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TV Programm für ZDFinfo am 24.07.2026

Mythen und Monster 04:15

Mythen und Monster: Riesenkrake

Dokumentation

Der Riesenkrake als Seeungeheuer versetzt Menschen seit Jahrhunderten in Angst und Schrecken. Steckt dahinter ein echtes Tier, wie zum Beispiel ein Riesenkalmar? Den Erzählungen nach verschlang das Wesen Menschen und konnte Schiffe zum Sinken bringen. Der Biologe Charles Paxton macht sich auf die Suche nach plausiblen Erklärungen. Ist es ein Phänomen, das übergreifend für die Angst vor dem Unbekannten steht? Der Mythos vom Kraken entstammt der nordischen Mythologie. Doch es gibt auch Berichte von Seeleuten, die das Seeungeheuer angeblich gesehen haben. Sie sprechen von Tentakeln, die so dick sind wie Baumstämme. Der Film versucht mit wissenschaftlichen Methoden herauszufinden, ob es eine natürliche Erklärung für dieses Phänomen gibt, und zieht dabei nicht nur naturwissenschaftliche Fakten heran, sondern auch Deutungen aus der Psychologie. Steht der Krake für die Angst vor dem Unbekannten und dient gleichzeitig als verschlüsselte Warnung?

Mythen und Monster 04:45

Mythen und Monster: Dämonen

Dokumentation

Dämonen - im Mittelalter glaubte man, diese bösartigen Wesen könnten in den Körper von Menschen eindringen und die Besessenen dazu benutzen, in der Welt ihr Unwesen zu treiben. Man traf umfangreiche Schutzmaßnahmen, um die dunklen Geister fernzuhalten. Wenn sie jedoch zugeschlagen hatten, wurde mit Exorzismen und brutalen Gehirnoperationen versucht, die Dämonen aus dem Körper der Betroffenen zu vertreiben. Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen wollen herausfinden, wie diese Vorstellung entstanden ist. Gibt es Erfahrungen in der Realität, die die Menschen in ihrem Glauben an Dämonen bestärkt haben? In Europa dachte man, Dämonen seien gefallene Engel, die die Menschheit verderben und von Gott abbringen wollen. Unzählige Frauen wurden beschuldigt, mit Dämonen zu kooperieren. Viele wurden als Hexen verfolgt und hingerichtet. Wodurch ist diese panikartige Angst vor den dunklen Wesen entstanden? Und hatte der Mythos von den Dämonen vielleicht auch eine kontrollierende Funktion in der Gesellschaft?

Mythen und Monster 05:30

Mythen und Monster: Zyklop

Dokumentation

Der gigantische einäugige Zyklop gehört zu den berühmtesten Geschöpfen der griechischen Mythologie. Forscher wollen herausfinden, ob die Legende auf wahren Begebenheiten beruht. Die Griechen glaubten, Zyklopen würden Waffen für die Götter schmieden und allein mit Muskelkraft ganze Bauwerke auf einem Berg erschaffen. Wie ist diese Vorstellung entstanden? Haben Knochen prähistorischer Tiere die Griechen veranlasst, an Riesenmenschen zu glauben? Experten zeigen, dass die Legende von den Zyklopen auf Erfahrungen aus der Realität gründen könnte. Schädel einer ausgestorbenen Elefantenart weisen Merkmale auf, die zur Deutung geführt haben könnten, es handele sich um ein einäugiges Wesen. Auch heute noch gibt es Menschen mit Riesenwuchs, und in der Eisenzeit haben Schmiede dieselbe körperlich schwere Arbeit verrichtet, die von Zyklopen überliefert ist. Auch die engen Verwandten des Homo sapiens - die Neandertaler - könnten in den Mythos eingeflossen sein. Sie lebten in Höhlen und sind für ihren Kannibalismus bekannt. Nicht zuletzt diente der Zyklop den alten Griechen als ästhetischer Gegensatz zur vollendeten Schönheit, nach der sie in Kunst und Architektur strebten.

Mythen und Monster 06:15

Mythen und Monster: Minotaurus

Dokumentation

Halb Mann, halb Stier - der Minotaurus ist ein furchterregendes Wesen aus der Mythologie. Doch Funde auf der Insel Kreta werfen die Frage auf: Ist die Geschichte am Ende wahr? Die Legende des Minotaurus ist eine der berühmtesten der griechischen Mythologie. Ihr zufolge lebte das Monster in einem riesigen Labyrinth auf Kreta und ernährte sich von Menschenopfern. Gibt es historische Anhaltspunkte, die die Entstehung dieser Legende erklären? Überreste von geopferten Menschen auf Kreta und der Schädel einer riesigen, ausgestorbenen Stierart deuten darauf hin, dass mehr an dieser Geschichte dran ist als bisher gedacht. Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Minotaurus und dem Untergang einer der ältesten europäischen Zivilisationen - den Minoern? Die Dokumentation führt zahlreiche Aspekte der Legende auf ihren historischen Ursprung zurück und erklärt die Bedeutung dieses Furcht einflößenden Monsters.

Mythen und Monster 07:00

Mythen und Monster: Loch Ness

Dokumentation

Das Ungeheuer von Loch Ness: Bis heute glauben viele, dass es wirklich in dem schottischen See existiert. Zahlreiche Sichtungen und Fotos scheinen dafürzusprechen. Manche meinen, es sei ein Plesiosaurus - eine Reptilienart, die vor mehr als 60 Millionen Jahren mit den Dinosauriern ausgestorben ist. Aber wie soll sie sich gerade an diesem Ort über so lange Zeit erhalten haben? Erstmals wurde das Ungeheuer im Jahr 565 erwähnt - in der Lebensbeschreibung des irischen Mönches und Missionars Columban von Iona. Der hatte mit einem Kreuzzeichen einen Mann gerettet, der von einem wilden Tier aus dem Wasser angegriffen worden war. Mittlerweile ist die Legende vom Ungeheuer im See eine einnahmeträchtige Touristenattraktion. Doch Experten gehen der Sache auf den Grund. Sie glauben, dass missverstandene Naturphänomene oder ganz gewöhnliche Tiere für den Mythos verantwortlich sind. Können ihre Argumente überzeugen?

Im Schatten des Krieges 07:45

Im Schatten des Krieges: Der geheime Einsatz des Mossad im Iran

Dokumentation

Dokumentation über den Kampf um die Zukunft des Iran zwischen verdeckten Operationen, brutaler Repression und militärischer Eskalation seit den dramatischen Ereignissen im Juni 2025. Der Film rekonstruiert Einsätze des Mossad im Iran, das blutige Massaker an der Zivilbevölkerung im Januar 2026 und den Versuch von Israel und den USA, das Regime zu stürzen - gestützt auf exklusive Interviews mit ehemaligen Mossad-Agenten und CIA-Offizieren.

auslandsjournal 08:30

auslandsjournal

Auslandsreportage

Das "auslandsjournal" - Reportagen, Hintergründe, außergewöhnliche Menschen und bunte Geschichten. Die ZDF-Korrespondenten erklären die Welt. Pointierte Analyse, persönliche Erzählweise, anspruchsvolle Geschichten und die Vielfalt der Beitragsformen prägen das "auslandsjournal". In der Rubrik "außendienst" testen Reporter, was das Leben in fremden Ländern mit sich bringen kann.

Ermittler! 09:00

Ermittler!: Spur in die Vergangenheit

Recht und Kriminalität

Ermittler dürfen auch scheinbar vergessene Fälle nicht aus dem Auge verlieren. Denn die Spur führt häufig in die Vergangenheit. So auch nach einem brutalen Tötungsdelikt 2014 in Salzgitter. Ein Mann tötet seinen Cousin mit einem Samurai-Schwert und flüchtet danach auf die Philippinen. Dort lebt er zunächst scheinbar unbehelligt und außer Reichweite der deutschen Polizei. Bis ihn die Vergangenheit eines Tages einholt. Nürnberg 2013: Zwei Einbrecher fesseln und knebeln die 85-jährige Anneliese M. Sie erstickt. Jahre später bringt eine DNA-Spur die Wende: Ein Zufallstreffer führt die Ermittler auf die Spur der Täter. Der eine wird in Deutschland gefasst, der andere in Georgien festgenommen und verurteilt. Auch der Fall der 21-jährigen Kerstin S. gibt jahrelang Rätsel auf: Sie verschwindet spurlos, ihr Auto zeigt Kampfspuren. Wochen später wird ihre Leiche entdeckt. Der Mord bleibt ein Cold Case - bis eine DNA-Analyse nach über 20 Jahren den Täter überführt. Und auch in diesem Fall führt die Spur in die Vergangenheit. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

heute Xpress 09:43

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Ermittler! 09:45

Ermittler!: Wenn es Nacht wird

Recht und Kriminalität

Jede Mordermittlung hat eigene Herausforderungen und Rätsel. Mal müssen die Ermittler sich durch einen unübersichtlichen Tatort arbeiten, mal können sie kein Motiv für eine Tat finden. In Ludwigshafen wird Ermittler Uwe Schüßler damit konfrontiert, dass ein Mann in einer Kfz-Werkstatt mit einer Armbrust erschossen wurde. Aber wie soll er Spuren finden? In Dänemark wird ein unbescholtener Mann erschossen, doch es gibt keinerlei Zeugen. Und in Calw in Baden-Württemberg wird eine alleinstehende Dame erstochen. Doch wer sollte dafür ein Motiv haben? Das müssen die Kommissare Nitsch und Kockrich herausfinden. Alle drei Taten wurden abends begangen. Und nur, wenn einem der Täter in diesen drei Fällen ein Fehler unterlaufen ist, wird er den Ermittlern ins Netz gehen. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos und Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

Ermittler! 10:30

Ermittler!: Späte Gerechtigkeit

Recht und Kriminalität

In Deutschland gibt es mehr als 3000 ungelöste Fälle. Nach dem Vorbild des FBI, das 2006 die Cold-Case-Initiative gründete, gibt es auch in Deutschland Altfall-Einheiten. In Aschaffenburg öffnen die Ermittler Altfall-Akten, darunter die von Ursula B. Sie wird 1988 verschleppt und vergewaltigt. Anschließend sticht der Täter auf sie ein. Die Frau überlebt schwer verletzt. Ist der Täter 30 Jahre später noch ausfindig zu machen? In Kopenhagen hält ein Serienmörder und Vergewaltiger die dänische Polizei und Bevölkerung mehr als 20 Jahre lang in Atem. Wird es endlich gelingen, ihn zu stoppen, bevor er Jagd auf weitere Opfer macht? Beide Fälle zeichnen die beeindruckende Arbeit der Polizei nach. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos und Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

Ermittler! 11:15

Ermittler!: Auf Beutezug

Recht und Kriminalität

Was ist ein Menschenleben wert? Immer wieder stehen Ermittler fassungslos vor Mordfällen, bei denen die Täter nur geringe Beute machen und dennoch dafür töten. Was ist der Grund dafür? Die Ermittler müssen nicht nur die Fälle klären, sondern auch dieser Frage nachgehen. So wie in einem Mordfall in Rastatt in Baden-Württemberg. Der Besitzer eines Hochhauses wird tot in seiner Wohnung gefunden. Im angrenzenden Arbeitszimmer befindet sich eine Pferdestatue - anscheinend die Tatwaffe. Marcus Winter und seine Kollegen werden den Täter bis über deutsche Grenzen verfolgen. In der Uckermark wird ein Mann in seinem Bett mit einer Axt erschlagen. Mordermittler Peter Köhnen kann sich nicht erklären, warum der bescheidene Rentner sterben musste. Und in Gera wird in einem Mietshaus ein Brand gelegt. Daraufhin findet die Feuerwehr die Leiche eines Polizisten. Hans Thiers muss klären, ob es sich um einen Unfall oder ein Tötungsdelikt handelt, und wird die Täter mittels Cola und Camembert-Käse überführen. Drei Fälle, die zeigen: Wenn Täter auf Beutezug sind, ist ein Menschenleben nicht viel wert. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

Ermittler! 12:00

Ermittler!: Eiskalt geplant

Recht und Kriminalität

Die 43-jährige Susanne F. wurde zu Tode gequält. Ins Visier der Ermittler gerät schnell ein Ehepaar, das auf einem Bauernhof in Höxter-Bosseborn lebt. Wurde die Frau dort gefangen gehalten? Norbert Freier von der Polizei Bielefeld übernimmt den Fall. Gemeinsam mit seinen Kollegen fährt er in den Saatweg 6 nach Höxter, um Angelika und Wilfried W. festzunehmen. Die nun folgenden Ermittlungen führen ihn tief hinab in die Abgründe der menschlichen Psyche. In einem zweiten Fall wird in Kassel die 40-jährige Mehtap Savasci vermisst. Die Türkin, die schon länger in Deutschland lebt, ist wie vom Erdboden verschluckt. Aufgrund von Zeugenaussagen gerät ihr Bruder in den Fokus der Ermittlungen. Der streng muslimisch eingestellten Familie passt der westliche Lebensstil von Mehtap nicht. Kommissar Horst Cäsa vermutet, dass ihr Bruder die Vermisste entführt hat. Die Ortung der Handys beider Geschwister bestätigt seinen Verdacht, dass der Mann das Verschwinden von Mehtap eiskalt geplant hat. Obwohl der Mann festgenommen wird und sich für ihn die Schlinge aufgrund von Indizien immer weiter zuzieht, schweigt er beharrlich. Werden es die Ermittler schaffen, Mehtap zu finden und ihren Bruder zu überführen? Die Spur führt schließlich in eine Kleingartenanlage nach Wiesbaden. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

PFAS - Ewiges Gift: vertuscht und verharmlost 12:45

PFAS - Ewiges Gift: vertuscht und verharmlost

Dokumentation

PFAS - vier Buchstaben, 10.000 Substanzen: Die langlebigen Chemikalien sind in der Industrie äußerst beliebt. Aber sie sind gesundheitsschädlich und gelten teilweise als krebserregend. Ein Jahr lang recherchieren 46 Journalisten aus 16 europäischen Ländern mit Unterstützung von Experten im Umkreis von Tefal und Co. Sie stoßen auf Lobbyismus, Vertuschungskampagnen und Umweltskandale. Drücken sich die Konzerne vor der Verantwortung? PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Die wasser-, fett- und schmutzabweisenden Stoffe stecken in Regenjacken, Antihaft-Pfannen, Fast-Food-Verpackungen, Kosmetika oder E-Auto-Batterien. Das Problem: Sie sind nicht biologisch abbaubar und reichern sich daher in der Umwelt und im Körper an. Dieser Eigenschaft verdanken sie auch die Bezeichnung "Ewigkeitschemikalien". Eine davon ist PFOA, Perfluoroctansäure. Der inzwischen als krebserregend eingestufte Stoff ist bis 2012 Bestandteil der Geheimrezeptur für Teflon. Nachdem Pfannen-Hersteller Tefal über Jahrzehnte PFOA-haltigen Klärschlamm im Umkreis seines Werks im französischen Rumilly deponiert hat, ist das Grundwasser verseucht. 2022 wird das Trinkwasser in der kleinen Gemeinde als für den Verzehr ungeeignet eingestuft. Blutuntersuchungen in einer kleinen Gruppe zeigen: Die Anwohner haben PFOA im Blut, wobei die Werte mit der Dauer des Konsums von kontaminiertem Trinkwasser steigen. Tefal beteuert, sich stets an alle Vorschriften und Gesetze gehalten zu haben. Wie viele andere Chemiekonzerne nimmt das Unternehmen massiven Einfluss auf die Politik. Durch intensive Lobbyarbeit versucht die Branche, Beschränkungen oder gar Verbote der gesundheitsschädlichen Stoffe auszubremsen. In den USA führt Umweltanwalt Rob Bilott einen jahrelangen Prozess gegen Teflon-Erfinder DuPont und andere Chemiekonzerne und deckt einen Vertuschungsskandal von gigantischem Ausmaß auf: Über Jahrzehnte verschweigen die Unternehmen konsequent sämtliche neuen Erkenntnisse über die Gefahren und gesundheitlichen Folgen von PFOA, die ihnen vorliegen. Zwar werden die europäischen Kollegen gewarnt, doch auch hier unternimmt man ohne öffentlichen Druck nichts zum Schutz der Bevölkerung oder der Mitarbeitenden. Doch wie kann man der Gefahr begegnen? Aktivkohlefilter können PFOA aus Trinkwasser eliminieren - eine Praxis, die zwar teuer ist, aber bereits Anwendung findet. Die Sanierung aller verseuchten Böden in Europa würde Jahr für Jahr Milliarden verschlingen.

Plastikmüll - die globale Umweltkatastrophe 13:30

Plastikmüll - die globale Umweltkatastrophe

Dokumentation

Das Wundermaterial Kunststoff sollte ursprünglich die Abholzung von Wäldern aufhalten und der Umwelt helfen. Stattdessen führte es zu einer Umweltkatastrophe, die außer Kontrolle geriet. Ein Drittel des weltweiten Plastikmülls gelangt in die Umwelt. Mehr Plastikverbrauch, schlechtes Abfallmanagement und der Export von Plastikmüll aus Industrie- in Schwellenländer sind dafür verantwortlich, dass unsere Plastikabfälle in den Ozeanen landen. Wissenschaftler aus aller Welt warnen vor den gesundheitsschädlichen Folgen von Kunststoffen. Chemische Stoffe aus Kunststoffverpackungen landen täglich in unseren Lebensmitteln. Viele dieser Stoffe führen zum Beispiel zu Wachstums- und Hormonstörungen und können Krebs verursachen. Trotzdem ist Plastik ein erfolgreiches Produkt der Petrochemie. Seit den frühen 1950er-Jahren steigt die Herstellung von Kunststoffen exponentiell. Was als Traum von einem Wundermaterial begann, entpuppt sich als Albtraum: ein Umweltproblem, das außer Kontrolle geraten ist. Von der drohenden Umweltkatastrophe bis hin zur Recycling-Frage - Plastik ist eine der größten Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft. Der Film zeigt erschreckende Bilder aus Asien, unter anderem aus dem "Plastik-Dorf" Bangun in Indonesien. Dort landet viel Plastikmüll aus westlichen Industrieländern. Außerdem kommen Umweltexperten, Politiker und Wissenschaftler zu Wort: Bewegt sich die Menschheit auf einen Abgrund, einen kollektiven Selbstmord, zu? Oder gibt es Hoffnung auf eine bessere Zukunft - mit Plastik. Biokunststoffe sind nicht die Lösung. Um das Recycling-Problem zu lösen und von der Wegwerf- zur Kreislaufwirtschaft zu kommen, müssen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbraucher an einem Strang ziehen.

Coca-Cola und das Plastikproblem 14:15

Coca-Cola und das Plastikproblem

Dokumentation

Die Getränkeindustrie stellt jedes Jahr 470 Milliarden Plastikflaschen her, von denen die meisten nur einmal verwendet und dann weggeworfen werden. Coca-Cola, der weltweit größte Hersteller von Erfrischungsgetränken, hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um zu verhindern, dass seine Plastikflaschen die Umwelt verschmutzen. Doch das Unternehmen hat seine Ziele zur Verringerung des Plastikmülls schon oft verfehlt. Wird es also dieses Mal anders sein? In diesem Film wird Coca-Colas "Eine Welt ohne Müll"-Strategie unter die Lupe genommen. In den 1950er-Jahren wurde Coca-Cola ausschließlich in Glasflaschen verkauft, die das Unternehmen sammelte, wusch und wieder befüllte. Doch dann begann das Unternehmen, Mehrwegflaschen durch Einmal-Plastikflaschen zu ersetzen - ein Trend, der bis heute anhält. Nun verspricht Coca-Cola, Plastikmüll zu verringern, indem es seine Verpackungen zu 100 Prozent recycelbar macht, bis 2030 für jede Flasche oder Dose, die es verkauft, eine zu sammeln und zu recyceln - und zwar unabhängig davon, wo sie herkommt - und seine Flaschen zu 50 Prozent aus recyceltem Plastik herzustellen. Kritiker argumentieren jedoch, dass dieser Plan, der ausschließlich auf Recycling basiert, das Problem nicht lösen wird und dass wiederbefüllbare Flaschen die beste Lösung sind, da sie die Menge des anfallenden Plastiks reduzieren und so die Abfallsysteme entlasten. Kann der weltgrößte Hersteller von Erfrischungsgetränken angesichts des dringenden Handlungsbedarfs bei der Bewältigung des Problems wirklich eine Trendwende beim Plastikmüll herbeiführen?

Krank durch Plastik? 15:00

Krank durch Plastik?

Dokumentation

Sind wir alle unfreiwillige Teilnehmer eines globalen unkontrollierten Experiments mit unserer Gesundheit? Dies zumindest meinen angesehene Forscher in aller Welt. Während Plastik im Laufe der Jahre immer mehr Einzug in unser Leben gehalten hat, kam es parallel zu einer unerklärlichen Zunahme einer Reihe von Krankheiten. Früher erkrankte eine von 20 Frauen an Brustkrebs - heute ist es jede Achte. Die Qualität der Spermien von Männern hat sich in den vergangenen 50 Jahren halbiert. Und die Zahl der Kinder und Erwachsenen, bei denen Aufmerksamkeitsstörungen diagnostiziert werden, hat explosionsartig zugenommen. Im Film kommen führende Forscher zu Wort - und ganz normale Menschen. Eine 40-jährige Frau mit aggressivem Brustkrebs, unfreiwillig kinderlose Paare und eine junge Frau mit ADHS. Sind diese Menschen Opfer von unglücklichen Zufällen - oder gibt es eine Erklärung? Die Forscher haben keine Zweifel: Sie wissen, dass unsere natürlichen Hormone durch Chemikalien, unter anderem aus Plastik, gestört werden können. Tierversuche haben gezeigt, dass vor allem im Fötusstadium gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten können und dadurch Krankheiten im späteren Leben programmiert sind.

Terra X Harald Lesch 15:45

Terra X Harald Lesch: ... und die unterschätzte Klimachance

Infomagazin

Im Kampf gegen die Klimakrise wird eine Chance oft unterschätzt: die Natur. Mit ihrer Hilfe ließe sich die Katastrophe vielleicht noch verhindern. Hochwasser, Hitze, Dürren - die Folgen der Klimakrise spüren wir auch diesen Sommer. Intakte Ökosysteme können diese dämpfen und speichern gleichzeitig Unmengen an CO2. Bäume, Flussauen, Moore und unsere Ozeane - Prof. Harald Lesch entdeckt die Wunderwaffen der Natur. Wenn es um das Klima geht, reden alle davon, Bäume zu pflanzen. Begangene Umweltsünden wie zum Beispiel eine Flugreise in ferne Länder könnten wir kompensieren, indem wir zusätzlich Bäume pflanzten. Doch wie sinnvoll sind solche Projekte wirklich? Es gibt nicht nur Wälder, in denen CO2 gespeichert und somit der Atmosphäre entzogen werden kann: Auch andere Landschaften wie Flussauen sind natürliche CO2-Senken. Dazu schützen sie uns gleichzeitig vor Hochwasser. Wir brauchen mehr von ihnen. Unerwartete Helfer dabei sind Biber. Durch die Biberdämme gestalten sich Landschaften neu. Doch der effizienteste CO2-Speicher an Land sind die Moore. Obwohl sie nur drei Prozent der Fläche bedecken, binden die Weltmoore doppelt so viel CO2 wie alle Wälder der Erde zusammen. Aber in Deutschland haben wir etwa 95 Prozent der Moore trockengelegt. Wie kann eine Renaturierung gelingen? Nicht nur an Land brauchen wir natürliche Helfer: Die größte Kohlenstoffsenke der Erde sind die Meere. Sie binden rund einen Drittel der menschengemachten Emissionen - ein unverzichtbarer Puffer in der Klimakrise. Keine technische Errungenschaft kann da mithalten. Auch hier können wir anpacken - Aufforstung geht unter Wasser ebenso wie an Land. Forschende entwickeln neue Wege, um Seegraswiesen anzupflanzen. Harald Lesch durchforstet die Klimalandschaften der Welt, um zu verstehen, welche Mittel in der Natur bereitstehen, um unser Klima zu retten.

Terra X Harald Lesch 16:15

Terra X Harald Lesch: ... und wie wir den Hunger der Welt besiegen

Infomagazin

Die wachsende Weltbevölkerung benötigt eine immer größer werdende Menge an Lebensmitteln. Gleichzeitig zwingt uns der Klimawandel, die Produktion von Nahrungsmitteln neu zu denken. Es müsste doch möglich sein, die Menschheit zu ernähren und trotzdem Ressourcen der Erde zu schonen - aber wie? Harald Lesch macht sich auf Spurensuche und schaut, welche Ideen die Wissenschaft für die weltweite Landwirtschaft von morgen hat. Indoorfarming ermöglicht eine Nahrungsmittelproduktion, die völlig von der Natur entkoppelt ist. Wie in einer Fabrik wächst dort Gemüse auf mehreren Etagen und engstem Raum bei künstlichem Licht und optimalen Temperaturen. Geerntet wird ganzjährig. Nichts wird dem Zufall überlassen, deshalb wird in der "Gemüsefabrik" auch alles möglichst steril gehalten, um keine Krankheiten oder Schädlinge einzuschleppen. Jetzt wagen sich Forschende auch an Getreide heran: Weizen soll in Zukunft auch in den Indoorfarmen gedeihen. Das wäre ein großer Fortschritt für die Ernährung der Welt. Allerdings, so einfach ist es nicht, die geeigneten Weizenpflanzen zu finden und für sie optimale Bedingungen zu schaffen. Und dann wäre da noch das Problem mit dem riesigen Energieverbrauch. Auch die klimaschonende Fleischproduktion haben Forschende im Visier. Bei der Verdauung setzen Rinder beispielsweise große Mengen an Methan frei. Wie lässt sich die Bildung des extrem klimaschädlichen Gases effizient reduzieren oder vielleicht sogar vermeiden? Hilfe könnte aus dem Meer kommen. Um die Klimabilanz von Rindfleisch zu verbessern, kommt es auch darauf an, welches Fleisch wir essen. Und welches wäre aus wissenschaftlicher Sicht am besten? Bleibt die Frage: Schmeckt es auch? Harald Lesch geht der Frage nach, wie wir in Zukunft genug Nahrungsmittel produzieren und gleichzeitig klimaschädliche Emissionen reduzieren können. Sogar die viel kritisierte Rinderzucht könnte bei der Reduktion von CO2 in der Atmosphäre helfen.

Terra X Harald Lesch 16:45

Terra X Harald Lesch: ... und unser täglich Wasser

Infomagazin

Fast eine ganze Wanne voll Trinkwasser verbraucht jeder von uns am Tag. Um diesen Luxus zu bewahren, ist ein enormer Aufwand nötig. Das hat Folgen: Unser täglich Wasser ist in Gefahr. Von den 120 Litern Trinkwasser nutzen wir nur fünf Liter zum Trinken, wie Wasser für Kaffee, Tee und zum Kochen. Wie hoch ist der Preis, den wir für die augenscheinliche Verschwendung zahlen? Forschende warnen, dass unsere Quellen langsam versiegen. Der Bodensee gehört zu den größten oberirdischen Trinkwasserspeichern Europas. Vier Millionen Haushalte werden allein in Deutschland von ihm mit Leitungswasser versorgt. Aufwendig wird das Wasser des Sees Schritt für Schritt gereinigt, bis es schließlich den strengen Vorgaben der deutschen Trinkwasserverordnung entspricht und aus unserem Hahn sprudelt. Ein Problem bei der Trinkwasseraufbereitung sind die PFAS. Diese sogenannten Ewigkeitschemikalien sind in vielen Produkten - von Zahnseide über Kleidung bis zum Löschschaum der Feuerwehr - enthalten. Und sie sind extrem gefährlich für unsere Gesundheit. Sie gelangen über verschiedenste Wege in die Umwelt und unsere Gewässer. Die PFAS müssen aus dem Trinkwasser gefiltert werden und gehören dann zum Sondermüll. Und dann, wohin damit? Sauberes Trinkwasser ist für uns eine Selbstverständlichkeit wie Strom oder Wärme. Noch. Denn Experten mahnen seit Jahren: Deutschlands Wasserreserven gehen langsam aber sicher zur Neige. Der Klimawandel hinterlässt bereits tiefe Spuren in unserer Trinkwasserversorgung: Oberflächengewässer wie Flüsse und Seen führen zeitweise extremes Niedrigwasser, aber auch die Grundwasserspiegel sinken. In den letzten 20 Jahren lag der durchschnittliche Verlust beim Grundwasser bei 760.000.000 Litern pro Jahr. Deutschland erlebt seit 2018 ein Dürrejahr nach dem anderen. Und das ist erst der Anfang. Denn mit jedem Grad Celsius, die sich unsere Erde in Zukunft erwärmt, spitzt sich das Grundwasserproblem weiter zu. Die Erwärmung des Bodens macht auch unseren kleinen Helfern zu schaffen: Schnecken, Muscheln, Krebstiere, die den Weg des Regenwassers in die Tiefe des Bodens zum Grundwasser offen halten. Höhere Temperaturen können diese Tiere nicht überleben. Welche weiteren Konsequenzen hat das für unser Grundwasser? Harald Lesch trifft Wasserversorger sowie globale Wasserexperten und -expertinnen und erklärt, mit welchen Ideen die Forschung an der Lösung des drohenden Trinkwasser-Dilemmas arbeitet.

Terra X Harald Lesch 17:15

Terra X Harald Lesch: ... und wie die Welt mit dem Klima ringt

Infomagazin

Der Klimawandel ist längst Realität: Extremwetter verwüsten Länder, zerreißen Gemeinschaften und treiben unzählige Menschen in die Flucht. Harald Lesch beleuchtet die Herausforderungen, die zwischen Anpassung, Verantwortung und technologischer Innovation liegen, und stellt die entscheidende Frage unserer Zeit: Wie lange wollen wir noch diskutieren, während andere schon ums Überleben kämpfen? Der Klimawandel schreitet Jahr für Jahr immer weiter voran. Bereits jetzt hat sich die Temperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit um rund 1,5 Grad erhöht. Die Auswirkungen der globalen Erwärmung sind zum einen schleichende Veränderungen wie schmelzende Gletscher, der Anstieg des Meeresspiegels oder die langsame Verschiebung von Klimazonen. Zum anderen verursacht die Erderwärmung Wetterextreme: Hitzewellen, Stürme oder Überschwemmungen. In Bangladesch, einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt, sind Überflutungen und der steigende Meeresspiegel längst Teil des Alltags. Millionen Menschen sind innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht - Klimaflüchtlinge ohne Alternative. Besonders bedroht sind marginalisierte Gruppen wie die "Manta People", nomadische Fischer ohne Rechte und ohne sichere Zuflucht. Ähnliche Probleme, aber andere finanzielle Möglichkeiten: Die Niederländer leben seit jeher mit dem Wasser. Das Meer ist Teil ihrer Identität und ihr größter Gegner zugleich. Knapp ein Drittel des Landes liegt unter dem Meeresspiegel, fast zwei Drittel sind überflutungsgefährdet. Der Klimawandel verstärkt das Problem. Unsere Nachbarn setzen auf Wasserschutzprogramme. Über 18.000 Kilometer Deiche und Anlagen sichern das Land. Um sicherzugehen, dass die Deiche dem Druck der Meere standhalten, werden sie einem Stresstest ausgesetzt. In einer speziellen Testanlage können die höchsten künstlichen Wellen der Welt erzeugt werden. Harald Lesch nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise rund um die Welt. Wie stemmen sich die einzelnen Regionen gegen die drohenden Katastrophen, und was können wir alle gemeinsam tun?

Terra X Harald Lesch 17:45

Terra X Harald Lesch: ... und die Zukunft unserer Landwirtschaft

Infomagazin

Ohne Bauern kein Brot, kein Gemüse, kein Fleisch - und doch fühlen sich die Landwirte mit ihren Problemen in Deutschland oft nicht gesehen. Was hilft gegen die Agrarkrise? Deutsche Landwirte ächzen unter ständig neuen Verordnungen, zunehmender Konkurrenz auf dem Weltmarkt und gleichzeitig dem Klimawandel, der mit extremem Wetter die Produktion erschwert. Harald Lesch sucht nach Lösungen, um unsere Landwirtschaft zukunftsfähig zu machen. Im Dürresommer 2018 hatten die Landwirte mit Einbußen von bis zu 30 Prozent der Getreideerträge zu kämpfen. Im Jahr 2024 gibt es ein anderes Extrem - zu viel Regen. Das setzt beispielsweise den Kartoffelpflanzen zu: Pilzerkrankungen sind die Folge und damit wiederum Ernteausfälle. Das spüren auch wir Verbraucher an der Supermarktkasse. Forschende untersuchen, wie unsere Kulturpflanzen auf das durch den fortschreitenden Klimawandel voraussehbare Extremwetter der Zukunft reagieren. Auf einem Versuchsfeld wird zum Beispiel Mais angebaut und unterschiedlichen Nässeszenarien ausgesetzt. Wie reagieren die Pflanzen auf die verschiedenen Bedingungen? Auch Untersuchungen zu Hitzestress und Trockenheit sollen Klarheit bringen. Ein Ergebnis ist bereits absehbar: Viele unserer bisherigen Ackerpflanzen werden in den kommenden Jahrzehnten erhebliche Probleme bekommen. Und nun? Eine Möglichkeit: Wir stellen uns um - auf Südfrüchte wie Aprikosen, Ananas und Physalis. Oder auch Exotischeres wie Erdnüsse, Augenbohne, Sesam und Schwarzkümmel. Doch so einfach ist das für die Landwirte nicht. Eine andere Möglichkeit: Wir nutzen die Errungenschaften der Gentechnik. Die sogenannte Genschere CRISPR/Cas9 kann Gene zielgenau verändern. Eine Revolution, denn so lassen sich Eigenschaften einer Pflanze gezielt verbessern. Deutsche Lieblingsnutzpflanzen könnten so vielleicht trotz des Klimawandels weiterhin angebaut werden. Allerdings - gentechnisch veränderte Pflanzen dürfen in Deutschland noch nicht angebaut werden. Harald Lesch zeigt, was Deutschland und die europäische Union bislang noch davon abhält, CRISPR/Cas9 zu nutzen, und warum Biertrinker eigentlich die Gentechnik begrüßen sollten.

Terra X Harald Lesch 18:15

Terra X Harald Lesch: ... und was vom Atomausstieg bleibt

Infomagazin

Die Diskussion um die Atomkraft ist zurück, doch der Elefant im Raum bleibt oft unerwähnt. Denn ob Ausstieg oder Wiedereinstieg, eine Frage bleibt: Wohin mit dem hoch radioaktiven Abfall? In Zeiten der Klimakrise wirkt die Atomkraft für viele wieder attraktiv. Doch allein die Frage nach einem Endlager scheint schwer lösbar: Einer neuen Studie zufolge könnte es in Deutschland noch rund 40 Jahre dauern, bis überhaupt ein Standort feststeht. Diese Folge von "Terra X Harald Lesch" beschäftigt sich mit einem der drängendsten Probleme unserer Zeit, das trotz seiner Brisanz oft aus dem Fokus rückt. Denn nachdem im April 2023 das letzte deutsche Atomkraftwerk abgeschaltet wurde, werden bis zu 27.000 Kubikmeter hoch radioaktiver Abfälle übrig bleiben. Die Überreste strahlen teils noch Hunderttausende Jahre lang. Harald Lesch nimmt die Zuschauer mit in das Felslabor Mont Terri in der Schweiz. Dort will er wissen: Wie lösen unsere Nachbarn das Problem? In der Schweiz soll die Entscheidung über einen Endlager-Standort bereits 2031 fallen. In Deutschland dagegen könnte es einer neuen Studie zufolge erst 2074 so weit sein. Und erst danach könnte mit dem Bau der nötigen Infrastruktur begonnen werden. Verpasst Deutschland durch den Atomausstieg etwas? Immerhin setzen andere Länder nach wie vor auf Atomkraft. Und Technologien wie Mini-AKWs, Schnelle Brüter und Transmutation versprechen mehr Effizienz und weniger Müll. Doch selbst bei aller Technologieoffenheit gilt: Das Müllproblem bleibt. Dabei dachte man hierzulande schon in den Siebzigerjahren, man hätte eine passende Lösung für stark strahlenden Abfall gefunden: Ein Salzstock nahe Gorleben in Niedersachsen sollte auf seine Eignung als Endlager geprüft werden. Doch das Vorhaben, dort ein nukleares Entsorgungszentrum zu errichten, löste heftige Proteste aus. Als ein Zwischenlager für hoch radioaktiven Müll eingerichtet wird und Castor-Transporte anrollen, kommt es zu extremen Auseinandersetzungen, die zum Teil noch bis heute nachwirken. 2020 scheidet der Salzstock Gorleben aufgrund neuer geologischer Kriterien schließlich als Standort aus. Während in Deutschland die Suche nach dem Endlager weitergeht, hat ein anderes Land längst Tatsachen geschaffen. Finnland steht kurz davor, als erstes Land weltweit ein Endlager in Betrieb zu nehmen. Warum gelingt den Finnen, womit wir uns so schwertun? Harald Lesch beleuchtet die Herausforderungen der Endlagersuche und zeigt, wie dringend wir eine Lösung finden müssen. Denn eines ist klar: Keine Lösung ist beim Thema Atommüll wirklich keine Lösung.

Luftkrieg 18:45

Luftkrieg: Jäger und Gejagte

Dokumentation

Kaum ist das Flugzeug erfunden, wird es zur Kriegswaffe. Tollkühne Piloten liefern sich in ihren Doppeldeckern tödliche Duelle über den Schützengräben des Ersten Weltkrieges. "Fliegerasse" wie Manfred von Richthofen sind Ikonen der Propaganda. Ihre spektakulären Luftkämpfe lenken ab vom massenhaften Sterben an der Front. Auch wenn der Einfluss der Fliegerei auf den Kriegsausgang noch gering ist, verändert sie die Art der Kriegsführung. Noch bevor Motorflugzeuge in den Himmel steigen, wird schon 1795 der erste Ballon in Frankreich für militärische Luftbeobachtungen eingesetzt. Aus der Höhe lassen sich gegnerische Stellungen gut auskundschaften. Mit den ersten noch instabilen Flugzeugen beginnt eine riskante Ära: Im Ersten Weltkrieg gibt es die ersten Luftkämpfe - zuerst noch mit Pistolen, bald aber schon mit fest eingebauten Maschinengewehren, die der Pilot im Cockpit bedient. Sogenannte Fliegerasse wie Manfred von Richthofen - der "Rote Baron" - prägen die Propaganda. Seinen Spitznamen verdankt er der markanten Farbe seines Dreideckers. Er kämpft gegen hochdekorierte Piloten wie Georges Guynemer auf Seiten der Franzosen. Auch Marie Marvingt, französische Spitzensportlerin und Pilotin, fliegt Einsätze für ihr Land. Und Eugene Bullard ist der erste afroamerikanische Jagdflieger in der Luft. Diese Piloten schreiben mit ihren Einsätzen Geschichte und öffnen ein neues Kapitel der Kriegsführung - zwischen Technikbegeisterung und Heldentod. Während des Ersten Weltkrieges zeigt sich: Der Himmel ist kein sicherer Ort mehr - und wird es nie wieder sein. Die Bombardierung Guernicas 1937 ist ein dunkles Vorzeichen für den Luftkrieg der Zukunft. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.

Luftkrieg 19:30

Luftkrieg: Städte im Feuersturm

Dokumentation

Im Zweiten Weltkrieg erreicht der Luftkrieg eine neue Dimension: Hitlers Bomber machen den Blitzkrieg in Polen erst möglich. Bomben und Raketen bringen Tod und Zerstörung mitten in die Städte. Der Einsatz von Flugzeugträgern verlagert den Luftkampf auf die Meere. Immer tödlichere Waffen - von Sturzkampfbombern und Jagdflugzeugen bis hin zu ballistischen Raketen - werden entwickelt, angetrieben von Technikbegeisterung, Ideologie und Machtgier. Die Luftwaffe wird im Zweiten Weltkrieg zum entscheidenden Faktor militärischer Schlagkraft. Hitler investiert enorme Ressourcen in die deutsche Kriegsmaschinerie. Der Bau moderner Flugzeuge und Raketen läuft auf Hochtouren - unter Einsatz von Zwangsarbeitern und mit menschenverachtenden Experimenten. Der französische Ingenieur Marcel Bloch, später bekannt unter dem Namen Dassault, baut für Frankreich moderne Flugzeuge, bis die deutschen Besatzer ihn ins KZ Buchenwald deportieren. Johannes Steinhoff, Pilot der Luftwaffe, kämpft auf deutscher Seite einen aussichtslosen Kampf. Am Ende überlebt er einen Absturz nur schwer verletzt. Steinhoff hat Glück im Unglück, Millionen andere Soldaten und Zivilisten nicht. Sogenannte Wunderwaffen wie der Düsenjäger Me 262 oder die Rakete V2 sollen die Wende für die Nazis bringen: Doch sie kommen zu spät, ihr Einsatz ändert nichts am Ausgang des Krieges. Deutschland kapituliert, während sich der Weltkrieg im Pazifik weiter zuspitzt. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.

Luftkrieg 20:15

Luftkrieg: Am nuklearen Abgrund

Dokumentation

Mit den Atombombenabwürfen auf Japan beginnt 1945 das Atomzeitalter. Nuklearwaffen werden im Kalten Krieg zur globalen Bedrohung und zum zentralen Instrument der Abschreckung. Das Kräftemessen der Supermächte reicht bis ins All. Die Gefahr eines Atomkrieges rückt immer wieder bedrohlich nah. Stellvertreterkriege in Korea, Vietnam und Afghanistan zeigen: Auch ohne nukleare Eskalation fordern konventionelle Kriege zahllose Opfer. Im Koreakrieg setzen die USA die gleichen Bomber ein, die zuvor die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen hatten. Bestückt sind sie aber mit konventionellen Bomben, die großflächig das Land verwüsten. Am Himmel über Korea liefern sich erstmals amerikanische und sowjetische Düsenjets erbitterte Kämpfe. Im Kalten Krieg wird die Atombombe zur steten Bedrohung. Die USA schicken nuklear bewaffnete B-52-Bomber rund um die Uhr in die Luft. Die Sowjetunion zieht mit eigenen Atomwaffen und Raketen nach. Im Rüstungswettlauf der Supermächte liefern US-Spionageflugzeuge wie die U-2 Informationen über die Arsenale des Gegners, bis 1960 eine U-2 abgeschossen wird. Aus Vietnam gehen erschütternde Bilder von Napalm-Einsätzen um die Welt. In Afghanistan statten die USA später die Mudschahedin mit schultergestützten Stinger-Raketen aus. Sie holen damit moderne sowjetische Kampfhubschrauber vom Himmel. Auch in Deutschland wird nukleare Einsatzbereitschaft trainiert. Bundeswehrpilot Wulf Beeck fliegt den F-104 Starfighter, berüchtigt für eine Unfallserie und einen Korruptionsskandal. Viele Maschinen stürzen ab. Beeck verliert Kameraden - und fliegt weiter. Mo Barrett, Offizierin der U.S. Air Force, erklärt am Beispiel der Berliner Luftbrücke, wie entscheidend die Wahl des richtigen Transportflugzeuges für den Erfolg einer militärischen Operation sein kann. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.

Luftkrieg 21:00

Luftkrieg: Tödliche Drohnen

Dokumentation

In den 1990er-Jahren beginnt das Zeitalter der Hightech-Kriege. Der Tod aus der Luft kommt fast ohne Vorwarnung. Tarnkappenbomber, Lenkraketen und Drohnen prägen jetzt den Luftkrieg. Nach 9/11 bricht der "Krieg gegen den Terror" aus. Der Gegner ist keine Armee, sondern es sind flexible Netzwerke und Ideologien, die sich der konventionellen Kriegsführung entziehen. Technische und zahlenmäßige Überlegenheit sind kein Garant mehr für den Sieg. Moderne Tarnkappenflugzeuge, computergesteuerte Luftabwehr und der Einsatz von KI sollen militärische Ziele präzise erfassen und Angriffe abwehren. Noch treffen Menschen die Entscheidung zum tödlichen Angriff. Im Golfkrieg werden erstmals Raketen erfolgreich abgeschossen. Im Jugoslawienkrieg kommen Tarnkappenflugzeuge zum Einsatz, die vom Radar nicht erfasst werden können. Sogenannte Präzisionswaffen schüren Erwartungen an einen "sauberen Krieg" - doch der ist eine Illusion. Russland und die Ukraine schicken massenhaft Drohnen in den Einsatz - zur Aufklärung und für gezielte Angriffe. Dank moderner Luftabwehrsysteme kann sich die Ukraine gegen russische Raketen und Marschflugkörper verteidigen, die Wohngebiete und Infrastruktur angreifen. Trotzdem sterben auch in diesem Krieg täglich viele Menschen. "Saratsyn" lautet der Kampfname einer jungen Ukrainerin, die für ihr Land kämpft. Sie beginnt ihre Ausbildung zur Drohnenpilotin während des russischen Angriffskrieges und ist seither Teil der ukrainischen Luftwaffe. Ian Fritz dient als amerikanischer Soldat auf einem fliegenden "Gunship". Hoch in der Luft hört er Gespräche potenzieller Terroristen ab, um herauszufinden, ob und wo am Boden eine Gefahr droht. Von den Doppeldeckern und Ballons des Ersten Weltkrieges bis zu Drohnen und Hightech-Jets der Gegenwart - die militärische Luftfahrt hat Kriege verändert. Neue Technologien steigern Reichweite, Präzision und Zerstörungskraft - mit gravierenden Folgen für Soldaten und Zivilisten.

Von der Keule zur Rakete - Die Geschichte der Gewalt 21:45

Von der Keule zur Rakete - Die Geschichte der Gewalt: Angriff aus dem Hinterhalt

Geschichte

Die Kavallerie, nichts scheint sie aufhalten zu können - bis auf Krähenfüße. Die einfache Waffe aus spitzen Stahlstiften kann ganze Schlachtfelder für Pferd und Reiter unpassierbar machen. Auch die Landmine ist eine sogenannte Sperrwaffe. Ihr entscheidendes Detail: der Aufschlagzünder. Eine Bedrohung nicht nur für Soldaten im Kampf, sondern auch für Zivilisten noch Jahrzehnte später. Daher sind Antipersonenminen seit knapp zwei Jahrzehnten geächtet. Mit dem Dreyse-Zündnadelgewehr können im 19. Jahrhundert Soldaten zum ersten Mal in Deckung nachladen und aus dem Hinterhalt auf den Feind feuern. Das revolutioniert die Schlachtordnung und macht die Kriege blutiger als zuvor. Waffen gibt es, seit es Menschen gibt. Sie werden hergestellt, um zu töten. Oder, je nach Blickwinkel der Besitzer, um zu beschützen oder abzuschrecken. Mit Waffen werden blutige Eroberungszüge und unsagbare Verbrechen begangen. Aber auch Freiheitskämpfer, Antiterroreinheiten oder Befreier brauchen Waffen für ihren Einsatz. Eine Geschichte der Waffen ist deshalb mehr als nur reine technische Betrachtung. Sie enthüllt die oft verblüffenden Zusammenhänge zwischen der Entwicklung neuer Waffen und den Folgen ihres Einsatzes - eine Dynamik, die über Jahrtausende die Geschicke der Menschheit geprägt hat. Die zehnteilige Reihe "Von der Keule zur Rakete" erzählt, wie der Einsatz neuer und innovativer Waffen die großen Schlachten der Geschichte entschieden hat. Sie zeigt, wie häufig Entwicklungen des Waffenbaus zum Motor des technischen Fortschritts wurden. Und sie untersucht die vielen verzweifelten Versuche, die zerstörerischen Kräfte neuer Waffen durch völkerrechtliche Ächtung und Regeln zu zähmen. Das einzigartige Doku-Projekt von ZDFinfo und ZDF-Enterprises schlägt dabei den Bogen von der Frühgeschichte der Menschheit bis in die Gegenwart. In überraschenden Experimenten wird die Herstellung historischer Waffen erforscht und so manches einstmals streng gehütetes Konstruktionsgeheimnis gelüftet. Die Reihe zeigt mit hochwertigen Computeranimationen die komplexen Wechselwirkungen der Waffentechnik mit anderen Bereichen auf. Etwa: wie ein kleines Bleigeschoss im 19. Jahrhundert den Weg zur Gründung humanitärer Hilfsorganisationen ebnete. Warum die Feldärzte des späten Mittelalters erheblichen Anteil an der Mehrung des medizinischen Wissens ihrer Zeit hatten. Oder weshalb die Entwicklung des Langbogens den Niedergang der Adelsherrschaft in Europa beschleunigte und bis heute spürbare Folgen für die Bestände an Eiben in Deutschland hat. Historiker, Psychologen, Physiker, Mediziner und Technikexperten kommentieren anschaulich die großen Entwicklungslinien - und gehen den Rätseln der Waffengeschichte nach. Warum etwa gerieten die militärtechnischen Fortschritte der Antike später wieder in Vergessenheit? Wie konnten die schwerfälligen gepanzerten Ritter des Mittelalters über mehrere Jahrhunderte das Kriegsgeschehen dominieren? Welche Strategien haben die Feldherren der Geschichte entwickelt, um die Angst ihrer Soldaten zu bekämpfen? Und welche psychologischen Vorgänge spielen sich ab, wenn Menschen plötzlich aus ihrem zivilen Alltag gerissen werden und sich der enthemmten Gewalt eines Krieges ausgesetzt sehen?

Von der Keule zur Rakete - Die Geschichte der Gewalt 22:30

Von der Keule zur Rakete - Die Geschichte der Gewalt: Zivilisten im Fadenkreuz

Geschichte

In den Kriegen der Menschheit sind oft Zivilisten die Leidtragenden. Im Mittelalter werden mit dem Trebuchet schwere Steine gegen feste Burgmauern geschleudert - Terror für die Menschen. Unsichtbar und heimtückisch: Die biologische Kriegsführung nimmt ihren Anfang bereits in der Antike. Mit vergifteten Flüssen setzen Kriegsherren ihre Gegner außer Gefecht. Im Mittelalter treiben Chinesen mit der Stinkbombe die Belagerten in die Arme der Feinde. Mit nur einer Waffe werden Hunderttausende Leben auf der Stelle ausgelöscht. Die Atombombe ist die wohl größte Bedrohung der Menschheit. Nach zwei Einsätzen gegen die Zivilbevölkerung ist die Angst vor einem Atomkrieg über Jahrzehnte allgegenwärtig. Und diese Angst erwacht aufs Neue. Mit der Atombombe sind die Menschen in der Lage, ihre gesamte Spezies selbst auszulöschen. Waffen gibt es, seit es Menschen gibt. Sie werden hergestellt, um zu töten. Oder, je nach Blickwinkel der Besitzer, um zu beschützen oder abzuschrecken. Mit Waffen werden blutige Eroberungszüge und unsagbare Verbrechen begangen. Aber auch Freiheitskämpfer, Antiterroreinheiten oder Befreier brauchen Waffen für ihren Einsatz. Eine Geschichte der Waffen ist deshalb mehr als nur reine technische Betrachtung. Sie enthüllt die oft verblüffenden Zusammenhänge zwischen der Entwicklung neuer Waffen und den Folgen ihres Einsatzes - eine Dynamik, die über Jahrtausende die Geschicke der Menschheit geprägt hat. Die zehnteilige Reihe "Von der Keule zur Rakete" erzählt, wie der Einsatz neuer und innovativer Waffen die großen Schlachten der Geschichte entschieden hat. Sie zeigt, wie häufig Entwicklungen des Waffenbaus zum Motor des technischen Fortschritts wurden. Und sie untersucht die vielen verzweifelten Versuche, die zerstörerischen Kräfte neuer Waffen durch völkerrechtliche Ächtung und Regeln zu zähmen. Das einzigartige Doku-Projekt von ZDFinfo und ZDF-Enterprises schlägt dabei den Bogen von der Frühgeschichte der Menschheit bis in die Gegenwart. In überraschenden Experimenten wird die Herstellung historischer Waffen erforscht und so manches einstmals streng gehütetes Konstruktionsgeheimnis gelüftet. Die Reihe zeigt mit hochwertigen Computeranimationen die komplexen Wechselwirkungen der Waffentechnik mit anderen Bereichen auf. Etwa: wie ein kleines Bleigeschoss im 19. Jahrhundert den Weg zur Gründung humanitärer Hilfsorganisationen ebnete. Warum die Feldärzte des späten Mittelalters erheblichen Anteil an der Mehrung des medizinischen Wissens ihrer Zeit hatten. Oder weshalb die Entwicklung des Langbogens den Niedergang der Adelsherrschaft in Europa beschleunigte und bis heute spürbare Folgen für die Bestände an Eiben in Deutschland hat. Historiker, Psychologen, Physiker, Mediziner und Technikexperten kommentieren anschaulich die großen Entwicklungslinien - und gehen den Rätseln der Waffengeschichte nach. Warum etwa gerieten die militärtechnischen Fortschritte der Antike später wieder in Vergessenheit? Wie konnten die schwerfälligen gepanzerten Ritter des Mittelalters über mehrere Jahrhunderte das Kriegsgeschehen dominieren? Welche Strategien haben die Feldherren der Geschichte entwickelt, um die Angst ihrer Soldaten zu bekämpfen? Und welche psychologischen Vorgänge spielen sich ab, wenn Menschen plötzlich aus ihrem zivilen Alltag gerissen werden und sich der enthemmten Gewalt eines Krieges ausgesetzt sehen?

Von der Keule zur Rakete - Die Geschichte der Gewalt 23:15

Von der Keule zur Rakete - Die Geschichte der Gewalt: Distanzwaffen

Geschichte

Der Schuss aus der Distanz garantiert Kriegern bessere Überlebenschancen: Trickreiche Bauart römischer Speere macht die römische Armee siegreich - Hightech der antiken Waffenschmiede. Der Langbogen ist im Mittelalter Englands gefürchtete Geheimwaffe. Jeder Bogenschütze muss täglich üben - eine Pflicht, die krank macht. Umweltfolgen sind viele Tausend Kilometer entfernt noch heute zu sehen: Seitdem gibt es kaum Eiben in Deutschlands Wäldern. Moderne Armeen experimentieren mit Science-Fiction-Waffen wie der "Railgun", die auf mehrere Hundert Kilometer präzise trifft. Ob sie die Menschheitsgeschichte ähnlich stark prägen wird wie der Speer, wird die Zukunft zeigen. Waffen gibt es, seit es Menschen gibt. Sie werden hergestellt, um zu töten. Oder, je nach Blickwinkel der Besitzer, um zu beschützen oder abzuschrecken. Mit Waffen werden blutige Eroberungszüge und unsagbare Verbrechen begangen. Aber auch Freiheitskämpfer, Antiterroreinheiten oder Befreier brauchen Waffen für ihren Einsatz. Eine Geschichte der Waffen ist deshalb mehr als nur reine technische Betrachtung. Sie enthüllt die oft verblüffenden Zusammenhänge zwischen der Entwicklung neuer Waffen und den Folgen ihres Einsatzes - eine Dynamik, die über Jahrtausende die Geschicke der Menschheit geprägt hat. Die zehnteilige Reihe "Von der Keule zur Rakete" erzählt, wie der Einsatz neuer und innovativer Waffen die großen Schlachten der Geschichte entschieden hat. Sie zeigt, wie häufig Entwicklungen des Waffenbaus zum Motor des technischen Fortschritts wurden. Und sie untersucht die vielen verzweifelten Versuche, die zerstörerischen Kräfte neuer Waffen durch völkerrechtliche Ächtung und Regeln zu zähmen. Das einzigartige Doku-Projekt von ZDFinfo und ZDF-Enterprises schlägt dabei den Bogen von der Frühgeschichte der Menschheit bis in die Gegenwart. In überraschenden Experimenten wird die Herstellung historischer Waffen erforscht und so manches einstmals streng gehütetes Konstruktionsgeheimnis gelüftet. Die Reihe zeigt mit hochwertigen Computeranimationen die komplexen Wechselwirkungen der Waffentechnik mit anderen Bereichen auf. Etwa: wie ein kleines Bleigeschoss im 19. Jahrhundert den Weg zur Gründung humanitärer Hilfsorganisationen ebnete. Warum die Feldärzte des späten Mittelalters erheblichen Anteil an der Mehrung des medizinischen Wissens ihrer Zeit hatten. Oder weshalb die Entwicklung des Langbogens den Niedergang der Adelsherrschaft in Europa beschleunigte und bis heute spürbare Folgen für die Bestände an Eiben in Deutschland hat. Historiker, Psychologen, Physiker, Mediziner und Technikexperten kommentieren anschaulich die großen Entwicklungslinien - und gehen den Rätseln der Waffengeschichte nach. Warum etwa gerieten die militärtechnischen Fortschritte der Antike später wieder in Vergessenheit? Wie konnten die schwerfälligen gepanzerten Ritter des Mittelalters über mehrere Jahrhunderte das Kriegsgeschehen dominieren? Welche Strategien haben die Feldherren der Geschichte entwickelt, um die Angst ihrer Soldaten zu bekämpfen? Und welche psychologischen Vorgänge spielen sich ab, wenn Menschen plötzlich aus ihrem zivilen Alltag gerissen werden und sich der enthemmten Gewalt eines Krieges ausgesetzt sehen?