04:00
Über 100 Kilometer Küste und ein 180 Hektar grosser Nationalpark im Landesinneren, das ist die Region Cilento. Sie ist bekannt für eine vielfältige Küche, in der Büffelmozzarella, weisse Feigen, Hülsenfrüchte und Fisch einen festen Platz einnehmen. Ansässige zeigen ihre traditionellen Rezepte.
04:25
Als Bub wollte Ralph Wicki Bundesrat werden, dann Boxer, später Pilot. Nach der Matura versuchte sich der Luzerner in verschiedenen Studienrichtungen, fand alles interessant und konnte sich doch für nichts richtig begeistern. So wechselte er von Medizin zu Medien, dann zu Politologie und Literatur. Schliesslich absolvierte er 1987 ein Praktikum beim Berner Lokalradio «Extra Bern». Da machte es Klick, und das Radiovirus packte ihn. Sein halbes Leben hat er bei verschiedenen Radios verbracht, war unter anderem DRS1-Musikchef. Nach einem Abstecher in die Privatwirtschaft und dem Versuch, ein Plattenlabel zu gründen, kehrte er vor zwölf Jahren zurück zu SRF?1, wo er bis vor Kurzem dreimal die Woche den «Nachtclub» moderierte. Seit Ende August ist Ralph Wicki pensioniert und wollte sich eigentlich aus dem Rampenlicht zurückziehen. Doch für den legendären «Samschtig-Jass» macht Mister «Nachtclub» eine Ausnahme und erzählt Gastgeberin Fabienne Gyr Anekdoten aus 40 Jahren Radiomoderation. Für wundervolle, herbstliche Klänge sorgt der Bündner Musiker Mattiu, der zusammen mit seinen Geschwistern und seinen Eltern das Lied «Aura» präsentiert - eine Ode an seine Heimat, gesungen in Rätoromanisch.
05:00
Neues Organ, neues Leben? Daniela Lager trifft im Juni 2025 auf Paul Baumann. Zum Zeitpunkt wartet er bereits über zwei Jahre auf eine neue Leber. Er leidet an einer fortschreitenden Leberzirrhose. Um zu leben, ist er ist auf ein fremdes Organ angewiesen. Doch auf ihn wartet eine herausfordernde Zeit. «Puls» erzählt seine eindrückliche Geschichte vom langen Warten, der Transplantation, die auf der Kippe steht und einem Abschluss, der traurig stimmt. Tragödie, die Trost spendet? Daniela, Marc und Yves Paltzer erhalten an einem Samstagabend vor rund sechs Jahren einen Schockanruf: Ihr Sohn beziehungsweise Bruder hatte einen schrecklichen Motorradunfall. Bei der Ankunft im Spital wird schnell klar: Für Noah gibt es keine Überlebenschancen und er kommt als Organspender in Frage. Da er seinen Willen zu Lebzeiten nicht festgehalten hatte, müssen seine Eltern in dieser Situation entscheiden. Organspende Schweiz: Wie funktionierts? In der Schweiz ist aktuell nur Organspender:in, wer das ausdrücklich, beispielsweise mittels Spenderausweis, festhält. Doch bereits 2022 beschloss die Schweizer Bevölkerung einen Systemwechsel. Wird dieser umgesetzt, gelten wir bald alle als Organspender:innen. Was bedeutet diese Änderung konkret? Und wie funktioniert eigentlich das Organspendewesen in der Schweiz? Puls liefert die Antworten. «Puls»-Chat - Fragen und Antworten zum Thema Organspende Wie werde ich Organspender:in (oder auch nicht)? Wie funktioniert die Warteliste? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat - live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
05:35
100 Jahre nach der Premiere von Calderóns «Das grosse Welttheater» auf dem Klosterplatz von Einsiedeln SZ wirft Lukas Bärfuss mit seiner zeitgenössischen Neufassung existenzielle Fragen auf. Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür zu sterben? Welche Rolle spiele ich im Leben? Rund 500 Laien sind bei diesem Spiel - vor und hinter den Kulissen - mit dabei; vom Enkel bis zur Grossmutter. Ein Spiel, das Generationen verbindet und den Zusammenhalt im Dorf stärkt. Das Klosterdorf Einsiedeln SZ zeichnet eine barocke Theatertradition aus. Auf dem Klosterplatz wurde aber erstmals 1924 Theater gespielt, obwohl dieser einst sogar nach speziellen akustischen Gesichtspunkten gestaltet wurde. Die Wahl des Stückes fiel auf «Das grosse Welttheater» des spanischen Dramatikers Pedro Calderón de la Barca in der Übersetzung von Joseph von Eichendorff. Die Aufführung: weniger Kunstgenuss als vielmehr seelische Erhebung. Am Stückende gab es keinen Applaus; das Spielvolk stimmte zusammen mit dem Publikum «Grosser Gott, wir loben Dich» an. In den 1960er-Jahren sorgte das Mysterienspiel aber je länger je mehr für Unmut. Kritisiert wurde die nicht mehr zeitgemässe, gottgewollte hierarchische Ordnung. Eine rigorose Neuausrichtung wagte die Welttheater-Gesellschaft aber erst 2000 mit Autor Thomas Hürlimann und Regisseur Volker Hesse, auch wenn Calderóns Grundgedanken integraler Bestandteil blieben. Nun hat sich Lukas Bärfuss den Stoff vorgeknöpft. Das Kloster gab den Segen zu seinem Stück, das selbst vor Kindsmissbrauch in der Kirche nicht Halt macht. Über ein halbes Jahr lang wurde geprobt. Das «Spielvolk» war mit Feuereifer dabei. Freizeit und Ferien wurden dem Spiel geopfert. Gemeinsam haben Einsiedlerinnen und Einsiedler Grosses geschaffen. Gemeinsam wagen sie einen schonungslosen Blick auf das menschliche Leben. Von der Jugend bis zum Tod. Der Film rollt die 100-jährige Geschichte auf, gräbt im Archiv, birgt Anekdoten, erinnert sich mit Menschen, die seit Jahren zum «Spielvolk» gehören an Skurriles und Unvergessliches und begleitet Alte und Junge, vom Schicksal heimgesuchte und Lebenshungrige bis zum grossen Auftritt.
06:00
Das mehrfach ausgezeichnete Format beschäftigt sich weltweit mit Themen aus Wissenschaft und Technik. Die Bandbreite der Beiträge reicht von evolutionsgeschichtlicher Forschung bis hin zu Alltagsphänomenen.
06:30
07:30
08:55
Über 100 Kilometer Küste und ein 180 Hektar grosser Nationalpark im Landesinneren, das ist die Region Cilento. Sie ist bekannt für eine vielfältige Küche, in der Büffelmozzarella, weisse Feigen, Hülsenfrüchte und Fisch einen festen Platz einnehmen. Ansässige zeigen ihre traditionellen Rezepte.
09:25
100 Jahre nach der Premiere von Calderóns «Das grosse Welttheater» auf dem Klosterplatz von Einsiedeln SZ wirft Lukas Bärfuss mit seiner zeitgenössischen Neufassung existenzielle Fragen auf. Wofür lohnt es sich zu leben? Wofür zu sterben? Welche Rolle spiele ich im Leben? Rund 500 Laien sind bei diesem Spiel - vor und hinter den Kulissen - mit dabei; vom Enkel bis zur Grossmutter. Ein Spiel, das Generationen verbindet und den Zusammenhalt im Dorf stärkt. Das Klosterdorf Einsiedeln SZ zeichnet eine barocke Theatertradition aus. Auf dem Klosterplatz wurde aber erstmals 1924 Theater gespielt, obwohl dieser einst sogar nach speziellen akustischen Gesichtspunkten gestaltet wurde. Die Wahl des Stückes fiel auf «Das grosse Welttheater» des spanischen Dramatikers Pedro Calderón de la Barca in der Übersetzung von Joseph von Eichendorff. Die Aufführung: weniger Kunstgenuss als vielmehr seelische Erhebung. Am Stückende gab es keinen Applaus; das Spielvolk stimmte zusammen mit dem Publikum «Grosser Gott, wir loben Dich» an. In den 1960er-Jahren sorgte das Mysterienspiel aber je länger je mehr für Unmut. Kritisiert wurde die nicht mehr zeitgemässe, gottgewollte hierarchische Ordnung. Eine rigorose Neuausrichtung wagte die Welttheater-Gesellschaft aber erst 2000 mit Autor Thomas Hürlimann und Regisseur Volker Hesse, auch wenn Calderóns Grundgedanken integraler Bestandteil blieben. Nun hat sich Lukas Bärfuss den Stoff vorgeknöpft. Das Kloster gab den Segen zu seinem Stück, das selbst vor Kindsmissbrauch in der Kirche nicht Halt macht. Über ein halbes Jahr lang wurde geprobt. Das «Spielvolk» war mit Feuereifer dabei. Freizeit und Ferien wurden dem Spiel geopfert. Gemeinsam haben Einsiedlerinnen und Einsiedler Grosses geschaffen. Gemeinsam wagen sie einen schonungslosen Blick auf das menschliche Leben. Von der Jugend bis zum Tod. Der Film rollt die 100-jährige Geschichte auf, gräbt im Archiv, birgt Anekdoten, erinnert sich mit Menschen, die seit Jahren zum «Spielvolk» gehören an Skurriles und Unvergessliches und begleitet Alte und Junge, vom Schicksal heimgesuchte und Lebenshungrige bis zum grossen Auftritt.
10:00
Im «Forum» diskutiert Radio SRF 1 mit Ga¨sten und dem Publikum u¨ber aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur. In die Live-Sendung fliessen Meinungen und Fragen ein, die das Moderationsteam per Telefon, E-Mail oder Online-Kommentar erreichen.
11:05
12:05
Das zweite Menu zum Motto «Siedfleisch» bereitet Stephanie aus Haldenstein GR zu. Die 35-Jährige hat seit Kurzem ein Pferd und kann im Stall oder beim Reiten komplett ihren Kopf abschalten. Eigentlich bevorzugt Stephanie meistens vegetarische Gerichte - das wird diese Woche aber nicht möglich sein.
12:25
In Grüsch im Prättigau ist Armin, 58, zu Hause. Aktuell geht er gerne beim Tennis spielen ans Limit und in der Küche ist er bekannt für seine Bündner Gerstensuppe. Diese würde vielleicht sogar mit dem Motto «Siedfleisch» zusammen passen. Armin hat sich aber für etwas Schärferes entschieden.
12:45
12:50
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
13:05
Über 100 Kilometer Küste und ein 180 Hektar grosser Nationalpark im Landesinneren, das ist die Region Cilento. Sie ist bekannt für eine vielfältige Küche, in der Büffelmozzarella, weisse Feigen, Hülsenfrüchte und Fisch einen festen Platz einnehmen. Ansässige zeigen ihre traditionellen Rezepte.
13:40
Romana Zumbühl steht mit beiden Beinen auf dem Boden. Die Landfrau aus dem luzernischen Altbüron ist Mutter von fünf Kindern, Bäuerin und Kräuterexpertin. Als solche gibt sie mittlerweile gut besuchte Kürse, in welchen man selber Salben und die verschiedensten Öle herstellen kann. Auch in der Küche dreht sich alles um wilde Geschmäcke, Kräuter und Blumen. Die anderen Landfrauen will sie mit ihren exotischen Kreationen verwöhnen. Treffen Ringelblumensuppe, Kräuterquiche und Rosenblütenmousse den Geschmack aller? oder sind die Landfrauen gar überfordert ob der neuen Düfte? Romanas Mann Walter ist der Chef auf dem Hof. Er hat rund 400 Bioschweine zu betreuen; eines kommt am Samstag auf den Tisch. Bei Zumbühls ist immer etwas los, alle fünf Kinder wohnen noch zu Hause und sorgen für viel Action. Romana lässt sich aber kaum aus der Ruhe bringen, sie vertraut auf ihre Kochkünste.
14:30
Zusammen mit ihrem Mann Rinaldo empfängt Ramona Imhasly die Landfrauen im kleinen Walliser Dorf Fieschertal. Die grosse Leidenschaft der beiden ist ihre Schafzucht. Insgesamt besitzen sie rund 180 Schafe; die meisten davon leben über den Sommer hinweg auf der Alp. Für Ramona war von Anfang an klar, dass das Thema Schaf auch beim Landfrauenessen eine zentrale Rolle spielen wird. Generell will sie mit Walliser Produkten und Spezialitäten bei den Landfrauen punkten. Eine gewisse Nervosität ist bei Ramona vor dem grossen Essen spürbar. Denn sie hat erst vor ein paar Jahren das leidenschaftliche Kochen für sich entdeckt. Die ehemalige Autoverkäuferin arbeitet heute in Teilzeit als Buchhalterin. Sie ist vor knapp fünf Jahren vom Berner Oberland zu ihrem Mann ins Wallis gezogen. Rinaldo ist bei der Luftseilbahn Fiesch beschäftigt. Ramonas augenfälligstes Merkmal sind ihre Fingernägel. Alle paar Wochen lässt sie sich diese mit ganz ausgefallenen Mustern neu kreieren. Im 300-Seelen-Dorf fällt sie nur schon deswegen aus dem Rahmen. Ramona ist immer auf Draht, bei ihr läuft ständig etwas. Das SRF-Kamerateam hat sie eine Woche lang hautnah begleitet.
15:25
15:45
Der Regisseur Heikko Böhm hat eine der bisher aufwendigsten Dokumentationen über Schweizer Wälder gedreht. «Uns ging es darum, die Wälder in ihrer ganzen Ästhetik zu zeigen und dem Wald ein Gesicht zu geben», erklärt er. «Schöne Bilder allein reichten uns dafür jedoch nicht. Wir wollten den Wald keineswegs nur romantisieren und verklären. Deshalb haben wir den Zugang zum Wald über Menschen gesucht.» Einer der porträtierten Waldmenschen ist Michel Brunner. Er spürt alte, dicke und besondere Bäume in Schweizer Wäldern auf und fotografiert sie. Sein daraus entstandenes Buch «Baumriesen der Schweiz» ist ein Bestseller. Albert Mächler aus Sankt Moritz ist ein leidenschaftlicher Jäger, aber auch ein renommierter Tierfotograf: Einmal pirscht er sich mit Gewehr und Kugel, ein andermal mit Fotoapparat und Zoomobjektiv an die Wildtiere heran. Luigi Frigerio ist Forstarbeiter in Celerina. Für ihn muss ein Wald «schön» sein. Und das gehe nur mithilfe des Menschen. Das Holz müsse man nutzen. Den Wald sich selbst zu überlassen, das ist für Luigi eine Todsünde. An Luigi Frigerio zeigt sich das Spannungsfeld im Verhältnis Mensch und Wald. Wie weit soll der Wald sich selbst überlassen sein? Inwiefern darf der Mensch eine der grössten Rohstoffquellen nutzen? Früher wurde der Wald so intensiv bewirtschaftet und abgeholzt, dass er beinahe daran zugrunde ging. Heute wird der Wald viel mehr denn nur als Holzlieferant geschätzt: Er schützt vor Erosion und Lawinen, er reinigt Luft und Wasser und dient den Menschen als Erholungsraum. Trotz dieser nüchtern betrachteten Funktionen ist der Wald für die Menschen ein Ort voller Mythen und Geheimnisse geblieben. Diese Mystik vermittelt der Film in Bild und Ton. Der renommierte Kameramann Ralph Baetschmann, der auch für die visuelle Umsetzung des ersten Schweizer Science-Fiction-Films «Cargo» verantwortlich war, hat die entsprechenden Bildwelten eingefangen. «Wir haben uns die grossen BBC-Dokumentationen als Vorbild genommen und keinen Aufwand gescheut», schildert Produzent Patrick M. Müller die Vision der Crew. «Mit Helikopter- und Drohnenaufnahmen, Kamerafahrten und Steadycam wollen wir den Wald auch auf der grossen Kinoleinwand zu einem spürbaren Erlebnis machen.» Über 30 000 Kilometer fuhr das Team durch die Schweiz, um möglichst viele und unterschiedliche Wälder zu zeigen.
17:10
17:20
Ein Verein, drei Kids und noch mehr Storys: «SRF Kids Inside» erzählt Geschichten mitten aus dem Leben.
17:30
Dimitri ist ein kleiner Zugvogel aus Europa, der nach einem Sturm alleine in einer afrikanischen Savanne strandet. Dort erlebt er mit seinen neuen Freundinnen Pili und Oko jeden Tag kleine Abenteuer und entdeckt eine Welt voller Überraschungen.
17:40
Wer und was bewegt den Kanton Graubünden und die rätoromanische Schweiz? Den Überblick bietet die tägliche Informationssendung «Telesguard» mit Beiträgen, Nachrichtenblöcken und Livereportagen von aktuellen Schauplätzen in den Regionen. Lokal und regional zuhause.
18:00
18:05
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
18:10
Yonathan aus Oberurmein liebt Snowboardfahren und gibt seit zwei Jahren sogar selber Snowboardunterricht. Auf dem Teller mag der 20-Jährige gerne «Züri Gschnätzlets» mit Trüffel. Seinen Gästen kocht er heute aber mottogetreu ein gezupftes Siedfleisch.
18:25
In der Region Irpinien lebt eine bäuerliche Zivilisation im Einklang mit der Natur. Die Podolica-Rinder weiden dort in Freiheit. Ihre Milch und ihr Fleisch sind für die regionale Küche von grossem Wert. Im Herbst liefern Kastanien und Trüffel wichtige Zutaten für traditionelle Rezepte.
19:00
19:25
19:30
Die Sendung informiert die Zuschauer über wichtige Ereignisse im schweizer In- und Ausland. Zentrale Bereiche, die dabei behandelt werden, sind unter anderem Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Gesellschaft.
19:55
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
20:10
Gletscher sind weit mehr als spektakuläre Eislandschaften: Sie speichern lebenswichtiges Süsswasser, stabilisieren Ökosysteme und gehören zu den deutlichsten Indikatoren des Klimawandels. Doch weltweit schwinden sie in rasantem Tempo. Bis 2050 könnte ein Drittel der Gletscher in Unesco-Welterbestätten verschwunden sein. Michael Zemp ist Glaziologe und Direktor des «World Glacier Monitoring Service», der an der Universität Zürich seinen Sitz hat. Hier werden Daten zu Gletschern weltweit zusammengetragen und analysiert. «Wie gross die Verluste sind, ist regional unterschiedlich», sagt Zemp. «In den europäischen Alpen haben wir seit dem Jahr 2000 rund 40 Prozent der Gletschermasse verloren.» Ausgehend vom verheerenden Gletscherabbruch im Schweizer Bergdorf Blatten im Mai 2025 führt die Dokumentation in die besonders betroffenen Regionen der Erde: von den Alpen über die Anden und Zentralasien bis nach Grönland und in die Antarktis. Forschende, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Menschen, deren Lebensgrundlage unmittelbar vom Eis abhängt, zeigen, welche Folgen die Gletscherschmelze bereits heute hat und was der Welt noch bevorstehen könnte. Die Bevölkerung der Berggebiete spürt die Folgen bereits: Sei es in Form von Naturkatastrophen oder durch das allmähliche Versiegen der Wasserreserven für die Landwirtschaft und den täglichen Gebrauch. «Wut. Ich spüre Wut, weil wir kein Wasser mehr haben», sagt etwa Ana Romero Pinto, Bewohnerin eines kleinen Dorfes in den chilenischen Anden. Ihre Waschmaschine benutzt sie nicht mehr. Und auch die Blumen in ihrem Garten kann sie nicht mehr giessen. Das Dorf, in dem noch vor Kurzem das Gletscherwasser plätscherte, ist heute auf Wassertransporte per Lieferwagen angewiesen. Das erzeuge Konflikte, erzählt Ana. Ständig werfe man sich gegenseitig vor, zu viel Wasser zu verbrauchen. Dass solche Konflikte auch auf internationaler Ebene ausbrechen können, weiss man in Zentralasien. Dort kam es aufgrund der Wasserknappheit bereits zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen benachbarten Staaten. Der kirgisische Landwirt Samat Saparbekovich fasst es so zusammen: «Keine Gletscher, kein Wasser. Kein Wasser, kein Leben.» Was also tun, um diese Entwicklung aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen? In diesem «DOK» geben Forscherinnen und Forscher Antwort und berichten von ihrer Arbeit in den Bergen, den Weiten Grönlands und der Antarktis.
21:50
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:15
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:25
23:05
Ohne Kaffee in den Tag zu starten, ist für viele Menschen undenkbar. Doch der Klimawandel bedroht dieses Ritual: In den vergangenen drei Jahren hat sich der Preis für Kaffee auf dem Weltmarkt inzwischen mehr als verdoppelt. «Wir sind vielleicht die letzte Generation, die Kaffee trinkt», fürchtet der brasilianische Kaffeebauer Felipe Croce. Hat das Morgenritual eine Zukunft? Forschende sowie Farmerinnen und Farmer suchen weltweit nach Lösungen - in Archiven, Laboren, auf Plantagen und in Wäldern. Der Kaffeebauer Felipe Croce baut seine Farm zu einem klimaresilienten Agroforstsystem um, damit seine Pflanzen dem kommenden El Niño trotzen können. In den Königlichen Botanischen Gärten in London durchforstet der britische Forscher Dr. Aaron Davis die Archive nach vergessenen, robusteren Kaffeearten. Und in Uganda macht seine Kollegin Dr. Catherine Kiwuka eine überraschende Entdeckung, die Hoffnung gibt. Noch radikaler geht das Schweizer Startup Food Brewer vor: Es lässt Kaffeezellkulturen im Stahltank wachsen. In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften versucht es, dem Geschmack der Bohne nahezukommen. Ein Film von Daniel Etter.
23:40
23:50
Lieferdienste bringen uns das Essen, Spotify kennt unseren Musikgeschmack und KI formuliert unsere Texte. Das Leben wird bequemer, doch der Preis dafür könnte hoch sein. Denn wer nicht mehr selbst kocht, repariert, entscheidet oder denkt, verliert womöglich nicht nur Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen, Urteilskraft und Freiheit. In ihrem Buch «Bequeme neue Welt» fragt die Philosophin und Astrophysikerin Sibylle Anderl, wann hilfreiche Entlastung in Abhängigkeit und Entmündigung kippt. Warum ist es wichtig, Dinge selbst zu können? Was geschieht mit unserem Denken, wenn KI uns fertige Antworten liefert? Und was fehlt, wenn selbst menschliche Nähe durch ein stets verständnisvolles digitales Gegenüber ersetzt wird? Im Gespräch mit dem neuen «Sternstunden»-Moderator Michael Räber spricht sie über Bequemlichkeit und Selbstbestimmung, die Verlockungen künstlicher Intelligenz, das Staunen über den Kosmos und die Frage, was ein gutes Leben ausmacht.