05:05
Am 3. und 4. Juni 2022 begeistert Liam Gallagher 170.000 Fans bei seinen Konzerten im Rahmen des Knebworth-Festivals. Das Album mit eigenen Songs und Hits von Oasis stürmt auf Platz eins. Das "Retro Pop Magazine" stellt fest, dass Gallagher "noch nie so gut gesungen habe" und zu den "größten britischen Rock-Stars" gehöre. "Hot Press" rühmt Gallagher für seine ungebrochene Star-Power, und das "Clash Magazine" konstatiert: "Liam ist charismatisch."
06:10
Drei Tage im Mai 2024 gehört die Royal Albert Hall Bryan Adams. Der "Groover from Vancouver" ("Telegraph") präsentiert drei Alben live: "Reckless", "18 Til I Die" und "So Happy It Hurts". "Somebody", "Run to You", "Have You Ever Really Loved a Woman", "Summer of 69" und weitere Hits begeistern das entfesselte Publikum. Im November 2024 erhält Bryan Adams den Legenden-"Bambi" für sein Werk, sein soziales Engagement und seine Arbeit als Fotograf.
07:05
2026 kommen so viele Filme mit Anne Hathaway in die Kinos wie noch nie. Es ist der bisherige Peak ihrer Karriere. Aber soweit wäre es fast nicht gekommen. Denn ausgerechnet ihr Oscargewinn 2013 machte sie zur meistgehassten Person Hollywoods. Ein Moment, der fast ihre Karriere zerstörte. Jetzt, wo mit "Der Teufel trägt Prada 2" ihr Comeback beginnt, schaut "Pop Secret Stories" auf diesen entscheidenden Moment zurück. Warum wendet sich die Öffentlichkeit gegen jemanden, der alles richtig macht - und was sagt das über die Gesellschaft aus?
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
09:05
Sokrates war ein radikaler Denker, so radikal, dass ihn die Athener zum Tode verurteilten. Die Philosophin Agnes Callard plädiert dafür, es ihm in seiner Wahrheitssuche gleichzutun. Denn sie stimmt Sokrates zu: Nur das geprüfte Leben ist es wert, gelebt zu werden. Barbara Bleisch fragt Agnes Callard, wie ein sokratisches Leben gelingt, warum Sokrates offen war für Polyamorie und weshalb er bereit war, den Schierlingsbecher zu trinken. Agnes Callard, Professorin für Philosophie in Chicago, verteidigt Sokrates als Vorbild für die Gegenwart: Ein gutes Leben, so ihre These, setzt voraus, dass wir es unablässig prüfen und uns unbequemen, "unzeitgemäßen" Fragen stellen. Stattdessen organisieren die meisten ihren Alltag im Viertelstundentakt und dringen nie zum tieferen Sinn des Lebens vor. Für Callard besteht dieser in der Idee der Aspiration: dem beständigen Streben nach intellektueller Reife, die nichts mit Selbstoptimierung, aber viel mit der Einsicht in die eigene Unwissenheit und der Sehnsucht nach Wissen zu tun hat. Die gute Nachricht: Wir sind in diesem Streben nicht allein. Ganz wie Sokrates ist sie der Ansicht, dass wir nur dank des Dialogs mit anderen zu Wissen vordringen. Das menschliche Streben denkt sie bis in die intimsten Bereiche weiter: in einer "aufstrebenden Ehe" wachsen die Liebenden gemeinsam als Personen.
10:05
Sie heben das konservative Bild der Floristik aus den Angeln: fünf Persönlichkeiten, die in ihrem Fach in Europa zu den Besten gehören und die Trends der Zukunft mitgestalten. Sie schaffen Werke von facettenreicher Opulenz, filigraner Schönheit und überraschendem Materialmix. Sie befassen sich intensiv mit Farben, Textur, Kunstgeschichte, Mode und Design und setzen diese Inspiration in ihren Kreationen aus Blumen und Pflanzen um. Ob auf Bällen oder in Schlössern, ob bei Luxusevents oder auf Hochzeiten: Sie alle sind Visionäre für florale Objekte. Das Duo "Anatomie Fleur" aus Berlin zählt zu den neuen Stars am Himmel der Floristik. Die Französin Amandine Cheveau und der Kanadier Jean-Christian Pullin schaffen für die Mode- und Kunstbranche hochästhetische florale Skulpturen. Das gelingt durch ihren fantasievollen Mix aus Pflanzen, Blüten und anderen Materialien aus der Natur. Damit schaffen sie vergängliche Werke von einzigartiger Schönheit.
10:30
Wie wichtig ist die Art der Unterkunft im Urlaub, wenn die Landschaft perfekt ist? In den letzten Jahren ist in vielen Regionen ein eigener, neuer Baustil von Feriendomizilen entstanden. Tradition und Moderne werden dabei häufig kombiniert und stehen im Dialog zueinander. "Zimmer Frei" widmet sich der Geschichte und Entwicklung von Architektur im Tourismusumfeld und präsentiert eine vielfältige und produktive Entwicklung mit ausgewählten Projekten. Diesmal besucht Martin Traxl in der Reihe "Zimmer frei" sehr unterschiedliche Bauten und Projekte im größten Schweizer Kanton: Graubünden. Zu Wort kommen neben den Bauherrinnen und Bauherren sowie Architektinnen und Architekten auch Experten, die über die Wechselwirkung von Architektur und Tourismus in Graubünden, den Wandel in der baulichen Gestaltung und die gesellschaftlichen Aspekte der Baukultur sprechen.
11:15
Klasse Klassik, Picknick im Park und Wunderkerzen-Flimmern: Das Klassik Open Air im Nürnberger Luitpoldhain gilt als größte Klassik-Party unter der europäischen Sonne. Anfang August 2026 gestalten die Nürnberger Symphoniker die zweite Runde des Sommer-Events. Im Jahr ihres 80. Jubiläums präsentiert das Orchester unter Chefdirigent Jonathan Darlington ein schwungvolles Programm mit starker lateinamerikanischer Prägung. Den Auftakt macht George Gershwins "Cuban Overture". Star-Trompeter Pacho Flores spielt seine Komposition "Morocota" und Efraín Oschers Trompetenkonzert "Danzas latinas". Es folgen Paul Dukas' "Der Zauberlehrling" und die von Cellist Paul Desenne bearbeitete "Tritsch-Tratsch-Polka".
13:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
13:15
Die Landschaft im Süden Niederösterreichs ist geprägt von den letzten Ausläufern der Alpen. In der Region zwischen Rax und Buckliger Welt finden sich auch die Hausberge der Wiener. Für Erholungsuchende und Extremsportler, Naturliebhaber und Kulturfreunde liegt dieses Paradies praktisch vor der Haustür.
14:00
Kaum ein anderer Baum in Europa ist so eng mit den Menschen verflochten wie die Linde. Über Jahrtausende war sie Begleiterin und hat das Geschehen als stumme Zeugin der Zeit beobachtet. Die Linde ist nur selten in Wäldern anzutreffen. Man findet sie in Dörfern und Städten, mitten unter den Menschen, die sie pflanzen und hegen. Sie hat die Menschen inspiriert, war aktiv an deren Schicksal beteiligt und ist heute nicht aus ihrem Alltag wegzudenken. Die Linde hat sich schon früh ins Leben der Menschen gestohlen. Zahlreiche Legenden ranken sich um den Baum und machen ihn zum Inhalt vieler Lieder. Die Menschen holten die Linde aus den Wäldern in die Städte, wo sie als Einzelbäume hervorragend wachsen konnten. So erhielt der Bürger eine "mütterliche" Baumpersönlichkeit, die durch ihren schönen Wuchs und den wunderbaren Duft ein Gefühl von Geborgenheit verbreitet. Dank ihrer beruhigenden Ausstrahlung gilt die Linde als weise Ratgeberin. Außerdem ist sie Symbol für Gerechtigkeit, Frieden und Heimat sowie Sinnbild für Gemeinschaft - der "Baum des Volkes". Nicht zufällig stehen heute in so manchen Gemeinden Tanz-, Gerichts-, Gedenk- oder Liebeslinden. In der Natur findet man sie an unwegsamen Orten. Sie gedeiht an Stellen, an denen andere Bäume kaum Nährboden finden würden. Diese Zähigkeit hat sie mit einer Heilkraft ausgestattet, die nicht nur ihr selbst zugutekommt, sondern auch denen, die sie einzusetzen wissen.
14:30
Im Vorsommer erfreut die Kastanie das Auge mit ihrer Blütenpracht, im Herbst mit goldgelben Blättern. Lange Zeit war sie als Nahrungsquelle für die Bewohner der Alpensüdseite unentbehrlich. Im Tessin kennt man rund 100 verschiedene Sorten der Esskastanie. Der knorrige Fruchtbaum mit seiner ausladenden Krone wird je nach Standort 20 bis 35 Meter hoch. Sein Stamm hat einen Durchmesser von drei Metern, die Riesen der Spezies werden bis zu 1000 Jahre alt. In der Schweiz sind etwa 2,3 Prozent aller Waldbäume Edelkastanien. Davon gedeihen 98 Prozent auf der Alpensüdseite - im Tessin, im Calancatal, in Misox, Puschlav und Bergell. Die auf der Alpennordseite stehenden Edelkastanien wachsen hauptsächlich an den milderen Lagen am Vierwaldstätter-, Zuger- und Walensee sowie am Genfersee und im Unterwallis. Die Wärme und Licht liebende Edelkastanie bevorzugt frische, lockere und tiefgründige sowie kalifreie, saure Böden. Sie ist äußerst empfindlich gegen Spätfröste. Auf der Alpensüdseite gedeiht sie bis etwa 1500 Meter über Meer, nördlich der Alpen höchstens bis gegen 1000 Meter über Meer. Das Wort "Kastanie" leitet sich ab vom lateinischen "castanea", vom althochdeutschen "chestina" und vom mittelhochdeutschen "chesten". Dies spiegelt sich in zahlreichen Mundartformen in der Schweiz wider. Dort heißt sie auch Chestene, Chäschtibaum, Keschnäbaum, Kistelä, Chegele, Edu-Chestle, echti Kastanie sowie Marronibaum. Daneben zeugen auch Orts- und Flurnamen von der Existenz dieser Baumart: Kastanienbaum, Kestenholz, Kestenberg, Kastanienweid sowie La Chataine, Chataignier, Castagnola und Castaneda. Und auch in Familiennamen findet er sich wieder: Kestenholz, Castagna, Casten, Castanet und De Castaign. Die Dokumentation lädt die Zuschauer auf eine Entdeckungsreise in die Südschweiz ein, die sti(e)lgerecht mit einem Kastanienfest endet: Den krönenden Abschluss bildet die "Festa della Grà", an der die Bevölkerung zusammenkommt, um die historische Baumart zu feiern. "Gnocchi alla Farina di castagne" oder geröstete Marroni dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
14:55
Niemand baut mehr Schiffe aus Eichenholz. In Möbelhäusern sucht man Eichenholzmöbel vergebens. Die Eiche scheint ausgedient zu haben. In Wirklichkeit ist sie jedoch der Baum der Zukunft. Die Geschichte der Eiche reicht bis zu zwölf Millionen Jahre zurück. Der Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse steht symbolisch für Kraft und Ewigkeit - Eichen können bis zu 1000 Jahre alt werden. Das Holz ist sehr stabil, die Rinde rau, dick und furchig. Zur Pflanzengattung der Eichen gehören circa 400 Arten, von denen die Stieleiche und die Traubeneiche zu den häufigsten in Deutschland zählen. Eichen können ein enormes Alter erreichen. Auch im Hinblick auf die Erdzeitgeschichte liegen Eichen weit vorn: Belegt sind Fossilfunde von mindestens zehn Millionen Jahren. Die Früchte, die Eicheln, sind durch ihren hohen Anteil an Stärke zwar nahrhaft, aber wegen der Bitterstoffe für den Menschen ungenießbar und giftig. Für Nagetiere wie Mäuse und Eichhörnchen, Rotwild und Wildschweine sind Eicheln dagegen unverzichtbare Kohlenhydrat- und Proteinquellen, weswegen sich die Früchte für Nagetiere besonders gut beim Anlegen von Wintervorräten eignen. Der Film erzählt in drei Kapiteln von den Eichen, die man mit "Natur", "Nutzung" und "Zukunft" betiteln könnte. Der erste Teil beschreibt verschiedene Besonderheiten der Eichen und wie wertvoll die Eichen als Lebensraum für Vögel und Insekten sind. Teil zwei zeigt verschiedene Arten der Nutzung - zum Beispiel durch einen Künstler, der ausschließlich mit Eichenholz arbeitet -, der dritte Teil bringt eine überraschende Wendung, da sich herausgestellt hat, dass die Eiche mit dem Klimawandel besonders gut klarkommen wird. Sie ist schon jetzt dabei, Baumarten wie die Föhre zu verdrängen - und daher eindeutig der Baum der Zukunft. Es ist durchaus denkbar, dass unsere Wälder in Zukunft aus Eichen bestehen.
15:50
Lärchen wuchsen bereits vor 60 Millionen Jahren auf der Erde. In der Schweiz findet man einen Großteil dieser Baumart vor allem im Wallis, in den Tälern des Tessins sowie in Graubünden. Die lichtbedürftige Lärche gehört zur Gattung der Nadelbäume und ist eine Pionier-Baumart. Dank ihrer bis zu zwei Meter tief verankerten Wurzeln ist sie als Schutzbaum sehr beliebt. Die Europäische Lärche wird bis zu 54 Meter hoch und über 1000 Jahre alt. Heute ist die Europäische Lärche vor allem im Alpenraum, den Sudeten, den Karpaten sowie dem südöstlichen Polen verbreitet. In der Schweiz wachsen Lärchen in der Regel oberhalb von 1400 Metern über Meer. Als Pionier-Baumart passt sie sich den örtlichen Begebenheiten an und ist ein guter Schutzbaum. Dank ihrer kräftigen, tiefen Wurzeln festigt die Lärche vor allem im Gebirge erosionsgefährdete Waldböden. Sie ist ein wichtiges Element im inneralpinen Schutzwald. Ihre dicke Borke zeichnet sie zudem als "Prellbock" bei Steinschlag aus. Im Mischwald wird sie deshalb gern gefördert. Wegen ihres gut bearbeitbaren und dauerhaften Holzes wird sie sehr geschätzt. In tieferen Lagen muss sie im Mischwald gepflegt werden, weil ihr dort Tannen und Fichten das notwendige Licht rauben. Das witterungsbeständige, schwere Lärchenholz findet Verwendung im Innenausbau, Erd-, Brücken- und Schiffsbau sowie bei Wasserarbeiten. Unter Wasser wird es steinhart. Auch als Schindelholz ist es beliebt. Überdies ist die Lärche aus forstwirtschaftlicher Sicht eine wertvolle Baumart. Wie die meisten Bäume lebt sie in Symbiose mit Pilzen. Die fetten Lärchensamen dienen vielen Vögeln als Nahrungsquelle. Eine spezielle Bedeutung kommt der Lärche in den Alpentälern zu: Das Vieh kann sich gut vom reichlich wachsenden Gras unter den lichten, schattenspendenden Kronen der Lärchen ernähren. Unter dem dichten, immergrünen Geäst von Fichten würde hingegen kaum Gras wachsen. Als einziger Nadelbaum färben sich die Nadeln der Lärche im Herbst goldgelb und fallen schlussendlich ganz ab. Mit dieser Strategie übersteht die Lärche den Winter unbeschadet. Wegen ihrer schützenden Kräfte wurde die Lärche schon früh kultisch verehrt. Im Altertum galt sie als heiliger Baum. Weiter wird der Lärche heilende Wirkung zugeschrieben. Am bekanntesten ist das Terpentin, bekannt auch unter dem Namen "Venezianisches Terpentin": Die aus der Lärche gewonnene Harzsalbe soll gegen Gicht, Hexenschuss, Rheuma, Neuralgien, Erkältungen, Durchblutungsstörungen und Infektionen wirksam sein.
16:40
In New York lebt Holly in den Tag hinein und lässt sich ihren aufwendigen Lebensstil durch reiche Verehrer finanzieren. Doch dann verliebt sie sich in den mittellosen Schriftsteller Paul. Audrey Hepburn revolutionierte in ihrer wohl bekanntesten Rolle das Frauenbild der 1960er-Jahre und mauserte sich zur Stilikone. Die Vorlage zu dieser von leichter Hand geschriebenen Komödie von Blake Edwards lieferte Truman Capote. Holly Golightly, ein freches, aber liebenswertes Callgirl, verbringt ihre New Yorker Nächte mit Partys und reichen Männern. Ihr liebster Ort in der Millionenstadt ist vor dem Schaufenster des Nobel-Juweliers Tiffany. Nach durchfeierten Nächten kommt sie dort gern zum Frühstücken vorbei. Hollys neuer Nachbar, der Schriftsteller Paul Varjak, ist fasziniert von der stilbewussten jungen Frau. Bald verbindet die beiden eine enge Freundschaft. Als eines Tages Hollys Ex-Ehemann vor der Tür steht, erfährt Paul mehr über Hollys Vergangenheit und ihre ärmliche Herkunft. Paul fühlt sich immer mehr zu Holly hingezogen. Doch sie verfolgt weiterhin den Plan, einen reichen Mann zu heiraten. Ein einflussreicher brasilianischer Großgrundbesitzer scheint der Richtige zu sein. Kein Film setzt den verträumten Charme und die anmutige Schönheit Audrey Hepburns besser in Szene als "Frühstück bei Tiffany", eine zeitlos elegante Komödie, die zu den ersten großen Erfolgen von Blake Edwards ("Der rosarote Panther") gehört. Mit erfrischender Leichtigkeit erzählt der Film von dem durchaus hintergründigen Charakter einer schillernden Kindfrau, die hinter ihrer Fassade aus Naivität und Weltfremdheit eine große Souveränität und Unabhängigkeit verbirgt. Zu einer Zeit, in der Sex im Hollywood-Kino kaum erwähnt wurde, setzte Edwards mit seinem anspielungsreichen Film Maßstäbe.
18:30
Joseph Chalverat, Zeichner aus dem Schweizer Jura, hat sein Leben der Beobachtung der Natur gewidmet - und zwar mit Pinsel, Fernglas und unerschöpflicher Leidenschaft. Chalverat ist in einem Bauerndorf aufgewachsen und studierte später Biologie und Kunst. Seine Kunst ist immer auch Naturbeobachtung: Wer ein Tier zeichnen will, muss es durch und durch kennen, muss es fühlen können und in seiner Bewegung begreifen. Zusammen mit dem Bildhauer und langjährigen Freund Hervé Bénard hat Chalverat außerdem Dinosaurierskulpturen erschaffen - gigantische Projekte, die Wissenschaft und Handwerk vereinen.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:08
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:10
An Europas Nordostgrenze kehrt die geächtete Landmine zurück. Militärangehörige sehen in der Waffe ein Mittel zur Abschreckung, zivile Opfer eine lebenslange Gefahr. Finnland, Polen und die baltischen Staaten rüsten auf: Aus Angst vor Russland holen sie die geächtete Antipersonenmine zurück ins Arsenal. Militär und Politik sprechen von Abschreckung, Minenopfer und -räumer von lebenslanger Gefahr. Der Film beleuchtet den Konflikt zwischen Sicherheitslogik und humanitären Folgen und stellt die Frage, ob sich Landminen jemals verantwortungsvoll einsetzen lassen.
19:40
Eine einzige Baumart dominierte einst weite Teile des europäischen Kontinents: Buchen. Sie sind nahezu resistent gegen jede Art von Klimawandel, ertragen Regen, Schnee, Eis und große Hitze. Die riesigen Buchenurwälder, die unseren Vorfahren seit der letzten Eiszeit vom Schwarzen Meer bis zum Atlantik, von Sizilien bis nach Südschweden Schutz und Nahrung boten, sind heute jedoch fast verschwunden. Ein intakter Buchenwald ist ein geschlossenes Ökosystem, eine Art Superorganismus, der sich von selbst erneuert und Lebensraum für viele Mitbewohner schafft. Noch zur Zeit der Germanen überwucherten Buchenwälder das nördliche Mitteleuropa nahezu komplett, doch spätestens mit den Römern ist die Zeit der wilden Wälder vorbei. Es wird geholzt, was das Zeug hält. Das Bauholz für erste Städte an Rhein und Donau, für Palisaden, Brücken und Grenzbefestigungen verschlingt Millionen Hektar ursprüngliches Unterholz. Das "Hölzerne Zeitalter" frisst schon bald seinen Unterbau. Heute überziehen Waldplantagen schnell wachsender Nadelhölzer das großflächig zersiedelte Deutschland: Holz als Kapital in seiner natürlichsten Form. Der Wirtschaftswald stillt unseren Hunger nach Bau-, Brenn- und Nutzholz, ist Spekulationsobjekt und Wellness-Oase für gestresste Städter. Die mikroskopisch kleinen Inseln jener Buchenurwälder, die als Großbiotop für unzählige Tier- und Pflanzenarten einst ganz Europa überzogen, sind dagegen nur noch zu erahnen. Es sind Reliktflächen, die in unserer auf Superlative bedachten Gesellschaft kaum als erwähnenswert gälten - wären es nicht die unwiderruflich letzten Urwaldreste, die uns geblieben sind. Seit 2011 führt die UNESCO die fünf deutschen Altwaldbestände "Grumsiner Forst" in Brandenburg, den "Nationalpark Kellerwald-Edersee" in Hessen, den "Nationalpark Jasmund" auf Rügen, den "Serrahner Buchenwald" in Mecklenburg-Vorpommern sowie den "Nationalpark Hainich" in Thüringen gemeinsam mit den Karpaten-Urwäldern der Slowakei und der Ukraine unter der sperrigen Bezeichnung "Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland" als gemeinsames Weltnaturerbe.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Freundliche Übernahme in der "Happy Hour": In dieser Spezialfolge überlässt Till Reiners die Bühne der Senkrechtstarterin Teresa Reichl. Die Kabarettistin begrüßt Horst Evers, Helene Bockhorst, Serdar Karibik, Lara Ermer und das furiose Musikduo Suchtpotenzial in der Berliner Kulturbrauerei. Im 15. Jahr ihres Bestehens wird die "Happy Hour" um vier Spezialausgaben erweitert: Bis zum 23. August 2026 übernehmen vier unterschiedliche Hosts vorübergehend das Format von Gastgeber Till Reiners, der ab Oktober wieder als Moderator der Sendung zurückkehrt. Auf der traditionsreichen "Happy-Hour"-Bühne in der Berliner Kulturbrauerei präsentieren die Gast-Hosts Höhepunkte ihrer eigenen Bühnenprogramme sowie hochkarätige Gäste aus Comedy, Kabarett und Musik. Das Finale der Spezial-Reihe moderiert Teresa Reichl. Die Senkrechtstarterin aus der niederbayerischen Provinz bringt das nötige Kontrastprogramm in die Berliner Kulturbrauerei. Sie ist der beste Beweis, dass Kabarett und Comedy keine Gegensätze sein müssen und guter Humor keine Grenzen kennt. Die Jury des Deutschen Kleinkunstpreises feiert sie als "angriffslustig und verletzlich, intellektuell und bodenständig". Vor allem gehört sie zu den lustigsten Künstlerinnen der neuen Generation und ist damit für die Rolle der Gastgeberin einer "Happy Hour" prädestiniert.
21:00
Im Programm "Mittel und Wege" nimmt Stefan Danziger das Publikum mit auf eine urkomische Reise durch Geschichte und Gegenwart. Logik trifft Wahnsinn - am Ende ergibt alles Sinn. Irgendwie. Mit schrägen Gedankensprüngen und überraschenden Fakten zerlegt er historische Ereignisse und verbindet sie mit dem ganz normalen Irrsinn des Lebens. Grandiose 45 Minuten Spaß sind garantiert. 3sat präsentiert den Auftritt aus dem "Frankfurter Hof" in Mainz. Geschichte ist bei Stefan Danziger kein verstaubtes Schulfach, sondern ein riesiges Chaos aus Zufällen, Missverständnissen und überraschenden Zusammenhängen. In seinem neuen Programm "Mittel und Wege" verbindet er scheinbar belanglose Details mit den großen Linien der Weltgeschichte - und landet dabei plötzlich bei der Frage: Was hat eigentlich eine Sonnenblume mit Kolonialismus zu tun? Von dort aus springt er mühelos zwischen Jahrhunderten, Gedanken und Lebensrealitäten. Da begegnen uns plötzlich freundliche Wikinger, ein erstaunlich moderner - vielleicht sogar polyamoröser - Iwan der Schreckliche und andere historische Gestalten in völlig neuem Licht. Immer wieder landet der Prix-Pantheon-Gewinner in seiner eigenen Gegenwart: bei Erinnerungen an seine Kindheit im Ostblock und im wunderbar chaotischen Leben als junger Vater zwischen Spielzeugwelten, Fantasiegeschöpfen und neuen Alltagsabenteuern.
21:45
Lässiger Singlemann mit Tochter trifft smarte Alleinerziehende mit Sohn - das klingt nach einem guten Anfang! Leider sind die Vorzeichen bei Philipp und Frederike alles andere als günstig. Beiden ist ausgerechnet heute nicht nach einem Kennenlernen. Die perfektionistische Köchin steht unter Druck, denn sie will am Abend bei einem Probekochen für ihren Traumjob die beste Spaghetti Bolognese ihres Lebens auftischen. Philipp muss sich bei seinem neuen Job als Fremdenführer in einer schwierigen Gruppe beweisen. Eine Fliegerbombe, die Kölns Innenstadt lahmlegt, bedeutet für die beiden Zusatzstress hoch drei! Spontan tun sich die Singleeltern zusammen: Sie betreut ihren siebenjährigen Sohn Fritz und seine gleichaltrige Tochter Miriam am Morgen, er ist am Nachmittag mit den Kindern dran. Unglücklicherweise gibt es in dem spontanen Plan gewisse Bruchstellen: Frederike kann wegen der Sperrung nicht in ihre Wohnung und muss unbedingt eine Profiküche finden, um dort ihr Essen vorzubereiten. Philipp braucht für eine spontane Wohnungsbesichtigung eine schwangere Frau an seiner Seite, um sich bei der Maklerin einen Dringlichkeitsbonus zu verschaffen. Als Frederike einspringt, machen sich die beiden erstaunlich gut als Paar. Und so langsam entwickelt sich mehr als guter Teamspirit zwischen ihr und Philipp.
23:15
Wegen schwerer Vergehen im Gefangenenlager Abu Ghraib saß der tief traumatisierte frühere Soldat William Tell zehn Jahre im Gefängnis. Nun zieht er als Glücksspieler durch die USA. Als er Cirk trifft, dessen Vater an den Kriegserlebnissen im Irak zerbrach, versucht er, den jungen Mann von seiner Rache an dem skrupellosen, unbestraften Ausbilder der Soldaten abzubringen. - Packender Rache- und Sühne-Thriller von Paul Schrader mit Oscar Isaac.