Münchner Runde: Pflegenotstand und kein Ende: Was bringt die geplante Reform?

Münchner Runde: Pflegenotstand und kein Ende: Was bringt die geplante Reform?

BR Süd Live-TV BR Süd Heute, 20:15 - 21:15 Uhr
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7,5 Milliarden Euro: So hoch ist das Defizit, das in der Pflegeversicherung im nächsten Jahr erwartet wird. 2028 könnten es laut Bundesgesundheitsministerium schon 15 Milliarden sein. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren stark ansteigen - auch wegen des demographischen Wandels. Dem stehen aktuell 115.000 unbesetzte Stellen in Kranken- und Altenpflege gegenüber.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) will nun mit einer Pflegereform gegensteuern. Die Hürden für die Neueinstufung in Pflegegrade sollen höher werden. Pflegebedürftige im Heim sollen finanziell noch stärker als ohnehin schon belastet werden. Staatliche Zuschüsse würden dann erst später greifen. Geplant waren auch geringere Rentenansprüche für pflegende Angehörige. Nach viel Kritik daran will Ministerin Warken das noch einmal prüfen.

Trotzdem bleibt die Verunsicherung groß: Wen treffen die geplanten Änderungen besonders? Hängt die Pflege künftig noch mehr als bisher vom Geldbeutel ab? Was ist uns die Pflege wert? Und wie ist ein Altern in Würde möglich?

Darüber diskutiert in der "Münchner Runde" Christian Nitsche mit folgenden Gästen:

Judith Gerlach, bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention (CSU)

Ates Gürpinar, gesundheitsökonomischer Sprecher der Linken im Bundestag

Prof. Veronika Grimm, Mitglied Sachverständigenrat Wirtschaft (zugeschaltet aus Berlin)

Andrea Würtz, ehemalige Pflegedienstleiterin, Fachbuchautorin und Dozentin

Kornelia Schmid, Vorsitzende "Pflegende Angehörige e.V."

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Mitwirkende

  • Moderation Christian Nitsche