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TV Programm für ZDFinfo am 06.07.2026

Ermittler! 04:15

Ermittler!: Verräterische Details

Recht und Kriminalität

"Hilfe, kommen Sie schnell, ich wurde ausgeraubt!" So meldet sich Irina J. am 16. Dezember 2013 bei der Polizei. Die Betreiberin eines Schnellimbisses wurde offenbar Opfer brutaler Räuber. Als die Ermittler am Schnellrestaurant eintreffen, entdecken sie die stark unterkühlte Geschäftsführerin. Sie wurde bei minus 23 Grad von den Tätern ins Kühlhaus gesperrt und mit Wasser übergossen. Ein Mordversuch. Dann weisen die Spuren in eine andere Richtung. Olivenförmige Bohrlöcher in Fensterrahmen und Terrassentüren sind um die Jahrtausendwende das Markenzeichen des sogenannten Fensterbohrers, einem Einbrecher, der in halb Europa für Angst und Schrecken sorgt. Er kommt, wenn die Bewohner schlafen, und setzt sich zu ihnen ans Bett. Er isst und trinkt in den Häusern, die er heimsucht, und trägt dabei die Hausschuhe seiner Opfer. Spezialeinheiten jagen ihn jahrelang - erfolglos -, bis es in Wiesbaden zu einer überraschenden Begegnung kommt. In Frankfurt am Main wird 1994 ein Optiker überfallen und ermordet. Obwohl die Täter zahlreiche Spuren hinterlassen und sogar von Zeugen gesehen werden, können sie nicht gefasst werden. Als der Fall 23 Jahre später auf dem Tisch des DNA-Experten Harald Schneider landet, kommt endlich Bewegung in die Ermittlungen. In der Asservatenkammer liegen noch zwei Schals, mit denen das Opfer geknebelt wurde. Doch diese wurden für eine Fernsehsendung zwischenzeitlich gewaschen. Sind damit alle Spuren der Täter für immer verloren? Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

Ermittler! 05:00

Ermittler!: Von langer Hand geplant

Recht und Kriminalität

Wird ein Verbrechen im Affekt begangen, macht der Täter häufig Fehler. Werden Taten von langer Hand geplant, wird es für die Kommissare ungleich schwerer, sie aufzuklären. So wie in einem Fall in Baden-Württemberg. Zwei Auftragskiller ermorden einen 19 Jahre alten Albaner. Das Motiv: Blutrache. Kommissar Michael Bauer und seine Kollegen von der Kripo Ulm stehen vor dem ungewöhnlichsten Fall ihrer Laufbahn. Auch in Berlin haben mehrere Täter über Monate einen Plan ausgeheckt. Ihr Ziel: eine weltberühmte Goldmünze im Bode-Museum. Aber wie gelingt es ihnen, die hundert Kilogramm schwere Münze zu stehlen? Das beschäftigt René Allonge, den Ersten Kriminalhauptkommissar des Dezernates für Kunstraub. Und in Dänemark glaubt ein Mann, den perfekten Mordplan zu haben: Er begräbt zwei Leichen im Sand im Schutze eines Campingzeltes. Doch er unterschätzt die Hartnäckigkeit von Kommissar Bent Isager-Nielsen und seinen Kollegen. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

Ermittler! 05:45

Ermittler!: Tragische Zufallsbegegnungen

Recht und Kriminalität

In Alltagssituationen wiegen sich Menschen häufig in Sicherheit. Doch die kann trügerisch sein. Denn aus dem Nichts heraus können Menschen plötzlich zum Verbrechensopfer werden. In Wien geht ein extrem gefährlicher Täter um. Er attackiert obdachlose Menschen, die vollkommen arg- und wehrlos sind. Und in Trier ist ein alleinstehender Mann auf der Suche nach Liebe und Zuneigung. Das nutzen skrupellose Täter für ihre Pläne aus. Ein scheinbar beschaulicher Abendspaziergang wird für ein dänisches Ehepaar zur mörderischen Falle. Denn auch die beiden Skandinavier werden Opfer einer tragischen Zufallsbegegnung. Für die Ermittler ist es ein nervenaufreibender Wettkampf gegen die Zeit, denn die Täter können jederzeit wieder zuschlagen. Die Doku-Serie "Ermittler!" begleitet Kommissare, Staatsanwälte und Rechtsmediziner bei der Lösung ihrer spektakulärsten Fälle. Erstmals öffnen sie dafür ihre Ermittlungsakten und zeigen Tatortfotos sowie Polizeivideos. Und sie berichten, wie sie den Tätern auf die Spur gekommen sind.

Ermittler! 06:30

Ermittler!: Versteckspiel

Recht und Kriminalität

Es ist der 7. September 2013, als die Hanauer Kommissarin Judith Johne aus dem Schlaf gerissen wird. Sie muss zu einem Einsatz in ein ruhiges Wohnviertel Hanaus. Anscheinend hat ein Schusswechsel stattgefunden. Eine schwer verletzte männliche Person ist bereits mit dem Notarztteam auf dem Weg in die Klinik, als die Kommissare eintreffen. In der Klinik verstirbt der Verletzte kurz darauf an seinen Schusswunden. Bei dem Opfer handelt es sich um den vierfachen Familienvater Jürgen V., 53 Jahre alt. Seine Ehefrau berichtet den Beamten, es habe um 23.30 Uhr an der Haustür geklingelt. Ihr Mann habe öffnen wollen und sei durch die gläserne Haustür von mehreren Schüssen getroffen worden und zusammengesackt. Wer hätte Grund gehabt, den unbescholtenen Familienvater auf diese Weise hinzurichten? Oder war es eine Verwechslung? Es wird Judith Johne und ihren Kollegen Berndt Fischer fünf Jahre harter Ermittlungsarbeit und viele Nerven kosten, bis sie den feigen Mord durch die Haustür endlich aufklären können. Ein weiterer Fall in Hagen: Es ist der 9. November 2006. Bei der Polizei geht ein Notruf ein. Eine Frau berichtet von einem Überfall, maskierten Männern und ihrem Mann, der in einer großen Blutlache liege. Umgehend machen sich Mordermittler Michael Koza und seine Kollegen auf den Weg zu der Villa. Hier finden sie ein großes Chaos, die verletzte Anruferin und deren Mann vor. Es handelt sich um den Hagener Geschäftsmann Wolfgang S. - der 55-Jährige ist tot. Seine Frau steht völlig unter Schock. Sie berichtet den Beamten, sie sei von einer Geschäftsreise gekommen. Als sie das Haus betrat, sei sie vermutlich von zwei Männern überfallen worden. Ihr sei eine Flüssigkeit ins Gesicht gespritzt worden, und sie sei zusammengeschlagen worden. Die Männer zwangen sie, den Tresor zu öffnen, schleppten sie anschließend in den Keller und ließen sie dort liegen. Nach einiger Zeit habe sie sich wieder hinauf getraut und ihren Mann gefunden. Die Verletzte wird umgehend ins Klinikum zur Behandlung gebracht. Parallel wird ein Großaufgebot von Beamten eingesetzt, um die Stadt auf mögliche Flüchtige zu durchkämmen - ohne Erfolg.

Leschs Kosmos 07:00

Leschs Kosmos: Spektakuläre Aussicht - Hausbau auf dem Mond

Wissenschaft

Verschiedene Nationen planen eine bemannte Rückkehr zum Mond - und zwar für länger. Die Ideen für den Hausbau sind ein erster Schritt zur dauerhaften Besiedlung des Erdtrabanten. Ein Haus auf dem Mond: Welche Herausforderungen sind zu meistern, wofür hat die Wissenschaft Lösungen? Harald Lesch will es wissen. Zunächst stellen sich Fragen wie für Häuslebauer auf der Erde: nach Lage, Wohnfläche und Bauweise. Doch dann ist die Forschung gefragt. Als Kind hatte sich Harald Lesch bei der NASA beworben. Er wollte Astronaut werden, da gab es gar keine Frage. Daraus wurde zwar nichts, aber zum Mond möchte er immer noch, am liebsten etwas länger als nur für einige Stunden. Knapp 50 Jahre, nachdem amerikanische Astronauten zum ersten Mal den Mond betraten, ist er mit diesem Wunsch nicht allein. Doch: Wie wirkt sich die geringere Schwerkraft auf die Architektur aus, und welches Baumaterial ist geeignet? Auf welcher Seite des Mondes soll das Haus stehen? Und: Wie bekommen wir überhaupt die schweren Baumaschinen nach oben? Vieles ist auf dem Mond etwas komplizierter als auf der Erde, aber unmöglich wäre der Hausbau nicht. Der Mond-Nordpol rückt dabei immer mehr in den Fokus der Forscher. Hier könnte man Sonnenenergie optimal nutzen, und sogar Wasser wurde in dieser Region entdeckt. Als erste Basis wären auch erkaltete Lavahöhlen denkbar, die dort erst kürzlich entdeckt wurden. In einer Höhle wären die ersten Siedler gegen die Meteoritenschauer geschützt, die immer wieder auf der Mondoberfläche niedergehen. Harald Lesch verlässt das "Leschs Kosmos"-Studio. Er reist dorthin, wo er Antworten auf die Fragen erwartet, und erfährt, wie sein Haus auf dem Mond irgendwann tatsächlich entstehen könnte. Über ein Problem, das so viele Hausbesitzer auf der Erde haben, muss man sich auf dem Mond in den nächsten Jahrzehnten nicht den Kopf zerbrechen - Streit mit den Nachbarn.

Das Universum - Eine Reise durch Raum und Zeit 07:30

Das Universum - Eine Reise durch Raum und Zeit: Ursprung des Lebens - Eine Reise durch Raum und Zeit

Astronomie

Das Leben auf der Erde und die Sterne über uns sind untrennbar miteinander verbunden. Doch wie entstand das Leben aus den kleinsten Bausteinen - den Atomen? Wissenschaftler gehen dem Ursprung des Lebens auf den Grund. Die Reise der Atome erstreckt sich über Zeit und Raum. Wie kamen diese chemischen Bausteine letztlich zusammen, um Leben zu schaffen? Die Antwort hierauf ist umstritten. Gab es seltsame vulkanische Brutstätten unter dem Meer - oder kam das Leben vielleicht doch von einem anderen Planeten? Stammen wir von Außerirdischen ab? Und könnte es da draußen noch andere Lebensformen geben, die die gleichen Fragen über ihren Ursprung stellen? Wissenschaftler versuchen, Antworten auf diese Fragen zu finden.

Eine Reise durch das Sonnensystem 08:15

Eine Reise durch das Sonnensystem: Dunkle Welten

Astronomie

Jenseits der Planeten verbergen sich Welten, eingehüllt in Dunkelheit. Außerhalb der Reichweite selbst der stärksten Teleskope liegen kaum erforschte, geheimnisvolle dunkle Orte. Unser Sonnensystem besteht nicht nur aus Himmelskörpern in der Nähe der Sonne. Es ist vielmehr ein riesiges Gebilde, das sich weit ins All erstreckt. Und es umschließt Welten, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Hinter dem Mars liegt das erste Reich der dunklen Welten. Über eine Million Asteroiden ziehen zwischen Mars und Jupiter ihre Bahnen. Darunter Ceres, der größte von ihnen. Man geht davon aus, dass es unter der Oberfläche von Ceres Salzwasserbecken gibt, was ihn zu einem Kandidaten bei der Suche nach Leben macht. Jenseits des Asteroidengürtels, vorbei an Jupiter, Saturn und Uranus, liegt der Planet, der am weitesten von der Sonne entfernt ist: Neptun. Begleitet von einem ganz besonderen Mond, der möglicherweise woanders entstanden ist - weiter draußen. Denn bei Neptun endet unser Sonnensystem nicht. Mehr als eine Milliarde Kilometer weiter draußen liegt Pluto. Und er ist nicht allein, neben ihm gibt es dort Hunderttausende andere Dunkle Welten, die den Kuipergürtel bilden. Bisher können Teleskope nicht viel weiter sehen. Doch 2018 wurde ein geheimnisvolles Objekt entdeckt, das noch weiter draußen liegt. Es trägt den Spitznamen "Farfarout". Und es gibt Anzeichen dafür, dass es in unserem Sonnensystem noch ein weiteres, weit entferntes, verborgenes Reich gibt. Kein Teleskop hat es je gesehen, und kein Raumschiff hat es je besucht. Doch wir wissen, dass es da draußen ist. Denn immer wieder kommen Teile davon auf uns zu. Sie tauchen aus der Dunkelheit auf und erhellen wochenlang unseren Himmel - Kometen. Ihre Flugbahn beweist die Existenz des größten und geheimnisvollsten Bereiches unseres Sonnensystems: die Oortsche Wolke. Eine Reise zu den rätselhaften und vielfältigen Welten im Sonnensystem. Zahlreiche Weltraummissionen erkunden unsere kosmische Nachbarschaft. Sie liefern spektakuläre Bilder und neue Erkenntnisse.

Eine Reise durch das Sonnensystem 09:00

Eine Reise durch das Sonnensystem: Eisige Welten

Astronomie

Eine Reise zu den kältesten und entlegensten Welten des Sonnensystems. Orte, an denen sich Eis sonderbar verhält. Es könnte sogar eine Umgebung geschaffen haben, in der Leben möglich ist. In diesen fernen Regionen ist Eis weit mehr als nur gefrorenes Wasser. Unter dicken Eisschichten könnten sich Ozeane aus flüssigem Wasser befinden, erwärmt durch geologische Aktivität. Die Eiswelten könnten helfen, einige unserer grundlegendsten Fragen zu beantworten. Der erste Halt ist ein Zwergplanet, der unser Verständnis von Physik und Geologie herausfordert. Gewaltige Berge, die vollständig aus Eis bestehen, treiben über die Oberfläche. Doch sie bestehen nicht aus dem zerbrechlichen, durchscheinenden Eis, das wir von der Erde kennen, sie sind feste, unnachgiebige Strukturen. Weiter Richtung Sonne findet sich der Eisriese Uranus, der ein spektakuläres Naturschauspiel bietet. Ein buntes Leuchten, das dem Polarlicht auf der Erde ähnelt. Doch auf Uranus ist dies eine besonders ungewöhnliche Form von Eis. In den Saturnringen tummeln sich unzählige eisige Welten. Darunter ein Mond, der durch einen scharfen Schwarz-Weiß-Kontrast gekennzeichnet ist. Ein Produkt extremer Umweltbedingungen und Jahrtausende dauernder Prozesse. Auch unter Jupiters Monden findet sich eine Eiswelt. Europa ist sogar besonders vielversprechend bei der Suche nach Leben außerhalb der Erde. Er verfügt über riesige Ozeane unter einer dicken Eisdecke und eine Gezeitenheizung. Wer weiß, welche seltsamen Formen außerirdischen Lebens in diesen verborgenen Meeren schwimmen könnten, die sich an völlige Dunkelheit und extreme Bedingungen angepasst haben? Eine unsichtbare Grenze im Sonnensystem sorgt dafür, dass Eis in Körpern, die sie übertreten, verdampft. Das führt zu einem besonders eindrucksvollen Phänomen, das auch von der Erde aus beobachtet werden kann: Kometen. Doch auch innerhalb dieser Grenze existiert Eis. Und das Eis auf der Erde hat ganz besondere Eigenschaften, ohne die es vermutlich heute kein Leben mehr auf unserem Planeten gäbe. Aber möglicherweise ist die Erde doch nicht so einzigartig, wie wir denken. Vielleicht entsteht und überlebt Leben in irgendeiner Form selbst in den lebensfeindlichsten Umgebungen, die man sich vorstellen kann. Eine Reise zu den rätselhaften und vielfältigen Welten im Sonnensystem. Zahlreiche Weltraummissionen erkunden unsere kosmische Nachbarschaft. Sie liefern spektakuläre Bilder und neue Erkenntnisse.

heute Xpress 09:43

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Eine Reise durch das Sonnensystem 09:45

Eine Reise durch das Sonnensystem: Sturmwelten

Astronomie

Weit draußen im Sonnensystem spielt das Wetter verrückt. Auf fernen Planeten und Monden herrschen extreme Klimazonen und dramatische Phänomene. Sie gestalten kuriose Landschaften. Diese Welten mögen weit entfernt und lebensfeindlich sein, aber die Kräfte, die sie beherrschen, ähneln denen, die einst auch die Erde formten. Die Gewalttätigkeit dieser Orte bildet einen Kontrast zu dem empfindlichen Gleichgewicht, das bei uns Leben ermöglicht. Unser Nachbarplanet Venus sieht aus der Ferne fast friedlich aus. Doch aus der Nähe zeigt er sein wahres Gesicht. Dichte Wolken aus Schwefelsäure und Temperaturen um 460 Grad Celsius machen die Venus zu einem höllischen Ort. Auch der äußerste Gesteinsplanet Mars ist lange nicht so still, wie er scheinen mag. Gigantische Staubteufel ziehen über seine Oberfläche hinweg. Und hinterlassen Spuren, die aus dem All sichtbar sind. Eine Sturmwelt von ganz anderen Ausmaßen findet sich jenseits des Asteroidengürtels. Der größte Planet unseres Sonnensystems: Jupiter. Gigantische Blitze zucken durch seine Atmosphäre. Doch woher kommt ihre Energie? Auch auf dem geheimnisvollen Saturnmond Titan lassen sich bizarre Wetterphänomene bestaunen. Dort fällt monsunartiger Regen aus Methan auf weite Ebenen aus gefrorenem, fremdartigem Terrain. Methanflüsse durchschneiden das Eis auf dem Mond und bilden Kanäle, die auf unheimliche Weise vertraut aussehen, aber gleichzeitig völlig anders sind als alles, was wir von der Erde kennen. Die Sturmwelten stellen eine ungezähmte und entfesselte Natur zur Schau - sie zeigen, was passieren kann, wenn atmosphärische Kräfte nicht durch Ozeane oder Landmassen kontrolliert werden, so wie auf der Erde. Eine Reise zu den rätselhaften und vielfältigen Welten im Sonnensystem. Zahlreiche Weltraummissionen erkunden unsere kosmische Nachbarschaft. Sie liefern spektakuläre Bilder und neue Erkenntnisse.

Eine Reise durch das Sonnensystem 10:30

Eine Reise durch das Sonnensystem: Wundersame Welten

Astronomie

In der unermesslichen Weite des Sonnensystems gibt es Welten, die sich jeder Erklärung entziehen. Seltsame Planeten und Monde, Außenseiter und Sonderlinge mit eigenartigen Formen und Größen. Aus einer Gas- und Staubwolke ließ die Schwerkraft unseren Stern und die Planeten und Monde um ihn herum entstehen. Seither hat sie diese Welten weiter geformt und bizarre Körper entstehen lassen. Unsere kosmische Nachbarschaft ist seltsamer, als wir uns sie vorstellen. Weit draußen, jenseits von Neptun, liegt der Kuipergürtel. Dort findet sich einer der ungewöhnlichsten Körper im Sonnensystem: ein eiförmiger Zwergplanet - eine Welt, die es eigentlich gar nicht geben dürfte. Die meisten Planeten und Monde werden durch ihre eigene Schwerkraft rund geformt. Doch Haumea widersetzt sich dieser Konvention. Ein anderer bizarr aussehender Körper umkreist Uranus. Die Oberfläche des Mondes trägt die Narben einer gewalttätigen Vergangenheit. Sie scheint aus verschiedenen Fragmenten zusammengesetzt, wie ein Flickenteppich. Auch diese seltsame Welt wurde durch Gravitationskräfte geformt. Das gilt auch für eine weitere seltsame Welt, ein kleiner Mond inmitten der Saturnringe. Seine Form ähnelt einer Walnuss, andere sehen in ihm gar eine Tortellini. Er mag an außerirdisches Leben oder futuristische Raumschiffe erinnern, doch auch er ist das Ergebnis natürlicher Prozesse, die für die Vielfalt der Himmelskörper im Sonnensystem verantwortlich sind. Selbst die kleinsten und seltsamsten Objekte enthalten Hinweise auf die größeren Geheimnisse des Universums. Ihre Erforschung hilft Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, zu verstehen, wie Gravitationskräfte Welten formen. Eine Reise zu den rätselhaften und vielfältigen Welten im Sonnensystem. Zahlreiche Weltraummissionen erkunden unsere kosmische Nachbarschaft. Sie liefern spektakuläre Bilder und neue Erkenntnisse.

Eine Reise durch das Sonnensystem 11:15

Eine Reise durch das Sonnensystem: Vulkanwelten

Astronomie

Im Sonnensystem erschaffen Vulkane dynamische Welten. Planeten und Monde, beherrscht von Feuer und Eis. Fremde Landschaften mit gigantischen Vulkanen, deren Eruptionen bis ins All reichen. Von entfernten Monden im Schatten eisiger Riesen bis zu unserer Erde. Dort hat tektonische Aktivität die Entwicklung und den Fortbestand von Leben ermöglicht. Auf der Suche nach Spuren von Leben an anderen Orten müssen wir verstehen, was Vulkanwelten aktiv macht. Der erste Halt ist der Mars. Auf seiner Oberfläche befinden sich die größten Vulkane im Sonnensystem. Sie sind vor langer Zeit erloschen - nur warum? Ungewöhnliche sechseckige Felsformationen inmitten von uralten Lavaströmen auf dem Mars geben einen spannenden Hinweis darauf. Vom Mars geht es weiter in das Reich von Jupiter und seiner vielen Monde. Unter ihnen befindet sich der vulkanisch aktivste Planet unseres Sonnensystems: Io. Der winzige Mond hätte seine innere Hitze schon lange verloren haben sollen, doch Io ist so aktiv, dass riesige Rauchfahnen aus seiner Oberfläche ausbrechen. Jenseits von Jupiter scheint es keine weiteren Welten mit geschmolzenem Gestein zu geben, das an die Oberfläche austritt. Raumsonden haben jedoch Hinweise auf Eisausbrüche gefunden. Der winzige Mond Enceladus umkreist Saturn mit einer glitzernden, gefrorenen Eishülle. Unter ihr könnten alle Zutaten für die Entwicklung von Leben vorhanden sein. Eisvulkane wurden sogar jenseits des Saturns entdeckt, auf Neptuns gefrorenem Mond Triton. Das macht ihn zur am weitesten entfernten aktiven Vulkanwelt, die in unserem Sonnensystem bisher entdeckt wurde. Die letzte Vulkanwelt liegt ganz in unserer Nähe: Venus. Unser Nachbarplanet ist von einer Reihe seltsamer und exotisch geformter Vulkane bedeckt. Aber die heiße Welt ist schwer zu erforschen, sodass lange unklar war, ob einer ihrer 85.000 Vulkane noch aktiv ist. Aktuelle Daten liefern neue Hinweise. Eine Reise zu den rätselhaften und vielfältigen Welten im Sonnensystem. Zahlreiche Weltraummissionen erkunden unsere kosmische Nachbarschaft. Sie liefern spektakuläre Bilder und neue Erkenntnisse.

Gefährlicher Weltraumschrott Auf Kollisionskurs mit Satelliten 12:00

Gefährlicher Weltraumschrott Auf Kollisionskurs mit Satelliten

Dokumentation

Rasend schnell und unkontrolliert: Millionen von Schrottteilen kreisen im Orbit. Kollisionen sind nahezu unvermeidlich. Das birgt Gefahren - im Weltraum und auch auf der Erde. Stößt Weltraummüll mit Satelliten zusammen, können Kommunikationswege, Luft- und Seeverkehr zum Erliegen kommen. Mit jedem Satelliten wächst das Kollisionsrisiko. Auch herabfallender Schrott kann für Mensch und Tier zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden. Bei der französischen Raumfahrtagentur CNES befindet sich eines der wichtigsten Zentren für die Überwachung des Weltraums. Experten ermitteln die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen sämtlicher Satelliten und informieren die Betreiber, wenn Gefahr droht. Die Satelliten können dann umgelenkt werden. Das Problem: Die Umlenkung verkürzt ihre Lebensdauer. Dennoch wird in den nächsten Jahren eine neue Flotte von bis zu 100.000 Satelliten erwartet. Der Verkehr im All steigt, und das Risiko von Kollisionen mit Weltraumschrott wird immer größer. Nicht nur die Raumfahrt ist gefährdet: Trümmerobjekte in weniger als 500 Kilometern Höhe fallen innerhalb weniger als 25 Jahren auf die Erde zurück. Die meisten verglühen dabei - aber nicht alle. Bislang kamen dabei keine Menschen ums Leben, aber durch die wachsenden Aktivitäten im Weltraum dürfte es nur eine Frage der Zeit sein. Die Zahl der Trümmer steigt exponentiell. Zufällige Kollisionen im Orbit führen zu einer Kettenreaktion: Es entstehen unzählige neue Trümmer, die wiederum zu neuen Kollisionen führen. Die zukünftige Nutzung des Weltraums wird dadurch unmöglich. An einer möglichen Lösung arbeiten Experten am Teide-Observatorium auf Teneriffa: Mit dem sogenannten Laser-Momentum-Transfer sollen Trümmerobjekte in neue Umlaufbahnen gelenkt werden, und gefährdete Satelliten bleiben unberührt. Was passiert aber mit den Schrottteilen, die nicht umgelenkt werden können? Eine Antwort liefern Schweizer Ingenieure, die im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA an der ersten Reinigungsmission arbeiten. Eine Einzellösung, die das globale Problem nicht beseitigt. Hierzu muss der Weltraum nachhaltiger genutzt werden - durch langlebigere Satelliten und Mittel, um Satelliten im All zu reparieren. Zur Vermeidung von Weltraumschrott fehlen jedoch bislang rechtsverbindliche Regeln und internationale Raumfahrtgesetze.

Tatort Steinzeit 12:45

Tatort Steinzeit: Deutschland vor 7000 Jahren

Dokumentation

Immer wieder stoßen Forscher auf die Spuren von Gewalt, die in diesem Ausmaß aus früheren Epochen unbekannt sind. Wer waren die Opfer und wer die Täter? Ausgehend von spektakulären Funden prähistorischer Massengräber in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niederösterreich entwirft der Film ein Panorama der damaligen Lebenswelt. Einer Epoche, in der Menschen auf dem Gebiet Deutschlands erstmals sesshaft wurden. 2013 entdecken Forscher bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt ein Massengrab mit elf Skeletten aus der Jungsteinzeit. Spuren an den Knochen zeugen von gezielter Tötung von Gefangenen. Es zeigt, dass die Auseinandersetzungen der frühen Ackerbauern mit großer Brutalität geführt wurden. Was war der Grund? Stoßen die Archäologen auf die Spuren von Gewaltverbrechen oder gar von kultischen Opferungen? In anderen Teilen Deutschlands werden ähnliche Gräber gefunden. Die Menschen scheinen alle zur selben Zeit brutal ermordet worden zu sein. Was ist dort vor knapp 7000 Jahren passiert? Hat der Mensch damals den Krieg erfunden? Wissenschaftler sprechen von der "neolithischen Revolution", als sich etwa 9000 vor Christus im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds Menschen erstmals dauerhaft an einem Ort niederließen. Ungefähr 5500 Jahre vor Christus erreichte diese radikale Umwälzung in der Lebensweise der Menschen - nur vergleichbar mit der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert - auch Europa und erstreckte sich über ein Gebiet von der heutigen Ukraine im Osten bis zum Pariser Becken im Westen. Wo sich vorher noch Jäger und Sammler am Vorrat der Natur bedienten, wurden jetzt Hütten gebaut, Getreide kultiviert und Tiere gezüchtet. Siedlungen wuchsen, und der Handel florierte. Aber die Sesshaftwerdung führte offenbar zu neuartigen Konflikten. Denn jetzt entstand Privateigentum in einem Umfang, wie ihn die nomadisierenden Jäger und Sammler nicht kannten: Landbesitz, Häuser, Viehherden und so weiter. Mit dem Anspruch auf Eigentum schlich sich auch - das scheint die Botschaft der Massengräber zu sein - die Kehrseite des Besitzes ein, die Bereitschaft, ihn notfalls mit Gewalt gegen den Zugriff anderer zu verteidigen. Starke Klimaschwankungen am Ende der Jungsteinzeit, die auf Ernteausfälle und Notstände hinweisen, verstärkten die Konflikte. Müssen wir davon ausgehen, dass vor rund 7000 Jahren der Krieg in die Welt kam? Am Beispiel der Funde von Halberstadt und anderer Massengräber rekonstruiert die Dokumentation das Leben der Menschen vor 7000 Jahren. Viele Fakten überraschen, etwa die Zeugnisse eines schon existierenden Fernhandels, technische Fertigkeiten und Kenntnisse sowie die Hinweise auf eine komplexe Religion. Angelegt als kriminalistische Spurensuche bringt der Film dem Zuschauer eine kaum bekannte, aber enorm folgenreiche Epoche der Menschheitsgeschichte in ihrer ökonomischen, sozialen und spirituellen Komplexität nahe.

Sternstunden der Steinzeit 13:30

Sternstunden der Steinzeit

Dokumentation

Vom Faustkeil bis zur ersten Metropole - die Dokumentation erzählt von den großen Erfindungen der Menschheit. Dabei beantwortet der Film auch die Frage, wie wir wurden, was wir heute sind. "Sternstunden der Steinzeit" erweckt die frühesten Errungenschaften der Menschheit zum Leben, erklärt die Zusammenhänge der bahnbrechenden Erfindungen und zeigt, wie es dem Menschen immer wieder gelungen ist, die von der Natur gesetzten Grenzen zu überwinden. Alles beginnt in einem fruchtbaren Tal im Osten Afrikas. Vor 2,5 Millionen Jahren kommen dort die noch affenartigen Vorgänger des Homo sapiens auf die Idee, Steine zu bearbeiten, um mit ihnen Fleisch von Kadavern zu schneiden. Die Erfindung des Faustkeils ist die erste Sternstunde der Steinzeit, mit der die erstaunliche Odyssee des Menschen auf dem Weg in die Zivilisation beginnt. Das Fleisch liefert ein Plus an Proteinen und fördert so die Entwicklung des Gehirns. Damit ist die Voraussetzung für die zweite Sternstunde etwa eine Million Jahre später gegeben: die Zähmung des Feuers, von den Griechen später im Mythos des Prometheus verewigt. Die Dokumentation präsentiert die entscheidenden Erfindungen, die es dem Menschen ermöglicht haben, in seiner Umwelt zu überleben und sie nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Der Film beleuchtet aber auch alternative Stränge der Evolution und macht deutlich: Es hätte alles ganz anders kommen können. So besteht heute kaum noch Zweifel daran, dass unser Vetter, der Neandertaler, bereits die ersten Stufen der Zivilisation erklommen hatte: Er konnte sprechen und glaubte an ein Jenseits, ehe sein Weg abrupt endete. Der Film zeigt, wie Menschen auf der ganzen Welt unter ähnlichen Voraussetzungen zu ähnlichen Lösungen gekommen sind und wie sie unter besonderen Bedingungen einzigartige Formen der Zivilisation entwickelt haben. Mithilfe neuer wissenschaftlicher Methoden, etwa im Bereich der Paläogenetik, spürt der Film manchem Rätsel nach, das lange als unlösbar galt: Wann und wie wurde der erste Weizen domestiziert? Wie verhielten sich die Jäger und Sammler zu den frühen Bauern? Und wie sahen die ersten Europäer aus? Spektakuläre archäologische Entdeckungen belegen den erstaunlichen Erfindergeist unserer Vorfahren: Die ersten Waffen, 300.000 Jahre alte Holzspeere, sind bereits perfekt ausgearbeitet. Die ältesten Kunstwerke, 40.000 Jahre alt, stellen Skulpturen von Menschen, Tieren und rätselhaften Mischwesen dar. Das älteste Monumentalgebäude der Menschheit, Göbekli Tepe, wurde vor 12.000 Jahren errichtet und war ein Ort des Feierns und heiliger Rituale. Die Funde zeigen eindrücklich, dass das spirituelle Denken ebenso wichtig war für die Entwicklung der Zivilisation wie das Verständnis für Technik. Der Film erzählt auch davon, dass manchmal ganz unscheinbare Erfindungen zu den Sternstunden der Zivilisation zählen: So ermöglichte erst die Erfindung der Nähnadel dem Menschen, vor 25.000 Jahren der Eiszeit zu trotzen und in die kalten nördlichen Weltregionen vorzustoßen. Und mit der Konstruktion der Speerschleuder nutzte der menschliche Geist erstmals das Gesetz der Kraftumwandlung - und erfand so die erste Maschine der Menschheit. Die Dokumentation "Sternstunden der Steinzeit" stellt die entscheidenden Zusammenhänge in der geistigen Evolution des Menschen dar, verfolgt die Ausbreitung der Zivilisation über den Globus und spannt den Bogen von der Beherrschung des Feuers bis hin zur Entstehung der ersten Hochkulturen.

Deutschland in der Urzeit 14:15

Deutschland in der Urzeit: Die Entstehung Europas

Dokumentation

Millionen Jahre Entwicklung: Wie hat sich die Gestalt des europäischen Kontinents im Laufe der Erdgeschichte verändert? Wann fand Deutschland darin seinen heutigen geographischen Platz? Durch viele Klimazonen ist Europa in Jahrmillionen gegangen. Entsprechend haben sich die Tiere verändert. Sind heute Füchse und Wildschweine Teil der Fauna, hatten vor langer Zeit Dinosaurier ihren natürlichen Lebensraum in Europa. Bis die große Katastrophe kam. Von der Karbonzeit bis heute hat sich Europa durch verschiedene Klimazonen entwickelt. Deutschland liegt zur Zeit der Dinosaurier Tausende Kilometer weiter südlich - am Äquator. Doch eine Katastrophe verändert das Klima extrem. Tropische Farnwälder entstehen, in denen riesige, bis zu zwei Meter lange Tausendfüßler leben. Eine spannende Dokumentation über die Geschichte der Entstehung des europäischen Kontinents.

Deutschland in der Urzeit 15:00

Deutschland in der Urzeit: Die ersten Menschen

Dokumentation

Nach dem Aussterben der Dinosaurier bestimmen die Säugetiere die Geschichte des europäischen Kontinents. Doch die Lebensbedingungen ändern sich schlagartig - die Tiere sind nicht mehr allein. Eine Eisschicht bedeckt fast ganz Europa. Während kurzer Wärmeperioden kehren die Wälder zurück und werden zur Heimat vieler Tiere. Der Homo heidelbergensis beginnt zu jagen, der Neandertaler folgt ihm. Menschliche Spezies prägen nun die Zukunft des Kontinents. Wechselnde Hitze- und Kälteperioden machen das Überleben nicht einfach, bald verschwinden die Neandertaler wieder. Die Gründe sind bis heute unbekannt. Die überlebenden Menschen verändern ihre Lebensweise: Waren sie früher wandernde Jäger und Sammler, werden sie nun sesshaft und passen ihre Umwelt an die eigenen Bedürfnisse an. Flüsse werden begradigt, Wälder gerodet und Straßen quer durch die natürlichen Lebensräume der Tiere geführt. Aus geologischer Sicht ist der Mensch erst seit wenigen Augenblicken auf der Erde, aber innerhalb dieser kurzen Zeit hat er den Planeten grundlegend verändert. Eine spannende Dokumentation über den europäischen Kontinent und die Menschen, die ihn geprägt haben.

Lady Sapiens - Auf den Spuren eines Steinzeit-Mythos 15:45

Lady Sapiens - Auf den Spuren eines Steinzeit-Mythos

Dokumentation

Beeren sammeln, Kinder hüten - lange Zeit wurden diese Aufgaben den Frauen der Steinzeit zugedacht. Neue Erkenntnisse aber zeigen: Die Frauen gingen jagen und führten ihre Clans an. Die Arbeitsteilung der Steinzeitmenschen war keineswegs streng getrennt wie bislang vermutet. Nicht nur die Männer gingen auf Mammutjagd, und Frauen saßen nicht ausschließlich am Feuer. Sie waren viel gleichgestellter, wie Forscherteams nun herausgefunden haben. 1872. In der Grotta del Caviglione, einer Höhle in Nordwestitalien, findet der Archäologe Émile Rivière ein prähistorisches Skelett. Offenbar ein Nachkomme des Homo sapiens, der vor rund 24.000 Jahren dort seine Jagdgründe hatte. Der robuste Knochenbau und Grabbeigaben wie Werkzeuge und Kopfschmuck lassen Wissenschaftler über ein Jahrhundert lang glauben, es handele sich um einen Mann. Erst in den 1990ern wird das Skelett mithilfe moderner Technik genauer untersucht. Tatsächlich deutet das ungewöhnlich breite Becken eher auf eine Frau hin, was inzwischen belegt werden konnte. Die Funde im Grab der "Dame von Caviglione" deuten darauf hin, dass sie eine höhere Stellung in ihrer Gesellschaft genoss: die einer Schamanin oder Häuptlingsfrau - ein Bild, das dem der Beeren sammelnden Steinzeitfrau widerspricht. Tatsächlich waren es zwar vor allem die Frauen, die Pflanzen, Früchte und Wurzeln sammelten, doch diese dienten nicht nur der Nahrung. Höchstwahrscheinlich kannten viele Steinzeitfrauen die heilende Wirkung bestimmter Pflanzen und stellten daraus Arzneien her; etwa Malve zur Unterstützung der Wundheilung sowie Mariendistel zur Entgiftung der Leber. Damit waren sie möglicherweise Gründerinnen der Medizin und Naturheilkunde. Welche aus heutiger Sicht modernen Rollen spielten die starken Frauen des Jungpaläolithikums noch? Eine archäologische Spurensuche, die neues Licht auf die prähistorischen Geschlechterrollen sowie ihr differenziertes gesellschaftliches Gefüge wirft.

Das Eiszeiträtsel - Warum starben die Riesentiere aus? 16:30

Das Eiszeiträtsel - Warum starben die Riesentiere aus?

Dokumentation

Am Ende der letzten Eiszeit sterben weltweit die meisten großen Tiere aus. Hat der Mensch sie ausgerottet, oder wurden sie Opfer einer Warmzeit? "Terra X" begibt sich auf Spurensuche. Die Dokumentation begleitet den niederländischen Eiszeit-Experten Dick Mol bei seinen Expeditionen. Er trifft auf Forscher in Europa, Kanada und den USA: Neue Funde belegen, dass die Kombination von Mensch und Klima viele Tiere an einen Kipppunkt trieb. Im Yukon Territory entdecken Paläontologen, dass höhere Temperaturen den Eiszeit-Giganten nicht erst vor 12.000 Jahren zusetzten. Im Lauf der Eiszeit traten solche Warmphasen immer wieder auf und dauerten rund 10.000 Jahre. Dann schrumpfte das kalte, trockene Grasland - der Lebensraum vieler großer Tiere. Mammuts und andere Eiszeit-Riesen mussten sich in Refugien zurückziehen und überlebten dort - ein Beweis für ihre Anpassungsfähigkeit. Der Klimawandel allein kann sie also nicht ausgelöscht haben. Doch am Ende der Eiszeit breitete sich der Mensch über die Erde aus. Knochen- und Erbgutanalysen zeigen nun erstmals, dass er tatsächlich eine Vorliebe für das Fleisch und das Fett der größten aller Eiszeit-Tiere hatte: Mammuts. Unsere Urahnen brauchten das darin enthaltene Vitamin D, um zu überleben. Rund 10.000 Menschen lebten damals in Europa. Das genügte, um Tiere schon früh unter Druck zu setzen, wie die Geschichte des Höhlenbären zeigt. Menschen jagten diesen Riesen regelmäßig, bis er schon lange vor dem Ende der Eiszeit ausstarb. Auch in New Mexico kommen neue Spuren des Überlebenskampfes der Großtiere ans Licht: Fußabdrücke, konserviert in der Gipswüste White Sands. Einst grasten dort Riesenfaultiere und Präriemammuts. Das lockte auch Menschen an. Die Forscher können aus den Spuren regelrechte Jagdszenen auf diese Tiere rekonstruieren. Sie wurden zum ersten Mal für diesen Film dokumentiert. Sogar Säbelzahnkatzen, mit einem Gewicht von bis zu 300 Kilogramm und 20 Zentimeter langen Eckzähnen die gefährlichsten Raubtiere der Eiszeit, gerieten in Amerika durch Menschen in Bedrängnis. Nicht, weil unsere Vorfahren sie jagten, sondern weil sie um die Beute konkurrierten. So ist der Mensch letztlich nicht allein verantwortlich für das Aussterben der Megafauna - aber er hat erheblich dazu beigetragen. Der Film erweckt mittels Computeranimationen Eiszeit-Giganten wie Wollhaarmammuts und Riesenfaultiere wieder zum Leben und zeigt auf, wie Forscher mit wissenschaftlicher Akribie und Spurensuche der Lösung eines der großen Rätsel der Erdgeschichte näher kommen.

Die Erben der Dinos 17:15

Die Erben der Dinos: Aufstieg der Vögel

Dokumentation

Vögel sind die vielfältigste Gruppe der Landwirbeltiere und direkte Nachfahren der Dinosaurier. Ihre genaue Entwicklung zu modernen Vögeln ist lange ein Rätsel, das nun entschlüsselt wird. Die Suche nach Vogel-Fossilien gestaltet sich als besonders schwierig, da ihre dünnen, zerbrechlichen Knochen selten erhalten bleiben. Doch seit den 1990er-Jahren ermöglichen außergewöhnliche Funde die Rekonstruktion der Evolution und der Flugfähigkeit der Vögel. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass viele Merkmale, die wir heute bei Vögeln beobachten, bereits bei ihren Dinosaurier-Vorfahren vorhanden waren. Schon der etwa rabengroße Archaeopteryx, der vor rund 150 Millionen Jahren lebte, vereinte Merkmale von Dinosauriern und modernen Vögeln. Er besaß gut entwickelte Zähne und einen langen knöchernen Schwanz, aber auch Federn und Flügel. Aufgrund seines Körperbaus glitt er vermutlich nur von erhöhten Positionen hinab - flugfähig wie heutige Vögel war er nicht. Das einzige vollständig erhaltene Exemplar wird in Solnhofen in Bayern entdeckt. Funde kompletter Vogel-Fossilien sind selten. Doch moderne 3-D-Scanverfahren ermöglichen es, selbst eingeschlossene und vollständig versteinerte Fossilien zu analysieren. Diese Funde geben Aufschluss über das frühe Flugverhalten der Urvögel und ihre Anpassung an eine sich wandelnde Umwelt. Der älteste bekannte moderne Vogel ist Asteriornis. Diese Gattung lebte vor etwa 67 Millionen Jahren und überlebte den Asteroideneinschlag, der das Aussterben der Dinosaurier verursachte. Eine Analyse seiner Fossilien zeigt: Asteriornis hatte keine Zähne und ernährte sich vermutlich ähnlich wie heutige Vögel. Wahrscheinlich überlebte er das Massenaussterben dank seiner geringen Größe und seiner vielseitigen Ernährungsmöglichkeiten. Die Geschichte der modernen Vögel beginnt bei den Dinosauriern. Mit aufwendigen Animationen lassen Expertinnen und Experten die Evolution der Vögel lebendig werden - von den ersten gefiederten Dinosauriern bis zu den vielfältigen Arten, die heute unseren Himmel bevölkern. Die zweiteilige Dokumentation präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse und lüftet die Geheimnisse hinter der Entwicklung der Vögel.

Die Erben der Dinos 18:00

Die Erben der Dinos: Herrscher der Lüfte

Dokumentation

Vor 66 Millionen Jahren beendete ein Asteroideneinschlag das Zeitalter der Dinosaurier. Vögel überlebten dank ihrer Anpassungsfähigkeit und entwickelten schnell eine große Artenvielfalt. Heute haben ihre 11.000 Arten fast alle Lebensräume erobert, auch die Lüfte. Dafür entwickelten sie Flügel und ein angepasstes Gehirn zur Navigation in drei Dimensionen. Ihre Intelligenz erweist sich als ein weiterer Erfolgsschlüssel. Auf der ganzen Welt gibt es Fundorte von Fossilien prähistorischer Vögel. Sie helfen der Wissenschaft, zu verstehen, was einen Tyrannosaurus Rex mit einem modernen Huhn verbindet - aber auch, was sie trennt. Die Forschung an modernen flugunfähigen Vögeln, wie beispielsweise Pinguinen, hilft, die evolutionären Schritte zu verstehen, die für den Flug erforderlich sind. Dafür gibt es zwei klassische Theorien: der Start vom Boden oder von Bäumen aus. Eindeutig geklärt ist die Entstehung des Vogelflugs bis heute nicht. Trotz offener Fragen bleibt eines klar: Die Geschichte der Vögel ist eine evolutionäre Erfolgsgeschichte. Sie meistern große Herausforderungen durch Umweltveränderungen und entwickeln sich stetig weiter. Nicht alle Vogelarten setzen sich durch - viele, wie etwa der flugunfähige, mannshohe Gastornis, der im Zeitraum vor 62 bis 43 Millionen Jahren lebte, verschwinden wieder. Doch die Vielfalt und Anpassungsfähigkeit der Vögel bleibt ein eindrucksvoller Beweis für die Resilienz des Lebens auf der Erde. Die Geschichte moderner Vögel beginnt bei den Dinosauriern. Mit aufwendigen Animationen lassen Expertinnen und Experten die Evolution der Vögel lebendig werden - von den ersten gefiederten Dinosauriern bis zu den vielfältigen Arten, die heute unseren Himmel bevölkern. Die zweiteilige Dokumentation präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse und lüftet die Geheimnisse hinter der Entwicklung der Vögel.

Legendäre Piraten 18:45

Legendäre Piraten: Bartholomew Roberts

Dokumentation

Bartholomew Roberts - er ist der letzte große Pirat des Goldenen Zeitalters und mit Abstand einer der erfolgreichsten. Mehr als 400 Schiffe hat er gekapert und dabei die halbe Welt umreist. Dabei ist Roberts - ein einfacher Seemann aus Wales - eher zufällig Pirat geworden. Als Howell Davis sein Schiff vor der Küste Afrikas angreift, wird Roberts gezwungen, sich dem walisischen Piraten anzuschließen. Nach dessen Tod wählt die Mannschaft ihn zum Kapitän. Es ist der Beginn einer beispiellosen, rauschhaften Piratenkarriere, die mehr als drei Jahre andauern wird. Zunächst überfällt und plündert Roberts die Insel Príncipe vor Westafrika. Anschließend segelt er nach Brasilien, wo er mit viel List und Geschick die Beute seines Lebens macht: Er kapert ein hochgerüstetes portugiesisches Handelsschiff, die "Sagrada Familia", obwohl dieses von einem großen Militärkonvoi begleitet wird. Roberts erbeutet einen riesigen Gold- und Silberschatz und könnte sich mit der Beute getrost zur Ruhe setzen. Doch der Pirat wider Willen hat Blut geleckt. Er segelt die Ostküste entlang nach Neufundland, zurück in die Karibik und quer über den Atlantik wieder nach Afrika; überfällt dabei Handelsschiffe, Kriegsschiffe, Fischerboote und Häfen. Er plündert, brandschatzt, nimmt Geiseln, kleidet sich dabei stets extravagant und geht voll und ganz in seiner Piratenrolle auf. Doch - wie die meisten Piraten des Goldenen Zeitalters - kann auch er seinen Reichtum nicht in Frieden und Gesundheit genießen. 1722 besiegelt ein englisches Kriegsschiff das Ende des walisischen Seeräubers vor der Küste Guineas - und mit ihm die goldenen Jahre der Piraterie. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.

Legendäre Piraten 19:30

Legendäre Piraten: Anne Bonny und Mary Read

Dokumentation

Anne Bonny und Mary Read - zwei Frauen, die sich kleiden wie Männer, kämpfen wie Männer und dabei ein Liebespaar sind. Jahrhunderte später werden sie zu Ikonen weiblicher Selbstbestimmung. Gemeinsam mit dem schillernden Captain Jack Rackham, Bonnys zweitem Ehemann, zieht das Trio kapernd und plündernd durch die Karibik. Ihre Karriere ist ebenso kurz wie dramatisch. Am Ende werden sie alle zum Tode verurteilt, doch nur Rackham endet am Galgen. Bonny und Read sind die wohl berühmtesten Piratinnen der Welt - und zwei absolute Ausnahmeerscheinungen in einer männerdominierten Welt. Bonny, die uneheliche Tochter eines reichen Plantagenbesitzers, muss in ihrer Kindheit Jungenkleider tragen und wird von ihrem Vater als entfernter Verwandter ausgegeben. Auch Read wächst als Junge auf. Denn nachdem ihr Bruder gestorben ist, muss sie in seine Rolle schlüpfen, damit die Familie weiterhin finanzielle Unterstützung von ihren Großeltern erhält. Beide entschließen sich, zur See zu fahren, beide heiraten, beide lassen sich scheiden oder verlieren ihren Mann - bis sich ihre Wege auf schicksalhafte Weise an Bord von Jack Rackhams Schiff, der "Revenge", kreuzen. Der Legende nach verlieben sie sich ineinander und werden das erste lesbische Piratinnenpaar der Geschichte. Als die "Revenge" 1720 von einem englischen Kriegsschiff angegriffen wird, ist die Crew zu betrunken, um sich des Angriffs zu erwehren. Nur Bonny und Read stehen "ihren Mann" und "kämpfen wie die Löwen" gegen die englische Übermacht. Sie werden gefangen genommen, vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. Doch während Rackham gehängt wird, haben Bonny und Read noch ein Ass im Ärmel, um dem Henker zu entgehen. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.

Legendäre Piraten 20:15

Legendäre Piraten: Blackbeard

Dokumentation

Blackbeard - kein Pirat ist so berüchtigt wie der englische Hüne mit dem schwarzen, rauchenden Bart. Er ist ebenso brutal wie gierig. Doch am Ende wird ihm sein Image zum Verhängnis. Blackbeard beginnt seine Seeräuberkarriere Anfang des 17. Jahrhunderts in der Karibik. Innerhalb kürzester Zeit wird er zur Legende - vor allem wegen seiner dämonischen Selbstinszenierung. Viele Kapitäne geben kampflos auf, wenn sie seine Flotte nur kommen sehen. Blackbeard tritt erstmals 1716 in der Karibik und an der amerikanischen Ostküste als Pirat in Erscheinung. Ein Jahr darauf erbeutet er ein französisches Handelsschiff und baut es zu einem Kriegsschiff um - zur "Queen Anne's Revenge". Sein nächster großer Coup ist die Belagerung von Charleston 1718 in South Carolina. Blackbeard blockiert den wichtigen Handelshafen rund eine Woche lang, beschlagnahmt vier Schiffe und nimmt die Mannschaften als Geiseln, um Medizin für sich und seine Crew zu erpressen. Die Aktion ist nur mäßig erfolgreich. Schlimmer noch für Blackbeard: Er hat damit die Obrigkeit gegen sich aufgebracht und ist ab sofort ein Gejagter. Als der englische König Georg I. allen Piraten, die sich von der Seeräuberei lossagen, eine Amnestie in Aussicht stellt, scheint sich Blackbeards Situation aufzuhellen. Er nimmt den Deal an. Doch schon kurze Zeit später wird der notorische Pirat wieder rückfällig und überfällt mehrere Schiffe vor der nordamerikanischen Ostküste. Blackbeards Wortbruch, seine verheerenden Angriffe, gepaart mit seinem dämonischen Auftreten, haben ihm bereits zu dieser Zeit den Ruf eingebracht, der Teufel in Person zu sein. Die englische Krone hat keine Wahl - sie muss ihn zur Strecke bringen. Der Mann für diese Aufgabe ist Kapitän Robert Maynard. Vor der Küste North Carolinas spürt er Blackbeard im November 1718 auf. Es kommt zum finalen Kampf zwischen Maynard und Blackbeard. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.

Legendäre Piraten 21:00

Legendäre Piraten: William Kidd

Dokumentation

William Kidd ist ein angesehener New Yorker Geschäftsmann und erfolgreicher Freibeuter. Doch das Leben des gebürtigen Schotten nimmt eine tragische Wendung und endet am Galgen. Ende des 17. Jahrhunderts nimmt Kidd Kurs auf den Indischen Ozean. Im Namen des Königs von England soll er Jagd auf französische Schiffe und Piraten machen, die die Flotte des Großmoguls von Indien wiederholt angreifen. Das Problem: Kidd macht keine Beute. Seine Mannschaft wird zunehmend unzufrieden und droht mit Meuterei. Als Kidd im Streit seinen Kanonier tötet, kippt die Stimmung an Bord endgültig. Die Crew, die keinen festen Sold bekommt, sondern nur eine Gewinnbeteiligung an der möglichen Beute, drängt ihren Kapitän, endlich ein Schiff zu kapern. Als Kidd ein voll beladenes armenisches Handelsschiff unter französischer Flagge entdeckt, wähnt er sich am Ziel. Doch als sie das Schiff entern, stellt sich heraus, dass der Kapitän Engländer ist. Kidd, der selbst unter finanziellem Druck durch seine englischen Geldgeber steht, kapert das Schiff. Er glaubt, im Recht zu sein, da das Schiff französische Papiere hat und dementsprechend unter seinen Kaperbrief fällt. Ein entscheidender Fehler. Sowohl der Großmogul als auch die einflussreiche East India Company wenden sich nach Kidds Kaperfahrt empört an den König von England und fordern Wiedergutmachung. Als Kidd nach New York zurückkehrt, wird er sogleich festgenommen und kurze Zeit später in London vor Gericht gestellt. Der Vorwurf: Piraterie und Mord an seinem Kanonier. Kidd verweist auf die französischen Papiere des Schiffes, die er seinerzeit an sich genommen hat, allerdings beim Prozess nicht vorzeigen kann. Er hofft auf seine einflussreichen Geldgeber, die selbst Teil der englischen Politelite sind. Doch seine früheren Protegés wenden sich von ihm ab, um ihre eigene Haut zu retten. Auch seine ehemalige Crew findet kein gutes Wort für ihn, was sein Todesurteil bedeutet. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.

Legendäre Piraten 21:45

Legendäre Piraten: Henry Morgan

Dokumentation

Henry Morgan gilt als Bilderbuchpirat: trunksüchtig, gewieft, brutal und vor allem extrem erfolgreich. Seine Kaperfahrten bringen ihm ein Vermögen ein - und die Macht über Jamaika. Mitte des 17. Jahrhunderts überfällt der walisische Pirat spanische Kolonien in der Karibik, darunter auch Panama-Stadt. Immer wieder setzt er sich über geltendes Recht hinweg und schafft es dennoch, die Unterstützung der englischen Krone nicht zu verlieren. Im Gegenteil: Statt ihn für seinen verheerenden Überfall auf Panama, der zu schweren diplomatischen Verwerfungen zwischen England und Spanien führt, ins Gefängnis zu stecken, schlägt König Charles II. ihn 1672 zum Ritter und ernennt ihn zum Vizegouverneur von Jamaika. Dort wird er zu einem der reichsten und einflussreichsten Männer, kauft sich drei Zuckerrohrplantagen und mehrt seinen Reichtum als unerbittlicher Sklavenhalter. Morgan baut als Vizegouverneur die Insel sukzessive zu einer stark gesicherten Festung aus, verwaltet sie in seinem Sinne und trägt maßgeblich zu ihrer wirtschaftlichen Entwicklung bei. Port Royal, die damalige Inselhauptstadt, entwickelt sich unter Morgans Ägide zu einem der wichtigsten englischen Zentren in der Neuen Welt und zieht Beamte, Geschäftsleute und Freibeuter gleichermaßen an. Als König Charles II. die Kaperfahrer strenger regulieren lässt, muss Henry Morgan sein Geschäftsmodell jedoch überdenken. Statt weiterhin auf Kaperfahrt zu gehen, jagt er - einer der gefürchtetsten Piraten der Karibik - nun seinesgleichen. Selbst Weggefährten, die "seine" jamaikanischen Gewässer unsicher machen, dürfen nicht mehr auf Gnade hoffen. Einer Sache bleibt er jedoch treu bis zum Schluss: dem Alkohol. Er stirbt 1688 an den Folgen seines jahrzehntelangen, exzessiven Alkoholkonsums. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.

Legendäre Piraten 22:30

Legendäre Piraten: John Ward

Dokumentation

John Ward - in seiner Heimat gilt er als "größter Halunke Englands". Ein einfacher Fischer, der sich als Pirat den Korsaren anschließt und das Mittelmeer in Angst und Schrecken versetzt. Ward, dessen Leben die Hollywood-Figur Jack Sparrow inspirierte, hat es durch viele Kaperfahrten zu großem Reichtum gebracht und die englische Krone an den Rand eines Krieges mit Venedig geführt. Der Deserteur und Islam-Konvertit ist ebenso unberechenbar wie genial. Wards Geschäftsmodell ist einfach, aber effektiv: Unter dem Schutz muslimischer Piraten - den Korsaren - kapert er Handelsschiffe im Mittelmeer, überzeugt die Besatzungen, sich ihm anzuschließen, und baut so eine stetig wachsende Schlachtflotte auf. Sein wohl größter Coup ist die Kaperung des venezianischen Handelsschiffes "Reniera e Soderina", damals eines der größten Schiffe in der Region. Die wertvolle Beute macht ihn auf einen Schlag reich - führt jedoch zu schweren diplomatischen Verwerfungen zwischen dem seinerzeit mächtigen Venedig und England. Obwohl Ward dem englischen König James I. einen Teil der Beute anbietet, um ihn gnädig zu stimmen, lehnt dieser eine Begnadigung des berüchtigten Freibeuters ab. Zu groß ist das Risiko, in einen Krieg mit der mächtigen Seerepublik Venedig zu schlittern. John Ward hat ein Problem: Er kann nicht mehr in seine Heimat England zurückkehren und ist fortan ein Gejagter. Aber Ward, der Zeit seines Lebens ein Meister der Neuerfindung gewesen ist, schafft es auch dieses Mal, ein scheinbar auswegloses Schicksal ins Positive zu drehen. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.

Legendäre Piraten 23:15

Legendäre Piraten: Grace O'Malley

Dokumentation

Piraten - in der Populärkultur sind dies meist furchtlose und goldhungrige Männer. Doch auch Frauen haben in der Freibeuterszene mitgemischt - etwa die irische Clanchefin Grace O'Malley. Fast ein halbes Jahrhundert lang verbreitet sie auf ihren Raubzügen in Irland und an der westeuropäischen Atlantikküste Angst und Schrecken. Sie behauptet sich in einer männerdominierten Welt, fordert die englischen Besatzer Irlands mit ihrem Widerstand heraus. Schon zu Lebzeiten macht sich Grace O'Malley einen Namen als talentierte Seefahrerin und brillante Strategin. Mit geschickten politischen Schachzügen und wagemutigen Überfällen kann sie ihren Machtbereich im Westen Irlands stetig vergrößern und sich die Unterstützung anderer Clans sichern. Selbst die rigide englische Regentin Queen Elizabeth I. - ihre größte Widersacherin - ist so angetan von der selbstbewussten Frau, dass sie ihr eine Audienz gewährt und sich beträchtliche Zugeständnisse von ihr abringen lässt. Noch heute gilt Grace O'Malley in Irland als Nationalheldin und Ikone des Widerstandes gegen die Engländer. Sie ist als "Piratenkönigin" in die Geschichte eingegangen. "Legendäre Piraten" erzählt von blutigen Plündereien, versteckten Reichtümern und unvergessenen Legenden. Es sind Geschichten der berüchtigtsten Seeräuber aller Zeiten, die einst die Weltmeere beherrschten und die uns bis heute faszinieren.