04:45
Mit seinen 300 Seen, die eine Fläche von 35 Quadratkilometern bedecken, wird das Trentino auch als "kleines Finnland" bezeichnet. Die vielen Gewässer verteilen sich auf alle Höhenlagen. Vom Tal über die Hochebenen, Wälder und Almen bis in die Gletscherregionen reichen die smaragdgrünen bis azurblauen Seen eiszeitlichen Ursprungs. Der bekannteste ist sicherlich der Gardasee, aber jeder See hat seine eigene Geschichte.
05:10
In der Tiefebene von Assam umfasst der Brahmaputra ein Land von stiller Schönheit und schier unerschöpflichem Reichtum: Indiens magischen Kaziranga-Nationalpark. Die Natur dort erinnert in ihrer Ursprünglichkeit an längst vergangene Zeiten. Es ist eine Welt, die den Intervallen des Monsuns unterworfen ist. In den trockenen Perioden bildet der Fluss Inseln, in den Regenzeiten verschwinden ganze Regionen im Wasser. Bangladesch ist ein Land, das ganz auf Sand gebaut ist. Sand, den der Brahmaputra, der dort "Jamuna" heißt, aus dem Himalaja gebracht hat. Fließend ist der Übergang zwischen Land und Wasser: Mehr als 100 Kilometer dringt das Salzwasser bei Flut ins Schwemmland vor. Im Schlick aus dem Himalaja jagen sich Krokodile und Bindenwarane, während Winkerkrabben wertvolle Nährstoffe aus dem Sand sieben. Das gigantische Mündungsdelta des Brahmaputra sucht weltweit seinesgleichen: Der große Fluss aus dem Himalaja hat sich längst mit dem Ganges und dem Meghna vereint und entlädt die nährstoffreichen Gaben vom Dach der Welt in die Tiefen des Indischen Ozeans. Lebensspender auch hier, mehr als 3000 Kilometer von seinem Ursprung entfernt.
06:00
Sie sind Zeugen jener Zeit, in der gummibereifte Räder laufen lernten, die Kolben der Motoren auf und ab stampften, der Treibstoff in der Apotheke zu beziehen war: die Oldtimer! Damals war sportliches Autofahren noch einer Mutprobe gleichzusetzen! Oliver Zeisberger hat die schönsten und interessantesten Autos in der atemberaubenden Bergwelt der Obersteiermark gefilmt, in "Szene" gesetzt und wollte deren Geschichten erfahren. Im Rahmen der Ennstal Classic - Österreichs größter und wichtigster Oldtimerrallye - hat das Filmteam prominente Fahrer und ihre nicht minder prominenten Fahrzeuge vor die Linse und das Mikrofon gebeten.
06:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
07:00
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:00
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:05
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
08:30
Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.
08:33
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
09:05
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
09:45
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
10:15
Dieser Fluss ist ein Mythos, ein Gigant - und vielen ist er heilig. Der Brahmaputra legt von seiner Quelle am Dach der Welt bis zur Mündung im Indischen Ozean 3100 Kilometer zurück. Er ernährt Millionen von Menschen in China, Indien und Bangladesch und erschafft riesige Gebiete voll faszinierender Biodiversität. Brahmaputra, Sohn des Schöpfers, ist nur einer seiner Namen. Im Oberlauf, im Tibetischen Hochland, heißt er "Yarlung Tsangpo". Nicht der heilige Berg Tibets, der Kailash, ist sein Ursprung, sondern der Angsi-Gletscher rund 250 Kilometer südöstlich des Kailash. Ohne ihn könnten die unsichtbaren Blauschafe des Himalajas, die scheuen Wildesel, die pfeilschnellen Tibetantilopen oder die zotteligen Wild-Yaks nicht existieren. Sie wiederum sind Lebensgrundlage für die am höchsten lebenden Nomaden der Erde. Weit im Osten macht der Fluss eine große Schleife, dreht nach Süden ab und durchschneidet den Himalaja. Dies ist die tiefste Schlucht der Erde - bis zu 3000 Meter in den Fels geschnitten. Die große Schlucht führt den Fluss in eine neue Dimension: in das feuchtmilde Tiefland von Bengalen, eines der regenreichsten und fruchtbarsten Gebiete Asiens.
11:00
Der Brahmaputra ist ein Verwandlungskünstler: Als unscheinbarer Abfluss dem Angsi-Gletschers entsprungen, hat er sich im Tibetischen Hochland zum reißenden Gebirgsfluss entwickelt. Die große Schlucht verbindet China mit Indien, in ihr wird eisiges Gletscherwasser in ein mildes Land voller Artenreichtum transportiert. In diesem Abschnitt passiert der mächtige Fluss die geheimnisvollen Bergwälder der Roten Pandas und der Goral-Ziegen. Danach gibt es nur noch Ebene: Sand und Schlick, über Jahrmillionen abgetragen von den höchsten Gipfeln der Welt. Assam ist ein fruchtbares Tal auf einer Länge von fast 1000 Kilometern. Stellenweise ist der Fluss nun zehn Kilometer breit. Auch der Mensch hat in diese Landschaft eingegriffen: Die mächtigen Teebäume sind vielerorts riesigen Plantagen mit Teesträuchern gewichen. Gruppen von Goldlanguren und Bärenmakaken beobachten misstrauisch die Arbeiter auf den Plantagen. Manchmal zeigt sich auch der Nebelparder, eine der seltensten Raubkatzen der Welt. In den Auen und im Grasland des Brahmaputra-Tals leben Elefanten und Nashörner sowie die letzten 200 Zwergwildschweine.
11:50
Suzy Günther aus Kansas und Frau Rauscher aus der Klappergass' haben eines gemeinsam: Beide sind traditionsbewusste Frauen, die in einer Männerwelt ihren eigenen Laden eröffnet haben. Die eine steht für den traditionellen Frankfurter Apfelwein, die andere für original amerikanisches Kansas-City-Barbecue. Beides ist nun in Alt-Sachsenhausen zu finden und begeistert die Gäste.
12:20
Das Verbraucher- und Ratgebermagazin im WDR-Fernsehen. Verbrauchertipps für jeden Tag. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - "Servicezeit" beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral.
12:50
Das Magazin für Bergsteiger vom BR Fernsehen. Eine Bergsendung, die mit dem "Erlebnis Berg" nicht nur den Spezialisten, sondern ein breites Spektrum an Bergfreunden erreicht.
13:15
Jahrhundertelang war Walfang ein lukrativer Wirtschaftszweig. Heute riskieren Walretter für jedes Tier, wenn nötig, ihr Leben. Wann hat sich die Beziehung vom Menschen zum Wal verändert? Der Dokumentarfilm beleuchtet die Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Wal und begleitet Walretter bei ihrer gefährlichen Mission. Empfindet der Mensch eine tiefe Verbundenheit oder ein Schuldgefühl gegenüber den Walen? Ein Pionier der Walrettung ist der Australier Doug Coughran: Als er zum ersten Mal einen Wal aus einem Fischereinetz befreite, waren die Meeressäuger fast ausgestorben. Dougs Erfahrung als Walretter ist mittlerweile weltweit gefragt, der Schutz der Wale zu einem internationalen Anliegen geworden. 1970 veröffentlichte ein US-Biologe eine Schallplatte mit den Gesängen von Buckelwalen. Sie war die Initialzündung für eine umfassende Naturschutzbewegung. Roger Payne wollte etwas zur Rettung der Wale beitragen und ließ die melodischen Tonfolgen der Buckelwalmännchen auf Vinyl pressen. Paynes Botschaft: Liebt die Wale! Schützt sie vor der Ausrottung! Das Buch "Moby Dick" des Amerikaners Herman Melville ist für viele Menschen das Erste, was ihnen zu Walen einfällt. Der Hollywood-Film über den zornigen Kapitän Ahab und seine selbstmörderische Jagd nach dem weißen Pottwal hat "Moby Dick" weltweit berühmt gemacht. Doch für den New Yorker Melville-Biografen John L. Bryant steckt mehr hinter der facettenreichen Sammlung von Mythen und Wal-Anekdoten: die Angst der Menschen vor dem von Gott gesandten Seeungeheuer. Getragen von eindrucksvollen Aufnahmen in Superzeitlupe geht der Film der Faszination rund um die Riesen der Ozeane nach.
14:45
Auf der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean findet man Krebse überall, nicht nur im Meer: hoch oben in den Palmen, im Wald, auf dem Golfplatz, in Tempeln und in den tiefsten Höhlen. Auf der Weihnachtsinsel, die mit 135 Quadratkilometern etwa ein Drittel größer ist als die Nordseeinsel Sylt, gestalten Krabben das gesamte Ökosystem, sie kultivieren den Boden und bestimmen, was im Wald wächst. Der Film zeigt das Leben der skurrilen Krabben. Ihren Namen verdankt die Weihnachtsinsel dem britischen Kapitän William Mynors, der sie am 25. Dezember 1643 entdeckt hat. Australien, zu dessen Staatsgebiet die Insel heute gehört, liegt mehr als 1000 Kilometer südlich. Auch der nächste Nachbar Java ist Hunderte Kilometer entfernt. Berühmt ist das Eiland für die Roten Krabben. Jedes Jahr zu Beginn der Regenzeit wandern sie ans Meer, um an der Küste ihre Eier abzulegen. Kurz vor Neumond ist es so weit: Die bis zu 120 Millionen Krebse färben die Strände blutrot. Ein Spektakel, das auch den wahren Herrscher der Insel aus der Deckung lockt: den Palmendieb. Palmendiebe sind die größten Landkrabben der Erde. Für sie ist das Schauspiel vor allem aus kulinarischer Sicht interessant, denn die Roten Krabben stehen bei den Palmendieben ganz oben auf dem Speiseplan. Die Dokumentation folgt dem Lebenslauf des Palmendiebs vom tropischen Ozean, in dem er als Larve die ersten Monate verbringt, bis tief in den Wald. Nichts ist vor seinen Scheren sicher, die kräftiger sind als der Kiefer eines Löwen. Palmendiebe werden bis zu 100 Jahre alt und können einen Durchmesser von einem Meter erreichen. Auf der Suche nach Nahrung machen sie vor nichts Halt, selbst Opfergaben in Tempeln sind vor ihren Scheren nicht sicher. Auch die anderen Bewohner der Weihnachtsinsel kommen in dem Film nicht zu kurz, denn sie alle sind mit den Krabben auf die eine oder andere Art verbunden. Seien es die zahlreichen Seevögel, die auf der Weihnachtsinsel nisten, die geselligen Flughunde oder die Menschen, die es aus allen Erdteilen dorthin verschlagen hat. Kameramann und Filmemacher Moritz Katz und sein australischer Filmpartner und ehemaliger Ranger der Weihnachtsinsel, Braydon Moloney, filmten über zwei Jahre lang das Leben der skurrilen Krabben. Entstanden ist ein humorvolles Bild der Insel und ihrer ungewöhnlichen Bewohner.
15:30
In den Tiefen der Meere leben Tiere mit unglaublichen Fähigkeiten. Knochenlose Kreaturen, die Farbe und Form verändern können. Saugnäpfe machen sie zu effizienten Jägern: Tintenfische. So unterschiedlich wie ihre Fähigkeiten ist auch die Tiergruppe selbst: Oktopusse sind achtarmige Alleskönner und Sepien die Chamäleons der Meere. Sie haben zwei weitere Tentakel, die sie entfalten können, um Beute zu machen. Genauso wie Kalmare. Sie haben besonders große Augen, mit denen sie sogar in der Tiefsee leben können. Was alle vereint: Sie sind intelligent, anpassungsfähig und haben seit Millionen von Jahren die Ozeane der Welt erobert. Vor der Küste Brasiliens leben besonders räuberische Kraken, die bei der Jagd auf Krabben sogar an die Oberfläche kommen. Bei Ebbe lauern sie ihrer Leibspeise im seichten Wasser auf, eine beeindruckende Leistung für eine verwandte Art von Muscheln und Schnecken. In der Tiefsee lauern skurrile Tiere wie der Vampirtintenfisch. So gruselig sein Name auch klingt, er ernährt sich ausschließlich von zerfallenden organischen Stoffen im Wasser und ist daher eher so etwas wie die "Müllabfuhr" der Meere. Riffkalmare sind Rekordbrecher im Tierreich: Sie kommunizieren, indem sie mehrmals pro Sekunde die Farbe wechseln können. Sie haben noch einen weiteren Trick in petto: Mit der einen Körperhälfte drohen sie ihren Konkurrenten und mit der anderen locken sie Weibchen an. Der Mimik-Oktopus hat eine ganz eigene Methode, seinen Feinden aus dem Weg zu gehen: Er kann nicht nur Farbe und Form verändern, er ahmt sogar das Verhalten anderer Tiere nach. Von der Seeschlange bis zum Feuerfisch, bis zu 15 verschiedene Tierarten hat er im Repertoire, wenn er sie einmal genau beobachtet hat. Im Nordwesten der USA ist Meeresbiologe und Tierfilmer Florian Graner einem besonderen Tintenfisch auf den Fersen: dem Pazifischen Riesenkraken, dem größten Oktopus der Erde. Dank seiner langjährigen Erfahrung mit Tintenfischen weiß Florian Graner, wo er nach dieser Tintenfischart suchen muss. Doch was passiert, wenn Mensch und dieses fremde Tier aufeinandertreffen? Oktopusse, Sepien, Kalmare und unheimliche Tiefseebewohner: Keine Tiergruppe ist so außergewöhnlich wie die der Tintenfische.
16:15
In den Weiten des Südpazifiks liegt die Republik Fidschi. Kaum ein Ort auf der Welt ist so weit von Europa entfernt wie die Fidschi-Inseln: mehr als 16.000 Kilometer und 22 Flugstunden. Die meisten der 321 Inseln sind verwitterte Spitzen erloschener Vulkane. Steile Berge und weiße Strände bestimmen das Bild der Landschaft. Die schmalen Strandstreifen und die Küstenregionen der Inseln sind am dichtesten besiedelt. Auf der größten Insel Viti Levu gibt es so etwas wie städtisches Leben. Aber je weiter man ins Landesinnere kommt, umso schwieriger werden die Lebensumstände: Es herrschen tropische Hitze und Dauerregen, die Hänge der Vulkane sind von dichtem Urwald bedeckt und kaum zu durchdringen. Nur wenige Wege führen hinauf zu den abgelegenen Dörfern. Das Leben dort ist noch sehr geprägt von den indigenen Traditionen der Bevölkerung, der zwar von den meist britischen Kolonisatoren das Christentum übergestülpt wurde und die sich heute selbst als Christen bezeichnet, aber dennoch ein den uralten Werten verpflichtetes Leben führt. Darin spielen traditionelle Hierarchien und strenge Tabus, die das tägliche Leben ordnen, eine zentrale Rolle. So auch auf der Insel Mbenga, die südlich von der Hauptinsel Viti Levu liegt. Wenn ein Junge 16 Jahre alt geworden ist, muss er zum ersten Mal über heiße Steine gehen. Stundenlang werden dort Steine ins Feuer gelegt, bis sie anfangen zu glühen. Barfuß müssen dann alle Männer des Dorfs über diese Steine laufen. Der Schutz eines Gottes, so sagt es die Tradition, bewahre sie davor, dass die Füße verbrennen. Es leben nicht nur Polynesier und Melanesier auf den Fidschi-Inseln. Als die Europäer auf dem Archipel siedelten, brachten sie nicht nur ihre Kultur und ihre Religion mit auf die Inseln: Da sie für ihre Zuckerrohrplantagen Arbeiter brauchten und sich die Ureinwohner weigerten, für die Kolonisatoren zu arbeiten, brachten sie auch Arbeiter mit, meist aus der englischen Kolonie Indien. Die Nachfahren dieser Inder sind geblieben und stellen heute fast 40 Prozent der Gesamtbevölkerung des Inselstaats. Sie leben vor allem in den Städten. Den Mix aus polynesischer, europäischer und indischer Kultur erlebt man am eindrucksvollsten in der Hauptstadt Suva. Dort stehen die alten britischen Kolonialgebäude neben modernen Hochhäusern und die wieder neben hinduistischen Tempeln. Das ökologische System der Inselwelt ist komplex und fragil. Viele Inseln sind von Korallenriffen umgeben, die einmalige Lebensräume für eine große Artenvielfalt bieten. Doch der Klimawandel bedroht diese schützenswerten Räume, immer mehr Korallen sterben ab, auch im Rainbow-Reef von Viani, das als eines der schönsten Korallenriffe im Südpazifik gilt. Lokale Initiativen arbeiten mit Korallenzucht und Anpflanzungen gegen den drohenden Verlust. Der Film spürt dem Leben der Menschen auf Fidschi nach.
17:00
In der Doku-Reihe "Waterwoman" erlebt die erfolgreichste deutsche Freitaucherin Anna von Boetticher die Faszination des Elements Wasser an einigen der spektakulärsten Orte der Erde. In Französisch-Polynesien will Anna von Boetticher Zeugin eines weltweit einzigartigen Naturspektakels werden. Dafür reist sie auf die Hauptinsel Tahiti und von dort aus weiter auf die von Urwald überzogene Felseninsel Moorea und das abgelegene Atoll Fakarava. Auf Fakarava will sie unter Wasser miterleben, wie sich die Grouper, die Zackenbarsche, zu ihrem alljährlichen Fortpflanzungsritual versammeln. Nur bei Vollmond im Juli kommen rund 20.000 Zackenbarsche in einem Kanal an der Südspitze von Fakarava zum Laichen zusammen, ein Naturphänomen, das es in diesem Ausmaß nur dort gibt. Und das ist der Grund für einen weiteren Unterwasser-Superlativ: Eine solche Ansammlung von Fischen zieht natürlich auch Jäger an. Die rund 700 Riffhaie, die rund um Fakarava leben, versammeln sich ebenfalls und bilden die sogenannte "Wall of Sharks", die "Wand aus Haien", um gemeinsam möglichst viele Zackenbarsche erwischen zu können. Die Fische versammeln sich dort, weil an dieser Stelle, dem Südpass des Südseeatolls, eine gewaltige Strömung herrscht. Diese verteilt die Eier der Fische weit in den Ozean. Für Anna ist die Strömung allerdings ein immenses Problem. Denn auf ihrem Weg hinunter in ungefähr 20 Meter Tiefe, wo die Grouper stehen, bietet sie der Strömung mit ihren langen Flossen volle Angriffsfläche und wird immer wieder abgetrieben. Rund 20-mal taucht sie ab, um die Stelle zu erreichen. Bis zur völligen körperlichen Verausgabung. Auf Moorea trifft Anna die richtige Ansprechpartnerin für Fragen, die sie schon lang umtreiben: Wie geht es den Korallen weltweit, und was ist dran an den vielen Aufforstungsprogrammen, die derzeit überall beworben werden? Die Expertin Laetitia Hédouin forscht im "French National Centre for Scientific Research" (CRIOBE), wo schon seit 1971 Wissen über Korallen gesammelt wird. Sie nimmt Anna mit in die Tiefe. Dort wird Anna Zeugin, dass nicht nur die Erderwärmung, sondern auch ein gruseliges Tier eine Bedrohung für die Korallen ist. Zu den populären Aufforstungsfarmen trifft die Forscherin Hédouin ein ernüchterndes Urteil: Die Neuanpflanzung ist ein viel komplexerer Vorgang, als die vielen Tauchstationen und Hotels, wo man Korallen pflanzen oder adoptieren kann, suggerieren. Ein Großteil der dort gepflanzten Korallen sei nach wenigen Jahren tot. In der Doku-Reihe "Waterwoman" besucht die erfolgreichste deutsche Freitaucherin Anna von Boetticher Regionen, die vom Wasser geprägt sind. Was bedeutet Wasser an verschiedenen Orten der Erde? Wie leben Menschen mit dem Wasser? Wenn sich Anna ihren Tauchgängen mit nur einem Atemzug aussetzt, erleben das die Zuschauerinnen und Zuschauer aus ihrer Perspektive. Anna hat in ihrem Sport, dem Apnoetieftauchen, 34 deutsche Rekorde aufgestellt. Aus eigener Kraft ist sie bis auf 81 Meter abgetaucht. Einmal hat sie sechs Minuten lang die Luft angehalten.
17:45
Hawaii ist der 50. Bundesstaat der USA und trägt den Beinamen "The Aloha State". Dieses "Aloha" ist in Hawaii weitaus mehr als nur eine Grußformel. Es spiegelt ein Lebensgefühl wider und symbolisiert die Gelassenheit und Gastfreundlichkeit der Einheimischen, die vielfältige und üppige Natur, das endlose Meer und die immer scheinende Sonne Hawaiis. Die Insel Oahu ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des hawaiianischen Archipels und ein Paradies für Surfer, Aktivurlauber, Orchideen-Liebhaber und Freiheitsliebende. Die Insel beherbergt mehr als die Hälfte aller Einheimischen, dazu kommen jährlich fast acht Millionen Gäste. Wer Abgeschiedenheit sucht, wird sie nicht in Honolulu und Waikiki finden. Honolulu, das "Manhattan des Pazifiks", ist eine amerikanische Metropole, die sich vom Meer bis in die Berge erstreckt. Traffic Jam und Hochhauskulisse gehören zum Stadtbild. Gleichzeitig hat sich in Honolulu eine kreative Szene junger Leute entwickelt. Straßen und Ecken in Honolulus Chinatown ähneln den New Yorker Szene-Distrikten. Hippe Cafés, Galerien und junge Modefirmen siedeln sich dort an und verleihen der Hauptstadt Hawaiis ein neues, modernes Flair. Honolulu ist Geburtsort von Ex-Präsident Barack Obama, der immer noch ein Haus dort besitzt. Kein Wunder. Aber Oahu ist eben auch die Insel der überwältigenden Natur, mit faszinierender Vielfalt auf kleinstem Raum. Schon wenige Fahrminuten von der Hauptstadt entfernt beginnt der Regenwald. Abends trifft man sich für den "Sundowner" an den weltbekannten Stränden der North Shore, der Nordseite Oahus, wo die weltbesten Surfer meterhohe Wellen reiten. Namen wie "Banzai Pipeline", "Sunset Beach" und "Waimea Bay" kennt wohl jeder Surfer. Jeden Morgen surft dort auch Noelani Love. Die junge Hawaiianerin und ihr Sohn Aukai leben rund ums Jahr an der North Shore. Das Blumengeschäft "Cindy's Lei Shoppe" in Chinatown gibt es seit mehr als 30 Jahren. Denn die Tradition des Blumenschmucks, der sogenannten Leis, die als Blumenkette oder Kopfschmuck verschenkt wird, ist nach wie vor ein wichtiger Teil der hawaiianischen Kultur. Ebenso die sogenannten Kakau-Tattoos, die mit einem Nilpferdzahn in die Haut gehämmert werden. Keone Nunes ist berühmt für seine traditionellen Tattoo-Künste. Dabei sieht er sich selbst eher als Kulturschaffender, der die hawaiianischen Traditionen hinaus in die Welt trägt. Er lebt im westlichen Teil der Insel, wohin es nur wenige Touristen verschlägt.
18:30
Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
"Kulturzeit" ist das werktägliche Kulturmagazin von 3sat. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Kein Land ist innovativer als die Schweiz. Seit 15 Jahren führt sie die Innovationsrankings an. Der Film geht dem Geheimnis des Erfolgs auf die Spur. Die Schweiz gilt als Land der Erfindungen. Ob Käse ohne Milch, neuartige Solarpanels oder ein Roboter für den Mond: Junge Unternehmerinnen, Forscher und Tüftler arbeiten an den Lösungen von morgen und zeigen, welche Voraussetzungen Innovation möglich machen. Seit 15 Jahren verteidigt die Schweiz ihren Titel als Innovationsweltmeisterin. Die Weltorganisation für geistiges Eigentum misst die Fähigkeit und den Erfolg eines Landes, solche Erfindungen hervorzubringen. Als rohstoffarmes Land setzt die Schweiz auf ein einzigartiges Erfolgsmodell: überdurchschnittliche Investitionen in Bildung, Hochschulen und Forschungsstätten. Attraktive Rahmenbedingungen locken hoch qualifizierte Fachkräfte aus aller Welt an. Starke Branchen wie die Pharmaindustrie und die Medizintechnik forschen mit hohem Eigenkapital an Lösungen von morgen. Der Erfolg wird zum Beispiel an der Anzahl der Patente gemessen. Nirgendwo sonst werden pro Kopf so viele Erfindungen angemeldet. Nebst Großunternehmen und bekannten Marken sind es aber auch viele junge Macherinnen und Macher, die die traditionellen Branchen und Zukunftsmärkte neu denken. So will die vegane Käserei "New Roots" den Käsemarkt revolutionieren - mit einem Hartkäse aus Süßlupinen. Damit würde für die beiden Gründer ein Traum wahr werden. Bisher müssen sie Cashews aus Vietnam und Burkina Faso importieren. Mit der heimischen, proteinreichen Hülsenfrucht könnte die gesamte Wertschöpfungskette in der Schweiz bleiben und eine echte Kreislaufwirtschaft entstehen. Für die Umsetzung setzen die Pioniere auf ein starkes Generationenbündnis: Ein Käsermeister mit 50-jähriger Erfahrung in der Milchverarbeitung unterstützt sie dabei, klassisches Handwerk mit der Süßlupine zu vereinen. Zürich gilt derweil als das Silicon Valley der Robotik, getragen von Hochschulen von Weltruf. An der ETH Zürich entstehen im jungen Masterstudiengang "Weltraum" visionäre Ideen, in denen Maschinenbau und künstliche Intelligenz nahtlos verzahnt sind. Dort tüftelt ein junges Team am autonomen Mondroboter. Das Projekt "LunarLeaper" dient als Vorbereitung für künftige europäische Raumfahrtmissionen und mögliche menschliche Siedlungen auf dem Mond. Der Mond ist wieder in den Fokus gerückt: als Schlüssel zum Ursprung des Lebens, als Quelle für seltene Bodenschätze und als Sprungbrett zum Mars. Angetrieben wird dieser Schweizer Pioniergeist auch von Spitzenpersonal: Der ehemalige NASA-Forschungsdirektor Thomas Zurbuchen will das Land an die Spitze der internationalen Raumfahrtforschung führen. Das Waadtländer Start-up "Voltiris" beweist ebenfalls echten Erfindergeist, um eine Antwort auf den weltweit steigenden Energiebedarf zu liefern. Die Gründer haben eine Technologie entwickelt, die landwirtschaftliche Flächen in smarte Solarkraftwerke verwandelt. Ihre patentierten Filtermodule für Gewächshäuser reduzieren den CO2-Ausstoß massiv und senken gleichzeitig den Wasserverbrauch der Pflanzen - ein entscheidender Vorteil in Zeiten zunehmender Trockenheit. Angetrieben von dieser Vision will "Voltiris" nun den Markt in Japan erobern. Für das Schweizer Start-up ist diese Expansion ein geschäftliches Wagnis, vor allem aber eine große Chance, mit sauberer Technologie die weltweite Energiewende aktiv voranzutreiben. Der Film zeigt das Zusammenspiel aus hochstehender Ausbildung, gezielter Forschungsförderung und internationaler Offenheit, das den Boden für Spitzenleistungen ebnet. Er erzählt von Menschen, ihren Ideen und den Bedingungen, die ihnen die innovative Arbeit erst ermöglichen. Er zeigt aber auch auf, welche geopolitischen Faktoren den Erfolg gefährden können.
21:05
Das 1500-Seelen-Dorf am Hochrhein gehört politisch zu Deutschland, wirtschaftlich jedoch zur Schweiz, denn es ist vollständig von ihr umgeben. Diese außergewöhnliche Lage macht die Gemeinde zur Exklave beziehungsweise Enklave mit eigenem Staatsvertrag zwischen Berlin und Bern. Trotzdem hat das Leben mit und ohne Grenze seine Tücken. Wer aus Deutschland nach Büsingen reist, tritt aus dem EU-Raum ins Schweizer Zollgebiet. Das sorgt bei Deutschen für Irritation, denn Waren aus ihrer Heimat müssen sie verzollen - nicht aber Waren aus der Schweiz. Beide Nationen sind allgegenwärtig: Es gibt zwei Postleitzahlen, Währungen und Orientierungen - hin zu Deutschland oder hin zur Schweiz. Da prallen Sprachen, Mentalitäten, mitunter Welten aufeinander. Und es tauchen praktische Fragen auf: Aus welchem Land kommen Wasser und Strom? Welches Schulsystem gilt? Und ist die geerntete Frucht nun eine deutsche oder eine schweizerische? Büsingen ist so teuer wie die Schweiz, die Steuern aber sind so hoch wie in Deutschland. Das ließ viele wegziehen. Mit finanziellen Anreizen stemmt sich die Gemeinde dagegen - und versucht, den Staatsvertrag zu ihren Gunsten anzupassen. Allerdings verstehen sich Neuzugezogene und Alteingesessene nicht zwingend. Auch das Gewerbe hat Mühe. Und dann gibt es noch den Zankapfel, dass einige Schweizer Bauern im deutschen Grenzgebiet Landwirtschaft betreiben. Da drängen sich Fragen auf: Wie funktioniert Büsingen? Wofür steht es? Und was lässt sich daraus ableiten? An historischem Kontext soll es nicht fehlen: Wie konnte es überhaupt zu diesem Sonderfall kommen? Und was geschah hier während des Zweiten Weltkriegs? Antworten liefert eine Reise zu Deutschlands Insel in der Schweiz. In einem Jahr, das für die Gemeinde ein neues Zeitalter einläuten soll.
22:00
Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.
22:25
Die zweijährige Mila ist taub. Bei einer Untersuchung wird festgestellt, dass sie mit einem Implantat hören könnte. Doch ihre Eltern sind dagegen. Eine Richterin muss entscheiden. Liegt Kindeswohlgefährdung vor, wenn einem Mädchen die Möglichkeit verwehrt wird, hören zu lernen? Oder sollten Eltern frei entscheiden dürfen, welches Leben das beste für ihr Kind ist? Ein schwieriger Fall - selbst für eine erfahrene Richterin wie Jolanda Helbig. Milas Eltern Conny und Simon, die ebenfalls gehörlos sind, sehen Milas fehlendes Hörvermögen nicht als Krankheit oder Behinderung. Sie empfinden die Einmischung als einen respektlosen Übergriff in ihr Elternrecht und einen Angriff auf ihre Art, glücklich zu leben. Doch das Krankenhaus schaltet das Jugendamt ein und der Fall kommt vor Gericht. Für Prof. Dr. Theo Rotschild, Chefarzt der HNO und Ex-Mann von Jolanda, ist die Sache klar: Natürlich ist es besser zu hören, als taub zu sein. Richterin Jolanda Helbig muss entscheiden, ob Mila ein Recht hat, zu hören. Für Jolanda ist die Fragestellung komplex und alles andere als eindeutig. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Fall holt ihre eigene Vergangenheit sie wieder ein. Ihre Ehe mit Jonas steht auf dem Spiel, und Jolanda droht, aus der Bahn geworfen zu werden.