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TV Programm für ARTE am 25.05.2026

Magische Anden 05:00

Magische Anden: Peru

Land und Leute

Die geheimnisvolle Inkastadt Machu Picchu hoch in den Anden, brodelnde Vulkane, eisbedeckte Bergriesen: So überwältigend ist in Peru die Natur, dass die Nachfahren der Inka die Berge immer noch als Gottheiten verehren. 16 aktive Vulkane gibt es hier, sie sind Teil des Pazifischen Feuerrings. Der Kondor ist selten geworden in den Anden, doch im Süden Perus kann man ihn noch beobachten. Spektakulär ist auch der Titicacasee, der auf 4.000 Meter Höhe höchstgelegene schiffbare See der Welt. Die Menschen hier führen ein hartes Leben inmitten einer grandiosen Natur. Vor jedem Aufstieg wird ein Opfer gebracht: Kokablätter für die Berggötter. Auch die Lastenträgerin Margot Kandori hält an dem Ritual fest. Die Mutter dreier Kinder arbeitet für Reisegruppen auf dem "Inca-Trail", schleppt bis zu 15 Kilogramm schwere Rucksäcke die Berge hinauf. Antonio Milla überquert mit einem betagten Lkw zweimal pro Woche einen 4.700 Meter hohen Andenpass, um Nachschub für seinen Dorfladen zu holen. Dabei passiert er den Huascarán - mit 6.768 Metern Perus höchsten Berg. Den Ausblick genießen kann er nicht. Er konzentriert sich auf die Serpentinen und hofft, dass die Bremsen halten. Grisaida Suyllo, Bäuerin aus der Gegend von Cuzco, versorgt unter der Woche ihre Familie und Tiere. Doch am Wochenende verwandelt sie sich in die Mittelstürmerin einer Frauenfußballmannschaft. Auf dem Platz in 3.600 Meter Höhe hat ihr Team Heimvorteil: Gegnerischen Spielerinnen bleibt da schnell die Luft weg.

GEO Reportage 05:55

GEO Reportage: Namibias Geparden: Hoffnung für die Raubkatzen

Reportage

Namibia verfügt über zahlreiche Schutzgebiete und Tierreservate. Fast 40 Prozent der Landesfläche stehen ganz oder teilweise unter staatlichem Schutz. Davon profitieren auch die dort beheimateten Raubkatzen. Es gibt schätzungsweise noch 8.000 Geparden, wobei mehr als ein Drittel von ihnen in Namibia leben. Einst war ihr Bestand um ein Vielfaches höher, doch die zunehmende Trockenheit, die Jagd der Wilderer sowie der Wettbewerb mit den größeren und stärkeren Leoparden setzen ihrer Population zu. Tierschützer und Veterinäre, ideenreiche Frauen und Fährtenleser kämpfen nun um das Überleben der Großkatzen. Die Raubkatzen Namibias leben meist gar nicht in den eher trockenen Schutzgebieten und Tierreservaten, sondern auf dem fruchtbaren Farmland. Dort werden Abertausende Rinder, Schafe und Ziegen gezüchtet, die für die schnellen Räuber eine leichte Beute sind. Dies führt jedoch zu Konflikten mit den Farmern - sie greifen häufig zum Gewehr. Die Zahl der Geparden geht seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Tierschutzorganisationen zeigen den Viehzüchtern Alternativen auf, um die Raubtiere nicht erschießen zu müssen. So rücken mobile Eingreifteams aus, um die Raubkatzen einzufangen und mit Sendern auszustatten, die den Tierschützern und Farmern die Positionen der Tiere melden. Erfahrene Fährtenleser wie Buschmann Debe helfen den Gepardenrettern beim Aufsuchen und Einfangen der Tiere. Das Gepardenweibchen Amber ist ihm besonders ans Herz gewachsen.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 06:50

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Wildkräuter

Essen und Trinken

Was früher als Armeleuteessen galt, erobert heute Sterneküchen. Wildkräuter erzählen von kulinarischer Wiederentdeckung: als Heilpflanzen, Vitaminbomben oder Geschmacksrevolution - kaum eine Zutat vereint so viel Ursprünglichkeit und Innovation. Im Saarland experimentieren die Freundinnen Tanja Schmitt und Madeleine Braun in ihrer Küche mit Löwenzahn, während Matthias Paul die unterschätzte Pflanze professionell anbaut. Lucie Fischer-Chapalain enthüllt verborgene Aromen: Sie komponiert samtige Sauerampfer-Suppe und knackigen Wildkräuter-Salat. In den unscheinbaren Gewächsen schlummern nicht nur intensive Aromen, sondern auch geballte Heilkraft - die Apotheke wächst direkt vor der Haustür.

Stadt Land Kunst 07:25

Stadt Land Kunst: Kieslowskis Warschau / Kalifornien / Edinburgh

Magazin

(1): Warschau: Kieslowskis Zehn Gebote (2): Kalifornien: Datteln im Wilden Westen (3): Kolumbien: Luis' Fischeintopf (4): Edinburgh: Das Unglück des Illusionisten

Stadt Land Kunst Spezial 08:10

Stadt Land Kunst Spezial: Island

Magazin

(1): Arnaldur Indriðason und die kalte Schönheit Islands (2): Island: Strick mir einen Pullover! (3): Hans' isländischer Fisch in Béchamelsoße (4): Island: Jagd auf Wale und ... Basken

Mossul - Wiedergeburt einer antiken Metropole 08:55

Mossul - Wiedergeburt einer antiken Metropole

Dokumentarfilm

Nach drei Jahren Krieg und Besetzung durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) versucht Mossul, seine verlorene Identität wiederzufinden. 2017 lag die historische Altstadt in Trümmern. Acht Jahre später kehrt wieder Leben in die Straßen zurück. Mossul, eine der ersten Großstädte der Geschichte, wird vom Tigris durchquert. Seit dem Entstehen der Weltreligionen war die Stadt multiethnisch und multireligiös: Christen, Juden, Jesiden und Muslime lebten hier. Diese Vielfalt verlieh der Stadt einen eigenen Charakter. Die große Al-Nuri-Moschee, die Kirchen Al-Tahira und Mar-Toma, das schiefe Al-Hadba-Minarett - jenes städtische Erbe, das der IS zu zerstören versuchte - werden von Mossuls Bewohnern wiedererrichtet. In der gesamten Stadt hört man den Lärm der Räum- und Bauarbeiten. Experten, Architekten, Archäologen, Restauratoren und Hilfsorganisationen aus aller Welt unterstützen den Wiederaufbau. Als Erstes wollen die Menschen die Wahrzeichen ihrer Stadt wiederaufbauen. Durch ihr Engagement kehrt auch die Hoffnung zurück. Die sechsjährige Riesenbaustelle (2019-2025), eines der weltweit größten Wiederaufbauprogramme, brachte zahlreiche Fundstücke hervor: assyrische Relikte, verborgene Räume, illegale Gemälde - und ermöglichte neue Datierungen. So lebt das architektonische Erbe der Stadt wieder auf und liefert der Wissenschaft neue Erkenntnisse. Für die irakischen Handwerker bedeutet dies, traditionelle Handwerkskunst und Werkstoffe wiederzubeleben. Die Jüngeren haben neue Berufe erlernt und finden Zukunftsperspektiven in ihrer Stadt. Für Mossul beginnt damit eine Renaissance, allerdings nicht im politischen Sinne. Vielmehr besinnt sich die jahrtausendealte Stadt auf ihre entstehungsprägende Architektur und einzigartige Kunst: ein Neuanfang auch für das vom Krieg erschöpfte Volk.

Denkmäler der Ewigkeit 10:25

Denkmäler der Ewigkeit: Wo Löwen Aufzug fahren: Das Kolosseum in Rom

Dokumentation

Im ersten Jahrhundert nach Christus wurde mitten in Rom das größte Amphitheater aller Zeiten errichtet. Kaiser Vespasian, der mit dem Kolosseum seine neu begründete Dynastie legitimieren und das Volk Roms mit Brot und Spielen für sich gewinnen wollte, stellte dafür unbegrenzte Mittel zur Verfügung. Für die Demonstration der kaiserlichen Autorität bot das Bauwerk eine fantastische Kulisse: Zahlreiche Statuen, Säulen und Fresken an der Außenfassade und im Innenraum rühmten das Römische Reich als Nachfolger des antiken Griechenlands und als unbezwingbare Großmacht. Durch seine ovale Form bot das Kolosseum nach heutigen Berechnungen etwa 50.000 Zuschauern Platz. Die von der römischen Verwaltung für das Volk veranstalteten Spiele und Theateraufführungen wurden im Beisein des Kaisers abgehalten und hatten auch eine wichtige politische Funktion. Archäologische Ausgrabungen zeigen, mit welchem Einfallsreichtum alles darangesetzt wurde, um den Erfolg dieses PR-Instruments der kaiserlichen Macht sicherzustellen. Archäologische Funde an mehreren Grabungsorten zeugen vom kulturellen und wirtschaftlichen Stellenwert der Spiele im alten Rom. So verdeutlicht die Untersuchung der Gebeine von Gladiatoren, dass Technik und Strategie ihrer Kampfkunst ebenso wichtig waren wie heute beim Fußball. Die afrikanischen Mosaiken wiederum veranschaulichen die Bedeutung des Raubtierhandels für die Versorgung der Arenen. Im gesamten Reich entstanden Dutzende Amphitheater, die ab dem späten 5. Jahrhundert im Zuge des Untergangs des Römischen Reiches ebenso wie das Kolosseum allmählich verfielen.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Japan: Mochi

Essen und Trinken

(1): Das süße Heiligtum Japans: Mochi (2): Ein Biss'chen Heimat: Yasuko, eine Japanerin in der Dordogne (3): Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Luis Barragáns Mexiko / Knoydart / Montauban

Magazin

(1): Mexiko: Die strahlenden Farben des Luis Barragán (2): Unbeugsame Schotten auf der Halbinsel Knoydart (3): Zypern: Chrisos Krapfen (4): Montauban: Indianer in der Stadt

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Maurice Utrillos Paris / Prag / Ägypten

Magazin

(1): Paris: Maurice Utrillo malt sein Montmartre (2): Prag: Die Golem-Legende (3): Senegal: Khadijatous Couscous mit Moringa-Soße (4): Ägypten: Eine Philosophin wird zur Märtyrerin

Die Ritter der Tafelrunde 14:00

Die Ritter der Tafelrunde

Drama

Der tapfere Edelmann Sir Lancelot schließt sich Ritter Artus an, den er zutiefst bewundert. Artus besiegt die wilden Stämme des Landes und wird König des vereinten Englands. Doch sein aufrührerischer Neffe Sir Mordred deckt Lancelots heimliche Liebe zu Königin Guinevere auf und benutzt den Skandal, um einen Krieg zu entfachen. England in der Zeit des beginnenden Rittertums: Der Edelmann Lancelot bricht auf, um sich dem berühmten Ritter Artus von Pendragon anzuschließen, der die verfeindeten Stämme des Landes in einem Königreich vereinen will. Unterwegs gerät Lancelot jedoch in einen Hinterhalt, dem er mit Hilfe eines Fremden entkommt. Der tapfere Helfer entpuppt sich als Artus selbst. Schon bald werden sie zu engen Vertrauten im Kampf gegen die Truppen von Artus' Neffen Mordred, seinem stärksten Rivalen. In einer wagemutigen Schlacht bezwingen sie schließlich dessen Truppen und Artus wird König. Auf dem Weg zur Krönungszeremonie in Camelot befreit Lancelot das gefangen gehaltene Burgfräulein Guinevere. Artus macht sie zur Königin - nicht wissend, dass ihr Herz Lancelot gehört. Das nutzt der aufrührerische Mordred für eine Verschwörung. Als Guinevere Lancelot heimlich in seiner Kammer besucht, wird das Liebespaar von Mordred überrascht. Nun nutzt Mordred Artus' geschwundene Autorität und löst einen Krieg aus, der erneut das Land verwüstet.

Burgen 15:50

Burgen: Heimat Burg

Dokumentation

Uneinnehmbare Festungen, Heimstätten der Schönen und Reichen, machtstrotzende Prachtbauten: Europa ist von Burgen übersät. Bis heute regen diese stummen Zeugen des Mittelalters die Fantasie an. Für den Menschen sind sie Portale in eine weit entfernte Welt und in eine Zeit, in der Burgen entscheidend waren für die Ränkespiele und Kriege der Mächtigen. Sie dienten der Abwehr von Angriffen, wurden belagert, bargen Schätze, hielten Gefangene fest. Mancherorts hat jedoch die Legende die Realität überlagert: Kerker, in denen nie ein Gefangener saß; Fluchttunnel, durch die niemand in die Freiheit floh; und Turniere, für die auf Burgen in Wahrheit gar kein Platz war. Schon die Menschen im Mittelalter arbeiteten gern am "Mythos Burg". Dieser Mythos hat sich bis in die heutige Zeit erhalten. Dabei gibt es jenseits des Mythos erstaunliche Fakten über die mittelalterlichen Bauten zu entdecken. Wer weiß schon, dass Burgen lange Zeit aus Holz errichtet wurden? Dass Windsor Castle anfangs nur aus einem einzigen Turm bestand? Und dass eine der meistbesuchten deutschen Burgen noch heute in Familienbesitz ist? Weil die Quellenlage dünn ist, werden Erkenntnisse über den Burgenbau oft nur durch Experimente wie im französischen Guédelon gewonnen. "Heimat Burg", der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation, erzählt abwechslungsreich vom Leben und Alltag auf Burgen. Vom Bau mit seinen finanziellen und technischen Herausforderungen über die Heiztechnik in den alten Gemäuern bis hin zu den gesellschaftlichen Höhepunkten der Feste und Bankette, die vor allem im ausgehenden Mittelalter Glanz in die alten Gemäuer brachten.

Burgen 16:45

Burgen: Bollwerk Burg

Dokumentation

Uneinnehmbar sollten sie sein, diese Machtsymbole des Mittelalters. Burgen wurden genutzt, um einzelne Regionen, sogar ganze Reiche zu sichern. Im Frühmittelalter gab es noch kaum Belagerungsgerät, um die kolossalen Mauern zu durchbrechen. Dennoch fanden Angreifer Mittel und Wege, um eine Burg zu erobern: Wer den längeren Atem hatte, sollte am Ende siegreich sein. Wie sorgten Burginsassen vor, um jahrelange Belagerungen zu überstehen? Wie effektiv waren Katapulte wie die berüchtigte Blide, die damals als "instrumentum diabolicum", ("Teufelswerkzeug") bezeichnet wurde? Und welche Rolle spielte die sogenannte psychologische Kriegsführung beim Kampf um die Burg? Das Ende der Burgen als Bollwerke der Macht läutete der Kanonendonner der ersten Feuerwaffen ein. Eine Modernisierung wäre aufwendig und kostspielig gewesen - aber möglich. Nur wenige Burgherren wagten diesen Schritt. Die meisten verließen ihre Burgen. In den Machtspielen der frühen Neuzeit hatten die Bauwerke nur noch als Reminiszenz an eine vergangene Epoche Platz. Und dies ist bis heute so geblieben, auch wenn moderne Sicherheitsgebäude noch immer auf Elemente aus dem Burgenbau zurückgreifen. Der zweite Teil der Dokumentation, "Bollwerk Burg", erzählt vom Aufstieg und Fall mächtiger Burgen: von den Sicherungsbauten gegen die Ungarneinfälle im 9. und 10. Jahrhundert über den staufischen Burgenboom im 13. Jahrhundert bis zum Bedeutungsverlust durch neue Waffentechnik sowie politische und gesellschaftliche Umbrüche im 15. und 16. Jahrhundert.

Wilde Schlösser 17:50

Wilde Schlösser: Carcassonne

Natur und Umwelt

Am Fuße der französischen Pyrenäen befindet sich eine der ältesten und beeindruckendsten Festungen Europas: Carcassonne. Über Jahrhunderte bauten verschiedene Herrscherhäuser diese Burg zu einer der größten Wehranlagen Europas aus. Der Reichtum, der dies ermöglichte, speiste sich dabei immer aus der spektakulären Natur der Region. Die urbaren Böden und die Sonne Südfrankreichs ermöglichten den Menschen seit jeher reiche Ernten. Salz aus dem nahen Mittelmeer und eine römische Handelsstraße am Fuße der Berge machten die Herrscher der Region reich. Gleichzeitig entstand in diesem Naturparadies eine christliche Bewegung, die Bescheidenheit nicht nur predigte, sondern auch lebte: Die Katharer bauten keine eigenen Kirchen, sondern nutzten die Natur selbst als ihr Gotteshaus - und wurden für diese Ketzerei gnadenlos von der katholischen Kirche verfolgt. Noch heute leben in den Bergen um Carcassonne Bären, im Fluss Aude seltene Wasservögel und in den Gemäuern der Burg Echsen und Raubvögel.

Wilde Schlösser 18:35

Wilde Schlösser: Neuschwanstein

Natur und Umwelt

Die Ammergauer Alpen am Fuß von Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, sind ein wahres Naturparadies. Ihr König ist der Steinadler. Die Region ist nicht nur berühmt für ihre Schluchten, wilden Flüsse und unberührte Tierwelt, sondern auch für Neuschwanstein, das Märchenschloss des bayerischen Königs Ludwig II. Es diente ihm als Rückzugsort, um die Natur zu genießen und sich von den Menschen zu erholen. Doch das Verhältnis des bayerischen Königs zur Natur war von Beginn an zwiespältig: Für seinen Mammutbau ließ er 1869 die gesamte Bergspitze wegsprengen und errichtete eine mittelalterlich anmutende Pseudo-Ritterburg, allerdings mit Zentralheizung und Telefon. Die Bauarbeiten an diesem abenteuerlichen Gipfel kosteten 39 Arbeiter das Leben.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

Die auf vielen Sendern vorgenommene strikte Trennung von Politik- und Kulturnachrichten wird hier aufgehoben. Es werden Schnittpunkte aus beiden Bereichen präsentiert und Zusammenhänge dargestellt.

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks 19:40

Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks: Tomate

Essen und Trinken

Einst als "Liebesapfel" gefürchtet, heute aus kaum einer Küche wegzudenken: Die Tomate ist ein echtes Multitalent - ob als Ketchup, Sugo oder Kosmetik. Mit über 31.000 Genen besitzt die Tomate sogar mehr Erbinformationen als der Mensch. Im Burgenland pflegen Anette und Margarethe alte Tomatensorten und bewahren damit ein Stück kulinarisches Kulturerbe. Moderatorin Lucie verrät zwei besondere Tomaten-Rezepte: Kirschtomaten im Karamellmantel als raffiniertes Fingerfood und selbst gemachten Ketchup ohne künstliche Zusätze. Von Südamerika bis ins All, von der Küche bis ins Kosmetikregal - die Geschichte einer Frucht, die zur Ikone wurde.

Fahrstuhl zum Schafott 20:15

Fahrstuhl zum Schafott

Thriller

Eigentlich ist der Plan perfekt: Julien Tavernier erschießt seinen Chef, den Ehemann seiner Geliebten Florence, nach Dienstschluss in dessen Büro und lässt die Tat nach Suizid aussehen. Doch kaum unten auf der Straße angekommen, fällt ihm auf, dass er ein verräterisches Indiz hinterlassen hat. Unbemerkt stiehlt er sich zurück in das am Abend verlassene Bürogebäude - und bleibt dort im Fahrstuhl stecken. Während Florence auf der Suche nach Julien verzweifelt durch das nächtliche Paris irrt, stiehlt ein junges Paar das Auto des Mörders. Die abenteuerliche Spritztour der beiden endet in einem Hotel, wo sie unter dem Namen Julien Tavernier ein Zimmer mieten und sich mit einem deutschen Ehepaar anfreunden. Als das Diebespaar sich in der Nacht unbemerkt mit dem Wagen der Deutschen davonmachen will, wird es von ihnen überrascht. Im Affekt erschießt der Autodieb das Ehepaar mit einem Revolver, den er in Juliens Auto gefunden hat, und flüchtet mit seiner Freundin. Die Folgen sind für alle fatal. Aus dem Aufzug befreit, kann sich Julien zwar am nächsten Morgen heimlich aus dem Gebäude schleichen, weiß aber nicht, dass die Polizei ihn bereits sucht: Der Mörder wird eines anderen Mordes verdächtigt, den er nicht begangen hat ...

Miles Davis: Birth of the Cool 21:40

Miles Davis: Birth of the Cool

Dokumentarfilm

Miles Davis (1926-1991) war Trompeter, Bandleader und Innovator. Er war elegant, intellektuell und beeindruckend - aber auch sprunghaft, arrogant und kalt. Ein kreatives Genie und der Inbegriff von cool. Davis beeinflusste die Jazzmusik wie kaum ein anderer, und sein Spiel besaß eine unverwechselbare Ausstrahlung. Sein Werdegang war geprägt von einem unbezwingbaren Willen, Grenzen zu sprengen und eine selbstbestimmte Existenz zu führen. Dies machte ihn zum Weltstar. Für die Menschen, denen er am meisten bedeutete, war aber genau deshalb das Zusammenleben mit ihm oft sehr schwer. Immer wieder - sei es in der Musik oder privat - brach Davis mit den Normen. Wenn er glaubte, seine Werke seien ihrerseits zu einer neuen Norm geworden, ging er erneut in eine andere Richtung. Der Künstler missachtete Traditionen und folgte voller Energie und Innovationsdrang stets seinen klaren eigenen Vorstellungen. So wurde er zu einem Quell der Inspiration für andere Musikerinnen und Musiker und zu einer Ikone für Generationen von Fans. Er beschritt neue Wege in der Musik - vom Bebop über den Cool Jazz, Orchestermusik, Fusion und Rock 'n' Roll bis hin zum Hip-Hop. Der Film "Miles Davis: Birth of the Cool" (2019), benannt nach dem gleichnamigen Album von 1957, zeigt unveröffentlichtes Archivmaterial, Studio-Outtakes und seltene Fotos des Künstlers. Regisseur Stanley Nelson erzählt mit diesem Film die Geschichte eines ungewöhnlichen Mannes und einzigartigen Talents.

Arundhati Roy - Eine andere Geschichte Indiens 23:40

Arundhati Roy - Eine andere Geschichte Indiens

Dokumentation

Arundhati Roy wurde 1997 mit ihrem Debüt "Der Gott der kleinen Dinge" über Nacht weltberühmt. Der Roman verkaufte sich über acht Millionen Mal, wurde in mehr als 40 Sprachen übersetzt - und mit dem renommierten Booker Prize ausgezeichnet. Doch anstatt den Erfolg konventionell fortzusetzen und weiter Romane zu schreiben, nutzt Roy ihren Ruhm, um gegen Umweltzerstörung, Ausgrenzung und Nationalismus in Indien zu protestieren. Ihr radikales Engagement bringt sie bis vor Gericht - und sogar ins Gefängnis. 2017, erst 20 Jahre nach ihrem Debüt, erscheint ihr zweiter Roman "Das Ministerium des äußersten Glücks", ein poetischer, politischer Rundumschlag gegen die Zustände im heutigen Indien. 2025, weitere acht Jahre später, folgt ihr bislang persönlichstes Werk: "Meine Zuflucht und mein Sturm". Bewegend und kompromisslos ehrlich erzählt Roy von der Frau, die sie prägte wie keine andere - ihrer Mutter Mary Roy: Feministin, Schuldirektorin, Rebellin. Wie erzählt man die Geschichte einer launischen, herrischen, manchmal gewalttätigen Mutter, ohne sie zu zerstören? Roy gelingt ein Meisterstück literarischen Ambivalenz. "Auf diesen Seiten wird meine Mutter, meine Gangsterin, weiterleben. Sie war meine Zuflucht und mein Sturm." Die Dokumentation folgt dieser literarischen Selbstbefragung, spürt der Kraft und dem Schmerz nach, die Roys Schreiben bis heute antreiben. In einem langen Interview in Delhi gewährt Arundhati Roy tiefe Einblicke in ihr Leben und Schreiben. Die Dokumentation verwebt ihre Erzählung mit poetischen Aufnahmen aus ihrer Heimat Kerala in Südindien - und zeichnet das Porträt einer kompromisslosen Schriftstellerin.