04:10
Das Slow-TV-Format «Schweiz von oben» zeigt auf einzigartige Weise die Schönheit der Schweiz aus einer neuen Perspektive. Diese Episode gewährt eindrückliche Blicke auf die Berner Altstadt. «Schweiz von oben» - eine einzigartige Reise durch die Schweiz.
04:20
Eine Kasse, die keine Quittungen ausdruckt, Gäste, die nicht twinten können: Das alles macht dem frischgebackenen Hüttenwart Fabio auf der Motterasciohütte zu schaffen. Die ersten Gäste haben zu wenig Bargeld dabei und versuchen auf Biegen und Brechen, oberhalb der Hütte Einlass zu erhalten. Ohne Erfolg. Von den dreissig Gästen, die sich für die erste Nacht angemeldet haben, stornieren mehr als die Hälfte, und Fabio gibt seinem Team letzte Anweisungen, wie die Plättli aussehen müssen - inklusive abgezählter Lardo-Scheiben. Auf dem Tschingelhorn gibt es Besuch von Gästen aus den USA und Stefanie freut sich, dass sie ihre Englischkenntnisse anwenden kann. Weniger ideal ist Ruedis Abwesenheit. Er muss während der ganzen Saison immer wieder einmal ins Tal gehen, um für seine Firma für Schwimmbadtechnik zu arbeiten. Momentan ist sein Neffe Kilian noch auf der Hütte und kümmert sich nebst den Gästen auch um die abrutschende Terrasse. Er ist gelernter Gartenbauer und arbeitet einen Monat lang für Ruedi und Stefanie. Jochen und Verena müssen sich noch etwas gedulden, bis sie endlich ihre neue Hütte während der laufenden Saison übernehmen können. Sie besuchen in dieser Zeit Fabio und sein Team auf der Motterasciohütte und greifen ihm unter die Arme. Das ist immer noch besser, als untätig herumzusitzen. Mit dem jetzigen Hüttenwartspaar ist ein Übergabedatum abgemacht. Ab dann hat das Paar gerade mal 24 Stunden Zeit, um sich in der Hütte für die Gäste bereit zu machen. «SRF bi de Lüt - Hüttengeschichten»?erzählt in der zweiten Folge über die Tücken des (Neu-)Anfangs und Geschichten von Menschen, die sich auf eine strenge, aber auch schöne Zeit auf ihrer Hütte in den Bergen vorbereiten.
05:00
In einer Gegenwart voller Wahlmöglichkeiten scheint auch die Liebe jederzeit revidierbar. Dating-Apps versprechen das nächste «Match», alternative Beziehungsmodelle stellen die traditionelle Zweierbeziehung infrage, und Selbstverwirklichung gilt vielen als Voraussetzung für ein gelungenes Leben. Warum also bei einem Menschen bleiben, wenn man jederzeit gehen und die «Multioptionsgesellschaft» auskosten könnte? Flasspöhlers Fazit: Erst wer gehen kann und sich dennoch immer wieder bewusst für das Bleiben entscheidet, ist wirklich frei gebunden. Doch was machen wir mit den ungelebten Möglichkeiten unseres Lebens? Wohin mit der Spannung zwischen der Realität des gewählten Lebens und dem Reiz des Möglichen? Und wann ist Bleiben Freiheit, wann Unterwerfung oder Selbsttäuschung? Olivia Röllin fragt in der Sternstunde nach.
05:55
Das mehrfach ausgezeichnete Format beschäftigt sich weltweit mit Themen aus Wissenschaft und Technik. Die Bandbreite der Beiträge reicht von evolutionsgeschichtlicher Forschung bis hin zu Alltagsphänomenen.
06:25
07:30
09:30
Zu Beginn landen Viola und Jan im freiburgischen Cordast, wo sich Heinz Beier mit dem «Curioseum Cordast» sein eigenes Fantasieland geschaffen hat. Hier findet alles Platz, was er originell findet. Jeden Samstag fährt er zum Schrottplatz, um Dinge zu entsorgen - und bringt fast immer genauso viele wieder mit nach Hause. Im luzernischen Willisau lebt Sepp Stadelmann, von allen «Flaschensepp» genannt, in einer alten Käserei - gemeinsam mit rund 40'000 Flaschen aus aller Welt. Der Diät-Koch und Religionslehrer wuchs mit zehn Geschwistern auf und begann als unruhiger Teenager zu sammeln, um eine Aufgabe zu haben, die ihn fokussierte. In Langenthal BE wohnten früher sechs Parteien unter einem Dach, heute lebt dort Reto Stadelmann mit seiner Frau Esther - und einer beeindruckenden Sammlung von über 200 Handorgeln sowie weiteren Instrumenten und Objekten mit Geschichte. Platz wäre genug, doch trotzdem sorgt das Sammelfieber für Diskussionen. Zum Abschluss schenkt Reto dem Team eine Trompete - sehr zur Freude seiner Frau.
10:00
Bereits seit Jahrtausenden grasen auf den hügeligen Wiesen der schönen Wetterau Schafe. Einblicke in das Dorfleben zeigen eine fröhliche Gemeinschaft, die zum Essen zusammenfindet. Es gibt Lammbraten mit einer besonderen Sauce. Die Dorfbewohnenden verraten dabei ihre Geheimzutaten.
10:30
Die junge Tierärztin Liv (Franziska Wulf) will sich einen Herzenswunsch erfüllen: Sie träumt davon, an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren und dort eine Stelle in der Tierarztpraxis von Dr. Teisen (Silke Matthias) anzutreten. Doch es gibt einen Haken: Dr. Teisen erlegt ihr eine Probezeit auf. Bevor sie also in der Tierarztpraxis anfangen kann, muss sie ihre Fähigkeiten auf dem Gestüt von Ingmar (Christoph M. Ohrt) und Harriet Andersson (Esther Schweins) unter Beweis stellen. Doch die beiden, welche die wichtigsten Kunden der Praxis sind, sind skeptisch. Allerdings glaubt sowohl deren Sohn Mikael (Manuel Mairhofer) als auch der Pferdetrainer Birger (Bernd-Christian Althoff) an Liv. Gibt es etwa einen tieferen Grund für die Ablehnung der Anderssons? Und wenn ja, welchen? Das Ehepaar hütet bis dato eisern ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit, das nicht nur Livs Leben für immer verändert.
12:05
Den Wochenstart bei «Mini Chuchi, dini Chuchi» macht Mark aus Arlesheim BL. Der 59-Jährige ist Privatpilot und häufig in der Luft unterwegs. In der Küche kommt noch ein Element dazu: Feuer. Mark flambiert argentinische Rotgarnelen, bis der Feuermelder losgeht! Dazu gibt es Risotto mit Pistazien.
12:25
Als Zweiter in der «Pistazien»-Woche kocht Lawrence aus Basel. Der 43-jährige Eventmanager hantiert in der Küche mit einer überdimensional grossen Pfeffermühle. Ob er damit bei den Gästen den richtigen Geschmack trifft? Bei ihm gibt es Poulet im knusprigen Pistazien-Käse-Mantel und Ofengemüse.
12:45
12:50
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
13:00
«Tagesgespräch» ist der tägliche News Talk zu Themen aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur. Bundesrät:innen, Politiker:innen, Expert:innen und weitere Persönlichkeiten analysieren aktuelle Ereignisse, ordnen ein und diskutieren relevante Entwicklungen in der Schweiz und international.
13:35
Bereits seit Jahrtausenden grasen auf den hügeligen Wiesen der schönen Wetterau Schafe. Einblicke in das Dorfleben zeigen eine fröhliche Gemeinschaft, die zum Essen zusammenfindet. Es gibt Lammbraten mit einer besonderen Sauce. Die Dorfbewohnenden verraten dabei ihre Geheimzutaten.
14:05
Vor zehn Jahren haben Sandra und ihr Mann Marcel den Hof Wolfig von Marcels Eltern übernommen. Die beiden haben zwei Töchter im Teenager-Alter. Angela, die jüngere der beiden, geht noch zur Schule. Bettina wird nächstes Jahr ihre Ausbildung zur Landwirtin antreten und ist bereits heute engagierte Jungzüchterin. Die eigene Viehzucht ist der Stolz der Familie Belser. Im Stall haben Belsers nur Vieh der Rasse Holstein stehen, das auf dem eigenen Hof gezüchtet worden ist, und mit Black Kelly zurzeit sogar eine preisgekrönte Schönheit. Im September gewann sie den Titel «Miss Black Beauty» und gehört damit zu den schönsten Kühen ihrer Rasse. Auch Sandra steht jeden Tag im Stall - sie versorgt nebenher aber auch ihre zwei Pferde und die Kaninchen. Die Leidenschaft für das Reiten teilt Sandra mit ihrer jüngeren Tochter Angela. Die Kaninchen werden auf dem Hof in erster Linie zur Fleischproduktion gehalten. «SF bi de Lüt - Landfrauenküche» begleitet Sandra Belser und deren Familie während einer Woche in ihrem Alltag, zeigt die schönen und strengen Seiten des Bauernlebens und schaut Sandra beim Kochen über die Schultern. Im Zentrum steht der Bezug zu den regionaltypischen Spezialitäten und deren Verarbeitung in der Küche. Sieben Mal treten die Landfrauen zum Kochwettbewerb an und sind erneut ihre eigene, strenge Jury. In der Live-Finalsendung aus Gossau ZH wird eine von ihnen zur Siegerin erkoren.
15:00
Der Herbst, als des Winzers schönste Jahreszeit, bietet den optischen und stimmungsvollen Rahmen. Kein Wunder, versucht Silvia die Früchte dieser Jahreszeit, ihre Produkte und Kreationen, mit den regionalen Besonderheiten zu verbinden. Mit grosser Hingabe widmet sie sich auch der Tischdekoration, lässt Fundstücke von ihren Rebhängen mit herbstlichen Blumenarrangements zu einer Einheit verschmelzen. Silvia und Ehemann Manuel Krebs führen ihren Familienbetrieb bereits in der 13. Generation. Sie sind stolz, dass auch ihr Sohn Andreas in die Fussstapfen des Vaters getreten ist und bereits als Kellermeister amtet. Dass auch die beiden anderen (erwachsenen) Kinder häufig im Weingut anzutreffen sind und tatkräftig mithelfen, unterstreicht einmal mehr den hier herrschenden Familiensinn, der Mutter Silvia überaus wichtig ist. Die Landfrauen kochen wieder. «SF bi de Lüt - Landfrauenküche» geht in die fünfte Runde. Sieben Landfrauen aus sieben Regionen kochen auch dieses Jahr wieder um die Wette. Dabei gibt es neue Landschaften und neue Gerichte zu entdecken. «SF bi de Lüt» schaut den Landfrauen in die Kochtöpfe und begleitet die Bäuerinnen durch ihren Alltag auf den Betrieben sowie in der Freizeit mit ihren Familien. Im Zentrum steht der Bezug zu den regionaltypischen Spezialitäten und deren Verarbeitung in der Küche. Sieben Mal treten die Landfrauen zum Kochwettbewerb an und sind erneut ihre eigene, strenge Jury. In der Live-Finalsendung aus Gossau ZH wird eine von ihnen zur Siegerin erkoren.
15:55
Für Jacky Davies (Liliane Zillner) ist das Gin-Brennen in der traditionellen Familien-Destillerie mehr als nur ein Handwerk, es ist ihre Passion. Denn seitdem Jackys Mutter vor vielen Jahren durch einen Brand ums Leben kam, fühlt sie sich verpflichtet, ihr Erbe weiterzuführen. Doch ihr Vater Ronald (Jochen Nickel) macht sich Sorgen, da sich Jackys ganzes Leben nur um die Brennerei dreht. Als dann auch noch Jackys ältere Schwester Alice (Hedi Honert) überraschend eintrifft, kommt es zwischen den beiden Frauen in Rekordzeit zu einem handfesten Streit. Trotzdem wartet Ronald zu seinem 60. Geburtstag mit einer ganz besonderen Überraschung auf: Er will den Schwestern die Brennerei schon zu Lebzeiten gemeinsam überschreiben. Damit möchte er der rastlosen Alice, die ihren Job als Köchin gekündigt hat, endlich ein Zuhause geben und gleichzeitig verhindern, dass Jacky sich in der Brennerei komplett aufreibt. Doch der gut gemeinte Versuch, die Familie wieder zusammenzubringen, lässt den Streit der Schwestern nur weiter eskalieren. In St. Agnes trifft Alice auch ihren alten Schulfreund Thomas Mills (Orestes Fiedler) wieder. Schnell muss sie feststellen, dass sie für den jungen Arzt Gefühle entwickelt. Trotzdem möchte sie ihren Heimatort so schnell wie möglich verlassen. Sie hat bereits ein Angebot, ein Restaurant in der Karibik zu übernehmen. Sie muss lediglich den Inhaber bei einem Vorkochen in St. Agnes überzeugen. Auch Jacky macht eine charmante Zufallsbekanntschaft: Allerdings entpuppt sich der Surfer Matt Christian (Maximilian Hildebrandt) als Sohn einer Spirituosen-Dynastie. Diese will die Davies-Brennerei aufkaufen. Gegen ihren Willen lässt Jacky ihre Gefühle für Matt schliesslich doch zu. Als sie aber ein Gespräch ihm und seinem Vater mitanhört, fühlt sie sich verraten und will Matt nie wieder sehen. Als dann auch noch eine alte Kette, die Jacky als Kind gehörte, in der Destillerie auftaucht, ist das Chaos komplett. Sofort ruft das Schmuckstück Erinnerungen an den Brand hervor. Aber wie kommt die Kette in den Lagerraum? Schliesslich hatte doch Alice immer behauptet, den Brand ausgelöst zu haben. Ausgerechnet beim Vorkochen für Alices Traumjob konfrontiert Jacky sie mit der Wahrheit. Gelingt es den Schwestern, sich von den Lügen der Vergangenheit zu befreien?
17:30
Timmy ist das freche kleine Schaf aus Shauns Herde. Jeden Tag geht er in den Kindergarten, wo er gemeinsam mit den anderen Tierkindern viele lustige und spannende Abenteuer erlebt.
17:40
Wer und was bewegt den Kanton Graubünden und die rätoromanische Schweiz? Den Überblick bietet die tägliche Informationssendung «Telesguard» mit Beiträgen, Nachrichtenblöcken und Livereportagen von aktuellen Schauplätzen in den Regionen. Lokal und regional zuhause.
18:00
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:10
An Tag 3 kocht Tami aus Brislach BL zum Motto «Pistazie». Die quirlige 34-Jährige ist dank Kraftsport bestens in Form. Ob das auch für ihre Kochkünste gilt? Sie selbst hofft jedenfalls, dass ihre Gäste ihr Menü überleben. Tami gibt alles mit Pistazien-Pesto-Pasta und Pouletgeschnetzeltem.
18:25
Im malerischen Kampanien, 100 Kilometer südlich von Neapel, wollen die drei Geschwister Barlotti die alte Käserei ihres verstorbenen Vaters wieder auf Vordermann bringen. Damit führen sie eine uralte Tradition weiter und stellen exquisiten Büffelmozzarella her.
19:00
19:25
19:30
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
19:55
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
20:10
21:05
Aus finanziellen Gründen haben sich die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner der 9er-WG in Zürich nicht für die Grosswohnform entschieden. Es ist das Leben in der Gemeinschaft, das sie suchen. Den Alltag gemeinsam zu bestreiten und nicht alles allein stemmen zu müssen. Doch das Zusammenleben mit so vielen braucht Struktur. Die Wohngemeinschaft organisiert sich über diverse Whatsapp-Chats und regelmässige WG-Sitzungen. Das Finden von Kompromissen gehört dabei zur Tagesordnung. Vor allem wenn es um finanzielle Themen gehe, könne es auch zu längeren Diskussionen kommen, erzählen die Mitbewohnenden.
21:40
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
100 Jahre nach der Premiere von Calderóns «Das grosse Welttheater» auf dem Klosterplatz von Einsiedeln SZ wirft Lukas Bärfuss mit seiner zeitgenössischen Neufassung existenzielle Fragen auf. Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür zu sterben? Welche Rolle spiele ich im Leben? Rund 500 Laien sind bei diesem Spiel - vor und hinter den Kulissen - mit dabei; vom Enkel bis zur Grossmutter. Ein Spiel, das Generationen verbindet und den Zusammenhalt im Dorf stärkt. Das Klosterdorf Einsiedeln SZ zeichnet eine barocke Theatertradition aus. Auf dem Klosterplatz wurde aber erstmals 1924 Theater gespielt, obwohl dieser einst sogar nach speziellen akustischen Gesichtspunkten gestaltet wurde. Die Wahl des Stückes fiel auf «Das grosse Welttheater» des spanischen Dramatikers Pedro Calderón de la Barca in der Übersetzung von Joseph von Eichendorff. Die Aufführung: weniger Kunstgenuss als vielmehr seelische Erhebung. Am Stückende gab es keinen Applaus; das Spielvolk stimmte zusammen mit dem Publikum «Grosser Gott, wir loben Dich» an. In den 1960er-Jahren sorgte das Mysterienspiel aber je länger je mehr für Unmut. Kritisiert wurde die nicht mehr zeitgemässe, gottgewollte hierarchische Ordnung. Eine rigorose Neuausrichtung wagte die Welttheater-Gesellschaft aber erst 2000 mit Autor Thomas Hürlimann und Regisseur Volker Hesse, auch wenn Calderóns Grundgedanken integraler Bestandteil blieben. Nun hat sich Lukas Bärfuss den Stoff vorgeknöpft. Das Kloster gab den Segen zu seinem Stück, das selbst vor Kindsmissbrauch in der Kirche nicht Halt macht. Über ein halbes Jahr lang wurde geprobt. Das «Spielvolk» war mit Feuereifer dabei. Freizeit und Ferien wurden dem Spiel geopfert. Gemeinsam haben Einsiedlerinnen und Einsiedler Grosses geschaffen. Gemeinsam wagen sie einen schonungslosen Blick auf das menschliche Leben. Von der Jugend bis zum Tod. Der Film rollt die 100-jährige Geschichte auf, gräbt im Archiv, birgt Anekdoten, erinnert sich mit Menschen, die seit Jahren zum «Spielvolk» gehören an Skurriles und Unvergessliches und begleitet Alte und Junge, vom Schicksal heimgesuchte und Lebenshungrige bis zum grossen Auftritt.
23:00
Oliver (Barry Keoghan) kommt beim Studium in Oxford nie in Versuchung, sich zur Oberschicht zu zählen, zu häufig wird er an seine ärmliche Herkunft erinnert. Doch dann lacht ihm das Glück, als sein alle überstrahlender Kommilitone Felix Catton (Jacob Elordi) Oliver aufnimmt - zuerst in seiner Clique, dann auf seinem Anwesen. Halb belustigt, halb schockiert ist Oliver ob der Dekadenz von Felix' Familie (darunter Richard E. Grant, Rosamund Pike und Carey Mulligan) und dem Treiben in deren königlichen Hallen. Als der Emporkömmling mit Felix' Schwester anbandelt, lässt man ihn spüren, dass er lediglich geduldet ist - worauf Oliver den Spiess genüsslich umdreht. «Zu krasse Szenen? Deshalb läuft Saltburn nicht in Schweizer Kinos», titelte die Online-Ausgabe von «20 Minuten». Und am «Zurich Film Festival» lief der Film für ein Publikum ab 18 Jahren. Tatsächlich dürften es Überlegungen wirtschaftlicher Natur gewesen sein, weshalb Amazon MGM diesen von einigem Medienecho begleiteten Film den zahlenden Abonnenten der Streamingplattform vorbehalten wollte. Und doch schlägt die rotzfreche Lust an der Provokation voll durch in diesem weiteren aussergewöhnlichen Film von Emerald Fennell, die für ihren vorherigen Film einen Drehbuch-Oscar erhalten hatte, den feministischen Rachethriller «Promising Young Woman» (am 12. Oktober 2026 um 23.30 Uhr auf SRF zwei). Als subversives Vergnügen sprengt «Saltburn» die Klassengesellschaft mit explosiver Begierde in die Luft und verführt dabei selbst mit den Bildern von Kameramann Linus Sandgren (oscarprämiert für «La La Land») sowie Barry Keoghan (steht derzeit als Ringo Starr für Sam Mendes vor der Kamera) und dem omnipräsenten Superstar Jacob Elordi, mit dem Emerald Fennell in der Folge auch «Wuthering Heights» adaptierte.