21:00
Milla erwacht angekettet in demselben Verlies, in dem Carole seit Tagen gefangen gehalten wird. Endlich verstehen beide Frauen die ganze Wahrheit: Hanna Kopernik ist Caroles ältere Halbschwester. Gezeichnet von einer traumatischen Kindheit und dem Verlust ihres eigenen Kindes, hat sie einen verhängnisvollen Plan entwickelt. Während Polizei und Ermittler fieberhaft nach Hinweisen suchen, beginnt für die Gefangenen ein Wettlauf gegen die Zeit. Caroles Niederkunft steht unmittelbar bevor. Für Hanna ist das ungeborene Kind längst mehr als nur ein Kind. Sie betrachtet es als Antwort auf alles, was ihr im Leben genommen wurde. Gleichzeitig erkennt Sandro die Verbindung zwischen Hanna, Walter Kopernik und den übrigen Ereignissen. Gemeinsam mit seinem Team verfolgt er die letzten verfügbaren Spuren, während auch Nathaniel nicht aufgibt. Alle Wege führen nun zu demselben Ziel. Im Verlies gerät die Situation ausser Kontrolle. Walter versucht, Einfluss auf die Geschehnisse zu behalten, doch Hanna lässt sich nicht mehr bremsen. Als ihre Pläne gefährdet werden, ist sie bereit, endgültig jede Grenze zu überschreiten. Schliesslich zwingt sie Milla und die hochschwangere Carole in eine gynäkologische Praxis, wo das Kind unter ihrer Kontrolle zur Welt kommen soll. Während die Geburt beginnt, verdichten sich alle Handlungsstränge zu einer dramatischen Konfrontation. Können Sandro, Felix und Nathaniel die beiden Frauen rechtzeitig finden? Und gelingt es Milla, Hanna aufzuhalten, bevor es zu spät ist? Die Antworten fallen in einem nervenaufreibenden Finale, in dem über Leben, Tod und die Zukunft mehrerer Menschen entschieden wird.
22:00
Anhand von Hintergrundberichten und Interviews informiert die seit 1990 bestehende Sendung über das aktuelle Geschehen im In- und Ausland. Gespräche werden teils auf Schweizerdeutsch aufgezeichnet.
22:20
Rund um die Jahreszeiten werden die Zuschauer in der Sendung mit den relevantesten Informationen über Wetterwarnungen und Trends versorgt.
22:30
Zum Auftakt der Midterms diskutiert der «Club» mit den SRF-Korrespondenten vor Ort in Washington.
23:40
23:50
Chiara (Swamy Rotolo) lebt in der Hafenstadt Gioia Taura nahe der Spitze des italienischen Stiefels, streitet mit ihren Schwestern, hört Musik, dampft heimlich Nikotin und lästert mit ihren Freundinnen ab. Doch an den Rändern ihres typischen Teenagerlebens zieht Ungemach auf. Die 15-Jährige beobachtet wiederholt, wie ihr Vater abseits mit anderen Männern verhandelt und gestikuliert. Wie sich Vater und Mutter heimlich besprechen und er danach über die Gartenmauer verschwindet. Wenig später explodiert sein Auto, von Papa keine Spur. Antworten auf die nun drängenden Fragen erhält Chiara keine. «Du bist noch ein Kind», wiegelt ihre Mama kategorisch ab. Doch die junge Frau lässt sich nicht mehr abwimmeln, erst recht nicht, nachdem sie in einer Newsmeldung erfahren hat, dass ihr Papa vor dem Gesetz auf der Flucht ist. Er soll in den Drogenhandel verstrickt sein und Verbindungen zur Mafia unterhalten. Im eigenen Haus findet Chiara daraufhin einen geheimen Eingang zu einem Versteck und dort ein Handy. Endlich ein Anhaltspunkt für ihre Suche nach dem Vater und den ihr verwehrten Antworten. Doch ist sie bereit, den Preis zu bezahlen für das Wissen, das ihre Eltern vor den Kindern verbergen? Am Anfang und am Ende von «Chiara» steht ein Geburtstagsfest. Dazwischen liegt für die Titelheldin eine Reise in die Dunkelheit und ins Erwachsenenleben, mitsamt der Erfahrung, dass gewisse Antworten viel kosten - mitunter die kindliche Unschuld. Der italienisch-amerikanische Filmemacher Jonas Carpignano, dessen Filme «Mediterranea» und «Pio» bereits auf SRF 1 zu sehen waren, erzählt seine Geschichte so konsequent wie eindrücklich, mit der Kamera immer nahe dran, ganz aus der zwangsläufig beschränkten Perspektive seiner 15-jährigen Protagonistin. Wie sich der dramatische Konflikt in Chiaras Familie nur am Rand und im Geheimen abspielt, so erlebt auch die junge Frau die monumentale Umgestaltung ihres vormals wohlbehüteten Lebens nicht als Feuerwerk, sondern als Erdrutsch. «Chiara» wurde im Jahr 2021 am Zurich Film Festival als Gewinner in der Kategorie «Bester internationaler Spielfilm» ausgezeichnet.