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TV Programm für ZDFinfo am 06.08.2026

Legionäre - Kämpfer für Rom 04:15

Legionäre - Kämpfer für Rom: Die Ausbildung

Geschichte

Wie sah die Lebensrealität eines römischen Legionärs aus? Archäologische Funde und Analysen zeichnen ein authentisches Bild vom Dienst in der Legion - jenseits aller Legenden. Vom harten körperlichen Training bis zum intensiven Umgang mit Waffen: Die ersten Dienstjahre als Legionär verlangten viel Disziplin. Der Dienst bot aber auch ein regelmäßiges Einkommen und Verpflegung. Und eine umfassende Ausbildung. Neben der Möglichkeit zum sozialen Aufstieg bot die Legion eine Ausbildung, die weit über das rein Militärische hinausging: Die jungen Legionäre lernten auch handwerkliche und organisatorische Fähigkeiten, die ihnen nach ihrer Dienstzeit nützlich waren. Was es bedeutete, Teil der mächtigen römischen Armee zu sein, zeigen die Filme am Beispiel von zwei Schauplätzen: Lugdunum (dem heutigen Lyon) und dem Kastell Vindolanda am Hadrianswall. Historische Fundstücke wie die Vindolanda-Tafeln geben intime Einblicke in offizielle und private Nachrichten und offenbaren die persönliche Seite des Soldatenlebens: Freundschaften, die Pflege kleiner Haustiere und sogar geheime Liebschaften, die trotz des Zölibats gepflegt wurden. Der Zweiteiler "Legionäre - Kämpfer für Rom" zeigt anhand von archäologischen Funden und lebendigen Reenactments die harte Ausbildung und das wahre Leben der römischen Soldaten abseits des Kriegermythos.

Legionäre - Kämpfer für Rom 04:45

Legionäre - Kämpfer für Rom: Alltag im Lager

Geschichte

Wie sah der Alltag eines römischen Soldaten aus? Abseits vom Ruhm, mit dem Rom seine Soldaten schmückte, war das Leben von harter Arbeit und strengen Regeln geprägt. Die Legionäre genossen die Vorteile der regelmäßigen Verpflegung, der finanziellen Sicherheit und des Schutzes der Lagerstrukturen. Zu den täglichen Aufgaben gehörten die Pflege der Waffen, die Instandhaltung des Lagers bis hin zu Kontrollgängen. Der Zweiteiler "Legionäre - Kämpfer für Rom" zeigt anhand von archäologischen Funden und lebendigen Reenactments die harte Ausbildung und das wahre Leben der römischen Soldaten abseits des Kriegermythos.

Die Armee schwuler Krieger 05:30

Die Armee schwuler Krieger: Thebens heilige Schar

Geschichte

300 Krieger, 150 Liebespaare - die Heilige Schar von Theben macht Geschichte: eine homosexuelle Elitearmee, die siegreich gegen Sparta kämpft. Wer hat sie gegründet und warum? Um den Zusammenhalt der Truppe zu stärken, wählt Thebens General Gorgidas ausschließlich schwule Paare aus. Er glaubt, dass Liebende in der Schlacht mehr füreinander einstehen als Nichtliebende. Ist die Homosexualität der Männer das Geheimnis ihres Erfolges? Die Armee der schwulen Krieger existiert zwischen 378 und 338 vor Christus und ist maßgeblich an militärischen Auseinandersetzungen gegen die Spartaner beteiligt. Die starke emotionale Bindung und die Kampferfahrung der Berufssoldaten führen zum Sieg Thebens über die Kriegsgegner - bis Alexander der Große auf den Plan tritt. Die Geschichte der einander liebenden Krieger war fast in Vergessenheit geraten. Im Jahr 2019 werden jedoch Grabungstagebücher aus dem 19.Jahrhundert entdeckt. Auch das Skelett eines gefallenen Helden wird gefunden. Eine internationale Gruppe von Archäologen und Historikern nimmt das 4. Jahrhundert vor Christus unter die Lupe. Es ist die Zeit, in der die Heilige Schar sich vier Jahrzehnte lang am Schlachtfeld behauptet. Selbst die als unbesiegbar geltenden Spartaner zwingen sie in die Knie. Fragen tun sich auf, und es zeigt sich ein ganz eigenes Konzept von Liebe und Krieg. Welche gesellschaftliche Bedeutung hatte die männliche Homosexualität in der Antike, und welche Konsequenzen erfolgten daraus? Die Heilige Schar von Theben - eine heldenhafte Eliteeinheit in der griechischen Antike, die aus 150 schwulen Männerpaaren bestand. Ihre Geschichte ist ebenso außergewöhnlich wie ihr militärisches Vermächtnis.

Die Armee schwuler Krieger 06:15

Die Armee schwuler Krieger: Kampf gegen Sparta

Geschichte

Unverbrüchlich halten sie zusammen - bis zum bitteren Ende. Im Jahr 338 vor Christus ist das Schicksal der Armee der schwulen Krieger entschieden. Welche Kriegslist hat sie besiegt? Es sind König Philipp II. von Makedonien und sein Sohn, der spätere Alexander der Große, denen die Heilige Schar in der Schlacht von Chaeroneia nichts entgegenzusetzen hat. Die Niederlage ist verheerend und endet in einem Blutbad. In der Schlacht von Chaeroneia geht auch die Heilige Schar von Theben unter, eine heldenhafte Einheit der Antike, bestehend aus 150 schwulen Männerpaaren. Rund drei Viertel der homosexuellen Soldaten verlieren dort ihr Leben. Sie werden am Schlachtfeld ehrenvoll begraben, und es wird ein Denkmal errichtet, der "Löwe von Chaeroneia". Die Geschichte um die Heilige Schar von Theben gerät in Vergessenheit, bis 1871 das Massengrab der Gefallenen entdeckt wird. Die zeitgenössische Berichterstattung über den Grabfund erwähnt allerdings nicht, dass es sich um Schwule handelt. Denn damals steht Homosexualität in vielen Ländern unter Strafe. 2019 werden Grabungstagebücher aus dem 19. Jahrhundert gefunden. Ein internationales Team von Archäologen und Historikern sucht nach Antworten auf die Frage, was zum Untergang der Heiligen Schar von Theben geführt hat. Welche Erklärung können die Experten geben, die das Schlachtfeld von Chaeroneia nach über 2000 Jahren untersuchen? Die Heilige Schar von Theben - eine heldenhafte Eliteeinheit in der griechischen Antike, die aus 150 schwulen Männerpaaren bestand. Ihre Geschichte ist ebenso außergewöhnlich wie ihr militärisches Vermächtnis.

Der Kokain-Coup - Jagd nach dem großen Deal 07:00

Der Kokain-Coup - Jagd nach dem großen Deal: Ein unbeschriebenes Blatt

Recht und Kriminalität

Im Juli 2018 macht der französische Zoll in der Karibik einen Sensationsfang: 1,5 Tonnen Kokain, versteckt in den Ballasttanks eines Segelbootes. Der Schmuggler - ein unbeschriebenes Blatt. Martin Lepage ist Kanadier, Mitte 50 und Rettungssanitäter im Ruhestand. Er ist Vater von zwei Söhnen und hat bislang ein unauffälliges Leben geführt. Er behauptet, von dem Kokain nichts gewusst zu haben. Ist er in eine Falle gelockt worden? Das Video geht damals um die Welt: Ein Rennsegelboot steht mitten in der Karibik in Flammen. Das Inferno wird vom französischen Zoll gefilmt, der das Boot kontrollieren wollte. Der Skipper Martin Lepage und sein Mitsegler haben sich in ihr Rettungsboot geflüchtet. Es gelingt dem Zoll, den Brand zu löschen. Als die Zöllner an Bord gehen, entdecken sie, versteckt in den Ballasttanks des Bootes, 50 große Päckchen Kokain. Die Segler und das Boot werden in den Hafen von Fort-de-France, der Hauptstadt des französischen Überseegebietes Martinique, gebracht. Noch nachts wird das Kokain gewogen, es handelt sich um gut 1,5 Tonnen. Martin Lepage und sein Mitsegler werden festgenommen und verhört. Wer ist Martin Lepage? Wurde dem gutmütigen Mann das Kokain untergeschoben, wie er behauptet? Der Rettungssanitäter aus Quebec hat immer von einer Weltumsegelung geträumt. Doch wie ist er an dieses teure Rennsegelboot gekommen? Die "Livie" ist in Seglerkreisen eine Ikone, das Boot hat viermal an der härtesten Einhandregatta der Welt, der "Vendée Globe", teilgenommen und ist sehr wertvoll. Womit hat Lepage das Boot bezahlt? Ist er verstrickt in einen internationalen Drogendeal, der viel zu komplex für ihn ist? Oder wurde ihm eine Falle gestellt? Die vierteilige Dokumentation rollt den spannenden Fall auf. Zöllner, der Staatsanwalt und ein Polizist geben Einblick in die damaligen Ermittlungen. Journalisten, die den Fall recherchiert haben, kommen zu Wort, genauso wie Freunde und Bekannte von Martin Lepage und sein Anwalt. Im Zentrum aber steht der Kanadier selbst, der seine abenteuerliche Geschichte erzählt.

Der Kokain-Coup - Jagd nach dem großen Deal 07:45

Der Kokain-Coup - Jagd nach dem großen Deal: Der große Plan

Recht und Kriminalität

Der verurteilte kanadische Kokainschmuggler Martin Lepage gibt zu, dass er bislang die Wahrheit verschwiegen hat. Er will nun erzählen, wie er den Schmuggel organisiert hat. Im Sommer 2016 ist er von einem Mitglied eines kanadischen Motorradklubs angesprochen worden, ob er interessiert sei, Kokain von den Antillen nach Kanada zu transportieren. Er soll damit 2000 Dollar pro Kilo verdienen. Lepage erklärt sich bereit. Zunächst soll es um etwa 300 Kilo gehen. Lepage sieht über 500.000 schnell verdiente Dollar und sich selbst als ganzen Kerl, der abenteuerlich über das Meer segelt. Zunächst braucht er ein Boot und wird in Frankreich fündig. Er entscheidet sich für ein berühmtes Rennboot, die "Livie". Das Boot hat mehrmals an der härtesten Einhandregatta der Welt teilgenommen und ist eine Ikone in Seglerkreisen. Lepage wird sich mit dem Vorbesitzer einig und lässt das Boot in Frankreich überarbeiten und umbauen. Warum entscheidet er sich für so ein auffälliges Boot? Woher hat er das Geld für den Kauf und teuren Umbau? Er zahlt alles in bar und kehrt den Lebemann heraus. Der mit dem Fall betraute Polizist Clément Godart rollt seine Untersuchungen auf. Er ist sich sicher, dass die Hells Angels hinter dem groß angelegten Drogendeal stehen. Lepage überquert mit einem Mitsegler den Atlantik mit Ziel Quebec. Als Zwischenziel steuern sie Martinique an. Die Insel ist eine Drehscheibe im internationalen Kokaingeschäft. Sie wollen dort zwei Wochen bleiben, das Kokain übernehmen und weitersegeln. Doch der Plan geht nicht auf. Ein Putschversuch in Venezuela führt zu Verzögerungen, dann macht die beginnende Hurrikan-Saison ein Weitersegeln unmöglich. Martin Lepage fliegt erst mal nach Hause und überlegt, das Boot wieder zu verkaufen. Will er aussteigen aus dem Geschäft? Er bekommt keine Chance dazu. Seine Auftraggeber lassen ihm keine Wahl.

Der Kokain-Coup - Jagd nach dem großen Deal 08:30

Der Kokain-Coup - Jagd nach dem großen Deal: Das böse Erwachen

Recht und Kriminalität

Kokainschmuggler Martin Lepage nimmt in der Karibik in einer spektakulären Umladung auf hoher See 1,5 Tonnen Kokain mit an Bord seines Segelschiffes und nimmt Kurs auf Kanada. Doch die Fahrt wird nach zwei Tagen gestoppt. Der französische Zoll hatte das Boot schon länger im Visier, da es monatelang verwaist im Hafen von Martinique lag. Lepage und sein Mitsegler versuchen vergeblich, das Boot mitsamt der brisanten Ladung zu versenken. Gegen Ende der Hurrikan-Saison ist Lepage von Kanada zurück nach Martinique geflogen, um seinen Schmuggelauftrag durchzuführen. An seiner Seite ist Langis Bélanger, ein ehemaliger Soldat, der im Afghanistankrieg gekämpft hatte. Sie erhalten von ihrem Auftraggeber eine verschlüsselte Nachricht mit GPS-Koordinaten für den Ort der Kokain-Übergabe auf hoher See. Weil er schlecht navigiert, kommt Lepage viel zu spät zum Treffpunkt, es ist zunächst keiner dort. Schließlich kommt ein venezolanisches Fischerboot mit der heißen Ladung. Zwei Tage später wird Lepage vom Zoll gestellt und festgenommen. Er verbringt seine Haft in Ducos auf Martinique, in einem der heruntergekommensten Gefängnisse Frankreichs. Die Haftbedingungen sind schlimm, das Gefängnis ist überbelegt, und es herrscht Gewalt. Lepage wird von den Mithäftlingen mit einigem Respekt behandelt, er bekommt den Spitznamen "Boss" - wegen der großen Menge Kokain, die er geschmuggelt hat. Lepage weiß nicht, wie lange er im Gefängnis sein wird. Wenn er Pech hat, 15 Jahre. Die Behörden ermitteln weiter. Natürlich wollen sie an die Hintermänner, doch Lepage schweigt. Er fürchtet um sein Leben. Während seiner Haft wird in Kanada sein Sohn ermordet. Ist es eine Warnung seiner Auftraggeber? Ist er indirekt schuld am Tod seines Sohnes?

Der Kokain-Coup - Jagd nach dem großen Deal 09:15

Der Kokain-Coup - Jagd nach dem großen Deal: Bis zum bitteren Ende

Recht und Kriminalität

Der Kanadier Martin Lepage wird nach seinem versuchten Schmuggel von 1,5 Tonnen Kokain in Martinique zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Es ist ein mildes Urteil, weil er Ersttäter ist. Nach drei Jahren kommt er bereits frei und kehrt nach Kanada zurück. Doch möglicherweise hat er bereits vorher schon Drogen geschmuggelt. Normalerweise beauftragen Netzwerke keine unerfahrenen Kuriere mit solch großen Mengen. Ist Lepage wirklich ein kleiner Fisch? Der Ablauf seines Schmuggelversuches ähnelt erstaunlicherweise einem geplatzten Schmuggel, bei dem Kanadier 2004 aufgeflogen waren. Handelt es sich um die gleichen Hintermänner? Der Mitsegler von Martin Lepage war Langis Bélanger. Dessen Bruder Réal Bélanger hat enge Verbindungen zur Drogenmafia und stand 2004 im Zentrum der Ermittlungen. Der damalige Drahtzieher Raymond Desfossés wurde zwar verhaftet, führt aber seine Geschäfte nach Überzeugung der Ermittler aus dem Gefängnis fort. In der Dokumentation gibt ein ehemaliger Freund des Drogenkönigs aufschlussreiche Einblicke in das Drogennetzwerk und die Verbindungen zu den kanadischen Hells Angels. Martin Lepage schweigt weiter über seine Auftraggeber. Während seiner Haft wurde sein Sohn ermordet. Wollte man dem Schmuggler damit drohen? Die kanadischen Ermittler sehen keinen Zusammenhang zwischen Lepages Schmuggel und dem Mord an seinem Sohn. Er selbst muss mit der Ungewissheit leben und mit der Tatsache, dass seine Frau ihn verlassen hat und er während der Haft an Krebs erkrankt ist. Es ist eine traurige Bilanz. Trotzdem gibt Lepage seine großen Träume nicht auf.

Wer ist El Chapo? 09:45

Wer ist El Chapo?

Recht und Kriminalität

"El Chapo" - gefährlichster Mann Mexikos, mächtigster Narco aller Zeiten und Ausbruchskönig. Verantwortlich für Hunderttausende Tote, von seinen Landsleuten verehrt als moderner Robin Hood. Zwei Mal ist der wohl meistgesuchte Drogenboss der Welt schon aus dem Gefängnis ausgebrochen. Er hat genug Koks in die USA geschmuggelt, um dort jeden high zu machen. Erscheint auf Fahndungslisten und Magazincovern. Doch wer ist Joaquín Guzmán? Wer ist "El Chapo"? Auf den Straßen von Sinaloa demonstrieren im März 2014 Tausende Menschen für die Freilassung des Narco-Bosses Joaquín "El Chapo" Guzmán. Der skrupellose Drogenschmuggler soll laut eigener Aussage für über 2000 Morde verantwortlich sein. Trotz dieser Vorwürfe kann er auf die Unterstützung der mexikanischen Bevölkerung zählen. Viele halten den gefährlichsten Mann Mexikos nämlich für einen modernen Robin Hood. In seinem Heimatstaat Sinaloa soll er Schulen und Straßen gebaut haben, die ungeliebte mexikanische Regierung ist ihm ein Dorn im Auge. Außerdem gilt seine Organisation, das Sinaloa-Kartell, als größter Arbeitgeber in der Region. Dass an seinem Geld Blut klebt, schmälert weder seine Beliebtheit noch den Zulauf junger Männer, die für sein Kartell arbeiten wollen. Im Gegenteil: Seine Anhänger feiern ihn für seine spektakulären Gefängnisausbrüche, seine Bauernschläue und angeblichen Heldentaten. Musiker schreiben ihm zu Ehren Volkslieder, Straßenhändler verkaufen Fanshirts mit seinem Gesicht. Doch auch international ist "El Chapo" eine Berühmtheit: Man kennt ihn aus Netflix-Serien, aus dem "Forbes"-Magazin und den Nachrichten. Doch ist Joaquín "El Chapo" Guzmán wirklich ein moderner Robin Hood - oder nur ein kaltblütiger Massenmörder? Wird er es schaffen, ein weiteres Mal aus der Haft zu entkommen? Aus einem der sichersten Gefängnisse der USA? Und falls nicht, wer wird sein Nachfolger? "Wer ist ...?" porträtiert kontroverse, abgründige, bedeutende Persönlichkeiten aus dem In- und Ausland, liefert Hintergründe, erzählt ihre Geschichte und ordnet ihr Wirken in einen größeren Kontext ein.

heute Xpress 09:58

heute Xpress

Nachrichten

Egal, ob Politik, Wirtschschaft, Kultur oder Gesellschaft - das Nachrichtenmagazin informiert kurz und knackig über aktuell relevante Themen.

Das Nazi-Kartell 10:00

Das Nazi-Kartell: Der König des Kokains

Zeitgeschichte

Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika, vor allem Bolivien und Kolumbien, spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Durch eine Informantin erfährt er von Roberto Suarez, dem angeblich größten Drogenbaron der Welt. Wer ist dieser "König des Kokains", den bislang niemand in der Drogenbekämpfungsbehörde auf dem Schirm hatte? Und was plant er gemeinsam mit dem einflussreichen Klaus Altmann, der seine wahre Identität als ehemaliger NS-Kriegsverbrecher lange Zeit verheimlichen kann? Gelingt es Levine, Suarez und seinen Clan in eine Falle zu locken? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.

Das Nazi-Kartell 10:45

Das Nazi-Kartell: Das Narco-Reich

Zeitgeschichte

Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Die Geschichte beginnt 1979, als der US-amerikanische DEA-Agent Mike Levine nach Buenos Aires versetzt wird, um den Drogenhandel in Südamerika zu stoppen. Sein Undercover-Plan gegen Roberto Suarez, den "König des Kokains", scheint zunächst aufzugehen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Anstatt im Gefängnis zu landen, gelingt es dem Suarez-Clan immer erfolgreicher, die Strippen im Land zu ziehen. Im Juli 1980 kommt es in Bolivien zum "Kokainputsch" und infolge dessen zur grausamen Diktatur unter Präsident García Meza. Welche Rolle spielt der NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie dabei, der unter dem Decknamen Klaus Altmann eng mit Roberto Suarez zusammenarbeitet? Und kann es Mike Levine in dieser Situation trotzdem noch gelingen, seine Mission zum Ziel zu führen? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.

Das Nazi-Kartell 11:30

Das Nazi-Kartell: Der Drogenkrieg

Zeitgeschichte

Bolivien, 1980. Ein Ex-Nazi und ein Drogenbaron stürzen die Regierung und gründen den ersten Narcostaat der Geschichte. "Das Nazi-Kartell" enthüllt bislang unbekannte Verstrickungen. Im Mittelpunkt der dreiteiligen Doku-Serie stehen drei Männer: der berüchtigte NS-Kriegsverbrecher Klaus Barbie, der Geschäftsmann und Drogenhändler Roberto Suarez und der DEA-Undercoveragent Michael Levine, der den Dealern das Handwerk legen will. Der Kokainhandel ist heute eines der größten und gewaltigsten kriminellen Geschäfte der Welt. Südamerika und vor allem Bolivien und Kolumbien spielen dabei von Anfang an eine Schlüsselrolle. Die Verstrickungen zwischen Drogen, Kriminalität und Politik sind so machtvoll wie undurchsichtig. Nach dem Putsch vom Sommer 1980 ist Roberto Suarez auf dem Höhepunkt seines Erfolges: Sein Drogenhandel floriert weit über die bolivianischen Grenzen hinaus, die Militärdiktatur unter Präsident García Meza lässt ihm freie Hand. Entscheidender Strippenzieher ist sein enger Vertrauter Klaus Barbie, der als "Schlächter von Lyon" bekannt gewordene Ex-Nazi. Unter dem Decknamen Klaus Altmann hat er in Bolivien einen einflussreichen Machtapparat aufgebaut. Die von ihm kontrollierten "Novios de la Muerte" - die "Verlobten des Todes" - verbreiten als grausame Gruppe von Neonazi-Söldnern Angst und Schrecken im Land. Doch der internationale Druck, vor allem durch die USA, nimmt zu. Bolivien wird mehr und mehr isoliert. Wie lange kann sich das Regime noch halten, das den Drogenhandel von Suarez genauso schützt wie die falsche Identität Klaus Barbies? Und kann die Drogenbekämpfungsbehörde unter Mike Levine beweisen, dass die CIA schon viel früher involviert war als offiziell bekannt? Die dreiteilige Serie "Das Nazi-Kartell" erzählt die unglaubliche Geschichte eines berüchtigten Ex-Nazis und eines Drogenbarons, die im Jahre 1980 mithilfe eines Putsches den ersten Narcostaat der Geschichte erschaffen. Sie ebnen den Weg für die großen Kokain-Kartelle von Großdealern wie Pablo Escobar, deren Konflikte seither jedes Jahr Zehntausende von Menschen das Leben kosten.

"Görke" - Gefahr aus der Vape 12:15

"Görke" - Gefahr aus der Vape

Unterschätzte Gefahr aus der Vape: Im Januar überlebte eine 16-jährige Schülerin in Norddeutschland nur knapp, nachdem sie im Klassenzimmer "Görke" konsumiert hatte. Die Droge verbreitet sich in Deutschland besonders unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Viele haben keine Ahnung, welcher Gefahr sie sich aussetzen. Denn bei "Görke" handelt es sich um synthetische Cannabinoide, die viele User für eine Art Cannabis halten. Doch mit pflanzlichem Cannabis haben die synthetisch hergestellten Stoffe fast nichts gemeinsam. Ihre Wirkung ist bis zu 300-mal stärker, weiß der Toxikologe Volker Auwärter von der Universität Freiburg. Auwärter hat in den vergangenen zwei Jahren sieben Todesfälle im Zusammenhang mit synthetischen Cannabinoiden untersucht - allein an seinem Institut. Er sagt: "Mit Cannabis kann man sich nur schwerlich umbringen. Mit Vapes geht das." Reporterin Silja Thoms verfolgt die Spur der synthetischen Cannabinoide bis nach Asien. Auf Online-Handelsplattformen findet sie Angebote des "Görke"-Grundstoffs ADB-Binaca. Sie spricht mit Fumio Ito, der beim International Narcotic Control Board der Vereinten Nationen INCB das Monitoring-Programm für neue psycho-aktive Substanzen leitet. Nach seinen Erkenntnissen werden die Grundstoffe für "Görke" und andere sogenannte "Baller-Liquids" per Post nach Europa geschickt, getarnt als Forschungschemikalien. Für Behörden in seinem Land sei es schwer, die Hersteller der Chemikalien ausfindig zu machen, berichtet Shreekumar Menon, ehemaliger Direktor der indischen Zoll-Akademie. "Wir haben rund 800 pharmazeutische Hochschulen in Indien. Es gibt nicht genügend Arbeitsmöglichkeiten für all die Leute, die kommen. Deshalb ist es möglich, dass viele von ihnen rekrutiert werden, um in kleinen Laboren Drogen herzustellen", sagt Menon. "Wenn wir jemanden schnappen, dann sind es meistens Dealer oder Studenten. Aber wir schaffen es nicht, die wirklichen Hintermänner zu kriegen." Das Reporterteam der "Spur" will wissen, was "Görke" so gefährlich macht, wie die Droge in Schulen und Clubs gelangt und warum es so schwierig für Erziehende, Lehrer und Ermittler ist, die Droge aufzuspüren. Mehr unter https://diespur.zdf.de

Überleben hinter Gittern 12:45

Überleben hinter Gittern: Ohne Urteil, ohne Chance

Recht und Kriminalität

Verzweiflung, Frustration und Überlebenskampf auf engstem Raum: Das South Cotabato Jail auf der philippinischen Insel Mindanao ist stark überfüllt. Doch manche haben es besser als andere. El Presidente, so nennt man den Boss im Gefängnis, darf mit seinen Schergen auf den Hof, während die anderen weggeschlossen bleiben. Die Wärter haben an seine Bande Aufgaben übertragen. Wer neu in sein Reich kommt, muss sich anpassen, um zu überleben. Von 2016 bis 2022 herrscht Rodrigo Duterte auf den Philippinen. Er sagt Kriminalität und Drogen den Kampf an - Drogendealer und Süchtige lässt er teilweise einfach erschießen. Auf die Vielzahl an Verhaftungen ist das Justizsystem nicht vorbereitet, die Haftanstalten platzen aus allen Nähten, die Häftlinge warten jahrelang auf ihren Prozess. Die Wärter werden der Lage kaum mehr Herr und haben hoheitliche Aufgaben an ausgewählte Gefangene übertragen. Sie sind die wahren Herrscher des Knasts und genießen Privilegien. El Presidente residiert in einem geräumigen Zimmer mit Fernseher, während die einfachen Häftlinge Mann an Mann in den engen Zellen vegetieren. Alle fiebern auf den Samstag hin: Besuchstag. Familie und Freunde dürfen drei Stunden lang mit den Häftlingen verbringen und so viel Nahrungsmittel und Bedarfsgüter mitbringen, wie sie tragen können. Die Wächter suchen nach Waffen, Drogen und Handys, doch sie werden dem Schmuggel kaum Herr. Wie schaffen es die Häftlinge, sich durch den rauen Alltag im South Cotabato Jail zu schlagen? Die sechsteilige Reihe "Überleben hinter Gittern" blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.

Überleben hinter Gittern 13:30

Überleben hinter Gittern: Das Mafiagefängnis

Recht und Kriminalität

Das Gefängnis von Armawir ist eine der modernsten Haftanstalten Armeniens. Neben Kleinkriminellen sitzen dort Mitglieder der armenischen Mafia ein. Doch die Wärter sind unbewaffnet. Sie setzen auf Deeskalation, Schlagstöcke und Handschellen werden nur im Notfall benutzt. Die Häftlinge dürfen sich die Zellen selbst einrichten und bekommen viele Lebensmittel von ihren Verwandten. Während ein Insasse promoviert, versuchen andere, auszubrechen. Das Gefängnis von Armawir wurde speziell für Straftäter aus der Organisierten Kriminalität gebaut. Die sogenannten Diebe im Gesetz bilden eine verschworene Gemeinschaft mit festen Regeln, etwa dem Schweigegebot. Diese engen Bande bestehen auch hinter Gittern fort. Wie geht das Gefängnispersonal mit Gefangenen um, die den Staat, seine Vertreter und Autorität ablehnen? Täglich kommen am Gefängniseingang Lieferungen für die Gefangenen an. Freunde und Angehörige bringen Essen und Dinge des täglichen Bedarfs für die Insassen. Die Wärter haben alle Hände voll zu tun, die Mitbringsel auf verbotene Gegenstände zu durchsuchen. Klar, dass da auch mal was durchrutscht - und wo geschmiert wird, rutscht es umso besser. Bei den Zellendurchsuchungen stoßen die Wärter immer wieder auf Überraschungen. Dazu zählt auch ein handfester Ausbruchsversuch mit durchgesägten Gitterstäben. Die Wärter rätseln bis heute, wie die Gefangenen unbemerkt die Stäbe durchtrennen konnten. Wie erleben die Häftlinge ihren Alltag hinter den Mauern dieses Gefängnisses? Die sechsteilige Reihe "Überleben hinter Gittern" blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.

Überleben hinter Gittern 14:15

Überleben hinter Gittern: Stadt der Verbrecher

Recht und Kriminalität

Bolivien geht eigene Wege beim Strafvollzug: In das Gefängnis San Pedro in La Paz trauen sich keine Wärter hinein. Sie regeln nur den Einlass, drinnen haben die Gefangenen das Sagen. San Pedro ist eine überfüllte Stadt in der Stadt, die ihre eigenen Regeln hat. Dort herrschen die Delegados, eine Bande von Häftlingen, die das Knastleben organisiert. Drogen und Gewalt sind allgegenwärtig. Und mittendrin: die Frauen und Kinder der Häftlinge. Der Knast unter Häftlingsherrschaft ist schlicht eine Sparmaßnahme des bolivianischen Staates. Ihm fehlen die Mittel für eine adäquate Bewachung seiner Gefangenen. Die Häftlinge bekommen einmal am Tag zu essen. Um den Rest müssen sie sich selbst kümmern. Sogar die Instandhaltung der Gebäude ist Sache der Gefangenen. Das führt zu prekären Zuständen in dem mehrfach überbelegten Gefängnis. Am Eingang herrscht reger Betrieb. Viele Gefangene haben ihre Familien mitgebracht, die den Knast verlassen dürfen. Sie bringen Güter des täglichen Bedarfs mit nach San Pedro. Dazu zählen auch Drogen. Ein großer Teil der Häftlinge ist abhängig. Und inmitten dieses Molochs spielen die Kinder der Insassen. Die Häftlinge haben sich straff organisiert. In den Mauern herrscht das Recht des Stärkeren - und die Stärksten sind die Delegados, eine Bande, die im Knast die Strippen zieht und sogar Uniform trägt: schwarze Trainingsanzüge von Adidas. In ihren Händen liegt das Leben und Sterben der Gefangenen. Einen Überblick, wer alles einsitzt, welche Häftlinge tot, lebendig oder geflohen sind, hat hier niemand. Wie meistern die Häftlinge von San Pedro ihren Alltag? Die sechsteilige Reihe "Überleben hinter Gittern" blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.

Überleben hinter Gittern 15:00

Überleben hinter Gittern: Morgenappell im Bootcamp

Recht und Kriminalität

Miami ist eine der ärmsten Großstädte der USA. Wer dort in die Kriminalität abrutscht, dem droht ein harter Knastalltag - oder er bekommt im Bootcamp eine zweite Chance. Im Bootcamp von Miami-Dade County herrscht scharfer Drill. Die Rekruten werden konsequent an ihre körperlichen und geistigen Grenzen gebracht. Doch die Alternative zu dieser Hölle ist eine jahrelange Haftstrafe. Überstehen die Sträflinge das Camp? Die Persönlichkeiten der Rekruten zerstören und neu aufbauen - das ist das Ziel im Bootcamp von Miami-Dade County. Die Ausbilder kennen keine Gnade, lächeln nie und zeigen nie Verständnis. Wer Schwäche zeigt, wird besonders hart rangenommen. Ständiges Schreien, sinnlose Aufgaben und Sport bis zum Umfallen, das steht im Camp auf der Tagesordnung, 18 Monate lang. Doch wer dem Druck standhält, hat danach eine zweite Chance auf ein Leben in Freiheit. Die Alternative heißt Knast. Sehr lange und mit anderen Grausamkeiten. Im Gefängnis von Miami-Dade müssen die Gefangenen immer auf der Hut sein. In den Zellen voller Schwerverbrecher drohen Gewalt und sexuelle Übergriffe. Die Wärter versuchen, die Häftlinge unter Kontrolle zu halten. Bei ihren Zellendurchsuchungen erleben sie einige Überraschungen. Die sechsteilige Reihe "Überleben hinter Gittern" blickt auf den Alltag der Insassen und Wärter in den härtesten Gefängnissen der Welt.

Knast in Deutschland 15:45

Knast in Deutschland: Weggesperrt für Jahrzehnte

Gesellschaft und Soziales

Weggesperrt für Jahrzehnte, verurteilt für ein Kapitalverbrechen. Knapp 1800 Inhaftierte verbüßen derzeit in Deutschland eine lebenslange Freiheitsstrafe. Wie sieht ihr Alltag aus? Zwei Mörder, ein Serienbankräuber und eine Mörderin reden über ihre Taten, ihre Haft, was sie im Knast denken, tun und fühlen - und welche Hoffnungen sie mit dem fernen Tag der Haftentlassung verbinden. Doch dieser Tag will sorgfältig vorbereitet sein. Mord nach Paragraf 211, für dieses Kapitalverbrechen erhält man in Deutschland eine lebenslange Freiheitsstrafe. Von den insgesamt 40.450 Gefangenen in Deutschland verbüßen aktuell 1769 Inhaftierte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Wie sieht ihr Knastalltag aus, und was passiert hinter Gittern mit diesen Kapitalverbrechern? Das Filmteam besucht drei Gefängnisse in Nordrhein-Westfalen und Niedersachen und spricht mit Straftätern, die eine lebenslange Freiheitsstrafe verbüßen. "Ich bin ein verurteilter Mörder, ich bin seit 18 Jahren in Haft", erzählt Uwe H., 53 Jahre alt und seit über einem Jahrzehnt in der JVA Aachen inhaftiert. "Knastblick", den hat auch Stefanie N. Die 53-Jährige ist verurteilte Mörderin und seit fünf Jahren in der JVA für Frauen in Vechta. Die dreifache Mutter verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe und ist damit eine von 109 Frauen, die LL haben, die Abkürzung im Vollzugsjargon für Lebenslange. "Ja, ich bin verurteilte Mörderin", erklärt Stefanie N. Ein Urteil, mit dem sie aber bis heute nicht klarkommt. "Es ist schwierig, man muss das Urteil verdauen. Wann verdaut man das? Eigentlich nie." Die damalige Alkoholikerin tötete mit ihrem Saufkumpel einen Mann. Dafür wurden beide zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Ihren Mittäter, der in der JVA Bremen inhaftiert ist, hat sie sogar in Haft geheiratet. Hochzeit hinter Gittern, ein emotionaler Höhepunkt, ansonsten herrscht im Knast öder Alltag und viel Zeit auf der Zelle. Diesen immer wiederkehrenden Knastalltag kennt auch Uwe H. Lange betäubte er sich auch im Knast mit Drogen, verdrängte seine brutale Tat und wollte sich nicht damit auseinandersetzen: "Da ist ein Monster gewesen", beschreibt er sich selbst. Dann endlich macht es klick, und er beginnt eine Therapie. Seitdem ist er im Hafthaus 2 in der Behandlungswohngruppe für Gewaltstraftäter. "Das ist hier kein Mädchenpensionat, das ist harte Arbeit für die Straftäter, wir lassen hier sprichwörtlich die Hosen runter", erklärt der Beamte Frank Merzbach das Konzept der Behandlungswohngruppe. Tatleugner können sie dort nicht brauchen, denn Therapie ist nicht Selbstzweck, sondern Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Resozialisierung. Alles Maßnahmen, die einen Grundgedanken haben: Nur wer seine Tat begreift und die Hintergründe erkennt, die dazu geführt haben, kann sich ändern. Denn auch Mörder kommen irgendwann wieder in Freiheit. Laut kriminologischen Statistiken verbleiben Straftäter, die zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurden, im Schnitt etwa 19 Jahre im Gefängnis, doch viele sind auch wesentlich länger hinter Gittern. "Wir haben auch welche, die schon 30, 40 Jahre hier sind", erklärt der Leiter der JVA Aachen, Dr. Jörg Uwe Schäfer. Jahrzehnte hinter Gittern, das verändert die Gefangenen. Einige bekommen einen Haftkoller, andere einen Haftschaden. "Manche werden aggressiv, manche depressiv", erzählt ein Beamter, der viele Strafgefangene erlebt hat. Andere lebenslang Inhaftierte verlernen die Freiheit und stellen fest: "Ich bin im Kosmos Knast. Knast ist mein Zuhause und ja, ich habe einen Haftschaden", sagt Elmar M. über sich. Der Serienbankräuber ist seit mehr als 20 Jahren in Haft. Zusammen mit Hubert B. war er jahrelang im geschlossenen Regelvollzug, zog von einer JVA in die andere, bevor beide jetzt in die JVA Euskirchen verlegt worden sind. Dort im offenen Vollzug werden sie schrittweise an die Freiheit herangeführt. Im sogenannten Übergangshaus lernen Straftäter mit sehr langen Haftstrafen wieder Alltagsfähigkeiten wie den Umgang mit dem Handy, das Einkaufen oder Online-Bankgeschäfte. Alles, um lebenslang Verurteilte wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Dabei ist den Straftätern eines klar: Das Stigma und das Urteil "lebenslang" bleiben. "Ich bin ein Mörder, ich bin immer ein Mörder, und ich werde immer ein Mörder bleiben", sagt Uwe H., denn er weiß, wie man draußen über ihn denkt.

Knast in Deutschland 16:30

Knast in Deutschland: Sucht und Drogen

Gesellschaft und Soziales

Süchtig im Knast: Das ist Alltag in den deutschen Gefängnissen. Drogenkonsum treibt viele in die Kriminalität - und ist auch hinter Gittern noch ein großes Problem. Ob Crystal Meth, Heroin oder synthetische Designerdrogen. Hinter Gittern gehört der Kampf gegen Drogenmissbrauch zum Tagesgeschäft. Jeder dritte Inhaftierte in Deutschland ist laut Schätzungen drogenabhängig. Der Schmuggel macht vor Gefängnistüren nicht halt. Rund 5000 Menschen in den deutschen Justizvollzugsanstalten sind unter 25 Jahre alt. Darunter ist auch Brian R.: Der 21-Jährige sitzt wegen Einbruchs in der JVA Zeithain in Sachsen ein. Er ist abhängig von Crystal Meth und im Drogenrausch mit dem Auto in einen E-Bike-Laden gefahren, um die Fahrräder zu stehlen. Im Knast macht er jetzt eine Suchttherapie. Die JVA in Zeithain hat dafür eine eigene Station; bei ihrer Einrichtung im Jahr 2014 war es die erste bundesweit. Doch auch im Knast wird heftig gedealt, das geben selbst Gefängnisdirektoren offen zu. In niedersächsischen Gefängnissen zum Beispiel gab es 2023 insgesamt 829 Drogenfunde - mehr als in den Jahren zuvor. In der JVA Meppen in Niedersachsen ist dafür Spürhund Pepper im Einsatz: Der Belgische Schäferhund soll in den Zellen der JVA versteckte Drogen finden. 0,1 Gramm große Drogenfunde kann er erschnüffeln, aber auch Handys kann er riechen - körperliche Hochleistung für Pepper. Die Drogen gelangen auf vielfältigen Wegen in die Justizvollzugsanstalt - über Besucher, Lebensmittellieferungen oder Mauerüberwürfe. Drogenabhängigkeit, Entzug und illegaler Handel: ZDFinfo erhält seltene Einblicke in den Alltag deutscher Gefängnisse und den Kampf gegen Drogen hinter Gittern. Mörder, Betrüger und Kleinkriminelle: Rund 44.000 Männer und Frauen sitzen hierzulande hinter Gittern. Wie sieht der Alltag in deutschen Gefängnissen aus?

Knast in Deutschland 17:15

Knast in Deutschland: Mehr als lebenslänglich

Gesellschaft und Soziales

In der JVA Bruchsal in Baden-Württemberg sitzen mehr als 400 Männer unter höchster Sicherheitsstufe mit überwiegend langen Haftstrafen, darunter 60 "Lebenslängliche". "Man wird miteinander alt", so Marcus Bornhäuser, seit 22 Jahren als Justizvollzugsbeamter in Bruchsal tätig, "manche Personen begleitet man bis zum Tod." Die Autoren lernen Intensivtäter wie Manuel kennen, der offen zugibt: "Ich würde mich noch nicht entlassen." Die Justizvollzugsanstalt Bruchsal, 1848 als Männerzuchthaus erbaut, hat sich im strahlenförmigen Hauptgebäude rein äußerlich nicht viel verändert. Doch hinter den alten Mauern des sogenannten "Stern von Bruchsal" und schweren Holztüren findet heute modernster Regelvollzug statt. Von Beginn an bis zum heutigen Tag ist die Strafanstalt männlichen Insassen vorbehalten. Für Timo, der wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurde, ist es trotzdem "ein richtiges Scheißleben". Er hat erst drei Jahre seiner Strafe verbüßt, mindestens zwölf hat er noch vor sich: Frühestens nach 15 Jahren hinter Gittern kann ein "Lebenslänglicher" in Deutschland einen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen. In den neuen Gebäuden der Sozialtherapie sitzen in der JVA Bruchsal schwere Gewalt- und Sexualstraftäter ein, bei denen das Gericht zusätzlich die Sicherungsverwahrung angeordnet hat. Nach dem Vollzug der regulären Haftzeit ziehen diese in gesonderte Anstalten um. Die Unterbringung ist unbefristet, wird aber mindestens jedes Jahr geprüft. In Bruchsal gibt es für diese Gefangenen die Möglichkeit zur Prüfung schon während der Strafhaft. Einer, der das Therapieangebot nutzt, ist Intensivtäter Manuel. Die meisten Straftäter - ob im Regelvollzug oder in der Sicherungsverwahrung - verlassen ihre Anstalt irgendwann als freie Menschen. Doch nicht wenige sitzen 25 Jahre oder länger. Die 45-minütige Begleitreportage zeigt den Knastalltag von vier ganz unterschiedlichen Gewaltstraftätern und geht der Frage nach: Kann man in Deutschland nach einer Verurteilung sein ganzes Leben lang in Haft sein?

Deutsche im Knast 18:00

Deutsche im Knast: Kolumbien und das Kokain

Dokumentation

Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt. Das lockt Menschen an, die vom schnellen Geld durch Drogenschmuggel träumen. Diese Träume füllen Kolumbiens Gefängnisse mit Ausländern. Drogenhandel ist das Hauptverbrechen, weswegen Ausländer in Kolumbien verurteilt werden. Josef aus Wien wollte das Land mit zwei Kilogramm Kokain verlassen und hat dafür fünfeinhalb Jahre Haft bekommen. Sein Zellenblock beherbergt nur ausländische Schmuggler. Europäer werden häufig, wenn auch nicht immer, von kolumbianischen Häftlingen getrennt - zu ihrem eigenen Schutz. Denn die Knäste Kolumbiens sind lebensgefährlich. Das südamerikanische Land verzeichnet jedes Jahr neue Rekordzahlen bei der Kokainproduktion. Um den Kampf gegen Drogen nicht zu verlieren, reagiert das Land mit immer mehr Verhaftungen und langen Haftstrafen. Dadurch sind die Gefängnisse zu 28 Prozent überbelegt. Rund 22.000 Strafgefangene zu viel für die Kapazitäten der Haftanstalten. Die Gefängnisse sind überfüllt von Insassen, die Teil des Drogenkartells sind und ihr Geschäft vom Knast aus weiterführen. Dabei kommt es oft zu tödlichen Reibereien zwischen Insassen rivalisierender Banden. Wenn JVA-Beamte gegen Erpressung, Drogenhandel und Korruption im Gefängnis vorgehen, werden sie damit selbst zum Ziel. In diesem Jahr gab es etwa 390 Drohungen gegen INPEC-Beamte, doch bei Drohungen bleibt es nicht. Kartelle engagieren Auftragsmörder, die gezielt Beamte ausschalten. Die Gewalt, insbesondere gegen Beamte, war in den letzten Jahren so hoch, dass Kolumbien mehrmals den Gefängnisnotstand ausrufen musste. Das Land droht im Kampf gegen Drogen die Kontrolle über seine Gefängnisse zu verlieren.

Der Sparkassen-Coup von Gelsenkirchen 18:45

Der Sparkassen-Coup von Gelsenkirchen

Dokumentation

Kurz nach Weihnachten: Sechs bis sieben Männer verschaffen sich Zugang zu einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen, knacken mehr als 3000 Schließfächer und flüchten unerkannt. Ihre Beute: schwer zu schätzen. Möglicherweise geht sie in die Millionen. Denn in den Schließfächern lagen Bargeld, Gold und Schmuck. Dabei gingen die Täter äußerst sachkundig vor und kannten sich offensichtlich bestens in der Gelsenkirchener Sparkasse aus. Die Täter kamen über ein benachbartes Parkhaus, manipulierten Türen und arbeiteten sich in den Tresorbereich vor. Mit einer Kernbohrung durch eine dicke Betonwand gelangten sie in den Tresorraum. Es gibt auffällige Parallelen zu einem anderen Fall: Im Januar 2013 gruben Täter einen Tunnel unter einer Straße und bohrten sich in den Tresorraum der Berliner Volksbank im Stadtteil Steglitz. Michael Adamski, der damals die Ermittlungen des Landeskriminalamts Berlin leitete, sagt: "Diesen logistischen Aufwand können eigentlich nur große qualifizierte Gruppen führen. Das macht kein reisender Täter und das macht kein Alltagsdieb." Die Polizei hat den Fall bislang nicht aufklären können - obwohl zeitweise mehr als 100 Polizisten in der BAO Bohrer ermitteln. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter über Insiderwissen verfügt haben. Aber wie sind sie an die Informationen gekommen? "Vielleicht über Mitarbeiter von Firmen, die in dieser Sparkasse tätig waren", sagt Polizeisprecher Thomas Nowaczyk, "oder die Täter selbst haben die Sparkasse zuvor ausgekundschaftet, die vielleicht im Vorfeld dort ein Schließfach angemietet hatten." Einen Mittäter aus dem Kreis der Sparkassenmitarbeiter schließt die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt aus. Doch wie konnte der Einbruch gelingen - ohne, dass jemand etwas bemerkte? Die Sparkasse steht in der Kritik: Der Tresorraum sei nicht sicher genug gewesen, sagen Experten, und kritisieren, dass offenbar Körperschallmelder fehlten, die Vibrationen hätten wahrnehmen können. Für die ZDF-Doku-Reihe "Die Spur" rekonstruieren die Reporter Laura Kipfelsberger und Benjamin Braun den Sparkassen-Einbruch, lassen sich einen Kernbohrer erklären und machen sich ein Bild vom Tatort in Gelsenkirchen. Und warum hatten die Täter ein so leichtes Spiel? Mehr unter https://diespur.zdf.de

Crime Factories 19:15

Crime Factories: Die Scamming-Mafia

Recht und Kriminalität

Zuerst scheint es als harmloser Online-Flirt - dahinter lauert eine milliardenschwere Betrugsindustrie. Die Opfer in Europa verlieren ihr Geld, und in Asien bangen die Betrüger um ihr Leben. Es beginnt mit Nachrichten auf Instagram, Tinder oder LinkedIn, entwickelt sich zu einem vertrauensvollen Chat - bis dann eine "unschlagbare" Anlageidee ins Spiel kommt. Diese neue, globale Betrugsmasche nennt sich "Pig Butchering". Für die ZDF-Doku-Reihe "Die Spur" gehen die Reporter Lucas Eiler und Sebastian Galle den Fragen nach: Wer steckt hinter diesem Milliardenbetrug? Wie funktioniert die Maschinerie? Und warum ist sie so schwer zu stoppen? "Die Spur" bekommt Einblicke in die Handbücher der Betrüger, die methodisch vorgehen, um Vertrauen aufzubauen. "Die perfekte Anleitung zum Scam", erklärt Muriel Frank von der Universität Luxemburg. Sie hat das System gemeinsam mit ihren Kollegen Pol Hölzmer und Ayse Nur Asyali wissenschaftlich untersucht. Die Summen sind enorm hoch: Stefan Müller (Name geändert) aus München wurde auf einer vermeintlichen Anlageplattform um 250.000 Euro betrogen. Er ist nicht der Einzige, der so viel Geld verloren hat. Die Spur führt zu einer riesigen Betrugsindustrie in Asien, in der Milliarden umgesetzt werden. In sogenannten Scam-Zentren in Myanmar, Kambodscha und Laos werden Menschen gezwungen, ihre Opfer zu betrügen. Zwangsarbeit, Folterungen und Menschenhandel sind dort an der Tagesordnung. Gezwungen zum Scam werden Menschen wie Noom (Name geändert) aus Thailand, der sich mit 16 Jahren auf eine Jobanzeige für Kundenservice meldete und stattdessen in einem Betrugszentrum landete. Dort wurde er eingesperrt, gezwungen zu betrügen. Weil er seine Zielvorgaben nicht erfüllte, wurde er gefoltert: "Sie nahmen einen Elektroschocker und schlugen auf mich ein. Ich wurde windelweich geprügelt." Die Vereinten Nationen beobachten mit Sorge, wie sich Betrugszentren im südostasiatischen Raum ausbreiten: "Es ist wie ein Krebsgeschwür, das man nicht loswird", sagt Benedikt Hofmann, stellvertretender Leiter des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung in Südostasien. "Sobald man es an einer Stelle entfernt, ist es in einem anderen Bereich der Region am Wachsen." Mehr unter https://diespur.zdf.de

Straftaten auf Bestellung - Wenn Kinder zu Tätern werden 19:45

Straftaten auf Bestellung - Wenn Kinder zu Tätern werden

Gesellschaft und Soziales

Ein 15-Jähriger soll für 1500 Euro einen Mordauftrag übernommen haben. Die ZDF-Recherche zeigt: Kriminelle rekrutieren über die sozialen Medien zunehmend Minderjährige für Straftaten. Ermittler sprechen von "Violence as a service", einem Phänomen, das sich ausbreitet. Minderjährige werden über TikTok oder Instagram angesprochen. Was mit 100 Euro für Kurier- oder Drogendienste beginnt, führt Jugendliche oft in die Organisierte Kriminalität. "Willst du schnelles Geld verdienen?" Mit solchen Nachrichten fängt es meist an. Was wie ein harmloser Nebenjob erscheint, kann für Jugendliche den Einstieg in Drogenhandel, Betrugsdelikte oder schwere Gewaltkriminalität bedeuten. Ermittler beobachten seit einigen Jahren eine zunehmende Professionalisierung solcher Rekrutierungsstrukturen. Die Kriminellen geben sich als Gleichaltrige oder Vertrauenspersonen aus und bauen Nähe auf. Gerade junge Menschen gelten als besonders anfällig für Manipulation und Gruppendruck. "Freundschaft, Geld, Sachgegenstände" seien häufig ausreichend, um Jugendliche anzuwerben, sagt Streetworker Kevin Petersen aus Husum, der solche Fälle kennt. Einer dieser Kriminellen, die Minderjährige für Straftaten anheuern, erzählt verdeckt im Interview, dass das geringere Strafmaß entscheidend sei, weshalb sie Kinder und Jugendliche ansprechen: "Bei uns ist die Altersgrenze 16 Jahre. Es ist jetzt einer bei uns, der ist 12." Die Recherche von "Die Spur" zeigt, wie arbeitsteilig und international solche Netzwerke agieren. Hinter anonymen Profilen und verschlüsselten Chats stehen häufig organisierte Strukturen. "Entscheidend ist, dass der Auftraggeber selbst gar nicht in Erscheinung tritt", sagt Jan Engels vom Bundeskriminalamt. Für die Ermittler stellt die digitale Rekrutierung Minderjähriger eine wachsende Herausforderung dar. Nach Angaben von Europol existieren europaweit Hunderte Netzwerke schwerer und Organisierter Kriminalität. Sicherheitsbehörden beobachten dabei zunehmend die gezielte Einbindung Minderjähriger. Mehr unter: https://diespur.zdf.de

Der eBay-Skandal 20:15

Der eBay-Skandal: Blogger unter Beschuss

Recht und Kriminalität

2019: Ein Paar aus Massachusetts wird Opfer von Drohungen und bizarren Lieferungen. Dahinter steckt ein unglaublicher Stalking-Skandal, in den der Online-Marktplatz eBay verwickelt ist. Spinnen, Kakerlaken und eine blutige Schweinemaske per Post: Das Ehepaar Ina und David Steiner wird monatelang terrorisiert und online verfolgt. Die Belästigungen eskalieren. Der erste Teil der dreiteiligen Dokumentation zeigt, welche Einschüchterungsmethoden das Blogger-Paar erlebt: anonyme Twitter-Nachrichten und Drohungen, Pakete mit lebenden Tieren und einem Schweinefötus, zahlreiche Pizza-Bestellungen. Ina und David Steiner berichten seit 1990 in ihrem Onlinemagazin "EcommerceBytes" über Händlerplattformen wie Amazon, eBay und Etsy. Sie geben Verkäufern Tipps und kennen die Branche. Alles beginnt mit einem kritischen Blog-Artikel über den eBay-Konzern. Unerwünschte Pizza-Lieferungen in der Nacht, Einladungen zum Hausflohmarkt, den es gar nicht gibt: Was wie ein Dumme-Jungen-Streich beginnt, entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Cybermobbing-Fälle, in dessen Zentrum zwei Blogger und eBay stehen.

Der eBay-Skandal 20:45

Der eBay-Skandal: Ein ungeheuerlicher Verdacht

Recht und Kriminalität

Das Ehepaar Ina und David Steiner schaltet die Polizei ein. Das FBI übernimmt den Fall. Schockierende Vorwürfe gegen ehemalige eBay-Mitarbeiter werden laut. 2019 wird eine perfide Belästigungskampagne in den USA publik: Mitarbeiter des eBay-Konzerns gehen mit mafiaähnlichen Methoden gegen ein Blogger-Paar vor. Der zweite Teil der dreiteiligen Dokumentation befasst sich auch mit der Geschichte der E-Commerce-Plattform eBay. Die Möglichkeit zum weltweiten Handel macht den Online-Marktplatz zu einer der beliebtesten Webseiten. Wie wurde eBay erfolgreich? Das US-amerikanische Unternehmen wird 1995 unter dem Namen "AuctionWeb" von dem Programmierer Pierre Omidyar gegründet. Damals noch als "Flohmarkt im Internet", auf dem gebrauchte Gegenstände weiterverkauft werden können. Das Unternehmen setzt erst später auf Auktionen und wird milliardenschwer. Unerwünschte Pizza-Lieferungen in der Nacht, Einladungen zum Hausflohmarkt, den es gar nicht gibt: Was wie ein Dumme-Jungen-Streich beginnt, entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Cybermobbing-Fälle, in dessen Zentrum zwei Blogger und eBay stehen.

Der eBay-Skandal 21:15

Der eBay-Skandal: Alles fliegt auf

Recht und Kriminalität

Der eBay-Skandal eBay gerät 2019 durch einen Großinvestor unter Druck. Das Unternehmen entscheidet sich, gegen Kritiker vorzugehen - Mitarbeitende machen dafür auch vor kriminellen Methoden nicht halt. eBay-Beschäftigte sollen das Blogger-Ehepaar Steiner tyrannisiert und eingeschüchtert haben. Der Skandal erschüttert die E-Commerce-Plattform nachhaltig. Der dritte Teil der dreiteiligen Dokumentation rekonstruiert die Hintergründe des Cyberstalking-Skandals und zeigt die Auswirkungen auf das Leben von Ina und David Steiner. FBI-Ermittler schildern, wie sie den ehemaligen eBay-Mitarbeitern auf die Schliche gekommen sind. Diese wollten das Paar wegen seines kritischen Blogs mobben. Ein sechsköpfiges Team um den damaligen Leiter der Sicherheitsabteilung hatte den perfiden Plan geschmiedet. Unerwünschte Pizza-Lieferungen in der Nacht, Einladungen zum Hausflohmarkt, den es gar nicht gibt: Was wie ein Dumme-Jungen-Streich beginnt, entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Cybermobbing-Fälle, in dessen Zentrum zwei Blogger und eBay stehen.

Big Dope - Milliardengeschäft mit dem Schmerz 21:45

Big Dope - Milliardengeschäft mit dem Schmerz: Amerikas Opioid-Epidemie

Dokumentation

Alle fünf Minuten stirbt in den USA ein Mensch an einer Überdosis. Als Auslöser der Opioid-Epidemie gilt die Einführung des Schmerzmittels OxyContin der Firma Purdue Pharma in den 1990er-Jahren. Die Inhaberfamilie Sackler vermarktet das Medikament jahrelang aggressiv und verharmlost das Suchtpotenzial, indem sie behauptet, das Abhängigkeitsrisiko läge unter einem Prozent. Hunderttausende geraten in die Sucht: für die Sacklers ein Milliardengeschäft. Der Sackler-Clan und das Pharmaunternehmen Purdue sind untrennbar mit der Opioid-Krise in den USA verbunden. Das Schmerzmittel mit dem Handelsnamen OxyContin, das 1995 auf den Markt kommt, entwickelt sich zum Bestseller. Pharmareferenten beeinflussen Ärzte in ihrem Verschreibungsverhalten und raten auch bei moderaten Schmerzen zu unnötig hohen Dosierungen über längere Zeiträume. Die Dokumentation arbeitet den Pharmaskandal auf und zeichnet den Aufstieg und Fall von Purdue Pharma nach. Zu Wort kommen Betroffene wie der ehemalige Arzt Louis Ortenzio, der seinen Patienten großzügig OxyContin verschrieb und irgendwann selbst abhängig wurde. Als er alles verliert, schafft er den Absprung: Heute ist er seit 20 Jahren clean und betreibt ein Rehazentrum für Suchtkranke. Zwei ehemalige Purdue-Pharmareferenten berichten über die Arbeitsmethoden des Konzerns, zwei Anwälte ordnen die Vorkommnisse juristisch ein. Auszüge aus internen E-Mails und Dokumenten sowie Mitschnitte von Anhörungen verdeutlichen die Skrupellosigkeit, mit der die Sackler-Familie vorgeht, um ein Milliardenvermögen zu erwirtschaften.

Big Dope - Milliardengeschäft mit dem Schmerz 22:30

Big Dope - Milliardengeschäft mit dem Schmerz: Siegeszug des Fentanyl

Dokumentation

2012 wird in den USA das Fentanyl-Spray Subsys für Krebspatienten im Endstadium zugelassen. Über ein Betrugssystem vermarktet der Hersteller Insys Therapeutics das Mittel jedoch im großen Stil. Insys besticht Ärzte und belohnt die Verordnung von Subsys mit hohen Summen. In einem eigens eingerichteten Callcenter geben sich Mitarbeitende von Insys gegenüber Krankenversicherungen als Praxisangestellte aus, um die Versicherer zur Kostenübernahme zu bewegen. Der zweite Teil der Dokumentation legt den Fokus auf den Siegeszug von Fentanyl. Das synthetische Opioid ist 50-mal stärker als Heroin und darf eigentlich nur für tumorbedingte Durchbruchschmerzen angewendet werden. Über die kriminellen Machenschaften des Pharmakonzerns Insys Therapeutics berichten Whistleblower sowie der damalige Vize-Marketingchef. Ein Schicksal, das für viele andere steht: Die 32-jährige Sarah Fuller stirbt an einer viel zu hohen Dosis Subsys, die ihr für chronische Rückenschmerzen verschrieben wurde. Ihre Familie erzählt, wie ihr das gefährliche Opioid bei einem Arztbesuch von einer Pharmavertreterin angepriesen und schließlich ohne jegliche Aufklärung verordnet wird. Anfang der 2000er-Jahre ist Florida das Mekka für Schmerzpatienten und Suchtkranke: Da es keine einheitliche Patientendatenbank gibt und die Abgabe von Schmerzmitteln nicht reguliert wird, schießen sogenannte "Pill Mills" - Pillenfabriken - aus dem Boden: auf den ersten Blick legitime Schmerzkliniken, in denen Ärzte wie am Fließband Opioide verschreiben. Die Brüder Chris und Jeff George betreiben eine solche Klinik und werden schließlich zu langen Haftstrafen verurteilt. Zur Einsicht oder Reue hat dies offensichtlich nicht geführt.

Wildlife Crime - Milliardengeschäft Tierhandel 23:15

Wildlife Crime - Milliardengeschäft Tierhandel: Illegale Nashornjagd - Netzwerke und Profite

Dokumentation

Tödliche Gier nach Rhinozeroshörnern: In Südafrika werden Morde wegen der Hörner begangen. Polizei und Aktivisten kämpfen gegen eine Mafia, die Wilderei bandenmäßig organisiert. Nashörner sind vom Aussterben bedroht. Südafrika ist Heimat der meisten verbliebenen Tiere - und Brennpunkt eines brutalen Geschäfts. Die Nachfrage nach dem Horn wird aus Asien angeheizt, wo ihm medizinische Kräfte zugeschrieben werden. Die Dokumentation begleitet Ranger, Staatsanwälte und Ermittler, die ihr Leben riskieren, um die bedrohten Tiere zu schützen und Wilderer zu stellen. Im Mittelpunkt stehen der Mord an Ranger Anton Mzimba und die Jagd auf den berüchtigten Syndikat-Boss "Big Joe" Nyalunga - ein Ex-Polizist, der zum Symbol für Korruption und Straflosigkeit wurde. Über zehn Jahre sind südafrikanische Spezialeinheiten diesem gefährlichen Mann auf den Fersen. Immer wieder wird Big Joe verhaftet, und immer wieder kommt er gegen lächerliche Kautionszahlungen auf freien Fuß. Welche Rolle spielt Korruption dabei? Und warum kann der Bandenboss größtenteils auf die Loyalität der lokalen Bevölkerung setzen? Nationalparks und Naturreservate greifen inzwischen zu besonderen Maßnahmen, um Nashörner vor Wilderei zu schützen. Sie setzen Lügendetektoren bei ihren Rangern ein, um Kooperationen mit der Nashorn-Mafia aufzudecken. Eine Lobby aus Tierzüchtern plädiert für einen anderen Weg. Sie wollen Nashörner züchten und ihre Hörner absägen, um sie offiziell zu verkaufen. Das verbietet bislang das Washingtoner Artenschutzabkommen. Illegaler Handel mit bedrohten Arten ist eine der größten Bedrohungen für die Artenvielfalt weltweit. Die zweiteilige Doku-Reihe ist den kriminellen Banden der Wildtierhändler auf der Spur.