04:25
Die kuriosesten Fragen, die witzigsten Antworten, die verrücktesten "Dinge der Woche" und viel Spaß mit Oliver Baier und seinen Gästen.
05:05
Die kuriosesten Fragen, die witzigsten Antworten, die verrücktesten "Dinge der Woche" und viel Spaß mit Oliver Baier und seinen Gästen. Für das Rateteam Herbert Steinböck, Lydia Prenner-Kasper, Benedikt Mitmannsgruber, Sonja Pikart und Viktor Gernot geht es heute ins Museum, und zwar ins MuseumsQuartier Wien, das sein 25-Jahr-Jubiläum feiert. Sie rätseln darüber, was ein "Reuestrich" ist. Durchaus bereut hat ein britischer Lord seine finanzielle Unterstützung beim Zubau eines Museums und er konnte nicht anders, als das seiner Nachwelt mitzuteilen. Nur wie bloß? Kreativ beim Lösen der kniffligsten Kriminalfälle ist der Kommissar auf vier Pfoten: Kommissar Rex feiert sein Comeback und Majorin Doris Golpashin will dazu passend vom Rateteam wissen, worum es sich bei einem "Wurstsemmelparagraphen" handelt.
05:55
Vielfalt gilt auf den Seychellen als größter Wert - nicht nur bei der vielfältigen Tierwelt. Auf der Inselgruppe im Indischen Ozean ist kulturelle Diversität das zentrale Motto. Der überaus vitale Inselstaat bietet ein wahres "Mosaik der Weltbevölkerung". In diesem doppelten Sinn spiegelt auch die Gesellschaft der "Seychellois" ein Meer von Farben. Unbeirrt von der Hitze des Feuers hält Ilris Marie seine "Tambour Moutya" über die Flammen. Damit wird die Bespannung aus Ziegenhaut gestimmt. Die Trommel soll stakkatoartige Klänge hervorbringen. Ihr schweißtreibender Rhythmus symbolisiert den afrikanischen Herzschlag des Archipels. Der zahnlose Altmeister genießt sichtlich den Moment der Aufmerksamkeit. Jetzt ist er wieder der Star seiner Jugendtage: "Die Moutya-Trommel hat mir viel Verehrung eingebracht", sagt er am nächsten Tag am türkisblauen Strand - und lächelt verschmitzt. Wer die Tänze am Vorabend verfolgt hat, kann sich vorstellen, worauf Ilris anspielt. Beim Musikfestival auf Praslin, der zweitgrößten Seychellen-Insel, dominieren zwar die neuen Musikstile wie der allgegenwärtige Reggae und Sega, die karibische und europäische Elemente in sich aufnehmen, aber die alten Traditionen aus der Sklaverei heizen die Stimmung immens auf. Hier wird deutlich, dass die Seychellen weit mehr sind als ein bloßer Urlaubstraum im Indischen Ozean. Vielfalt gilt auf den Seychellen als eigentliche Existenzgrundlage. Staat und Gesellschaft sind auf diesem Fundament aufgebaut. Das symbolisiert schon die mehrfarbige Nationalflagge. Der Stolz auf ein friedliches und glückliches Zusammenleben wird in vielen Gesprächen deutlich. Er eint die Angehörigen der alten Elite, wie den Minister für Tourismus mit den Rastas vom kleinen Ort La Misère, zu denen auch der Reggae-Star Jahrimba zählt. Seine Vorfahren stammen zum Teil von der ehemals versklavten afrikanischen Bevölkerung ab. Selbst während der fast vier Jahrzehnte andauernden autokratischen Herrschaft der "Seychelles Peoples United Party" blieb das Prinzip der kulturellen Einheit unangetastet. Seit den ersten freien Wahlen im Jahr 2016 besteht aber auch Hoffnung auf eine politische Vielfalt und eine echte Mehrparteiendemokratie. Den kritischen Stimmen der Künstler verdankt sich dieser neu gewonnene Mut der Zivilgesellschaft zu einem guten Teil. Vor allem die lokale Spielweise des karibischen Reggaes hat zu einer kreolischen Aufbruchsstimmung beigetragen. Viele sehen darin eine Rückbesinnung auf das einende Element einer spezifischen Identität als Seychellois. "Einheit in Vielfalt" gilt auf den Seychellen nicht bloß als offizielles Staatsmotto: Sie wird von der Gesamtbevölkerung als Grundlage der friedlichen Koexistenz und wirtschaftlichen Entwicklung verstanden. Damit kann der Archipel als Beispiel dafür dienen, dass ein fruchtbarer Umgang mit Vielfalt nicht bloß als Last oder Problem verstanden werden kann, sondern als wahrer Aktivposten. Der Fokus liegt auf dem Gemeinsamen, nicht auf dem Trennenden. Das zeigt sich besonders beim wichtigsten und größten Kulturfest des Landes - dem jährlichen Festival Kreol in Mahé. Eine Woche lang beherrschen die unterschiedlichen Musikstile, Tanzformen und kulinarischen Köstlichkeiten das Leben auf den Inseln. Solche Feste bieten dementsprechend Plattformen für soziale Integration. Sie betonen das Verbindende zwischen allen ethnischen Gruppen, ohne die unterschiedlichen Erfahrungen zu leugnen. Im Gegenteil, diese Unterschiede werden im Rahmen des Gemeinsamen zusammen gefeiert. Damit liefern die Seychellen ein Beispiel dafür, dass Diversität ein wertvolles Gut ist.
06:45
Die Insel Tasmanien, südlich von Australien gelegen, bietet eine Vielzahl von Landschaftsformen, in denen sich die ungewöhnlichsten Tier- und Pflanzenarten wohlfühlen. Der Kärntner Gustav Weindorfer schuf zu Beginn des 20. Jahrhunderts den ersten Naturpark Tasmaniens. Dafür wird er noch immer als Held verehrt. Aber auch heute gibt es viele Menschen, die ihr Leben der Erhaltung der einmaligen Natur Tasmaniens gewidmet haben. An der Nordwestküste etwa lebt Geoff King, ein Tasmanier der fünften Generation. Er hat die Schafzucht aufgegeben, um sich einer faszinierenden Kreatur widmen zu können: dem Tasmanischen Teufel. Auf seiner Farm stehen die Tiere unter absolutem Schutz. Auf dem benachbarten australischen Festland sind die Tasmanischen Teufel schon lange verschwunden, doch auf Geoff Kings Familienfarm haben sie eine neue Heimat gefunden. Am Rand der großen Wildnis im Südwesten hat Ray Green ein Schutzgebiet für Tasmaniens bedrohte Wildtiere eingerichtet. Dort kümmert er sich vorwiegend um kranke und verletzte Tiere wie Wombats oder Tüpfelbeutelmarder. Seiner Station mitten in der Wildnis gab Ray Green den Namen "Something Wild". Sie ist nicht nur eine Auffangstation für kranke und verletzte Tiere: Mitten im Schutzgebiet, im Fluss Tyenna, lebt eine Familie wilder Schnabeltiere, die Ray Greens ganzer Stolz sind. In den mächtigen Eukalyptuswäldern im Nordosten ist der Buschmann Craig Willis zu Hause. Ob Weißer Eukalyptus, Riesen- oder Königseukalyptus, der Wildhüter weiß genau, wo die mächtigsten Exemplare dieser Baumarten stehen. An der Südostküste leitet die Biologin Tonia Cochran ein Unternehmen, das sich auf sanften Tourismus spezialisiert hat. Die Biologin führt Naturliebhaber zu den seltensten Tieren Tasmaniens und an Plätze, die einiges über die erdgeschichtliche Entwicklung des Landes erzählen: Touren, die in die Vergangenheit des Kontinents führen - bis hin zu den seltenen Überresten des Urkontinents Gondwana.
07:30
"Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.
09:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
09:05
Wie benimmt man sich auf dem roten Teppich? Der "Kulturplatz" sucht beim 79. Filmfestival in Locarno nach den richtigen Umgangsformen. Zwischen Small Talk und großer Filmkunst zeigt die Sendung, was sich gehört - und wer die Regeln bricht. Darf man bei einem Festival über die Stränge schlagen oder ist Disziplin gefragt? Host Nina Mavis Brunner macht den Benimmtest mit den Stars. Sie befragt Lucius Barre, den Zeremonienmeister des roten Teppichs. Im Fokus steht die Schweizer Regisseurin Petra Volpe, die in Locarno ihr neues Drama "Frank & Louis" vorstellt. Nach einer Lektion in Small Talk wartet ein echtes Highlight: Der siebenfache Oscar-Gewinner und Maskenbildner Rick Baker wird in Locarno für sein Lebenswerk geehrt. Ein Abend voller Manieren und großer Kinomomente.
09:30
"Bilder aus Südtirol" ist das Bundesländermagazin des ORF-Landesstudios Tirol. Die Dokumentationen stellen die Kultur und das gesellschaftspolitische Geschehen in Südtirol vor.
09:55
Habsburgs Wirken hat nicht nur rühmliche Seiten: Oft galt es, für Mitglieder der Familie zu intervenieren oder Berichte zu unterdrücken, damit manches nicht an die Öffentlichkeit gelangte. Immer wieder erlagen Angehörige der Herrscherfamilie den Verlockungen des Reichtums und der Privilegien, die sie genossen. Der Film zeigt, was sich das Kaiserhaus alles einfallen ließ, um Skandale zu vertuschen. Mit einer kritischeren Presse und einer zusehends demokratischer tickenden Bevölkerung wurde es für das Kaiserhaus immer schwerer, den Anschein der makellosen, von Gott erwählten Familie aufrecht zu erhalten. Freizügige Sexualität samt Geschlechtskrankheiten, Trunksucht, Unbeherrschtheit und Prasserei schlichen sich ein und schadeten dem Ansehen der Monarchie. Kaiser Franz Joseph selbst, ein geborener Asket, hatte nie Verständnis für derartige Ausschweifungen und griff immer wieder mit harter Hand durch. Doch an der schwindenden Moral seiner eigenen Familie und so manch anderen hochadeligen Hauses konnte auch er in der Dämmerung der Monarchie nichts mehr nachhaltig ändern.
10:40
Es sollte alle bisherigen Weltausstellungen an Pracht und Größe überbieten - mit diesem Ziel rüstete sich Wien für das Großereignis im Jahr 1873. Der Film erzählt von den politischen, gesellschaftlichen und tagesaktuellen Ereignissen vor, während und nach der Weltausstellung Wien 1873. Es zeigt sich, dass die bestimmenden Themen heute noch oder schon wieder eine erstaunliche Brisanz und Aktualität haben. Nach London und Paris war die Wiener Weltausstellung die erste, die im deutschen Sprachraum stattfand. Sechs Monate lang war die Stadt Schauplatz einer gigantischen internationalen Leistungsschau, die maßgeblich zum Aufstieg Wiens zur Weltstadt beitrug.
11:30
Es gibt kaum ein glanzvolleres Kapitel in der Wiener Geschichte als jenes der Ringstraßenbarone: Familien mit unermesslichen Reichtümern kauften sich nahe der Krone ihren Platz an der Sonne. Ihre Palais zeugen von selbstbewusster Noblesse. Ein Teil von ihnen kam von der Levante-Küste: Ephrussi, Dumba und Baltazzi hatten dort, zum Beispiel als Getreide-Exporteure, große Vermögen angehäuft. In Wien wollten sie ihr Geld in Einfluss und Macht ummünzen. Wo kamen sie her? Wie hatten sie ihren Reichtum erwirtschaftet? Und was machte sie für die Habsburger so attraktiv?
12:15
Sie suchen die Liebe, die große G'schicht, das letzte Puzzleteil fürs Glück: Nina Horowitz bringt wieder die charmantesten und authentischsten Singles des Landes vor die Kamera.
13:00
Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.
13:10
"Notizen aus dem Ausland" ist das Auslandsmagazin von 3sat. Monothematische, kurze Beiträge geben Einblicke in die gesellschaftliche oder politische Situation in einem Land der Welt.
13:15
In dieser Folge schauen die Grenzgänger Simon Schwarz und Sebastian Bezzel hinter die Kulissen der Bayerischen Staatsoper. Die Sopranistin Seonwoo Lee und der Bariton Konstantin Krimmel nehmen die beiden mit in die Proben und die Aufführung von Mozarts "Zauberflöte" und zeigen, dass es für einen Gesangsprofi nicht nur auf eine gute Stimme, sondern auch auf Bühnenpräsenz ankommt. Die Bassklarinettistin Martina Beck-Stegemann zeigt Simon Schwarz und Sebastian Bezzel den Orchestergraben und lässt sie staunen, wie schön ihr Instrument klingen kann. Zudem lernen die Grenzgänger die Inspizientin Niki Rath und ihren abwechslungsreichen und herausfordernden Beruf am Bühnenrand kennen. Außerdem treffen sie auf Claudia Küster, die für die mehr als 1000 Angestellten des Hauses zuständig ist, auf den technischen Leiter des Balletts Tim Jablonski-Böhm, den Bühnenmeister Wolfgang Bachhuber, Ballettdirektor Laurent Hilaire und andere Mitwirkende hinter den Kulissen. Jakob Feyferlik, Erster Solist des Ballettensembles, zeigt Simon Schwarz und Sebastian Bezzel, dass von allen Ensemblemitgliedern nicht nur künstlerische, sondern auch sportliche Höchstleistungen erwartet werden. Zudem treffen die beiden Grenzgänger die Ballettmeisterin Séverine Ferrolier, die ihnen eindrucksvoll zeigt, wie anstrengend und manchmal auch schmerzhaft das Tanzen in Spitzenschuhen sein kann.
14:00
Das "Ländermagazin" berichtet aktuell aus den 16 deutschen Bundesländern. Jede Woche steht ein anderes Bundesland im Fokus. Die Themen reichen von politischen über kulturelle bis hin zu kuriosen Ereignissen.
14:30
Eine Kultsendung des Bayerischen Fernsehens, seit mehr als 30 Jahren: Bei "Kunst + Krempel" bewerten renommierte Experten aus Museum und Kunsthandel die mitgebrachten Antiquitäten der Gäste. Gefunden auf dem Flohmarkt - ein aufklappbares Rotkäppchen-Spielbuch. Das Expertenteam in der Musikhalle Ludwigsburg ist begeistert - es gab bisher nur ein bekanntes Exemplar. Dazu eine springreitende Amazone und ein Designerstuhl aus dem Space Age.
15:05
"Reisezeit - Traumhafte Ziele" führt zu den schönsten Plätzen im südlichen Tessin: zum Lago Maggiore mit seinen blühenden Gärten und zu den italienisch anmutenden Städten Locarno und Ascona. Das mondäne Lugano lockt mit den meisten Delikatessenläden der Region, und die wildromantischen Gebirgstäler begeistern durch ihre tiefen Schluchten und jahrhundertealten Häuser aus Stein.
15:30
"Eisenbahn-Romantik" ist dieses Mal mit Intercity, Regionalzug und Dampfeisenbahn in Irland unterwegs. Es geht von Dublin mit dem Intercity namens "Enterprise" nach Belfast. Unterwegs werden eindrucksvolle Viadukte und die Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland überquert. In Belfast geht es in den Regionalzug. Er fährt nach Whitehead, wo der Dampfzug mit Lok 131 der "Railway Preservation Society of Ireland" wartet. Auf der Reise trifft das Filmteam außerdem Menschen, die nachhaltig beeindrucken, wie den Chefingenieur von Irish Rail, der vom Brückenunglück in Malahide berichtet, den Juniorchef der letzten Leinenweberei in Nordirland, der über die Grenze zur Arbeit pendelt, und vor allem Noel Playfair, den Dampflokführer in Whitehead, für den der Job Berufung ist.
16:00
Um wieder als Krankenschwester zu arbeiten, wagt Vera den Neuanfang: Mit ihrer Familie zieht sie von Berlin in die Eifel - und erlebt schon am ersten Tag, wie fordernd das Landleben ist. In der Praxis von Dr. Chris Wegner will eine lange Liste von Hausbesuchen abgearbeitet werden. Vera nimmt sich Zeit für ihre Patienten und zweifelt an der Unfallgeschichte von Hannes Limburg, während ihr Chef auf das volle Wartezimmer verweist. Dicke Luft gibt es auch zu Hause, weil Sohn Paul null Bock auf Provinz hat und dem hippen Kreuzberg hinterhertrauert. Um seine Mutter zu treffen, ist der zornige Teenager sogar fies zu Nesthäkchen Mia. Für Vera wird der Neustart zur doppelten Herausforderung zwischen Beruf und Familienleben - von wegen ruhige Provinz.
17:30
Vera hat sich als Versorgungsassistentin in der Eifel gut eingelebt - doch ein neuer Patient stellt sie vor eine besondere Herausforderung. Der 20-jährige Max sitzt nach einem Autounfall im Rollstuhl und hat jeden Lebensmut verloren. Während Dr. Wegner auf Konfrontation setzt, versucht Vera, ihm mit Verständnis zu helfen - und gerät darüber in Konflikt mit ihrem Chef. Max ringt seit dem Unfall, bei dem er seine Eltern verlor, mit Schuld und Selbsthass - ein Grund, den Vera behutsam aufzudecken versucht. Gleichzeitig kümmern sie Sorgen im Umfeld: Freundin Danuta verliert ihren Job, und bei Beatrice Ortmann kriselt die Ehe. Deren Mann Leon zeigt zudem Interesse an Vera, das sie entschieden zurückweist - ebenso wie weitere überraschende Annäherungen. Dabei ist Vera eigentlich in sommerlicher Stimmung.
19:00
Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt.
19:18
3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.
19:20
Krone, Punk und schwarzer Humor: "Metropolen des Pop: London" zeigt, wie zwischen Savile Row und Camden seit Jahrzehnten Musik- und Modetrends entstehen, die die Welt prägen. London gilt als Zentrum von Tradition und Etikette - und zugleich als Quelle einflussreicher Gegenkulturen. Durch soziale Spannungen, Klassenunterschiede und die Rebellion dagegen entstehen in London immer wieder neue Musik-, Mode- und Humorformen. London pflegt bis heute das Bild der eleganten Weltstadt mit Monarchie, Understatement und gesellschaftlichen Codes. Gleichzeitig bringt London seit Jahrzehnten immer wieder Sub- und Gegenkulturen hervor, die diese Ordnung infrage stellen und zu weltweiten Trends werden. Was in London getragen und gehört wird, wird globaler Mainstream. Wie entsteht die vielfältige Popkultur einer Stadt, die auf den ersten Blick höflich, ordentlich und ein bisschen steif wirkt? Die Dokumentation "Metropolen des Pop: London" folgt dieser Frage durch Camden, die Savile Row, Clubs und Comedy-Bühnen. Musikerinnen und Musiker wie Gina Birch, Billy Sullivan und die Nova Twins beschreiben eine Szene, in der Musik zum Ausdruck sozialer Realitäten wird - von Glam und Punk über Britpop bis Grime. Gina Birch erinnert an die Entstehung der Punkszene in einer Phase wirtschaftlicher Umbrüche. Die Nova Twins verorten Londons Sound in der kulturellen Vielfalt der Stadt. Die Dokumentation zeigt, wie gesellschaftliche Konflikte in London immer wieder neue Musikformen hervorbringen und Popkultur prägen. Auch in der Mode treffen Gegensätze aufeinander: Vivienne Westwood bricht mit allen Regeln des bis dahin Tragbaren, während die berühmte Maßschneider-Meile Savile Row für Tradition und Kontinuität steht. Besonders ist in London auch der Humor. Die Briten haben ihre sehr eigene Art, zu lachen - und die Welt lacht mit. Die Comedians Tiff Stevenson und Vidura Bandara Rajapaksa beschreiben eine Haltung, zwischen Chaos und Kontrolle. So entsteht das Bild einer Stadt, die unter permanenter Spannung steht und die ihre kulturellen Widersprüche nutzt, um immer wieder kreative Energie freizusetzen.
20:00
ARD-Nachrichten aus dem In- und Ausland auf den Punkt gebracht. Die "Tagesschau" bietet die wichtigsten Nachrichten des Tages und zusätzliche Informationen in Text, Bild, Audio und Video sowie umfassende Berichte und Hintergründe zu aktuellen Themen und Entwicklungen.
20:15
Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos" ist ein dramatisches Experiment über Kunst unter Zwang - und das Theater als Kampfplatz konkurrierender Wahrheiten. Aus der Laune eines Mächtigen heraus werden Tragödie und Komödie gemeinsam aufgeführt. Im Vorspiel kollidieren der Anspruch des Komponisten auf Erhabenheit und die Logik der Komödianten - Ausgangspunkt für die Frage, was Kunst sein darf und wem sie gehört. Mit Kate Lindsey als Komponist, Johannes Silberschneider als Haushofmeister, Christina Nilsson als Ariadne und Ziyi Dai als Zerbinetta trägt ein starkes Ensemble den Abend. Eric Cutler setzt als Bacchus den Höhepunkt. Am Pult formt Manfred Honeck mit den Wiener Philharmonikern Strauss' vielschichtige Klangwelt zwischen Transparenz und orchestraler Farbenpracht.
22:30
Mit Marina Viotti (Mezzosopran) und Jakub Józef Orlinski (Contertenor), Hayato Sumino (Klavier), Adélaïde Ferrière (Perkussion), Gautier Capuçon (Cello), Daniel Lozakovich (Geige), Farrah El Dibany (Mezzosopran) Ein spektakuläres Feuerwerk mit Drohnenballett um den Pariser Eiffelturm und unzählige Weltstars: Das "Concert de Paris", größtes Klassik-Event Europas, bietet alljährlich Superlative. Marina Viotti und Jakub Józef Orlinski singen die schönsten Opernarien - vor allem aus Frankreich und Italien. Pianostar Hayato Sumino improvisiert über ein altbekanntes Kinderlied, und Perkussionistin Adélaïde Ferrière sprüht vor Energie. Frankreich feiert sich am Vorabend des Nationalfeiertags selbst mit Evergreens aus dem europäischen Opernrepertoire - vom "Barbier von Sevilla" und "La Traviata" bis zu "Carmen" und "Hoffmanns Erzählungen". Echte Stammgäste beim "Concert de Paris", das wie immer vom Orchestre National de France und dem Chor von Radio France gestaltet wird, sind Cellist Gautier Capuçon und Geiger Daniel Lozakovich. Als Schwan aus dem "Karneval der Tiere" schwebt Cellist Gautier Capuçon übers Wasser, und Daniel Lozakovich verblüfft mit dem virtuosen Finale aus Tschaikowskys Violinkonzert. Aktuelle Musik präsentiert Adélaïde Ferrière, französischer Shooting-Star an der Percussion: Sie spielt einen Teil von Fazil Says Schlagzeugkonzert. Mezzosopranistin Farrah El-Dibany und weitere Solistinnen und Solisten interpretieren Musik von Purcell, Berlioz und Mascagni, bevor der Abend auf den absoluten Höhepunkt zusteuert: das grandiose Feuerwerk um den Eiffelturm. Der weltweit gefragte britische Dirigent - und Air-France-Pilot - Daniel Harding leitet das "Concert de Paris". Moderatorin Siham El-Maimouni führt durch den fulminanten Abend und trifft die Stars zum Backstage-Interview.