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TV Programm für 3sat am 10.08.2026

Traumorte 04:25

Traumorte: Thailand von Nord nach Süd

Tourismus

Thailand ist ein vielseitiges Reiseland und hat auch abseits der Hotspots viel zu bieten: Zwischen wildem Norden und paradiesischem Süden finden sich prächtige Tempel und spektakuläre Natur. Bei einer Reise über das thailändische Festland offenbaren sich eine reiche Kultur, bewegte Geschichte und bunte Traditionen. So zeigt sich das facettenreiche "Land des Lächelns" von einer ganz neuen Seite. Erste Station ist Sop Ruak im Goldenen Dreieck. Dort treffen Thailand, Laos und Myanmar an den Ufern des Mekongs zusammen. Das Grenzgebiet war einst das Zentrum der weltweiten Opiumproduktion. Auf thailändischer Seite prägen heute Teeplantagen das Landschaftsbild. In Sop Ruak informiert ein interaktives Museum, die "Hall of Opium", über die lange Geschichte der Droge und die Auswirkungen der Opiumsucht. Weiter südlich im Goldenen Dreieck lädt ein buddhistischer Höhlentempel, der "Wat Tham Chiang Dao", zur stillen Einkehr ein. Auch in Chiang Rai, der nördlichsten Provinzhauptstadt Thailands, warten beeindruckende Tempelanlagen auf interessierte Besucher. Hauptattraktion ist der "Wat Rong Khun", auch als "weißer Tempel" bekannt. Das noch im Bau befindliche Kunstprojekt verbindet Pop-Art-Elemente und traditionelle buddhistische Tempelarchitektur. Nächste Station ist Chiang Mai mit seiner historischen Stadtbefestigung. Die zweitgrößte Stadt des Landes gilt als Hochburg für Kunsthandwerk. Ob Papiersonnenschirm oder kunstvolle Schnitzereien - dort findet jeder ein passendes Souvenir. Weiter geht es nach Sukhothai. Im Geschichtspark der Stadt zeugen 21 Tempelruinen vom Glanz vergangener Zeiten. Denn einst war Sukhothai die Hauptstadt des ersten unabhängigen Thai-Königreichs. Das westthailändische Kanchanaburi hat eine düstere Geschichte: Zwischen 1942 und 1943 wurden alliierte Kriegsgefangene zum Bau der "Thailand-Burma-Eisenbahn", besser bekannt als "Death Railway", gezwungen. Tausende kamen dabei ums Leben. Im Süden des Landes liegt der Nationalpark "Khao Sam Roi Yot" mit der spektakulären Phraya-Nakhon-Höhle. Doch vor der Besichtigung liegt ein steiler Aufstieg.

Traumorte 05:10

Traumorte: Südvietnam

Tourismus

Der Süden Vietnams bietet Reisenden eine Mischung aus Stadtleben, Kultur und Natur. Die Reise führt von Saigon ins Mekong-Delta und an die von Kalksteinklippen geprägten Buchten der Südküste. Viel von der bewegten Geschichte des Landes zeigt sich in Vietnams Süden, ob traditionelle Buddha-Tempel, französische Kolonialarchitektur oder Prachtbauten der sozialistischen Ära. Abseits der Städte locken sowohl malerische Küsten als auch das kühlere Hochland. Die große kulturelle Vielfalt Vietnams spiegelt sich in den kulinarischen Angeboten der Garküchen auf den Straßen von Ho-Chi-Minh-Stadt wider, wie Saigon offiziell heißt. Diese moderne Metropole bildet einen starken Kontrast zum einfachen Leben der Bauern und Fischer auf dem Land. Auf schwimmenden Märkten werden die landwirtschaftlichen Produkte des Mekong-Deltas angeboten, der Kornkammer des Landes. Und im Hochland bei Da Lat wächst seit der französischen Kolonialzeit ein hervorragender Kaffee. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über beeindruckende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.

Kielings wilde Welt: Nahe Verwandte 06:00

Kielings wilde Welt: Nahe Verwandte

Tiere

Noch nie war der Einblick in Andreas Kielings "wilde Welt" so persönlich wie in dieser Trilogie. In dieser Folge blickt er zurück auf Primatengeschichten aus 30 Jahren als Tierfilmer. Für drei Jubiläumsfolgen ist der Tierfilmer mit seinem Tiny House in seiner Wahlheimat Eifel unterwegs. In "Terra X: Kielings wilde Welt - Nahe Verwandte" berichtet er im Hier und Jetzt von seinen eindrücklichsten Erlebnissen mit Primaten. Die vielleicht schönsten Affen leben im Hochland Äthiopiens. Mehr als 4400 Meter ragen dort die Simien Mountains in den Himmel. Bartgeier und Krähen kreisen über einer fast unwirklich schönen, majestätischen Landschaft. Andreas mischt sich unter die Dscheladas und erlebt Machos genau wie Frauenpower. Aber auch, wie der Mangel an Weideland den Lebensraum dieser besonderen Primaten bedroht. Die Familie um Silberrücken Makumba ist die erste habituierte Gruppe Westlicher Flachlandgorillas. Sie im Regenwald Zentralafrikas zu finden, gelingt nur dank der Fährtenleser. Doch die Aufnahmen werden durch Bienen erschwert, die Schweiß auf nackter Haut über alles lieben. Japanmakaken sind die Wellness-Kings unter den Primaten. Andreas nimmt mit den Schneeaffen ein Bad in heißen Quellen und staunt über ihre Lernfähigkeit. Denn die Makaken sind nicht nur die kälteresistentesten Primaten der Welt. Sie haben auch im Lauf der Evolution das Tauchen gelernt und geben diese Fähigkeit an ihre Nachkommen weiter. Schimpansen sind uns nicht nur genetisch am ähnlichsten, sondern auch in ihrem Verhalten. In den Mahale Mountains Tansanias wird Andreas Zeuge eines Staatsstreiches und einer Treibjagd auf kleinere Affen. Und erlebt einen Affenalltag, in dem sich Streit und Versöhnung in schneller Folge abwechseln. Im Grenzgebiet Ruandas zum Kongo sterben immer wieder Berggorillas durch Wilderer und Bürgerkrieg. Andreas und sein Team geraten in einen Schusswechsel, erleben aber auch Berggorillas hautnah. Wie fühlt es sich an, einem Silberrücken in die Augen zu schauen und von einem Weibchen umarmt zu werden? Fressen, Lust und Lebensfreude bestimmen das Leben der Nasenaffen auf Borneo. Andreas schließt Freundschaft mit einem neugierigen Nasenträger, der großes Interesse an Kameratechnik zu haben scheint. Wie schwer es ist, Orang-Utans auszuwildern, erlebt Andreas auf Sumatra. Die meisten Tiere sind durch die Gefangenschaft traumatisiert. Von Fressen bis Klettern - für das Leben in der Wildnis müssen sie vieles neu lernen. Und doch gelingt der Weg in die Freiheit nicht bei jedem Tier.

Das Loiretal - Von Schloss zu Schloss 07:00

Das Loiretal - Von Schloss zu Schloss

Landschaftsbild

Das Loiretal ist bekannt für märchenhafte Schlösser und exzellente Weine. Doch auch abseits der ausgetretenen Pfade hat die Weltkulturerbe-Region viel zu bieten. Zwischen Orléans und Saumur gibt es neben reizvollen Landschaften und imposanten Zeugen der Vergangenheit auch touristische Kabinettstückchen zu erleben: Ausflugsfahrten mit historischen Zügen oder der legendären "Ente" sowie im Heißluftballon. Aber auch die klassischen Höhepunkte dürfen bei einer Reise durchs Loiretal nicht fehlen. In Orléans ist die französische Nationalheldin Jeanne D'Arc allgegenwärtig. Im prachtvollen Schloss Chambord gibt eine Ausstellung Einblicke in die Geschichte des französischen Königshauses, das über einen langen Zeitraum nomadisch lebte und einzelne Schlösser nur sporadisch bewohnte. Chenonceau, das "Schloss der Damen", ist nach Versailles das meistbesuchte Schloss Frankreichs. Bei einem Rundgang durch die ehrwürdigen Gemäuer wird klar, warum: In den liebevoll eingerichteten Räumen wird Geschichte lebendig. Bei Candes-Saint-Martin steht der größte Klosterkomplex Europas. Die Abtei Fontevraud war einst ein gemischtes Kloster für Frauen und Männer, gefördert vom Herrscherhaus Plantagenêt. Nach den Wirren der Französischen Revolution wird sie zum Staatsgefängnis umfunktioniert.

Alpenpanorama 07:30

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:05

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 08:30

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Alpenpanorama 08:33

Alpenpanorama

Kamerafahrt

"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

ZIB 09:00

ZIB

Nachrichten

Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse.

Kunst für die Ewigkeit: Raffael 09:05

Kunst für die Ewigkeit: Raffael

Malerei

Raffael steht wie kaum ein anderer Künstler für das Ideal der Renaissance. Seine Kunst vereint Harmonie, Anmut und zeitlose Schönheit, die bis heute fasziniert. Zwischen Florenz und Rom entstehen seine größten Werke: Madonnen, Fresken und Porträts von außergewöhnlicher Präzision. Sie zeigen meisterhafte Perspektiven, subtile Lichtführung und eine künstlerische Klarheit, die Maßstäbe für Generationen von Künstlern setzt. Raffaello Sanzio da Urbino (1483-1520) wächst in Urbino in einem Umfeld auf, das von Humanismus und höfischer Kultur geprägt ist. Schon früh zeigt sich sein außergewöhnliches Talent, das ihn rasch zu einem der gefragtesten Maler Italiens macht. Die kleine Stadt wird so zu seiner künstlerischen Wiege, in der er Techniken, Perspektive und Komposition erlernt - Grundlagen, die sein gesamtes Schaffen prägen. In Florenz studiert er die Meisterwerke Leonardo da Vincis und anderer zeitgenössischer Meister, bevor er nach Rom berufen wird, wo er im Auftrag mehrerer Päpste arbeitet. Im Vatikan entstehen Fresken von ikonischer Bedeutung, die man später "die Stanzen des Raffael" nennen wird. Mit meisterhafter Komposition, subtiler Lichtführung und dynamischen Szenen schafft der Maler ein Bild der Renaissance, das Humanismus, Idealismus und künstlerische Vollendung vereint. Auch seine Madonnenbilder strahlen eine unvergleichliche Ausdruckskraft aus: Technische Perfektion und emotionale Tiefe machen seine Werke europaweit zu Vorbildern. Raffaels früher Tod mit nur 37 Jahren beendet eine außergewöhnliche Karriere, doch sein Werk bleibt Maßstab und Inspiration. Es zeigt die perfekte Harmonie zwischen Form, Ausdruck und Komposition - eine Bildsprache, die seit Jahrhunderten Künstler und Betrachtende begeistert. Raffael wird so zum Inbegriff der Renaissance - ein Künstler, dessen Einfluss weit über seine Zeit hinausreicht.

Die Oberitalienischen Seen 09:50

Die Oberitalienischen Seen: Romantik, Kultur und Dolce Vita

Landschaftsbild

Am Fuß der Alpen liegen die Oberitalienischen Seen. Geprägt wird die beliebte Urlaubsregion von malerischen Fischerdörfern, geschichtsträchtigen Städten und atemberaubender Natur. Während der Gardasee im Sommer fest in deutscher Hand ist, ist der Iseosee ein echter Geheimtipp. Die zahlreichen prunkvollen Villen bescheren dem Comer See ein mondänes Flair. Der Lago Maggiore wiederum bezauberte schon Schriftsteller wie Flaubert und Dumas. Das Filmteam startet die Reise am Lago Maggiore und seinen abwechslungsreichen Inseln. Am Ostufer klammert sich das Kloster Santa Caterina del Sasso wie ein Schwalbennest an den steilen Hang. Es hat eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Am Gardasee besichtiget das Team die Städte Malcesine, Garda und Limone, die Stadt der Zitronen. Natürlich darf auch ein Besuch in Sirmione mit seiner beeindruckenden Festung nicht fehlen. Beschaulicher geht es am Iseosee zu - er gilt noch immer als Geheimtipp. Am Comer See, wo sich die Reichen und Schönen tummeln, entdecket das Filmteam die idyllischen Dörfchen Nesso und Varenna - und natürlich Bellagio, die Perle des Comer Sees.

La Palma - Protokoll eines Vulkanausbruchs 10:20

La Palma - Protokoll eines Vulkanausbruchs

Dokumentation

Im September 2021 bricht auf La Palma die Erde auf. Gigantische Lavaströme vernichten einen Teil der Insel. Tausende Menschen verlieren ihre Existenz. Der Schrecken hält bis heute an. "Terra X" rekonstruiert die Naturkatastrophe minutiös. Dabei kombiniert der Film Augenzeugenberichte, private Aufnahmen und neueste Erkenntnisse der Forschung und klärt auf, wie es zu der Eruption kommen konnte und ob sich das Ereignis möglicherweise wiederholt. Hunderte Beben Tage und Wochen vor dem Ausbruch deuteten bereits an, dass es unter La Palma rumort. Und doch kommt die Wucht dieser Naturkatastrophe am 19. September 2021 für die Menschen auf der Kanareninsel unerwartet. Manche haben nicht einmal mehr die Chance, in ihr Haus zurückzukehren, um wenigstens noch Kleidung und Dokumente herauszuholen, auch weil viele Bereiche zu Sperrzonen erklärt werden. Über 7000 Menschen müssen evakuiert werden. Viele verlieren alles, was sie besitzen. Augenzeugen und Betroffene blicken in diesem Film zurück, erzählen, wie sie diese Zeit erlebt haben. In dieser "Terra X"-Dokumentation soll es daher nicht nur um die rein wissenschaftliche Betrachtung einer Naturkatastrophe gehen. Es sollen vielmehr die Bewohnerinnen und Bewohner La Palmas im Mittelpunkt stehen. Dabei ist unter anderen die Reporterin des kanarischen Fernsehens, Magaly Caseres, die sich zufällig genau im Moment des Ausbruchs in unmittelbarer Nähe befindet und von dort eine Liveschalte zu ihrem Sender hat. Sie berichtet über ihre Erlebnisse zu dieser Zeit und die vielen Beobachtungen, die sie in den Wochen danach macht. Denn durch ihre Arbeit konnte sie sich einen umfassenderen Überblick verschaffen als viele Betroffene. Darüber hinaus berichten Menschen in Form bewegender Interviews von dem, was sie erlebt - und auch für immer verloren haben. Auf diese Weise ist so ein Protokoll des monatelangen Verlaufs des verheerenden Vulkanausbruchs entstanden. Auf der wissenschaftlichen Seite erklären Geologen, wie es zu dem Ausbruch kam und wie groß die Gefahr erneuter Eruptionen ist. Nach 85 Tagen und der Zerstörung von rund 1200 Hektar Land und rund 3000 Gebäuden ist urplötzlich wieder Ruhe auf einer der schönsten Inseln der Kanaren. Der Archipel im Atlantik gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Dieser Film erinnert mit spektakulären Bildern und der Geschichte von Einheimischen wie Zugewanderten an den großen Vulkanausbruch von La Palma.

Ein perfekter Planet: Vulkane 11:05

Ein perfekter Planet: Vulkane

Natur und Umwelt

Ohne Vulkane gäbe es kein Leben auf der Erde. Sie sorgen für ausreichend Wärme, fruchtbare Böden und gestalten als Architekten die Oberfläche unseres Planeten immer wieder neu. Unzählige Tierarten sind von den Feuerbergen abhängig. In Tansania schuf der "Ol Doinyo Lengai" den Natronsee, Nistplatz für Millionen Zwergflamingos. Auf den Galapagosinseln klettern weibliche Landleguane in den Krater des "La Cumbre", um dort ihre Eier abzulegen. Die erste Episode der Reihe "Terra X: Ein perfekter Planet" zeigt, wie tiefgreifend Vulkane Einfluss auf die Entstehung und Entwicklung des Lebens auf der Erde nehmen. Die Feuerberge spielen bis heute eine zentrale Rolle bei der Entstehung neuer Arten. Sie erschaffen beispielsweise neues Land, indem sie Magma aus dem Inneren der Erde auftürmen und in den Weiten der Ozeane neue Inseln erschaffen. Solche Vulkaninseln machen nur fünf Prozent der gesamten Landmasse aus, beherbergen aber fast 25 Prozent aller Arten. Die neueste Spezies weltweit ist der bluttrinkende Vampirfink. Ohne ausreichend pflanzliche Nahrung auf einer Vulkaninsel gestrandet, verwandelte sich der einstige Körnerfresser zum Dracula unter den Vögeln. Wenn Vulkaninseln vom unterseeischen Magmafluss abgeschnitten werden, tragen die Erosionskräfte von Wind und Meer sie wieder ab - so entstehen Atolle. Eines der größten ist Aldabra im Indischen Ozean. Dort sind Riesenschildkröten zu Hause, die auf ihrem Eiland zwar gut geschützt vor Feinden leben, aber durch den kontinuierlichen Verlust ihres Lebensraums zunehmend unter Druck geraten. Nahrung gibt es zwar noch genug für die stattlichen Pflanzenfresser, aber weil immer weniger Bäume auf den schwindenden Inselresten wachsen können, fehlt zunehmend der Schatten. Er bewahrt die Reptilien davor, in ihren Panzern gekocht zu werden. Doch Vulkane bauen nicht nur Land auf, sie erwärmen es auch und ermöglichen Leben an Orten, an denen es sonst viel zu kalt für das Leben wäre. Die Bären von Kamtschatka sind nach ihrem Winterschlaf auf das frische Gras im Frühling angewiesen, das im Tal der Geysire nur deshalb sprießen kann, weil es von den heißen Fontänen gleichzeitig gewärmt und gedüngt wird. Trotz all ihrer Leben spendenden Eigenschaften sind Vulkane auch gefährlich. Mindestens fünf Mal haben sie in der Erdgeschichte Massensterben verursacht. Zu viel Kohlendioxid in der Atmosphäre führte zu tiefgreifendem Klimawandel, an den sich die allermeisten Arten nicht anpassen konnten. Heute ist es der Mensch, der durch ein Zuviel von CO2 das nächste Massensterben provozieren könnte.

Azubi-Krise 11:45

Azubi-Krise: Handwerker schlagen Alarm

Reportage

Drei von zehn Lehrlingen brechen ihre Ausbildung ab - ein neuer Höchststand. Die Azubi-Krise trifft vor allem das Handwerk, denn viele Betriebe kämpfen gleichzeitig verzweifelt um Nachwuchs. Warum kriselt es so stark zwischen Handwerksbetrieben und Auszubildenden? Steckt ein Generationenkonflikt hinter den Azubi-Krise? Die "ZDF.reportage" begleitet junge Menschen von der Schule ins Arbeitsleben und zeigt, wo Erwartungen und Realität auseinandergehen. "Ich will endlich mal wieder eine Azubi-Erfolgsgeschichte", sagt Patrick Spohner (36), Inhaber einer Schlosserei in Frankfurt am Main. Mit dem Nachwuchs läuft es nicht immer gut. Ein Azubi hat kürzlich abgebrochen, und der neue Lehrling ist oft zu spät gekommen, hatte immer wieder Fehlzeiten. Mittlerweile klappt es etwas besser. Inhaber Patrick Spohner ist der Meinung, dass frühere Generationen "sich so etwas früher nicht erlaubt hätten - man ist halt einfach zur Arbeit gegangen". Dennoch muss Spohner seinen Lehrling unbedingt halten, denn neue Azubis findet er derzeit kaum. Es herrscht Fachkräftemangel. Bernd Clemens (54) ist Ausbildungsberater der IHK Schweinfurt. Er wird gerufen, wenn Konflikte eskalieren. Zwei- bis dreimal pro Woche besucht er Betriebe, vermittelt zwischen Ausbildern und Lehrlingen - mit stetig wachsender Fallzahl. Viele Azubis brechen ab, sobald es schwierig wird. Pauschale Vorwürfe gegen die Jugend hält Clemens jedoch für falsch: "Die können sich quasi aussuchen, in welchen Betrieb sie gehen und sagen sich dann bei den ersten Schwierigkeiten: Warum soll ich mir das antun?" Gerne erzählt er von seiner eigenen Ausbildung: "Das war vor 35 Jahren. Ich musste die ersten Monate nur feilen, bis mir die Hände bluteten". Heute weiß er: Genau diese Grundlagen machen ihn sicher im Beruf. "Aber ich hätte mir da auch gewünscht, man hätte mir den Sinn dieser Aufgabe besser erklärt." Einer seiner Fälle ist Carlos, Lehrling bei Retrofit Plastic im unterfränkischen Oberstreu. Anfangs war der Betrieb froh über Nachwuchs, doch nach wiederholter Unpünktlichkeit folgten zwei Abmahnungen. Seit Clemens vermittelt, läuft es etwas besser - pünktlicher ist Carlos geworden, auch wenn Fehlzeiten bleiben. Alternativen hat der kleine Betrieb kaum. Der Generationenkonflikt zeigt sich auch bei Ecem (17) aus Bedburg bei Köln. "Ich habe mich zu Tode gelangweilt, wurde respektlos behandelt, und wurde eigentlich gar nicht ausgebildet. Stattdessen sollte ich die Klos putzen", sagt sie. Nach einem Jahr kündigt sie. Jetzt macht sie Fachabitur, den Führerschein und sucht eine neue Lehrstelle - auf Drängen ihrer Mutter, die mahnt: "Du findest sonst später keinen Job!" Nico (21) und Nikita (23) aus Landsberg in Sachsen-Anhalt dagegen haben ihren Platz gefunden. Bei der Gerüstbauerfirma Prinzing ist die Arbeit hart und der Ton rau. "Ich habe ADHS und brauche die Bewegung und die Herausforderung", sagt Nikita. Für beide passt der Job - und ihr Chef hofft, dass sie bleiben. Denn zwei Jahre lang brachen Azubis ab oder wechselten den Beruf. "Es wollen sich immer weniger junge Menschen die Hände schmutzig machen, alle wollen Youtuber werden, aber so läuft es nicht." Die "ZDF.reportage" beleuchtet die aktuelle Azubi-Krise und zeigt, wie Ausbildungsabbrüche im Handwerk langfristig verhindert werden können.

Servicezeit-Reportage: Ausgerechnet - Steak 12:20

Servicezeit-Reportage: Ausgerechnet - Steak

Reportagereihe

Discounter-Steak oder teure Importware: Was kommt besser auf den Grill? Daniel Aßmann macht den großen Geschmackstest und blickt hinter die Kulissen der Fleischindustrie. Gemeinsam mit einem Grill-Experten und einer Footballmannschaft vergleicht Reporter Daniel Aßmann abgepackte Steaks aus dem Discounter mit Markenware aus Südamerika. "Deutschlands Fleischpapst" Lucki Maurer verrät, worauf es beim perfekten Steak ankommt. Außerdem geht "Ausgerechnet Steak" der Frage nach, wer am Geschäft mit dem Rumpsteak verdient. Daniel Aßmann besucht einen Mastbetrieb mit Haltungsform 3, begleitet Tiere in einem Schlachthof auf ihrem letzten Weg und erlebt Momente, die ihn nachhaltig zum Nachdenken bringen. Dabei zeigt die Reportage, wie Aldi, Lidl und Co. zunehmend auf höhere Haltungsformen und die sogenannte "5D"-Herkunft aus Deutschland setzen.

Lüneburger Heide, da will ich hin! 12:50

Lüneburger Heide, da will ich hin!

Tourismus

Die Lüneburger Heide macht Laune - lila Laune. Jedes Jahr Ende August, wenn die Heide blüht, zieht es viele Besucher in die Region zwischen Hamburg und Hannover. Sie müssen allerdings im Naturpark auf den Rad- und Wanderwegen bleiben. Auch Moderatorin Simin Sadeghi hat sich auf Entdeckungstour begeben. Für Simin geht es mitten in die geschützte Landschaft - zusammen mit Schäfer William Michell und seinen 430 Heidschnucken. Simin Sadeghi erfährt, was diese Schafrasse so besonders macht und warum es ohne die zotteligen Tiere die Lüneburger Heide gar nicht mehr gäbe. Mit einem Heide-Ranger wandert sie früh morgens auf den Wilseder Berg und zu dem Punkt, der sogar Instagrammer begeistert. Wer mehr will, kann den riesigen Naturpark auch in 13 Etappen durchwandern: Der "Heidschnuckenweg" führt über 223 Kilometer von Hamburgs Süden bis nach Celle. Norddeutsche Natur pur - mit mehr als einem Hauch Exotik. In der Heide versteckt sich Europas größte Ginseng-Farm. Eine Wurzel, die auch Simin begeistert. Und wer rechnet schon damit, dass vor der Ferienunterkunft Giraffen vorbeispazieren? Mit diesen und anderen Tieren geht Simin Sadeghi im Serengeti-Park Hodenhagen auf Tuchfühlung. Asien? Afrika? In der der neuesten Heide-Attraktion geht es einmal um die ganze Welt. Höchste Eisenbahn also, den Modellbauwelten in Bispingen einen Besuch abzustatten. Denn die Modelleisenbahnanlage hat mit ihren 20 Kilometern Schienen prompt einen Weltrekord aufgestellt.

Sardinien - Traumstrände und schroffe Berge 13:20

Sardinien - Traumstrände und schroffe Berge

Landschaftsbild

Ob Wanderwege entlang felsiger Klippen, historische Orte oder azurblaues Meer - Sardinien hat seinen Besuchern viel zu bieten. Nicht zuletzt die sardische Kultur mit ihren uralten Traditionen. Je nach Region und Ort variieren in Sardinien die religiösen Bräuche, Musik, kulinarischen Spezialitäten und sogar die Sprache der Menschen stark - bis heute geprägt von einer meist einfachen und typisch mediterranen Lebensweise zwischen Meer und Bergen. Nahe der Ostküste Sardiniens liegt eine der "blauen Zonen" der Erde: Dort werden ungewöhnlich viele Menschen sehr alt, nicht selten über hundert Jahre. Das Geheimnis der alten Sarden liegt in einer Kombination aus einfacher Lebensweise mit viel Bewegung an der frischen Luft und der mediterranen Ernährung mit Hülsenfrüchten, Gemüse, Kräutern, Fisch und dem typisch sardischen Pecorino, also Hartkäse aus Schafsmilch.

Traumorte 13:50

Traumorte: Cinque Terre

Tourismus

Ligurien liegt zwischen Gebirge und Küste. Die Region begeistert mit ihrer rauen Schönheit, in der Natur und Mensch in einzigartiger Harmonie zusammenleben. Willkommen in den Cinque Terre - fünf bunte Dörfer, die sich zwischen Himmel und Meer an die Felsen schmiegen. Jedes besitzt eigenen Charme, Geschichte und lebendige Traditionen. La Spezia, mit seinem Golf und den grünen Bergen, bildet das pulsierende Herz der Region und das Tor zu dieser faszinierenden Landschaft. Pastellfarbene Häuser, alte Kirchen und Palazzi erzählen von einer jahrhundertealten Kultur. Die Küstenorte und das bergige Hinterland spiegeln die tiefe Verbindung der Menschen zur Natur wider. Der Nationalpark Cinque Terre erstreckt sich über 15 Kilometer und umfasst die Dörfer Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Einst nur über Fußwege verbunden, ziehen sie heute Besucher aus aller Welt an - auf der Suche nach einem Ort, an dem Mensch und Natur im Einklang leben. Grüne Hügel und das blaue Meer verschmelzen dort zu einer Landschaft, die Künstler, Dichter und Träumer seit jeher inspiriert. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über beeindruckende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.

Traumorte 14:35

Traumorte: Malta

Tourismus

Im Herzen des Mittelmeers entfaltet der maltesische Archipel sein einzigartiges Erbe: spektakuläre Natur, beeindruckende Geschichte und uralte Traditionen, die bis heute gepflegt werden. Zwischen eindrucksvollen Festungen, beschaulichen Gassen und filigranem Handwerk zeigen die maltesischen Inseln ihr mannigfaltiges Gesicht - genau wie die Einwohner, die ihre Traditionen mit Hingabe und Leidenschaft lebendig halten. An kaum einem anderen Ort treffen Einflüsse verschiedener Kulturen und Sprachen so deutlich aufeinander wie auf den maltesischen Inseln. Sie wurden geprägt von den Arabern, den Phöniziern, den Spaniern, den Römern, den Briten und den Ordensrittern der Johanniter. So extrem dieser Kontrast auch erscheinen mag: Auf dem maltesischen Archipel scheinen all diese Einflüsse miteinander zu harmonieren. Die Reihe "Traumorte" präsentiert die schönsten Reiseziele der Erde. Die Palette reicht vom Traumstrand über beeindruckende Naturlandschaften bis hin zu architektonischen Sehenswürdigkeiten.

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit 15:20

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit: Lanzarote - Wie aus einer anderen Welt

Natur und Umwelt

Lanzarote ist aus den Tiefen des Atlantiks vor Millionen Jahren aus mehreren Vulkaneruptionsphasen entstanden - die letzte erst vor rund 200 Jahren. Die Ausbrüche hinterlassen eine karge Mondlandschaft aus schroffen Vulkanbergen und schwarzen Lavafeldern. Dem Menschen begegnet die Natur der Insel wie ein kohärentes Kunstwerk. Es ist ein Ort, der wie aus einer anderen Welt zu sein scheint. Mit Beständigkeit haben die Bewohner über viele Generationen hinweg die Landschaft der Insel geprägt. Salzbauer Jose Medina Caraballo ist einer der letzten Salineros auf den Kanaren. Die Salzgärten, in denen er Tag für Tag seine Arbeit verrichtet, geben der Küste im Süden von Lanzarote ein fremdes, bizarres Aussehen. Salzaffine Algen färben die rechteckigen Flächen gleich einem riesigen Puderkasten. In der flachen Ebene des benachbarten Weinanbaugebiets La Geria bestellt die Familie von Ascensión Robayna ihre Felder. Es ist geprägt von trichterförmigen Gruben. Darin wachsen die Reben auf fruchtbaren Aschebrocken, den sogenannten Lapilli. Sie stammen vom letzten großen Ausbruch im Jahr 1730. In jedem Trichter wächst nur eine einzelne Weinrebe. Alle Arbeiten müssen mit der Hand gemacht werden. Es ist die perfekte Symbiose von Mensch und Natur. Wissenschaftler erforschen die Energie der Hitze der Vulkane inmitten des Timanfaya-Nationalparks. Es ist eine Suche nach dem größeren Nutzen einer riesigen Magmablase nur wenige Hundert Meter direkt unter der Erdoberfläche. Sie alle haben es verstanden, dieses harte Land zu kultivieren, seine Schönheit zu zeigen und die Natur zu bewahren.

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit 16:05

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit: Gran Canaria und Fuerteventura - Von Wäldern, Wasser und Wüste

Natur und Umwelt

Trockene Wüsten, satte, grüne Landschaften und eine außergewöhnliche Artenvielfalt sind auf den beiden Kanareninseln Gran Canaria und Fuerteventura beheimatet. Die Inseln liegen in direkter Nachbarschaft, und doch können sie kaum unterschiedlicher sein. Gran Canaria beherbergt 14 Klimazonen auf engstem Raum und ist geprägt durch das Vulkangebirge, das sich von der Inselmitte bis zur Küste auftürmt. Dort verfangen sich die Passatwinde und bringen Regen in den grünen Nordwesten, in dem sich der Tamadaba-Wald erstreckt. Der Wald ist Teil des UNSECO-Biosphärenreservats, das mehr als die Hälfte von Gran Canaria unter Naturschutz stellt. Die Landschaft ist von der endemischen Kanarischen Kiefer geprägt. Der Nadelbaum hat sich der Vulkanlandschaft angepasst und ist widerstandsfähiger und hitzebeständiger als neuere, eingeschleppte Baumarten. Wissenschaftler, Biologen und private Organisationen haben sich die Erhaltung des Ökosystems zur Lebensaufgabe gemacht, um die grüne Lunge der Insel am Leben zu erhalten. Fuerteventura hingegen ist eins der trockensten Gebiete Europas. Die Wolken ziehen über das flache Relief der Insel hinweg und hinterlassen eine scheinbar unwirtliche Wüste. Oft treibt der Wind die sandige, heiße Luft der Sahara bis zu dem Archipel. Der "Calima" bringt den weißen Sand mit sich, der große Teile der Insel bedeckt und in dem sich nur Spezialisten wie die kanarischen Kamele oder Schmutzgeier zu Hause fühlen. Die Bewohner beider Inseln versuchen, die Natur ihrer Heimat zu schützen und zu bewahren.

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit 16:45

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit: Teneriffa - Im Reich des Feuers

Natur und Umwelt

In den Tiefen des Atlantiks türmten vor Millionen von Jahren Unterwasservulkane eine Insel auf: Teneriffa. Der Vulkankegel des Teide mit seinen 3715 Metern ist heute Teneriffas Wahrzeichen. Zudem ist er der höchste Berg Spaniens. Der letzte gewaltige Ausbruch auf der Insel ist 185.000 Jahre her. Doch noch heute erzählen auf der ganzen Insel vulkanische Relikte von erdgeschichtlichen Dramen. Das Feuer prägte die Insel. Und aus dem Feuer wuchs das Leben. Teneriffa ist die artenreichste Insel des gesamten Atlantiks. Viele Pflanzen wachsen nur dort. Noch heute bebt auf Teneriffa regelmäßig die Erde. Denn der Inselvulkan lebt. Jeden Monat kommen Mitarbeiter des "Instituto Volcanológico de Canarias" (INVOLCAN) in den Krater des Teide, um die vulkanische Aktivität zu überwachen. Sie sind für die Gefahrenabwehr auf dem Inselarchipel zuständig. Die Kegelform der Vulkaninsel ist verantwortlich für ein besonderes Mikroklima. 300 wolkenfreie Tage im Jahr machen den Teide zu einem idealen Ort für Sonnenbeobachtung. In der Caldera del Teide stehen wissenschaftliche Einrichtungen von Weltrang, darunter auch das größte Sonnenteleskop Europas: "GREGOR". Auf den Kanarischen Inseln ist eins der weltweit letzten Refugien für einen seltenen Unterwasserbewohner: den Engelhai. Ausgerechnet vor den Toren der Hauptstadt Teneriffas an einem künstlich angelegten Badestrand liegt seine Kinderstube. Meeresbiologen vom "Angel Shark Project" erforschen dort Jungtiere und beraten die Regierung. Mit großem Erfolg: Heute steht der Engelhai unter maximalem Schutz.

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit 17:30

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit: La Gomera und El Hierro - Ein Land vor unserer Zeit

Natur und Umwelt

Tiefseevulkane ließen vor Millionen von Jahren die beiden kleinsten Inseln der Kanaren, El Hierro und La Gomera, über die Meeresoberfläche wachsen. Damals waren sie leer und ohne Leben. Sie wurden von Tieren und Pflanzen besiedelt, die zufällig über das Meer gelangten. Auf den Inseln leben Arten wie vor Millionen von Jahren, die dem Aussterben wie durch Wunder entgangen sind. Die El-Hierro-Rieseneidechse ist eine naturgeschichtliche Sensation. Sie galt bereits als ausgestorben und wurde vor fast 50 Jahren von Hirten wiederentdeckt. Noch heute ist sie das am stärksten bedrohte Reptil Europas. Im Herzen La Gomeras liegt der Garajonay-Nationalpark, ein urzeitliches Relikt. Ein ähnlicher Wald bedeckte vor Millionen von Jahren die gesamte Mittelmeerregion. Doch während in Mitteleuropa die Eiszeit wütete und viele Arten auslöschte, blieb dieser Klimaumbruch auf den Kanaren aus. Isolation und Anpassung an neue Gegebenheiten waren Motoren der Evolution und schufen Arten, die weltweit einzigartig sind. Fast die Hälfte der Pflanzen auf La Gomera wachsen nur dort. Steil sich auftürmende Lavamassen schufen zwischen den Vulkaninseln Meerestiefen von 2000 bis 3000 Metern. Viele Tiefseetiere sind dort zu Hause. Zwischen La Gomera und der Nachbarinsel Teneriffa liegt das erste Walschutzgebiet Europas: Teno-Rasca. Weltweit ist es das dritte. Dort leben 22 Walarten, und die mehr als 350 Grindwale bilden eine der weltweit größten Kolonien der seltenen Spezies.

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit 18:15

Aus dem Feuer geboren: Die Kanaren Inseln der Glückseligkeit: La Palma - Europas Galapagos

Natur und Umwelt

Mit gewaltiger zerstörerischer Kraft brach im Herbst 2021 auf La Palma ein neuer Vulkan aus. Tausende Häuser und Flächen wurden zerstört. Doch der Vulkan erschafft zugleich neues Leben. Vor zwei Millionen Jahren türmten Unterwasservulkane gewaltige Mengen Magma auf, bis mitten im Atlantik eine Insel aus leblosem Lavagestein entstand. La Palma war geboren. Ein isoliertes neues Stück Erde, das erst vom Leben erobert werden musste. Heute beheimatet die grünste der Kanarischen Inseln ein überwältigendes und nur dort vorkommendes Artenspektrum. Und noch immer kann man dort der Evolution bei der Arbeit zuschauen. Biologe Severin Irl erforscht auf La Palma, wie Artenvielfalt entsteht. Alle Arten, die dort vorkommen, müssen über das Meer einwandern und treffen auf voneinander isolierte Lebensräume. Es beginnt ein Prozess der Anpassung und Veränderung. In jeweils neuen Nischen entwickelt sich das Leben isoliert von der Ursprungsart weiter. Die Meeresbiologin Sara Gonzalez untersucht, wie die Vulkane der Insel Lebensräume verändern. Sie findet Bedingungen im Meer, wie sie der Klimawandel in einigen Jahrzehnten erwarten lässt. Wie werden die Arten der Weltmeere darauf reagieren? Fünf Prozent der Inseloberfläche sind jünger als 500 Jahre. Auf diesen jüngsten Flächen unseres Planeten wird sich das Leben seine Räume erobern. La Palma ist ein beeindruckendes Labor der Evolution. Auf "Europas Galapagos" ist die Entstehungsgeschichte der Erde hautnah zu erleben.

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Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.

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The True Story of Johnny Depp 19:20

The True Story of Johnny Depp

Künstlerporträt

Bearbeitete Fassung Johnny Depp ist einer der facettenreichsten Charakterdarsteller aller Zeiten. Doch 2016 kommt eine neue Seite des Schauspielers ans Licht, die kostet Hollywoods Bad Guy fast die Karriere. "The True Story of Johnny Depp" analysiert die Biografie eines gefeierten Hollywoods Stars, der als verrückter Pirat in die Filmgeschichte eingeht. Doch Johnny Depp verliert die Kontrolle. Über sich selbst und über sein Leben. Als Captain Jack Sparrow schreibt er Filmgeschichte. Doch Johnny Depp ist mehr als nur der schräge Pirat. Mit Exzentrik und Genialität verleiht er unzähligen Film- und Seriencharakteren eine einzigartige Strahlkraft und erkämpft sich so seinen Weg in den Olymp Hollywoods. Doch eigentlich träumt der Junge aus Kentucky nicht von dem großen Auftritt auf der Kinoleinwand. Schon in der Kindheit hat Johnny Depp mit den Auswirkungen eines gewaltgeprägten Elternhauses zu kämpfen, flüchtet sich in Drogen und Alkohol. Der einzige Lichtblick: die Musik. Mit gerade einmal 16 Jahren bricht Johnny Depp die Schule ab, zieht mit seiner Band nach Los Angeles und hofft auf den großen Durchbruch. Musikalisch lässt der aber bis heute auf sich warten. Finanziell versucht sich Johnny Depp mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten, bis er Mitte der 80er dank Vitamin B auf die Castinglisten Hollywoods gelangt. Dank der Rolle des verdeckten Ermittlers Tom Hanson bei "21 Jump Street" wird Johnny Depp über Nacht zum absoluten Teenieschwarm. Doch erst als "Edward mit den Scherenhänden" ist Johnny Depp das goldene Ticket nach Hollywood sicher und als Captain Jack Sparrow schreibt er 2002 endgültig Filmgeschichte. Doch fernab der Leinwand befindet sich der Schauspieler in einer Abwärtsspirale aus Drogen, Alkohol und Schulden. Zum Verhängnis wird ihm schlussendlich die Beziehung und spätere Ehe mit der Schauspielerin Amber Heard. Die Ehe endet 2022 in einer medialen Schlammschlacht vor Gericht und kostet den Schauspieler fast seine Karriere.

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Wasserwunderwelt Schweiz 20:15

Wasserwunderwelt Schweiz: Liebeserklärung ans Wildbaden

Dokumentation

Baden in unberührter Natur ist in der Schweiz keine Seltenheit. Ob türkisfarbene Bergseen, tiefe Felsschluchten oder wilde Flüsse: Die Schweiz bietet eine Fülle an wilden Bademöglichkeiten. Wo einst Gletscher gewaltige Wasserlandschaften formten, erfrischen sich heute die ganz Mutigen in eisigen Naturpools, die über Jahrtausende in den Fels geschwemmt wurden. Am Caumasee in Graubünden schimmert das Wasser in surrealem Türkis. Diese Lagune ist längst eine Internet-Berühmtheit und zieht Touristinnen und Touristen aus aller Welt an. In den Flimserbergen auf der Alp Mora reihen sich Strudeltöpfe aneinander wie eine Perlenkette. Bei gerade mal sieben Grad Wassertemperatur kostet das Bad in den glasklaren Natur-Whirlpools ein wenig Überwindung. Die steinernen Klippen an der Maggia im Tessin ziehen die wagemutigsten Highdiver der Welt an. Aus 18 Metern springen sie in die glasklaren Wasserbecken der Maggia, des einzigen Flusses, dessen hohe Klippen und tiefe Wasserbecken perfekte natürliche Bedingungen für diese Sportart bietet. Das Reuss-Delta ist ein gelungenes Beispiel für das Miteinander von Mensch und Natur: Künstlich geschaffene Badeinseln laden zum Verweilen ein, während sich die Natur ungestört entfalten kann. Und im Tessiner Onsernone-Tal versteckt sich ein frei zugängliches Thermalbad mitten im Kastanienwald, gespeist von warmen Quellen. Wildbaden lädt ein, die sinnlich-ursprüngliche Seite der Schweiz zu erkunden.

Wasserwunderwelt Schweiz 21:05

Wasserwunderwelt Schweiz: Liebeserklärung ans Stadtbaden

Dokumentation

Die Schweiz hat nah am Wasser gebaut. Viele der Schweizer Städte laden mit tiefblauen Seen, glasklaren Brunnen und froschgrünen Weihern inmitten der urbanen Landschaft zum Baden ein. Diese Oasen sind weit mehr als Rückzugsorte - sie sind lebendige Treffpunkte gesellschaftlichen Miteinanders, Teil einer gelebten und innig geliebten Alltagskultur. Im Wasser ist die Schweiz in ihrem Element. An der legendären Riviera von Montreux pulsiert das Leben vor allem entlang der Stadtstrände am Genfersee. Seit Jahrzehnten Sehnsuchtsort für Reisende wie Einheimische, weiß die Stadt mit ihrer französisch-inspirierten Lebensart zu punkten. Seine Bahnen ziehen kann man in Schweizer Städten aber längst nicht nur in Seen: So etwa erfreut sich in Basel das Brunnenbaden größter Beliebtheit. Die großzügigen Trinkbrunnen der Stadt werden im Sommer zu Pools umfunktioniert, in denen Hitzegeplagte Abkühlung finden. Die künstlich angelegten "Drei Weiher" in St. Gallen wiederum sind nicht nur ein beliebter Erholungsort, sondern auch wertvolles Biotop und damit ein wahres Juwel der Biodiversität. In die morgendliche Stille des Genfersees klingen barocke Harmonien: Man begrüßt die aufgehende Sonne im Sommer mit Konzertreihen direkt am Wasser, bevor halb Genf sich in die Fluten bei den legendären "Bains de Paquis" stürzt - stets begleitet von einem spektakulären Blick auf den Jet d'Eau. In Zürich ist man besonders stolz auf seine historischen Badeanstalten aus Holz. Seit über 100 Jahren schaukeln sie auf dem Wasser, einst als Orte der Reinlichkeit genutzt, sind sie längst zu Orten der Erholung geworden, die den Sommer über kleine Fluchten aus dem Alltag ermöglichen. Das Stadtbaden ist Teil eines Lebensgefühls.

ZIB 2 22:00

ZIB 2

Nachrichten

Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen.

Die wundersame Verwandlung der Arbeiterklasse in Ausländer 22:25

Die wundersame Verwandlung der Arbeiterklasse in Ausländer

Dokumentarfilm

Persönlich und politisch erzählt Regisseur Samir von der Transformation, die aus Arbeitenden Ausländerinnen und Ausländer machte - ein vielschichtiger Blick auf Migration und Identität. SP und Gewerkschaften prägten über hundert Jahre eine solidarische Schweizer Arbeiterkultur. Was einst als gemeinsame Klassenidentität galt, wurde in den 70er-Jahren zunehmend durch eine nationalistisch geprägte Integrationsdebatte ersetzt. Der Dokumentarfilm von Samir beleuchtet diese tiefgreifende gesellschaftliche Veränderung in der Schweiz. Samir, selbst als Migrantenkind in Dübendorf im Kanton Zürich aufgewachsen, verwebt persönliche Erinnerungen mit historischen Analysen und innovativer Bildsprache. Er erzählt eindrücklich, dass der Aufschwung der Schweizer Wirtschaft in der Nachkriegszeit auch auf dem Rücken von ausländischen Gastarbeitern erreicht wurde. Diese arbeiteten oft im Bau- und Gastgewerbe und verrichteten Arbeiten, die die Schweizer Bevölkerung nicht mehr machen wollte. Meist durften die Betroffenen ihre Familien nicht mitbringen und mussten unter miserablen Bedingungen arbeiten. Der Film verknüpft Archivmaterial, Interviews und Animationen zu einem Kompendium über die politische Instrumentalisierung von Migration. Mit dokumentarischer Akribie und aus persönlicher Perspektive, erzählt der Filmemacher wie die Schweizer Gesellschaft jene Menschen ausgrenzte, die sie wirtschaftlich dringend brauchte - damals wie heute.