04:13
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.
04:40
Wenn Goethe von dem Land "wo die Zitronen blüh'n" schrieb, muss er an Sizilien gedacht haben. Nirgendwo ist Zitronenanbau so zu Hause. Immer mehr Bauern besinnen sich auf ihre Tradition. Ihre Früchte gedeihen prächtig, auch ohne chemische Behandlung. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten als Zitronenhaine: großartige Landschaften und außergewöhnliche Menschen, genussvolles Essen und eine reiche Geschichte.
05:32
Hohe Berge werden gern von großen Dichtern beschrieben und besungen. Der Loser wurde sogar von einer Kaiserin gepriesen: "Sisi" widmete dem 1839 Meter hohen Gipfel ihr "Loserlied". Der Berg faszinierte auch viele österreichische Schriftsteller, die in Altaussee ihre Sommerfrische verbrachten. Vor allem einen, der ein passionierter Bergsteiger war und in seinem Tagebuch von Loser-Touren berichtete: Arthur Schnitzler. Die Dokumentation "Der Loser - Mein Zauberberg" erzählt von den Besteigungen des markanten Loser-Gipfels durch Kaiserin Elisabeth, die nicht nur eine waghalsige Reiterin, sondern auch eine große Bergfreundin gewesen ist. Von Ischl aus hatte sie einst zahlreiche Bergtouren im Salzkammergut unternommen und jedem Berg ein Gedicht gewidmet. Es sind keine literarischen Kunstwerke, verleiten oft zum Schmunzeln, berühren aber als Werke, die die Seelenlage einer unglücklichen Frau widerspiegeln.
06:20
- 80 Jahre Lucky Luke Seit 80 Jahren kämpft der Comic-Held Lucky Luke für das Gute und die Gerechtigkeit, parodiert US-Mythen und nimmt die Eigenheiten seiner Zeit aufs Korn. Zum Jubiläum erscheint ein neuer Band, in dem der Cowboy zum Heiligen wird. - Trump-Trials Warum die Gerichte am US-Präsidenten Donald Trump abprallen: Wir sprechen mit der Journalistin Andrea Bernstein über Trump und die Midterms in den USA. - Roman "Pony Show" Im Zentrum des Justizdramas von Juli Zeh steht eine Verlegerin, die unter Mordverdacht gerät und deren Fall zum Medienspektakel wird. - Neues Museum für Punk 50 Jahre nach der Geburtsstunde des Punk eröffnet das Punk Museum im TMD Theatermuseum Hofgartenhaus in Düsseldorf. - Kinofilm "Geister" Regisseur Fatih Akin erzählt in seinem neuen Film eine ungewöhnliche und tragische Liebesgeschichte. Ab 5. November im Kino.
07:00
- Elon Musk - Polit-Comeback Mit Hunderten Millionen Dollar unterstützt Elon Musk die Republikaner bei den US-Zwischenwahlen. Der Historiker Quinn Slobodian sieht darin den Versuch der Tech-Elite, staatliche Regulierung und demokratische Kontrollmechanismen zurückzudrängen. Wie groß ist die politische Macht wirtschaftlicher Eliten? - Killt KI die Forschung? KI beschleunigt die Erstellung und Begutachtung wissenschaftlicher Arbeiten, sorgt aber auch für eine Flut neuer Publikationen. Forschende warnen vor einer wachsenden Abhängigkeit von KI und einer Krise der wissenschaftlichen Bewertung. Gefordert werden mehr Transparenz im KI-Einsatz und ein stärkerer Fokus auf Qualität statt Publikationsdruck. - Australien: Kuhfutter fürs Klima Australien leidet unter den Folgen des Klimawandels und trägt zugleich durch seine Landwirtschaft zu den Emissionen bei. Vor allem Rinder verursachen große Mengen Methan. Vor der Küste Tasmaniens setzen Forschende und Unternehmen nun auf Meeresalgen als Futterzusatz, damit die Tiere weniger klimaschädliche Rülps-Gase ausstoßen. - Movember: Vorsorge rettet Leben Im November lassen sich weltweit Männer einen Oberlippenbart wachsen, um auf Männergesundheit aufmerksam zu machen. Im Fokus stehen Prostata- und Hodenkrebs sowie die mentale Gesundheit. Eine frühe Vorsorge verbessert die Behandlungschancen. Moderne roboterassistierte Eingriffe ermöglichen zudem schonendere Therapien und unterstützen den Erhalt wichtiger Körperfunktionen.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:15
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
11:00
Der filmische Streifzug durch Florenz führt zu Baudenkmälern wie dem Palazzo Vecchio, zur Villa Petraia und zum größten privaten Stadtgarten Europas, dem Garten der Familie Torrigiani. Ein enormer Reichtum an prächtigen Stadtpalästen, Gärten und Kunstwerken hat Florenz den Namen "die Schöne am Arno" gegeben. Als größter künstlerischer Förderer der italienischen Stadt gilt das Adelsgeschlecht der Medici. Die Habsburger machten die Toskana mit ihrer Hauptstadt Florenz im 18. Jahrhundert dann zu einer der modernsten Staaten der Welt. Heute führen Nachfahren ihr Erbe fort. Begründet wurde die toskanische Linie des Hauses Habsburg-Lothringen durch Franz Stephan von Lothringen und seine Frau Maria Theresia von Österreich. An ihren Einzug in Florenz erinnert noch heute ein mächtiger Triumphbogen. Franz Stephan ließ das Großherzogtum durch Statthalter verwalten, die mit ihm aus Lothringen in die Toskana kamen. Auch die Vorfahren von Alessandro François ließen sich aus Loyalität zum Kaiserhaus 1740 in der Toskana nieder. Seit dem späten 19. Jahrhundert widmet sich die Familie dem Weinbau in der Region Chianti rund um das Schloss Castello di Querceto. Alessandro François führt Regisseur Gernot Stadler durch seine Weingärten und berichtet von der Zeit, als seine Vorfahren treue Diener der Großherzöge waren. In den Hügeln oberhalb der Stadt - in der "Villa La Petraia" - erzählt Theresa Meran, die der toskanischen Linie der Habsburger entstammt, von den unbeschwerten Kindheitstagen, die ihr Vorfahre Erzherzog Johann dort verbracht hat. Die Adelige stellt Sileno Cheloni vor. In seinem mystischen Laboratorium werden alte Parfums kreiert. Er ist ein "Maestro Profumiere", ein "Meister der Düfte". Graf Vieri Torrigiani kümmert sich liebevoll um den größten privaten Stadtgarten Europas, den seine Vorfahren innerhalb der Stadtmauern von Florenz anlegen ließen. Die Torrigiani sind alter Florentiner Adel und haben die Geschicke der Stadt über die letzten Jahrhunderte mitbestimmt. Im mächtigen Palazzo Pitti mit den Boboli-Gärten residierte Pietro Leopoldo mit seiner Familie - ein Sohn Maria Theresias. Der Großherzog reformierte die Toskana - unter anderem schaffte er die Todesstrafe ab. 1776 ließ er in den Boboli-Gärten das "La Kaffeehaus" im Rokokostil errichten. So brachte er einen Hauch von "Wien" ins Land. Das älteste Kaffeehaus ist das "Caffè Gilli". 1733 gegründet, etablierte es sich bald als ein Treffpunkt für Aristokraten, Intellektuelle und Künstler. Das "Gilli" gilt heute als das eleganteste Café in Florenz. Die Spezialitäten an Konditorwaren und Pralinen wie auch die Auswahl diversester Kaffeesorten sind selbst für Florenz einzigartig.
11:50
Sternekoch Cliff Hämmerle und seine Azubis Verena Sierra und Michael Koch stehen "Mit Herz am Herd" und bereiten Gerichte zu, die Lust auf regionale Küche machen.
12:50
Sie waren die Landmarke des europäischen Kontinents, als die spanischen Schiffe nach der Überfahrt von Amerika die heimatliche Biskaya erreichten: die Picos de Europa, die Spitzen Europas. Im Nordwesten Spaniens ragen die wild gezackten Kalkspitzen in einem 20 mal 40 Kilometer breiten Gebirgsstock auf und bilden ein kleines, aber einzigartiges Gebirge, in dem sich atlantische Nebelwälder und alpine Vegetation begegnen. Georg Bayerle und das Team von Bergauf-Bergab haben sich aufgemacht, dieses Gebirge zu erkunden - und zeigen all die großen und kleinen Entdeckungen, die sie dabei gemacht haben: Natürlich den "Naranjo de Bulnes", ein imposanter Felsendom und der höchste Gipfel der Picos. Die Nebelgeister, die die Wälder hier bewohnen, das Refugio Urriello, spektakulär gelegen inmitten einer Karsthochfläche oder das kleine Bergdorf Bulnes, in dem David Rodriguez Mendez, der Wirt der örtlichen Kneipe, erzählt, wie sich durch den Aufschwung des Tourismus und den Niedergang der Landwirtschaft das Leben dort verändert hat.
13:15
Die Weite der Wüste, raue Küsten, historische Städte und bunte Märkte, dazu zahlreiche Stätten des Weltkulturerbes - an Sehenswürdigkeiten herrscht in Marokko wahrlich kein Mangel. Die kulturellen Einflüsse der Araber, der Berber und der Europäer finden sich im marokkanischen Alltag überall wieder, in der Architektur ebenso wie in der Küche des Landes, und vermitteln auf Schritt und Tritt ein Gefühl von Tausendundeiner Nacht. Die Filmemacherin Nina Heins und ihr Kameramann Jonas Heil haben sich ins pralle Leben Marokkos gestürzt und lassen sich treiben vom Zauber des Orients. Ihre Rundreise startet in Marrakesch auf dem berühmten Platz Djemaa el Fna. Nur ein paar Schritte entfernt liegt die Altstadt von Marrakesch, die Medina. Bei Händlern in den Souks gehört das Feilschen zum Ritual, und auch als Tourist sollte man es beherrschen, um nicht als "Spaßverderber" zu gelten. Die Reise geht weiter nach Aït-Ben-Haddou, wo schon zahlreiche Hollywoodfilme die gut erhaltene, aus Lehmmauern errichtete und verwinkelte Festungsstadt am Fuße des Hohen Atlas als Kulisse nutzten. Seit 1987 steht Aït-Ben-Haddou auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Ein paar Autostunden weiter östlich, nahe der algerischen Grenze, erleben die Filmemacher die Wüste Erg Chebbi auf dem Kamelrücken und werden überrascht von den Annehmlichkeiten, die sich Touristen in einem heutigen Wüstencamp bieten. Auf der entgegengesetzten Seite des Landes geht es nach der trockenen Sandwüste noch einmal ans Meer. In Essaouira bietet sich bei einem Kochkurs mit Berberfrauen die Gelegenheit, die kulinarischen Reize Nordafrikas aus erster Hand zu erleben und eine klassische Tajine - ein Schmorgericht, dass in einem traditionellen Lehmtopf zubereitet wird - selbst zu machen.
14:00
Der Verkehr zwischen den Inseln des Sansibar-Archipels und zum Festland ist geprägt von der Nutzung der Dhau-Boote. Obwohl die Moderne Einzug gehalten hat, ist der Einsatz dieser traditionellen Fähren unverzichtbar für den Transport von Menschen und Waren. Der Sansibar-Archipel ist eine Gruppe von drei größeren und mehreren kleineren Inseln, die zu Tansania gehören. Täglich verkehren Fähren und moderne Schnellboote zwischen Daressalam auf dem Festland und Sansibar-Stadt. Daneben kommt den traditionellen Dhau-Fähren eine wichtige Rolle beim Warentransport und dem Personenverkehr zwischen den einzelnen Inseln des Archipels zu. "Dhau" ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl unterschiedlicher Segelschiffe aus Holz, die seit etwa 1000 Jahren fast unverändert gebaut werden. Typisches gemeinsames Merkmal ist ein langer und flacher, schräg aus dem Kiel hervorgehender Vorsteven. Daneben besitzen Dhaus meist trapezförmige Segel. Die größte Bauart einer Dhau wird vorwiegend als Fähre für Waren und Personen eingesetzt. Sie hat so viel Tiefgang, dass sie nicht direkt an der flachen Küste Sansibars anlegen kann, so liegt sie fast immer draußen vor Anker. Schon das Beladen einer Dhau ist ein kleines Abenteuer. Sämtliche Güter müssen durch das brusthohe Wasser bis zum Ankerplatz getragen werden. Auch die Passagiere besteigen auf diesem Weg das Schiff. Direkt am Strand im Nordwesten von Sansibar liegt die größte Dhau-Werft des Archipels. Trotz einfacher Werkzeuge beträgt die Bauzeit für eine Dhau nur zwei bis drei Monate. Angetrieben werden die Fähren meist nur mithilfe ihrer Segel, obwohl sie in aller Regel auch einen kleinen Außenbordmotor haben. Aber Treibstoff ist teuer - und Wind kostet nichts. Dann dauert die Überfahrt bei Flaute eben ein bisschen länger. Die Passagiere nehmen es mit Gelassenheit.
14:45
Erdmännchen sind weltweit die absoluten Zuschauerlieblinge des Tierfilms. Sie leben in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika, in einer Welt aus Sand und Stein. Jahrtausendelang haben sie sich perfekt an ihre Umgebung angepasst, ernähren sich von allem, was ihnen vor die Schnauzen gerät: Echsen, Skorpione, vor allem aber Käfer und andere Insekten. Der Film begleitet Erdmännchen in der Wüste Namib. Erdmännchen selbst stehen auf dem Speisezettel zahlreicher Raubtiere, wie Adler und Schakale - nur ein ausgefeiltes System unterschiedlicher Alarmrufen sichert das Überleben der Familie. In der Wüste zählt vor allem Teamarbeit, und die haben die Erdmännchen perfektioniert. Zwei Jahre folgten die Tierfilmer Telse Meyer und Dirk Blumenberg Erdmännchen in der Wüste Namib und waren hautnah dabei, als die Jungen geboren wurden, erlebten ihre ersten Ausflüge unter den wachsamen Blicken der Eltern und die ersten tapsigen Jagdversuche. Sie wurden Zeuge dramatischer Situationen: Schakale bedrohen die Erdmännchenfamilie und ein Weibchen der Gruppe wird von den anderen verstoßen. Extreme Dürre und die sintflutartigen Niederschläge der Regenzeit sind weitere Herausforderungen für die kleinen Kämpfernaturen. Am Ende überstehen sie alle Widrigkeiten, und eine neue Generation Erdmännchen erblickt das Licht der Welt. Wieder wird sich die Gruppe um die Kleinen kümmern, sie vor Feinden beschützen und ihnen zeigen, wie man gemeinsam in der Wüste Namibias überlebt - denn nur zusammen sind sie ein unschlagbares Team.
15:30
Als würden sie wie auf ein geheimes Zeichen hin am Ufer des Flusses Chobe im Norden Botsuanas auftauchen: Elefanten. Mitten unter ihnen sind Jens Westphalen und Thoralf Grospitz. In Botsuana im südlichen Afrika leben noch über 130.000 der größten Säugetiere der Erde. Ein idealer Ort, um die grauen Giganten hautnah zu filmen. Voller Emotionen und mit viel Humor berichten die beiden Biologen und Tierfilmer von ihrem Jahr unter Elefanten. Von anrührenden Begegnungen mit Familiengruppen etwa, in denen sich Elefantenmütter und -tanten liebevoll um die Kleinen kümmern. Oder auch von einem Treffen der Elefantenbullen an einem Wasserloch, das eine Art Erziehungscamp für Halbwüchsige ist. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz sind dabei, als ein verletztes Tier stirbt und die Familienmitglieder herbeikommen und mitfühlend Trost spenden. Ein einschneidendes Erlebnis, das die beiden nie vergessen werden. Seit mehr als 20 Jahren sind die vielfach ausgezeichneten Naturfilmer ein Team. Ihr Jahr mit den Elefanten hat sie besonders geprägt - die Glücksgefühle, den wilden Tieren so nah sein zu können, in emotionalen Bildern, mit aufwendigen Helikopterkameraaufnahmen und grandiosen Zeitlupenstudien eingefangen. Je mehr Zeit sie bei den Elefanten verbringen, desto besser können sie das Verhalten der Tiere deuten. Die beiden Hamburger sind dabei, als sich Hunderte Elefanten zum Bad verabreden. Während der Trockenzeit folgen sie einem durstigen Tier sogar bis zur "Damentoilette", die die Tiere als willkommene Wasserstelle gewittert haben. Und sie stellen fest, dass auch Löwen und Elefanten Kameras bedienen können. Elefanten sind weit mehr als nur majestätisch und kraftvoll. Jens Westphalen und Thoralf Grospitz zeigen eine Welt, in der Erfahrung und Intelligenz, Mitgefühl und Ausdauer das Überleben sichern.
17:00
Endlos scheinende Dünenberge und unwegsames Gelände: Die Namib ist die älteste Wüste der Welt, Millionen Jahre alt. Sie prägt den jungen Nationalstaat Namibia im Südwesten Afrikas. Hitze, Staub, kaum Regen - es ist eine Region mit extremen Herausforderungen. Und doch haben sich Menschen diese Region ausgesucht, um dort ihr Glück zu finden. Denn die Wüste ist voller Leben. Als Bauarbeiter ist Immanuel Frederick vor einigen Jahren auf die Farm Koiimasis am Rand der Tirasberge gekommen. Inzwischen ist der 26-Jährige der Mann für die komplizierten Pferdefälle auf der Ranch. Mit viel Geduld zähmt er die Nachfahren der berühmten Namibischen Wildpferde. Ein harter Job in gefährlicher Umgebung. Gerade treibt sich ein Leopard in der Gegend herum, aber die einjährigen Fohlen wollen partout nicht in den Stall. Edelsteine sind die Leidenschaft von Lorri Raaths. Unter sengender Hitze schürft der 68-Jährige im Minengebiet in der Nähe des Brandbergmassivs. Amethyste, Turmaline, Bergkristalle gräbt er mit Stemmeisen und sogar mit bloßen Händen aus dem Millionen Jahre alten Vulkangestein. Seine Begleiter: eine Gitarre und viele Träume. Gerade hat er einen neuen Krater im Damaraland entdeckt. Sein Trinkwasser will er gewinnen, indem er den Nebel auffängt. Nebel ist ein wichtiger Feuchtigkeitslieferant für die Pflanzen in der Namib. Je näher am Atlantik, desto dichter und ergiebiger. Im Hinterland von Walvis Bay reicht die Feuchtigkeit aus, um die Nara-Melonen gedeihen zu lassen, Hauptnahrungsmittel der Topnaar, einer der ärmsten Ethnien Namibias. Martha ist am liebsten früh am Morgen unterwegs, um die saftigen und nahrhaften Früchte aus den stacheligen Büschen zu holen. Bevor sie erntet, muss sie aber zuerst die Schlangen und Skorpione vertreiben. Nandi Mazeingo hält die Erinnerung an seine Vorfahren wach. Er pflegt das Grab seines Großvaters. Die Herero und Nama hatten sich gegen die deutschen Kolonialisten erhoben. Die Deutschen ließen sie in der Wüste verdursten oder internierten sie in Lagern. Deshalb verlangt die "Ovaherero Genocide Foundation" Reparationszahlungen und die Enteignung von Nachfahren deutscher Siedler. Hermann Kasona gehört zum Volk der Herero. Er arbeitet als Ranger für die "Elephant-Human Relations Aid", kurz EHRA. Elefanten sind seine Lieblingstiere, er will sie unbedingt schützen. Denn im ausgetrockneten Flussbett des Ugab konkurrieren sie mit den Menschen um das lebensnotwendige Wasser. Hermann kämpft für ein besseres Verständnis der Menschen für diese Tiere. Seine Kollegin Fiona geht dafür in die Schulen, bringt den Kleinsten das Einmaleins im Umgang mit Elefanten bei. Wie eine Fata Morgana taucht die Forschungsstation Gobabeb mitten in den Wüstendünen auf. Mit futuristischem Wasserturm, Solaranlagen, Hightechpark. Junge Wissenschaftler erforschen dort die Auswirkungen des Klimawandels und unterstützen Forscher weltweit mit Klimadaten aus der Wüste. Sogar NASA-Experten waren schon dort. Nicht umsonst trägt eine Düne auf dem Mars den Namen Namib.
17:45
In Tansania hat die Kolonialzeit ihre Spuren hinterlassen. Noch heute findet man an den Hängen des Kilimandscharo alte Farmhäuser, die einst deutsche Siedler erbauten. Aus jener Zeit stammt auch die Makoa-Farm. Sie gehört der deutschen Tierärztin Elisabeth "Elli" Stegmaier und ihrem Mann Laszlo, die sich damit ihren Traum erfüllt haben. In ihrer Tierklinik behandeln sie vor allem kranke und verletzte Wildtiere. Nicht weit vom Landhaus der beiden entfernt liegt die Momella-Farm. Anfang der 1960er-Jahre drehte dort der Schauspieler Hardy Krüger mit John Wayne den Hollywood-Klassiker "Hatari!". Dabei verliebte er sich in das Anwesen, kaufte es und errichtete eines der ersten Buschhotels in Ostafrika. Auch in vielen Städten haben die Deutschen ihre Spuren hinterlassen. So stehen in Lushoto, das einst Wilhelmstal hieß, immer noch die alte Schlachterei und das Posthaus - so, als seien die alten Besitzer gerade ausgegangen. Auch die Gleise der Usambarabahn aus früheren Tagen, die einst Tanga am Indischen Ozean mit der Stadt Moshi am Kilimandscharo verband, gibt es noch. Filmemacher Michael Höft zeigt aber auch ein anderes Tansania, fernab der Zivilisation: Er besucht ein abgelegenes Dorf der Massai. Der Stamm muss ständig neuen Weidegrund für die Rinder suchen, da ihre Zahl ständig wächst. Tierschwund gibt es aber auch in den Nationalparks - wie im größten Schutzgebiet Tansanias, dem "Selous Game Reserve". Vor allem verringert sich die Zahl der Elefanten. Nach wie vor werden die Dickhäuter wegen ihrer Stoßzähne illegal gejagt. Ihre Bestände sollen im Selous-Wildreservat innerhalb der vergangen fünf Jahre von 70.000 auf 13.000 gesunken sein.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Es ist eine völlig verrückte Idee: Die Mauer ist gerade gefallen, Berlin steht Kopf - und drei Radiomacher vom Sender Freies Berlin beschließen, ein Konzert für Zehntausende zu organisieren. Noch am selben Wochenende. In nur 50 Stunden. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Doch plötzlich scheint alles möglich. BAP sagt sofort zu. Nina Hagen auch. Die Toten Hosen erfahren in Paris vom Mauerfall und machen sich auf den Weg nach Berlin. Udo Lindenberg will unbedingt dabei sein. Und auch Melissa Etheridge, Joe Cocker und Bruce Springsteen stehen auf der Wunschliste. Während Millionen Menschen nach Westberlin strömen, telefonieren sich die drei Organisatoren die Finger wund. Sie suchen Künstler, buchen Flüge und Hotelzimmer und versuchen, auch die wichtigsten Bands aus der DDR zu erreichen. Vieles klappt nur durch Zufall, Improvisation und die Euphorie dieses außergewöhnlichen Moments. Das Konzert soll vor dem Reichstag stattfinden - direkt an der gerade geöffneten Mauer. Doch dann, 29 Stunden vor dem geplanten Beginn, der Schock: Die Stadt sagt den Veranstaltungsort aus Sicherheitsgründen ab. Die ersten Stars sind bereits unterwegs, aber das Konzert hat keine Bühne mehr. "Das legendäre Konzert für Berlin '89" erzählt in dieser Folge von einer wahnwitzigen Idee, einem Berlin im Ausnahmezustand und drei Radiomachern, die fest entschlossen sind, das Unmögliche möglich zu machen.
21:00
Die Bands haben zugesagt, einige sind bereits auf dem Weg nach Berlin - doch das Konzert zum Mauerfall hat keinen Veranstaltungsort mehr. Nur noch 29 Stunden bleiben. Was nun? Die verzweifelte Suche führt schließlich zur Deutschlandhalle. Ihr Chef sagt spontan zu, die Bühne eines Countryfestivals bleibt einfach stehen. Damit beginnen die nächsten Probleme: Wie sollen Zehntausende innerhalb weniger Stunden von dem Konzert erfahren? Wie sollen die Künstler durch das völlig verstopfte Berlin kommen? Und wie bekommt man Joe Cocker rechtzeitig aus Dänemark in die Stadt? Am 12. November 1989 öffnen sich die Türen. Künstler aus Ost und West stehen gemeinsam auf der Bühne: BAP spielt erstmals vor seinen Fans aus der DDR, Udo Lindenberg dichtet seinen "Sonderzug nach Pankow" um, die Toten Hosen bringen die Halle zum Kochen. Während des Konzerts kommt die Nachricht, dass der Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze aufgehoben ist. In der Halle fließen Tränen. Elf Stunden dauert dieser musikalische Ausnahmezustand. Zum Finale versammeln sich fast alle Künstler um Joe Cocker und singen gemeinsam "With a Little Help from My Friends". Die zweite Folge von "Das legendäre Konzert für Berlin '89" erzählt von Chaos, Mut und Improvisation - und von einer Nacht, in der Ost und West gemeinsam feiern und für einen kurzen Moment alles möglich scheint.
21:45
Schon ihr Name klingt wie eine exotische Verheißung: Sansibar. Die tropische Insel vor der Ostküste Afrikas besticht durch üppige Korallenriffe, duftende Gewürzgärten und alte Paläste. Seit jeher hat Sansibar auch Ausländer angezogen, die dem Charme der Insel auf unterschiedliche Weise verfallen sind. Darunter auch deutsche Auswanderer, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Natur und Kultur der Insel zusammen mit den Einheimischen zu bewahren. Sansibar liegt vor der ostafrikanischen Küste und gehört zu Tansania. Es umfasst eine ganze Gruppe von Inseln, wobei die Hauptinsel Sansibar auch Namensgeber für den gesamten Archipel war. Die weißen, palmengesäumten Traumstrände und das azurblaue Meer wirken wie eine Postkartenidylle - ein Sehnsuchtsort. Die Inseln bieten Sonne, wilde Landschaft und Exotik. Dort sind Reisende vor politischen Unruhen, gefährlichen Wildtieren oder Tropenkrankheiten weitgehend sicher. Eine Mischung, die auch deutsche Auswanderer auf den Archipel gezogen hat. Die Region war immer ein Schmelztiegel der Kulturen. Arabische Kaufleute machten die Inseln mit dem Handel von Gewürzen, Elfenbein und Sklaven zu einem wichtigen Handelszentrum. Von dort wurden die Schätze des afrikanischen Hinterlandes in den Nahen Osten und nach Indien verschifft. Bis heute gehören Gewürze zu den wichtigsten Exportgütern, und zahlreiche Gebäude im Stadtteil Stone Town erinnern an die einstige Blütezeit. Seit dem Jahr 2000 steht dieses historische Zentrum als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO. Viele Gebäude wurden aus Korallenkalkstein errichtet, der im feuchten Tropenklima aber schnell verwittert. Die Reichtümer aus der Blütezeit des Handels sind längst Geschichte. Heute sind die Reichtümer der Natur eine der wichtigsten Einnahmequellen Sansibars, denn sie locken Touristen an. Einige Küstenabschnitte sind von ausgedehnten Korallenriffen gesäumt und bieten unzähligen bunten Meeresbewohnern eine Heimat. Durch eine private Initiative sind wichtige Teile des Riffs heute streng geschützt. Viele einheimische Studenten und Schüler lernen dort erstmals die reichhaltige Meereswelt ihres Heimatlandes kennen. Einer der bemerkenswertesten Inselbewohner ist der Palmendieb, ein riesiger landlebender Krebs. Er hat eine Vorliebe für Kokosnüsse, folgt ihrem Duft und bricht dafür sogar in Küchen ein. Die Dokumentation von Axel Gomille wirft einen unterhaltsamen und informativen Blick auf die vielleicht schönste Insel Afrikas.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Christiane Hörbiger beeindruckt in dem Drama "Die letzte Reise" als Seniorin, die nach einem ereignisreichen und glücklichen Leben ihren Tod selbst bestimmen will. Durch ihren Wunsch, zu sterben, bringt die an "normalen" Alterskrankheiten leidende Frau ihre Töchter in einen schweren Gewissenskonflikt: Der Freitod der Mutter lässt sich nur verhindern, wenn sie die geistig topfitte Frau entmündigen lassen. Die pensionierte Lehrerin Katharina Krohn blickt auf ein erfülltes Leben zurück. Was vor ihr liegt, möchte die 76-Jährige jedoch nicht mehr erleben. Denn sie leidet schwer unter ihrer Arthrose und einer chronischen Lungenerkrankung. In absehbarer Zeit ein Pflegefall zu werden, das will die stolze Dame auf keinen Fall zulassen. Weil sie es jetzt noch selbst in der Hand hat, plant Katharina, sich mit Unterstützung eines Schweizer Sterbehilfevereins selbst zu töten. Das wollen ihre Töchter unbedingt verhindern: Während die Anwältin Maren darauf hofft, ihrer Mutter neuen Mut zu machen, ist Heike zum Äußersten bereit. Die Bauingenieurin startet den Versuch, die Seniorin trotz ihres messerscharfen Verstands entmündigen zu lassen. Obwohl die Schwestern das gleiche Ziel haben, stehen sie sich schon bald in einem erbittert geführten Streit gegenüber. Denn Katharina zwingt Maren, vor Gericht ihre Vertretung zu übernehmen. Eine schmerzhafte Auseinandersetzung beginnt, die alte Familienstrukturen in dramatischer Weise wiederbelebt. Regisseur Florian Baxmeyer inszeniert das umstrittene Thema Sterbehilfe als Diskurs um Moral, Selbstbestimmung und Würde. Suzanne von Borsody und Nina Kronjäger verkörpern leise und eindringlich die verzweifelten Töchter. Burghart Klaußner spielt pointiert die Rolle des einfühlsamen Sterbehelfers, der für das Leben kämpft.
23:55
"10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt.