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TV Programm für ARTE am 14.04.2026

Jetzt

Stadt Land Kunst 07:55

Stadt Land Kunst: Valois / Japan / Ägypten

Magazin

(1): Valois: Die Träumereien des Gérard de Nerval (2): Japan: Die Alchemie des Washi-Papiers (3): Ibiza: Esidros Reiseintopf (4): Ägypten: Keine Ruhe für die Mumien

Danach

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis 08:40

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis

Künstlerinnenporträt

Der Dreiteiler "Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis" beleuchtet das Leben von Norma Jeane Baker aus nächster Nähe. Grundlage dafür sind exklusive Interviews mit Menschen aus ihrem engsten Kreis sowie Analysen renommierter Psychologen. Die Dokumentation ist das Ergebnis jahrzehntelanger Recherchen und setzt sich kritisch mit dem Mythos Marilyn Monroe auseinander. Sie bietet neue Einblicke in ihre Kindheit und zeichnet das Bild einer hochintelligenten Frau, die gezielt das Klischee der naiven Blondine nutzte, um berühmt zu werden. Zudem wird deutlich, welche Rolle die Unterstützung einflussreicher Mafiosi spielte, zu denen Monroe komplexe Beziehungen pflegte. Auch ihr Verhältnis zu weniger bekannten Mentoren wie ihre Schauspiellehrerin Natacha Lytess, mit der sie eine gleichgeschlechtliche Beziehung verband, wird thematisiert. Die dreiteilige Dokumentation verbindet exklusive Interviews - unter anderem mit Tony Curtis, Jerry Lewis, George Chakiris und Theresa Russell - mit Aussagen von Monroes Adoptivschwester und engen Vertrauten. Ergänzt wird das Material durch seltene Archivaufnahmen und Filmausschnitte. Grafische Rekonstruktionen veranschaulichen zudem zentrale Momente ihres Lebens.

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis 09:35

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis

Künstlerinnenporträt

Aus Norma Jeane wird Marilyn. Sie investiert konsequent in ihre Schauspielausbildung und knüpft gezielt Kontakte. Ihr Äußeres lässt sie nach den Vorstellungen der Studiobosse verändern, bald steht ihr eine Mentorin zur Seite, die ihren Weg entscheidend prägen wird. Schließlich stellen sich die ersten Erfolge ein: Große Rollen machen sie weltweit bekannt.

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis 10:30

Marilyn Monroe - Berühmt um jeden Preis

Künstlerinnenporträt

Auch die Ehen mit dem Baseballspieler Joe DiMaggio und später mit Arthur Miller verleihen ihrem Leben Glamour, bringen ihr jedoch kein dauerhaftes Glück. Private Krisen und der hohe Druck ihrer Karriere führen schließlich zu einer Abhängigkeit von Medikamenten. Die Nähe zu den Kennedy-Brüdern trägt weiter zu ihrer Überforderung bei. Marilyn Monroe stirbt mit nur 36 Jahren unter bis heute umstrittenen Umständen.

Re: 11:25

Re:: Frauen unter Tage - Kohle für die Ukraine

Reportage

Die Ukraine hat durch den russischen Angriffskrieg zahlreiche Kohleminen im Donbass verloren. Weil die Männer im Krieg sind, sichern in der Oblast Dnipropetrowsk, nur 100 Kilometer von der Front entfernt, nun Frauen den Betrieb. Immer wieder wird die Mine von russischen Drohnen attackiert - wie werden die Frauen, von denen manche alleinerziehend sind, mit der ständigen Gefahr fertig?

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Schweden: Köttbullar

Essen und Trinken

(1): Köttbullar, die berühmten schwedischen Fleischbällchen (2): Kulinarische Mitbringsel (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Juan Ramón Jiménez' Andalusien / Madeira / Paris

Magazin

(1): Andalusien: Juan Ramón Jiménez und der Esel Platero (2): Madeira: Garten Eden im Atlantik (3): Kolumbien: Olivas Hühnereintopf mit Gemüse (4): Paris: Die UdSSR vor Gericht

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Italo Calvino sieht die Welt von oben / Kosovo / Frankreich

Magazin

(1): Ligurien: Italo Calvino sieht die Welt von oben (2): Kosovo: Im Reich der Derwische (3): Bali: Tria, Königin des Bubur Injin (4): Frankreich: Sowjetischer Widerstand auf der Insel Oléron

In der Glut des Südens 14:00

In der Glut des Südens

Drama

1916, im nördlichen Texas: Der junge Bill hat zusammen mit seiner Geliebten Abby und seiner kleinen Schwester Linda die Industriestadt Chicago verlassen, um auf dem Land als Erntearbeiter mehr Geld zu verdienen. Der Farmer, auf dessen Besitz sie eine Anstellung finden und der an einer unheilbaren Krankheit leiden soll, verliebt sich bald darauf in Abby. Bill, der Abby auch als seine Schwester ausgegeben hatte, drängt seine Geliebte, den bald folgenden Heiratsantrag des Farmers im Hinblick auf dessen erwarteten Tod und das lukrative Erbe anzunehmen. Für kurze Zeit erleben die vier "himmlische Tage". Doch dann durchschaut der Farmer langsam das Spiel, in dem er der Betrogene ist, und auch Abby beginnt, Bill und seinen Plan kritisch zu sehen. In einer furchtbaren Nacht, als eine Heuschrecken-Invasion über die Ernte hereinbricht, kommt es zur unvermeidlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern. Die Eifersuchtsgeschichte, die Regisseur Terrence Malick in wunderbaren Bildern erzählt, verbindet sozialkritische Beschreibung und Melodramatik.

Texas 15:35

Texas: Rodeo und Rio Grande

Land und Leute

In den Caprock Canyons lebt die letzte wilde Büffelherde von Texas. Vor rund 20 Jahren wurden die einzig verbliebenen 44 Bisons des Bundesstaates eingefangen und hierhergebracht. Mit der Kamera spürt der Fotograf Wyman Meinzer die Bisons auf. Texaner lieben ihr Rodeo. Überall im Bundesstaat finden Rodeo-Veranstaltungen statt, bei denen Pferde und Rinderbullen geritten werden. Sterling Spurr ist 19 Jahre alt und will professioneller Bullrider werden. Nach einer verletzungsbedingten Pause kehrt Sterling erstmals wieder in die Arena zurück. Ganz im Süden der Golfküste von Texas liegt unweit der Grenze zu Mexiko South Padre Island. Die Strände der Insel sind die bedeutendste Brutstätte in den USA für die vom Aussterben bedrohte Atlantik-Bastardschildkröte. Die Meeresbiologin Amy Bonker überwacht mit ihrem Team während der Nistsaison die Strände. Durch Fischernetze oder Schiffsmotoren verletzte Meeresschildkröten werden gesund gepflegt. Westtexas ist bekannt für seine Ghosttowns: verlassene Orte, deren Überreste von einer anderen Zeit erzählen. Die ehemalige Minensiedlung Terlingua erlebte ein erstaunliches Comeback: Inmitten von Ruinen leben Aussteiger und Glückssuchende. Terlingua ist für seine Bewohner so etwas wie der alternative Entwurf von Texas, ein Zufluchtsort in einer atemberaubenden Landschaft. Der Kontrast zwischen riesigen Canyons und weiten Wüstenlandschaften macht den Big-Bend-Nationalpark zu einem einzigartigen Naturschauspiel. Höhepunkt ist der atemberaubende Santa Elena Canyon, durch den sich ein legendärer Fluss schlängelt: der Rio Grande.

Texas 16:20

Texas: Cowboys und Delfine

Land und Leute

Im Norden zeigt sich Texas wie aus dem Bilderbuch - Prärie und große Rinderfarmen. Für den Ranchbesitzer Jerry Bob Daniel und seine Cowboys beginnt die tägliche Arbeit kurz nach Sonnenaufgang. Noch immer ist der zuweilen harte Beruf fest in Männerhand. Für manch einen ist das raue Cowboyleben wieder eine interessante Perspektive und hat viel mit gelebter Tradition zu tun. Während der Norden unter einer ständig wachsenden Wasserknappheit leidet, ist im äußersten Osten von Texas das Klima feucht und nass. An der Grenze zum Bundesstaat Louisiana liegt der wohl mystischste Märchenort von Texas: der Caddo Lake. Majestätisch ragen riesige Zypressenbäume aus dem See, jahrhundertealt und mit Spanischem Moos bewachsen. Doch das Paradies ist bedroht: Die Naturschützerin Laura Ashley-Overdike und ihre Kollegin Hattie Hackler kämpfen gegen einen sich schnell ausbreitenden Schwimmfarn, bekannt als Riesen-Salvinia. Mit der Zucht von kleinen Rüsselkäfern soll die Plage besiegt werden. Texas ist berühmt für sein Barbecue. Im Herzen von Texas, im Hill Country, verleiht der Grillmeister Jake Gandolfo dem Fleisch in speziellen Räucheröfen den typischen Geschmack. Am Golf von Mexiko sind die Biologinnen Kristi Fazioli und Vanessa Mintzer den Delfinen in der Bucht von Galveston auf der Spur. Die beiden Wissenschaftlerinnen wollen herausfinden, wie gut die Delfine in einer durch die umliegende Ölindustrie und Schifffahrt stark belasteten Umwelt überleben können.

Die Geschichte vom Orangeroten Heufalter 17:05

Die Geschichte vom Orangeroten Heufalter

Tiere

Der Orangerote Heufalter, auch Regensburger Gelbling genannt, war einst weit über Europa bis nach Österreich und Deutschland verbreitet. Was ist passiert, dass es in Regensburg keine Heufalter mehr gibt? In grauer Vorzeit sind Herden mächtiger Pflanzenfresser übers Land gezogen, die durch Abknabbern von Schösslingen und Zweigen einen vielgestaltigen, offenen Lebensraum schufen. In der jüngeren Geschichte sorgten die Bauern mit ihrem Vieh dafür, dass die Heimstatt des Orangeroten Heufalters nicht vom Wald verschlungen wurde. Bis die Landwirtschaft modernisiert und industrialisiert wurde: Im 20. Jahrhundert zogen die Rinder von der Weide in geschlossene Ställe um. Die Schmetterlingswiesen wurden gedüngt oder aufgelassen, das große Aussterben begann. Der Regensburger Gelbling war einer der Ersten, der verschwand. Auch in Österreich sind die letzten Vorkommen, etwa bei Wien und Linz, der modernen Landwirtschaft zum Opfer gefallen. Die letzten großen Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Schmetterlings liegen in Osteuropa. Etwa in Siebenbürgen in Rumänien. Dort vermittelt die traditionelle Landnutzung - und die daraus resultierende Landschaft - noch einen Eindruck, wie es vor langer Zeit auch bei Regensburg und überall in Mitteleuropa ausgesehen hat. Und hier fliegen die Heufalter noch, in einem Lebensraum, der in puncto Artenvielfalt seinesgleichen sucht. Gebiete, die durch eine vielfältige, extensive Nutzung der Urlandschaft so nahekommen, dass derart empfindliche und spezialisierte Arten ein Auskommen finden.

Libelle, Salamander und Kreuzotter: Leben im Feuchtgebiet 17:50

Libelle, Salamander und Kreuzotter: Leben im Feuchtgebiet

Tiere

In der Welt der stillen Weiher, kleinen Tümpel und nassen Wiesen findet sich eine erstaunliche Artenvielfalt: Libellen, Kreuzottern, Salamander und viele andere bedrohte Pflanzen und Tiere brauchen genau diese Bedingungen zwischen trocken und nass. Doch Feuchtgebiete gehören zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen überhaupt. Sie gehen derzeit dreimal schneller verloren als Wälder. Libellenlarven leben bis zu vier Jahre im Wasser, bevor sie schlüpfen. Während des Schlüpfens sind Libellen auch sehr verletzlich, da sie nicht mehr zurück ins Wasser, aber auch noch nicht fliegen können. Im Naturpark "Landes de Gascogne" und im Médoc suchen Libellenforscherinnen nach Häuten der stark bedrohten Östlichen Moosjungfer. Diese Libellenart lebt in den wenigen verbleibenden Weihern eines einst riesigen Moorgebiets. Auch die scheue Kreuzotter findet in naturnahen Feuchtgebieten Rückzugsräume, in denen sie sonnenbaden, jagen und überwintern kann. Der Feuersalamander wiederum liebt schattige, feuchte Wälder mit sauberen Bächen - Bedingungen, wie sie nur noch selten zu finden sind. Viele Feuchtgebiete sind bedroht: durch Entwässerung, Bebauung und Klimawandel. Ihr Schutz ist daher essenziell - nicht nur für seltene Tierarten, sondern auch für den Menschen. Feuchtgebiete speichern Wasser, reinigen es und bieten so natürlichen Hochwasserschutz.

Kultur im Tierreich 18:35

Kultur im Tierreich: Best-of

Tiere

Lange Zeit galt Kultur als eine Errungenschaft, die den Menschen ausmacht und ihn von anderen Lebewesen unterscheidet. Heute gilt diese Auffassung als überholt: Die Forschung zeigt, dass sich der Kulturbegriff auch auf verschiedene Tierarten anwenden lässt. Primaten und andere Landtiere sowie Vögel und Meeressäuger haben vielfältige kulturelle Besonderheiten entwickelt. Die Formen von Kultur im Tierreich sind komplex, subtil und mitunter sehr berührend. Sie weisen erstaunliche Gemeinsamkeiten mit Elementen menschlicher Kulturen auf. Egal, ob es sich um regionale Besonderheiten, bemerkenswerte Fertigkeiten oder Traditionen handelt, die über Generationen hinweg Bestand haben. Denn nicht nur wir Menschen hängen an unseren Sitten und Bräuchen, auch für viele Tiere sind bestimmte Gewohnheiten von Bedeutung, ja sogar überlebenswichtig. Und nicht wenige Arten schaffen selbst neue Gepflogenheiten. Die Dokumentation gibt Einblick in beeindruckende Verhaltensweisen und Traditionen von Japanmakaken, Erdmännchen, Belugas und Orcas, Asiatischen Elefanten und Weißwangengänsen. Dabei wird deutlich, dass Kultur im Tierreich eine viel größere Rolle spielt, als es die Wissenschaft noch vor einem halben Jahrhundert vermutete.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

Re: 19:40

Re:: Ein Team, eine Mission, fünf Wochen im Atlantik

Reportage

Drei Uhr nachts mitten im Atlantik: Die FS Meteor ist von Dunkelheit umgeben - doch die 58 Menschen an Bord sind hellwach. Alle Blicke sind auf den Bordkran gerichtet. Dieser zieht den Boxcorer, eine Art Greifer, aus fünf Kilometern Tiefe hoch. Der Wellengang lässt den Boxcorer an die Schiffswand krachen. Tiefseeforschung bedeutet schweren Geräteeinsatz. Stahl und Titan müssen dem hohen Druck am Meeresboden standhalten. Mit vollem Körpereinsatz hieven die Matrosen das Gerät an Deck. Doch die Box ist leer - lange Gesichter und Anspannung sind die Folge. Fünf Wochen auf See, jeder Tag auf dem Schiff kostet - also heißt es: neuer Versuch, bevor die Sonne aufgeht. "Vermutlich sind über 90 Prozent der Tierarten in der Tiefsee noch gar nicht entdeckt", sagt der Meeresbiologe Torben Riehl. Klimawandel, Überfischung, Ölbohrungen und Umweltverschmutzung gefährden diesen geheimnisvollen Lebensraum. Seine Mission drängt: Er will die Lebewesen untersuchen, bevor sie ausgestorben sind. Hochdruck herrscht auch über Wasser bei den Forschenden. Riehl, erst vor kurzem Vater geworden, muss zum ersten Mal die Rolle des Fahrtleiters übernehmen. Die gesamte Verantwortung für die Expedition liegt bei ihm. Vier Tage entfernt vom nächsten Hafen, isoliert inmitten des Atlantiks, muss man improvisieren können. Da werden auch mal Bodenproben kurzerhand beim Schiffsarzt geröntgt, um zu sehen, wie sich Kleinstlebewesen darin eingegraben haben. Und eine Geologin versucht, mit einem Wetterballon an einer Hochseeangel Sahara-Staub zu sammeln. Was wie Seemannsgarn klingt, ist auf der FS Meteor Realität.

Tschernobyl - Der Insiderbericht 20:15

Tschernobyl - Der Insiderbericht: Inferno

Zeitgeschichte

Um 1.23 Uhr morgens Ortszeit am 26. April 1986 erschüttert eine gewaltige Explosion den Reaktor Nummer vier des Kernkraftwerks Tschernobyl in der Sowjetunion. Ein Sicherheitstest hat den schlimmsten Atomunfall der Geschichte ausgelöst und 400-mal mehr Strahlung in die Atmosphäre freigesetzt als die Bombe von Hiroshima. Während die Mitarbeiter im Kontrollraum unter Schock stehen, kämpfen die Feuerwehrleute des Kernkraftwerks inmitten tödlicher Strahlung gegen die Flammen. Nur drei Kilometer entfernt, in der Stadt Pripjat, ermutigen Funktionäre der Kommunistischen Partei die Bevölkerung, ihr Leben wie gewohnt fortzusetzen. Kinder gehen zur Schule und Paare heiraten, während radioaktive Strahlung auf sie herabregnet. Unterdessen beginnt eine riesige radioaktive Wolke über weite Teile Europas und Nordamerikas zu ziehen. Der erste Teil der Dokumentationsreihe folgt den ersten drei Tagen der Katastrophe mit Augenzeugenberichten von Menschen, die verzweifelt versuchen, einen Unfall zu verstehen, den niemand für möglich gehalten hätte. Nach zwei Tagen voller Lügen und Verschleierung beginnt die russische Führung endlich die Stadt Pripjat zu evakuieren. Die Bewohner nehmen nur einen Koffer und ihre Papiere mit, weil man ihnen sagt, es handle sich um einige Tage. Die Verantwortlichen wissen, dass die Menschen nie in ihre Heimat zurückkehren werden - denn die Strahlen werden 20.000 Jahre lang die gesamte Region unbewohnbar machen. Unterdessen wundern sich die Mitarbeiter eines schwedischen Atomkraftwerks über die extrem hohe Strahlung, die an den Schuhen ihrer eigenen Mitarbeiter gemessen werden. Sie glauben zunächst, es habe in ihrem eigenen Werk einen Unfall gegeben. Erst nach und nach zeigt sich, dass es sich um eine radioaktive Wolke handelt, die von der Sowjetunion aus herüberzieht.

Tschernobyl - Der Insiderbericht 21:10

Tschernobyl - Der Insiderbericht: Strahlung

Zeitgeschichte

Zwei Wochen nach der Explosion in Tschernobyl versuchen die sowjetischen Behörden verzweifelt, zu verhindern, dass der geschmolzene Kern des Reaktors das Grundwasser vergiftet. Sie beseitigen den tödlichen radioaktiven Niederschlag in einer 30 Kilometer breiten Sperrzone. Im Laufe des Sommers 1986 folgen Hunderttausende Wehrpflichtige und Freiwillige dem Aufruf der Regierung, sich der tödlichen Strahlung zu stellen und einen riesigen Betonsarkophag um den zerstörten Reaktor zu bauen. Der Ingenieur Nikolai Steinberg wird damit beauftragt, die Arbeit am Sarkophag zu leiten. Damit die Strahlendosis vor Ort nicht unmittelbar tödlich ist, müssen dafür erst Teile des explodierten Reaktors entsorgt werden. Roboter, unter anderem aus Deutschland und aus dem sowjetischen Raumfahrtprogramm, werden durch die Radioaktivität unbrauchbar. Steinberg findet keinen anderen Ausweg, als Menschen einzusetzen. Unterdessen versammeln sich bei der IAEA in Wien nach monatelangen Spekulationen die Nuklearexperten der Welt, um den sowjetischen Bericht über die Ursachen der Katastrophe zu hören. Enthüllt Staatschef Michail Gorbatschows Versprechen der Glasnost endlich auch die Wahrheit zu Tschernobyl? Oder könnte dies eine der größten Vertuschungsaktionen der Sowjets sein?

Tschernobyl - Der Insiderbericht 22:00

Tschernobyl - Der Insiderbericht: Schuld

Zeitgeschichte

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion soll eine unabhängige Untersuchung Beweise für die Ereignisse in Tschernobyl in der Nacht der Kernschmelze liefern. Die Beteiligten decken geheime Dokumente auf, die die wahre Ursache der Explosion und eindeutige Beweise für eine Vertuschung durch die Sowjetunion offenbaren. Der Ingenieur Nikolai Steinberg, der für den Bau des Sarkophags zuständig war, gehört zu denen, die nicht akzeptieren wollen, dass die Tschernobyl-Mitarbeiter für die Katastrophe verantwortlich gemacht werden. Ihm und seinen Mitstreitern gelingt es nachzuweisen, was wirklich geschah. Der Reaktor hatte einen tödlichen Konstruktionsfehler, der schon vor dem Unfall bekannt war. Die Vertuschung der wahren Hintergründe war typisch für den Umgang der Sowjetunion mit Problemen. Die menschenverachtenden Lügen rund um Tschernobyl waren nach Einschätzung vieler Beobachter der Sargnagel für das sowjetische Riesenreich. Heute herrscht auf dem verstrahlten Gebiet von Tschernobyl Krieg. Dass das Kraftwerk selbst angegriffen wird, schürt die Angst vor einer weiteren nuklearen Katastrophe. Teil 3 zeigt, dass die Katastrophe von Tschernobyl 40 Jahre später aktueller denn je ist.

Staatsgewalt in Georgien - Wenn Wasser zur Waffe wird 22:55

Staatsgewalt in Georgien - Wenn Wasser zur Waffe wird

Dokumentation

Eine Recherche der BBC hat aufgedeckt, dass die Polizei in Georgien während der Proteste in Tiflis vom Herbst 2024 in ihren Wasserwerfern wahrscheinlich eine chemische Substanz aus dem Ersten Weltkrieg eingesetzt hat. Laut Toxikologen und Chemiewaffenexperten handelt es sich dabei wahrscheinlich um Brombenzylcyanid - in Militärkreisen auch "Camite" genannt. Die Substanz wurde erstmals 1918 von den französischen Streitkräften gegen die deutsche Armee eingesetzt. Die georgischen Behörden bestreiten die Vorwürfe. Kinderarzt und Aktivist Dr. Konstantin Chakhunashvili berichtet in der Dokumentation, dass selbst kleine Spritzer aus den Wasserwerfern seine Haut verbrannten und es Tage dauerte, bis die Substanz abgewaschen war. Darum führte er eine Studie mit rund 350 Demonstranten durch. Das Ergebnis: fast die Hälfte der Teilnehmer litt mehr als 30 Tage unter Husten und Atemnot. In einigen Fällen wurden Veränderungen an Herz und Lunge festgestellt. Whistleblower, die früher bei der georgischen Bereitschaftspolizei tätig waren, halfen dabei, die verwendeten chemischen Substanzen zu ermitteln. Ein ehemaliges Mitglied der Bereitschaftspolizei berichtet, dass er während seiner Dienstzeit eine Mischung aus zwei Chemikalien in Wasserwerfern testen sollte, die er als viel stärker als Tränengas beschrieb. Die Regierungspartei "Georgischer Traum" wies die Recherche als "völlig unseriös" und "absurd" zurück und erklärte, die Strafverfolgungsbehörden hätten "im Rahmen des Gesetzes und der Verfassung" gehandelt, als sie auf die "illegalen Handlungen brutaler Krimineller" reagierten.