jetzt red i: Diagnose Ärztemangel - Wenn die Gesundheitsversorgung auf dem Land krankt
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BR Süd
Morgen, 20:15
- 21:15 Uhr
Ende November ist Schluss, in Untersteinach macht die Hausarztpraxis dicht. Die Betreiber hätten gerne weitergemacht, doch wirtschaftlich sei das nicht mehr möglich. Ihre Patienten müssen sich bald neue Ärzte suchen oder weite Wege in Kauf nehmen.
Für die Region ist die Praxisschließung ein weiteres Warnsignal. Schon lange leidet das ländliche Oberfranken unter Ärztemangel. Ein Problem, dass sich in den nächsten Jahren verschärfen wird, denn viele Hausärzte kommen bald ins Rentenalter und finden keinen Nachfolger. Junge Mediziner zieht es eher in die Städte, manche schrecken auch vor der Arbeitsbelastung und der wirtschaftlichen Verantwortung, die eine eigene Praxis mit sich bringt, zurück.
Um die Milliardendefizite der Gesetzlichen Krankenkassen auszugleichen hat die Bundesregierung im Sommer das Beitragsstabilisierungsgesetz auf den Weg gebracht und das sorgt bei niedergelassenen Ärzten für zusätzliche Verunsicherung. Sie fürchten, dass künftig immer mehr Aufgaben aus den Kliniken in die Praxen verlagert werden. Hinzu kommen steigende Betriebskosten. Das könnte das Praxissterben auf dem Land noch beschleunigen. Auch weitere Reformpläne der Regierung wie höhere Zuzahlungen und die geplante Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag verunsichern viele Bürgerinnen und Bürger.
Was muss passieren, damit sich wieder mehr Ärzte in ländlichen Regionen ansiedeln? Wie will die Politik die Gesundheitsversorgung auf dem Land verbessern und so für gleichwertige Lebensbedingungen in Bayern sorgen?
Darüber diskutieren bei "jetzt red i" Bürgerinnen und Bürger live mit Emmi Zeulner (CSU), Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitikerin sowie Katrin Ebner-Steiner (AfD), Vorsitzende der Landtagsfraktion.
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Mitwirkende
- Moderation Tilmann Schöberl
Franziska Eder