenteuer Brasilien - Ein Land wie ein Kontinent: Der Rio Negro - Von São Gabriel bis Manaus

Landschaftsbild

Dort, wo Brasilien an Kolumbien grenzt, zeigt sich der Amazonas von seiner extremen Seite: Zwischen Flugzeugmotoren und ungewöhnlichen Speisen entfaltet sich eine Welt voller Kontraste. Im hohen Norden Brasiliens, fast an der Grenze zu Kolumbien, kocht Dona Brazi, eine indigene Autodidaktin, was sie selbst als "Küche der Zukunft" bezeichnet: Amazonische Rezepte aus Insekten, Wurzeln und Wildem, die sogar Sterneköche aus São Paulo staunen lassen. Sie serviert ihre Delikatessen bei der UN-Klimakonferenz COP30 in Belém für ein Weltpublikum. In São Gabriel da Cachoeira kommt auch Sylvestre Campe in den Genuss von Dona Brazis Gerichten. Danach bricht er auf und fliegt den Rio Negro entlang, den größten Schwarzwasserfluss der Erde. Im Dorf São Jorge angekommen, muss er sich von einem Schamanen einräuchern lassen, bevor er in ein nahes Gebirge aufbrechen darf. Die Indigenen dort kämpfen darum, ihre Sprache Tukano an die nächste Generation weiterzugeben. Mitten im tiefsten Urwald trifft Campe zudem auf deutsche Auswanderer, die aus Edelhölzern filigrane Fruchtschalen fertigen. Seine Reise endet im schillernden Manaus, dem "Paris der Tropen", wo er zusammen mit einer Schönheitskönigin das größte Amateurfußballturnier der Welt besucht: den legendären Peladão. Zum Abschluss steigt er mit den Paramotor-Piloten von Manaus am "Encontro das Águas" in die Lüfte - dort, wo sich der schwarze Rio Negro und der braune Rio Solimões treffen, ohne sich zu vermischen. Ein Amazonas-Abenteuer voller Feuer, Flügel und fantastischer Begegnungen.

Abenteuer Brasilien - Ein Land wie ein Kontinent: Wüste mit Wasser - Die Lençóis Maranhenses 04:50

Abenteuer Brasilien - Ein Land wie ein Kontinent: Wüste mit Wasser - Die Lençóis Maranhenses

Landschaftsbild

In den Lençóis Maranhenses verschmelzen Tausende Dünen mit funkelnden Süßwasserlagunen zu einem Naturspektakel zwischen Wüste und Wasserwelt. Sylvestre Campe entdeckt ein Downwind-Mekka für Kitesurfer mit epischem Panorama. Im Dorf Atins trifft er den ehemaligen Programmierer André Penna, der dort mit seiner Frau Anamaria das große Glück zwischen Sand, Wind und Wellen gefunden hat. Gemeinsam führen sie Gäste auf mehrtägige Touren - per Kite, Kanu oder zu Fuß - mitten durch den Nationalpark. In der abgelegenen Oase Baixa Grande begegnet Campe Dona Loza, die mit 13 Jahren verheiratet wurde und heute Touristen in Hängematten schlafen lässt. Am Delta des Parnaíba schließlich wartet Zé Lima - Ex-Hubschrauber-Mechaniker, selbst ernannter Himmelsvater und stolzer Ziehvater eines Nasenbär-Babys. In seiner selbst gebauten Hütte am Strand serviert er Sylvestre das "beste Kokoswasser der Welt". Fließend Wasser? Fehlanzeige! Aber Freiheit hat dort mehr Wert als jeder Komfort. Ein Trip durch Brasiliens geheimnisvollste Küstenlandschaft, wo Wind, Wildnis und Wunder aufeinandertreffen und ein Mann mit einem Motor sich mitten im Naturrausch verliert.

Abenteuer Brasilien - Ein Land wie ein Kontinent: Von Santarém bis Cuiabá 05:35

Abenteuer Brasilien - Ein Land wie ein Kontinent: Von Santarém bis Cuiabá: Die Kornkammer Südamerikas

Landschaftsbild

Mehr Rinder als Menschen, mehr Rauch als Regen - im Herzen der brasilianischen Agrarmacht fliegt Sylvestre Campe über eine Welt aus gigantischen Sojafeldern und brennender Natur. Von den weißen Stränden von Alter do Chão bis ins wirtschaftliche Kraftzentrum Nova Mutum folgt er dem gewaltigen Rio Tapajós und der BR-163 - besser bekannt als "Soja-Highway". Wo einst Dschungel war, stehen heute Monokulturen im industriellen Maßstab. Privatjets für Großfarmer, Rauchschwaden in der Luft, Brandrodung als Alltag - die Region ist Schauplatz einer ökologischen Krise. Campe fliegt mit heiserer Stimme durch den Smog, lässt sich vom Imker Alexandre Godinho mit Amazonas-Honig stärken und versinkt fast im Morast bei Fordlândia, Henry Fords gescheiterter Gummistadt. In Novo Progresso, dem berüchtigten Ausgangspunkt des "Dia do Fogo" im Jahr 2019, wird Campe gefeiert - denn durch seine TV-Serien machte er Paramotor-Fliegen in Brasilien salonfähig. Doch Fernsehkameras sind dort nicht überall willkommen. Campes Reise endet mit einem Besuch bei Adriana und Florian Diez, einem Landwirt mit Schweizer Wurzeln, der für eine nachhaltige Landwirtschaft ohne weitere Abholzung plädiert. Ein Flug durch Brasiliens umkämpftes Agrarherz.

Abenteuer Brasilien - Ein Land wie ein Kontinent: Jaguare und Kaimane - Artenreiches Pantanal 06:20

Abenteuer Brasilien - Ein Land wie ein Kontinent: Jaguare und Kaimane - Artenreiches Pantanal

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Sylvestre Campe hebt ab über dem Pantanal, dem größten Feuchtgebiet der Erde - ein Flug voller Nervenkitzel zwischen Kaimanen, Jaguaren und brennenden Wäldern. Sein Ziel: das "Jaguar Camp" seines Freundes Aílton, wo sie auf den berühmten Ousado treffen - jenen Jaguar, dem bei den Waldbränden 2020 die Pfoten verbrannten. An der Grenze zu Bolivien folgt Campe der Serra do Amolar, einem Gebirge, das den Wasserhaushalt des Ökosystems Pantanal mitreguliert - bis zum letzten Guató-Indigenen, der noch die Sprache seines Volks spricht. Klimawandel und Feuer bedrohen dort nicht nur Tiere, sondern ganze Kulturen. Im Labyrinth des Rio Paraguai trifft Campe Tetelo, einen Flussfischer, der mit dem Wasser lebt - wie Generationen vor ihm. Fischreich und glasklar ist das Wasser am Paraguaimirim. Campe taucht ein in die Welt der Comitivas: Viehhirten, die dort monatelang mit ihren Rindern durchs Gelände ziehen. Die Künstlerin Buga bringt es auf den Punkt: "Das Rind ist das Totemtier des Pantanal." Bei den Gauchos fühlt sich der "Cowboy der Lüfte" sofort zu Hause. Doch zwischen Tradition und Transformation entsteht Neues, geopolitisch vielleicht sogar Historisches: In Porto Murtinho, an der Grenze zu Paraguay, wird die Brücke gebaut, die das Projekt Bioceânica vollendet - eine Handelsroute vom Atlantik bis zum Pazifik. Der "neue Panamakanal", wie die Einheimischen sagen, soll Brasilien direkt mit China verbinden und den Handelsweg um zwei Wochen verkürzen.

Geheimnisvoller Nebelwald 07:15

Geheimnisvoller Nebelwald

Natur und Umwelt

Hans Giffhorn beobachtet in den Anden während eines Jahres das Heranwachsen von drei jungen Bären und beschreibt die Besonderheiten von Flora und Fauna der archaischen Wälder. Außerdem stellt er die Tsáchila vor, einen der wenigen kleinen Indianerstämme, die dem Wüten der spanischen Konquistadoren entkommen konnten.

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:05

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:30

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:33

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Die Hauda & die Kunst 09:05

Die Hauda & die Kunst: Jan Vermeer: Popstar des 17. Jahrhunderts

Darstellende Kunst

In Amsterdam gab es 2023 eine Jahrhundertausstellung mit so vielen Vermeer-Bildern wie noch nie. 37 Gemälde Jan Vermeers sind bekannt - alles Meisterwerke in der Inszenierung des Lichts. Sein "Mädchen mit dem Perlenohrring" ist eine Popikone. Aber auch die anderen Bilder haben eine Magie: Nie zuvor hat der Alltag so geleuchtet, nie zuvor hat ein Maler einfache private Szenen mit Mädchen und Frauen so gestaltet, als hätten sie ein großes Geheimnis. Nach seinem Tod 1675 wurde der Niederländer Jan Vermeer vergessen. Wiederentdeckt haben ihn die Impressionisten. Kulturjournalistin und Moderatorin Bianca Hauda serviert Kunstwissen in kleinen Happen: Porträts von Künstlerinnen und Künstlern, deren Bilder und Werke in deutschen Museen zu sehen sind.

Millionen Fake - Jagd auf die Kunstfälscher 09:15

Millionen Fake - Jagd auf die Kunstfälscher: Der Showdown

Recht und Kriminalität

Ein Undercover-Ermittler verabredet ein Treffen mit dem "Grafen" in einem Hotel nahe Frankfurt. Während die Bande auf ihre Beute wartet, bereiten Feldmann und das LKA-Team den Zugriff vor. Die Festnahme gelingt - doch der Fälscher Robert Driessen entkommt nach Thailand. Jahre später, bei seiner Rückkehr nach Europa, holt ihn die Vergangenheit endgültig ein. Die dreiteilige True-Crime-Serie "Millionen Fake - Jagd auf die Kunstfälscher" erzählt einen der spektakulärsten Kunstfälscher-Skandale Europas: die Jagd auf den niederländischen Bildhauer Robert Driessen, der über Jahre hinweg den internationalen Kunstmarkt mit Hunderten gefälschten Giacometti-Skulpturen überschwemmte. Ausgangspunkt war die Entdeckung von 13 gefälschten Skulpturen des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti, die 2001 dem Stuttgarter LKA ins Netz gingen. Was als Routinefall begann, entpuppte sich als einer der größten Kunstbetrugsfälle der europäischen Nachkriegsgeschichte - mit einem Schaden in Millionenhöhe. Die Staatsanwältin Mirja Feldmann, die Ermittler der LKA-Dienststelle für Kunst und Antiquitäten und der französische Skulpturenexperte Hubert Lacroix verfolgten die Spur des Fälschernetzwerks bis nach Thailand: Dort befindet sich das Atelier von Robert Driessen. Driessen selbst, seine Komplizen und die Ermittler kommen in der Serie zu Wort und erzählen, wie ein globales Netz aus Täuschung, Gier und Kunstverstand zusammenbrach. Zwischen Undercover-Ermittlungen, falschen Adligen und Millionenbeträgen entfaltet sich eine Geschichte, die kaum zu glauben ist - und doch wahr.

Urlaub in der Eifel 09:50

Urlaub in der Eifel

Reportage

Die Eifel ist ein Mittelgebirge, Naturparadies und Naherholungsgebiet. Insgesamt umfasst die Region mehr als 5300 Quadratkilometern. Die Vulkaneifel ist für viele ein Sehnsuchtsort. Im Sommer locken die vielen Maare sowie hunderte Kilometer Rad- und Wanderwege zu Erholung im Grünen ein. Zu Festivals, wie Rock am Ring oder dem 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring pilgern hunderttausende Menschen und bringen Kaufkraft in die Region. Das 30.000 Jahre alte Gemündener Maar in Daun ist das nördlichste und kleinste der drei Dauner Maare und ein ganz besonderes Freibad. Viele Einheimische und Touristen zieht es dorthin. Aber das Freibad hat ein Problem: Es findet sich keine Badeaufsicht. "Wenn schönes Wetter ist und die Leute kommen, muss ich sie dann wieder nach Hause schicken, wenn kein Bademeister da ist", sagt Kioskbesitzer Thomas Salker. Ein Jahr lang blieb das Maarbad teils geschlossen. Kein Bademeister, kein Badespaß. "Das hat wirklich Kopfschmerzen verursacht, ich habe dann Anrufe bekommen, warum ist das Maarbad nicht geöffnet", sagt Bürgermeister Peter Hartogh. Jetzt ist Rettung in Sicht: Seit diesem Sommer sorgt ein neuer Bademeister für ungetrübten Spaß am Maar. Für zwei Wochenenden im Jahr verwandelt sich die Burg Satzvey bei Mechernich in eine Welt voller Magie und fantastischer Gestalten. Gäste spazieren über den Mittelaltermarkt, genießen das Lagerleben und staunen über Ritter und Drachen. Es ist ein XXL-Event in authentischer Kulisse. Jedes Jahr dabei Pierre, der als Söldner mit Rüstung und Schwert in der Arena auftritt. 2000 Zuschauer werden erwartet und alles muss stimmen. Mit den Einnahmen aus den Ritterspielen kann die wunderschöne Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert denkmalpflegerisch erhalten werden. Das legendäre 24-Stunden Rennen über die Nordschleife des Nürburgrings ist ein Megaevent. Im vergangenen Jahr strömten fast 250.000 Besucher an die Rennstrecke. Die Campingplätze für die Zuschauer öffnen schon drei Tage vor dem vor dem Rennen. Seit 10 Jahren reisen Kevin und seine Freunde aus dem Westerwald zum Campen an die grüne Hölle genannte Nordschleife. Angereist sind sie stilecht mit Traktoren, Feuerwehrautos, Pool, Kühlschränken und 700 Litern Bier. Für sie ist die Party die beste Zeit des Jahres. Das Rennen verspricht Festivalatmosphäre mitten in der Eifel. Oliver Röder ist Sternekoch im Restaurant "Eifelers Zeiten" auf Burg Flamersheim, ein historisches Anwesen aus dem 18. Jahrhundert in Euskirchen. Röder hatte viele Jahre lang einen Michelin-Stern im Restaurant Bemberger Häuschen. Zu viel Stress, zu wenig Kunden: Deswegen haben er und sein Team beschlossen, mit einem neuen Konzept ins Jahr 2025 zu starten. Weniger Haute Cuisine, mehr Bodenständiges aus der Region. Der 42-Jährige kocht regionale, bodenständige Küche der Eifel und interpretiert sie neu und modern. Ochsenbrust, Eifeler Schweinerücken und rote Beete. Die neu interpretierte Eifelküche kommt bei den Gästen gut an. Die "ZDF.reportage" über den Sehnsuchtsort Eifel. Zwischen Natur, Freizeit und Fachkräftemangel.

Das Rauschen der Isar 10:20

Das Rauschen der Isar: Von Wildnis und verborgenen Welten

Land und Leute

Die Isar ist kein Fluss - sie ist ein Lebensgefühl: wild, reißend - und manchmal auch gefährlich. Glaubt man zumindest denen, die es wissen müssen. Den Menschen entlang des Wasserlaufs. Die Isar ist der letzte Wildfluss in Deutschland. Sie entspringt im Karwendelgebirge auf Tiroler Seite. Auf den fast 300 Kilometern, die sie vom Quellgebiet bis zu ihrer Mündung in die Donau zurücklegt, wird sie vom Gebirgsfluss zum Strom. Auf ihrer Reise entlang der Isar - von der Quelle bis zur Mündung - begegnet ZDF-Reporterin Sibylle Bassler Menschen, die vor allem eins verbindet: Die Isar gilt ihnen als Lebensader. Im Quellgebiet lebt und arbeitet die Sennerin Christine Ackermann. Ihre Alm, so die Tirolerin, sei die einzige, die direkt an der Isar liege. Das Rauschen des Gewässers ist somit ihr ständiger Begleiter und fast schon Musik: unbändig und wild, voller Drang, sich auszutoben, sei der junge Fluss dort oben auf knapp 1000 Metern. Wenn sich das Schmelzwasser aus den Bergen seinen Weg ins Tal bahnt, dann spüre man seine zunehmende Kraft. Seit 15 Jahren betreibt Christine die Alm zusammen mit ihrem Lebenspartner, dem Hirten Roland. Im Sommer kümmern sie sich um Rinder, Ziegen, Schweine, Hühner, Katzen und Hunde. Wenn der Schnee in die Berge zieht, dann kehren die Tiere ins Tal zurück. Ruhe kehrt ein, Zeit, Kraft zu tanken. Bis zum Frühjahr, das je nach Schneelage auch erst mal im Mai beginnt. Auch für Calla ist die Isar der "Lebensmittelpunkt", wie die 18-jährige Münchnerin sagt. Ein Platz zum Feiern, zum Erholen, zum Steine suchen - und zum Surfen. Auf dem Seitenarm der Isar, dem Eisbach, treffen sich Surfer aus der ganzen Welt. Bei Wind und Wetter - ob es stürmt, schneit, warm oder eiskalt ist - surft die Abiturientin mit ihrer Clique um die Wette. Mit ihren dicken Neoprenanzügen erinnern sie an Pinguine, mitten in der Großstadt. Das Wasser, so Calla, sei einfach ihr Element. Manchmal radelt sie schon morgens um 5.00 Uhr mit ihrem Brett unterm Arm durch die Stadt. Die schönste Art, den Tag zu beginnen, sei für sie, auf der etwa halbmeterhohen Welle zu reiten. Surfen, ins Wasser fallen, aufstehen, und das stundenlang - was daran so faszinierend ist? Es sei ein Stück Freiheit, ein Lebensgefühl, das nur ihr gehört. Bayerisch-Hawaii. Wer braucht da schon Ozeane? Es gibt sie, diese besonderen Orte, an denen der Mensch mit sich und der Welt im Reinen ist. Die sich gut anfühlen und dem Menschen das geben, was er braucht. Ruhe, Energie, Inspiration oder Entspannung. Hermann Waas lebt an so einem Ort. Die Isar könne man nicht erklären, so der Wasserbauer, man müsse sie sehen und spüren. Denn der Fluss ist im Mündungsgebiet, den letzten 20 Kilometern, bevor er in die Donau mündet, von großer Schönheit. Von seinem alpinen Charakter ist dort nicht mehr viel übrig geblieben. Die Isar breitet sich aus, wird langsamer. Nirgendwo in Europa gebe es ein Mündungsgebiet, das völlig unbewohnt ist, so Hermann Waas. Außer hier, in der Gegend von Donau und Isar. Das Zusammentreffen mit der Donau - ein Naturereignis. Jede freie Minute fährt Hermann Waas mit dem Boot durch die kilometerlange Auenlandschaft. Der passionierte Fischer engagiert sich für den Artenschutz und den Erhalt der zahlreichen Fischarten, auch, indem er jedes Frühjahr unzählige Fische in die Isar setzt. "Man muss dem Fluss viel mehr zurückgeben als das, was man ihm nimmt", so seine Überzeugung, nur so bleibe der Mensch im Einklang mit der Natur.

Tierärztin 24/7: Gaby muss unters Messer 10:35

Tierärztin 24/7: Gaby muss unters Messer

Reality-Soap

Eléonore muss Gaby, ein junges Alpaka, kastrieren - und das ist nicht ganz einfach. Gwennaëlle macht sich Sorgen um Ratatouille, eine charmante Hausratte. Im Tierspital versucht William, Tyson zu retten, eine Bulldogge, die nichts mehr frisst. Doch die Rettung verläuft dramatisch. Wegen der Liebe zu Tieren haben sie den Beruf gewählt: Die vierteilige Reihe "Tierärztin 24/7" begleitet vier Tierärztinnen und einen Tierarzt bei ihren ersten Schritten im Berufsleben. Frisch von der Uni sind sie nun mit realen Fällen konfrontiert.

Muskelmasse und Weiblichkeit - Ein Widerspruch? 11:15

Muskelmasse und Weiblichkeit - Ein Widerspruch?

Reportage

Immer mehr Frauen feiern ihre Kraft - im Gym, beim Seilziehen, auf Social Media. Doch wer als Frau Muskeln zeigt, provoziert und wird schnell bewertet: "Das ist doch nicht mehr feminin!" Wie gehen starke Frauen mit solchen Aussagen um - und wer bestimmt eigentlich, was weiblich ist? Das Leben der Bodybuilderin Rebecca Imfeld dreht sich in erster Linie um ihre Muskeln. Sie zeigt sie gern auf der Bühne, im Gym und auf Instagram. Doch unter ihren Posts hagelt es gehässige Kommentare: "Wie heißt der Typ?", "Frau oder Mann?". Solche Aussagen verletzen die 25-Jährige zwar, treiben sie aber gleichzeitig an, noch härter zu trainieren. "Meine Muskeln sind harte Arbeit, und ich finde, das darf ich zeigen", sagt sie. Die 32-jährige Seilzieherin Erika Niederberger hat eine andere Beziehung zu Muskeln. Für sie sind die kräftigen Oberarme vor allem eins: praktisch. "Ich brauche sie bei der Arbeit auf dem Bau - und ich mag sie auch optisch", sagt sie. Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Obwalden, prägt körperliche Arbeit seit jeher ihr Leben. "Ich bin mit meinem Körper im Reinen. Wenn du in irgendetwas reinpassen willst, das du nicht bist, dann ist das sehr anstrengend."

Sehen statt Hören 11:50

Sehen statt Hören: Fernsehen in Gebärdensprache

Infomagazin

"Sehen statt Hören" ist das einzige TV-Magazin für Menschen mit Hörbehinderung in Gebärdensprache. Offene Untertitel sind fester Bestandteil der Sendung und kein Zusatzangebot. In wöchentlich 30 Minuten bietet das vom BR produzierte und in allen Dritten Programmen ausgestrahlte Magazin Themen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Ein barrierefreies Angebot für alle, die sich von diesem besonderen Magazin angesprochen fühlen.

Lotti Latrous - Ein Leben für die Armen 12:20

Lotti Latrous - Ein Leben für die Armen

Reportage

Die Schweizerin Lotti Latrous kümmert sich seit 23 Jahren an der Elfenbeinküste um die Ärmsten und rettet so unzähligen Menschen das Leben oder ermöglicht ihnen ein würdevolles Sterben. Hanspeter Bäni besucht die engagierte Schweizerin nach zwölf Jahren erneut. Damals starben wöchentlich bis zu fünf Menschen in Lottis Armen - heute sind es viel weniger. Die Reportage zeigt auf, weshalb das so ist und wie sich ihr Leben und Wirken verändert hat. Damit der Staat auf diesem Gebiet eine Flugpiste bauen konnte, musste Lotti Latrous das Zentrum in Abidjan aufgeben. Nach langem Suchen fand sie einen Platz für die Errichtung einer neuen Wirkungsstätte. Gebaut wurde das neue Zentrum mit Waisenhaus, Ambulatorium und Spital unter Anleitung von Lottis Ehemann Aziz Latrous, einem pensionierten Bauingenieur. Die Eröffnung erfolgte im Jahr 2017. Die Gebäude stehen auf Pfählen mitten im sumpfigen Slum, die Bewohnenden hausen in Hütten, die behelfsmäßig aus Brettern zusammengezimmert wurden. Es mangelt an Essen, und Krankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose sind weitverbreitet. Diese Not der Slumbewohnenden versucht Lotti Latrous zu lindern. Sie empfängt täglich bis zu 250 Hilfesuchende. Die "Schweizerin des Jahres 2004" kümmert sich zusammen mit ihren rund 80 Mitarbeitenden selbstlos um die Kranken. Manchmal kommt jedoch jede Hilfe zu spät. Ohne Tabu, aber mit viel Einfühlungsvermögen teilt Lotti Latrous den todkranken Patientinnen und Patienten mit, dass sie bald sterben müssen. Sie wolle den Menschen ihre Würde zurückgeben, sagt die 1953 geborene Entwicklungshelferin.

37°Leben 12:55

37°Leben: Challenge Hausbau - Fast geschafft!

Gesellschaft und Soziales

Der Weg zum eigenen bezahlbaren Zuhause war nicht einfach und hat den drei Familien viel abverlangt. Doch sie stehen kurz vor dem Ziel und blicken auf ein anstrengendes Jahr zurück. Bei den Häusern sieht man die Fortschritte. Micky und Sabrina wollen im September einziehen. Sie sind jetzt zu viert. Lisas Tiny House soll im Herbst fertig sein. Johannes und Louise freuen sich auf das Leben in der Gemeinschaft, der Einzug ist erst für 2027 geplant. "37°Leben" erzählt über einen Zeitraum von 14 Monaten seriell drei Geschichten und drei Wege zum eigenen Zuhause. Bis zum Einzug stehen Familie und Beziehung, Finanzierung und Zeitplan immer wieder auf dem Prüfstand. Bei Louise (32) und Johannes (32) sind die Bauarbeiten zwar noch im Gange, doch aus den Räumen der alten Schule in Zehdenick sind längst Wohnungen geworden. Auch ihre eigene Bleibe unterm Dach ist fast fertig. Doch ihr Leben gleicht emotional einer Achterbahnfahrt. Neben der Freude über die gut funktionierende Hausgemeinschaft und neue beruflichen Aufgaben, hinterlassen auch schmerzliche Ereignisse ihre Spuren. So wird Louises Vater - anders als geplant - nicht in eine der Wohnungen einziehen können und der Rückzug ihrer engsten Wegbegleiter wirft einiges durcheinander. Lisa (32) ist die bekannteste Bauherrin in ihrer Heimatstadt Hemer. Zeitungen berichten über das Holzhaus auf Stelzen, Nachbarn sind neugierig. Das Interesse an ihrem Tiny House freut sie. Wegen der allgemein steigenden Kosten muss Lisa sparen und ursprüngliche Pläne an ihre finanziellen Möglichkeiten anpassen. Die Beziehung zu Guido, ihrem Nachbarn, hat sich weiterentwickelt. Er wird sein großes Haus, in dem er bislang allein wohnte, vermieten und mit Lisa und Tochter Luna ins Tiny House einziehen. Das aber ursprünglich nur für zwei Personen geplant war. Es bleibt spannend, wie die drei sich einrichten in den 80 Quadratmetern. Micky und Sabrinas Familienzuwachs Luna ist gesund auf die Welt gekommen. Sabrina ist schon wieder fit und ganz ungeduldig, endlich wieder auf der Baustelle mitarbeiten zu können. Die beiden möchten zu Schulbeginn der älteren Tochter Emma ins Haus einziehen, damit sie am neuen Wohnort die Grundschule besuchen kann. Sabrina (34) ist noch im Mutterschutz, Micky (37) hat zwei Monate Elternzeit genommen und ist jetzt Tag und Nacht auf der Baustelle. Der Endspurt kostet ihn seine letzten Kräfte.

Kalabrien - Land zwischen den Meeren 13:20

Kalabrien - Land zwischen den Meeren

Landschaftsbild

Schon Homer hat es besungen: Kalabrien, das Land an der Stiefelspitze Italiens. Es ist eine sonnenverwöhnte Region, voller Kultur und mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte. Den Zeugnissen dieser Geschichte begegnet man in den Städten und Dörfern. Kalabrien liegt zwischen zwei Meeren. Umspült vom Tyrrhenischen und dem Ionischen Meer, locken fast 800 Küstenkilometer mit feinen Sandstränden und einsamen Buchten zwischen Granitfelsen.

Traumorte 13:50

Traumorte: Kerala

Tourismus

Das südindische Kerala ist bekannt für endlose Sandstrände, Tee- und Reisplantagen und für sein warmes tropisches Klima. Auch bei Touristen wird das "Land der Kokospalmen" immer beliebter. Auf fast 600 Kilometern Länge schmiegt sich Kerala an die Malabarküste. Dort kann man auf relativ kleinem Raum in Indiens buntes Leben eintauchen und spektakuläre Feste, rituelles Theater und die jahrhundertealte Ayurveda-Medizin kennenlernen. Die Reise beginnt in Thrissur, Schauplatz des über 200-jährigen Elefanten-Festivals "Thrissur Puram". Höhepunkt des Events ist die Prozession der prachtvoll geschmückten Dickhäuter - ein bei Tierschützern nicht unumstrittenes Spektakel. Nächste Station ist Palakkad, Heimat des roten Navara-Reises, der dort noch von Hand geerntet und verlesen wird. Eine Spezialität der Region sind "Idli": gedämpfte Reiskuchen, die vor allem zum Frühstück verzehrt werden. Im Koyyodan-Koroth-Tempel nahe der Stadt Mahé wird das Filmteam Zeuge des farbenfrohen "Theyyam"-Rituals. Geschminkte Darsteller schlüpfen in die Rolle verschiedener Gottheiten und tanzen traditionelle Tänze. Der Distrikt Wayanad ist geprägt von leuchtend grünen Urwäldern und weitläufigen Tee- und Gewürzfeldern. Das Pflücken des Tees ist harte Arbeit - und in dem steilen Gelände nicht ganz ungefährlich. Letzte Station ist das Fischerdorf Chowara mit seinem malerischen Strand. In den Morgenstunden fahren die örtlichen Fischer den Fang des Tages ein und ziehen ihre riesigen Netze an den Strand.

Traumorte 14:35

Traumorte: Thailand von Nord nach Süd

Tourismus

Thailand ist ein vielseitiges Reiseland und hat auch abseits der Hotspots viel zu bieten: Zwischen wildem Norden und paradiesischem Süden finden sich prächtige Tempel und spektakuläre Natur. Bei einer Reise über das thailändische Festland offenbaren sich eine reiche Kultur, bewegte Geschichte und bunte Traditionen. So zeigt sich das facettenreiche "Land des Lächelns" von einer ganz neuen Seite. Erste Station ist Sop Ruak im Goldenen Dreieck. Dort treffen Thailand, Laos und Myanmar an den Ufern des Mekongs zusammen. Das Grenzgebiet war einst das Zentrum der weltweiten Opiumproduktion. Auf thailändischer Seite prägen heute Teeplantagen das Landschaftsbild. In Sop Ruak informiert ein interaktives Museum, die "Hall of Opium", über die lange Geschichte der Droge und die Auswirkungen der Opiumsucht. Weiter südlich im Goldenen Dreieck lädt ein buddhistischer Höhlentempel, der "Wat Tham Chiang Dao", zur stillen Einkehr ein. Auch in Chiang Rai, der nördlichsten Provinzhauptstadt Thailands, warten beeindruckende Tempelanlagen auf interessierte Besucher. Hauptattraktion ist der "Wat Rong Khun", auch als "weißer Tempel" bekannt. Das noch im Bau befindliche Kunstprojekt verbindet Pop-Art-Elemente und traditionelle buddhistische Tempelarchitektur. Nächste Station ist Chiang Mai mit seiner historischen Stadtbefestigung. Die zweitgrößte Stadt des Landes gilt als Hochburg für Kunsthandwerk. Ob Papiersonnenschirm oder kunstvolle Schnitzereien - dort findet jeder ein passendes Souvenir. Weiter geht es nach Sukhothai. Im Geschichtspark der Stadt zeugen 21 Tempelruinen vom Glanz vergangener Zeiten. Denn einst war Sukhothai die Hauptstadt des ersten unabhängigen Thai-Königreichs. Das westthailändische Kanchanaburi hat eine düstere Geschichte: Zwischen 1942 und 1943 wurden alliierte Kriegsgefangene zum Bau der "Thailand-Burma-Eisenbahn", besser bekannt als "Death Railway", gezwungen. Tausende kamen dabei ums Leben. Im Süden des Landes liegt der Nationalpark "Khao Sam Roi Yot" mit der spektakulären Phraya-Nakhon-Höhle. Doch vor der Besichtigung liegt ein steiler Aufstieg.

Traumorte 15:20

Traumorte: Südvietnam

Tourismus

Der Süden Vietnams bietet Reisenden eine Mischung aus Stadtleben, Kultur und Natur. Die Reise führt von Saigon ins Mekong-Delta und an die von Kalksteinklippen geprägten Buchten der Südküste. Viel von der bewegten Geschichte des Landes zeigt sich in Vietnams Süden, ob traditionelle Buddha-Tempel, französische Kolonialarchitektur oder Prachtbauten der sozialistischen Ära. Abseits der Städte locken sowohl malerische Küsten als auch das kühlere Hochland. Die große kulturelle Vielfalt Vietnams spiegelt sich in den kulinarischen Angeboten der Garküchen auf den Straßen von Ho-Chi-Minh-Stadt wider, wie Saigon offiziell heißt. Diese moderne Metropole bildet einen starken Kontrast zum einfachen Leben der Bauern und Fischer auf dem Land. Auf schwimmenden Märkten werden die landwirtschaftlichen Produkte des Mekong-Deltas angeboten, der Kornkammer des Landes. Und im Hochland bei Da Lat wächst seit der französischen Kolonialzeit ein hervorragender Kaffee. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über beeindruckende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.

Entlang der Happiness Road - In den Bergen Vietnams 16:05

Entlang der Happiness Road - In den Bergen Vietnams

Land und Leute

In der Provinz Ha Giang im Norden Vietnams entfaltet sich eine einzigartige Landschaft: Dramatische Kegelberge, spektakuläre Kalksteinformationen und kunstvoll angelegte Reisterrassen. In enger Naturverbundenheit bewahren die dort lebenden ethnischen Minderheiten ihre Kultur. Die "Happiness Road" führt über schwindelerregende Pässe und eröffnet atemberaubende Ausblicke.

Kambodschas größter Regenwald 16:45

Kambodschas größter Regenwald: Die Rückkehr der Königsschildkröte

Natur und Umwelt

Das Kardamomgebirge ist Heimat für Kambodschas wildlebende Elefanten. Im Schutzgebiet Phnom Samkos dokumentieren Kamerafallen das geheime Leben der letzten wilden Herden. Auch extrem seltene Tiere wie der Gaur oder der scheue Nebelparder streifen dort durch den Dschungel. Tierschützer wie Samorn Vireak hoffen, durch moderne Technik bedrohte Arten besser schützen zu können, bevor sie für immer verschwinden. Doch nicht nur die Tier-, sondern auch die Pflanzenwelt ist außergewöhnlich: Der Adlerholzbaum etwa liefert das Rohmaterial für eines der teuersten Duftöle der Welt - das sogenannte "Oud". Die Südliche Batagur-Schildkröte, auch Königsschildkröte genannt, galt einst in Kambodscha als ausgestorben. Heute ist sie eins der Nationaltiere Kambodschas. In einer Zucht- und Auswilderungsstation der "Wildlife Conservation Society" im südlichen Kardamomgebirge werden die Schildkröten liebevoll aufgezogen und nach Jahren ausgewildert. Eine Reise durch das Kardamomgebirge zeigt einen einzigartigen und dennoch bedrohten Lebensraum. Ranger, Biologen und Dorfbewohner setzen sich gemeinsam für den Erhalt der Artenvielfalt ein.

Kambodschas größter Regenwald 17:30

Kambodschas größter Regenwald: Die Orchideen der Kardamomberge

Natur und Umwelt

Das Kardamomgebirge im Südwesten Kambodschas ist eine grüne Schatzkammer der Biodiversität. Zahlreiche Menschen setzen sich mit Hingabe für den Schutz dieses einzigartigen Lebensraums ein. Darunter ehemalige Jäger, die heute Pangoline retten, eine Dorfgemeinschaft, die wilden Kardamom nachzüchtet, und zwei leidenschaftliche Orchideenscouts, die neue Arten entdecken und katalogisieren - was nicht immer ungefährlich ist. Der Herpetologe und "Wild Earth Allies"-Projektmanager Neang Thy erforscht Reptilien und Amphibien - viele von ihnen noch unbekannt oder endemisch. Seine Funde liefern wichtige Daten zum Verständnis der Artenvielfalt und unterstreichen die ökologische Bedeutung der Region. Orchideenscouts sammeln und bewahren seltene wilde Pflanzen für wissenschaftliche Zwecke. Dabei halten sie ihre Fundorte streng geheim. Denn Diebe stehlen die begehrten Orchideen und verkaufen sie zu hohen Preisen. Außerdem bedroht die Abholzung des Walds die seltenen Pflanzen. Im größten Regenwald Kambodschas liegt die Schönheit der Natur oftmals im Verborgenen: vom scheuen Gibbon bis zur zarten Orchidee, von glasklaren Wasserfällen bis zu nebelverhangenen Baumriesen.

Die gefährlichsten Bahnstrecken der Welt: Der Rameswaram-Express 18:15

Die gefährlichsten Bahnstrecken der Welt: Der Rameswaram-Express

Dokumentation

Unterwegs mit dem Rameswaram-Express auf den südlichsten Schienen Indiens: Auf rund 600 Kilometern durchquert die Bahn den Mikrokosmos und die tropische Landschaft Tamil Nadus. Heftige Stürme und Regenschauer machen die Strecke bis heute zu einer Herausforderung für die Indische Bahn. Der Film begleitet den "Rameswaram-Express" auf seiner Fahrt von Chennai bis zu ihrem Höhepunkt, der Überquerung der Pamban-Brücke, nach Rameswaram im Süden. Von Chennai, der Hauptstadt Tamil Nadus im Norden, nach Rameswaram im Süden sind die Reisenden rund zehn Stunden auf den heißesten Schienen Indiens unterwegs. Die Bahn streift Vogelreservate, durchquert Reisfelder, hinter denen die Kalvarayan Hills zu entdecken sind, und überquert den Kaveri, den "Ganges des Südens", auf dem Weg zur gefährlichsten Eisenbahnbrücke des Indischen Ozeans: der Pamban-Brücke, auch "Königin der indischen Brücken" genannt. Sie verbindet das indische Festland mit Rameswaram auf der Halbinsel Pamban. Schon 1870 wollte die damalige britische Regierung eine Brücke bauen, doch erst 1911 wurde mit dem Bau begonnen, der 1914 fertiggestellt wurde. Die Pfeiler der Brücke stehen im Salzwasser, und das gesamte Bauwerk ist von starker Korrosion bedroht. Zusätzlich rütteln Wirbelstürme und hohe Windgeschwindigkeiten am Stahlgerüst. 1964 wurde die Brücke von einem 240 Stundenkilometer schnellen Zyklon zerstört, durch den über 100 Menschen ihr Leben verloren. Eine große Verantwortung für die Lokführer, die auf der gesamten Strecke wachsam sein müssen - denn nicht nur Passanten, Motorroller und Autos kreuzen überraschend die Fahrbahn, auch in Indien als heilig geltende Kühe machen es sich gern auf den Schienen gemütlich. Atemraubende Luftaufnahmen erzählen die Geschichte einer architektonischen Meisterleistung in der Welt der Eisenbahn. Durch 55 Tunnel kämpft sich der "Bernina Express", in Peru beeindruckt die Andenbahn "Ferrocarril del Sur", und durch die tansanische Savanne zuckelt ein einzigartiger Safari-Zug. Die fünfteilige Reihe "Die gefährlichsten Bahnstrecken der Welt" zeigt Fahrten durch spektakuläre Landschaften und technische Meisterleistungen.

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Das Geheimnis der Meister: Lucas Cranach 19:20

Das Geheimnis der Meister: Lucas Cranach

Kunst und Kultur

Lucas Cranach ist einer der großen Meister der Renaissance. Er hinterließ rund 5000 Gemälde. Aber ist die "Lucretia", die als eines seiner Hauptwerke gilt, wirklich aus seiner Hand? Das "Das Geheimnis der Meister"-Team um Kunsthistorikerin Bianca Berding begibt sich auf eine detektivische Spurensuche. Mithilfe modernster Technik recherchiert es die Entstehungshintergründe des Werks und versucht sich an der perfekten Kopie. Lucas Cranach war Hofmaler und schuf Porträts der großen Persönlichkeiten seiner Zeit. Am bekanntesten sind seine Bildnisse von Martin Luther. Altarwerke und allegorische Gemälde zählen ebenso zu seinem umfassenden Werk. Neben seiner Werkstatt besaß er auch eigene Wälder als Quelle für die Holztafeln, die er als Malgrund nutzte. Die Miniatur "Lucretia", geschaffen in Cranachs meisterlicher Feinmalerei, greift eine römische Erzählung aus der Antike auf: Lucretia wird vergewaltigt und nimmt sich anschließend das Leben, um ihre vermeintlich verlorene Ehre wieder herzustellen. Lucas Cranach nutzt die heute befremdliche Erzählung, um im Jahr 1533 ein Aktbildnis durch ein moralisierendes Sujet zu rechtfertigen. In jeder Folge von "Geheimnis der Meister" wird ein Hauptwerk der Malerei ganz genau unter die Lupe genommen: Welche Farben wurden verwendet, welche Charakteristiken hat der Pinselstrich, wie sind Lichtstimmung und Farbgebung? Was wurde übermalt oder retuschiert? Verbirgt sich gar ein Bild unter dem Bild? Durch die Rekonstruktion werden nicht nur die Entstehungshintergründe der Werke, sondern auch die Lebensumstände der Künstlerinnen und Künstler durchleuchtet. Welche tragischen Ereignisse oder Glücksmomente haben die Werke beeinflusst, welche Strömungen in Kunst, Kultur und Politik der Entstehungszeit spiegeln sie wider? Nach fünf Wochen Recherche und Malprozess hängen am Ende Original und Rekonstruktion nebeneinander im Museum, und das Publikum kann selbst entscheiden, ob die Kunstdetektivinnen und -detektive einen guten Job gemacht haben. Konnten sie dem Meisterwerk seine Geheimnisse entlocken? Ist eine überzeugende Kopie gelungen?

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Gotthard 20:15

Gotthard

TV-Drama

Drei Jahre sind vergangen, und der Tunnelbau am Gotthard kommt nur schleppend voran. Zu langsam für die Investoren, die Favre den Geldhahn zudrehen. Max kehrt nach Göschenen zurück. Im Gepäck hat er "Favre-Franken". Die müssen von den Arbeitern und dem Gewerbe gutgeheißen werden, sonst ist der Tunnelbau am Ende. Es ist eine Reise mit gemischten Gefühlen. Wie wird es sein, Anna und Tommaso nach so vielen Jahren wieder zu begegnen? Max gelingt es zwar, die Leute vom neuen Zahlungsmittel zu überzeugen, aber die Zustände, die er an der Baustelle vorfindet, sind verheerend. Es werden immer mehr Tote aus dem Tunnel getragen. Die Luft tief im Berg ist vom Dampf der Lokomotiven so verschmutzt, dass das Atmen für die Arbeiter fast unmöglich geworden ist. Die Missstände werden von einer Widerstandsgruppe mit Flugblättern bekämpft. Max entdeckt, dass Tommaso, der mittlerweile mit Anna eine kleine Tochter hat, der Kopf der Rebellen ist. Das Band, das Anna, Tommaso und Max zusammengehalten hat, droht zu reißen, als Tommaso von Max Unterstützung für seinen Kampf fordert und Anna und Max ihre Gefühle zueinander wieder entdecken. Es kommt zum Streik, bei dem sich Max und Tommaso als Gegner gegenüberstehen. Trotz aller Schlichtungsversuche durch Max wird der Aufruhr blutig beendet. Tommaso überlebt, aber es bleibt ihm nur die Flucht. Anna wirft Max vor, die bewaffnete Bürgerwehr geholt zu haben und für die Toten verantwortlich zu sein. Sie will nichts mehr mit ihm zu tun haben. Als Favre auch noch stirbt und Max entdeckt, dass sich im Dorf wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen eine Seuche ausbreitet, muss er sich entscheiden: Ist er bereit, über alle Missstände hinwegzusehen, nur damit der Tunnel fertig wird?

Bahnhöfe dieser Welt - Nächster Halt Zukunft 21:45

Bahnhöfe dieser Welt - Nächster Halt Zukunft: Bahnhof Zürich

Verkehr

Das globale Bahnnetz hat eine glorreiche Vergangenheit. Hat es auch eine Zukunft? Wer braucht die Bahn - und weshalb? Diesen Fragen geht die Reportage am Beispiel des Bahnhofs Zürich nach. Im Zugfahren sind die Schweizer Weltmeister. In keinem anderen Land legen die Menschen mehr Kilometer mit dem Zug zurück. Die Reportage macht halt im Zürich Hauptbahnhof - dem größten Bahnhof des Landes und dem wichtigsten Knotenpunkt im Schweizer Schienennetz.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

The Convert - Krieg der Maori 22:25

The Convert - Krieg der Maori

Actionfilm

Aotearoa im Jahr 1830: Laienprediger Thomas Munro wird in die britische Siedlerstadt Epworth entsandt, um das Seelenheil der Einwohner zu sichern. - Abenteuerfilm von Lee Tamahori. Als Munro zwischen die Fronten zweier verfeindeter Maori-Stämme gerät, wird sein Glaube auf die Probe gestellt. Schon bald befindet er sich mitten in einem blutigen Krieg. Der historische Abenteuerfilm von "Bond"-Regisseur Lee Tamahori schwelgt in eindrucksvollen Naturpanoramen und ermöglicht seltene Einblicke in die Maori-Kultur während der Kolonialzeit.