04:15
Der Beamte Eliot Ness heftet sich an Al Capones Fersen und versucht, ihn wegen Alkoholschmuggels zu Fall zu bringen. Doch auch die Steuerfahndung will den Gangster zur Strecke bringen. Der Steuerfahnder Frank Wilson findet schließlich Beweise für Al Capones illegale Geschäfte. Capone muss ins Gefängnis. Als er in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt wird, muss er um seine Macht fürchten. Die zweite Staffel der Doku-Reihe "Mafia" zeigt den Aufstieg eines weiteren großen Gangster-Syndikats in den USA. Losgelöst von den Entwicklungen der New Yorker Mafia bilden sich in Chicago ebenfalls kriminelle Vereinigungen. Schon früh setzt sich der gerissene und skrupellose Gangster Johnny Torrio an die Spitze der Mafia in Chicago, die landesweit nur "The Outfit" genannt wird. Dabei nimmt er einen Mann unter seine Fittiche, der schon bald als lebende Legende gelten wird: Al Capone. Gemeinsam schaffen es beide, sich nicht nur mit Glücksspiel und Prostitution zu etablieren, sondern sich in den Wirren der Prohibition mit Alkoholschmuggel an die Spitze der Berufsverbrecher zu setzen. Auf dem Weg dahin räumen sie zuverlässig alle Konkurrenten aus dem Weg. Im Laufe der Jahre steigt Al Capone zum unumstrittenen Boss des Outfits auf und wird zum einflussreichsten Verbrecher der Vereinigten Staaten.
04:45
Um neue Geldquellen zu erschließen, versucht die Mafia von Chicago in den 30er-Jahren, ins Filmgeschäft von Hollywood einzusteigen. Ihr Mann vor Ort ist Willie Bioff. 1939 wird Al Capone vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen. Doch der einst so mächtige Gangsterboss ist schwer erkrankt. Die Verantwortung liegt nun bei Tony Accardo und Paul Ricca. Sie expandieren die Chicagoer Mafia nach Las Vegas. Die zweite Staffel der Doku-Reihe "Mafia" zeigt den Aufstieg eines weiteren großen Gangster-Syndikats in den USA. Losgelöst von den Entwicklungen der New Yorker Mafia bilden sich in Chicago ebenfalls kriminelle Vereinigungen. Schon früh setzt sich der gerissene und skrupellose Gangster Johnny Torrio an die Spitze der Mafia in Chicago, die landesweit nur "The Outfit" genannt wird. Dabei nimmt er einen Mann unter seine Fittiche, der schon bald als lebende Legende gelten wird: Al Capone. Gemeinsam schaffen es beide, sich nicht nur mit Glücksspiel und Prostitution zu etablieren, sondern sich in den Wirren der Prohibition mit Alkoholschmuggel an die Spitze der Berufsverbrecher zu setzen. Auf dem Weg dahin räumen sie zuverlässig alle Konkurrenten aus dem Weg. Im Laufe der Jahre steigt Al Capone zum unumstrittenen Boss des Outfits auf und wird zum einflussreichsten Verbrecher der Vereinigten Staaten.
05:30
Für die Mafia aus Chicago ist der Einstieg ins Spielerparadies Las Vegas schwierig, denn die New Yorker Mafia ist bereits vor Ort. Doch es kommt zu einer gut organisierten Partnerschaft. Die Führung um Tony Accardo expandiert rasch und finanziert den Bau neuer Casinos in der Stadt. Das Geld dafür liefert unter anderen der Boss einer der größten Gewerkschaften des Landes, Jimmy Hoffa. Doch die Verbindung fliegt auf. Die zweite Staffel der Doku-Reihe "Mafia" zeigt den Aufstieg eines weiteren großen Gangster-Syndikats in den USA. Losgelöst von den Entwicklungen der New Yorker Mafia bilden sich in Chicago ebenfalls kriminelle Vereinigungen. Schon früh setzt sich der gerissene und skrupellose Gangster Johnny Torrio an die Spitze der Mafia in Chicago, die landesweit nur "The Outfit" genannt wird. Dabei nimmt er einen Mann unter seine Fittiche, der schon bald als lebende Legende gelten wird: Al Capone. Gemeinsam schaffen es beide, sich nicht nur mit Glücksspiel und Prostitution zu etablieren, sondern sich in den Wirren der Prohibition mit Alkoholschmuggel an die Spitze der Berufsverbrecher zu setzen. Auf dem Weg dahin räumen sie zuverlässig alle Konkurrenten aus dem Weg. Im Laufe der Jahre steigt Al Capone zum unumstrittenen Boss des Outfits auf und wird zum einflussreichsten Verbrecher der Vereinigten Staaten.
06:15
Chicagos Mafiaboss Tony Accardo zieht geschickt alle Fäden, um die Organisation zu stabilisieren. Doch dann erschüttert das Attentat auf Präsident John F. Kennedy die Nation. Tony Accardo entscheidet sich, die Casinos in Las Vegas zu verkaufen und sich zur Ruhe zu setzen. Aber er bleibt der "Consigliere", der Berater der Mafia in Chicago, und spielt eine wichtige Rolle bei den Auftragsmorden. Die zweite Staffel der Doku-Reihe "Mafia" zeigt den Aufstieg eines weiteren großen Gangster-Syndikats in den USA. Losgelöst von den Entwicklungen der New Yorker Mafia bilden sich in Chicago ebenfalls kriminelle Vereinigungen. Schon früh setzt sich der gerissene und skrupellose Gangster Johnny Torrio an die Spitze der Mafia in Chicago, die landesweit nur "The Outfit" genannt wird. Dabei nimmt er einen Mann unter seine Fittiche, der schon bald als lebende Legende gelten wird: Al Capone. Gemeinsam schaffen es beide, sich nicht nur mit Glücksspiel und Prostitution zu etablieren, sondern sich in den Wirren der Prohibition mit Alkoholschmuggel an die Spitze der Berufsverbrecher zu setzen. Auf dem Weg dahin räumen sie zuverlässig alle Konkurrenten aus dem Weg. Im Laufe der Jahre steigt Al Capone zum unumstrittenen Boss des Outfits auf und wird zum einflussreichsten Verbrecher der Vereinigten Staaten.
07:00
Sabrina Carpenter stellt die Popwelt auf den Kopf. Mit Humor, Charme und einer neuen Definition von Weiblichkeit und Sexualität setzt sie neue Maßstäbe für eine ganze Generation. "The True Story of Sabrina Carpenter" erzählt die Geschichte einer absoluten Selfmade-Ikone. Von vielen unterschätzt, kämpft sie sich mit Witz und der nötigen Schippe Provokation bis ganz nach oben. Sabrina Carpenter - sie ist der freche Talk of Town der Popmusik. Selbstbewusst erkämpft sie sich den Weg in die Liga der Popikonen. Der Weg dorthin ist für die junge Frau aus Quakertown, Pennsylvania, alles andere als einfach - und das, obwohl sich ihr Talent schon in ihrer Kindheit bemerkbar macht. Mit voller Rückendeckung ihrer Familie wagt Sabrina Carpenter als Teenagerin ihre ersten Schritte ins Rampenlicht. Neben Coversongs, die sie auf YouTube veröffentlicht, ergattert sie erste Schauspielrollen wie in der Disney-Serie "Girl Meets World". Ihr Fokus liegt aber mehr auf der Musik, und so veröffentlicht sie nacheinander mehrere Songs, Alben und geht sogar auf Tour. Der große Erfolg lässt jedoch auf sich warten, zu groß sind die Vorurteile gegenüber der jungen, blonden Frau. Doch nach dem ein oder anderen prominenten Beziehungsdrama und einem radikalen Imagewandel folgt dann der Durchbruch. Der Song "Espresso" katapultiert Carpenter 2024 nicht nur an die Spitze sämtlicher Charts. Er ist auch ihr goldenes Ticket in die Welt der Popikonen. Das darauffolgende Album "Short n' Sweet" erhält Platin. Mit ihren frechen Texten etabliert sich Carpenter in der Popwelt und definiert Weiblichkeit und Sexualität neu. Nicht ganz ohne Kontroversen, wie das Cover ihres neuen Albums "Man's Best Friend" beweist.
07:30
Pamela Anderson wurde durch den "Playboy" und "Baywatch" weltberühmt und zum größten Sexsymbol der 1990er-Jahre. Viel zu spät versteht die Öffentlichkeit, dass sie weit mehr ist als das. "The True Story of Pamela Anderson" erzählt die Geschichte einer Ikone, die lange auf ihr sexy Image reduziert wurde. Dabei ist Anderson nicht nur Schauspielerin und Autorin, sondern auch eine engagierte Aktivistin. September 2023 - Pamela Anderson besucht die "Fashion Week" in Paris. Doch statt gewöhnt glamourös zeigt sie sich vollkommen ungeschminkt. Ein mutiger Schritt für die Mitfünfzigern, befindet die Presse. Denn lange war Anderson der Inbegriff weiblicher Schönheitsideale. Pamela Anderson wird 1967 auf Vancouver Island geboren. Der Vater Pokerspieler und Schornsteinfeger, die Mutter Kellnerin: Dass dieses Mädchen einmal zum Weltstar werden soll, daran denkt damals niemand. Tatsächlich beginnt ihre Karriere mit einem großen Zufall. Wie im Film wird Anderson bei einem Football-Spiel entdeckt. Sie erhält erste Werbeaufträge und posiert kurz darauf, mit 22, für den "Playboy". Sie zieht nach Los Angeles, um sich dort als Schauspielerin zu versuchen. 1992 wird sie die Rettungsschwimmerin CJ Parker in der Kultserie "Baywatch" - Pamela Anderson im roten Badeanzug, das ist bis heute ikonisch. Sie wird in rasender Geschwindigkeit zum Megastar. Doch was aussieht wie der Beginn einer strahlenden Karriere, wird bald überschattet von Skandalen. Nach ihrer Hochzeit mit Rocker Tommy Lee dringen Privataufnahmen an die Öffentlichkeit, die das Paar während ihrer Flitterwochen beim Sex zeigen. Ein Video, das als "Sex Tape" in die Popgeschichte eingehen wird und Andersons Image als Sexsymbol weiter festigt. Lange wird Anderson auf ihren Körper reduziert und von vielen unterschätzt. Erst heute, fast 30 Jahre später, erkennt die Öffentlichkeit das Potenzial der Powerfrau.
08:15
Die Popsängerin Rihanna gehört zu den erfolgreichsten Musikerinnen der Welt. Aufgewachsen auf der Karibikinsel Barbados, folgt eine kometenhafte Karriere und der Aufbau eines Beauty-Imperiums. Ihre Kosmetik- und Modelinien sind heute milliardenschwer. 2021 wird Rihanna von "Forbes" zur reichsten Musikerin der Welt ernannt. Sie wird die erste Woman of Colour an der Spitze eines Luxusmodelabels. Doch alles beginnt mit ihrer Liebe zur Musik. 2003 gründet Robyn Rihanna Fenty mit zwei Freundinnen eine Girlband und wird vom Musikproduzenten Evan Rogers in ihrer Heimat Barbados entdeckt. Zwei Jahre später unterschreibt sie ihren ersten Plattenvertrag bei dem Label von Rapper und Musikproduzent Jay-Z. Mit nur 17 Jahren veröffentlicht Rihanna ihre erste Single: "Pon de Replay" - und landet damit weltweit in den Top 10. 2005 erscheint ihr Debütalbum "Music of the Sun". Es wird über zwei Millionen Mal verkauft. Mit gerade einmal 19 Jahren steht Rihanna 2007 mit ihrem Hit "Umbrella" an der Spitze der Charts. Der Welthit wurde angeblich gar nicht für sie, sondern für Popstar Britney Spears geschrieben. 2010 dann das große Rihanna-Jahr: Mit "Rude Boy", "Love the Way You Lie", "What's My Name?" und "Only Girl (In the World)" führt die barbadische Sängerin die Spitze der US-amerikanischen "Billboard Charts" an. Damit sichert sie sich ihren ersten Eintrag ins "Guinnessbuch der Rekorde". Niemand anderem gelingen so viele Nummer-eins-Hits innerhalb eines Jahres. Ihr Liebesleben rückt immer wieder in den Fokus der Berichterstattung. Ihr damaliger Partner, der Sänger Chris Brown, greift Rihanna 2009 an und verletzt sie schwer. Seither kämpft die Künstlerin gegen Gewalt an Frauen und möchte Betroffene ermutigen. Sie engagiert sich für zahlreiche Charity-Projekte, unter anderem für krebskranke Kinder und sozial benachteiligte Menschen. Die Musikerin vermischt klassische R'n'B-Elemente mit karibischem Reggae und Dancehall. Bis 2016 veröffentlicht Rihanna acht Studioalben. Der Erfolg spricht für sich: neun Grammys und mehr als 250 Millionen verkaufte Tonträger. Neben ihrer Musikkarriere entdeckt sie auch die Schauspielerei. Rihanna spielt in Filmen wie "Battleship" (2012), "Annie" (2014) und "Ocean's 8" (2018) mit. Nach etlichen Kooperationen mit verschiedenen Modemarken gründet sie 2017 ihr eigenes Label "Fenty Beauty". Ein Jahr später kommt die Unterwäschelinie "Savage X Fenty" dazu. Mit der Kosmetiklinie "Fenty Skin" setzt sie sich als Woman of Colour für Diversität ein. Doch dann wird es ruhiger um die Sängerin, 2023 dann ihr legendärer Aufritt bei der Superbowl-Halbzeitshow, bei der sie ihre größten Hits performt. Die Künstlerin denkt noch lange nicht ans Aufhören: 2025 soll ihr neuntes Album erscheinen.
09:00
Das Pop-Phänomen Taylor Swift begeistert Fans auf der ganzen Welt. Sie räumt unzählige Preise ab und stellt Rekorde auf. Ihr gelingt der Sprung von der Countrymusikerin zum Weltstar. Swift schlägt alle Rekorde: ausverkaufte Stadien, Millionen Streams, elf Studioalben in 18 Jahren Karriere. Mit den sogenannten Swifties hat sie eine riesige Fangemeinde. Was steckt hinter dem Hype um die Selfmade-Milliardärin? Was ist das Geheimnis ihres Erfolges? Die Sängerin begeistert sich früh für Countrymusik, schreibt eigene Songs und hat ihre ersten kleinen Auftritte. Mit 16 Jahren unterschreibt sie ihren ersten Plattenvertrag. Im selben Jahr dann das erste Album. Ihre Karriere nimmt rasant an Fahrt auf. Mit dem Mix aus Country- und Popmusik spricht Taylor Swift ein breites Publikum an. Ihre Singles werden Hits, und sie führt die Charts an. Die Popkünstlerin verarbeitet Mobbing-Erfahrungen in ihren Songs und trotzt Kritikern. Selbst, als ihre Dankesrede bei den "MTV Video Music Awards" 2009 von Rapper Kanye West unterbrochen und ihr das Mikrofon aus der Hand gerissen wird, bewahrt sie einen kühlen Kopf. Ausverkaufte Konzerttouren und zahlreiche Auszeichnungen wie der "Grammy Award" für das "Album des Jahres" folgen. Taylor Swift wehrt sich gegen Auflagen von Streamingdiensten und wendet sich sogar gegen ihre Plattenfirma. Im Jahr 2019 verliert sie die Rechte an ihren ersten sechs Alben. Ihre Versuche, die Aufnahmen zurückzukaufen, scheitern kläglich. Doch sie gibt nicht auf und nimmt die Alben als "Taylor's Version" neu auf. 2023 verkündet Taylor Swift dann eine Welttournee. Mit "The Eras Tour" spielt sie unter anderem Konzerte in Europa und Großbritannien. Die Sängerin markiert mit jedem Album eine neue Ära, um damit eine bestimmte Ästhetik, Gefühlslage und Erfahrung zu vermitteln. Außerdem versteckt sie Botschaften in ihren Songs und Musikvideos, sogenannte Easter Eggs. Sie experimentiert mit Genres wie Indie und Folk. Bei Auftritten von Taylor Swift bebt sogar die Erde. Zwei Konzerte in der US-Stadt Seattle sollen seismische Aktivitäten verursacht haben, die einem Erdbeben der Stärke 2,3 entsprechen. Die Popsängerin bricht Rekorde und hat mehr Nummer-eins-Alben als jede andere Künstlerin in der Geschichte der US-Charts herausgebracht.
09:43
Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.
09:45
Bad Bunny ist einer der größten Stars unserer Zeit. Mit seiner kompromisslosen Art und seiner Offenheit hat der Puerto-Ricaner die Musikwelt auf den Kopf gestellt. "The True Story of Bad Bunny" erzählt die Geschichte eines Künstlers aus Puerto Rico, der mit Reggaeton und Latin Trap die größten Bühnen der Welt zum Beben bringt und dabei konsequent für seine Überzeugungen einsteht. Die "Super Bowl Halftime Show" im Februar 2026. Reggaeton- und Latin-Trap-Star Bad Bunny ist Headliner bei einem der wichtigsten Sport-Events der USA und sorgt für Schlagzeilen. Dass dort ein Künstler auftritt, der konsequent auf Spanisch singt, ist für Präsident Trump und einige MAGA-Anhänger ein Affront. Doch Fakt ist: Bad Bunny ist einer der größten Musiker unserer Zeit. Benito Antonio Martínez Ocasio wird 1994 in Puerto Rico geboren, einem Außengebiet der USA. Schon als Kind will er Rapper werden und beginnt als Teenager, Songs zu schreiben. Doch bis sein Traum wahr wird, sollen noch einige Jahre vergehen. Während seines Studiums arbeitet Benito tagsüber als Aushilfe im Supermarkt und abends an seinen Songs. Unter dem Namen Bad Bunny lädt er erste Tracks auf SoundCloud hoch - und dann geht alles ganz schnell. Er bringt einen Hit nach dem anderen heraus. In nur wenigen Jahren wird Bad Bunny zu einem der meistgestreamten Künstler der Welt und wird für seine Musik vielfach ausgezeichnet. Doch Bad Bunny überzeugt nicht nur in Sachen Reggaeton und Latin Trap, sondern auch mit seiner Message. Er setzt sich für Rechte von Frauen und der LGBTQ+-Community ein und stellt mit seiner genderfluiden Ästhetik die Codes des Reggaeton auf den Kopf. Doch vor allem vergisst Bad Bunny nie, wo er herkommt. Konsequent setzt er sich für seine Heimat ein und macht die Kultur Puerto Ricos in der ganzen Welt bekannt.
10:00
Sie arbeiten im Auftrag der Reichen und Schönen. Deutschlands Luxusverkäufer. Sie sorgen dafür, dass auch die exklusivsten Wünsche ihrer reichen Kunden erfüllt werden. Den Privatjet bereitstellen, das Luxusmenü vorbereiten oder Designerkleidung aussuchen, das ist ihr Alltag. Einblicke in das Leben der High Society. "Der heutige Gast wünscht eine komplett saubere Kabine", sagt Alexander Müller, Privatjet-Broker aus Hamburg. Gemeinsam mit seinem Kollegen Sven organisiert er Flüge für Menschen, die sich nicht mit Airline-Zeitplänen abgeben wollen. Für Unternehmer Julien Backhaus zählt: "Alles richtet sich nach mir. Es ist mein Zeitplan, der heute durchgezogen wird." Ihm hilft der Privatflug, seinen engen Terminkalender einzuhalten, morgens von Hamburg nach Düsseldorf, am Abend wieder zurück in die Hansestadt zu einer Veranstaltung, das geht entspannt nur so. In München sorgt Personal Shopperin Sonja Grau für diskrete und treffsichere Modeberatung. Ihre Kundinnen schätzten den Komfort: "Für mich ist einfach wichtig, dass ich bei der Hitze nicht in zehn Geschäfte rumspringen muss oder 20 Stücke anprobieren muss. Das ist mir alles zu lästig", sagt Gabriele K.. Die Modeberaterin weiß, was ihre langjährige Kundin kleidet und war bereits im Vorfeld unterwegs, um die richtige Zusammenstellung in den richtigen Größen zu finden. Marius Mutschinski ist ein Luxus-Privatkoch. Zu seinen Kunden gehören hauptsächlich Prominente und Menschen aus der High Society. Aber jeder mit einem entsprechenden Budget kann sich den Privatsternekoch zu sich nach Hause buchen. Zusammen mit seinem Souschef fährt er zu seinen Kunden und bereitet dort, je nach Bedarf, ein exklusives Frühstück oder ein Sieben-Gänge-Menü zu. "In erster Linie schenke ich wohlhabenden Menschen Zeit. Die fehlt ihnen nämlich oft. Statt vor oder nach der Arbeit in der Küche zu stehen, möchten sie zum Beispiel Zeit mit ihrer Familie verbringen. Dafür buchen sie sich einen Privatkoch wie mich." Die "ZDF.reportage" bietet einen seltenen Einblick in die Welt der Dienstleister der Reichen und Schönen.
10:30
Auf der Prachtmeile Rodeo Drive reiht sich eine Luxusboutique an die andere. Diamanten, Taschen, stylische Outfits: Dort kauft der Geldadel von Beverly Hills ein - oder lässt einkaufen. So wie die Unternehmerin Mendy Stoll. Sie hat Geld satt, aber keine Zeit, es auszugeben. Mode- und Kaufberaterin Jennifer Principe bringt die neuesten Designer-Kollektionen zum Anprobieren direkt nach Hause und erspart ihr damit nervenaufreibende Shoppingausflüge. Auf der Prachtmeile ist es derzeit ohnehin schwer, einen Parkplatz zu finden. Denn Oldtimer-Fanatiker Bruce Meyer veranstaltet dort seinen alljährlich stattfindenden "Rodeo Drive Concours d'Elegance". Bei der wohl glamourösesten Oldtimer-Parade der Welt präsentiert das Who's who von Beverly Hills die seltensten, kultigsten und natürlich teuersten Autos, die es auf dem Markt gibt. Außerdem: Luxus-Chocolatier Jonathan Grahm schenkt seinem Schoßhündchen Sebastian eine Spa-Party beim Hundefriseur. Influencer Stephen Oscar feiert einen Vertragsabschluss mit seinen Social-Media-Freunden bei einem exklusiven Cannabis-Dinner - high werden inklusive. Und Star-Friseur Philip Berkowitz tut das, was er immer tut: den Schönen und Reichen die Haare machen und dabei geduldig ihren Sorgen lauschen. Beverly Hills, "La La Land", Welthauptstadt des Glamours. Topdesigner, Makler, Schönheitschirurgen, Heiratsvermittler, Promi- und Hundefriseure geben einen Einblick in die Welt der Schönen und Reichen.
11:15
90210: die begehrteste Postleitzahl der Welt. Doch dort die richtige Immobilie zu finden: schwierig! Zum Glück lassen sich Luxusprobleme solcher Art oftmals mit Geld lösen. Aber eben nicht alle. So findet die schwerreiche Filmproduzentin Carolyn Folks einfach nicht den Absprung aus dem luxuriösen Hotel "Beverly Wilshire". Obwohl ihre Wohnung nur wenige Gehminuten entfernt liegt, bucht Folks sich regelmäßig für ein paar Tage im "Wilshire" ein. Denn offensichtlich hat sich dort ihr Traum vom idealen Wohnen schon erfüllt: Wegen der 24-Stunden-Fürsorge des bemühten Personals, der familiären Atmosphäre und der vielen anderen Annehmlichkeiten in dem legendären Hotel verschiebt sie den Auszug ein ums andere Mal. Die Immobilienmaklerin Dani Behr schlägt sich mit ganz anderen Problemen herum: Die britische Ex-Moderatorin will eine 85-Millionen-Dollar-Villa an den Mann bringen und sich anschließend eine wohlverdiente Auszeit gönnen. Doch ihre superreichen Kundinnen und Kunden haben extrem überzogene Ansprüche und sind notorisch kompliziert. Ihre Millionen-Provision muss sie sich hart erarbeiten. Chocolatier Jonathan Grahm wiederum kämpft gleich an zwei Fronten: Er will seine Luxusschokolade im großen Stil an das legendäre "Beverly Wilshire"-Hotel verkaufen und muss sein ganzes Verkaufstalent aufbieten, um den Deal einzutüten. Gleichzeitig wollen er und Schauspieler-Ehemann Jeff Eltern werden. In einer Agentur durchforsten sie den Katalog nach geeigneten Eizellenspenderinnen und Leihmüttern. Doch wie soll die geeignete Kandidatin sein? Blond oder braun? Klein oder groß? Mehrsprachig, Schauspielerin? Das Leben in "La La Land" ist wirklich nicht leicht! Beverly Hills, "La La Land", Welthauptstadt des Glamours. Topdesigner, Makler, Schönheitschirurgen, Heiratsvermittler, Promi- und Hundefriseure geben einen Einblick in die Welt der Schönen und Reichen.
12:00
Luxusvilla, Porsche, Rolex, Gucci: Wer in "La La Land" ganz oben mitspielen will, muss Statussymbole aufbieten. Doch komplett ist das Bild erst mit dem richtigen Partner an der Seite. Das weiß auch Gina Hendrix: Sie betreibt seit 15 Jahren eine Partnervermittlung für Superreiche. Für ihre Dienste verlangt sie mindestens 75.000 Dollar. Hart verdient, denn der typische Beverly-Hills-Single ist anspruchsvoll und schwer zu überzeugen. Hinzu kommt, dass es auf dem heimischen Partnermarkt einen extrem hohen Frauenüberschuss gibt. Mittvierzigerinnen, wie die englischstämmige Modedesignerin Lady Victoria Hervey, haben da mitunter schlechte Karten. Früher konnte Hervey sich vor Verehrern kaum retten. Heute muss sie mit Heerscharen von heiratswütigen It-Girls konkurrieren, die Beverly Hills auf der Suche nach Mr. Right und seinen Millionen durchstreifen. Doch Lady Victoria stemmt sich gegen ihr Schicksal. Mithilfe von Botox, Fettverbrennungsmaschinen, Hairstylisten und Make-up-Artists will sie die Einsamkeit hinter sich lassen. Influencer Stephen Oscar sind solche Probleme fremd. Mit Anfang 20 entspricht der Hipster dem gefühlten Wunschalter von ganz Beverly Hills. Doch auch sein junges Leben ist nicht frei von Stress: Der aufstrebende Social-Media-Star hat allein auf YouTube 277.000 Follower. Und die wollen täglich mit neuen Geschichten aus "La La Land" gefüttert werden. Für Oscar heißt das: täglich die Klinken der Reichen und Schönen putzen, auf dass sie ihm neuen Content, Glanz und Glamour liefern. Beverly Hills, "La La Land", Welthauptstadt des Glamours. Topdesigner, Makler, Schönheitschirurgen, Heiratsvermittler, Promi- und Hundefriseure geben einen Einblick in die Welt der Schönen und Reichen.
12:45
Laura ist abhängig von Instagram, Tik-Tok und WhatsApp. Ihr Leben spielt sich fast nur noch in der virtuellen Welt ab. Um ihre Sucht zu behandeln, geht sie in eine Spezialklinik. Die Aufmerksamkeit, die sie in den sozialen Medien bekommt, hilft ihr, der inneren Leere zu entfliehen. Aber ihre Abhängigkeit hat Laura in eine psychische Krise gestürzt. Im Therapiezentrum lernt sie, sich des Problems bewusst zu werden und Lösungen zu erarbeiten. Die Coronapandemie hat das Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen nachhaltig verändert. Im Jahr 2023 sind in Deutschland 95 Prozent aller Jugendlichen regelmäßig online. Digitale Geräte dominieren oftmals ihre Freizeitaktivitäten. Und auch Erwachsene sind bei der Handynutzung keine guten Vorbilder. Soziale Medien aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn. Forscher und Experten erklären in der dreiteiligen Doku die Mechanismen hinter ihrem Suchtpotenzial, besonders für junge Menschen. Die ständige Suche nach Anerkennung und Likes kann schließlich zu Abhängigkeit mit schwerwiegenden Folgen führen: Vereinsamung, Schulversagen, Aggressivität bis hin zu Suizidgedanken. Das gilt für soziale Medien ebenso wie für Videospiele, Online-Glücksspiel oder Pornos. Soziale Netzwerke, Onlinespiele oder Pornos können abhängig machen. Besonders gefährdet: Kinder und Jugendliche. Eine Doku-Reihe über Bildschirmsucht und ihre Folgen.
13:30
Daniel gibt fast 100.000 Euro für Online-Glücksspiele aus. Mit 16 spielt er Videogames, später kommen Poker, Roulette und Sportwetten hinzu. Durch eine Therapie überwindet er seine Sucht. Die Grenzen zwischen harmlosem Gaming und klassischem Glücksspiel sind oftmals fließend. Jugendliche, die spielsüchtig sind, vernachlässigen häufig soziale Beziehungen. Sie schwänzen die Schule oder gehen nicht mehr zur Ausbildung oder Arbeit. Hinter den Game- und Gambling-Angeboten steckt eine regelrechte Industrie, die mit Mafia-Methoden Spieler unter Druck setzt und versucht, gezielt junge Leute anzusprechen. Viele Wettanbieter sind auch im Profisport präsent. Ob Gaming, Gambling, soziale Medien oder andere Plattformen: Mitarbeitende der Tech-Industrie kennen die psychologischen Tricks und Techniken, mit denen ihre Angebote und Apps Userinnen und User abhängig machen. Und nicht zuletzt deshalb halten viele von ihnen ihre eigenen Kinder möglichst lange von Bildschirmen und Displays fern.
14:15
Bru ist zehn, als er anfängt, Pornos zu schauen. Seine Eltern ahnen nichts. Was als Spaß in der Freundesclique beginnt, endet für ihn in der Pornosucht und massiven Gesundheitsproblemen. Er zieht sich immer mehr zurück, leidet unter Erektionsstörungen - und beginnt schließlich eine Therapie. Doch nicht nur leicht zugängliche Pornographie ist eine Gefahr für Kinder. Auch Cybermobbing kann schwerwiegende Folgen für Seele und Körper haben. Junge Menschen werden inzwischen immer häufiger Opfer von sogenanntem Sexting: Jugendliche schicken Fotos oder Videos von sich mit sexuellem Inhalt an ihren Freund oder ihre Freundin. Die leiten sie dann aber einfach an Dritte weiter. Zahlreiche Beratungsstellen und Organisationen bieten jungen Menschen heute psychologische Unterstützung an. So gibt es erfolgreiche Lösungsansätze, um die Bildschirmsucht in allen ihren Ausprägungen zu behandeln. Das zeigen die Beispiele von Laura, Daniel und Bru, die einen Weg aus der Abhängigkeit gefunden haben.
15:00
Sie sind aufwendig designt, schmecken wie Süßigkeiten und sind bei jungen Menschen extrem beliebt: Vapes. Fast jeder Siebte zwischen 18 und 25 Jahren konsumiert sie regelmäßig. Viele Raucher nutzen Vapes, um von der klassischen Zigarette loszukommen. Aber auch deren Suchtfaktor ist extrem hoch. Die Doku checkt alle Fragen rund um die Vape - woher sie kommt, wer sie nutzt und warum. Und wer damit ordentlich Kohle macht. Karsten (57) hat gut 40 Jahre geraucht, grob geschätzt kommt er auf rund 250.000 Zigaretten. "Aufhören konnte ich nicht, die Angst vor dem Nikotin-Entzug hatte mich fest im Griff." Doch immer stärker störten den Berliner die Nebenwirkungen des Rauchens: Kratzen im Hals, stinkende Kleidung und Finger, Einschränkungen durch Rauchverbote beim Ausgehen. Vor sechs Monaten stieg er von Zigaretten auf Vapes um - und ist sehr zufrieden mit seiner Entscheidung. "Mein Essen schmeckt besser, ich kann überall hingehen ohne Angst vor Nikotin-Entzug. Für mich ist Vapen die perfekte Möglichkeit, von den normalen Kippen loszukommen." Krebsforscherin Prof. Ute Mons beurteilt diese Haltung kritisch: "E-Zigaretten können beim Rauchstopp helfen. Aber die Nikotin-Abhängigkeit bleibt bestehen. Man ersetzt nur die herkömmliche und sehr schädliche Konsumgewohnheit durch eine etwas weniger schädliche Gewohnheit." Die 21-jährige Lea spürt nach zwei Jahren Vapen die Folgen ihrer Sucht: einen hartnäckigen Reizhusten mit schleimigem Auswurf - der nach Erdbeere schmeckt, genau wie ihre bevorzugte Vape. "Ich war nach kurzer Zeit bei rund 800 Puffs am Tag. Heute weiß ich, dass das ungefähr zwei Schachteln Zigaretten gleichkommt. Kein Wunder, dass mich das Vapen krank gemacht hat." Über die gesundheitlichen Risiken wird in den sozialen Medien viel zu wenig gesprochen, findet Lea. Stattdessen positionieren sich viele Stars und Influencer in ihren Posts mit Vapes in der Hand. "Rapper wie Massiv oder Streamer wie MontanaBlack propagieren damit, dass Vapen cool sei. Und wenn du auch cool wirken willst, dann machst du das nach." Auch, wenn cool sein im Falle der Vapes krank machen kann. Auch Kimberly und Michelle (beide 17, Schülerinnen) dampfen regelmäßig. Ihre liebste Geschmacksrichtung: "Blueberry Cheesecake - das schmeckt lecker, und man kann es gut verheimlichen. Beim Vapen mit Freunden kann man wunderbar entspannen." Der Einstieg ins Nikotindampfen vor drei Jahren fiel den damals 14-Jährigen leicht. Kein Kratzen im Hals, kaum Alterskontrollen im Kiosk. Inzwischen kauft Michelle am liebsten die Vapes mit 18.000 Zügen, eine in Deutschland illegale Größe. Das Problem: Welche Inhaltsstoffe diese süßen Nikotinbomben enthalten, ist unklar, denn sie werden hier in Deutschland nicht kontrolliert. Nach genau diesen Vapes sucht auch Zollfahnderin Heike Sennewald, wenn sie mit Kollegen Razzien in Lagerhallen und Kiosken durchführt. In Deutschland dürfen nämlich nur Vapes mit einer maximalen Füllung von 600 bis 700 Zügen verkauft werden. "Durch den Handel mit illegalen Vapes entsteht uns allen ein Steuerschaden von mehreren Millionen Euro jährlich." 90 Prozent der Vapes kommen auf direktem Weg aus China nach Deutschland. Tatsache ist jedoch, dass in China selbst die süß aromatisierten Vapes nach kurzer Zeit verboten wurden, weil der Suchtfaktor für junge Menschen extrem hoch ist. Während in China E-Zigaretten aller Art also ausschließlich nach Tabak schmecken dürfen, verschickt das Land seine flavorisierte Ware in die ganze Welt - und schwerpunktmäßig nach Deutschland.
15:45
Im Juli 2018 macht der französische Zoll in der Karibik einen Sensationsfang: 1,5 Tonnen Kokain, versteckt in den Ballasttanks eines Segelbootes. Der Schmuggler - ein unbeschriebenes Blatt. Martin Lepage ist Kanadier, Mitte 50 und Rettungssanitäter im Ruhestand. Er ist Vater von zwei Söhnen und hat bislang ein unauffälliges Leben geführt. Er behauptet, von dem Kokain nichts gewusst zu haben. Ist er in eine Falle gelockt worden? Das Video geht damals um die Welt: Ein Rennsegelboot steht mitten in der Karibik in Flammen. Das Inferno wird vom französischen Zoll gefilmt, der das Boot kontrollieren wollte. Der Skipper Martin Lepage und sein Mitsegler haben sich in ihr Rettungsboot geflüchtet. Es gelingt dem Zoll, den Brand zu löschen. Als die Zöllner an Bord gehen, entdecken sie, versteckt in den Ballasttanks des Bootes, 50 große Päckchen Kokain. Die Segler und das Boot werden in den Hafen von Fort-de-France, der Hauptstadt des französischen Überseegebietes Martinique, gebracht. Noch nachts wird das Kokain gewogen, es handelt sich um gut 1,5 Tonnen. Martin Lepage und sein Mitsegler werden festgenommen und verhört. Wer ist Martin Lepage? Wurde dem gutmütigen Mann das Kokain untergeschoben, wie er behauptet? Der Rettungssanitäter aus Quebec hat immer von einer Weltumsegelung geträumt. Doch wie ist er an dieses teure Rennsegelboot gekommen? Die "Livie" ist in Seglerkreisen eine Ikone, das Boot hat viermal an der härtesten Einhandregatta der Welt, der "Vendée Globe", teilgenommen und ist sehr wertvoll. Womit hat Lepage das Boot bezahlt? Ist er verstrickt in einen internationalen Drogendeal, der viel zu komplex für ihn ist? Oder wurde ihm eine Falle gestellt? Die vierteilige Dokumentation rollt den spannenden Fall auf. Zöllner, der Staatsanwalt und ein Polizist geben Einblick in die damaligen Ermittlungen. Journalisten, die den Fall recherchiert haben, kommen zu Wort, genauso wie Freunde und Bekannte von Martin Lepage und sein Anwalt. Im Zentrum aber steht der Kanadier selbst, der seine abenteuerliche Geschichte erzählt.
16:30
Der verurteilte kanadische Kokainschmuggler Martin Lepage gibt zu, dass er bislang die Wahrheit verschwiegen hat. Er will nun erzählen, wie er den Schmuggel organisiert hat. Im Sommer 2016 ist er von einem Mitglied eines kanadischen Motorradklubs angesprochen worden, ob er interessiert sei, Kokain von den Antillen nach Kanada zu transportieren. Er soll damit 2000 Dollar pro Kilo verdienen. Lepage erklärt sich bereit. Zunächst soll es um etwa 300 Kilo gehen. Lepage sieht über 500.000 schnell verdiente Dollar und sich selbst als ganzen Kerl, der abenteuerlich über das Meer segelt. Zunächst braucht er ein Boot und wird in Frankreich fündig. Er entscheidet sich für ein berühmtes Rennboot, die "Livie". Das Boot hat mehrmals an der härtesten Einhandregatta der Welt teilgenommen und ist eine Ikone in Seglerkreisen. Lepage wird sich mit dem Vorbesitzer einig und lässt das Boot in Frankreich überarbeiten und umbauen. Warum entscheidet er sich für so ein auffälliges Boot? Woher hat er das Geld für den Kauf und teuren Umbau? Er zahlt alles in bar und kehrt den Lebemann heraus. Der mit dem Fall betraute Polizist Clément Godart rollt seine Untersuchungen auf. Er ist sich sicher, dass die Hells Angels hinter dem groß angelegten Drogendeal stehen. Lepage überquert mit einem Mitsegler den Atlantik mit Ziel Quebec. Als Zwischenziel steuern sie Martinique an. Die Insel ist eine Drehscheibe im internationalen Kokaingeschäft. Sie wollen dort zwei Wochen bleiben, das Kokain übernehmen und weitersegeln. Doch der Plan geht nicht auf. Ein Putschversuch in Venezuela führt zu Verzögerungen, dann macht die beginnende Hurrikan-Saison ein Weitersegeln unmöglich. Martin Lepage fliegt erst mal nach Hause und überlegt, das Boot wieder zu verkaufen. Will er aussteigen aus dem Geschäft? Er bekommt keine Chance dazu. Seine Auftraggeber lassen ihm keine Wahl.
17:15
Kokainschmuggler Martin Lepage nimmt in der Karibik in einer spektakulären Umladung auf hoher See 1,5 Tonnen Kokain mit an Bord seines Segelschiffes und nimmt Kurs auf Kanada. Doch die Fahrt wird nach zwei Tagen gestoppt. Der französische Zoll hatte das Boot schon länger im Visier, da es monatelang verwaist im Hafen von Martinique lag. Lepage und sein Mitsegler versuchen vergeblich, das Boot mitsamt der brisanten Ladung zu versenken. Gegen Ende der Hurrikan-Saison ist Lepage von Kanada zurück nach Martinique geflogen, um seinen Schmuggelauftrag durchzuführen. An seiner Seite ist Langis Bélanger, ein ehemaliger Soldat, der im Afghanistankrieg gekämpft hatte. Sie erhalten von ihrem Auftraggeber eine verschlüsselte Nachricht mit GPS-Koordinaten für den Ort der Kokain-Übergabe auf hoher See. Weil er schlecht navigiert, kommt Lepage viel zu spät zum Treffpunkt, es ist zunächst keiner dort. Schließlich kommt ein venezolanisches Fischerboot mit der heißen Ladung. Zwei Tage später wird Lepage vom Zoll gestellt und festgenommen. Er verbringt seine Haft in Ducos auf Martinique, in einem der heruntergekommensten Gefängnisse Frankreichs. Die Haftbedingungen sind schlimm, das Gefängnis ist überbelegt, und es herrscht Gewalt. Lepage wird von den Mithäftlingen mit einigem Respekt behandelt, er bekommt den Spitznamen "Boss" - wegen der großen Menge Kokain, die er geschmuggelt hat. Lepage weiß nicht, wie lange er im Gefängnis sein wird. Wenn er Pech hat, 15 Jahre. Die Behörden ermitteln weiter. Natürlich wollen sie an die Hintermänner, doch Lepage schweigt. Er fürchtet um sein Leben. Während seiner Haft wird in Kanada sein Sohn ermordet. Ist es eine Warnung seiner Auftraggeber? Ist er indirekt schuld am Tod seines Sohnes?
18:00
Der Kanadier Martin Lepage wird nach seinem versuchten Schmuggel von 1,5 Tonnen Kokain in Martinique zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Es ist ein mildes Urteil, weil er Ersttäter ist. Nach drei Jahren kommt er bereits frei und kehrt nach Kanada zurück. Doch möglicherweise hat er bereits vorher schon Drogen geschmuggelt. Normalerweise beauftragen Netzwerke keine unerfahrenen Kuriere mit solch großen Mengen. Ist Lepage wirklich ein kleiner Fisch? Der Ablauf seines Schmuggelversuches ähnelt erstaunlicherweise einem geplatzten Schmuggel, bei dem Kanadier 2004 aufgeflogen waren. Handelt es sich um die gleichen Hintermänner? Der Mitsegler von Martin Lepage war Langis Bélanger. Dessen Bruder Réal Bélanger hat enge Verbindungen zur Drogenmafia und stand 2004 im Zentrum der Ermittlungen. Der damalige Drahtzieher Raymond Desfossés wurde zwar verhaftet, führt aber seine Geschäfte nach Überzeugung der Ermittler aus dem Gefängnis fort. In der Dokumentation gibt ein ehemaliger Freund des Drogenkönigs aufschlussreiche Einblicke in das Drogennetzwerk und die Verbindungen zu den kanadischen Hells Angels. Martin Lepage schweigt weiter über seine Auftraggeber. Während seiner Haft wurde sein Sohn ermordet. Wollte man dem Schmuggler damit drohen? Die kanadischen Ermittler sehen keinen Zusammenhang zwischen Lepages Schmuggel und dem Mord an seinem Sohn. Er selbst muss mit der Ungewissheit leben und mit der Tatsache, dass seine Frau ihn verlassen hat und er während der Haft an Krebs erkrankt ist. Es ist eine traurige Bilanz. Trotzdem gibt Lepage seine großen Träume nicht auf.
18:45
Um Lösungen für heutige Probleme zu finden, entdecken Experten vergessene Schätze der Natur: von Bananenblatt-Verpackungen bis zu alten Heilkräutern. Ideen der Vorfahren für die Zukunft. In Indien ersetzen Bananenblätter Plastik, alte Heilkräuter aus deutschen Wäldern und sizilianisches Manna bereichern die Medizin, prähistorische Schädel aus Schottland und Pariser Bauern des 19. Jahrhunderts zeigen, wie nachhaltige Ernährung aussehen könnte. Selbst das Thema Nahrungsmittelsicherheit trieb unsere Vorfahren um. Auf den Lofoten in Norwegen beginnt eine Fischerstochter, Algen zu ernten, um der Überfischung etwas entgegenzusetzen. Keine Neuigkeit, wie sie lernt, denn neolithische Grabfunde in Schottland beweisen, dass unsere Ahnen schon vor langer Zeit regelmäßig Algen aßen. Selbst Nahrungsergänzungsmittel kannten sie bereits. Auf Sizilien erlebt das biblische Manna ein Revival: Es wurde über Jahrhunderte als Superfood empfohlen - gewonnen aus dem Harz der Manna-Esche. Das Wissen darum ging fast verloren, doch sizilianische Landwirte beleben die Tradition wieder und Biochemikerinnen und -chemiker entschlüsseln das pharmakologische Geheimnis dahinter.
19:30
Nachhaltigkeit ist keine Erfindung der Moderne: Von Spaniens Höhlenhäusern bis zu Japans Edo-Zeit zeigt das Wissen unserer Ahnen, wie klimafreundliches Leben schon früher gelang. Traditionelle Architektur kühlt in Spanien ohne Klimaanlage, Japans altes Null-Müll-Prinzip ist Vorbild für Kreislaufwirtschaft. Mittelalterliche Fangquoten am Bodensee, indigene Feuerpraxis in Kanada und schwimmende Azteken-Gärten liefern Zukunftsideen. Wie lebten Menschen früher klimafreundlich, lange bevor es den Begriff Nachhaltigkeit gab? In Spanien inspiriert traditionelle Architektur mit kühlen Höhlenhäusern, in Japan wird die Null-Müll-Gesellschaft der Edo-Zeit zum Vorbild moderner Kreislaufwirtschaft und am Bodensee nutzte man schon im Mittelalter Fangquoten für enkeltaugliche Fischerei. Indigene Feuerpraktiken in Kanada und schwimmende Azteken-Gärten in Mexiko offenbaren, wie Lowtech gegen Megafeuer und steigende Meere helfen kann - und warum die Lösungen von morgen oft tief in der Vergangenheit wurzeln.
20:15
Klimawandel, Umweltverschmutzung, Energiekrise - nur einige der großen Probleme unserer Zeit. Ist die Welt noch zu retten? Eine Liga kluger Köpfe arbeitet an Lösungen. Diese genialen Wissenschaftler und Tüftler haben keine einzelnen Schurken im Visier, sie wollen mit smarter Technologie und Erfindertum die Welt retten. Prof. Harald Lesch zeigt neue Superhelden - mit überraschenden Erfindungen. Jahr für Jahr strömen weltweit Millionen Menschen in die Kinos, um Epen über Superhelden zu bestaunen. Doch warum jagen wir diesen Fantasien von fliegenden Muskelprotzen mit Superkräften hinterher? Superman ist bereits über 80 Jahre alt, ein Greis in Blau und Rot. Sind Filmhelden überhaupt noch zeitgemäß? Harald Lesch stellt die wahren Helden und ihre Abenteuer vor. Menschen, die zwar nicht im Heldenkostüm herumfliegen, die uns aber beispielsweise die wertvollste Ressource auf diesem Planeten retten: Wasser. Helden, die uns die Energie der Sonne ins Haus holen. Helden, die uns die Kraft des Wassers neu erschließen. Helden, die uns die Weltmeere von der Ölpest säubern, und jene, die sich um die Rettung der Artenvielfalt der Ozeane kümmern. Sie sind Stellvertreter für viele Menschen, die unermüdlich an Lösungsmöglichkeiten arbeiten - Wissenschaftler, Erfinder oder Konstrukteure. 490 Terawattstunden benötigt Deutschland jeden Tag. Ein gewaltiger Energiehunger, den wir kaum noch stillen können. Dabei hält die Sonne für uns mehr als genug Energie bereit. Zwei schwedische Forscher haben einen Weg gefunden, wie man jede Oberfläche quasi unsichtbar in eine Solarfläche verwandeln kann. Und das sogar mit einer höheren Ausbeute als gängige Solarpanels. Die Vision: Alles erzeugt Strom. Wasserkraft ist nur dann ökologisch, wenn der Fluss dabei nicht gestaut wird. Ein tschechischer Wissenschaftler hat Blätter in den Strudeln von Flüssen betrachtet und kam dabei auf die Idee eines völlig neuen Wasserkraftprinzips. Damit könnte man mühelos jedes kleine Bächlein anzapfen, ohne dessen Ökologie zu zerstören. Wasser ist die wohl wertvollste Ressource unseres Planeten. Zugleich gehen wir Deutschen unglaublich verschwenderisch damit um. Während Haushaltsgeräte heute bereits so konzipiert werden, dass sie möglichst wenig Wasser verbrauchen, ist ein "Gerät" im Haushalt seit vielen Jahrzehnten in der Entwicklung fast stehen geblieben: die Dusche. 100 Liter Wasser pro Duschgang. Dass es anders geht, zeigt ein Schwede, der - eigentlich für Mars-Missionen - die erste Kreislaufdusche erfunden hat. Seine Dusche verbraucht im Vergleich nur zehn Liter, deutlich weniger Energie und ist dabei so sauber, dass sie heute bereits in Krankenhäusern eingesetzt wird, um Infektionen zu vermeiden. Und manchmal brauchen selbst Superhelden einfach nur etwas Glück. Weil ein deutscher Arbeiter abends eine Maschine falsch einstellte, produzierte diese über Nacht Unmengen einer ominösen Faser. Im Labor zeigte sich dann deren Wunderwirkung - einmal kurz durch ölverseuchtes Wasser geschwenkt, blieb dieses komplett daran haften. Das Wasser ist danach sogar trinkbar. Und das Öl lässt sich daraus auswringen. Ein Stoff, der Umweltwissenschaftler zum Träumen bringt. Harald Lesch begibt sich auf die Spur der modernen Superhelden. Der Kampf um ein besseres Leben, eine gesündere Umwelt oder nachhaltigere Energiegewinnung ist nicht aussichtslos. Es gibt viele Wege, auf denen aus einem normalen Menschen ein Weltenretter werden kann.
20:45
Die Erde im Boden ist unscheinbar und nichts Besonderes. Eine braune und recht schmutzige Masse. Aber sie ist so viel mehr als nur Dreck. Sie hat das Potenzial, die Welt zu retten. Egal, ob Klimakatastrophe, Artensterben, Wassermangel oder Bodenerosion. Mit diesem Wundermittel zu unseren Füßen lässt sich all das bekämpfen. Nicht umsonst heißt der Planet, auf dem wir leben, "Erde". Der Boden unter unseren Füßen ist ein geheimer Ort, ein noch nahezu unerforschtes Reich. Das, was so leblos erscheint, ist voller Wunder: In einer Handvoll Erde stecken mehr Lebewesen, als es Menschen auf der Erde gibt. Und einer hält da unten das Ökosystem Boden zusammen: der Regenwurm. Er könnte sogar im Kampf gegen den Klimawandel helfen. Das klingt komisch, schließlich können Regenwürmer nicht viel mehr als schlängeln und fressen. Und doch verändern Regenwürmer das Erdreich fundamental. Indem sie Pflanzenreste zersetzen und im Boden verteilen, sind sie maßgeblich an der Bildung von Humus beteiligt. Und Humus ist der größte terrestrische Speicher für organischen Kohlenstoff. Böden speichern rund viermal so viel Kohlenstoff wie die oberirdische Vegetation und mehr als doppelt so viel wie die Atmosphäre. Könnte man sich diese Tatsache zunutze machen, um mehr Kohlenstoff in den Boden zu bringen und damit der Atmosphäre zu entziehen - ganz natürlich? "Humusaufbau" ist das neue Zauberwort. Wie das mit der Landwirtschaft gelingen kann und welche Schwierigkeiten sich dabei ergeben, beleuchtet Harald Lesch mit dem Agrarwissenschaftler und Landwirt Felix Prinz zu Löwenstein. Gesunde Böden zu erhalten und aufzubauen muss uns aber auch aus anderen Gründen interessieren. Böden sind sehr unterschiedlich. Die Bodendecke Deutschlands ist ein Flickenteppich verschiedener Bodentypen. Für die landwirtschaftliche Nutzung ist neben dem Humusgehalt immer auch die Bodenart entscheidend, die bestimmt, wie viel Wasser und Nährstoffe gespeichert werden können - aber auch, wie anfällig ein Boden gegenüber Erosion ist. Harald Lesch geht der Frage nach, warum gerade Nord- und Ostdeutschland besonders gefährdet sind. Wenn Staubstürme die fruchtbare Erde davontragen, ist sie für immer verloren - und kann zu einem ernst zu nehmenden Problem werden. Das zeigt ein Massenunfall 2011 nahe Rostock auf der A19 mit vielen Toten und Schwerverletzten - ausgelöst durch einen Sandsturm aus Ackerboden. Eine schicksalhafte Verkettung? Die Lage ist ernst, vor allem in den trockensten Regionen Deutschlands. Im Osten Brandenburgs sind die Landwirte gleich mehrfach benachteiligt. Sie kämpfen hier nicht nur gegen die nährstoffarmen, ausgelaugten und sandigen Böden, sondern auch gegen dramatisch veränderte Witterungsbedingungen. Dafür hat Benedikt Bösel seinen Job als Investmentbanker an den Nagel gehängt. Der Landwirt und sein Team möchten zeigen, dass man guten Boden auch in diesem Winkel Deutschlands aufbauen kann. Wenn es hier klappt, dann kann es auch an fast jeder anderen Stelle in Deutschland funktionieren. Ausgerechnet die vermeintlichen Klimakiller Kühe helfen ihm auf dem Weg der Ackerbodenreparatur. Was sind weitere Geheimnisse seines über 3000 Hektar großen Real-Labors? Harald Lesch untersucht, wie die Landwirtschaft uns helfen kann, die großen Probleme der Zukunft anzugehen. Der Boden unter unseren Füßen ist ein wahres Wunder. Wir müssen unsere Erde nur zu schätzen und zu schützen wissen.
21:15
Da sind wir auf dem Holzweg: Weltweit Bäume pflanzen, und schon ist das Klima gerettet. Eine schöne Vision, doch so einfach ist es leider nicht. Forscher gewinnen neue Erkenntnisse über den "Klimaretter" Wald: So kann manch gut gemeinte Baumpflanz-Aktion sich am Ende als Nullnummer und sogar kontraproduktiv erweisen. Harald Lesch zeigt, wo welches Grün dem Blauen Planeten tatsächlich hilft. Man hat dem Kohlendioxid in der Atmosphäre den Kampf angesagt: Hunderte Millionen von Setzlingen sollen die Lösung sein. Selbst Donald Trump hat sich der Baumpflanz-Bewegung angeschlossen, um so das Kohlendioxid-Problem quasi auf dem schnellen, natürlichen Weg in den Griff zu bekommen. Sogar mit Drohnen werden Baumsamen in der Landschaft verteilt. Doch inzwischen hegen Wissenschaftler erhebliche Zweifel und halten einige der Maßnahmen sogar für kontraproduktiv. Wie kann das sein? Und wie groß ist das Potenzial der Bäume wirklich? Besonders im Blick der Forscher: der Amazonas-Regenwald - die "Klimaanlage" der ganzen Welt. Auch hier sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung bereits messbar: Im Durchschnitt dauert die Trockenzeit länger. Das begünstigt Waldbrände - und die Ausbreitung von Feuern, die teilweise gezielt von Menschen gelegt werden. Immer mehr Flächen des Regenwaldes gehen verloren. Wissenschaftler warnen jetzt, dass der Tipping Point bald erreicht ist, der Punkt, an dem das gesamte System zusammenbrechen könnte. Wie weit sind wir vom Kollaps entfernt? Nun rächt sich auch, dass der Fokus beim Wald in Deutschland lange nur auf dem Holzertrag lag. Schnell wachsende Baumarten wurden in Monokulturen gepflanzt. Vor allem solche Arten, die in unseren gemäßigten Zonen eigentlich nur bedingt wachsen würden. Ihnen macht der Klimawandel besonders zu schaffen. Mit welchen Maßnahmen ist unser Wald noch zu retten? Und wie lassen sich Klimafunktion und wirtschaftliche Nutzung des Waldes in Zukunft miteinander kombinieren? Harald Lesch geht den Fragen nach und zeigt aktuelle Forschungen, die unsere Landschaften verändern könnten, sowie überraschende Möglichkeiten, Kohlendioxid dauerhaft aus der Atmosphäre zu entfernen.
21:45
Die majestätischen Alpen, wie wir sie kennen, wird es in 30 Jahren nicht mehr geben! Alles nur negative Schlagzeilen? Was steckt wirklich dahinter? Harald Lesch sucht die Antwort im ewigen Eis. Ob Winter oder Sommer, die Alpen versprechen Freizeitspaß und Erholung. Unsere Berge machen auf den ersten Blick einen durchaus intakten Eindruck. Doch Bergrutsche und schmelzende Gletscher zeigen, wie ernst die Lage ist. Eine Folge des Klimawandels in den Alpen ist der durchschnittliche Temperaturanstieg um zwei Grad Celsius in den vergangenen 100 Jahren. Die Konsequenz: das Abtauen des Permafrosts, der die Gesteinsformationen zusammenhält. Die Hochalpen werden instabil, Berge geraten ins Rutschen. Rasende Muren können mit bis zu 60 Stundenkilometern Berghänge hinunterstürzen. Lässt sich die rapide Veränderung der Berge noch aufhalten? Aufgrund der fortschreitenden Erwärmung steht auch der Skitourismus vor neuen Herausforderungen: Es fällt weniger Schnee, zudem taut er in tieferen Lagen auch noch schneller weg. Den Schneemangel versucht man durch immer mehr Kunstschnee zu lösen: Inzwischen sind über 80.000 Schneekanonen im gesamten Alpenraum in Betrieb, um knapp 100.000 Hektar zu beschneien. Ein immenser Wasser- und Energieverbrauch mit weitreichenden Konsequenzen für die Umwelt. Mithilfe von neuer Technik will man nun die künstliche Beschneiung auf ein Minimum reduzieren. Wintersportlerinnen und Wintersportler müssen inzwischen hoch hinaus, um "echten" Schnee anzutreffen. Allein die Gletschergebiete garantieren - noch - das erwartete Wintervergnügen. Doch selbst die Gletscher schwinden rapide. Bis 2050 wird vermutlich nur noch die Hälfte der heutigen Gletscherfläche existieren. Und das hat weitreichende Konsequenzen für das natürliche Wasserreservoir der Alpen. Harald Lesch zeigt, wie wir Menschen auf die Veränderungen der Berge reagieren könnten, damit die Alpen noch eine Zukunft haben.
22:15
Die Klimaerwärmung hat das Mittelmeer fest im Griff: Im Juli 2023 wurden durchschnittlich fast 29 Grad Celsius an der Wasseroberfläche gemessen. Das Mittelmeer wird tropisch. Ändern sich die Lebensbedingungen der Meeresbewohner, bedeutet das für sie puren Stress. Gerade die Allerkleinsten, das Phytoplankton, bleiben von den Folgen des Wandels nicht verschont. Harald Lesch zeigt, warum die Mittelmeer-Krise uns alle betrifft. Die "Tropifizierung des Mittelmeeres" hat Einfluss auf die Unterwasserwelt: Heimische Arten müssen sich neue Nischen zum Überleben suchen, weil es ihnen zu warm wird, andere Organismen bekommen von einwandernden Arten Konkurrenz, das Nahrungsangebot kann knapp werden - im schlimmsten Fall sterben Arten einfach aus. Doch es gibt auch Gewinner, wie die Quallen, sehr zum Verdruss der Touristen. Zu den neuen "Siegern" gehört auch die Blaukrabbe. Sie stammt von der Atlantikküste Nord- und Südamerikas, reiste mit Schiffen nach Europa - und fühlt sich inzwischen im aufgeheizten Mittelmeer sehr wohl. Anders als im Atlantik hat die Blaukrabbe dort keine natürlichen Feinde, vermehrt sich schnell und wird so zur echten Plage. Mit ihren scharfen Scheren bricht sie Muscheln und Austern auf. Die Züchter der Muschelfarmen an der Adriaküste und die Fischer schlagen Alarm. Wie lässt sich die gefräßige Blaukrabbe noch stoppen? Die METEOR-Expedition des GEOMAR-Zentrums in Kiel nutzt das östliche Mittelmeer als Zukunftslabor. Denn dort herrschen schon heute Bedingungen, die Forschende in Zukunft für die Ozeane weltweit erwarten. Besonders interessieren sie die Folgen des Klimawandels auf die marine Nahrungskette, an deren Anfang das Phytoplankton steht. Wie wirkt sich die Erwärmung des Mittelmeeres auf diese Mikroalgen aus? Geht es dem Plankton schlecht, wird das Konsequenzen für das gesamte Leben auf unserem Planeten haben - und damit auch für uns Menschen. Harald Lesch spricht mit Forschenden und Menschen, die den Wandel des Mittelmeeres direkt zu spüren bekommen. Welche Ängste und Hoffnungen gibt es für die Zukunft?
22:45
Der Zustand der Weltmeere sollte alle Alarmglocken schrillen lassen. Noch ist es nicht zu spät, sie zu retten. Dank unkonventioneller Methoden könnte man ihre wichtigen Funktionen erhalten. Die UNESCO hat 2021 das Jahrzehnt der Ozeane ausgerufen. Ein überfälliges Signal, denn die Folgen anthropogener Eingriffe sind katastrophal. Harald Lesch zeigt, wie wir die Meere und ihre Bewohner zum Nutzen aller bewahren können - auch mithilfe der Natur selbst. Seit Jahrzehnten landen riesige Mengen Plastik in den Ozeanen. Doch bei zahlreichen Schiffsexpeditionen entdeckten Forschende paradoxerweise nur einen verschwindend kleinen Teil, viel weniger, als nach ihren Berechnungen in den Weltmeeren gelandet sein müsste. Wo steckt der Rest? Die Suche nach dem verschwundenen Plastik führt zu den tiefsten Stellen der Tiefsee, an ferne Küsten und in den Mikrokosmos. Plastik zerfällt durch Sonne, Salz und Wellen in immer winzigere Teilchen, kleiner als ein Tausendstel Millimeter. In immer mehr Fischarten findet man Mikroplastik. Eine Gefahr für Fisch und Fischesser? "Leschs Kosmos" berichtet über den aktuellen Stand der Forschung. Die Klimakrise bedroht die Ozeane auf vielfältige und tiefgreifende Weise. Dabei sind sie unser wichtigster Verbündeter im Kampf gegen die Erderwärmung, denn sie absorbieren 90 Prozent der durch den Treibhauseffekt produzierten Wärme und schlucken über ein Viertel unserer Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Doch das hat Folgen: Die Meere werden nicht nur wärmer, sondern auch saurer. Das CO2 bildet im Meerwasser Kohlensäure. Für viele Meeresbewohner ist das eine Katastrophe, denn die Säure "frisst" an ihren Kalkschalen, stört ihr Wachstum und ihre Entwicklung. Was die Ozeanversauerung mit der natürlichen biologischen CO2-Pumpe im Ozean macht und mit welchen Methoden man die CO2-Pumpe, die große Mengen an Treibhausgas in den Weltmeeren versenkt, in Gang halten kann, ist Gegenstand aktueller Forschung. Jahrzehntelang hat man Wale gnadenlos gejagt. Das größte Tier auf Erden, der Blauwal, wurde fast ausgerottet. Lediglich drei Prozent seines ehemaligen Bestandes blieben verschont. Was die Walfänger nicht ahnten: Die Meeressäuger erweisen uns wertvolle Dienste. Wale sind gut fürs Klima - je größer, desto besser. Große Wale binden so viel Kohlendioxid wie Hunderte Bäume. Die sogenannte Wal-Pumpe entzieht der Atmosphäre das Treibhausgas und speichert es jahrhundertelang in der Tiefe des Meeres. Glücklicherweise zählen Buckelwale zu den erfolgreichsten Beispielen für die Regenerationsfähigkeit von bedrohten Meeresbewohnern. Der tiefgreifendste anthropogene Eingriff in die Lebenswelt der Meere ist die Fischerei. Seit 50 Jahren beuten wir die Meere im industriellen Maßstab aus, und viele Bestände sind bereits kollabiert. Auch in Nord- und Ostsee ist die Situation nach vielen Jahrzehnten halbherziger Fischereipolitik dramatisch. Um aus dem Tief herauszukommen, Ressourcen und Artenvielfalt zu schützen und am Ende sogar noch die Fangerträge ganz erheblich zu steigern, bedarf es einer Reihe smarter Maßnahmen, aber Erfolg wäre garantiert. Man muss es nur angehen. Rund um die Welt suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Lösungsansätzen für die vielschichtigen Probleme in den Weltmeeren. Welche Rolle dabei hungrige Albatrosse spielen, was uns die Geschichte Neufundlands lehrt oder was Schleppnetze mit Flugverkehr zu tun haben, erklärt Harald Lesch in dieser Folge des Wissenschaftsmagazins.
23:15
Die Bauwirtschaft boomt. Mit fatalen Folgen, da doch der weltweite Verbrauch von Beton schon jetzt weit klimaschädlicher ist als der globale Flugverkehr. Harald Lesch prüft die Alternativen. Bis zum Jahr 2060 wird laut Prognosen weltweit doppelt so viel Fläche bebaut sein wie heute. Doch schon jetzt verursacht allein die Zement-Produktion viermal so viel CO2 wie der globale Flugverkehr. Wie kann das Bauen in Zukunft klimafreundlicher werden? Harald Lesch begibt sich auf die Spur des neuen Bauens. Baustoffe und Bauarbeiten sind heute für elf Prozent aller CO2-Emissionen in der Welt verantwortlich. Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen für ein neues, klimafreundliches Bauen. Innovative Konzepte wie Carbon-Beton könnten die Menge an Beton bei gleichbleibender Bautätigkeit künftig drastisch reduzieren. In Dresden entsteht gerade das erste Gebäude, das komplett aus dem neuen Wundermaterial besteht. Und es gibt Ideen, die ganz auf Beton verzichten. Ein möglicher Kandidat ist ein lange vergessenes Baumaterial: Lehm. Er sorgt für ein gutes Raumklima, enthält keine Schadstoffe, und seine Herstellung hinterlässt so gut wie keinen CO2-Fußabdruck. Stehen wir also vor einer Renaissance des Baustoffes Lehm? Der Österreicher Martin Rauch forscht daran, Stampflehm standardisiert und günstig herzustellen - mithilfe modernster Hightech-Methoden. Damit sollen Gebäude mit bis zu zehn Stockwerken möglich sein. Aber Lehm ist nicht der einzige Baustoff, der Beton Konkurrenz machen könnte: In Zeiten des Klimawandels sind "urbaner Holzbau" die Zauberwörter unter Architekten. Weltweit entstehen selbst Hochhäuser aus Holz. Ist Holz also der perfekte neue alte Baustoff für die Zukunft? Vieles spricht dafür, schließlich speichert Holz sogar große Mengen an Kohlendioxid. Doch wie nachhaltig ist das Bauen mit Holz wirklich? Wäre ein steigender Holzbedarf eine Gefahr für unsere Wälder? Die Frage, wie beim Bauen möglichst wenig Ressourcen und Energie verbraucht werden können, treibt auch Achim Menges und Jan Knippers um. Die Stuttgarter Architekten lassen sich dabei von der Natur inspirieren: Für ihre Projekte übersetzten sie die effizienten Konstruktionsprinzipien der Natur mithilfe digitaler Technologie in die Konzeption von Gebäuden. Das Ergebnis sind Faser-Konstruktionen, die mit einem Bruchteil des Materials auskommen, das bei herkömmlicher Bautechnik üblich ist. Ob diese Alternativen nur schöne Ideen für Vorzeigeprojekte oder aber tatsächlich massentauglich sind - das klärt Harald Lesch in dieser Folge von "Leschs Kosmos".
23:45
Kein Gas aus Russland und der Atomkraft-Ausstieg - drohen uns jetzt "kalte und dunkle" Winter? Harald Lesch zeigt, welche Maßnahmen aus der Krise führen könnten. Horrende Gas- und Stromkosten, ein möglicher Blackout - diese Meldungen dominieren seit Wochen die Schlagzeilen und schüren die Ängste der Menschen in Deutschland. Sind diese Ängste berechtigt? Was sagt die Wissenschaft, und welche Alternativen gibt es? In den Siebzigern befindet sich das Wirtschaftswunderland Deutschland in einer Energiekrise. Die Kernkraft scheint zu der Zeit die ultimative Lösung des Problems zu sein: Rund ein Drittel der benötigten Energie wird daraus gewonnen. Obwohl die Kernkraft von Anfang an umstritten ist, setzte erst durch die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima ein Umdenken ein: Der Ausstieg bis Ende 2022 wurde beschlossen. Doch trägt sich die Entscheidung des langfristigen Ausstiegs aus der Atomkraft auch noch in Zukunft? Deutschland hat ein Gasproblem: Die Vorkommen im eigenen Land sind nur sehr gering, sodass man auf Importe angewiesen ist. Von dem in Deutschland gewonnenen Erdgas kommen 97 Prozent aus der Region zwischen Weser und Ems. Dort haben sich im Laufe von Jahrmillionen abgestorbene Kleinstlebewesen durch hohe Temperaturen und Druck unter der Erdkruste in Erdgas umgewandelt. Gibt es neben diesem natürlichen, sehr langwierigen Weg auch die Möglichkeit einer schnelleren, künstlichen Herstellung von Gas? Auch der Blick nach Island zeigt eine vielversprechende Lösung des Energieproblems: Mehr als 90 Prozent der Haushalte heizen dort mit Erdwärme. Allerdings braucht es bestimmte Voraussetzungen für das Bohren nach der Wärme aus der Erde, die nicht überall in Deutschland gegeben sind. In München ist man dem mit einem groß angelegten Geothermieprojekt auf der Spur. Ungenutztes Potenzial besteht vor allem noch bei der Fotovoltaik- und Windenergie. Doch nicht jeder möchte die blauen Platten auf dem Haus haben. Jetzt haben Forschende die Weiterentwicklung von Effizienz als auch die Ästhetik im Visier. Harald Lesch zeigt den aktuellen Stand in der Energiefrage und untersucht, wie die Wissenschaft die Zukunft der Energiegewinnung vorantreibt.