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TV Programm für ZDFinfo am 01.07.2026

Mythen der Bibel 04:15

Mythen der Bibel: Turmbau zu Babel

Dokumentation

Ein Turm, der bis in den Himmel ragt und Gottes Zorn erregt. So erzählt die Bibel vom Turmbau zu Babel. Wie viel Wahrheit steckt in dieser Geschichte? Und finden sich noch Spuren des Turms? Der Turmbau zu Babel ist eine der beeindruckendsten Geschichten des Alten Testaments. Archäologen und Historiker suchen sein reales Vorbild. In den Ruinen Babylons und auf alten Schrifttafeln entdecken sie eine Welt, in der dieser Mythos entstanden ist. Es sind nur neun Verse im Buch Genesis, doch sie faszinieren die Menschen seit Jahrtausenden. Einst, so heißt es dort, bauen die Menschen in Babylon, genannt Babel, einen Turm, der bis zum Himmel reicht. Gott sieht diesen kühnen Plan jedoch nicht gern. Er steigt vom Himmel herab und verwirrt ihre Sprache. Die Menschen, die vorher eine gemeinsame Sprache hatten, verstehen sich plötzlich nicht mehr. So kommen die verschiedenen Sprachen der Völker in die Welt. Und der Turm? Er bleibt unvollendet. Was ist dran an dieser biblischen Geschichte? Die Spur führt ins Herz des Zweistromlands, des heutigen Irak. Dort liegt einst die blühende Metropole Babylon, die im zweiten und ersten Jahrtausend vor Christus zeitweise die größte Stadt der Welt ist. Im 6. Jahrhundert vor Christus regiert dort König Nebukadnezar II. Er erschafft ein Riesenreich und widmet sich prachtvollen Bauprojekten. Seinen Machthunger trifft auch das jüdische Volk: Im Jahr 597 vor Christus erobert er Jerusalem. Viele Judäer werden nach Babylon verschleppt. Im Babylonischen Exil kommen sie mit einer fremden Kultur in Kontakt. Sie sehen einen von Nebukadnezars Prachtbauten, der all ihre Vorstellungen übersteigt. Liegt dort der Schlüssel zur Geschichte vom Turmbau zu Babel? Archäologen und Historiker begeben sich auf Spurensuche. Die Dokumentation von ZDFinfo gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit und berichtet über die neuesten Forschungsergebnisse. Ob grausame Herrscher oder apokalyptische Katastrophen - die Bibel ist voller sagenhafter Geschichten. Doch was davon gehört ins Reich der Mythen? Und was beruht womöglich auf wahren Begebenheiten?

Mythen der Bibel 04:45

Mythen der Bibel: Sündenstadt Ninive

Dokumentation

Ninive wird in der Bibel als die Stadt der Sünde dargestellt. Ihre Bewohner als grausam, verdorben und gottlos. Warum ein so finsteres Bild? Und wie war Ninive wirklich? Unter dem irakischen Mossul liegen die Überreste der Metropole: mächtige Mauern, prachtvolle Reliefs, Bauten einer Kultur, die sich selbst als gewaltvoll inszeniert. Kann Ninive wirklich Buße tun, oder trifft die Stadt ein anderes Schicksal? Gott schickt den Propheten Jona nach Ninive, um die Bewohner zu warnen, dass er ihre Stadt zerstören werde, wenn sie keine Buße tun. Aufgeschreckt von dieser Prophezeiung besinnen sich die Menschen und zeigen Reue. Sogar die Tiere legen Bußgewänder an. Daraufhin verschont Gott die Stadt. Diese Erzählung findet sich im Alten Testament. Doch wurde die Stadt tatsächlich vor ihrer Zerstörung verschont? Archäologische Funde deuten auf ein anderes Szenario hin und zeigen Spuren einer Verwüstung: verkohlte Mauern, Skelette und Überreste erbitterter Kämpfe. Ninive wird 612 vor Christus in einem Rachefeldzug seiner Feinde zerstört. Ist die Geschichte von Jona also nur eine Legende? Historische Quellen deuten auf eine politische Krise im 8. Jahrhundert vor Christus hin, die den wahren Kern des biblischen Mythos bilden könnte. Forscherinnen und Forscher zeichnen das Bild einer komplexeren Stadt als in der Überlieferung dargestellt: stolz, grausam - und selbst Opfer der Gewalt, die sie einst über andere gebracht hat. Die Dokumentation von ZDFinfo gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit und berichtet über die neuesten Forschungsergebnisse. Ob grausame Herrscher oder apokalyptische Katastrophen - die Bibel ist voller sagenhafter Geschichten. Doch was gehört ins Reich der Mythen? Und was beruht womöglich auf wahren Begebenheiten?

Mythen und Monster 05:30

Mythen und Monster: Drachen

Dokumentation

Drachen gelten als mythische Geschöpfe. Sie spielten zu allen Zeiten und in allen Kulturen eine wichtige Rolle. Was ist der Ursprung aller Geschichten rund um das Feuer speiende Fabelwesen? In manchen Kulturen gilt der Drache als Zeichen des Bösen. In anderen wird er verehrt und um Hilfe gebeten. Immer werden ihm magische Kräfte zugeschrieben. Doch woher kommt der Glaube, Drachen könnten das Wetter beeinflussen oder verheerende Feuer auslösen? Ein Wissenschaftlerteam begibt sich auf die Suche nach dem Ursprung der Drachen-Mythen. In der Schweiz finden Archäologen eine große Menge frühzeitlicher Dinosaurier-Knochen. Haben die Menschen einst solche Funde als Beweise für die Existenz von Drachen gedeutet? Mittelalterliche Handschriften aus Europa enthalten zahlreiche Abbildungen und Beschreibungen eines Ungeheuers, das Angst und Schrecken verbreitet. In China dagegen gilt der Drache als gutmütig und wird als spirituelles Wesen verehrt. Wie lassen sich diese großen Unterschiede erklären? Und welche Funktion hat der Drache in den Geschichten, die sich die Menschen seit Jahrhunderten erzählen?

Mysterien des Weltalls 06:15

Mysterien des Weltalls: Brauchen wir Feindbilder?

Astronomie

Niemand ist frei von Vorurteilen. Oscarpreisträger Morgan Freeman fragt, warum. Der Mensch war immer auf Hilfe der eigenen Bezugsgruppe angewiesen. Außenstehende werden ausgegrenzt. Psychologin Mina Cikara forscht, wie sich aus Einzelpersonen Gruppen formieren. Wenn zwei Gruppen konkurrieren, wird der Einzelne immer das Wohl der Gruppe über sein eigenes stellen - selbst bei Gruppen, die durch eine zufällige Auswahl gebildet wurden.

Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie 07:00

Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie: Der eiserne Griff der Diktatur

Auslandsreportage

Seit drei Generationen regiert die Kim-Dynastie Nordkorea mit eiserner Faust. Es ist eine Familiendiktatur im Deckmantel eines kommunistischen Systems. Wie kann das funktionieren? Propaganda, Einschüchterung und Überwachung bilden die inneren Säulen der nordkoreanischen Gesellschaft. Es sind streng geheime Strukturen, in die kaum jemand Einblick bekommt. Denn nach außen ist das Land hermetisch abgeschlossen. Die Kim-Dynastie beginnt mit Kim Il Sung, dem Großvater des heutigen Herrschers Kim Jong Un. Der Regimegründer von 1948 bleibt bis 1994 an der Macht. Dank eines weltweit einzigartigen Personenkultes schafft er ein Regime nach seinen Vorstellungen. Nach seinem Tod wird er zum ewigen Präsidenten ernannt und regiert damit das Land offiziell immer noch. Sein Sohn Kim Jong Il führt die Amtsgeschäfte bis zu seinem Tod im Jahr 2011. Sollte der amtierende Präsident Kim Jong Un sterben, gelten seine Schwester Kim Yo Jong oder seine Tochter Kim Ju Ae als wahrscheinliche Nachfolgerinnen. Es ist eine Familienangelegenheit. Die Regierung Nordkoreas übt totale Kontrolle über das Land und seine Bevölkerung aus und nutzt dafür alle Instrumente von Repressionen, Todesurteilen, Zwangslagern bis hin zu einem umfassenden Überwachungssystem. Von der Geburt bis zum Tod schuldet jede Nordkoreanerin und jeder Nordkoreaner der Familie Kim absolute Loyalität. Das bedeutet unter anderem: Jeder ist dafür verantwortlich, seine Nächsten im Auge zu behalten, die Nachbarn auszuspionieren. Sogar Ehepartner können sich gegenseitig vor dem Ministerium für Volkssicherheit anklagen. Das Regime hat sich von sowjetischen Methoden inspirieren lassen und diese auf die Spitze getrieben, sodass niemand mehr vergisst, auf offiziellen Fotos zu lächeln. Auch wenn Kim Jong Un mittlerweile Modernisierung vor allem in der Hauptstadt Pjöngjang zulässt, gilt die Unterdrückung in Nordkorea doch als beispiellos. Durch die konsequente Abschottung des Landes geraten Einzelheiten nur selten an die Öffentlichkeit. In der ZDFinfo-Doku erzählen unter anderem Geflüchtete vom Leben in einem Regime, bei dem alles auf den ewigen Machterhalt der Kim-Dynastie ausgerichtet ist. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind deren Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt?

Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie 07:45

Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie: Das gefährliche Spiel mit der Bombe

Auslandsreportage

Nordkorea: geographisch ein Zwerg, geopolitisch aber ein wichtiger Stratege. Wie schafft es die Kim-Dynastie, nie aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit zu verschwinden? Geschützt durch das eigene Atomprogramm und die Unterstützung des chinesischen Nachbarn gelingt es der nordkoreanischen Diktatur, die Drohkulisse gegenüber Südkorea, aber auch gegenüber der Supermacht USA aufrechtzuerhalten. Es scheint ein Paradox: Nordkorea ist eines der kleinsten Länder der Welt, sein Bruttoinlandsprodukt eines der niedrigsten der Welt. Das Land ist abgeschottet, die Bevölkerung bitterarm. Und trotzdem drängt Nordkorea seit 1948 auf die internationale Bühne, ist immer wieder Gesprächs- und Konfliktthema. Zentraler Bestandteil der nordkoreanischen Strategie ist das Atomprogramm. Der Beschaffung der Bombe widmet das Regime seit Jahrzehnten mehr und mehr seiner Ressourcen. 2006 zündet Nordkorea zum ersten Mal eine Atombombe und signalisiert damit der Welt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Die Kim-Dynastie hat militärische Macht und gleichzeitig starke Partner. Denn China betrachtet das Land als militärische Pufferzone und hält es in starker wirtschaftlicher Abhängigkeit. Mit diesen Sicherheiten im Hintergrund provoziert Nordkorea die Welt und schreckt dabei auch vor den Vereinigten Staaten nicht zurück. Was steckt dahinter? Wie gelingt es der Kim-Dynastie immer wieder, die Mächtigen an der Nase herumzuführen? Mithilfe führender Experten, einschließlich ehemaliger Beamter des Pjöngjang-Regimes, analysiert die ZDFinfo-Dokumentation die außenpolitischen Strategien der nordkoreanischen Regierung. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind deren Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt?

Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie 08:30

Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie: Im Bündnis mit China und Russland

Auslandsreportage

Nordkorea schickt Truppen in den Ukrainekrieg und tritt international immer selbstbewusster auf. Das Kim-Regime nutzt neue globale Allianzen für das eigene Image. Seit Jahrzehnten wird der Kollaps Nordkoreas vorhergesagt - doch das Gegenteil passiert: Die Kim-Dynastie scheint stärker denn je. Propaganda, militärisches Muskelspiel und das Atomprogramm sichern Kims Macht nach innen und außen. Die Dokumentation "Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie" zeichnet nach, wie Nordkorea von einer kleinen isolierten Erbdiktatur zu einem der wenigen Länder werden konnte, das die USA mit transkontinentalen Atomwaffen erreichen könnte. Erstmals entsendet das Regime Tausende Soldaten an der Seite Russlands in den Ukrainekrieg - ein vielbeachteter Schritt, der dem Land Kampferfahrung, Devisen und Zugang zu neuer Militärtechnologie verschafft. Neue Archive, exklusive Analysen internationaler Nordkorea-Experten und Einblicke in die aufwendig inszenierten Trauer- und Heldenkulte zeigen, wie es dem System zu gelingen scheint, durch neue internationale Stärke das Ansehen im eigenen Land zu stärken. So zeigt sich, warum Kim Jong Un in einer so günstigen strategischen Position scheint wie nie zuvor - und weshalb die Welt seine Rolle nicht unterschätzen sollte. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind ihre Machtstrategien nach innen im eigenen Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt? Zwei neue Folgen der Doku-Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" zeigen, wie sich Rolle und Selbstverständnis der Diktatur wandeln.

Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie 09:15

Nordkorea - Die Macht der Kim-Dynastie: Propaganda für die Diktatur

Auslandsreportage

Nordkoreas Kim-Dynastie stilisiert sich seit jeher mit Mythen und Propaganda zu Göttern. Doch etwas scheint sich zu wandeln: Bereiten sich die Kims schon auf den nächsten Machtwechsel vor? Seit Kurzem zeigt sich Nordkorea von einer ungewohnten Seite: Luxusresorts, ein Marathon in der Hauptstadt, eine fast nahbar wirkende Diktatorenfamilie. Vollzieht das Land, das bislang eher durch Abschottung und Repressionen bekannt ist, einen Imagewandel? Die neue Folge der Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" blickt in das Landesinnere und zeigt zwei ganz unterschiedliche Seiten des aktuellen Nordkorea. Auf der einen Seite präsentiert sich das Land weltoffen bei sportlichen Events mit internationalen Teilnehmern, die vorher sorgfältig ausgewählt und eingeladen wurden. Über die Landesgrenzen hinaus verbreiten sich Bilder einer offenbar blühenden Wirtschaft: Onlineshopping in Pjöngjang, traumhafte Badestrände mit moderner Urlaubsinfrastruktur und sogar Streamingdienste für die wohlhabenden und regimetreuen Nordkoreaner. Das staatliche Fernsehen zeigt fröhliche Einheimische, die sich am Badeort Wonsan eine Auszeit gönnen nach ihrer harten Arbeit für ihr Vaterland. Einst völlig abgeschottet, sollen mittlerweile rund 80 Prozent der Nordkoreaner ein Handy besitzen - allerdings nur mit zugelassenen nordkoreanischen Apps. Kim Jong Un scheint ganz offensichtlich einen Imagewechsel anzustreben. Immer häufiger tritt der nordkoreanische Anführer mit seiner Tochter Kim Ju Ae in die Öffentlichkeit. Ein Hinweis auf eine mögliche Thronfolge oder eine Taktik, um nahbarer und menschlicher zu erscheinen? Auf der anderen Seite jedoch greift das Regime nach wie vor weiter hart durch: Archivaufnahmen und Berichte von Flüchtlingsorganisationen zeigen öffentliche Prozesse gegen Schüler, die beim Konsum südkoreanischer Popkultur erwischt worden sind. Internationale Experten betonen: Ein Imagewandel nach außen bedeutet noch keineswegs eine Aufgabe von Überwachung, Bestrafung und Zensur. Nordkorea: Ein kleines Land steht geopolitisch immer wieder im Mittelpunkt globalen Interesses. Drei Generationen bilden mittlerweile die Kim-Dynastie - eine Herrschaft der Unterdrückung und Abschottung. Was sind ihre Machtstrategien nach innen ins eigene Land und nach außen gegenüber dem Rest der Welt? Zwei neue Folgen der Doku-Reihe "Die Macht der Kim-Dynastie" zeigen, wie sich Rolle und Selbstverständnis der Diktatur wandeln.

heute Xpress 09:58

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Flucht aus Nordkorea 10:00

Flucht aus Nordkorea

Dokumentation

Wie weit sind Menschen bereit zu gehen, um ihre Freiheit zu erlangen? Packende Fluchtgeschichten zeigen Bilder aus Nordkorea, die unter Lebensgefahr heimlich aufgenommen wurden. Eine Familie will mitsamt der alten Großmutter und der kleinen Kinder durchs Gebirge aus Nordkorea, dem repressivsten Staat der Erde, entkommen. Ein Pfarrer aus Südkorea hilft ihnen und wird zum selbstlosen Helden. Im Mittelpunkt des Films steht eine Mutter, die verzweifelt versucht, ihr Kind wiederzusehen, das sie zurücklassen musste; eine fünfköpfige Familie - darunter kleine Kinder und eine ältere Großmutter -, die sich auf eine tückische Reise über den Yalu-Fluss und in die feindlichen Berge Chinas begeben; und ein Mann Gottes, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, diesen verzweifelten Menschen zu helfen. Sollten sie gefasst werden, drohen schwerste Strafen, möglicherweise sogar die Hinrichtung. Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist über viele Quadratkilometer so vermint, dass dieser Fluchtweg nicht infrage kommt. Deshalb müssen Nordkoreaner, die ihr Land verlassen wollen, nicht nur einen Stacheldrahtzaun überwinden und einen reißenden Fluss überqueren, sondern sich anschließend noch heimlich über China, Vietnam und Laos bis nach Thailand durchschlagen. Erst dort sind sie sicher und werden nicht mehr an die Schergen von Kim Jong Un ausgeliefert. Was wir von Nordkorea sehen, ist zumeist genau das, was das Kim-Regime uns sehen lassen will: die Atomraketen, die großen Paraden und die emotionale Vergötterung der Kims. Der Film wirft einen Blick auf den Alltag der 26 Millionen Nordkoreaner, die weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten sind und sich nicht vorstellen können, dass es noch ein anderes Leben gibt als das, das sie führen. Historische Rückblenden und politische Exkurse erlauben eine geopolitische Einordnung der aktuellen Situation zwischen Nord- und Südkorea.

Büro 39 - Nordkoreas schwarze Kassen 11:45

Büro 39 - Nordkoreas schwarze Kassen

Dokumentation

Wie ist es möglich, dass Nordkorea, eines der ärmsten Länder der Welt, ein Atomwaffenprogramm finanziert, mit dem es sogar die USA herausfordern kann? Antwort: dank "Bureau 39". Diese Organisation ist eine geheime Division des Regierungsapparates. Ihr Ziel ist die Devisenbeschaffung mit allen Mitteln, um das Regime von Kim Jong Un mit Geld zu versorgen. Falschgeld, Drogen, Menschenhandel - nichts ist Nordkoreas Geld-Gangstern zu ruchlos. Die Doku enthüllt die spektakulärsten Fälle und zeigt die atemberaubenden Tricks, mit denen Nordkorea seit Jahrzehnten äußerst erfolgreich UN-Sanktionen umgeht und sein Atomprogramm aufbaut.

Angst vor Tod und Teufel. Die Geschichte des Aberglaubens 12:45

Angst vor Tod und Teufel. Die Geschichte des Aberglaubens

Dokumentation

Zombies, Dämonen, Geister - übernatürliche Kreaturen faszinieren Menschen seit Jahrtausenden. "ZDF-History" geht auf Spurensuche, untersucht vergangene und aktuelle unheimliche Phänomene. Für unsere Vorfahren war die Angst vor Untoten ganz real. Das zeigt ein Blick unter die Erde: Mit Steinen beschwert, festgeschnürt, mit Glöckchen im Grab oder enthauptet - die Indizien sind vielfältig. Archäologen sind auf der Jagd nach den "lebenden Toten". Wie rund um die St. Marien- und Bartholomäi-Kirche im niedersächsischen Harsefeld im Landkreis Stade. Dort lassen archäologische Funde ahnen, welche Angst unsere Vorfahren vor Untoten hatten - und welche Maßnahmen sie ergriffen, um sie im Grab zu halten. Aufhocker, Nachzehrer, Wiedergänger - im Aberglauben unserer Vorfahren konnten die "lebenden Leichen" unterschiedliche Gestalten annehmen, um den Lebenden den Schlaf zu rauben. Noch heute halten sich solche Vorstellungen zum Teil hartnäckig, auch in Teilen Europas. In manchen Gegenden Rumäniens sind alte Rituale zur Abwehr von Untoten bis heute lebendig. Doch auch in Großbritannien sind solche Fantasien präsent. Laut Umfragen glauben dort mehr Menschen an Gespenster als an Gott. Mit Kulturanthropologin Deborah Hyde geht "ZDF-History" auf Geisterjagd und sucht nach wissenschaftlichen Erklärungen für die Gruselerscheinungen. Auch der Historiker Prof. Ronald Hutton von der Universität Bristol forscht zu Hexenglauben und Magie. Er entschlüsselt rätselhafte Zeichnungen in Höhlen, die dem Schutz vor "bösen Geistern" dienen sollten, und zeigt, wie tief die Angst vor dem Unheimlichen bis heute in uns verwurzelt ist.

Geköpft, gerädert, gehenkt: Was am Richtplatz geschah 13:30

Geköpft, gerädert, gehenkt: Was am Richtplatz geschah

Dokumentation

Todesurteile und Hinrichtungen: Früher gehörten sie in Deutschland zum Alltag. "ZDF-History" geht auf Spurensuche und erzählt, was einst auf deutschen Richtplätzen wirklich geschah. Viele Mythen ranken sich bis heute um ehemalige Henkersplätze und Galgenhügel. Richtplatz-Archäologen treten an, um Fakten von Fiktion zu trennen. Mit detektivischem Spürsinn lassen die Forscher Schicksale von Verurteilten auferstehen, die vergessen schienen. Wie die Archäologin Marita Genesis oder der deutsche Historiker Jost Auler, der sich als "Galgenpapst" einen Namen gemacht hat. Ergebnisse aktueller Ausgrabungen lassen neue Schlüsse über die Rechtspraxis im Mittelalter und der frühen Neuzeit zu. Wie arbeitete die Justiz damals wirklich? Wie wurden Urteile vollstreckt, wie grausam waren die Hinrichtungen, und was ist über die Opfer bekannt?

Wunderbauten der Geschichte 14:15

Wunderbauten der Geschichte: Bollwerke des Mittelalters

Architektur

Nach dem Einfall der Normannen in England im Jahr 1066 beginnt dort die Ära des Burgenbaus. Um sich zu schützen, errichten die Eroberer in den Folgejahren ein Netz aus Befestigungsanlagen. Die Burgen sollen Feinde abschrecken, Aufstände verhindern und die Macht der Normannen demonstrieren. Durch ihre geniale Konstruktion sind sie praktisch uneinnehmbar. Doch wie schaffen es die Baumeister, solch außergewöhnliche Bauwerke zu errichten? Die moderne Welt wäre ohne die Innovationen antiker Zivilisationen nicht denkbar. Ob Mechanik, Bauwesen, Militär oder Schifffahrt - technologische Meilensteine haben seit jeher das Leben der Menschen verändert. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Ingenieurwesen und Architektur erklären die Funktion und Geschichte dieser bahnbrechenden Erfindungen und Entdeckungen. Dabei wird klar: Die Ingenieure und Baumeister der Vergangenheit waren weit fortschrittlicher, als man heute denken würde. Welche Techniken, Materialien und Gedanken stecken hinter den größten Wunderbauten der Geschichte? Die zehnteilige Reihe zeigt faszinierende Leistungen der Geschichte, die die Baukunst bis heute beeinflussen.

Faszination Burgen - Monumente des Mittelalters 15:00

Faszination Burgen - Monumente des Mittelalters: Monumente des Mittelalters

Geschichte

Burgen - mächtige Symbole ritterlichen Lebens, geheimnisvolle und majestätische Zeugen mittelalterlicher Baukunst. Mehr als ein halbes Jahrtausend dominieren sie Europas Landschaften. Gerade Burgen und ihre Bewohner prägen unsere Vorstellung vom Mittelalter. Ihre Entstehung, Architektur und Funktion folgen politischen, kulturellen und militärischen Auseinandersetzungen und Entwicklungen in Europa: Einfache Holztürme werden zu steinernen Festungen. Im 9. Jahrhundert entstehen erste Befestigungsanlagen aus Holz nach antiken Vorbildern. Im 10. und 11. Jahrhundert werden die ersten steinernen Burgen gebaut. Mit massiven Mauern und Ecktürmen scheinen sie uneinnehmbar. Sie dienen jedoch nicht nur militärischen Zwecken, sondern sind auch herrschaftliche Residenz. Ein Symbol des sich entwickelnden Feudalsystems. Ab dem 14. Jahrhundert verlieren Burgen an Bedeutung. Der neuen Artillerie hält kaum eine Mauer stand. Das 16. und 17. Jahrhundert bedeutet das Ende der Burgen. Sie weichen luxuriösen Residenzen, den Schlössern. Die romantische Sehnsucht des 19. Jahrhunderts nach glorreicher ritterlicher Vergangenheit entdeckt die steinernen Überreste des Mittelalters neu. Aus Ruinen entstehen neogotische Märchenträume. Bis heute regen Burgen die Fantasie der Menschen an. Eine Dokumentation über Entstehung, Funktion und Geschichte der Burgen.

Maria Stuart Schottlands tragische Königin 15:45

Maria Stuart Schottlands tragische Königin

Dokumentation

Sie gilt als tragische Königin - Maria Stuart. Die katholische Königin herrscht über das protestantische Schottland und ringt mit Elizabeth I. um die englische Krone. Der Kampf um Religion und Thron geht für Maria blutig aus. Legenden besagen, sie habe ihr Blut für die katholische Kirche und die Liebe zu falschen Männern vergossen. Im Zeitalter der Gegenreformation sind Geschichtsmythen Mittel politischer Agitation. Zahlreiche historische Dokumente aus Archiven der Stuart- und Tudor-Zeit belegen: Schottlands Königin ist weniger Opfer als Täterin im politischen Ringen. Zeit ihres Lebens steht sie in Konkurrenz zu ihrer königlichen Cousine Elizabeth I. 30 Jahre lang habe Maria Stuart weder Mordkomplotte noch andere Intrigen gescheut, um die englische Krone an sich zu reißen. Bevorzugtes Mittel ihrer Wahl: Mordpläne fanatischer Katholiken. Die Dokumentation deckt mal tiefgründig und mal humorvoll auf, dass Elizabeth I. intimes Wissen über ihre Cousine Maria Stuart besaß und es gegen sie einsetzte. Die Forschung britischer Historikerinnen und Historiker zeigt: "Marias Ehrgeiz, Königin von England zu werden, dominierte alles. Sie wollte Elizabeth vernichten", so die englische Historikerin Tracy Borman.

Maria Tudor Englands erste Königin 16:30

Maria Tudor Englands erste Königin

Geschichte

Die erste Königin Englands galt als "Bloody Mary". Dabei war sie durchaus nicht blutrünstig. Seit Langem steht Maria Tudor im Schatten ihrer Verwandten Heinrich VIII. und Elizabeth I. Maria I. wollte eine gottgefällige Königin und gute Ehefrau sein. Ihr katholischer Glaube ließ sie schmerzvolle strategische Fehlentscheidungen treffen. So wählte sie entgegen aller Empfehlungen einen katholischen Ehemann: Spaniens Kronprinzen Philipp II. Im Streit um die Konfessionen in Europa unterstützt sie den Gatten mit Truppen und macht sich im englischen Königshaus wenig Freunde. Die Katholikin Maria I. regiert fünf Jahre lang. Neue Untersuchungen zeigen die erste Königin von England als wegweisend im Kampf für Geschlechtergleichheit. Hätten nicht tendenziöse Zeitgenossen daran gearbeitet, ihr Andenken nachhaltig zu demolieren - allen voran ihre ehrgeizige Schwester Elizabeth I., eine Anglikanerin. Diese ließ während ihrer Regierungszeit Maria gezielt dämonisieren: Je düsterer das Bild der erzkatholischen "Bloody Mary", desto strahlender sollte ihr eigenes Bild der siegreichen "Gloriana" wirken. Welche Talente und Sehnsüchte, Eigenheiten und Schicksalsschläge prägten Maria? Und welche ihrer zahlreichen Errungenschaften sollte sich später ihre Schwester, Königin Elizabeth I., ans Revers heften? Die Dokumentation beleuchtet Marias Werdegang: als kindliche Thronerbin, als degradierte Zofe der eigenen Schwester und schließlich als erste Frau auf Englands Thron.

Charles I. - Machtkampf in England 17:15

Charles I. - Machtkampf in England: Der Bürgerkrieg

Geschichte

1642 führt König Charles I. England in einen blutigen Bürgerkrieg - ein Konflikt um Macht, Religion und Autorität, der auf dem Schafott endet. Wer war der Monarch, und was führte zu seinem Fall? Charles I. sieht sich als Herrscher von Gottes Gnaden - kompromisslos und überzeugt von seiner Autorität. Sein Machtanspruch stößt auf Widerstand im Parlament. Die Folge: ein erbitterter Konflikt, der England spaltet und Staat und Kirche erschüttert. Es sind die dramatischen Jahre zwischen 1642 und 1649, in denen sich zwischen der Krone und dem Parlament ein erbitterter Streit um die politische Ordnung des Reiches entfaltet. Der Hauptkonflikt: Soll die königliche Autorität über allem stehen? Darf der König ohne Zustimmung des Parlaments regieren und Steuern erheben? Aus diesen Fragen erwächst der Englische Bürgerkrieg, der das Land spaltet. Auf der einen Seite die Royalisten, dem König treu ergeben. Auf der anderen Seite die Parlamentarier. Sie wollen die Macht des Königs einschränken und kämpfen für eine neue politische Ordnung, die ihnen mehr Rechte einräumt. Doch nicht nur Macht und Politik treiben die Fronten auseinander, auch die Religion spielt eine zentrale Rolle. Während Charles I. die anglikanische Kirche mit traditionellen Ritualen verteidigt, fordern Puritaner eine radikale Reform. Hinzu kommt die Angst vor katholischem Einfluss durch die Ehe des Königs mit einer französischen Prinzessin. Ein Glaubenskampf, der die politische Krise verschärft. Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation beleuchtet den Englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert, der das Land grundlegend veränderte. Zum ersten Mal wurde ein König öffentlich zur Verantwortung gezogen und hingerichtet. Mit Charles' Tod endete die Monarchie vorübergehend. Die Doku zeigt, wie aus dem Konflikt um Macht, Glauben und Ordnung ein Wendepunkt der europäischen Geschichte wurde.

Charles I. - Machtkampf in England 18:00

Charles I. - Machtkampf in England: Der Aufstieg Cromwells

Geschichte

Als Charles ?I. am 30.?Januar 1649 hingerichtet wird, endet nicht nur seine Herrschaft - es beginnt eine neue politische Ära. Wie stabil ist sie, und welche Rolle spielt Oliver Cromwell? Oliver Cromwell kämpft im Englischen Bürgerkrieg auf Seiten der Parlamentarier für die Absetzung des Königs. Schnell steigt er auf und wird zur prägenden Figur der Revolution. Manche halten ihn für die treibende Kraft hinter dem Todesurteil gegen Charles I. Oliver Cromwell beginnt als unbedeutender Parlamentsabgeordneter und wird zur Schlüsselfigur einer Revolution. In den Wirren des Englischen Bürgerkriegs steigt er vom militärischen Außenseiter zum Kommandeur der "New Model Army" auf - einer Streitmacht, die den Royalisten entscheidend überlegen ist. Nach dem Sieg des Parlaments weigert sich Charles?I., seine Auffassung vom Gottesgnadentum aufzugeben. Sein Versuch, einen zweiten Krieg zu entfachen, macht ihn zum "öffentlichen Feind". Cromwell ist überzeugt: Solange der König lebt, wird es keinen Frieden geben. Er unterstützt die "Pride's Purge", durch die gemäßigte Abgeordnete aus dem Parlament entfernt werden, und schafft damit die Mehrheit für ein beispielloses Urteil: Das Hochverratsverfahren gegen den König endet mit dem Todesurteil - ein historischer Bruch, der die Monarchie erschüttert. Nach Charles' Tod wird das Commonwealth ausgerufen. Cromwell greift nach der Macht und wird 1653 Lord Protector des neuen Staates - ein Versuch, Ordnung zu schaffen, ohne die Krone zurückzubringen. Doch nach seinem Tod im Jahr 1658 gerät das neue System ins Wanken. Seinem Nachfolger Richard Cromwell fehlt die Unterstützung der Armee; das Protektorat zerfällt. 1660 kehrt Charles II., Sohn des hingerichteten Herrschers, aus dem Exil nach England zurück. Bedeutet dies die Rückkehr zum Absolutismus? Die zweiteilige ZDFinfo-Dokumentation beleuchtet den Englischen Bürgerkrieg im 17. Jahrhundert, der das Land grundlegend veränderte. Zum ersten Mal wurde ein König öffentlich zur Verantwortung gezogen und hingerichtet. Mit Charles' Tod endete die Monarchie vorübergehend. Die Doku zeigt, wie aus dem Konflikt um Macht, Glauben und Ordnung ein Wendepunkt der europäischen Geschichte wurde.

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt 18:45

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt: 1980-83: Kalter Krieg und heißer Rock

Zeitgeschichte

Die 80er-Jahre haben ein Hauptthema: die Angst vor einem dritten Weltkrieg, das Wettrüsten zwischen Ost und West, sowjetische SS-20 versus Pershing II und Cruise Missiles. Der NATO-Doppelbeschluss vom 12. Dezember 1979 gibt das Startsignal für den Rüstungswettlauf der 80er. Der Kalte Krieg sollte das Jahrzehnt bis fast zum Ende bestimmen. Zu Beginn der 80er-Jahre teilen viele Menschen die Angst vor einem apokalyptischen Inferno. Der Schriftsteller Günter Grass bringt in seiner Rede bei der Berliner Begegnung zur Friedensförderung im Dezember 1981 seine Angst vor einem apokalyptischen Inferno zum Ausdruck, die viele Menschen zu Beginn der 80er-Jahre teilen. Und es ist natürlich vor allem die Jugend, die diese Angst öffentlich artikuliert. Aber eine neue Generation ist am Werk, die auch eine völlig neue Protestkultur hervorbringt. Während die 68er noch als geschlossene Truppe aufmarschierten, mit charismatischen Anführern wie Rudi Dutschke, ist die Jugend der 80er - also die Babyboomer - bereits in viele Subkulturen gesplittet: Punker, Hausbesetzer, Ökos, Autonome, Gangs.

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt 19:30

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt: 1984-86: Superstars und Supergau

Zeitgeschichte

Das Jahr 1984 gehört George Orwell. Mit seinem letzten großen Roman "1984" wird er jetzt zum Stichwortgeber einer zunehmend fortschrittsskeptischen Gesellschaft. Der gleichnamige Kinofilm bekommt von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden das Prädikat "besonders wertvoll", und der dazugehörige Soundtrack der britischen Band Eurythmics stürmt die deutschen Charts. 1985, das Tennisturnier von Wimbledon: 11,19 Millionen Deutsche verfolgen das Finale an den Fernsehgeräten. Nie zuvor hat ein Sportler die Massen so elektrisiert. 87 Prozent der Bundesbürger finden Boris Becker sympathisch. Die Standesbeamten schlagen Alarm: Soll doch jeder fünfte männliche Neugeborene Boris heißen. Becker und seine ebenso erfolgreiche Sportsfreundin Steffi Graf bedeuten aber auch eine Zäsur in der deutschen TV-Kultur. Im Windschatten ihrer Erfolge etabliert sich das Privatfernsehen in Deutschland. Im Jahr vor Beckers Wimbledon-Sieg widmen ARD und ZDF dem Tennis zusammen nur 13 Stunden ihrer Sendezeit. 1989 beträgt der Programmanteil der angesagten Sportart bereits sagenhafte 1018 Stunden. Der Löwenanteil entfällt auf die neue private Konkurrenz. Sie treibt ab 1986 die Einsätze im Poker um die Sportübertragungsrechte in die Höhe.

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt 20:15

Die 80er - Das explosive Jahrzehnt: 1987-89: Endzeitangst und Mauerfall

Zeitgeschichte

Michail Gorbatschow ist nach dem Wegsterben von drei greisen KP-Generalsekretären innerhalb von nur drei Jahren die neue Nummer eins im Kreml. Der Mittfünfziger mit dem markanten Muttermal auf der kahlen Stirn wird schon bald nach seinem Amtsantritt für die von Weltuntergangsängsten geplagten Deutschen zum Hoffnungsträger. Lange Zeit hatte die SED-Führung ideologisch nur den Westen zu fürchten. Doch das ändert sich, als Gorbatschow mit Glasnost und Perestroika versucht, die sowjetische Gesellschaft von der Breschnew-Ära zu befreien. Die Klarheit, mit der in Moskau jetzt über die Mängel der realsozialistischen Gesellschaft gesprochen wird, irritiert die SED. Und auf die von Gorbatschow vorangetriebene Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit reagieren Honecker und Co. geradezu panisch.

Das war dann mal weg 21:00

Das war dann mal weg: Lipsi, Partykeller & Co.

Technik

Diese Folge der Reihe "Das war dann mal weg" weckt die Feierlaune und erinnert an kulinarische wie kulturelle Sünden - vom Mettigel bis zum Lipsi-Tanz, vom Kegelabend bis zum Käsepilz. Partytime! So manches rund um den Partykeller war schön und schrecklich zugleich - trotzdem wecken einst kultige Requisiten und Rituale heute noch nostalgische Gefühle bei den Promi-Gästen Anneke Kim Sarnau, Florian Martens, Cherno Jobatey und Rhea Harder-Vennewald. "Das war dann mal weg" spürt dem Guten von gestern nach. Und auch dem nicht ganz so Guten. Jahrzehntelang schoben die Deutschen landauf, landab eine ruhige Kugel. Kegeln war eine höchst beliebte Freizeitbeschäftigung, die praktischerweise Sport mit Geselligkeit verband. Jedenfalls bis vor etwa 30 Jahren. Inzwischen sind die Kegelbahnen in den Hinterzimmern der Gaststätten mit ihren Fans alt geworden, der Nachwuchs fehlt. "Das war dann mal weg" trifft einen der letzten Kegelklubs, die "Seltene Neun" aus Ottenbüttel bei Hamburg. Außerdem wird in der Sendung eine Institution deutscher Feierkultur wiederbelebt: der Partykeller. Selbst eingerichtete Kellerräume mit Flipper, Musikbox, bunten Glühlampen und einem weiteren Phänomen privater Dancefloors: der Lichtorgel. Grün, blau, rot, rot, blau, grün - Lichteffekte im Takt der Musik. Yeah! Übrigens, "yeah, yeah, yeah" war ein Dorn im Auge der DDR-Oberen. Die wollten der zügellosen Mode des Rock 'n' Roll etwas entgegensetzen und erfanden kurzerhand den Lipsi. Wie der sozialistische Tanz rockt, das gibt's bei "Das war dann mal weg". Außerdem: Was ist eigentlich aus Büfett-Hits wie dem Mettigel, dem Käsepilz oder Fliegenpilzeiern geworden?

Das war dann mal weg 21:45

Das war dann mal weg: Arschgeweih, Jesuslatschen & Co

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Moden kommen und gehen - die Reihe "Das war dann mal weg" blickt auf vergangene Trends und Sünden im Bereich Mode und Lifestyle. In den 1960er-Jahren kommt das Nyltesthemd auf den Markt. Es hat scheinbar alles, was ein Hemd braucht: Es ist bügelfrei, trocknet schnell und behält seine Farbe. Der Haken an dem Stöffchen? Es ist reine Kunstfaser - und wer die trägt, duftet schnell nach Iltis. Völlig out, aber leider nicht ganz so einfach wegzukriegen, ist das sogenannte Arschgeweih - politisch korrekt Steißbeintribal genannt. Als in den 1990ern die Hosen auf die Hüften rutschen, wachsen auf den Rückseiten von Promis wie Sabrina Setlur plötzlich mehr oder weniger filigrane Gebilde. Tattoos werden plötzlich massentauglich, und irgendwie hat auf einmal fast jede und jeder eins. Und dann heißt es auf einmal Arschgeweih und ist völlig verpönt. Auch aus der Mode: das Solarium. Klar, es gibt noch welche, aber es werden immer weniger. Früher ging es um karibische Bräune im trüben deutschen Winter. Und heute? Der Hype ist vorbei und das Solarium eher zum Wellness-Erlebnis geworden. Schade findet der ein oder andere dagegen, dass die guten alten Jesuslatschen nicht mehr so häufig hergestellt werden. Ein klassisches Ostprodukt, das zumindest den Füßen in der DDR das Gefühl völliger Freiheit gibt. Im Westen tragen eher Hippies und Blumenkinder die Latschen, in leicht anderen Varianten, die sie gern aus dem Nahen Osten importieren. Dass Mode nicht nur eine Frage der äußeren Erscheinung ist, sondern mitunter lebensgefährlich sein kann, zeigt ein Blick in die etwas weiter entfernte Geschichte: die gefährlichsten Modetrends - vom Vatermörderkragen bis zu den Plateauschuhen, die seit dem 15. Jahrhundert immer wieder kommen und gehen. Anneke Kim Sarnau, Florian Martens, Cherno Jobatey und Rhea Harder-Vennewald kommentieren die Modetrends der Vergangenheit. "Das war dann mal weg" - die Reihe spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag bereichert haben, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie (fast) verschwunden. Was ist daraus geworden?

Das war dann mal weg 22:30

Das war dann mal weg: Seidenstrümpfe, Siegelring & Co.

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Luxus wird oft mit dem Exotischen, Unerreichbaren und Seltenen assoziiert. Doch was gestern noch Luxus war, kann heute schon wertlos sein. Oder als Retrotrend eine zweite Chance bekommen. Tiere schmücken sich mit bunten Federn, Menschen mit Luxusgütern, um ihre Umwelt zu beeindrucken. Elfenbein, Seidenstrümpfe oder sogar Besteck aus Aluminium: Einst war manches so wertvoll wie Gold. Heute ist es aus unserem Alltag verschwunden. Die Reihe "Das war dann mal weg" nimmt sich der Luxusobjekte an und erzählt ihre Geschichte. Seit Jahrtausenden ist der Mensch von Elfenbein fasziniert und stellt vor allem aus den Stoßzähnen von Elefanten Gegenstände her. Das Material - weiß, zart und doch stabil - ist so edel wie umstritten. Denn als die Kolonialmächte Ende des 19. Jahrhunderts in den Handel einsteigen, werden Elefanten wegen ihrer Stoßzähne getötet. Heute ist der Elfenbeinhandel verboten. An einen anderen Luxus erinnert sich kaum noch jemand: Seidenstrümpfe. Anfang des 20. Jahrhunderts eine Revolution in der Damenmode, tragen wir heute Nylon, Perlon oder andere Kunstfasern am Bein. Und die Strumpfhose hat die aufwendigeren Damenstrümpfe abgelöst. Der Siegelring ist etwas für reiche, wichtige und vor allem adelige Leute. Zumindest im Mittelalter. Da hatte der Siegelring eine Funktion, nämlich das Versiegeln von wichtigen Schriftstücken. Diese Funktion ist längst verschwunden, der Ring ist nur noch ein Schmuckstück, das immer wieder als Retrotrend zurückkehrt. Ein ganz erstaunlicher Gegenstand, dem man den Luxus nicht auf den ersten Blick ansieht, ist das Aluminiumbesteck. Bei DDR-Bürgerinnen und -Bürgern löst es alle möglichen Gefühle aus, aber sicher nicht, privilegiert zu sein. Tatsächlich ist das leichte, biegsame Besteck kurz nach seinem Auftauchen im 19. Jahrhundert wertvoller als Goldbesteck. "Das war dann mal weg" erzählt die ganze Geschichte. Das Monokel hat eine unmittelbare Wirkung auf die Persönlichkeit seines Trägers. Die ins Auge geklemmte Lesehilfe sorgt bei den prominenten Kommentatoren für Erheiterung: Anneke-Kim Sarnau, Rhea Harder-Vennewald, Michael Kessler und Florian Martens. Die Reihe "Das war dann mal weg" spürt Dingen nach, die früher einmal unseren Alltag schöner machten, genial und unverzichtbar erschienen. Heute sind sie (fast) verschwunden. Was ist daraus geworden?

Das war dann mal weg 23:15

Das war dann mal weg: Wackeldackel, Fuchsschwanz & Co.

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Diese Folge der Reihe "Das war dann mal weg" erinnert an Requisiten und Rituale rund ums Auto. Bleibenzin und Waschen auf der Straße sind heute ebenso out wie Fuchsschwanz und Wackeldackel. Vom Blitzschlag bis zum Radioklau: So mancher Aufreger rund ums Auto scheint so vergessen wie die einst kultigen Manta-Witze. Oder doch nicht? Charmant, nachdenklich und witzig kommentieren Anneke Kim Sarnau, Florian Martens, Cherno Jobatey, Rhea Harder-Vennewald. Irgendwie sieht man sie nicht mehr, die Feinripp-behemdeten Familienväter, die jeden Samstag ihr Auto in der Garageneinfahrt mit zahllosen Mittelchen und weichen Tüchern zärtlich säubern und polieren. Denn das händische Autowaschen ist so gut wie weg, seit es Waschanlagen mit weichen Bürsten und das ein oder andere Verbot gibt. Ebenfalls weg: verbleites Benzin. Heute total selbstverständlich, in den 1980ern aber sorgte bleifreier Sprit für Herzrasen bei motorisierten Menschen. "Das war dann mal weg" erzählt die Geschichte vom verbleiten Benzin und erklärt, wie das Zeug da überhaupt reinkam. Außerdem widmet sich die Sendung der Geschichte des Quick-out-Autoradios - einer wunderbaren Erfindung der frühen Autozeit, deren praktische Anti-Klau-Funktion erst mit der Reisewelle der 1960er entdeckt wurde. Und wer immer schon mal wissen wollte, warum viele Autos früher ein Schwänzchen an der Stoßstange hatten - "Das war dann mal weg" verrät, was es damit auf sich hatte. Außerdem: Was ist aus Must-have-Accessoires wie Fuchsschwanz, Klorollenhut und Wackeldackel geworden?