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TV Programm für ZDFinfo am 22.10.2026

Im Schatten der Türme - Der Krieg gegen den Terror 04:05

Im Schatten der Türme - Der Krieg gegen den Terror: Mit Lügen in den Irak

Dokumentation

Die USA sehen 9/11 als Rechtfertigung für den Versuch, den Nahen Osten neu zu gestalten. 2003 marschieren sie in den Irak ein, um Saddam Hussein zu stürzen. Doch die Invasion endet in Chaos. Das Regime und die irakische Armee werden von den USA und ihren Verbündeten außer Gefecht gesetzt. Das Machtgefüge im Land gerät ins Wanken, religiöse Milizen und terroristische Banden erstarken. Die Folge ist ein jahrelanger Guerillakrieg gegen die Besatzer. Die Tatsache, dass keine Massenvernichtungswaffen gefunden werden, untergräbt die Legitimierung des Krieges und das Ansehen der USA in der Region. Der Irakkrieg beweist die Sinnlosigkeit eines "Krieges gegen den Terror" und schafft die Voraussetzungen für ein weiteres Gedeihen des Terrorismus. Der große Gewinner des Krieges ist Amerikas regionaler Hauptfeind Iran. Die Islamische Republik nutzt die Kluft zwischen Schiiten und Sunniten aus und gewinnt immer mehr Einfluss im Nachbarland. Die vierteilige Doku-Serie "Im Schatten der Türme" beleuchtet die Nachwirkungen der Anschläge vom 11. September 2001. Wie veränderte dieser Tag den Lauf der Geschichte, und wie erfolgreich war der "Krieg gegen den Terror" bisher?

Im Schatten der Türme - Der Krieg gegen den Terror 04:50

Im Schatten der Türme - Der Krieg gegen den Terror: Die schwarze Flagge des IS

Dokumentation

2014 ziehen islamische Extremisten mit schwarzer Flagge durch Nordsyrien und den Irak. Sie zerschlagen die irakische Armee und rufen ein Kalifat aus. Es dauert Jahre, den IS zu vertreiben. Das Chaos im Irak und der Beginn des Bürgerkrieges in Syrien schafften das Umfeld, in dem sich der sogenannte Islamische Staat entwickeln konnte. Mit äußerst gewalttätigen Methoden wirbt der IS in den sozialen Medien für sich und zieht Zehntausende an. Die Bewegung erklärt, sie wolle korrupte Regierungen im gesamten Nahen Osten beseitigen und ein Kalifat errichten, in dem die Scharia herrschen würde. Die US-geführten Koalitionstruppen kehren 2014 in den Irak zurück, um den Vormarsch des Islamischen Staates auf die irakische Hauptstadt Bagdad zu stoppen. Erst 2017 wird der IS endgültig aus seiner Hochburg Mosul vertrieben und seine verbliebenen Kämpfer über die syrische Grenze zurückgedrängt. Schätzungsweise 10.000 IS-Kämpfer sind heute in überfüllten Gefängnissen inhaftiert, Zehntausende Frauen und Kinder werden in provisorischen Lagern festgehalten. Nur wenige Länder sind bereit, ihre Staatsangehörigen zurückzunehmen. Die vierteilige Doku-Serie "Im Schatten der Türme" beleuchtet die Nachwirkungen der Anschläge vom 11. September 2001. Wie veränderte dieser Tag den Lauf der Geschichte, und wie erfolgreich war der "Krieg gegen den Terror" bisher?

Im Schatten der Türme - Der Krieg gegen den Terror 05:30

Im Schatten der Türme - Der Krieg gegen den Terror: Machtkampf im Nahen Osten

Dokumentation

Der Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten 2003 in den Irak verschiebt das Machtgefüge im Nahen Osten. Der Iran gewinnt an Einfluss, seine Rivalität mit Saudi-Arabien verschärft sich. Am deutlichsten zeigt sich dieser Konflikt, in dem die USA eine Schlüsselrolle spielen, im Jemen. Dort führen die beiden Länder einen blutigen Stellvertreterkrieg. Trotz des Versuches, das iranische Atomprogramm zu stoppen, bleibt die nukleare Gefahr bestehen. In weniger als zwei Jahrzehnten hat der Iran, der den schiitischen Zweig des Islam vertritt, einen riesigen Einflussbereich vom Irak über Syrien bis in den Libanon aufgebaut. Für Saudi-Arabien, das in Mekka und Medina die heiligsten Stätten des Islam beherbergt und den sunnitischen Islam vertritt, war der Aufstieg des Iran eine strategische Katastrophe. Das Land nutzt seinen Reichtum und die guten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und Großbritannien, um zu versuchen, den Iran aufzuhalten. Die USA unterstützen die saudische Herrscherfamilie trotz der Einschränkungen demokratischer Grundrechte im Königreich. Der Iran hingegen war in den letzten 40 Jahren Amerikas größter Feind im Nahen Osten. Durch ihren "Krieg gegen den Terror" und dessen Folgen haben sie ihn gestärkt und dem Nahen Osten Instabilität und Chaos gebracht. Die vierteilige Doku-Serie "Im Schatten der Türme" beleuchtet die Nachwirkungen der Anschläge vom 11. September 2001. Wie veränderte dieser Tag den Lauf der Geschichte, und wie erfolgreich war der "Krieg gegen den Terror" bisher?

Mysterien des Weltalls 06:15

Mysterien des Weltalls: Brauchen wir Feindbilder?

Astronomie

Niemand ist frei von Vorurteilen. Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt, warum. Der Mensch war immer auf Hilfe der eigenen Bezugsgruppe angewiesen. Außenstehende werden ausgegrenzt. Psychologin Mina Cikara forscht, wie sich aus Einzelpersonen Gruppen formieren. Wenn zwei Gruppen konkurrieren, wird der Einzelne immer das Wohl der Gruppe über sein eigenes stellen - selbst bei Gruppen, die durch eine zufällige Auswahl gebildet wurden.

Die Erde - Entstehung des Lebens 06:55

Die Erde - Entstehung des Lebens: Inferno

Dokumentation

Vor rund 252 Millionen Jahren ereignet sich das schlimmste Massenaussterben in der Erdgeschichte. Es vernichtet fast alles Leben auf dem Planeten und verursacht Verwüstung und Zerstörung. Ein Vulkanausbruch führt in der Folge zu einer weltweiten Klimaveränderung und zum Zusammenbruch ganzer Ökosysteme. Bis zu 90 Prozent aller Arten sterben aus. Doch das Leben auf der Erde findet einen Weg, sich zu erholen. Die Ära der Dinosaurier beginnt. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?

Die Erde - Entstehung des Lebens 07:40

Die Erde - Entstehung des Lebens: Eiswüste

Dokumentation

Vor Hunderten Millionen Jahren gefriert fast die gesamte Erde wie ein glitzernder Schneeball im All. Das Eis reicht von den Polen bis in Äquatornähe. Eine Bedrohung für das Leben auf der Erde. Die Vereisung startet durch Feuer. Gewaltige tektonische Kräfte lösen Prozesse aus, die zu einem Temperatursturz führen. Erste Formen komplexen Lebens stehen vor dem Aussterben. Doch dann lassen Vulkanausbrüche das Eis schmelzen. Das Leben entwickelt sich weiter. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?

Die Erde - Entstehung des Lebens 08:30

Die Erde - Entstehung des Lebens: Pflanzen

Dokumentation

Wie wird die Erde von einem unwirtlichen kargen Felsen zum grünen Paradies? Nicht nur Eis und Feuer formen die Erde. Auch eine andere Kraft ist wichtig für ihre Entwicklung: Pflanzen. Das Leben verlässt das schützende Wasser. Es ernährt sich von der Struktur der Erde selbst, erschafft Boden, erzeugt eine lebensfreundliche Atmosphäre und lässt neue Landschaften entstehen. Mit unerwarteten Verbündeten verwandelt es die Erde in einen grünen Planeten. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?

heute Xpress 09:13

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Die Erde - Entstehung des Lebens 09:15

Die Erde - Entstehung des Lebens: Atmosphäre

Dokumentation

Wie wird unsere Erde von einem kargen Felsen mit endlosem schwarzem Himmel zu unserem Blauen Planeten - eingehüllt in eine schmale Schicht aus schützender, lebenserhaltender Atmosphäre? Als die Erde vor 4,6 Milliarden Jahren aus Staub- und Gaswolken entsteht, ähnelt sie anderen unbelebten Welten im Universum. Dann wird der junge Planet von Asteroiden getroffen. Eine Zeit großer Umwälzungen beginnt, und Voraussetzungen für Leben werden geschaffen. Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?

Die Erde - Entstehung des Lebens 10:00

Die Erde - Entstehung des Lebens: Menschen und Tiere

Dokumentation

Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht. Mehr als acht Milliarden bevölkern den Planeten. Der Mensch beeinflusst heute die Gestalt der Erde stärker als viele natürliche Prozesse. Spektakuläre Ereignisse in der Erdgeschichte führen zum Untergang der Dinosaurier und zum Aufstieg der Säugetiere und bringen schließlich den Menschen hervor. Von einem Teil der Natur wird er zur kontrollierenden Macht. Was können wir aus der Geschichte lernen? Die faszinierende Geschichte der Erde über vier Milliarden Jahre, erzählt in fünf Folgen der ZDFinfo-Doku-Reihe. Von den Bewegungen der Kontinente über Klimaveränderungen bis zum Menschen - welche Kräfte formten die Erde?

Reise ins Innere der Erde - Auf den Spuren von Jules Verne 10:45

Reise ins Innere der Erde - Auf den Spuren von Jules Verne

Dokumentation

Jules Verne schickt seine Helden 1864 auf eine sagenhafte "Reise zum Mittelpunkt der Erde". Heute folgen Forscher diesem Weg und zeigen, was uns im Inneren der Erde wirklich erwarten würde. Die Experten machen den Realitätscheck: Gibt es Jules Vernes fantastische Unterwelten wirklich? Bizarre Kristalle, unbekannte Lebensformen und seismische Erschütterungen aus der Tiefe: Die echte Reise ins Erdinnere ha?lt viele Überraschungen parat. Nicht nur Entdeckergeist und wissenschaftliche Neugier, sondern vor allem lukrative Geschäfte lassen die Menschen immer tiefer Richtung Erdkern graben. Dort locken wertvolle Rohstoffe und Edelsteine. In einem Erzbergwerk nahe der mexikanischen Stadt Naica entdecken Bergarbeiter im Jahr 2000 eine Höhle mit gewaltigen Kristallen. Die Strukturen sind über zehn Meter lang und bis zu 50 Tonnen schwer. Ihre Untersuchung hilft der Wissenschaft, Informationen über die Geologie unseres Planeten zu gewinnen. Dennoch ist vieles von dem, was sich unter unseren Fu?ßen befindet, trotz hochmoderner Technik immer noch unerforscht. Harte Gesteinsschichten, enorme Hitze und extremer Druck sind für das Vordringen des Menschen ins Innere des Planeten scheinbar unüberwindliche Hürden. Selbst das bisher tiefste Loch der Welt erreicht nicht einmal die Ha?lfte der Strecke durch die Erdkruste zum Erdmantel. Ein Team um Geochemiker Kai-Uwe Hinrichs versucht daher, an einer dünneren Stelle von einem Forschungsschiff aus in den Meeresgrund zu bohren. Ihre Ergebnisse liefern wichtige Hinweise u?ber die Beschaffenheit unserer Erde in Tiefen, die bisher nur Jules Vernes Romanhelden zu Gesicht bekommen haben.

Supervulkan Yellowstone - Amerikas tickende Zeitbombe 11:30

Supervulkan Yellowstone - Amerikas tickende Zeitbombe

Dokumentation

Wie wahrscheinlich ist ein Ausbruch des Supervulkans Yellowstone in den USA? Unter der Erdkruste schlummert eine riesige Magmakammer. Eine Eruption hätte katastrophale Folgen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Mithilfe moderner Messtechniken wollen Forschende die Frühwarnzeichen des Vulkans deuten, Vorgänge im Erdinneren verstehen und einen Ausbruch vorhersagen. So könnten betroffene Gebiete rechtzeitig evakuiert werden. Der Yellowstone Nationalpark bietet seinen Besuchern eine atemberaubende Landschaft. Besonders beeindruckend: die Geysire und die heißen Quellen. Oberirdische Zeichen dessen, was sich unterhalb des Parks abspielt. Denn das bei Touristen und Abenteuerurlaubern beliebte Reiseziel sitzt auf einer gigantischen Magmakammer. Der Yellowstone wird daher auch als Supervulkan bezeichnet. In den vergangenen 2,1 Millionen Jahren ist er dreimal ausgebrochen, das letzte Mal vor rund 600.000 Jahren, und es könnte - gemessen an den Zeiträumen - bald wieder so weit sein. Geologinnen und Geologen fragen sich, ob, wann und vor allem wie dieser Supervulkan ausbrechen wird - und welche Konsequenzen eine Eruption für die Menschheit hätte.

Terra X Harald Lesch 12:15

Terra X Harald Lesch: ... und das Leben auf dem Supervulkan

Infomagazin

Ein Supervulkan rumort bei Neapel. Ein Ausbruch hätte katastrophale Folgen für ganz Europa. Einige Forschende warnen bereits. Wie kurz stehen wir vor dem Inferno? Harald Lesch reist zu den Phlegräischen Feldern, einem unterirdischen Vulkansystem, um sich ein Bild zu machen: Wie verlässlich sind die Vorhersagen der Wissenschaftler, und welche Vorbereitungen werden bereits getroffen, um gegen die Katastrophe gewappnet zu sein? Lavaströme, die alles unter sich vernichten, riesige Explosionswolken aus Asche, Gas und Gesteinspartikeln verdunkeln den Himmel und breiten sich in rasender Geschwindigkeit aus - so könnte ein Szenario im Falle eines Ausbruchs des Supervulkans aussehen. Die Konsequenzen für Europa wären verheerend. Nach den größten Eruptionen in der Geschichte der Phlegräischen Felder vor 40.000 Jahren zogen Aschewolken bis nach Mitteleuropa und beeinflussten über Jahre das Klima und die Vegetation. Spätestens seit dem berühmten Ausbruch des Vesuv 79 nach Christus und dem Untergang von Pompeji sind die Gefahren durch Vulkanausbrüche tief in der Psyche der dort lebenden Menschen verankert. In der Bucht von Neapel wurde schon vor über 200 Jahren das erste Vulkanforschungsobservatorium der Welt gegründet. Heute werden der Vesuv und die in direkter Nachbarschaft gelegenen Phlegräischen Felder vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) ganzjährig rund um die Uhr überwacht. Für den Ernstfall steht ein rotes Telefon bereit, mit dem das Signal zur Evakuierung gegeben wird. Allein im Kernbereich direkt über dem Supervulkan leben mehr als 300.000 Menschen. Harald Lesch fragt Forschende, warum es so schwierig ist, genaue Vorhersagen über den Ausbruch des Supervulkans zu treffen, und spricht mit Menschen, die ein Leben auf dem Vulkan führen. Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Spuren des Krieges 12:45

Spuren des Krieges: Die Westfront 1914-1918

Geschichte

Noch immer bergen Archäologen Überreste aus dem Ersten Weltkrieg. Waffen, aber auch Champagnerflaschen, erzählen vom Alltag an der Front - manchmal im Widerspruch zu historischen Dokumenten. Die Dokumentation ist eine Entdeckungsreise, eine wissenschaftliche Untersuchung mit Laboranalysen, Experteninterviews und 3-D-Rekonstruktionen zu unerwarteten Schätzen, die immer noch unter der Erde liegen. Ein Jahrhundert lang erzählten die Überlebenden ihre Geschichten. Heute werfen nur noch wissenschaftliche Ausgrabungen an den Kriegsschauplätzen und Untersuchungen der ausgedehnten Tunnelsysteme ein neues Licht auf den bis dahin umfassendsten Krieg der Geschichte.

Spuren des Krieges 13:30

Spuren des Krieges: Normandie 1944

Geschichte

Archäologische Entdeckungen stellen alle bisherigen historischen Thesen über die Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 infrage. Der Film verbindet auf spannende Weise persönliche Geschichten mit Experteninterviews und aufwendigem 3-D-Reenactment und lässt die Landung in der Normandie sowie den Zweiten Weltkrieg in völlig neuem Licht erscheinen. Dinge des alltäglichen Gebrauchs wie Helme, Abzeichen, Kugeln, Waffen oder Konservendosen, die Soldaten und Zivilisten zurückließen, sowie Blockhütten und unterirdische Gänge, die lange geheim gehalten wurden, scheinen mit allen bisherigen historischen Thesen im Widerspruch zu stehen.

Spuren des Krieges 14:15

Spuren des Krieges: Hiroshima 1945

Geschichte

Am 6. August 1945 wirft der amerikanische Bomber "Enola Gay" eine Atombombe über Hiroshima ab. Innerhalb weniger Sekunden ist die Stadt vernichtet, und über 70.000 Menschen sind sofort tot. Drei Tage später fällt eine noch stärkere Bombe auf Nagasaki. Weitere 75.000 Menschen sterben. 70 Jahre danach erinnern die Arbeiten der Archäologen und unzählige Augenzeugenberichte an den Preis, den das Land dafür zahlte.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 15:00

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Gergovia - Gallien gegen Cäsar

Geschichte

52 vor Christus: Die gallischen Stämme erheben sich unter Führung von Vercingetorix gegen die Römer. Die blutige Schlacht bei Gergovia nimmt eine überraschende Wendung. Gergovia, die Hauptstadt der Arverner, thront strategisch auf einem Hügel. Dort verschanzt sich Vercingetorix, der Anführer des gallischen Widerstandes. Nach wochenlanger Belagerung startet Cäsar den entscheidenden Angriff - doch erwartet ihn eine Falle? Cäsars Truppen sollen eigentlich von den Haeduern unterstützt werden. Sie sind langjährige Verbündete Roms und geschätzt wegen ihrer kämpferischen Reiter. Doch die Haeduer sind uneins, entschließen sich erst spät, doch auf Seiten Roms zu kämpfen. 10.000 Mann greifen von Osten in die Schlacht ein. Doch im Getümmel erkennen die Römer ihre Alliierten nicht und kämpfen auch gegen sie. Gefangen zwischen den Truppen der Haeduer und der Streitkräfte des Vercingetorix, bleibt Cäsar nur der Rückzug. Die Belagerung von Gergovia endet für ihn mit einem Debakel: Vercingetorix hat ihn besiegt und in die Knie gezwungen. Historiker halten Vercingetorix für einen der bedeutendsten Gegner Cäsars in Gallien. Das macht ihn im 19. Jahrhundert zu einem nationalen Mythos in Frankreich, der bis heute populär ist. Legendäre Schlachten können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder ihren Untergang bedeuten. Die Dokumentationsreihe von ZDFinfo enthüllt mithilfe moderner Wissenschaft die Geheimnisse berühmter Kriege.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 15:50

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Bouvines - König gegen Kaiser

Geschichte

Nahe einer unscheinbaren Brücke in Nordfrankreich prallen 1214 mächtige Rivalen aufeinander: Die Schlacht von Bouvines am 27. Juni wird zum Wendepunkt mittelalterlicher Machtpolitik. Der französische König Philipp II. sieht sich einer ungewöhnlich breiten Allianz gegenüber: angeführt vom römisch-deutschen Kaiser Otto IV. und getragen von den Interessen des englischen Königs Johann Ohneland. Kann Philipp dieser Koalition standhalten? Der Konflikt zwischen Frankreich und England besteht schon seit Langem. Als Johann Ohneland den englischen Thron besteigt, erbt er auch große Gebiete in Frankreich. Doch innerhalb von rund zehn Jahren nimmt Philipp II. ihm den Großteil davon wieder ab. Um sein verlorenes Erbe zurückzuerobern, schmiedet Johann Ohneland eine Koalition. Sie vereint Philipps größte Feinde: den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und zwei seiner Vasallen, den Grafen von Flandern und den Grafen von Boulogne. Sie greifen das französische Heer an, als es die Brücke von Bouvines überquert. Als die Schlacht schon verloren scheint, geht der König von Frankreich zum Gegenangriff über und erringt einen überzeugenden Sieg. Für den deutsch-römischen Kaiser Otto IV. hat die Niederlage dramatische Folgen. Er verliert seine politische Basis in Deutschland. Der König von England ist stark geschwächt. Vor allem aber behauptet sich Philipp II. als unangefochtener Herrscher über das Königreich Frankreich. Die Machtverhältnisse in Europa sind für lange Zeit entschieden. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 16:35

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Antiochia - Im Namen des Kreuzes

Geschichte

Die Kreuzfahrer verfolgen ein klares Ziel: den Weg nach Jerusalem zu öffnen. Dafür müssen sie zunächst Antiochia einnehmen - eine strategisch wichtige Stadt. Sie verfolgen damit ein Vorhaben, das religiöse Motivation und europäische Machtinteressen miteinander verbindet. Doch kaum ist Antiochia erobert, stehen die Kreuzfahrer einem neuen, mächtigen Gegner gegenüber: dem Herrscher von Mossul. Ein Jahr nach diesem Sieg nehmen die Kreuzfahrer Jerusalem ein. Gottfried von Bouillon wird der erste Herrscher des christlichen Königreichs von Jerusalem. Der Sieg in Antiochia hat erhebliche politische Bedeutung. Er legitimiert die europäische Präsenz im Heiligen Land. Darüber hinaus zeigen die Belagerung und der Kampf um die Stadt die Komplexität der Beziehungen zwischen den Kreuzrittern, den Byzantinern und den muslimischen Herrschern. Der Sieg beflügelt die mittelalterliche Fantasie und inspiriert Lieder, Epen und Legenden. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 17:15

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Issos - Alexander gegen die Perser

Geschichte

333 vor Christus führt Alexander der Große seine Truppen gegen das mächtigste Reich seiner Zeit: die Perser. Er will den Orient erobern und den Titel "König der Könige" für sich erringen. Die Perser sind zahlenmäßig überlegen, doch Alexander setzt auf die Taktik der Phalanx: Mit seiner Kavallerie stürmt er direkt auf die feindlichen Linien zu. Als der Perserkönig Dareios III. die Flucht ergreift, ist die Schlacht bei Issos entschieden. Bereits im Herbst des Jahres 335 vor Christus sichert sich Alexander die Herrschaft über Griechenland. Nach der Zerstörung Thebens unterwerfen sich alle griechischen Städte, und Alexander bekommt den Oberbefehl über den geplanten Perserfeldzug. Im Frühjahr 334 vor Christus setzt Alexander mit über 30.000 Mann über den Hellespont nach Kleinasien. In der Schlacht am Granikos fügt er den persischen Streitkräften von Dareios III. eine erste Niederlage zu. In den folgenden 18 Monaten erobert er die Küstenstädte Kleinasiens und sichert sich Nachschubwege für einen weiteren Vormarsch. Die makedonische Armee ist berüchtigt für ihre neuartige Taktik, die Phalanx. Ein entscheidender Moment ist der Angriff zu Pferd - angeführt von Alexander selbst an der Spitze seiner Elitekavallerie. Zum ersten Mal greifen seine mit langen Lanzen bewaffneten Reiter in kompakter Formation an und durchbrechen die gegnerischen Linien. Die Schnelligkeit und Wucht dieser Angriffe sind von zentraler Bedeutung. Der Sieg in der Schlacht bei Issos ist der eigentliche Beginn von Alexanders Feldzug gegen das Perserreich. Er legt den Grundstein für seinen legendären Ruf als einer der bedeutendsten Feldherren und Begründer eines Weltreichs. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.

Entscheidung auf dem Schlachtfeld 18:00

Entscheidung auf dem Schlachtfeld: Pydna - Rom gegen Makedonien

Geschichte

Roms flexible Kriegsführung gegen makedonische Phalanx: 168 vor Christus treffen zwei Mächte aufeinander. Kann römische Disziplin und taktische Finesse die Wucht der Sarissen brechen? Die makedonische Phalanx gilt seit Jahrhunderten als nahezu unbezwingbar, während Rom erst zur aufstrebenden Macht wird. Bei Pydna prallen ihre unterschiedlichen Kampfweisen aufeinander: ein Wendepunkt in der Machtbalance des Mittelmeerraums. Seit Jahrzehnten hatte Rom seinen Einfluss in Griechenland und Makedonien ausgedehnt. Nach zwei Konflikten mit den makedonischen Königen bricht 171 vor Christus der Dritte Makedonische Krieg aus. Trotz einiger anfänglicher Erfolge müssen sich die Makedonier bald der militärischen Macht Roms stellen. Perseus, Erbe Alexanders des Großen und König von Makedonien, trifft auf den römischen Feldherrn Lucius Aemilius Paullus. Geschickte Taktik, die Nutzung des unebenen Geländes und das Aufbrechen der makedonischen Formationen geben den Römern entscheidende Vorteile. Die Niederlage der Makedonier fällt verheerend aus. Die römischen Verluste bleiben vergleichsweise gering. König Perseus wird gefangen genommen und in Rom im Triumphzug vorgeführt. Später stirbt er in Haft. Mit ihm endet die Dynastie der Antigoniden, die auf Alexander den Großen zurückgeht. Die Schlacht von Pydna besiegelt das Ende Makedoniens und macht Rom zur unangefochtenen Macht im östlichen Mittelmeerraum. Legendäre Kämpfe können Zivilisationen zu Ruhm führen - oder in den Untergang stürzen. Die ZDFinfo-Reihe enthüllt mit moderner Wissenschaft die Geheimnisse entscheidender Wendepunkte der Geschichte.

Julius Cäsar - Der Diktator 18:45

Julius Cäsar - Der Diktator: Aufstieg

Geschichte

Am Anfang seiner Karriere ist Gaius Julius Cäsar ein junger, talentierter Politiker ohne Skrupel. Wie schafft er den Aufstieg zum mächtigsten Mann des Römischen Reiches? Im 1. Jahrhundert vor Christus ist die Römische Republik zu einem Großreich herangewachsen. Doch im Inneren herrschen Krisen. Das politische Rom ringt um seine Ordnung. Der junge Cäsar erkennt seine Chance und steigt in das riskante Spiel um die Macht ein. Cäsar stammt aus adligem Haus und gehört zur römischen Elite. Größer als seine politische Begabung ist nur sein Ehrgeiz: Im Jahr 63 vor Christus bewirbt er sich um ein Amt, das eigentlich nur verdiente Staatsmänner bekleiden. Er will Pontifex Maximus, der oberste Priester Roms, werden. Im Wahlkampf sucht er sich mächtige Verbündete und stürzt sich in hohe Schulden, um das Volk auf seine Seite zu ziehen. Es ist ein Spiel mit großem Risiko: Wahlsieg oder Ruin. Geht Cäsars Taktik auf? Zu Cäsars Zeiten ist das Römische Reich eine Republik. Die Ämter werden durch Wahl vergeben - und das nur für eine begrenzte Zeit. Das politische System hat seinen Sitz im Senat. Dort kämpft die römische Elite um Posten, Einfluss und Macht. Cäsar weiß genau, wie er in diesem System vorankommt. Virtuos schmiedet er Allianzen, bricht mit Konventionen und schreckt auch vor Gewalt nicht zurück. Dies ist ein Weg, der die Römische Republik an den Abgrund führen wird. Julius Cäsar ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Römischen Reiches. Sein unstillbarer Machthunger ebnet ihm den Weg vom Feldherrn zum Diktator auf Lebenszeit, endet jedoch in Verrat und Tod.

Julius Cäsar - Der Diktator 19:30

Julius Cäsar - Der Diktator: Macht

Geschichte

Cäsar verbündet sich mit Crassus und Pompeius - gemeinsam bilden sie das sogenannte Triumvirat. Zu dritt bestimmen sie die Geschicke des Römischen Reiches und setzen die Politik unter Druck. Doch das Bündnis gerät ins Wanken und damit auch die Stabilität der Republik. Diese ist auf Machtverteilung ausgelegt. Kein Einzelner soll die Kontrolle übernehmen können. Doch Cäsar feiert in Gallien einen Sieg nach dem anderen. Er gewinnt immer mehr an Einfluss. Im Jahr 59 vor Christus wird Cäsar Konsul. Er geht mit Marcus Licinius Crassus, dem reichsten Mann Roms, und Gnaeus Pompeius Magnus, dem größten Feldherrn des Reiches, ein Bündnis ein. Gemeinsam sichern sich die drei Privilegien. Cäsars Ziel ist ein schlagkräftiges Heer unter seinem Kommando und Ruhm auf dem Schlachtfeld. Beides wird er bekommen. Cäsar lässt sich für fünf Jahre zum Statthalter Illyriens und der beiden gallischen Provinzen ernennen. Von dort aus nimmt er ein weiteres Land ins Visier: das freie Gallien. Ab 58 vor Christus unterwirft er die dort lebenden Stämme in einem jahrelangen Krieg, der ihn bis nach Britannien und Germanien führt. Der Krieg füllt Cäsars Kassen - und die seiner Unterstützer in Rom. Doch seine Macht stört das Gleichgewicht im Römischen Reich. Noch hält das Triumvirat zusammen. Die drei Männer sind aufeinander angewiesen. Aber Machthunger und Schicksalsschläge bringen das Bündnis und die Republik ins Wanken. Kann die Rivalität nur mit Gewalt gelöst werden? Julius Cäsar ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Römischen Reiches. Sein unstillbarer Machthunger ebnet ihm den Weg vom Feldherrn zum Diktator auf Lebenszeit, endet jedoch in Verrat und Tod.

Julius Cäsar - Der Diktator 20:15

Julius Cäsar - Der Diktator: Fall

Geschichte

Cäsar triumphiert im Römischen Bürgerkrieg. Nie zuvor hatte ein Römer so viel Macht. Er nutzt sie, um weitreichende Reformen durchzusetzen. Doch sein Aufstieg weckt Widerstand. Im Krieg hat Cäsar hart gekämpft, aber vielen seiner Gegner Gnade gewährt. Er will sie auf seine Seite ziehen und den Staat wieder aufrichten. Doch ist er bereit, seine Macht wieder abzugeben? Wird Cäsar zum Gewaltherrscher? Oder richtet sich die Gewalt gegen ihn? Anfang 49 vor Christus versinkt Rom im Bürgerkrieg. Cäsars Heer kämpft gegen die Truppen des Senats unter Pompeius. Die Kämpfe dauern vier Jahre, doch schon früh feiert Cäsar entscheidende Siege. Im Triumph kehrt er nach Rom zurück und lässt sich 46 vor Christus auf zehn Jahre zum Diktator ernennen. Nun kann er durchregieren und nimmt den Umbau des römischen Staatswesens in Angriff. Er plant große Bauprojekte und führt einen neuen Kalender ein, der der Vorläufer des heute gebräuchlichen Kalenders ist. Im Senat erkennt man die Notwendigkeit, das zerrüttete Land mit starker Hand zu reformieren. Doch Cäsar geht immer weiter. Im Februar 44 vor Christus lässt er sich zum Diktator auf Lebenszeit ernennen und tritt in der alten Tracht der römischen Könige auf, die Jahrhunderte zuvor vom Thron gestürzt wurden. Den Senatoren steht vor Augen, dass sie ihre alten Rechte unter Cäsar nicht mehr zurückerlangen werden. Einige sehen nur einen radikalen Ausweg: Cäsar muss sterben. Julius Cäsar ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Römischen Reiches. Sein unstillbarer Machthunger ebnet ihm den Weg vom Feldherrn zum Diktator auf Lebenszeit, endet jedoch in Verrat und Tod.

Die sieben Mythen der Antike 21:00

Die sieben Mythen der Antike

Geschichte

War Kleopatra eine eiskalte Verführerin? Gab es das Trojanische Pferd wirklich? Und warum stürzten sich 300 Spartaner in eine ausweglose Schlacht? Viele Mythen der Antike werfen Fragen auf. Forscherinnen und Forscher versuchen, die Wahrheit hinter den schillernden Erzählungen der Antike zu finden. Wie sind die Mythen entstanden und aus welchen Motiven? Eine Spurensuche nach den Ursprüngen der Legendenbildungen in und nach der Antike. War Alexander der Große ein Superheld der Antike - oder nur ein brutaler Eroberer? Die Frage nach dem Ursprung des Mythos führt vor allem zu römischen Quellen. Aus dem Umfeld des berühmten Makedoniers sind keine Aufzeichnungen mehr vorhanden. Die Dokumentation geht außerdem dem Mythos um die antiken griechischen und römischen Bauwerke auf den Grund: Waren die Bauwerke tatsächlich weiß? Und woher rührt das Ritual des olympischen Fackellaufs - haben die alten Griechen ihn gemeinsam mit den Spielen erfunden? Fragen wirft auch der Mythos um den legendären Gladiator Spartacus auf. Im Jahr 73 vor Christus führte er einen Sklavenaufstand an und wird bis heute als beispielhafter Kämpfer für die Rechte der Unterdrückten gefeiert. Aber war Spartacus tatsächlich ein antiker Revolutionär? Wie viel Wahrheit steckt in den Erzählungen der Antike und wie viel Mythos?

Mythos Alexander der Große 21:45

Mythos Alexander der Große: Der Weg zur Macht

Geschichte

336 vor Christus wird Alexander mit nur 20 Jahren König von Makedonien. Kaum an der Macht, fordert er das mächtige Perserreich und seinen Herrscher Dareios III. heraus und zieht in den Krieg. Auf dem Weg nach Osten erreicht Alexander Gordion in Phrygien. Dort zerschlägt er den sagenumwobenen Gordischen Knoten. Wer ihn löst, soll über Asien herrschen. Für Alexander wird die Tat zum Zeichen: Sein Weg zur Macht hat begonnen. Für Alexander und seine Truppen wird die Tat zum Omen. Sie sind überzeugt, dass der junge König zu Größerem bestimmt ist und den persischen König Dareios III. besiegen kann. Nach ersten Erfolgen treffen die beiden Herrscher 333 vor Christus in der Schlacht bei Issos erstmals direkt aufeinander. Obwohl Alexanders Heer vermutlich kleiner ist, gelingt ihm dank taktischer Vorteile und günstiger Geländeaufstellung ein entscheidender Sieg. Geprägt ist Alexanders militärisches Können auch vom Einfluss seines Vaters, Philipp II. Unter dessen Herrschaft steigt Makedonien im 4. Jahrhundert vor Christus zur dominierenden Macht im antiken Griechenland auf. Alexanders Ausbildung ist bemerkenswert: Neben intensivem militärischem Training erhält er Unterricht beim Philosophen Aristoteles. Die Verbindung aus strategischem Denken und umfassender Bildung prägt seine späteren Feldzüge maßgeblich. Archäologische Funde - etwa im makedonischen Palast von Aigai oder im antiken Gordion - ermöglichen heute neue Einblicke in Alexanders frühe Jahre und seinen Aufstieg zur Macht. Mit nur 20 Jahren besteigt Alexander der Große den Thron Makedoniens. In einem beispiellosen Eroberungszug besiegt er das Persische Reich, gründet zahlreiche Städte und errichtet eines der größten Imperien der Antike.

Mythos Alexander der Große 22:30

Mythos Alexander der Große: Der Eroberer

Geschichte

Nach seinem Sieg bei Issos 333 vor Christus zieht Alexander weiter nach Ägypten, einer strategisch wichtigen Satrapie des Perserreichs. Dort trifft er kaum auf Widerstand. Viele Ägypter empfangen Alexander als Befreier von der persischen Herrschaft. Er lässt sich als Pharao einsetzen und gründet 331 vor Christus die Stadt Alexandria, die zum politischen und kulturellen Zentrum wird. Kurz darauf reist er zum Orakel von Siwa. Die Reise zum Orakel von Siwa ist beschwerlich. Antiken Berichten zufolge wird er dort als Sohn des Gottes Zeus-Amun anerkannt. Für Alexander ist das mehr als ein religiöses Zeichen: Es stärkt seinen Anspruch auf Herrschaft. Währenddessen bereitet Persiens König Dareios III. eine letzte Entscheidungsschlacht vor, um sich Alexander erneut entgegenzustellen. Bei Gaugamela im Norden des heutigen Irak wählt er bewusst offenes Gelände und lässt es ebnen, um seine Kavallerie und die Sichelwagen - Streitwagen mit scharfen Klingen an den Rädern - optimal einsetzen zu können. Trotz zahlenmäßiger Unterzahl gelingt Alexander erneut ein Sieg, vor allem durch flexible Taktik, disziplinierte Truppen und den Einsatz seiner makedonischen Phalanx mit ihren langen Sarissen. Der Sieg öffnet Alexander den Weg ins Zentrum des Persischen Reiches. Babylon und Susa ergeben sich kampflos, während Persepolis wenig später in seine Hände fällt. Die gewaltigen Schätze der Städte sichern die Finanzierung des weiteren Feldzugs und festigen Alexanders Machtstellung. Mit nur 20 Jahren besteigt Alexander der Große den Thron Makedoniens. In einem beispiellosen Eroberungszug besiegt er das Persische Reich, gründet zahlreiche Städte und errichtet eines der größten Imperien der Antike.

Mythos Alexander der Große 23:15

Mythos Alexander der Große: Der König von Asien

Geschichte

Nach dem Sieg bei Gaugamela flieht Dareios III. Richtung Osten. Alexander verfolgt ihn, doch als er den persischen König einholt, ist er bereits tot. Ermordet von seinen Gefolgsleuten. Alexander bestraft die Verantwortlichen und erhebt selbst Anspruch auf das Erbe der persischen Großkönige. Aus dem Eroberer wird der König von Asien. Doch je weiter er nach Osten zieht, desto brüchiger wird seine Herrschaft. Eine Verschwörung um Philotas, einem seiner engsten Vertrauten, wird aufgedeckt. Philotas wird gefoltert, verhört und schließlich hingerichtet. Auch dessen Vater Parmenion, ein erfahrener makedonischer General, wird zum Tode verurteilt. Diese Ereignisse markieren eine Wende. Alexander handelt zunehmend misstrauisch und brutal. Seine Motive werden in historischen Quellen unterschiedlich bewertet. Gleichzeitig versucht er, seine Macht politisch zu festigen - etwa durch die Heirat mit Roxane, einer baktrischen Prinzessin. Die Verbindung nutzt er strategisch, um neue Verbündete an der Nordostgrenze seines Reiches zu gewinnen. Von dort setzt er seinen Feldzug in Richtung Punjab fort. Nach dem Sieg am Hydaspes im Jahr 326 vor Christus (im heutigen Pakistan) verweigern ihm seine erschöpften Truppen jedoch die Gefolgschaft. Sie verlangen die Rückkehr nach Makedonien und erzwingen die Umkehr. Im Jahr 323 vor Christus stirbt Alexander schließlich in Babylon. Die genaue Todesursache ist bis heute umstritten. Mit nur 20 Jahren besteigt Alexander der Große den Thron Makedoniens. In einem beispiellosen Eroberungszug besiegt er das Persische Reich, gründet zahlreiche Städte und errichtet eines der größten Imperien der Antike.

Große Völker 23:55

Große Völker: Die Karthager

Dokumentation

"Terra X" forscht nach den Wurzeln des modernen Europa. "Große Völker - Die Karthager" schildert die Geschichte der einflussreichsten Handelsmacht in der Antike. Die meisten Berichte über die Karthager stammen von ihren Konkurrenten - den Griechen und Römern - und sind wenig objektiv. Die Karthager gelten als verschlagene Händler und grausame Kindsmörder. Doch Forscher haben herausgefunden: Sie waren besser als ihr Ruf. Die Geschichte der Karthager setzt vor rund 3000 Jahren ein, als phönizische Siedler ihre Mutterstädte im heutigen Libanon verlassen, um im Mittelmeerraum neue Kolonien zu gründen. Sie entstehen an den Küsten Nordafrikas, auf Sizilien, Sardinien, Korsika, den Balearen und im Süden Spaniens. Die prächtigste und mächtigste aber wird Karthago - eine blühende Metropole mit einem Hafen, den damals die ganze Welt bestaunt. Dort bauen die Karthager wendige Kriegsschiffe, aber auch schnelle Segler, die sie als Expeditionsschiffe einsetzen. Auf der Suche nach weiteren Handelsplätzen - und vor allem nach wertvollen Metallen - gelangen sie über die Grenzen der damals bekannten Welt hinaus: durch die Straße von Gibraltar bis nach Westafrika und vielleicht sogar bis nach England. Wo immer sie auftauchen, werden sie berühmt und berüchtigt - mal als kunstfertig gepriesen, dann wieder als geldgierig beschimpft. Voller Neid schaut man auf die Kaufleute, die "wie Fürsten auftreten", wie es heißt. Auch sollen sie grausame religiöse Rituale pflegen, ihre Erstgeborenen töten und an speziellen Orten - den sogenannten Tophets - den Göttern opfern, um von ihrem Volk Krieg und Hungersnot abzuwenden. Davon berichten zumindest die Griechen und Römer. Lange hat man ihnen geglaubt, auch weil Funde von Kinderknochen ihre Überlieferungen gestützt haben. Aber inzwischen betrachten Forscher die Texte mit äußerster Vorsicht, denn die Karthager waren die größten Rivalen im Mittelmeerraum und womöglich Opfer von Verleumdungen. Heute tendiert man dazu, die Tophets als Begräbnisorte für tot geborene oder früh verstorbene Kinder zu sehen. 1000 Jahre lang beherrschen die Karthager als Händler die antike Welt. Dann übernimmt der Erzfeind Rom die Macht und zerstört Karthago - das Herz des phönizischen Kulturkreises. Doch da sind die Samen dieses großen Seefahrervolkes längst aufgegangen. Denn durch ihren Fernhandelsverkehr haben sie die Länder rund ums Mittelmeer zu einem Kulturraum geformt, in dem nicht nur Waren, sondern auch Ideen und Know-how frei hin- und herströmen. Sie haben die ersten Städte auf europäischem Boden gegründet - Keimzellen einer urbanen Kultur, die bis heute unser Leben prägt. Von ihnen stammt der Entdeckergeist, der Generationen nach ihnen beflügelt hat, wie Forscher erklären. Und sie liefern das nötige technische Wissen, um Schiffe für weite Fahrten über die Meere zu konstruieren. Ein Wissen, das sie zunächst an Griechen und Römer weitergeben und das sich dann in die ganze Welt verbreitet. Das Wichtigste aber, was von ihnen bleibt, ist die phönizische Schrift, die in wenigen Jahrhunderten die Welt erobert und Ursprung aller westlichen Alphabete ist.