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TV Programm für ZDFinfo am 13.07.2026

Maria Stuart Schottlands tragische Königin 04:15

Maria Stuart Schottlands tragische Königin

Dokumentation

Sie gilt als tragische Königin - Maria Stuart. Die katholische Königin herrscht über das protestantische Schottland und ringt mit Elizabeth I. um die englische Krone. Der Kampf um Religion und Thron geht für Maria blutig aus. Legenden besagen, sie habe ihr Blut für die katholische Kirche und die Liebe zu falschen Männern vergossen. Im Zeitalter der Gegenreformation sind Geschichtsmythen Mittel politischer Agitation. Zahlreiche historische Dokumente aus Archiven der Stuart- und Tudor-Zeit belegen: Schottlands Königin ist weniger Opfer als Täterin im politischen Ringen. Zeit ihres Lebens steht sie in Konkurrenz zu ihrer königlichen Cousine Elizabeth I. 30 Jahre lang habe Maria Stuart weder Mordkomplotte noch andere Intrigen gescheut, um die englische Krone an sich zu reißen. Bevorzugtes Mittel ihrer Wahl: Mordpläne fanatischer Katholiken. Die Dokumentation deckt mal tiefgründig und mal humorvoll auf, dass Elizabeth I. intimes Wissen über ihre Cousine Maria Stuart besaß und es gegen sie einsetzte. Die Forschung britischer Historikerinnen und Historiker zeigt: "Marias Ehrgeiz, Königin von England zu werden, dominierte alles. Sie wollte Elizabeth vernichten", so die englische Historikerin Tracy Borman.

Charles I. - Machtkampf in England 05:00

Charles I. - Machtkampf in England: Der Bürgerkrieg

Geschichte

1642 führt König Charles I. England in einen blutigen Bürgerkrieg - ein Konflikt um Macht, Religion und Autorität, der auf dem Schafott endet. Wer war der Monarch, und was führte zu seinem Fall? Charles I. sieht sich als Herrscher von Gottes Gnaden - kompromisslos und überzeugt von seiner Autorität. Sein Machtanspruch stößt auf Widerstand im Parlament. Die Folge: ein erbitterter Konflikt, der England spaltet und Staat und Kirche erschüttert. Es sind die dramatischen Jahre zwischen 1642 und 1649, in denen sich zwischen der Krone und dem Parlament ein erbitterter Streit um die politische Ordnung des Reiches entfaltet. Der Hauptkonflikt: Soll die königliche Autorität über allem stehen? Darf der König ohne Zustimmung des Parlaments regieren und Steuern erheben? Aus diesen Fragen erwächst der Englische Bürgerkrieg, der das Land spaltet. Auf der einen Seite die Royalisten, dem König treu ergeben. Auf der anderen Seite die Parlamentarier. Sie wollen die Macht des Königs einschränken und kämpfen für eine neue politische Ordnung, die ihnen mehr Rechte einräumt. Doch nicht nur Macht und Politik treiben die Fronten auseinander, auch die Religion spielt eine zentrale Rolle. Während Charles I. die anglikanische Kirche mit traditionellen Ritualen verteidigt, fordern Puritaner eine radikale Reform. Hinzu kommt die Angst vor katholischem Einfluss durch die Ehe des Königs mit einer französischen Prinzessin. Ein Glaubenskampf, der die politische Krise verschärft. Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation beleuchtet den Englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert, der das Land grundlegend veränderte. Zum ersten Mal wurde ein König öffentlich zur Verantwortung gezogen und hingerichtet. Mit Charles' Tod endete die Monarchie vorübergehend. Die Doku zeigt, wie aus dem Konflikt um Macht, Glauben und Ordnung ein Wendepunkt der europäischen Geschichte wurde.

Charles I. - Machtkampf in England 05:45

Charles I. - Machtkampf in England: Der Aufstieg Cromwells

Geschichte

Als Charles ?I. am 30.?Januar 1649 hingerichtet wird, endet nicht nur seine Herrschaft - es beginnt eine neue politische Ära. Wie stabil ist sie, und welche Rolle spielt Oliver Cromwell? Oliver Cromwell kämpft im Englischen Bürgerkrieg auf Seiten der Parlamentarier für die Absetzung des Königs. Schnell steigt er auf und wird zur prägenden Figur der Revolution. Manche halten ihn für die treibende Kraft hinter dem Todesurteil gegen Charles I. Oliver Cromwell beginnt als unbedeutender Parlamentsabgeordneter und wird zur Schlüsselfigur einer Revolution. In den Wirren des Englischen Bürgerkriegs steigt er vom militärischen Außenseiter zum Kommandeur der "New Model Army" auf - einer Streitmacht, die den Royalisten entscheidend überlegen ist. Nach dem Sieg des Parlaments weigert sich Charles?I., seine Auffassung vom Gottesgnadentum aufzugeben. Sein Versuch, einen zweiten Krieg zu entfachen, macht ihn zum "öffentlichen Feind". Cromwell ist überzeugt: Solange der König lebt, wird es keinen Frieden geben. Er unterstützt die "Pride's Purge", durch die gemäßigte Abgeordnete aus dem Parlament entfernt werden, und schafft damit die Mehrheit für ein beispielloses Urteil: Das Hochverratsverfahren gegen den König endet mit dem Todesurteil - ein historischer Bruch, der die Monarchie erschüttert. Nach Charles' Tod wird das Commonwealth ausgerufen. Cromwell greift nach der Macht und wird 1653 Lord Protector des neuen Staates - ein Versuch, Ordnung zu schaffen, ohne die Krone zurückzubringen. Doch nach seinem Tod im Jahr 1658 gerät das neue System ins Wanken. Seinem Nachfolger Richard Cromwell fehlt die Unterstützung der Armee; das Protektorat zerfällt. 1660 kehrt Charles II., Sohn des hingerichteten Herrschers, aus dem Exil nach England zurück. Bedeutet dies die Rückkehr zum Absolutismus? Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation beleuchtet den Englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert, der das Land grundlegend veränderte. Zum ersten Mal wurde ein König öffentlich zur Verantwortung gezogen und hingerichtet. Mit Charles' Tod endete die Monarchie vorübergehend. Die Doku zeigt, wie aus dem Konflikt um Macht, Glauben und Ordnung ein Wendepunkt der europäischen Geschichte wurde.

Henker, Hexen und Vampire - Die Geschichte der Unheimlichen 06:30

Henker, Hexen und Vampire - Die Geschichte der Unheimlichen

Dokumentation

Seit jeher graut es den Menschen vor dem Unheimlichen. "ZDF-History" spürt Schreckensgestalten wie Vampiren, Henkern und Hexen nach. Eine Dokumentation mit Gruselfaktor. Vampire verbreiten seit dem Altertum Schrecken, Hexen fürchtete man vor allem in der Neuzeit. Henker, die Vollstrecker des Todes, sind uns bis heute nicht geheuer, während die Angst vor der Zukunft selbst Staatsmänner in die Arme von Wahrsagern treibt. Doch wo liegen die Wurzeln dieser schaurigen Figuren? Warum flößen sie uns seit Jahrhunderten so viel Furcht ein? Der bekannteste aller Vampire ist der blutrünstige Graf Dracula aus Transsilvanien. Er wurde 1897 vom irischen Schriftsteller Bram Stoker erschaffen und prägt bis heute unsere Vorstellung. Dabei kannte man in nahezu jeder Kultur - ob in China, Indien oder der griechisch-römischen Antike - Geschichten von unheimlichen Blutsaugern und Untoten, die nachts aus ihren Gräbern steigen und die Lebenden heimsuchen. Hexen siedeln wir heute in den Bereich der Mythen und Märchen an. Doch die weitverbreitete Meinung, sie seien hauptsächlich eine Erscheinung des Mittelalters gewesen, ist ebenso falsch wie die Ansicht, sie seien vorrangig von der kirchlichen Inquisition verfolgt worden. Man schätzt, dass in Europa während der Hexenverfolgungen bis zu 60 000 Menschen unschuldig hingerichtet wurden, davon fast die Hälfte in Deutschland. Es traf Arme und Reiche, Männer und Frauen. Viele Menschen fürchten sich vor der Zukunft: Wann werde ich sterben? Geht morgen die Welt unter? Deswegen wurden im Lauf der Geschichte immer wieder Hellseher um Rat gefragt, die mit der Angst ihrer Klienten gute Geschäfte machten. In Deutschland trieb Hanussen, der "Magier von Berlin", Anfang der 30er-Jahre sein Unwesen. Seine Prophezeiung vom Reichstagsbrand wurde ihm zum Verhängnis. Im März 1933 wurde er von SA-Männern ermordet. Johann Reichhart war der letzte Henker Deutschlands. Er stammt aus einer Familie, die seit Generationen die Todesstrafe vollstreckte. Er selbst tötete über 3000-mal - darunter die Geschwister Scholl und Kriegsverbrecher der Nürnberger Prozesse. Sein Leben ist ein blutiges Spiegelbild der deutschen Zeitgeschichte, mit ebenso vielen Wendungen und Widersprüchen.

Die Inka - Aufstieg und Untergang 07:00

Die Inka - Aufstieg und Untergang: Das Volk der Anden

Archäologie

Die Ursprünge des Inka-Reichs liegen um das Jahr 1200, als der erste Herrscher, Manco Cápac, die Hauptstadt Cusco gründet. Archäologische Untersuchungen versuchen, ihre Anfänge zu datieren. Die Inka entwickeln ein organisiertes Staatswesen. Sie erzielen technische und architektonische Meisterleistungen beim Bau ihrer Städte, wie dem legendären Machu Picchu. Ihre religiösen Vorstellungen folgen einem Sonnenkult, und sie bringen auch Menschenopfer dar. Erbauer von Machu Picchu ist der neunte Inka-Herrscher Pachacútec. Die Stadt liegt mehr als 2400 Meter über dem Meeresspiegel und besteht aus gut 200 Gebäuden. Sie sind auf Terrassen gelegen und über Treppen miteinander verbunden. Eines der Hauptbauwerke in der Stadt ist der Sonnentempel. Er dient als astronomisches Observatorium, um die Sonnenwenden zu beobachten und landwirtschaftliche Zyklen zu steuern. Neuere archäologische Erkenntnisse legen nahe, dass die Expansion des Inka-Reiches und der Bau von Machu Picchu früher begann als bisher angenommen. Moderne Technologien helfen, die Geschichte der Inka zu rekonstruieren. 3-D-Rekonstruktionen - von Machu Picchu über den Titicacasee und Cusco bis hin zu den chilenischen Vulkanen - erwecken das Reich der Sonne zu neuem Leben. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?

Die Inka - Aufstieg und Untergang 07:45

Die Inka - Aufstieg und Untergang: Das Reich wächst

Archäologie

Ausgehend von ihrer Hauptstadt Cusco treiben die Inka in weniger als einem Jahrhundert die Expansion ihres Reiches massiv voran. Durch militärische Eroberung, aber auch friedliche Integration. Dafür erbauen sie ein beeindruckendes Straßennetz, das die großen Verwaltungszentren verbindet. Sie nutzen standardisierte Maßeinheiten, die auf dem menschlichen Körper basieren, und entwickeln eine Knotenschrift, um Nachrichten und Zahlen zu übermitteln. Einer der bedeutendsten Eroberer der Inka ist Túpac Yupanqui. Er unterwirft die erbittertsten Rivalen entlang der Pazifikküste. In seiner größten Ausdehnung erstreckt sich sein Reich über gut 4000 Kilometer. Damit ist es das größte Reich in der Geschichte Südamerikas. Nach Túpac Yupanquis Tod herrschen die Inka zu Beginn des 16. Jahrhunderts über fast zehn Millionen Menschen. Die Vielfalt aus mehr als 50 Kulturen und Sprachen wird von der zentralisierten Verwaltung versorgt und kontrolliert. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?

Die Inka - Aufstieg und Untergang 08:30

Die Inka - Aufstieg und Untergang: Das goldene Zeitalter

Archäologie

Zur Blütezeit der Inka im frühen 16. Jahrhundert sind die Tempel und Paläste von Cusco mit wertvollen Gütern und Gold gefüllt. Ihr Reichtum inspiriert sogar die Legende eines "El Dorado". Die Inka nutzen die Ressourcen ihres Reiches umfassend. Natürliche Vorkommen wie Gold und Silber, aber auch die Fähigkeiten der von ihnen eroberten Völker. Die Herausforderungen ihres Territoriums für die Landwirtschaft meistern sie mit innovativen Techniken. Sie entwickeln einen Sonnenkalender und errichten Observatorien zur astronomischen Beobachtung. Rituelle Steine, Intihuatana genannt, dienen als eine Art Sonnenuhr und markieren die Sonnenwenden. Der bekannteste dieser Steine findet sich in Machu Picchu. Eine kleine Elite herrscht über eine riesige diverse Bevölkerung. Der elfte und letzte große Inka-Herrscher, Huayna Cápac, leitet militärische Kampagnen und gründet bedeutende Städte. Er ist für seine gewalttätige und rücksichtslose Herrschaft bekannt. So siedelt er Hunderttausende Menschen um. Entsprechend stammen viele der in Machu Picchu und Cusco begrabenen Arbeiter aus weit entfernten Regionen des Inka-Imperiums. Trotz seiner Größe und Macht ist das Inka-Reich fragil. Zwangsarbeit und Umsiedlungen führen zu Widerständen, insbesondere im Norden des Reiches, wo Huayna Cápac Aufstände bekämpfen muss. Während einer dieser Feldzüge erkrankt er und stirbt. Der Niedergang des mächtigen Reiches beginnt. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?

heute Xpress 09:13

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Die Inka - Aufstieg und Untergang 09:15

Die Inka - Aufstieg und Untergang: Der letzte Herrscher

Archäologie

Der letzte Herrscher des Inka-Reichs, Atahualpa, befehligt ein riesiges Heer. Dennoch gelingt es den spanischen Eroberern, die Inka zu besiegen - mit gerade einmal 200 Mann. Der Niedergang der Inka beginnt aber schon früher: Interne Konflikte und eine Nachfolgekrise schwächen das Reich. Es kommt zu einem Bürgerkrieg zwischen den Söhnen des letzten Herrschers. Die geschwächten Inka können den goldhungrigen Konquistadoren nicht viel entgegensetzen. Die Spanier unter ihrem Anführer Francisco Pizarro sind besser ausgerüstet und taktisch versierter. Unterstützt von einheimischen Völkern, die gegen die Inka rebellieren, erobern die Konquistadoren schnell Cusco. Einer der Söhne von Huayna Cápac, dem letzten großen Inka-Herrscher, führt den Widerstand sogar an. Kurzzeitig ist er damit erfolgreich. Dennoch löschen die Spanier innerhalb weniger Jahrzehnte das Reich "der Söhne der Sonne" aus. Nur wenige Stätten der Inka entkommen der Zerstörung, darunter Machu Picchu. Der Glaube und die Kultur der Inka bleiben jedoch weiter bestehen. Sie vermischen sich mit den Vorstellungen der Eroberer und prägen die modernen Staaten im Westen Südamerikas bis heute. Die Inka leben weiter, in ihren monumentalen Bauwerken, in kulturellen Praktiken und im spirituellen Bewusstsein der Andenbevölkerung. Die Inka, eine der geheimnisvollsten Zivilisationen der Menschheitsgeschichte. "Die Söhne der Sonne" haben das größte Reich Südamerikas aufgebaut. Wie ist es zu seinem plötzlichen und brutalen Untergang gekommen?

Karthagos vergessene Krieger 10:00

Karthagos vergessene Krieger

Geschichte

An den Quellflüssen des Amazonas forschen Archäologen auf den Spuren eines vor Jahrhunderten untergegangenen Volkes: die Chachapoya. Sie hinterließen verborgene Totenstädte und die größte Festung Amerikas, Kuelap. Bis heute ist das Kriegervolk aus den Anden von Geheimnissen umgeben - besonders seine Herkunft ist ungeklärt.

Alexander der Große - Der Superstar der Antike 10:45

Alexander der Große - Der Superstar der Antike

Geschichte

Alexander der Große gilt als eine der schillerndsten Figuren der Geschichte. Seit mehr als 2000 Jahren fasziniert der Königssohn aus Makedonien die Menschen. Was macht ihn zum Mythos? Was trieb Alexander an, der nicht nur Eroberer und Entdecker fremder Länder war, sondern auch Gründer und Zerstörer namhafter Städte, der als Kriegstreiber in die Geschichte einging, aber auch als Vermittler zwischen den Kulturen? Er schuf in nur wenigen Jahren ein Reich, das einen großen Teil der damals bekannten Welt umfasste. Dabei hatte er eine große Vision. Sein Ziel war nichts Geringeres als die Unsterblichkeit. Auf dem Schlachtfeld galt er als Genie und Revolutionär. Wie gelang es dem jungen König, mit oft weit unterlegenen Armeen die Massenheere seiner Gegner zu schlagen? Warum sind Tausende Griechen ihrem Herrscher bis ans Ende der damaligen Welt gefolgt?

Auf den Spuren von Odysseus 11:15

Auf den Spuren von Odysseus: Von Troja nach Ithaka

Dokumentation

Wie viel Wahrheit steckt in Homers weltberühmter Dichtung "Odyssee"? Archäologen und Historiker gehen auf Spurensuche und erforschen antike Quellen und Artefakte. Homers Epos "Odyssee" erzählt von der Irrfahrt des griechischen Helden Odysseus. Nach dem Trojanischen Krieg will er in seine Heimat Ithaka zurückkehren. Doch zuvor muss er zahlreiche Abenteuer bestehen. Basiert die Erzählung auf echten historischen Ereignissen? Homers Werk soll im 8. Jahrhundert vor Christus entstanden sein und schöpft seine Geschichten aus jahrhundertealten Überlieferungen. Die Wissenschaft vermutet die Ursprünge des Mythos gegen Ende der Bronzezeit. Das Epos enthält erstaunlich genaue geografische und kulturelle Hinweise. Gibt es real existierende Schauplätze und Ereignisse? Archäologische Funde zeigen: Die Kulturen rund ums Mittelmeer waren schon damals durch Handel und Seefahrt eng miteinander verbunden. Historiker, Geologen und Archäologen gehen der Frage nach, ob historische Ereignisse die Grundlage für Homers Dichtung sind. Die Dokumentation zeigt, wie Forschende den Beschreibungen in Homers Text folgen und die Reise des Odysseus nachzeichnen. Selbst Techniken des antiken Bootsbaus und Bestimmungshilfen für Heilkräuter lassen sich in der Heldensage finden. Die "Odyssee" von Homer zählt zu den berühmtesten Erzählungen der Antike. Doch wie viel Wahrheit steckt in der Geschichte des listenreichen Odysseus? Die zweiteilige Dokumentation von ZDFinfo begleitet Archäologen und Historiker auf ihrer Spurensuche.

Auf den Spuren von Odysseus 12:00

Auf den Spuren von Odysseus: Die Welt der Mykener

Dokumentation

Welche Bedeutung hat die Kultur von Mykene in Homers Epos "Odyssee"? Forschende sind überzeugt, dass die antike Dichtung auf realen Orten und historischen Ereignissen basiert. Im 19. Jahrhundert entdecken Archäologen die legendären Städte Troja und Mykene. Seitdem ist klar: Homers Dichtungen "Ilias" und "Odyssee" beschreiben nicht nur mythische Abenteuer, sondern auch reale Schauplätze und kulturelle Zusammenhänge. Die "Odyssee" ist nicht nur ein literarisches Meisterwerk, sondern auch ein Fenster in die Welt früher Seefahrt und antiker Kulturen. Zu Zeiten Homers beeinflusste Mykene große Teile des Mittelmeerraums. Bereits in der Bronzezeit verbanden Handelsrouten den Mittelmeerraum mit Regionen bis nach Zentralasien. Archäologische Funde an der türkischen Küste belegen den Austausch von Rohstoffen und Wissen über weite Distanzen. Jahrhunderte später nutzten die Griechen dieselben Routen, um neue Siedlungen rund um das Mittelmeer zu gründen. Spuren der mykenischen Kultur finden sich bis nach Sizilien, etwa in der Nähe der Straße von Messina. Die "Odyssee" von Homer zählt zu den berühmtesten Erzählungen der Antike. Doch wie viel Wahrheit steckt in der Geschichte des listenreichen Odysseus? Die zweiteilige Dokumentation von ZDFinfo begleitet Archäologen und Historiker auf ihrer Spurensuche.

Die Deutschen II 12:45

Die Deutschen II: Karl der Große und die Sachsen

Zeitgeschichte

Er galt schon bei seinen Zeitgenossen als "Vater Europas". Er schuf ein Fundament, das den Kontinent prägte. Deutsche und Franzosen betrachten Karl den Großen gleichermaßen als Stammvater. Die Grundlage für ein späteres Reich der Deutschen schuf Karl durch seine Eroberungen in der Mitte Europas. Er unterwarf die Sachsen und zwang sie, Christen zu werden. Mit ihrer Eingliederung verschob sich der Schwerpunkt des Frankenreichs nach Osten. Karls Imperium reichte von der Nordsee bis nach Mittelitalien, von Ungarn bis nach Spanien. Der Umriss erinnert an die Ausdehnung der europäischen "Sechsergemeinschaft" 1200 Jahre später. Der Frankenherrscher schuf nicht nur ein Imperium, er gab ihm auch eine Ordnung, setzte Ankerpunkte für eine gemeinsame religiöse und kulturelle Identität. Er wollte nicht nur Herrscher der Franken sein, sondern der gesamten römischen Christenheit. Wo er regierte, sollte auch ein Glaube die Teile seines europäischen Reiches miteinander verbinden. Am Weihnachtstag im Jahr 800 wurde er in Rom zum Kaiser gekrönt. Die römische Kaiserwürde und Reichsidee gingen damit auf das fränkische Herrscherhaus über. Daran konnten später die ostfränkischen und dann die deutschen Könige anknüpfen. Nachdem sich das Imperium Karls ein Jahrhundert später endgültig in ein West- und in ein Ostreich geteilt hatte, waren es ausgerechnet die Nachfahren der einst heidnischen Sachsen, die genug Macht, Willen und Einfluss besaßen, um in die Fußstapfen des großen Karolingers zu treten. So erwarb Otto der Große als von den deutschen Stämmen gewählter "ostfränkischer" König die Kaiserkrone und legte damit den Grundstock zur Entwicklung der römisch-deutschen Tradition.

Die Deutschen II 13:30

Die Deutschen II: Hildegard von Bingen und die Macht der Frauen

Zeitgeschichte

Hildegard von Bingen (1098 bis 1179) ist die populärste Deutsche des Mittelalters - auf Augenhöhe mit den Mächtigen ihrer Zeit. Sie war Visionärin, Naturwissenschaftlerin und vieles mehr. So war sie auch Politikerin, Komponistin, Theologin und sogar Managerin zweier von ihr gegründeter Klöster. Viele ihrer Schriften, vor allem ihre Kenntnisse der Naturheilkunde, haben bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Andere werfen noch immer Fragen auf. Während die einen in Hildegards Visionen eine Art Drogenrausch der Kräuterkundigen vermuten, sehen andere darin eine prophetische Gabe, sogar einen Beweis ihrer Heiligkeit. Besondere Nähe zu Gott für sich zu beanspruchen, war nicht ungefährlich. Ihren Mut schöpfte sie aus religiösem Sendungsbewusstsein. Hildegards Visionen waren ein mächtiges Instrument für eine Frau in einer Zeit, in der das weibliche Geschlecht komplett unter männlicher Verfügungsgewalt stand. Sie schaffte es, dass der Papst selbst ihre Visionen anerkannte, und enthob sich damit des Verdachtes, eine Ketzerin zu sein. Aus heutiger Sicht besonders bahnbrechend war ihre Wahrnehmung der Natur, in der sie ein Spiegelbild der göttlichen Weltordnung sah. Die "erste Grüne" der Geschichte könnte man sie nennen. Auch den menschlichen Körper und die Sexualität beschrieb sie eingehend und mit großer Unbefangenheit. Von Hildegard von Bingen stammt die vermutlich erste und für eine Nonne bemerkenswert detaillierte Beschreibung des weiblichen Orgasmus. Der Film über das Leben Hildegards von Bingen zeichnet das Bild einer Frau, die viele Grenzen sprengte. Und er zeigt ein Jahrhundert, dessen technische und soziale Umwälzungen den Grundstein für die Moderne legten. Wissenschaftliche Beratung: Professor Dr. Franz J. Felten

Die Deutschen II 14:15

Die Deutschen II: Thomas Müntzer und der Krieg der Bauern

Zeitgeschichte

Es war die Zeit der Umwälzung, die Reformation rüttelte an der bestehenden Ordnung. 1521 herrschte Aufruhr im sächsischen Zwickau. Der junge Priester Thomas Müntzer (1489 bis 1525), der an der Marienkirche predigte, wandte sich gegen die kirchliche und weltliche Obrigkeit und forderte für alle Menschen das gottgegebene Recht auf Freiheit. Müntzer war kein Mann der Kompromisse. Die Kirchenkritik Luthers, den er einst bewundert hatte, ging ihm nicht weit genug. Nicht nur das Papsttum, auch die ständisch geprägte weltliche Ordnung war ihm ein Dorn im Auge. Christus sei in einem Viehstall geboren, schrieb er, er sei auf der Seite der Armen und Entrechteten. Die Fürsten, die in Pelzmäntel gekleidet auf Seidenkissen säßen, seien "Christo ain greuel". In einer Schrift "wider das geistlose, sanftlebende Fleisch zu Wittenberg" nahm er 1524 gegen Luther Stellung und bekräftigte seine Absicht, eine gerechtere Ordnung durchzusetzen - notfalls mit Gewalt. Nach Müntzers theologischer Überzeugung fordert die Heilige Schrift die Freiheit des Menschen. Er wurde von den Fürsten misstrauisch beäugt und geriet immer wieder in Konflikt mit der Obrigkeit. Als 1524 der Deutsche Bauernkrieg ausbrach, schlug Müntzer sich auf die Seite der Landleute. Bald wurde er zu einer Leitfigur des Aufstandes. Seinen blutigen Höhepunkt erreichte der Konflikt mit den Landesherren in der Schlacht von Frankenhausen. Der Kampf mit ungleichen Waffen, mit Musketen gegen Mistgabeln, geriet zum Massaker. Die Niederlage der Bauern besiegelte auch Müntzers Schicksal. Als Bauernführer und Ketzer gefoltert, wurde er 1525 vor den Toren der Stadt Mühlhausen hingerichtet. Wissenschaftliche Beratung: Dr. Carl Dietmar

Die Deutschen II 15:00

Die Deutschen II: Ludwig II. und die Bayern

Zeitgeschichte

Mythen und Legenden ranken sich um die Gestalt Ludwigs II. von Bayern (1845 bis 1886), der als "Märchenkönig" in die Geschichte eingegangen ist. Er habe die Politik gescheut und sich vor allem seinen schwärmerischen Leidenschaften hingegeben: den Opern Richard Wagners und dem Bau prunkvoller Schlösser wie Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee. Doch Ludwig war keineswegs nur ein versponnener Träumer, sondern verfolgte klare politische Ziele. Er glaubte an das "Dritte Deutschland", an eine eigenständige Kraft neben Preußen und Österreich. Der föderale Staatenbund der kleinen und mittleren deutschen Länder war Mitte des 19. Jahrhunderts ein Gegenmodell zu einem Bundesstaat unter preußischer Führung. Scheitern wird die Vision am politischen Genie Otto von Bismarcks und der militärischen Stärke des Hohenzollern-Staates. Im "Deutschen Krieg" von 1866 setzte sich Preußen nicht nur gegen Österreich durch, sondern auch gegen die mit Habsburg verbündeten "dritten" deutschen Staaten. Bayern verlor nach dem Friedensvertrag mit Preußen die Kontrolle über die eigene Armee. Ein Souveränitätsverlust, der sich mit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870 fortsetzte. Bismarck nutzte den militärischen Triumph zur Schaffung des Deutschen Kaiserreichs. In diesem geeinten Reich wurde der bayerische König mehr und mehr zur exotischen Randfigur. Er verlegte sich fortan auf das Bauen, um wenigstens auf dem Gebiet der Architektur seiner Herrschaft einen Rest von Glanz und Würde zu verleihen. Fernab der Residenzstadt München errichtete er Schlösser, die als weithin sichtbare Monumente an die Epoche des Absolutismus erinnern sollten. Bald konnte der König seine kostspieligen Bauvorhaben nicht mehr aus eigener Tasche finanzieren. Hoch verschuldet drohte Ludwig auch seiner Regierung mit der Absetzung. Ihr wollten die Minister mit einem Staatsstreich zuvorkommen. Der Machtkampf wird den letzten "wahren" König Bayerns das Leben kosten. Wie der Monarch ums Leben kam, ist bis heute ungeklärt. Die Umstände seines Todes werden in diesem Film untersucht. Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Hans-Michael Körner

Die Deutschen II 15:45

Die Deutschen II: Rosa Luxemburg und die Freiheit

Zeitgeschichte

Sie stammte aus dem von Russland annektierten Teil Polens. Rosa Luxemburg (1871 bis 1919) wurde politische Aktivistin in einer Zeit, in der Frauen in Deutschland noch nicht wählen durften. Die Arbeiterbewegung in Europa befand sich im Aufbruch, Sozialisten wurden überall verfolgt. Schon in jungen Jahren kämpfte Rosa Luxemburg für die Rechte der Arbeiterschaft - ab 1898, nachdem sie die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen hatte, in der SPD. Rosa Luxemburg war Jüdin, sehr gebildet, besaß einen scharfen Verstand und ein mitreißendes Temperament. Sie war eine großartige Rednerin und brillante Schriftstellerin. Konflikte scheute sie nicht. Bei Streitfragen innerhalb der SPD nahm sie eine radikale Position ein. Ihr Engagement brachte sie wiederholte Male ins Gefängnis - verurteilt wegen Majestätsbeleidigung, Aufforderung zu Ungehorsam, Gefährdung des öffentlichen Friedens. Unermüdlich sprach sich Rosa Luxemburg gegen preußischen Militarismus und gegen die Aufrüstung aus. Als die SPD im August 1914 die Kredite für den Krieg bewilligte, brach sie aus Enttäuschung über den "Verrat" an der internationalen Arbeiterbewegung fast zusammen, dachte sogar an Selbstmord. Rosa Luxemburg, die auch dazu aufgerufen hatte, den Dienst an der Waffe zu verweigern, verbrachte fast die gesamte Zeit des Ersten Weltkrieges hinter Gittern. Doch auch dort blieb sie politisch aktiv. Als am 9. November 1918 die Revolution in Deutschland ausbrach und die Monarchie gestürzt wurde, war sie zur Stelle. Im Gegensatz zu den nun herrschenden Sozialdemokraten, die eine parlamentarische Republik errichten wollten, traten Rosa Luxemburg und ihre Mitstreiter für eine sozialistische Revolution ein, nach dem russischen Vorbild von 1917. Rosa Luxemburg ging jedoch auf Distanz zur Leninistischen Diktatur. Enttäuscht über die Politik der SPD, gründete sie zusammen mit Karl Liebknecht die Kommunistische Partei Deutschlands. Als ihr engster Mitstreiter im Januar 1919 zum bewaffneten Kampf für die Revolution aufrief, ließ die Regierung den Aufstand, der sich gegen die junge Republik richtete, blutig niederschlagen. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, die Köpfe der revolutionären Bewegung, wurden von Freikorps-Soldaten ermordet. Die sozialistische Revolution blieb aus. Die große Mehrheit der Deutschen stimmte für eine bürgerliche Demokratie - zunächst. Wissenschaftliche Beratung: Prof. Dr. Reinhard Rürup

Die einsamen Helden. Lebensretter in Zeiten des Todes 16:30

Die einsamen Helden. Lebensretter in Zeiten des Todes

Dokumentation

Sie bewahrten Menschlichkeit in unmenschlicher Zeit und setzten dem Terrorstaat ihre Zivilcourage entgegen. Etwa 20.000 Deutsche halfen Juden, dem Massenmord zu entkommen. Es waren nur wenige, und oft riskierten sie dabei ihr eigenes Leben. Heute ehrt sie die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechte unter den Völkern". Diese Dokumentation erzählt ihre bewegende Geschichte. Hans Rosenthal war in den 70er- und 80er-Jahren einer der beliebtesten Fernsehunterhalter. Was viele damals nicht wussten: Er überlebte den Holocaust nur dank der wagemutigen Unterstützung couragierter Frauen, die ihn in einer Berliner Gartenlaube verborgen hielten. Ebenso erging es Michael Degen, später ein bekannter Schauspieler, und Ruth Winkelmann, deren jüdische Väter im Vernichtungslager ums Leben kamen. Dem mutigen Einsatz der Helfer ist es zu verdanken, dass die Geretteten den Glauben an ihr Land bewahren konnten. Einer der Retter ist der in der NS-Zeit populäre Filmschauspieler Hans Söhnker ("Große Freiheit Nr. 7"), der verfolgte Juden verborgen hielt, was erst nach seinem Tod bekannt wurde. Auch Söhnker wird heute in Yad Vashem geehrt. Den Familien von Walter Frankenstein und Ruth Abraham gelang es dank engagierter Helfer sogar, mit neugeborenen Kindern auf schier unglaubliche Weise im Untergrund zu überleben. Oft kamen die Retter selbst vom Rand der Gesellschaft. Aber auch Funktionsträger des Regimes wie der Kreisbaumeister Helmut Kleinicke bewahrten zahlreiche Juden vor dem Tod. Viele von ihnen verschwiegen nach dem Krieg ihren mutigen Einsatz. Erst Jahrzehnte später wird nun bekannt, wie sie in barbarischer Zeit menschlich blieben.

Attentat auf Hitler 17:15

Attentat auf Hitler: Stauffenberg und der deutsche Widerstand

Geschichte

Am 20. Juli 1944 hängt Deutschlands Zukunft an seiner Tat: Oberst Stauffenbergs Attentat auf Hitler könnte den Krieg beenden und Millionen Menschenleben retten. Der entscheidende Versuch. Stauffenberg ist nicht allein. Die 90-minütige Dokumentation erzählt den dramatischen Verlauf des Schicksalstages vor 80 Jahren. Und porträtiert todesmutige Menschen in einem weitverzweigten, wenig bekannten Netzwerk des Widerstands gegen die totalitäre Diktatur. Das Attentat des Verschwörerkreises um Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944, das sich zum 80. Mal jährt, markiert eine historische Zäsur. Der zum Greifen nahe Sturz des Regimes hätte vermutlich Millionen Verfolgte und Kriegsopfer vor dem Tod bewahrt. Die letzte Chance, dass Deutsche sich aus eigener Kraft der Diktatur entledigen. Die Dokumentation schildert minutiös und nach neuesten Erkenntnissen, wie weitsichtig die Verschwörer vorgehen und warum ihr Vorhaben am Ende dennoch scheitert. Sie zeigt zugleich, wie viele Anläufe dem Attentat vom 20. Juli vorausgegangen sind. Und beschreibt, wie breit, vielfältig und todesmutig sich der Widerstand gegen die Diktatur damals formiert: vom Alleintäter Georg Elser über den "Kreisauer Kreis", das Netzwerk um Wilhelm Leuschner bis zur "Roten Kapelle". Doch sie sind einsam in der Masse der Mitläufer. Selbst nach dem Krieg wird vielen keine Anerkennung zuteil. Mit Aussagen aus der aktuellen Forschung wie auch aus dem Familienumfeld holt der Film die couragiert Handelnden aus dem Schatten des Vergessens. Und geht zugleich auf Fragen ein, die heute aktueller sind denn je: Was treibt Menschen in den Widerstand? Wie hoch ist der Preis? Wie weitreichend die Wirkung? Am Ende münden all diese Erfahrungen in eine Erkenntnis: Es ist wichtig, der Herrschaft des Unrechts von Beginn an entgegenzutreten.

Die Akte Trump 18:45

Die Akte Trump: Eine neue Dynastie - Nur der Deal zählt

Dokumentation

Mit der Amtseinführung des 47. US-Präsidenten zieht nicht nur Donald Trump ins Weiße Haus. Ein Clan aus Familienmitgliedern und Superreichen bildet das neue Machtzentrum der USA. Für die Trumps ist Politik ein Familiengeschäft: Söhne, Töchter, Schwiegerkinder - sie alle spielen eine Rolle in der zweiten Amtszeit des Präsidenten. Sogar Trumps Enkeltochter Kai wird als junge Influencerin eingespannt, um die Gen Z anzusprechen. Ein Blick auf Trumps Kabinett macht deutlich, dass für den neuen US-Präsidenten bedingungslose Loyalität und Reichtum wichtiger sind als politische Erfahrung und Expertise. So wird der Impfskeptiker und Verschwörungstheoretiker Robert F. Kennedy Jr. Trumps Gesundheitsminister, und die neue Bildungsministerin ist die Wrestling-Ikone Linda McMahon. Auch ein elitäres Netzwerk wohlhabender Unterstützer sichert sich einflussreiche Posten. Präsident Trumps Anwesen Mar-a-Lago in Florida wird zur politischen Schaltzentrale. Dort geben sich finanzkräftige Verbündete wie Bill White oder der exzentrische Milliardär Elon Musk die Klinke in die Hand. Für ihre Loyalität und finanzielle Unterstützung werden sie vom Präsidenten belohnt: Während Bill White ohne jegliche diplomatische Erfahrung US-Botschafter in Belgien werden soll, räumt Elon Musk als Leiter des "Department of Government Efficiency" (DOGE) den Regierungsapparat auf und sorgt vorgeblich für "Effizienz". Die Dokumentation gewährt Einblicke in die Verflechtungen von Politik, Geld und Vetternwirtschaft. Sie zeigt, wie die Trump-Dynastie Amerika regiert.

Die Akte Trump 19:30

Die Akte Trump: Die Macht der Tech-Giganten

Dokumentation

Peter Thiel, Elon Musk, David Sacks - nur drei der Tech-Milliardäre aus dem Silicon Valley, die in Washington mitregieren. Wie konnte Big Tech derart großen Einfluss gewinnen? War die Tech-Branche viele Jahre eher unpolitisch oder demokratisch geprägt, stellen sich prominente Tech-Milliardäre nun an die Seite von Trump, um mit seiner Hilfe Vermögen und Macht zu vergrößern. Ist die Weltpolitik der Willkür einer neuen Oligarchie unterworfen? Die Dokumentation zeigt, wie wirtschaftliche Interessen, persönliche Ideologien und neue Technologien die politische Landschaft der USA prägen - und wie ein kleiner Kreis extrem einflussreicher Tech-Bosse Entscheidungen mitgestaltet, die weit über das Silicon Valley hinausreichen. Elon Musk unterstützte den Wahlkampf von Donald Trump mit Zuwendungen in Millionenhöhe. Musks Unternehmen xAI darf US-Behörden mit einem Chatbot ausstatten. Peter Thiels Finanzspritze macht seinen Schützling JD Vance zum Senator von Ohio und legt damit den Grundstein für dessen politische Karriere. Wachstumstreiber für Peter Thiels Softwareunternehmen Palantir sind Regierungsaufträge in Milliardenhöhe, etwa für das US-Militär oder die CIA. Seine Datenlösungen spielen auch eine entscheidende Rolle in der Abschiebepolitik der US-amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE. Donald Trump kreiert für den Tech-Investor David Sacks eine ganz neue Position in der US-Regierung und ernennt ihn zum Beauftragten für künstliche Intelligenz und Kryptowährung. Großzügige Kampagnenspenden aus dem Krypto-Sektor machen Trump vom erklärten Krypto-Gegner zum Befürworter - und Herausgeber eines eigenen Meme-Coins. Trotz aller undurchsichtigen Verflechtungen ist klar: Von den engen Beziehungen zwischen Tech-Branche und Politik profitieren beide Seiten.

Die Akte Trump 20:15

Die Akte Trump: Die fünf Stationen zur Macht

Dokumentation

Welche Wegmarken waren prägend für Donald Trump auf seinem Weg zur Macht? Vom Immobilienmogul und Reality-TV-Star wird er zum US-Präsidenten und damit zum mächtigsten Mann der Welt. Der Drill im Militärinternat weckt seinen Kampfgeist. Mit dem Trump Tower baut er sich ein Statussymbol. Trotz Millionenpleiten gilt er als Wirtschaftsgenie. "The Apprentice" macht ihn zum TV-Star. Und aus dem Attentat auf ihn schlägt er politisches Kapital. Donald Trumps Vater Fred Trump ist erfolgreicher Bauunternehmer in Brooklyn, der aus der Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg Kapital schlägt. Keines seiner Kinder kann es ihm recht machen. Da sein mittlerer Sohn Donald ständig über die Stränge schlägt, schickt er ihn auf die New York Military Academy, damit er dort durch militärischen Drill Kampfgeist und Disziplin erlernt. Gleich nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften steigt Donald Trump in das Immobilienimperium seines Vaters ein. Er schafft den Sprung nach Manhattan und lässt mit Unterstützung des berüchtigten Mafia-Anwalts Roy Cohn den Trump Tower errichten, mit dem er sich in New York einen Namen macht. Nach einer Welle von Insolvenzen in den 1990ern gelingt ihm 2004 ein beachtliches Comeback: Er wird das Gesicht der Realityshow "The Apprentice", in der sich Kandidaten für eine Stelle in einem seiner Unternehmen bewerben, bis sie mit Trumps berühmtem Satz "You're fired!" rausfliegen. Als einer der führenden Köpfe der sogenannten Birther-Bewegung behauptet Trump, US-Präsident Barack Obama sei nicht in den Vereinigten Staaten geboren und damit zu Unrecht Präsident geworden. Dieser nimmt ihn in seiner Rede beim White House Correspondents' Dinner 2011 ins Visier und liefert zur Belustigung seines Publikums einige Pointen auf Kosten Trumps. Ob er sich nach dieser Schmach aus Trotz als Präsidentschaftskandidat aufstellen lässt, ist Spekulation. Bei dem Attentat während einer Wahlkampfveranstaltung am 14. Juli 2024, bei dem er von einem Schützen am Ohr verletzt wird, reagiert er geistesgegenwärtig. Das symbolträchtige Foto, auf dem er vor der amerikanischen Flagge mit hochgereckter Faust "Fight, fight, fight" ruft, geht um die Welt. Der Vorfall dürfte ihm einige Wählerstimmen mehr eingebracht haben.

Becoming Melania Trump 21:00

Becoming Melania Trump: Der Traum vom Supermodel

Menschen

First Lady Melania Trump arbeitet seit mehr als 30 Jahren an ihrem Image. Das ehemalige Model weiß von klein auf, wo ihr Weg hingehen soll: nach ganz oben. Wer steckt hinter der Fassade dieser Melania Trump, die nur selten aus dem Schatten ihres mächtigen Mannes hinaustritt? Eine Geschichte, die weit weg vom Glamour des Weißen Hauses beginnt, erzählt von Insidern und engen Wegbegleitern. Autorin Minju Song folgt in zwei Teilen den Spuren der heutigen First Lady, beginnend als Melanija Knavs in einem kleinen Dorf in Osteuropa: Sevnica im ehemaligen Jugoslawien. Aus einfachen Verhältnissen stammend, träumt sie schon früh von Fashion und Laufsteg und verfolgt ihre Ziele mit eiserner Disziplin. Der Zusammenbruch Jugoslawiens Anfang der 1990er-Jahre öffnet ihr die Türen gen Westen und in die Modewelt, von der sie schon immer geträumt hat. Sie kommt in Mailand unter Vertrag, reist quer durch Europa zu Castings und Shootings. Mit 25 Jahren hat sie viel erreicht, aber sie ist noch nicht am Ziel: Sie will nun die New Yorker Laufstege erobern. Dass ihr Leben dabei einen ganz anderen Lauf nehmen wird, ahnt sie zu dem Zeitpunkt noch nicht. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.

Becoming Melania Trump 21:30

Becoming Melania Trump: Vom Laufsteg ins Weiße Haus

Menschen

Sie ist die meistbeobachtete Frau der Welt, und doch weiß niemand wirklich, wer sie ist: First Lady Melania Trump. Was steckt hinter ihrer Fassade im Schatten des mächtigen Ehemannes? Aus einfachen Verhältnissen im ehemaligen Jugoslawien stammend, ist Melania Trumps Aufstieg bis ins Weiße Haus beispiellos. Wie viel Einfluss hat sie auf ihren omnipräsenten Ehemann, und welche Rolle spielt sie in seinem Schatten? New York, 1996. Das 25-jährige slowenisch-stämmige Model Melanija Knavs will die berühmtesten Laufstege der Welt erobern. Federico Pignatelli soll ihr dabei helfen: Er ist zu dieser Zeit Besitzer eines der größten Fotostudios in New York. Und nicht nur das: Er ist auch ein enger Bekannter des erfolgreichen Geschäftsmannes Donald Trump. Im zweiten Teil der Doku-Serie erzählt Autorin Minju Song, wie aus dem ambitionierten Model aus Osteuropa schließlich Amerikas First Lady Melania Trump wird. Insider und Wegbereiter erklären, warum sie sich in diese Rolle nur schwer einfindet und das Schweigen zu ihrem Markenzeichen wird. Ein Schweigen allerdings, das keineswegs unbeteiligt ist, sondern hinter dem sie ihre eigenen Fäden zieht: an der Seite ihres Ehemannes, als Mutter des Sohnes Barron, als Fürsprecherin für Themen, die ihr wichtig sind, und als Geschäftsfrau mit eigenem Memecoin und einem millionenschweren Kino-Dokumentarfilm Anfang 2026. Eine zweiteilige Spurensuche nach einer Frau, die nur selten hinter ihre Fassade aus Disziplin und Distanz blicken lässt.

Donald Trump - König im Weißen Haus? 22:00

Donald Trump - König im Weißen Haus?

Dokumentation

Wer ist Donald Trump, der die Menschheit in Atem hält, und was genau will er? Sein Land und die Welt retten? Oder nur seine Gier nach Macht, Reichtum und Ansehen befriedigen? Ein Jahr nach seinem Amtsantritt bringt der US-Präsident die Säulen der amerikanischen Demokratie ins Wanken: Er ignoriert Beschlüsse des Parlaments, und über missliebige Gerichtsurteile setzt er sich einfach hinweg. Seine schwer bewaffneten, vermummten Agenten jagen und deportieren zigtausend Zuwanderer. Mit Strafzöllen und Drohungen schüchtert er die Welt ein und sprengt die regel- und wertebasierte Ordnung. Nebenbei bereichert er sich und seine Familie. Seine Wähler erleben in ihrem Alltag die unmittelbaren Auswirkungen der trumpistischen Politik. Der Widerstand wächst, aber noch sitzt der 47. Präsident der Vereinigten Staaten fest im Sattel, und noch steht das Urteil aus, ob er sein Versprechen vom goldenen Zeitalter für Amerika erfüllen kann. Elmar Theveßen und Annette Brieger analysieren das Denken und Handeln eines Mannes, der unterschiedlichste Persönlichkeiten in sich vereint, von seinen Helfern und Anhängern bedingungslose Gefolgschaft fordert und an Andersdenkenden, die sich ihm in den Weg stellen, Rache übt. Die Dokumentation beschreibt, wie das System Trump funktioniert, und erkundet nah an den Menschen im Land die Folgen der Politik des Präsidenten. Da sind die Shrimp-Fischer in South Carolina und Trump-Fans im ländlichen Kentucky, die seine Handels- und Einwanderungspolitik gut finden. Es kommen Menschen in North Carolina zu Wort, die sich die hohen Lebensmittelpreise nicht leisten können und Angst um ihre Krankenversicherungen haben. Die Autoren besuchen außerdem deutsche Unternehmer, die unter den Strafzöllen leiden. Das ZDF-Team zeigt auch den selbst ernannten Widerstand aus der demokratischen Partei und aus der amerikanischen Gesellschaft. Unter den Gesprächspartnern sind neben einem Vordenker des Trumpismus die frühere Pressesprecherin des Präsidenten, Alyssa Farrah Griffin. Sein ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater John Bolton kommt ebenso zu Wort wie der Ex-General Randy Manner. Das Porträt Donald Trumps ist ein kritischer Blick auf den Zustand der amerikanischen Demokratie kurz vor ihrem 250. Geburtstag.

Die Trump-Connection 22:45

Die Trump-Connection: Das Geschäft mit der Macht

Dokumentation

In seiner zweiten Amtszeit nutzt Donald Trump das Präsidentenamt wie nie zuvor als Bühne für große Deals - doch wo endet Politik und wo beginnen private Interessen? Diese Doku folgt den Spuren von Geld und Einfluss: von New Yorks Immobilienwelt über Washington bis zu internationalen Hotspots wie Singapur, Südostasien und einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. Der Film zeigt, wie Trump ohne Trennung von seinem Geschäftsimperium regiert und politische Entscheidungen, wirtschaftliche Interessen und persönliche Netzwerke ineinandergreifen. Bei Krypto-Konferenzen, Bauprojekten und Regulierungen, die Loyalität über Kompetenz stellen, scheinen Politik und persönliche Interessen zu verschmelzen. Gleichzeitig werden durch die Demontage der Korruptionsbekämpfung und den Umbau des Justizministeriums Transparenz und Gewaltenteilung untergraben. Eine Entwicklung, die im Trump-Lager allerdings gänzlich anders beurteilt wird. Mike Johnson, der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, ist überzeugt: "Unter Biden ist das alles in den Hinterzimmern passiert. Die ganze Biden-Familie war damit beschäftigt, alle auf die Lohnliste zu kriegen. Was Präsident Trump auch immer tut, läuft offen und transparent ab. Sie versuchen nichts zu verbergen." Neben Trump-Befürwortern kommen renommierte Journalisten und Analysten aus den USA und Deutschland zu Wort. Sie ordnen die Entwicklungen ein und stellen sie in einen historischen und politischen Kontext, darunter Anne Applebaum, Marci Shore, Jacob Silverman und Cathryn Clüver Ashbrook. Auch der frühere Regierungsbeamte Miles Taylor, gegen den die Trump-Administration ermittelte, sowie der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ordnen die Geschehnisse ein. Einblicke aus Trumps unmittelbarem Umfeld liefert zudem sein ehemaliger Weggefährte und persönlicher Anwalt Michael Cohen, der die internen Denkweisen und Mechanismen des politischen Systems beschreibt, das Trump geprägt hat. So zeichnet der Film das Porträt eines Präsidenten, dessen Amtsverständnis neuartige Fragen aufwirft - und stellt zur Diskussion, was diese Entwicklungen langfristig für die amerikanische Demokratie bedeuten könnten.

auslandsjournal - die doku 23:30

auslandsjournal - die doku: Trump und seine Milliardäre

Dokumentation

Den Weg zurück ins Weiße Haus schaffte Donald Trump auch mithilfe einiger Milliardäre aus dem Silicon Valley. Was versprechen sich Musk, Zuckerberg, Bezos und andere von diesem Präsidenten? KI, Bitcoin, ein neues Internet - Tech-Giganten sind in Goldgräberstimmung, seit die regulierungsfreudige Regierung Joe Bidens abgewählt ist. KI könnte den größten Boom der Technikgeschichte auslösen, hoffen sie. Andere sehen große Gefahren für die Demokratie. "Noch nie in der Weltgeschichte hatten Konzerne eine solche Macht", erklärt die renommierte Harvard-Professorin Shoshana Zuboff mit Blick auf die jüngsten Entwicklungen in Washington. "Trump und Musk können machen, was sie wollen." Und das scheinen sie durchaus auch zu tun. Kahlschlag bei den Behörden und massive Investitionsschübe für die künstliche Intelligenz. Dazu Deregulierung und offener Druck auf Staaten, die eine ungebremste Tech-Branche kritisch sehen. Zudem scheinen die Grenzen zwischen Regierungswirken und Wirtschaftsinteressen eingerissen, wenn selbst der Präsident mit seiner eigenen Kryptowährung Geld verdient und die Tech-Bosse sich gleich nach der Wahl in Mar-a-Lago die Klinke in die Hand gaben, um das Land in ihrem Sinne umzugestalten. ZDF-Autor Gert Anhalt verfolgt den Aufstieg der Superhirne und Superreichen von den Garagen des Silicon Valley bis in die Wandelgänge von Washington. Was bewog die einst für eher liberal gehaltenen Unternehmer, sich so sehr für Donald Trump einzusetzen? Welche Wechselbeziehungen gab es zwischen den diversen Regierungen und den Konzernen? Und hatte Joe Biden recht, als er in seiner Abschiedsrede vor einer Oligarchie in Amerika warnte?