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TV Programm für ARTE am 23.09.2026

Auf den Spuren der Cheops-Pyramide 05:00

Auf den Spuren der Cheops-Pyramide: Wunder der Architektur

Dokumentation

Die Cheops-Pyramide galt in der Antike als bedeutendstes der sieben Weltwunder, von denen sie heute als einziges noch erhalten ist. Mehrere Jahrtausende lang hielt die "Große Pyramide" den Rekord als höchstes Bauwerk der Welt mit der größten Masse und dem größten Volumen. Sie steht für die Perfektion sämtlicher Verfahren der Steinquaderarchitektur. In der Dokumentation werden die neuesten Erkenntnisse aus den archäologischen Forschungsarbeiten von Mark Lehner und Zahi Hawass vorgestellt, die das Verständnis für dieses faszinierende Baudenkmal revolutioniert haben. Wie gelang es den Ägyptern, ohne heutige Bau- und Vermessungstechniken und nur mit Kupferwerkzeugen ein derartiges Meisterwerk zu errichten? Woher kamen die Tausenden Arbeiter, die die schweren Steine bewegt haben? Waren sie Sklaven? Wie sahen Unterbringung und Speiseplan der Arbeitskräfte aus, und wie organisierten sie sich? In der Dokumentation kommt der französische Ägyptologe Pierre Tallet zu Wort, dessen Forschungsgruppe 4.500 Jahre alte Papyrusfragmente in einem Hafen am Roten Meer entdeckte, von dem aus Transportschiffe die großen Baustellen des ägyptischen Reichs belieferten. Unter den Papyri befindet sich das Logbuch des pharaonischen Beamten Merer, der für die Lieferung von Kalksteinblöcken für den Bau der Cheops-Pyramide zuständig war. Er beschreibt die Verschiffung der Steine über den Nil und die Herstellung der Kupferwerkzeuge, die beim Bau der Pyramide verwendet wurden. Außerdem erwähnt er die Kasernen und Hafenanlagen und den Namen des Verantwortlichen für den Bau der Cheops-Pyramide.

360° Reportage 05:55

360° Reportage: Yabusame: Japans Samurai-Ladys

Reportage

Ayuko Kamimura gehört zu den besten Yabusame-Schützen der Welt. Seit ihr Vater vor 22 Jahren Yabusame als Sport neu erfunden hat, ist die 51-Jährige dabei. Ayuko, von allen Amy genannt, ist die erste und bislang einzige Frau, die selbst von den erzkonservativen männlichen Bewahrern der religiösen Yabusame-Zeremonien als Lehrmeisterin anerkannt wird. Ihr Bogen ist knapp zwei Meter lang. Nirgendwo sonst auf der Welt nutzen berittene Schützen so lange Bögen. Einmal im Jahr organisiert sie das Sakura-Turnier, das einzige reine Frauen-Event im Yabusame-Sport. In diesem Jahr will sie dort zum letzten Mal vor großem Publikum auftreten, bevor sie den Platz für talentierte Amazonen der jungen Generation räumt. Die Regeln für den Wettkampf sind genau vorgeschrieben: Für eine 100 Meter lange Strecke darf Amy maximal zwölf Sekunden brauchen. Drei Mal muss sie dabei auf eine Scheibe schießen. Treffer, Zeit und Eleganz entscheiden über den Sieg. Die Trainingsstunden vor dem Wettkampf sind auch ein Testlauf für Amys beste Schülerinnen. Die Suche nach einer Nachfolgerin liegt ihr besonders am Herzen. Die 20-jährige Aoi Fuse hätte das Zeug zu einer Samurai-Meisterin der nächsten Generation. Fünf Mal hat sie bereits den Titel in der höchsten Klasse, der Profiliga, gewonnen. Aber behält sie auch in diesem Jahr die Nerven, wenn es um alles geht? Ausnahmetalent Eri Sakuraba dagegen wird im Frühling zum ersten Mal in der Profiliga antreten. In den unteren Klassen hat die 14-Jährige schon als Grundschülerin alle Pokale abgeräumt. Wie aber wird sie bei ihrem ersten großen Wettkampf abschneiden ..?

Küchen der Welt 06:50

Küchen der Welt: Französisch-Polynesien: Pua'a choux

Essen und Trinken

Der Festtagseintopf aus Polynesien: Pua'a choux / Kulinarische Mitbringsel / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 07:20

Stadt Land Kunst: Burgund / Rajasthan / Alpen

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Burgund: Bart Van Loo, der frankophile Belgier / Rajasthan: Die Kamele der Raika / China: Lus Öl-Fondue mit Schweinefleisch / Alpen: Schlacht im Gebirge

Stadt Land Kunst 08:10

Stadt Land Kunst: Patagonien / Frankreich / Dänemark

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Patagonien: Achtung, Aufnahme! Carlos Sorín dreht / Frankreich: Seelotsen auf der Seine / Estland: Aves Quiche mit Pfifferlingen / Dänemark: Gesund durch Wasser und frische Luft

Tierisch aufgeforstet 08:55

Tierisch aufgeforstet: Im Herzen des Regenwaldes

Tiere

Angeführt von einem Trupp Kapuzineräffchen geht es tief hinein in den mittelamerikanischen Regenwald. Fernab vom lauten Treiben der Menschen gewinnt die Natur die Oberhand zurück. Mit jedem Schritt unter dem dichten Blätterdach lassen sich Tiere auf wichtiger Mission entdecken: Der Jaguar, unsichtbarer Herrscher des Unterholzes, streift lautlos umher. Hoch oben in den Wipfeln lassen sich Rotgesicht-Klammeraffen ganze Früchte schmecken, verbreiten deren Samen und säen damit die Bäume von morgen. Am Boden suhlen sich Weißbartpekaris im Dreck und graben dabei temporäre Tümpel im ausgetrockneten Wald, in denen neues Leben entsteht. Das umtriebige Aguti vergräbt jede Menge Samen und vergisst einen Teil davon; daraus werden neue Baumriesen. Nach der Trockenzeit kehrt der Regen zurück, und der Wald erwacht zu neuem Leben. In einer beeindruckenden Flugshow kommen tropische Laubfrösche aus dem Blätterdach herab und paaren sich. Krötenmännchen locken mit ihrer leuchtend gelben Farbe Weibchen an. Die von den Pekaris gegrabenen Tümpel füllen sich und werden zum Kinderzimmer für unzählige Kaulquappen. Der Stoffwechsel der Kolibris läuft auf Hochtouren: Sie sammeln den Nektar von bis zu 3.000 Blüten am Tag und sorgen so für die Bestäubung Tausender Pflanzenarten. Diese Folge enthüllt die faszinierenden Wechselwirkungen der Natur: Eine erlegte Beute düngt den Boden, ein transportierter Samen schließt eine Lücke im Blätterdach, eine von Nabelschweinen gegrabene Wasserstelle wird zum Treffpunkt für die gesamte Fauna. Nach und nach wird klar: Regeneration ist ein konkreter Prozess, bei dem die Artenvielfalt wieder die Oberhand gewinnt.

Tierisch aufgeforstet 09:40

Tierisch aufgeforstet: Am Rand des Regenwaldes

Tiere

Ein Trupp Kapuzineräffchen führt uns an den Rand des Regenwaldes, wo Dschungel, Mangroven und Ackerland ineinander übergehen. Hier wird jedes Tier zum Entdecker, Landwirt oder Lebensspender. In den Mangroven bewegen sich die Kapuzineräffchen zwischen zwei Welten hin und her und tragen dabei Samen von einem Ökosystem zum anderen. Am Strand ist die Arribada in vollem Gange: Mehr als hunderttausend Oliv-Bastardschildkröten marschieren im Schutz der Nacht an Land, um ihre Eier abzulegen. Ein hungriger Jaguar nutzt diese Gelegenheit, um sich den Magen vollzuschlagen und die Reste seines Festmahls dienen wiederum als Nahrung für Nasenbären, Rabengeier und Kahlkopfgeier. Letztere sind fliegende Düngemaschinen und transportieren Nährstoffe vom Waldrand bis tief ins Herz des Dschungels. Etwas weiter entfernt trampelt eine Herde Weißbartpekaris durch einen Palmenhain, frisst sich an den Früchten satt und trägt zur Verbreitung von Samen bei. Die Montezumastirnvögel weben ihre Hängenester in Eukalyptusbäume und integrieren diese Eindringlinge nach und nach in das Ökosystem. Ein Rotaugenlaubfrosch laicht im Wasserbehälter einer Kaffeeplantage und verwandelt diesen unwahrscheinlichen Ort in einen biologischen Korridor. Am Waldrand wacht der Bechsteinara über die letzten Bergmandelbäume, schneidet mit dem Schnabel tote Äste ab und baut sein Nest in das weiche Holz. Die Folge "Am Rand des Regenwaldes" zeigt, wie die Tierwelt geduldig die Lücken des Regenwaldes schließt und die Natur wieder zu ihrem Recht kommt, wenn Mensch und Fauna respektvoll zusammenleben.

Tierisch aufgeforstet 10:25

Tierisch aufgeforstet: Die Verbündeten des Regenwaldes

Tiere

In Mittelamerika entsteht ein neues Bündnis zum Schutz des Regenwaldes. Ob Klammeraffen oder Fregattvögel, jede Tierart leistet ihren Beitrag. Die einen bringen Samen für neue Baumriesen ein, die anderen versorgen die Küsten mit Nährstoffen und verbinden Meer und Land. Doch die Tiere sind nicht länger auf sich allein gestellt. Seit zwanzig Jahren beobachtet ein Biologe die Rotgesichtklammeraffen hoch oben in den Baumwipfeln. Er kennt jedes Tier beim Namen, notiert jede Bewegung und jede Geburt. Die Daten zeigen, wie diese Gärtner des Dschungels den Regenwald von morgen gestalten. Am Waldrand hat sich ein Dorf dafür entschieden, mit den Weißbartpekaris zusammenzuleben, statt die Nabelschweine zu jagen. Mit den Tieren ist ein neues Gleichgewicht zurückgekehrt. Oben in den Bergen spürt ein Forscher Harlekinkröten auf, Überlebende einer Epidemie, die die Amphibien weltweit dezimiert hat. Jedes einzelne Tier ist ein kleiner Sieg! In der Ebene wacht ein Vogelkundler über die Bechsteinaras und ihre Nester im weichen Holz der Mandelbäume, ohne die sich die Papageienvögel nicht fortpflanzen könnten. Auf einer Insel im Pazifik beobachtet ein Biologe eine große Fregattvogelkolonie. Ihr Kot düngt die Küsten und Trockenwälder und schlägt eine Brücke zwischen Meer und Land. Die Folge "Die Verbündeten des Regenwaldes" zeigt, wie Menschen und Tiere zusammenarbeiten, um den Regenwald wieder zu einem wilden Biotop zu machen und die Wunden von Kultur- und Naturlandschaft zu schließen.

Re: 11:25

Re:: Ein Käse als Streitfall

Reportage

Der Comté ist aus der französischen Gastronomie nicht wegzudenken. Die Produktion der Käsesorte gilt oftmals als Vorzeigemodell: Familienbetriebe, lokale Verankerung, generationenübergreifendes Know-how. Heute stellt sich jedoch mehr und mehr die Frage, wie diese Erfolgsgeschichte fortgeführt werden kann, ohne dabei die Flusslandschaft im Juragebirge langfristig zu schädigen. Die Reportage beleuchtet aus unterschiedlichen Perspektiven die Folgen der landwirtschaftlichen Praktiken für die Flüsse im Jura. Sie lässt beispielsweise Milchproduzenten zu Wort kommen, die sehr an ihrem Beruf hängen und sich gleichzeitig der ökologischen Folgen bewusst sind. Zwischen wirtschaftlichen Herausforderungen, administrativen Vorgaben und dem Wunsch, zukunftsorientiert zu handeln, versuchen sie ihre Arbeitsweisen zu modernisieren, ohne dabei ihre Identität zu verlieren. Die Realität der Fischer an den Flussufern sieht hingegen anders aus. Seit mehreren Jahren gehen die Fischbestände zurück und das ehemals beispielhafte Ökosystem ist zunehmend belastet. Verschmutzung, starkes Algenwachstum und ein biologisches Ungleichgewicht haben erheblichen Einfluss auf die Zukunft der für die Region bedeutsamen Flussläufe. Landwirte haben sich neue Arbeitsansätze überlegt: weniger Düngemittel, bessere Abwasserbewirtschaftung, Anpassung der Tierhaltungspraktiken, Wiederherstellung natürlicher Lebensräume. Sie sind überzeugt, dass die landwirtschaftliche Produktion und der Umweltschutz Hand in Hand gehen können, und veranschaulichen resilientere Betriebsmodelle.

Küchen der Welt 11:55

Küchen der Welt: Sizilien: Sarde a beccafico

Essen und Trinken

Wie bei Nonna in Sizilien: Sarde a beccafico / Ein Biss'chen Heimat: Pietro, ein Sizilianer in Tschechien / Ran an die Töpfe!

Stadt Land Kunst 12:25

Stadt Land Kunst: Algier / Indien / Prades

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Algier: Auf den Spuren von "Don Quijote" / Indien: Traditionelle Kampfkunst / Norwegen: Ingvils Kalbfleisch in Zwiebelsauce / Prades: Ein begehrtes Meisterwerk

Stadt Land Kunst 13:10

Stadt Land Kunst: Bougival / Bandana / Schottland

Magazin

Linda Lorin lädt auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. In dieser Folge: Bougival: Berthe Morisots Garten / Bandana: Das Tuch aus Gujarat / Panama: Doris' Fisch in Escabeche-Sauce / Schottland: Hände weg von meiner Miete!

Julia 14:00

Julia

Drama

Vielfach starbesetzte Literaturverfilmung von Fred Zinnemann: Autorin Lillian Hellman gerät vor dem Zweiten Weltkrieg durch ihre Jugendfreundin Julia, eine antifaschistische Widerstandskämpferin, auf eine gefährliche Mission um Devisenschmuggel in Nazi-Deutschland. - Mit drei Oscars und vielen weiteren Filmpreisen ausgezeichnetes Meisterwerk. Die amerikanische Autorin Lillian Hellman, Lebensgefährtin des Autors Dashiell Hammett, erinnert sich an zurückliegende Erlebnisse mit Julia, ihrer besten Freundin aus Kindertagen. Die junge Lillian möchte in der US-Heimat Schriftstellerin werden, Julia verfolgt ihr Studium in Europa. Dafür zieht sie nach Wien, gerade als das politische Klima in Europa zunehmend bedrohlich wird. Der Faschismus erstarkt, und Julia schließt sich bald einer antifaschistischen Studentenbewegung an. Sie engagiert sich immer mutiger gegen das Regime. Nach einem Angriff auf ihre Freundin erreicht Lillian eine Nachricht von Julia: Sie solle Geld über die österreichische Grenze nach Deutschland schmuggeln, um dort den antifaschistischen Widerstand zu unterstützen. Lillian sieht sich selbst nicht als Heldin, willigt aber trotz des hohen persönlichen Risikos, als Jüdin in Nazi-Deutschland unterwegs zu sein, schließlich ein, diese gefährliche Mission zu übernehmen. Dabei geht es um Leben und Tod für sie und Julia - und dann noch um eine weitere Bitte ihrer Freundin, die eher persönlicher Natur ist und als solche für Lillian vielleicht noch wichtiger zu erfüllen. Die Darstellung einer außergewöhnlichen Frauenfreundschaft in den aufgewühlten 1930er Jahren gibt in Fred Zinnemanns beeindruckender Verfilmung atmosphärisch überzeugend die gesellschaftlichen Spannungen und Bedrohungen vor dem Hintergrund der heraufziehenden Gewalt- und Schreckensherrschaft des NS-Staates wieder.

Wilde Dynastien 16:20

Wilde Dynastien: Erdmännchen

Tiere

Die Makgadikgadi-Salzpfannen in Botsuana verdanken ihren Beinamen "das große Nichts" dem Umstand, dass sie völlig vegetationslos sind. Nur am Rand der immensen Salzwüste wächst dürres Gras. Die Temperatur kann hier bis auf 50 Grad Celsius ansteigen, und Regen fällt mehrere Monate lang nicht. In dieser trockenen Landschaft sind die Erdmännchen beheimatet. In ihren Kolonien hat immer ein dominantes Weibchen das Sagen. Die mächtigsten unter ihnen herrschen mitunter über 30 Tiere und vererben ihr Revier ihrem weiblichen Nachwuchs. Eine junge "Erdmännchenkönigin" lernt gerade, ihre aus zwei weiteren Weibchen, drei Männchen und sieben Jungen bestehende Gruppe zu führen. Dabei darf ihr kein Fehler unterlaufen, denn die Trockenzeit ist diesmal besonders intensiv und die Nahrung wird knapp. Um in einer so unwirtlichen Natur überleben zu können, ist sie auf die Unterstützung der ganzen Kolonie angewiesen. Doch die Gruppe ist klein und den Mitgliedern fehlt es an Erfahrung. Sie müssen erst noch lernen, Rivalen und Raubtieren, aber auch verheerenden Sandstürmen zu trotzen.

Wilde Dynastien 17:05

Wilde Dynastien: Pumas

Tiere

Patagonien, Südamerika: Um ihre vier Jungen aufzuziehen, muss sich eine Pumamutter gegen Rivalen behaupten, mit Guanakos anlegen, die fast dreimal so groß sind wie sie, und dem rauen Gebirgsklima trotzen. Sie muss ihren bislang größten Wurf schützen, den Kleinen aber gleichzeitig möglichst viele Fähigkeiten vermitteln, die sie zum Überleben brauchen. Außerdem muss sie den Männchen entkommen, die sich mit ihr paaren wollen, für ihren Nachwuchs aber eine tödliche Gefahr darstellen. Zudem macht ein anderes Pumaweibchen ihr das Revier streitig. Die in über zweijähriger Drehzeit entstandene Folge lässt die Schönheit und Härte eines Pumalebens aus nächster Nähe miterleben.

Italiens unbekannter Norden 17:50

Italiens unbekannter Norden: Das Ossolatal

Land und Leute

In der Region Piemont erstreckt sich das Ossolatal vom westlichen Ufer des Lago Maggiore bis an die Grenze zur Schweiz. Seit jeher bildet es mit dem Simplonpass eine wichtige Verbindung zwischen Norditalien und der Schweiz. Hier hat die Kraft des Wassers das Gestein in besonderer Weise geformt und spektakuläre Landschaften entstehen lassen - von den Schluchten von Uriezzo bis zum 143 Meter hohen Toce-Wasserfall. Schon seit Jahrhunderten hat der Mensch die Reichtümer dieses Landes genutzt: Der rosafarbene Marmor aus den Candoglia-Steinbrüchen diente für den Bau des Mailänder Doms. Im Anzasca-Tal wurde bis zu Beginn der 1960er Jahre nach Gold gegraben. Doch der wahre Reichtum des Ossolatals ist das Wasser: Es kommt von den alpinen Gletschern des Monte Rosa, wird in den mächtigen Staudämmen von Sabbione und Morasco gesammelt und speist von dort den Toce. Sein Wasser stürzt vom imposanten Toce-Wasserfall, durchfließt das ganze Tal und mündet schließlich in die blaue Weite des Lago Maggiore. Entlang des Toce und seiner Zuflüsse ist eine bemerkenswerte Vielfalt an Landschaften, Schauplätzen und Geschichten zu entdecken. Eine Reise, die die tiefe Verbundenheit von Mensch und Gebirge erlebbar macht.

Côte d'Azur - Lebenslust an der französischen Riviera 18:35

Côte d'Azur - Lebenslust an der französischen Riviera

Land und Leute

Die Côte d'Azur ist ein Küstenabschnitt an der Französischen Riviera - voller Tradition, lebendigem Kunsthandwerk und außergewöhnlicher Natur. Zwischen Menton und Cannes leben Menschen, die diesen Küstenstreifen prägen. Meeresschützer, wie Olivier Brunel, der die Aquarien im Ozeanografischen Institut von Monaco leitet. Oder Kunsthandwerker wie der Glasbläser Antoine Pierini aus Biot, dessen Glaskunst regelmäßig auf internationalen Ausstellungen zu sehen ist. In Nizza verkaufen Sophie Budoia und ihr Mann Jean-Luc an einem Stand in der Nähe des Marché aux Fleurs Fladen aus Kichererbsenmehl - Socca genannt. Am Cap de la Croisette in Cannes zieht es Céline Guésdon raus aufs Meer: Die ehemalige Profisportlerin fährt mit ihrem Stand-Up-Paddle gerne zu der vor Cannes liegenden Île Sainte-Marguerite. Ihr vorgelagert ist die etwas kleinere Île Saint-Honorat. Hier bauen Mönche der Abtei Lérins seit Jahrhunderten Wein an.

ARTE Journal 19:20

ARTE Journal

Nachrichten

ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur

Mit offenen Karten - Im Fokus 19:35

Mit offenen Karten - Im Fokus

Infomagazin

"Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen

Re: 19:40

Re:: Invasion der Papageien

Reportage

Papageien sind weltweit verbreitet, sogar dort, wo sie von der Natur überhaupt nicht vorgesehen waren. Eine Spätfolge von jahrhundertelanger Gefangenschaftshaltung in Zoos und privaten Haushalten. Mittlerweile findet man sie fast überall in Europa, allen voran Mönchs- und Halsbandsittiche. In den betroffenen Städten sind die von ihnen verursachten Problemen sehr ähnlich: Die gefiederten Invasoren besetzen städtische wie private Grünflächen, produzieren Unmengen hartnäckigen Kot und machen zu bestimmten Tages- und Nachtstunden reichlich Lärm. Der Umgang mit ihnen ist sehr unterschiedlich. In Köln werden die kleinen Krachmacher zwar nicht durchgehend geliebt, aber doch toleriert. Naturschützer versuchen den Überblick über die grünen Gäste zu behalten und vermitteln, wenn sie sich etwa anschicken, an Hausfassaden zu brüten. Graffiti-Künstler verewigen sie auf Mauern und Wänden, und die Kölschrockband Kasalla widmet ihnen mit "Jröne Papajeie" einen eigenen Song und sieht in ihnen genau die "bunten Vögel", die hier schon immer willkommen waren. In London sind die Sittiche ebenfalls heimisch geworden. Hier füttern viele Menschen sie sogar und machen begeistert Selfies mit ihnen. Der Autor Nick Hunt hat ein Buch über sie geschrieben und die wildesten Theorien gesammelt, woher sie eigentlich stammen. Am meisten amüsiert ihn die Geschichte, dass Jimi Hendrix sie auf die Insel gebracht haben solle ... In Madrid sind Papageien gänzlich unwillkommen, man würde sie am liebsten ausrotten. Die Nester der dort lebenden Mönchssittiche werden regelmäßig zerstört und auch mit Luftgewehren geht man gegen sie vor. Vogelschützer wehren sich dagegen - es ist ein zäher Kampf.

Eine ganz private Affäre 20:15

Eine ganz private Affäre

Thriller

Der alleinstehende Privatdetektiv François Manéri ermittelt im Fall der verschwundenen Studentin Rachel Siprien. Da die junge Frau seit sechs Monaten unauffindbar ist, hat die Polizei den Fall bereits aufgegeben. François ist einverstanden, sich im Auftrag von Rachels Mutter eine Woche lang der Suche zu widmen - mehr nicht. Die Befragung von Rachels Stiefvater, der Nachbarn und des Ex-Freundes zeichnen das Bild einer geheimnisvollen und unberechenbaren jungen Frau. Die offenbar zwischen zwei Welten pendelte: jener ihres wohlhabenden Elternhauses und dem düsteren Milieu eines Swingerclubs. François verstrickt sich bald in ein Netz gefährlicher Bekanntschaften, wozu auch seine verheiratete Geliebte gehört. Die Auffindung von Rachels Leiche löst neue Fragen aus, und François sieht sich vor die Wahl gestellt: aufgeben oder weiterforschen ... Eine Schlüsselfigur könnte Rachels beste Freundin Clarisse sein, mit der François eine sexuelle Beziehung eingeht. Guillaume Niclouxs Thriller baut die Spannung langsam auf und zieht den Zuschauer in ein Rätselspiel um Lust und Macht. "Eine ganz private Affäre" ist der erste einer Reihe französischer Kriminalfilme von Guillaume Nicloux, die alle düster und atmosphärisch sind. Zu nennen sind "Im Schatten der Wälder" (2003) und "Le Concile de Pierre" (2006). Komödien-Darsteller Thierry Lhermitte erscheint hier in einer seltenen Rolle: sehr schroff und wortkarg als privater Ermittler. Noch vor ihrem internationalen Durchbruch ist Marion Cotillard in der Rolle der Clarisse zu sehen.

Sterben 22:00

Sterben

Drama

In "Sterben" geht es um die Familie Lunies, die schon lange keine mehr ist. Erst als der Tod, der alte Bastard, auftaucht, begegnen sie sich wieder. Lissy Lunies, Mitte 70, ist im Stillen froh darüber, dass ihr dementer Mann langsam dahinsiechend im Heim verschwindet. Doch ihre neue Freiheit währt nur kurz, denn Diabetes, Krebs, Nierenversagen und beginnende Blindheit geben ihr selbst nicht mehr viel Zeit. Im Zentrum dieses Panoptikums der Todgeweihten aber steht ihr Sohn, der Dirigent Tom Lunies, Anfang 40. Mit seinem depressiven besten Freund Bernard arbeitet er an einer Komposition namens "Sterben", und der Name wird zum Programm. Gleichzeitig macht ihn seine Ex-Freundin Liv zum Ersatzvater ihres Kindes, das eigentlich auch sein eigenes hätte sein können. Toms Schwester Ellen beginnt währenddessen eine wilde Affäre mit dem verheirateten Zahnarzt Sebastian. Die beiden verbindet die Liebe zum Alkohol. Sie verweigert sich, im System zu funktionieren, und wählt stattdessen die Lust und den Rausch. Aber alles im Leben hat seinen Preis. Matthias Glasner begibt sich in seinem bislang persönlichsten Film auf den Drahtseilakt Leben, in all seiner physischen Wucht und sinnlichen Dringlichkeit - getragen von einem hochkarätigen Ensemble. "Sterben" feierte Premiere im Wettbewerb der Berlinale 2024, wo Matthias Glasner den Silbernen Bären für das beste Drehbuch gewann. Auch wurde "Sterben" vierfach mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet: als bester Spielfilm, für die beste weibliche Hauptrolle, die beste männliche Nebenrolle und die beste Filmmusik.